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DE864809C - Photomechanische Herstellung von Tiefdruckformen - Google Patents

Photomechanische Herstellung von Tiefdruckformen

Info

Publication number
DE864809C
DE864809C DEG4444A DEG0004444A DE864809C DE 864809 C DE864809 C DE 864809C DE G4444 A DEG4444 A DE G4444A DE G0004444 A DEG0004444 A DE G0004444A DE 864809 C DE864809 C DE 864809C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
halftone
printing
film
fine
areas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG4444A
Other languages
English (en)
Inventor
Frank A Sportelli
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gravure Enterprises Inc
Original Assignee
Gravure Enterprises Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gravure Enterprises Inc filed Critical Gravure Enterprises Inc
Priority to DEG4444A priority Critical patent/DE864809C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE864809C publication Critical patent/DE864809C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F5/00Screening processes; Screens therefor
    • G03F5/20Screening processes; Screens therefor using screens for gravure printing

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Printing Methods (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

  • Photomecnanische Herstellung von Tiefdruckformen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbe-,serungen bei der Übertragung von Tiefdruckvorlagen bzw. auf .die Herstellung von Tief druckdruckflächen aus Druckflächen, wie sie bei anderen Druckverfahren benutzt werden, insbesondere aus Halbton-Hochdruck-Druckflächen.
  • Die vorliegende Erfindung ist in erster Linie für die Verwendung beim Rotationsmehrfarbentiefdruck oder beim Offsetfilmdruck bestimmt. Ein schwerer Mangel der vorerwähnten Druckverfahren ist der, daß die Farben nicht so getreu wiedergegeben bzw. konstant gehalten werden wie bei anderen Druckverfahren, insbesondere bei Autotypiehochdruckund bei Offsetdruck im allgemeinen. Besonders bei Anzeigendruck sind gegen die Farbabweichungen Einwendungen zu erleben, und zwar dort, wo Abbildungen die Farben des anzupreisenden Produkts genau wiedergeben müssen. Dies ist von größter Wichtigkeit für Reklamedrucksachen, für die Farbentreue so wesentlich ist, daß die Auftraggeber die Druckerzeugnisse sehr genau miteinander und mit einem anerkannt guten Exemplar vergleichen und selbst geringe Abweichungen in der Schattierung und den Farbtönen kritisieren.
  • Einige .der Farbabweichungen, wie sie bei Rotationstiefdruckverfahren vorkommen, haften vielleicht dem Druckverfahren an sich an; auf jeden Fall haben sie nichts zu tun mit Abweichungen im lichtempfindlichen Material, wie es zur Herstellung des Ätzgrundes verwendet wird bzw. mit dem Ätzgrund oder den Ätzverfahrenselbst. Der größere Teil der auftretenden Schwierigkeiten jedoch ist auf Abweichungen in denPositivenzurückzuführen, wiesie zur Herstellung des Ätzgrundes verwendet werden, ferner auf die Ätzungen selbst, wie auch auf das verwendete Ätzverfahren. Noch bis vor wenigen Jahren bestand die fast unabweichliche Praxis darin, daß der Inserent der Druckerei ein Mehrfarbenoriginali oder einen. Satz von Farbauszugnegativen übersandte, während die Druckerei sich mit den verschiedenen aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen befaßte, die notwendig waren, um die Druckfläche herzustellen. Das ergab natürlich sehr große Unterschiede in .den Farbwerten der Drucke, wenn sie von verschiedenen Firmen geliefert wurden. Neuerdings ist man dann mehr und mehr zu .der Praxis übergegangen, eine Anzahl von Strichpositiven oder Sätze von Strich- und Rasterpositiven (wie bei dem wählbekannten Dultgen-Verfahren) durch eine einzige Firma herstellen zu lassen. Die Firma gibt dann .die Positive an die verschiedenen Druckereien, welche sodann an die Herstellung der Druckflächen nach diesen Positiven herangehen.. Obwohl diese Praxis eine beträchtliche Verbesserung herbeiführt, fehlt es doch nicht an Einwänden dagegen, unter denen die folgenden angeführt sein sollen: Bei Strichpositiven erfolgt .das Retuschieren am zweckmäßigsten auf den Positiven selbst; wo aber eine solche Retwsche notwendig ist, neigt sie dazu, Abweichungen herbeizuführen. Bei Rasterpositiven ist es die Halbtonkamera selbst, welche dazu neigt, Abweichungen zwischen. den Kopien herbeizuführen, die genaue Duplikate sein sollen. Selbst wenn genaue Duplikate an verschiedene Drucker gesandt werden, sind .die als Ätzgrund mit Hilfe von Pigmentpapieren erzeugten Gelatinereliefs in der Regel nicht gleich. Schließlich bringt das übliche stufenweise Ätzverfahren weitere Abweichungen hinein.
  • In den Fällen, in denen Anzeigen in längeren Zeitabständen wiederholt werden, wird das Bildmaterial bei einigen Publikationen im Autotypiehoehdruck reproduziert, bei anderen im Tiefdruck. Die sogenannte Übertragung beginnt mit einem Galvano oder einer sonstigen, vorher als tadellos befundenen. Halbtondruckfläche und erzeugt daraus eine Tiefdruckdruckfläehe. Die vorliegende Erfindung faßt die Herstellung von Tiefdruckdruckflächen aus vorher für Halbton- (Autotypie-) Druck hergestellten Druckflächen ins Auge, in einigen Fällen, wo nur ein Tiefdruckabzug vorliegt, auch .die Herstellung einer speziellen Autotypiedruckfläche als ein Hilfsprodukt vor der Herstellung .der eigentlichen Tiefdruckdruckfläche. Ebenso bezieht sich die vorliegende Erfindung auf Strichätzungen und die Verwendung von Strichkopien (Wachs bzw. Asphalt) oder einem sonstigen harten Ätzgrund zum Unterschied von dem üblichen stufenweisen Ätzen und Pigmentpapier bzw. Gelatinepigmentschichten mit weichem Ätzgrund, wie sie im allgemeinen beim Tiefdruck verwendet werden.
  • Das allgemeine Ziel der vorliegenden Erfindung ist, die Abweichungen in den Farbwerten, wie sie beim Drucken des gleichen Abzugs in verschiedenen Druckereien vorkommen können, zu vermindern.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine umgewandelte Tiefdruckdruckfläche herzustellen, welche die vollen Tiefenunterschiede bzw. die tiefen Farbwerte einer Autotypie besitzt, während sie gleichzeitig die notwendigen Anforderungen hinsichtlich einer richtigen Auflage für die Rak e1 und tadelloser Farbnäpfchen erfüllt.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine umgewandelte Tiefdruckdruckfläche herzustellen, in welcher die Lichter bzw. Halbtonrelativwerte einer Autotypie ohne wesentliche Änderung erhalten bleiben.
  • Auf die verbesserte Druckfläche, wie sie gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, wird kein Schutzanspruch erhoben.
  • Mit den vorstehend erwähnten und noch weiteren Zielen, wie sie aus der nachfolgenden Beschreibung hervorgehen, umfaßt die vorliegende Erfindung die Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckdruckflächen sowie von Positiven zur Herstellung solcher Druckflächen, welche nun zunächst unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben und in den Patentansprüchen ausführlicher hervorgehoben werden sollen. In den Zeichnungen ist Fig. i das Schema eines bevorzugten Verfahrens zur Durchführung der vorliegenden Erfindung; Fig. 2 ist ein ähnliches Schema nach modifiziertem Verfahren; Fig. 3 ist ein ähnliches Schema nach einem weiteren modifizierten Verfahren; Fig. 4 ist eine schematische Ansicht eines Halbtonfarbstreifens ; Fig.4A und 4B sind schematische Vergrößerungen von Teilen der Oberfläche der Fig. 4; Fig.5 ist eine schematische Darstellung einer negativen. Platte, hergestellt nach der Oberfläche der Fig. 4; Fig. 5 A und 5 B entsprechen den Fig. 4A bzw. 4B und zeigen die Rasterstruktur der entsprechenden Teile des Negativs der Fig. 5 ; Fig.6 ist die schematische Darstellung eines Positivs, hergestellt nach der Platte der Fig. 5 ; Fig.6A und 6B sind Positive, welche den Negativen der Fig. 5 A und 5 B entsprechen; Fig.7 bis io einschließlich sind Ansichten von verschiedenen Rasterformen, wie sie vorkommen können.
  • Fig. 4 stellt die Art und Weise dar, in welcher eine Autotypiedrückfläche einen Streifen von tiefem Dunkel (links) bis zu klarem Hell (rechts) reproduziert. In den tiefen bzw. dunklen Tonstufen (wie bei i) kann die Druckfläche durchgehend sein und demzufolge die volle Farbe abdrucken. An den Lichtern (wie bei 5) kann die Druckfläche über d.ie ganze Fläche hin-%vq#g -#veggeätzt worden sein, so,daß sie überhaupt keine Farbe abgibt. Bei den mittleren Tönen (wie bei 3) ist die Druckfläche aus Pünktchen aufgebaut (wie bei i i), die .durch Vertiefungen (wie bei 12) voneinander getrennt sind, so daß ein Schachbrettmuster herauskommt, wobei d,ie Pünktchen die auf das Papier zu druckenden Bildelemente darstellen, während .die Pumkte i2 die nichtgedruckten Flächen darstellen. Bei den dazwischenliegenden tiefen Tönen (wie bei 2) laufen die Pünktchen zusammen, so daß beim Drucken eine zusammenhängende Farbfläche mit darin eingestreuten offenen oder ungedruckten Stellen 12 entsteht. In ähnlicher Weise wird bei den Mitteltönen (wie bei 4.) ein Muster von Pünktchen i i abgedruckt, welche in einer offenen Fläche, die durch das Verschmelzen der Punkte 1a gebildet wird, eingestreut sind. Ähnliche Bildelementmuster können für den Bilddruck konstruiert werden, jedoch genügt das Streifenmuster der Fig. 4 vollauf zum klaren Verständnis der vorliegenden Erfindung durch die Fachleute, denn die Technik der Reproduktion des Bildes eines Gesichts, einer Landschaft oder eines sonstigen verwickelten Bildes ist vollkommen die gleiche wie bei der Reproduktion eines so einfachen Bildes wie das eines Farbstreifens.
  • Da Autotypieraster für Oualitätsdruck in der Regel etwa ioo Linien auf den laufenden Zoll besitzen, also io ooo Pünktchen oder Bildelemente auf den Ouadratzoll, oder noch mehr, kann die Fig.4 als eine Vergrößerung in der Größenordnung von zehn Durchmessern betrachtet werden. Obwohl das in Fig.4 dargestellte Kornmuster ein Muster ist, wie es durch den üblicherweise rechtwinklig g@-kreuzten Linienraster erzeugt wird, mit einem runden oder ähnlich geformten Punkt, dient dasselbe doch lediglich der Veranschaulichung. Aus der nachfolgenden Beschreibung geht hervor, daß die vorliegende Erfindung keineswegs auf die verwendete spezifische Autotypierasterform beschränkt ist, sondern sich auf die verschiedensten Autotypierasterformen erstreckt. Alle diese Gebilde sind durch den Umstand gekennzeichnet, daß die wechselnden Schattierungen einer Farbe durch Änderung der Flächengröße kleinster erhabener Teilchen der Druckplatte hervorgebracht "-erden. Das bevorzugte Verfahren Bei Verwendung eines Galvanos oder einer sonstigen gut geeigneten Halbtondruckfläche, wie sie in Fig.4 als Beispiel angegeben ist, kann unter Bezugnahme auf Fig. i eine Tiefdruckdruckfläche in der folgenden Weise hergestellt werden: Geht man von einem unbelichteten Film bzw. einer unbelichteten Platte (Stufe i) aus, dann wird der Film oder die Platte zunächst unter Vorschaltung eines feinen Tiefdruckrasters belichtet (Stufe z), um in der lichtempfindlichen Schicht der photographischen Emulsion ein latentes Bild des Rasters zu erzeugen. Die Emulsion kann sich auf .einem biegsamen Träger (Film) oder auf einem starren Träger (Platte) befinden; der Kürze halber wird im nachstehenden lediglich der Ausdruck Film verwendet, jedoch sind hierunter sowohl Filme wie Platten zu verstehen.
  • Der vorzugsweise verwendete Film besitzt eine harte Emulsion für scharfe Kontraste, wie z. B. die Emulsioiieii der Linien- (Strich-) bzw. Hochdruckfilme, wie sie üblicherweise beim Halbtonhochdruck verwendet werden. Wie den Fachleuten ohne weiteres klar sein wird, hängt die Kontrastwirkung des entwickelten Bildes nicht nur von der Emulsion selbst ab, sondern auch von dem Entwicklungsverfahren (Stufe 6). Die Emulsion selbst und das Entwicklungsverfahren müssen derart sein, daß ein Bild in Strichmanier von hoher Kontrastwirkung herauskommt. Einige Abweichungen in der Emulsion sind daher zulässig, vorausgesetzt, daß sie bei der Entwicklung in geeigneter Weise kompensiert werden.
  • Die Belichtung unter einem feinen Tiefdruckraster kann in irgendeiner zweckmäßigen Weise vorgenommen werden. Das einfachste Verfahren ist das, den Film mit dem Raster in einem Kopierrahmen bei gleichmäßig diffuser Lichtquelle zusammenzubringen, wie sie z. B. zum Belichten eines Films oder einer Gelatinepigmentschicht verwendet wird. Belichtung und Entwicklung müssen derart sein, daß ein Rasterbild entsteht, welches aus verhältnismäßig durchsichtigen Körnchen auf einem verhältnismäßig undurchsichtigen Grund aufgebaut ist, ohne merkbare Abstufung der Deckkraft der Körnchen. Solche Änderungen in der Körnchendichte, wie sie bei Halbtonnegativen allgemein vorkommen, können vorhanden sein, sind aber, wie beim Autotypiehochdruck, zu vernachlässigen.
  • Wenn die Autotypie mit i2o Linien auf- den laufenden Zoll gerastert ist, kann ein Raster mit 3oo Linien verwendet werden. Der Raster ergibt dann bei erheblicher Vergrößerung ein Bild, wie es in Fig. 6A erscheint.
  • Es kann sodann ein geeigneter Kornraster in der Weise hergestellt werden, daß man Graphit oder ein sonstiges feinvermahlenes oder ausgefälltes Material in die Luft bläst und, nachdem man den größeren Teilchen genügend Zeit zum Absetzen gelassen hat, einen Film mit klebriger Schicht in -eine solche Lage bringt, daß er die feinen Teilchen bei deren Absetzen aufnimmt. Nach Trocknen der klebrigen Schicht oder nach deren Einbrennen, um sie zu härten und ihre Oberfläche zu verfestigen, ist der Raster gebrauchsfertig.
  • Wenn auch gewöhnlich kein Vorteil darin erblickt werden kann, Raster zu benutzen, welche anders sind als der angegebene rechtwinklig gekreuzte Raster, so kann doch jeder geeignete Tiefdruckraster von genügender Feinheit verwendet werden. Auf jeden Fall besitzt der Raster verhältnismäßig undurchsichtige Elemente, welche gleichmäßig (im Durchschnitt) über einen verhältnismäßig durchscheinenden Grund verstreut sind, so daß der Abstand der Elemente von der Größenordnung von 25o Linien auf den laufenden Zoll bzw. 62 500 je Quadratzoll oder mehr ist und die Elemente im allgemeinen voneinander getrennt sind, während der durchscheinende Grund zusammenhängend ist, so daß er die einzelnen Elemente voneinander trennt, und dies ist, wie nachstehend noch erklärt werden wird, notwendig zur Herstellung bester Tiefdruckdruckflächen.
  • Das Galvano oder ein sonstiger Hochdruckdruckstock wird nunmehr eingefärbt und das eingefärbte Bild auf die vorher präparierte Photographische Emulsion, welche das latente Bild des Kornrasters (Stufe 3) enthält, gedruckt. Diese Arbeit kann auf einer Abziehpresse oder in irgendeiner sonstigen geeigneten Vorrichtung vorgenommen werden. Ebenso kann jede gewünschte Farbe verwendet werden, vorausgesetzt, daß sie die photographische Emulsion nicht chemisch angreift. Gewöhnliche undurchsichtige Probeabzugfarben, wie sie für Hochdruck verwendet werden und bei welchen der Träger des Pigments Leinöl oder ein ähnlicher Firnis ist, sind hierfür geeignet. Die Arbeit wird bei einem die betreffende Emulsion nicht verändernden Licht ausgeführt, und zwar bei dem gewöhnlichen Strichfilm etwa bei einem ziemlich hellen gelben Licht, welches die Emulsion nicht angreift. Der Film hat jetzt das Aussehen eines positiven Abzugs der Druckfläche (Fig. 4), enthält aber ein latentes Bild des feinen Rasters sowohl unter der Druckfarbe (z. B. den Pünktchen i i) als auch in den uneingefärbten Flächen (z. B. den Pünktchen 1:2).
  • Der Film wird jetzt gleichmäßig belichtet, wie z. B. bei Blitzlichtaufnahmen oder beim Kopieren, und zwar in einem Kopierrahmen oder einem sonstigen zweckmäßigen Halter (Stufe 4). Die Belichtung wird für Emulsion und verwendetes Entwicklungsverfahren praktisch bis zur Vollendung durchgeführt und brennt das feine latente Rasterbild in den offenen bzw. ungeschützten Flächen, z. B. die Pünktchen 12 der Fi_g. 4, aus, so daß das feine Rasterbild in diesen Bezirken der herzustellenden Druckfläche nicht mehr erscheint. Die Druckfarbe schützt die anderen Bezirke, z. B. die Pünktchen i i der Fig. 4, so daß die Emulsion in diesen Bezirken praktisch nicht durch die Belichtung angegriffen wird.
  • Die Druckfarbe wird jetzt entfernt (Stufe 5), und dies geschieht bei dem üblichen Strichfilm und der Abziehpressendruckfarbe zweckmäßig in der Weise, daß man die Platte mit Benzol wäscht. Jedes sonstige Verfahren der Druckfarbenentfernung kann ebenfalls benutzt werden, vorausgesetzt, daß dadurch die Emulsion nicht beeinträchtigt wird.
  • Sobald das Benzol verdampft oder in anderer Weise entfernt worden ist, ist der Film zur Entwicklung fertig (Stufe 6), wird entwickelt, fixiert, gewaschen und getrocknet, wie es beim Autotypiedruck üblich ist. Er zeigt nunmehr das Aussehen nach Fig. 5 und ist ein Negativ des Halbtonpositivs nach Fig. 4. Jedoch -%v-erden die lichten Flächen der Fig. 4 (bei 5 in Fig. 4 und die Pünktchen 12) nicht durchgehend undurchsichtig; sondern erscheinen nunmehr als miteinander in Verbindung stehende, undurchsichtige Grundierungsflächen, in welche durchsichtige Pünktchen eingestreut sind, welche den undurchsichtigen Elementen des Kornrasters entsprechen. In den offenen Flächen der Fig. 5 (die Pünktchen i i und bei i in Fig. 5) tritt keine wahrnehmbare Rasterbildung auf.
  • Die Fig. 5 f1 stellt schematisch das in dem Film der Fig. 5 erzeugte Muster dar, und zwar in einem Bezirk, welcher der geschützten Fläche bei i in Fig. 4 entspricht. Die Fig. 5 A ist eine zehnfache Vergrößerung von Fig.5 oder eine hundertfache des Films, welcher in Fig.5 schematisch in vergrößertem Maßstabe dargestellt ist; sie stellt ebenfalls eine Fläche dar, wie sie einem Punktelement des Autotypierasters entspricht. Von dem feinen Tiefdruckraster mit einer Anordnung undurchsichtiger und durchsichtiger Flächen, wi.- sie in Fig.6A angedeutet sind, wird angenommen, daß er 3oo Linien auf den laufenden Zoll besitzt und in Verbindung mit einer Autotypiedruckfläche verwendet wird, bei welcher der Raster i2o Linien auf den laufenden Zoll aufweist. Man sieht aus der stark vergrößerten Fig. 5 A, daß der geschützte Teil der Fig. 4 in dem Film der Fig. 5 A als ein Gitter oder Netzwerk undurchsichtiger Linien, welche durchsichtige Quadrate begrenzen, reproduziert wird. Angenommen die Breite einer durchsichtigen Linie in dem feinen Tiefdruckraster wäre; wie dargestellt, etwa gleich der Hälfte der Breite des eingeschlossenen undurchsichtigen Quadrats, dann geht daraus hervor, daß die Fläche der durchsichtigen Quadrate in der Fig. 5 A ein wenig geringer als 5o%, der Gesamtfläche sein muß. Die Fig. 5 B stellt einen Teil des Films der Fig. 5 dar, welcher einem Teil der Halbtonplatte der Fig.4 entspricht, wobei der Durchmesser des undurchsichtigen Halbtonpunktes bzw. Bildelements i i ungefähr gleich der Hälfte des Abstandes zwischen den Linien des Rasters ist. Die Fig. 5 B zeigt die Umgebung eines solchen Halbtonpunktelem-ents, und zwar in einem Maßstab, welcher der Fig. 5 A entspricht. In der Fig. 5 B ist der Umstand, daß das eingefärbte Bild- des Punktes i i die Barunterliegende Fläche des Films schützt, während die Fläche außerhalb desselben nicht so geschützt ist, durch die Schattierung außerhalb des Kreises in der Fig. 5 B, welche diagonal von links nach rechts abwärts verläuft, dargestellt. Die Flächen, welche durch den feinen Raster nicht so geschützt sind, und welche eine Anordnung ähnlich der der Fig. 5 A aufweisen, werden durch die Schattierung dargestellt, welche diagonal von links nach rechts aufwärts verläuft. Innerhalb des Kreises 2o, welcher dem Umriß des Halbtonpunktes i i entspricht, findet man nur das latente Bild des feinen Kornrasters, so daß bei der Entwicklung ein durchsichtiges Quadrat 2,1 und vier kleine durchsichtige Halbmonde 22, welche dasselbe überragen, zurückbleiben. Außerhalb der Kreislinie 22 wird die Emulsion belichtet, entweder unter Zwischenschaltung des feinen Tiefdruckrasters oder nach dem Drucken mit Druckfarbe von dem Halbtonfilm. Auf jeden Fall wird sie undurchsichtig. In der Fläche bei 5, welche in der Fig. 4 offen bzw. durchsichtig ist, wird das latente Bild des feinen Rasters eingebrannt, so daß das Negativ der Fig. 5 in den entsprechenden Flächen völlig undurchsichtig wird.
  • Es wird nunmehr ein Film durch das in Fig. 5 dargestellte Negativ hindurch belichtet, um ein Positiv herzustellen, wobei Belichtung, Entwicklung usw. in der üblichen Weise ausgeführt werden (Stufe 7). Die positive Emulsion und die. Entwicklung gehören auch zu dem Strich- oder dem Halbtontyp, und zwar ist eine Emulsion vom Hochdrucktyp, welche dein üblichen Entwicklungsverfahren, wie es bei Halbtonhochdruck verwendet wird, unterzogen wird, besonders dazu geeignet. Der Film hat nunmehr das Aussehen, wie es in Fig.6 dargestellt ist und ist damit ein Positiv eines reproduzierten Halbtonbildes. Jede der dunklen Flächen (bei i, Fig. q. und die Punkte i i) besteht jetzt aus einem durchsichtigen Grund, über welchen undurchsichtige Punkte, welche den undurchsichtigen Punkten des feinen Rasters entsprechen, verstreut sind. Die offenen Flächen (bei 5 und die Elemente 12 der Fig. q.) sind dann gleichmäßig klar und ohne sichtliche Rasterbildung.
  • Wie im Falle der Fig.5 zeigen die Fig.6A und 6B das Rastermuster in großem Maßstab, und diese Figuren sind Positive, welche den durch die Fig. 5 A und 5,13 dargestellten Negativen entsprechen. Wie in Fig. 6A dargestellt, umfassen die Flächen der Fig. 6, welche wie bei i voll eingefärbt sind, einen durchsichtigen Grund mit undurchsichtigen viereckigen Pünktchen oder Bildelementen 3o. Angenommen der feine Raster wird für Illustrationszwecke verwendet, dann bedecken diese Pünktchen etwa 5o °/n der Fläche, welche den voll eingefärbten Stellen entspricht. Wie es die Fig. 6B zeigt, wird ein Halbtonpunkt, wie z. B. der Punkt i i, als ein undurchsichtiger quadratischer Punkt bzw. Bildelement 31, welches von undurchsichtigen Halbmonden 32 umgeben ist, reproduziert, wobei deren Gesamtfläche sich auf etwa ein Drittel der Fläche des zu reproduzierenden Halbtonpunktes i i beläuft.
  • Weitere mögliche Muster sind in den Fig.7 bis io dargestellt, jedoch sollen diese erst am Ende der Beschreibung des Verfahrens ausführlicher behandelt werden.
  • Das Positiv wird jetzt dazu verwendet (Stufe 8), um den Ätzgrund in der üblichen Weise herzustellen, indem man die beiden zusammenbringt, belichtet sowie den Ätzgrund mit warmem Wasser oder in irgendeiner anderen für den betreffenden Ätzgrund geeigneten Weise entwickelt. Die Erfindung geht darauf hinaus, ein Bild zu erzeugen, welches praktisch eine Strichzeichnung bzw. ein Bild ist, bei welchem die einzelnen Halbtonrasterbildelemente praktisch mehr in der Flächengröße variieren, je nach der zu reproduzierenden Tondichte, als in der Menge der von der Flächeneinheit aufgenommenen Druckfarbe und infolgedessen eine Druckfläche erzeugt wird, bei welcher die feinen Rasterpunkte in den Tiefen und in den kleinen Bildelementen auf praktisch die gleiche Tiefe geätzt werden. Daher wird es vorgezogen, nicht das übliche Gelatinepigmentpapier, wie es beim Tiefdruckanzeigedruck gebraucht wird, oder das stufenweise Ätzen, wie es bei diesem Druckverfahren üblich ist, zu verwenden. Statt dessen benutzt man vorzugsweise einen Ätzgrund, z. B. mit Asphalt, Wachs usw., welcher im Vergleich zu Gelatinepigmentpapier photographisch hart ist und in dieser Beziehung einem aufgequetschten oder ähnlichem Ätzgrund, wie er beim gewerblichen Tiefdruck verwendet wird, gleichkommt.
  • Der Ätzgrund wird nunmehr dazu verwendet, die Druckfläche 'herzustellen. In der Regel ist diese ein kupferplattierter Zylinder, welcher dadurch geätzt wird, daß man den Ätzgrund auf ihm anbringt, ihn teilweise in ein Bad von Eisenchlorid oder einem anderen Ätzmittel eintauchen läßt und ihn in gleichförmige Drehung versetzt, damit alle Flächen gleichmäßig geätzt werden. Es wird eine einzigeÄtzung vorgezogen, da damit jedeVariation soweit als möglich ausgeschaltet wird, weil es bei :-instufigem Ätzen leichter ist, Zeit, Temperatur und KOn7Z.cntration zu regeln. Diese Methode ist in der Praxis als Strichätzen bekannt, im Gegensatz zu dem stufenweisen Ätzen, wie es beim Tiefdruck üblich ist. Nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Kopien können zusammen mit Kopien, welche durch andere Verfahren hergestellt worden sind, auf dem gleichen Zylinder gedruckt werden. In diesem Falle kann für die notwendigen Unterschiede beim Ätzen der verschiedenen Teile des Zylinders in der Weis° gesorgt werden, daß man gewisse Flächen des Zylinders mit einem Asphaltfirnis oder einem sonstigen Schutzmaterial abdeckt, während andere Flächen geätzt werden. Diese Abdeckverfahren brauchen von den jetzt üblichen nicht abzuweichen und werden weiterhin nicht mehr erwähnt «-.erden.
  • Der fertige Zylinder bzw. eine sonstige Druckfläche sieht nach dem Einfärben wie eine Halbton-Hochdruck-Druckfläche aus. In Wirklichkeit indessen setzen sich die Punkte des Rastermusters aus einer Anzahl kleiner Punkte des noch kleineren Tiefdruckrastermusters zusammen, und die Tiefen des Musters, falls solche vorhanden sind, besitzen noch die Tiefdruckrasterstruktur und sind damit in der Lage, die Druckfarbe festzuhalten und die Rakel abzustützen. Auf diese Weise verfertigte Druckflächen können viel eher nahezu gleichmäßig hergestellt werden als es bei den jetzt üblichen Druckflächen der Fall ist. Dies ist einer Anzahl von Faktoren zu verdanken, welche wie folgt angeführt werden können: Die den verschiedenen Druckern zugehenden Positive enthalten, obwohl es sich um photographische Reproduktionen handelt, lediglich zwei Tonwerte, und zwar verhältnismäßig undurchsichtig und verhältnismäßig durchsichtig, wodurch ein genaues Duplikat viel leichter zu erzielen ist als bei den jetzt in Verwendung befindlichen Positiven, welche je nach dem verwendeten Verfahren entweder für jede Farbe ein Strichpositiv haben oder aber für jede Farbe ein Strichpositiv und ein Halbtonpositiv. Negativ- oder Positivduplikate können, wie es zweckmäßig ist, 'hergestellt werden. Zweitens wird man bemerken, daß die Erzeugung des Abzugs von der Emulsion, welche das latente Kornrasterbild enthält, ein sehr genaues Vervielfältigungsverfahren ist. Da die Abstufung nur zwischen zwei Dichtewerten zu erfolgen hat, spielt es keine Rolle, ob die Druckfarbe stark oder leicht aufgetragen wird, so lange der Druck klar und genügend durchsichtig ist und die Druckfarbe nicht dazu neigt, auf der Oberfläche des Films zu verlaufen. Gelatinepigmentpapier, wie es bisher üblicherweise verwendet wurde, gab in erheblichem Maße Anlaß zu Abweichungen, und zwar sowohl weil Haltbarkeit und Lichtempfindlichkeit einer solchen Schicht von Auflage zu Aufläge abweichen als auch weil dadurch fortlaufende Schwankungen in der Tondichte erzeugt werden. Die Verwendung eines Grundes in Strichmanier beseitigt diese Schwierigkeit. In letzter Zeit hat das Aufgeben des stufenweisen Ätzens alle Quellen für Abweichungen im Ton beseitigt mit dem Endergebnis, daß verschiedene Verlage und Druckereien jetzt in der Lage sind, Kopien herzustellen, welche sieh sehr viel treuer an die Farben des Originals halten, als es bisher der Fall gewesen ist.
  • In der vorhergehenden Beschreibung ist die Herstellung einer einzigen Tiefdruckdruckfläche beschrieben worden, wenn man von einer einzigen Halbton-Hochdruck-Druckfläche ausgeht. Es ist indessen klar, daß die vorliegende Erfindung auch von der größten Wichtigkeit für den 1Vlehrfarbendruck ist und daß bei einem derartigen Druck eine Tiefdruckdruckfläche, wie oben beschrieben, aus einer Hochdruckdruckfläche für jede der verschiedenen Farben hergestellt wird, wie groß auch ihre Anzahl sein möge. In einem typischen Fall wird daher eine Druckfläche für jede der üblichen Teilfarben, wie z. B. Gelb, Rot, Blau und Schwarz bzw. für eine vierte Grundfarbe, hergestellt.
  • In der vorhergehenden Beschreibung ist stillschweigend angenommen worden, daß der Mittelpunkt des Feinrasterpunktes genau in die Mitte des Punktes des Halbtonbildes hineinpaßt, wie es die Fig. 6 B zeigt. Ebenso war der Halbtonpunkt i z als kreisförmig angenommen worden. Die Gestalt des Halbtonpünktes ist für die v qrliegenden Zwecke nicht von Bedeutung und beeinflußt praktisch nicht die erhaltenen Resultate, so daß mit der letzteren Annahme kein Verlust an Allgemeingültigkeit verbunden ist. Es ist indessen begreiflich, daß die relative Lage des Tiefdruckpunktquadrats zu dem Halbtonpunkt zu einer beträchtlichen Differenz in der Dichte -des Tiefdruckabzugs im Vergleich zu dem des Halbtonbildes führt. Die Fig.7 bis 1o einschließlich illustrieren verschiedene mögliche relative Lagen des Tiefdruckrasters und des Halbtonpunktelements. Fig.7 ist in ihrer Symmetrie ähnlich der Fig. 6 B, wobei aber angenommen ist, daß der Schnittmittelpunkt der durchsichtigen Grundlinien des Gravurrasters mit der Mitte des Halbtonbildelements zusammenfällt. Die Fig.8, 9 und io- veranschaulichen verschiedene asymmetrische relative Lagert. Wie bei einem Vergleich der Fig.6B mit den Fig.7 bis io einschließlich festgestellt werden kann, ist die Abweichung in dem Prozentsatz des Halbtonpunktes, welcher als undurchsichtig reproduziert wird, recht gering. Dies stellt den Zustand in einem mittelhellen Ton dar (wie bei 4), und zeigt an, daß der Kontrast des Originals nur geringfügig geändert worden ist.
  • In noch helleren Flächen, bei denen der Halbtonpunkt einen Durchmesser von der gleichen Größenordnung wie der Durchmesser des feinen Tiefdruckrasters haben oder auch etwas kleiner sein kann, kann ein anderer Zustand eintreten. In einigen Fällen kann der Feinrasterpunkt den Halbtonpunkt völlig decken, so daß der Halbtonpunkt voll und zur Gänze reproduziert wird. In anderen Fällen kann der durchsichtige Grund des Kornrasters den Halbtonpunkt völlig decken, in welchem Fall der Punkt völlig gelöscht wird. Es können Zwischenstufen vorkommen, bei welchen der Halbtonpunkt teilweise verlöscht und teilweise reproduziert wird, und dieser Prozentsatz des Verlöschens bzw. der Reproduktion kann schwanken. Die in solchen- Strichtonflächen hervorgerufene Dichte hängt demgemäß von dem durchschnittlichen Maß ab, in welchem die Halbtonpunktelemente von den Feinrasterpunktelementen bedeckt und freigegeben werden. Durch die richtige Auswahl und Lage des Tiefdruckrasters zu dem Halbtonraster kann man eine durchschnittliche Dichte der Lichter erhalten, welche proportional zu der Dichte in den Tiefen ist. Nimmt man als Beispiel eine verhältnismäßig kleine hell gefärbte Fläche, ein Zehntel eines Quadratzolls auf einer Seite, als Erläuterung für die hiermit verbundenen Prinzipien, die Verwendung von Rastern, wie sie im vorstehenden -beschrieben worden sind, vorausgesetzt, so wird man sehen, daß selbst eine so kleine Fläche ungefähr 144 Halbtonpunktelemente enthält, während der Tiefdruckraster über der entsprechenden Fläche etwa goo Punktelemente enthält. Wenn -die Raster ausgewählt bzw. in einem Winkel zueinander gestellt werden, so daß die endgültigen Rastermuster sich nicht überlagern, wird man sehen, daß man auf einen verläßlichen statistischen Durchschnitt kommt, so daß die Dichte des Positivs der Fig. 6 durch Verschieben des latenten Feinrasterbildes zum Halbtondruckbild praktisch nicht schwankt. Unter solchen Verhältnissen hat der Tiefdruckabdruck nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung praktisch die gleiche Kontrastwirkung wie das von einem Halbtongalvano oder einer anderen Druckfläche gedruckte Halbtonbild. Da somit der Kontrast jedes farbigen, von einer Tiefdruckdruckfl.äche gedruckten Bildes dem Kontrast eines entsprechenden farbigen, von einer Halbtondruckfläche gedruckten Bildes entspricht, und wenn die Druckfarben und Gesamttiefen der Ätzung richtig gewählt werden, dann entsprechen die Schattierungen und Tönungen, welche durch Überlagerung der verschiedenen farbigen Bilder erzielt werden, denen beim- Halbton- (Kupfer-) Hochdruck.
  • In Wirklichkeit neigt die Druckfarbe, wenn sie auf das Papier aufgetragen wird, dazu, den feinen, zwischen den Zellen bzw. Farbnäpfchen liegenden Raster zu überlaufen. Wo große Flächen nebeneinanderliegender Linienrasterzellen reproduziert werden, neigen sehr kleine Bruchstücke, wie die vier in Fig. 8 gezeigten Pünktchen, dazu, verlorenzugehen. Es herrscht demzufolge in dem zu druckenden Material die Tendenz vor, daß ein Bild des ursprünglichen Halbtonpunktes erzeugt wird, welcher praktisch voll ausgedruckt wird und bei weichem Teile des Randes des Punktes abgeschnitten werden. Infolgedessen werden die geringen Kontrastschwankungen, welche im Vergleich zu dem ursprünglichen Halbtonbild in der Druckfläche vorkommen können, noch weiter vermindert und damit vernachlässigbar. Die vorliegende Erfindung erhebt keinen Anspruch darauf, Bildmaterial künstlerischer oder anziehender zu reproduzieren, als es bei den jetzt üblichen Verfahren der Fall ist. Das ist nicht der Fall, da sorgfältiges Arbeiten und ein gutes individuelles Urteil auch bei den üblichen Verfahren äußerst gute Ergebnisse hervorbringen können. Es ist in der Tat möglich, daß bei dem vorliegenden Verfahren .ein Einzelbild für sich betrachtet etwas an OOualität einbüßen kann. Indessen kann jedes damit verbundene Opfer als der Sache wert betrachtet werden, um dafür den wichtigeren Vorteil der Gleichmäßigkeit "des Drucks bei verschiedenen Auflagen und Druckereien und ebenso bei den von demselben Verlag bzw. derselben Druckerei hergestellten Nachdrucken einzutauschen. Abweichende Verfahren Die Fig. :2 stellt eine Modifikation des oben beschriebenen Verfahrens dar. Wie dort angegeben, stimmen die einzelnen Arbeitsgänge bis zu Stufe 5 herab miteinander überein, jedoch wird der übliche Strichfilm durch einen Umkehrfilm ersetzt und ein direktes Positiv durch Umkehrung dieses Films erzeugt, anstatt durch den Abdruck eines Positivs auf einen anderen Film. Das Verfahren der Behandlung solcher Materialien ist klar, und diese Abweichung bedarf keiner weiteren Beschreibung.
  • In der Fig.3 ist ein abgewandeltes Verfahren dargestellt, bei welchem ein Diapositiv (Stufe 7) wie zuvor hergestellt wird, jedoch ohne Verwendung des fein-en Rasters, und der Ätzgrund wird unter Zwischenschaltung des Feinrasters und dieses Positivs belichtet, wobei die verbleibenden Arbeitsgänge die gleichen sind. Obwohl dieses Verfahren in einigen Fällen verwendbar ist, gehört es doch nicht zu den bevorzugten Methoden, weil die Druckerei einen zusätzlichen Arbeitsgang vollziehen muß, womit eine weitere Quelle für Abweichungen eingeführt wird. Obwohl man die Gründe für den Effekt noch nicht gänzlich kennt, scheint es überdies doch so zu sein, daß in der gegenwärtigen Praxis die nach diesem Verfahren erreichbaren Wirkungen nicht ganz so gut sind, wie die nach dem oben beschriebenen Verfahren zu erhaltenden.
  • Es ist klar, daß die Belichtung bzw. das Einkopieren des feinen Tiefdruckrasters, welcher im Film das latente Bild erzeugt und auf den die Halbtondruckfläche gedruckt wird, wie es in den Verfahren nach Fig. i und 2 geschieht, vorher erfolgen kann, und die Filme, welche das latente Bild und den feinen Gravurraster enthalten, können, falls gewünscht, für den späteren Gebrauch aufgehoben und dann versandt werden. Auf solchen Filmen werden natürlich die verwendeten Rasterwinkel markiert. Die. Herstellung solcher Filme in Serien vermindert weiterhin die Möglichkeit von Abweichungen in den erhaltenen Resultaten, wie sie durch Schwankungen in der Technik verschiedener Arbeiter herbeigeführt werden. Nach dem durch Fig.3 erläuterten Verfahren kann ein Ätzgrund, welcher das latente Bild des feinenTiefdruckrasters enthält, in ähnlicher Weise im voraus hergestellt und zum späteren Gebrauch aufbewahrt werden.
  • Obwohl die bevorzugten Verfahren das Drucken direkt von einer Halbtondruckfläche auf den Film vorsehen, welcher das latente Bild des feinen Tiefdruch:rasters enthält, kann doch die Halbtonschablone für die Belichtung in Stufe Nr. d. des Verfahrens auch in anderer Weise gebildet werden. So z. B. kann ein Abzug auf einem dünnen Transparentbogen angefertigt werden, worauf dieser Bogen über den Film gelegt wird, welcher das latente Bild des feinen Tiefdruckrasters enthält. Die Lichtschablone kann auch auf photographischem Wege hergestellt werden, z. B. durch geeignetes Einfärben der Halbtondruckfläche und Photographieren derselben oder durch Photographieren eines Druckabzugs.
  • Wo eine auf photographischem Wege hergestellte Lichtschablone verwendet wird, können die oben beschriebenen Verfahren in der Weise abgeändert werden, daß man Negative an Stelle von Positiven verwendet. Es kann z. B. ein Abzug bzw. eine Übertragung der Druckfläche auf einem Transparentbogen gemacht «-erden, und ein Film, welcher daher ein negatives Halbtonbild darstellt, kann auf photographischem Wege daraus hergestellt werden. Da die auf diese Weise hergestellte Lichtschablone ein Negativ ist, wird dabei der negative Tiefdruckraster benutzt. Dieser Raster hat ähnlich dem oben beschriebenen etwa 3oo Linien auf den Zoll, besteht aber aus undurchsichtigen Linien, welche durchsichtige Öffnungen bzw. Quadrate begrenzen. Der feine negative Tiefdruckraster und die negative Halbtonlichtschablone können übereinander gelegt und der Film durch die beiden hindurch gleichzeitig belichtet werden. Dadurch wird in den Flächen, welche den offenen Flächen des negativen Halbtonbildes entsprechen, ein latentes Bild erzeugt, und dieses latente Bild zeigt den in den Fig.6, 6A und 6B angegebenen Charakter. Die undurchsichtigen Flächen der Lichtschablone verhindern die Bildung eines latenten Bildes, so daß diese Flächen in dem auf diese Weise .erzeugten Positiv durchsichtig sind und keine Rasterbildung zeigen. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß einiger Abstand zwischen dem einen oder dem anderen der Negative und der zu belichtenden Emulsion erforderlich ist, wodurch der Art der zu verwendenden Lichtquelle mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muß. Es besitzt aber den Vorzug, daß die Lagen des feinen Rasters und des Halbtonbildes zueinander vor der Belichtung durch den Augenschein nachgeprüft werden können, um den Moire-Effekt und andere unerwünschte Wirkungen auszuschließen, Wo ein auf photographischem Wege hergestelltes Halbtonpositiv oder eine Übertragung auf einen besonderenTransparentbogen verwendet wird, kann die Reihenfolge der Belichtungen durch Raster und Halbtonbild hindurch, wie sie in Verbindung mit dem in Fig. i erläuterten Verfahren beschrieben wurde. umgekehrt werden, so daß das latente Bild der Halbtonlichtschablone zuerst und das latente Bild des feinen Tiefdruckrasters an zweiter Stelle geformt wird. Eine ähnliche Urnkehrun.g der Arbeitsgänge kann, obwohl darin kein Vorteil zu erblicken ist, ausgeführt werden, wenn das Halbtonbild auf mechanischem Wege auf den Film gedruckt wird. In einem solchen Falle kann ein positiver Abzug auf dem Film erzeugt werden, um darauf ein,. Halbtonschablone zu bilden, welche dann durch eine gleichmäßige Lichtquelle belichtet wird. Hernach wird die Druckfarbe entfernt und der Film durch den feinen positiven Tiefdruckraster hindurch belichtet, wodurch darauf die notwendigen latenten Bilder sowohl von dem feinen Tiefdruckraster als auch von der zu reproduzierenden Halbtonvorlage erzeugt werden. Die verbleibende Prozedur kann sich an die Verfahren nach den Fig. i und 2 anlehnen, wobei von den Stufen 6 oder 6A ausgegangen wird.
  • Die nach der vorliegenden Erfindung hergestellte Druckfläche erfordert beimDrucken keine besondere Behandlung und kann, falls gewünscht, verchromt werden, um ihre Verschleißfestigkeit in der üblichen Weise zu verbessern.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Photomechanische Herstellung von Tiefdruckformen, gekennzeichnet durch die Bildung eines latenten Bildes, sowohl von einem feinen Tiefdruckraster als auch von einem Halbton-(Autotypie-) Raster auf einer lichtempfindlichen Emulsion, Entwicklung der Emulsion und Kopieren des Bildes auf eine Druckfläche.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein negatives latentes Bild des feinen Tiefdruckrasters (mit durchsichtigen Punkten auf einem undurchsichtigen Grund) und ein negatives latentes Halbtonbild des zu reproduzierenden Gegenstandes erzeugt wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die latenten Bilder durch aufeinanderfolgende Belichtungen durch einen positiven feinen Tiefdruckraster und eine positive Halbtonlichtschablone hindurch erzeugt werden.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Film zuerst durch einen feinen Tiefdruckraster hindurch belichtet wird, worauf ein Halbtonbild darauf von einer HalbtQndruckfläche gedruckt wird, um die Lichtschablone für die zweite Belichtung zu bilden, und das Halbtonbild danach entfernt wird.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ätz.grund mit lichtempfindlicher Emulsion durch ein Positiv des zu reproduzierenden Halbtongegenstandes und durch das Positiveines feinen Tiefdruckrasters hindurch belichtet wird.
  6. 6. Abwandlung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche i bis 5, gekennzeichnet durch die Belichtung eines Films durch einen feinen-Tiefdruckraster und dann durch eine positive Halbtonlichtschablone hindurch, Entwicklung des Films, Verwendung des Films zur Herstellung eines Positivs und Herstellung einer Druckfläche davon unter Verwendung eines Strichätzgrundes und Strichätzen.
  7. 7. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Halbtonlichtschablone - ein durch eine Halbtondruckfläche hergestellter Abdruck verwendet wird.
  8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdruck auf dem Film erfolgt und vor der Entwicklung davon entfernt wird. g.
  9. Abwandlung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche i bis 5, gekennzeichnet durch die Belichtung eines Films durch einen negativen feinen Tiefdruckraster und eine negative Halbton.lichtschablone hindurch, Entwickeln des Films und Herstellung einer Druckfläche davon mittels eines Strichätzgrundes und Strichätzen. io.
  10. Abwandlung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche i bis 5, gekennzeichnet durch die Belichtung eines Films durch einen feinen Tiefdruckraster, hierauf durch eine positive Halbtonlichtschablone hindurch, Umkehrung des Films und Verwendung des so erhaltenen Positivs zur Herstellung einer Druckfläche davon mittels eines Strichätzgrundes und S trichätzen. ii.
  11. Film zur Herstellung von Druckflächen durch photomechanische übertragung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Emulsion auf einem durchsichtigen Träger mit einer Strichzeichnung, welche durchsichtige Flächen enthält, die den nichtdruckenden Flächen eines Halbtonbildes und den durchsichtigen Flächen eines feinen Tiefdruckmusters entsprechen, ferner undurchsichtigeFlächen, welche den druckendenFlächen eines Halbtonbildes entsprechen, aber durch die durchsichtigen Flächen des feinen Tiefdruckrastermusters aufgelöst sind.
  12. 12. Film nach Anspruch ii, gekennzeichnet durch eine Emulsion auf einem durchsichtigen Träger mit einer Strichzeichnung, welche undurchsichtige Flächen enthält, die den nichtdruckenden Flächen eines Halbtonbildes und den durchsichtigen Flächen eines feinen Tiefdruckrastermusters entsprechen, ferner durchsichtige Flächen, welche den druckenden Flächen eines Halbtonbildes entsprechen, aber durch die undurchsichtigen Flächen aufgelöst werden, welche den durchsichtigen Flächen des feinen Ti@fdruckrastermusters entsprechen.
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