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CH191255A - Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Druckformen für den Rakeltiefdruck. - Google Patents

Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Druckformen für den Rakeltiefdruck.

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Publication number
CH191255A
CH191255A CH191255DA CH191255A CH 191255 A CH191255 A CH 191255A CH 191255D A CH191255D A CH 191255DA CH 191255 A CH191255 A CH 191255A
Authority
CH
Switzerland
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layer
sub
treatment
water
light
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Application number
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English (en)
Inventor
Kaulen Chemische Fabrik G Bekk
Goerig Josef
Original Assignee
Bekk & Kaulen Chem Fab Gmbh
Goerig Josef
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bekk & Kaulen Chem Fab Gmbh, Goerig Josef filed Critical Bekk & Kaulen Chem Fab Gmbh
Publication of CH191255A publication Critical patent/CH191255A/de

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  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description


  Verfahren zur     photomeehanischen    Herstellung     -von    Druckformen  für den     Rakeltiefdruck.       Das     gebmäuchliche    Verfahren zur Herstel  lung von     Druckformen    für den     Rakeltief-          druck        besteht    bekanntlich darin, dass     .das    zu  vervielfältigende Bild zunächst auf ein licht  empfindlich gemachtes     P.igmentpapierkopiert          wird,    worauf es von hier :durch Abklatschen  auf die Druckform übertragen und dann in  üblicher Weise     weiterbehandelt    und geätzt  wird.

   Die Verwendung     des        Pigmentpapiers     zur Herstellung von     Tiefdruckformen    hat  aber den Nachteil,     dass    es gegen     atmosphä-          rische    Einflüsse sehr     empfindlich    ist, was  sich besonders bei Herstellung farbiger Re  produktionen, sehr     nachteilig    bemerkbar  macht.

   Denn da. das     Pigmentpapier    unter  dem     Einfluss    der     Atmosphärilien    sehr leicht  seine Gestalt, insbesondere seine Grösse ver  ändert, besteht auch die Gefahr, dass die     Bild-          übertragung    für eine Farbe ,grösser ausfällt  als für eine andere. Dann     aber    wird     die    eine  oder andere Ätzung leicht unbrauchbar,    namentlich     wenn    es sich um Qualitätsarbeit  handelt. Deswegen stellt man bisher im       Rakeltiefdruck    vorwiegend nur einfarbige       Reproduktionen    her.  



  Dieser     Übelstand    wird durch .das Verfah  ren gemäss     der    Erfindung     beseitigt.    Zu die  sem Zweck verwendet man     hier    überhaupt  kein Pigmentpapier mehr,     sondern    eine mit  einer lichtempfindlichen     Kolloidschicht    über  zogene Metallunterlage (Platte,     Zylinder     oder     dergleichen).    Nachdem auf .diese die  positive     Halbtonvorlage    und die Rastervor  lage     nacheinander    durch direkte Kopie über  tragen worden sind, wird hier ohne Entfer  nung der     golloidschicht    von den unbelichte  ten Stellen geätzt.

   Dabei kann nach Belieben  das Kapierendes     Rasters    auf die lichtemp  findliche Schicht vor oder nach .dem Kopie  ren des     Bildes    mittels eines Diapositivs vor  genommen: werden.     Für        die        Itzung    benutzt  man     vorzugsweise    eine Lösung, die ausser      dem gebräuchlichen Ätzmittel, wie Eisen  chlorid, eine die     Kolloidschicht    angreifende       bezw.    durchdringende und     aufquellende,    das  Metall ,der     Platte    oder dergleichen aber nicht  angreifende Säure. wie     -Milchsäure    oder der  gleichen. enthält.  



  Es hat sich aber weiterhin gezeigt, dass  die     Gewinnung    brauchbarer Abdrücke von  der nach diesem Verfahren hergestellten  Druckform nicht selten auf Schwierigkeiten       stösst,    und dass diese     Schwierigkeiten    auf eine  ungenügende oder unvollkommene Ausbil  dung der     Rakelstege    auf der Druckform     zu-          rückzufiih.ren    sind.

   Es wurde gefunden,     dass     diese ungenügende Ausbildung der     Rakel-          stege    im vorliegenden Falle auf einer nicht  ausreichenden Härtung der lichtempfind  lichen Schicht während     des        Kopierens    der       Rastervorlage    beruht.  



  Diese Feststellung ist. überraschend, da       bei        Anwendung    des     Pigmentpapierverfahrens     derartige Schwierigkeiten nicht auftreten.  Bei Anwendung von gleichen und gleich  starken und in der gleichen Weise lichtemp  findlich gemachten     Kolloidsch,ichten,    einer  seits für das Pigmentpapier nach dem älte  ren Verfahren,     anderseits    für den Metallkör  per der Druckform nach dem vorliegenden  Verfahren genügt diejenige Belichtungsdauer  mittels ein- und derselben     Lichtquelle,

      die  im Falle     des    Pigmentpapiers vollkommen  zur     Erzeugung        di=r        Eakelstege        ausreielit,     vielfach nicht. um mit Sicherheit auch beim       vorliegenden    Verfahren die     Rakelstege    auf  der     Druckform    in befriedigender     Weise    aus  zubilden.  



       Ihre    Erklärung findet     diese    Beobachtung  in folgendem: Beim Arbeiten mit dem Pig  mentpapier kommen     diejenigen    Teile der  lichtempfindlichen Schicht, die bei     dein    Pa  pier     ursprünglich    oben lagen, beim Ab  quetschen der     liehtempfindliehen    Schicht auf  die Metallunterlage nach     unten    zu liegen,  d. h.

   in unmittelbare     Berührung    mit dieser       Metallunterlage.    Da nun bei der     Exponie-          rung    der     lichtempfindlichen    Schicht     zwecks          Kopierung    der Rastervorlage die     Härtung    an    der     Schichtoberfläche    naturgemäss am stärk  sten erfolgt, so besteht in diesem Falle  Sicherheit     d-a.für,

          dass@    die stark gehärteten  Teile .dieser Schicht bei ihrem Abquetschen  auf die     3letallunterlage    der     Druckform    in  unmittelbare Berührung     mit    dieser gebracht  werden. Demgemäss ist hier Sicherheit da  für vorhanden, dass bei der     Entwicklung    und  Ätzung der Rasterkopie     zwecks    Herstellung  der     Rakelstege    diese auch vollkommen auf  der metallischen     Driielzform    in Erscheinung  treten, gleichgültig, wie, kurz oder lang die  Belichtung gewesen ist.  



  Anders ist die Sachlage aber, wenn     ge-          mäss-dem    vorliegenden Verfahren Halbton  bild und     Rastervorlage        unmittelbar    auf die  lichtempfindliche Schicht übertragen werden,  die sich bereits auf der Metallunterlage     be-          findet.    Denn in diesem Fälle liegt der in  folge der Belichtung am stärksten     durchge-          härtete    Teil der Schicht oben. der am  schwächsten     durchgehärtete    aber unten, d. h.

    in     Berührung    mit der     lietallunterlage.    Ist  nun beim Kopieren der Rastervorlage die  Belichtung nicht genügend lange erfolgt, so  besteht die Möglichkeit, dass beim Entwickeln  und Ätzen, das     Entwicklungs-    und Ätzmittel  durch die     unbelichteten    Teile der Oberfläche  der lichtempfindlichen Schicht hindurch seit  lich unter die     oberflächlich    gehärteten.

   durch  das Kopieren des Rasters erzeugten Stege  tritt, so dass     diese    dann mit den     unbelichtet          aeblieben.en        Schichtteilen    weggelöst oder ent  fernt werden und keine befriedigende Aus  bildung der     Ralielstege    bei der Ätzung der  Metallform mehr     stattfinden    kann.  



       Demgemäss#    kommt es hier weiter darauf  an, dass beim Kopieren der Rastervorlage auf  die .auf der     Metallform        befindliche    licht  empfindliche Schicht so     lange    belichtet wird,       dass    Sicherheit für     Durchliärtung    der belich  teten Stellen der lichtempfindlichen     Schicht     bis zu ihrem     Grunde,    also bis zur Oberfläche  der Metallform gegeben ist.

   Ist so lange be  lichtet worden, so besteht hier genau gleiche  Sicherheit für vollkommene Ausbildung der       Rakelstege    wie bei     dem        PigMentpapierver-          fa.hren,    und es ist daher nun auch hier die      Sicherheit für Herstellung vollkommener  Drucke .gegeben.  



  Wie lange die Belichtung dauern     muss,     um im Einzelfalle     das        angestrebte    Ziel zu  erreichen, kann     erforderlichenfalls    durch       ,einen        Vorversuch    leicht     festgestellt    werden,  indem bei Anwendung einer gegebenen Licht  quelle und einer bestimmt zusammengesetz  ten und sensibilisierten     lichtempfindlichen     Schicht gegebener     Dicke    festgestellt     wirft,     wie lange Zeit erforderlich     ist,    um beim Ko  pieren der     Rastervorlage    für sich,

   also ohne  das     Halbtonbild,    eine vollko<U>m</U>mene     Ausbil-          dung,der        Rakelstege    auf der Metallunterlage  beider Ätzung zu erreichen. Die     Erfahrung     hat in dieser Beziehung beispielsweise     _fol-          gendes    ergeben:

    Während beim     Pi,gmentpapierverfa:hren     die Zeit für das Kopieren     des        Rasters    nur  ungefähr um ein Viertel     länger    zu sein  braucht als die für :das Kopieren des Halb  tonbildes nötige     Zeit,    also     beispielsweise    etwa  8 Minuten für den Raster gegen 6     Minuten     für     das        Halbtonbild,    hat sich     unter    im Übri  gen gleichen     Verhältnissen    als zweckmässig       erwiesen,

      bei Anwendung des vorliegenden  Verfahrens für     das    Kopieren     des        Rasters     etwa dreimal so     lange    zu belichten als für  das Kopieren des     Halbtonbildes,    also bei  spielsweise etwa 18 Minuten gegen 6 Minuten.  



       Die    Ausführung des Verfahrens im     ein-          zelnen        kann        in     Weise vorge  nommen und abgewandelt werden. Man kann  als lichtempfindliche     Kolloidschicht    eine  solche aus in warmem Wasser löslichem  Chromleim, wie dem     chromierten    soggenann  ten     Beka-Ätzleim    (Fabrikat der Firma Dr.       Bekk     &  Kauten, Chemische     Fabrik    G. m. b. H.,       Loevenich),    oder Chromgummi     (chromiertes     Gummi     arabicum)    verwenden..

   Dann wird  die Platte, nachdem das     Diapositiv    oder der  gleichen und der Raster     hintereinander    durch  Belichten während der gemäss obigen Dar  legungen erforderlichen Zeiten darauf kopiert  worden sind, ohne vorherige Entwicklung in  die     Xtzlö-sung    gebracht.

   Diese ist dabei  zweckmässig so     zusammenzusetzen,    d. h.     sie     soll dabei     zweekmä.ssig    solche Viskosität be-    sitzen, dass :die Kopierschicht von     der    Eisen  chloridlösung     als    solcher auch im unbelich  teten     Zustand    nicht     beeinflusst    werden     würfle,     hingegen die     zugesetzte    schwache Säure, die  nicht oder verhältnismässig wenig gehärteten  Teile der     Kolloidschicht        angreift        und    durch  dringt.

   Als eine für     .diesen    Zweck geeignete       Ätzlösung    ist eine solche aus einer Eisen  <B>c</B>     hlorid1C        Yeung        von        48        bis        50'        B6,        mit        einem     Zusatz von 3 bis 5 %     bZRlchsäure    anzusehen.

    Nachdem durch die Milchsäure -die nicht  oder verhältnismässig     wenig    belichteten Teile  der     Kolloidschicht    zum Quellen gebracht  sind, kann dann das     Eisenchlorid    an den       durchdrungenen    Stellen auf das Metall der       Druckform    wirken, während die schwache       Säure        ihrerseits    keine     Xtzwirkung    auf das  Metall ausübt     bezw.        auszuüben    braucht.

   Die       Aufquellung    der     Kopier-    oder     Kolloidschicht     durch diese     Säure        geschieht        natürlieh    in der  Weise,     dass!    die am     wenigstens    belichteten       Bildstellen    zuerst     angegriffen    werden und,

   die  weitere     Aufquellung    dem     Härtungsgrad    der  Schicht     entsprechend        allmählich        bezw.        stu-          fenweise    vor sich geht. Der Säurezusatz ist  dabei so zu wählen,     dass        die    infolge starker  Belichtung gehärteten,     durch    Raster gebil  deten     Rakelstege    von der Säure nicht ange  griffen werden.

   An Stelle der Milchsäure       können    natürlich auch andere entsprechend  wirkende Säuren,     vorzugsweise    organische,  Anwendung finden, die     :geeignet    sind, die       nichtgehärteten    Teile der     Kolloidschicht     zum Quellen zu bringen,     -die    gehärteten hin  gegen     unangegriffen    zu     lassen    und auch das  Metall der     Form    nicht     bezw:    nicht     wesent-          lich    anzugreifen.  



  Auf die Behandlung mit dem säurehal  tigen     Ätzmittel        kann        erforderlichenfalls     auch noch eine     Behandlung    mit     einem    Atz  bad     lgewöhnlicher    Art,     beispielsweise        in    einer       lEisenchlo:ridlö.sung    geeigneter     Konzentration     erfolgen.

   Nach Beendigung des.     Ätzprozesses     wird die Druckform von der     stehengeblie-          benen        @gehärteten        Kopierschicht        befreit,    was  z. B. mit Hilfe von     Ätzalkalien,    schwacher  Schwefelsäure (etwa 1     %ig)    oder dergleichen  geschehen kann, und     wird    dann nachpoliert,      worauf sie für den Druck in der Maschine  fertig ist.  



  Man kann für die Herstellung der       Druckform    an Stelle der oben .genannten, in  warmem Wasser löslichen Chromleim-     bezw.          Chrom,o-ummischicht    aber auch eine     Ch.rom-          gelatinesehicht        verwenden,    die unter Benut  zung der käuflichen, unveränderten, schnell       erstarrenden,    in warmem Wasser nur quel  lenden Gelatine hergestellt ist.

   In diesem  Falle kann man so verfahren:,     dass    nach der  in     entsprechender    Welse vorgenommenen       Bildübertragung    und     Rasterung    durch Be  lichtung zunächst eine Behandlung des Bil  des in     Wasser    vorgenommen     wird.        Dabei     wird     aber    die Temperatur des Wassers so  gewählt,     dass    dadurch die     Gelatine    auch an  den unbelichteten und also     ungehärteten    Stel  len nicht gelöst, sondern hier nur zum Quel  len gebracht wird.

   Die hiernach anzuwen  dende     Temperatur    des     Wassers    richtet sich  nach der     Qualität    der angewandten Gelatine  und lässt sich durch einen     Vorversuch    jeweils  leicht     ermitteln.    Im allgemeinen soll aus dem       angegebenen    Grunde bei Anwendung der  käuflichen Gelatine     des        Handels    (Speisegela  tine) eine Wassertemperatur von etwa. 40 bis  45   nicht     wesentlich        überschritten    werden.

    Da die Gelatine vom     Wasser    unter diesen       Umständen    nicht gelöst wird, so befindet sich  nach Beendigung der Wasserbehandlung     die     Gelatine noch als gleichmässig aussehende,  ununterbrochene Schicht auf der Platte.  Nach Trocknung der Platte oder     dergleichen.     kann dann die Ätzung mit den     normalen          Ätzmitteln,    wie     Eisenchloridlösungen    ohne  Säurezusatz erfolgen.

   Das     Ätzmittel        dringt     dabei je nach dem geringeren oder grösseren       Härtungsgrad    der betreffenden Stelle schnel  ler oder langsamer durch die     Gelatineschicht     hindurch zum     Metall    vor und bewirkt hier  die entsprechend     abgestufte    Ätzung.     Die    Ent  fernung der     Gela-tineschicht    nach der Ätzung  kann dann in entsprechender Weise vorge  nommen werden     wie    bei der vorher beschrie  benen     Ausführungsform    des Verfahrens.  



  Als vorteilhaft hat es sich     erwiesen,    bei  dieser     zweiten        Ausführungsart    des Verfah-         rens    der Gelatine vor dem Aufbringen auf die  Metallplatte oder dergleichen einen Füllstoff  in feiner Verteilung zuzusetzen, durch den  einerseits die schnelle     Erstarrung    der Gela  tine     beim    Aufbringen (Schleudern oder der  gleichen) auf die Platte verzögert und da  durch die Bildung einer gleichmässigen  Schicht     erleichtert    werden kann.

   Anderseits  aber kann dadurch auch die Tiefätzung gün  stig beeinflusst werden, indem der Füllstoff  bei der Wasserbehandlung vorzugsweise       bezw.    lediglich von denjenigen Stellen der  Schicht weg-     bezw.    ausgewaschen wird, die  nicht oder wenig gehärtet worden sind.

   Je  nach dem     Härtungegrad    der betreffenden  Schichtstelle und der dadurch bedingten stär  keren oder schwächeren     Quellungderselben     wird mehr oder weniger von dem Füllstoff  aus der     Gela.tineschicht    herausgewaschen  werden, und infolgedessen wird diese dann  an den stärker vom Füllstoff befreiten Stel  len leichter durch das     Ätzmittel    durchdrun  gen werden als an denjenigen     Stellen,    die  noch mehr oder den gesamten Füllstoff ent  halten. So wird die Tonabstufung des geätz  ten Bildes weiterhin     günstig        beeinflusst.     



  Als Füllstoffe sind für der, angegebenen       Zweck    alle solchen feinpulverigen Stoffe ge  eignet, die sich     gleichinä.ssig    in der Gelatine  verteilen lassen und während des     Aufbrin-          gens    der letzteren auf die Metallplatte oder  dergleichen auch fein     verteilt    bleiben, sich  also nicht zu schnell absetzen. Vorzugsweise  kann man als Füllstoff auch Pigmente ver  wenden, wie     beispielsweise    .den roten Farb  stoff der Firma. Schminke, Düsseldorf. Die       Verwendung,dera.rtiger    Pigmente bietet noch  den besonderen:     Vorteil,        da.ss,    dadurch gleich  zeitig eine.

   Färbung der     Gelatineschicht    be  dingt     wird    und infolgedessen nach dem bei  der     Wa.sserbehan.dlun.g    stattfindenden stärke  ren oder schwächeren Herauslösen der Pig  mentteilchen aus den nicht oder schwächer  gehärteten Schichtteilen die     Betrachtung    des  Bildes erleichtert wird.

   Beispielsweise kann  man hierfür eine gereinigte     Kupferplatte    in  der     Schleuder    mit einer Kopierlösung     be-          schichten,        -die        gebildet    ist aus 1000 cm' Was-           ser,    120 g Speisegelatine,

  <B>100</B>     cm'        Beka-Ätz-          leim    und 100 g roter     Abdeckfarbe.    Diese       Lösung    kann zu gleichen Teilen mit     einer     4 %     igen        Kaliumbichromatlösung        sensibilisiert     werden. Der Zusatz .des Leims zu der Gela  tine dient hier ebenfalls dem Zweck, ein zu       schnelles    Erstarren der Gelatine auf der  Platte zu verhindern und damit die Bildung  einer vollkommen gleichmässigen Schicht zu       erleichtern.     



  Nach erfolgter Belichtung -der     Platte    un  ter dem Diapositiv oder dergleichen und dem       Raster    während der     geeigneten        Zeiten    bringt  man die     Platte    zweckmässig     zunächst    in war  mes Was er, wo sie z. B. etwa zwei Minuten  belassen wird.

   Dann wird sie in ein     Fär-          bungs-    und     Härtungsbad    .gebracht, das bei  spielsweise aus<B>1000</B> cm' Wasser, 20 bis 30 g  wasserlöslicher     Amlinfarbe,        wie        Methyl-          violett,    und 40 bis 50 g Alaun     @zusammen-          gesetzt        ist.    Nach     einigen    Minuten wird die  Platte aus .diesem Bad wieder herausgenom  men und in warmem Wasser     fertig    behan  delt.

   Die angewandte wasserlösliche     Anilin-          farbe    dient auch dem Zweck, die     Betrachtung     des Bildes     bezw.        des,Standes    der Behandlung  zu     erleichtern,    da sie bei der Fertigbehand  lung im     warmen    Wasser von denjenigen .Stel  len wieder weg-     bezw.        ausgewaschen.    wird,  wo sich die     ungehärtete,    gequollene     bezw.     verhältnismässig     wenig        gehärtete    Gelatine  befindet.

   Natürlich kann man die     Anfärbung          mit        Anilinfarbe    auf Wunsch auch .da an  wenden, wo der     Kolloidlösung    kein Füllstoff,  wie     Pigment,        zugesetzt    war.

   Das dem mitt  leren Bade     zugesetzte        Gerbmittel,    wie Alaun,  verleiht der Schicht die     erforderliche    Stabili  tät für die Ätzung und trägt     weiterhin    dazu  bei, die Abstufung dieser nach den Tonwer  tendes Bildes zu     begünstigen.    An Stelle des  Alauns kann ein anderes     geeignetes        Gerbmit-          tel    Anwendung finden,     wie    z. B.

   Formalin  oder dergleichen.     Die    Behandlung mit dem       Cerbmittel    braucht nicht notwendig im .glei  chen Bad mit der     Behandlung    mit der     Farb-          stofflösung    zu erfolgen, sondern kann auch  unabhängig davon vorgenommen werden.

    Auch kann man die Behandlung mit ,dem         Gerbmittel        unter        Umständen        ganz    weglassen  oder auch die     Behandlung    mit .der Farbstoff  lösung oder beide.     Ferner    kann man die Ger  bung auch mit der Ätzung     vereinigen,    das       Gerbmittel    also .der     Ätzlösung    zusetzen.  



  Nach     Trocknung    der so behandelten       Platte    werden alle nicht zu     ätzenden    Stellen  mit Lack abgedeckt,     und        es,    erfolgt     dann.    die       Ätzung        in        üblicher        Weisse,    z. B, mit Eisen  chloridlösungen wechselnder Zusammenset  zung und Konzentration.

   In diesem Falle  kann     natürlich,    im     Gegensatz    zudem erstbe  schriebenen Ausführungsbeispiel, wo das  nicht mit     Wasser    behandelte     Bild    unmittel  bar geätzt wurde, die Ätzung bei     vollem     Tageslicht vorgenommen werden. Ist die  Ätzung beendet, so     wird        zunächst    der Zack  und hierauf .die     verbliebene        Kopierschicht,     eventuell unter Verwendung von     Wasser    und  Schmirgelpulver oder .dergleichen, entfernt.  



  Das Verfahren     gemässe    der Erfindung  eignet sich in     erster        Linie    für die Herstel  lung von     Tiefdruckplatten:,    kann aber auch  für die     Herstellung    von Tiefdruckzylindern  oder dergleichen angewandt werden. Als  Plattenmetall kommt in erster Linie Kupfer,  weiterhin auch Messing,     in    Betracht; unter       Umständen        können    aber auch Zink oder Alu  minium dafür angewandt     werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur photomechanischen, Her- stellung von Druckformen für den Rakel- tiefdruck unter Verwendung einer mit einer lichtempfindlichen Kolloidschicht überzoge nen Metallunterlage, auf welche die positive Vorlage kopiert wird, dadurch gekennzeich net, @dass die Metallunterlage;
    nachdem die positive Halbtonvorlage und .die Rastervor- lage nacheinander durch direkte Kopie auf ihre lichtempfindliche Schicht übertragen worden sind, ohne Entfernung der Kolloid schicht von den unbeliclhteten Stellen geätzt wird.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass eine in war- mein bis heissem Wasser lösliche Kolloid schicht verwendet wind. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da.- durch gekennzeichnet, dass: als Ätzmittel Eisenchlorid, das mit einem Zusatz einer die ungehärtete Kolloidsehieht angreifen den bezw. durchdringenden, das Metall der Druckform aber nicht angreifenden organischen Säure versehen ist, verwen: det wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da.ss als organische Säure Milchsäure dem Ätzmittel zugesetzt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als lichtempfindliche Kolloidschieht eine solche aua in warmem Wasser lös lichem Chromleim angewandt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass für die Kol- loidschicht käufliche Gelatine verwendet wird und nach der Bildübertragung und Rasterung durch Belichtung zunächst eine Behandlung der Metallunterlage mit Wa,%ser von solcher Temperatur vorge nommen wird, dass dadurch :die Gelatine auch an den unbelichteten Stellen nicht gelöst, sondern hier nur zum Quellen ge bracht wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Ätzmittel Eisenehloridlösungen allein ohne Säurezusatz verwendet wer den, welche die zuvor gequollene Gela tine der unbelichteten bezw. weniger be lichteten Stellen durchdringen. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelatine vor dem Aufbringen auf den Metallkörper der herzustellenden Druckform ein Füllstoff in feiner Ver teilung zugesetzt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teransprüchen 5 und 7, dadurch gekenn zeichnet, dass als Füllstoff ein Pigment verwendet wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass! während der Behandlung mit Was ser eine Anfärbung der Gelatineschicht mit gelüsten Farbstoffen vorgenommen und diese von den ungehärtet gebliebenen Stellen durch eine Nachbehandlung mit reinem Wasser ganz oder teilweise wie der entfent wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass, während _ der Behandlung mit Was- sereine Behandlung mit einem Gerbmit- tel vorgenommen wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, da.ss nach der Wasserbehandlung eine Be handlung mit einem Gerbmittel vorge nommen wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 5, 9 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass die Anfä.rbung und Behandlung mit dem Gerbmittel in dein selben Bade vorgenommen wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 5 und 10, gekennzeichnet, durch .die Verwendung von Alaun als Gerbmittel. 14. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 5 und 11, gekennzeichnet durch .die Verwendung von Alaun als Gerbmittel. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gelzennzeichnet, da.ss die lichtemp findliche Schicht der Metallunterlage bei der Kopierung ,der Rastervorlage um so viel länger belichtet wird als bei der No- pierung des Halbtonbildes, da.ss Sicher heit dafür vorhanden ist, dass die licht empfindliche Schicht an den unter dem Raster belichteten Stellen bis zu ihrem Grund durchgehärtet wird.
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