Aus mehreren Tierräumen znsammengesetzter Stall fur Kleintiere.
Vorliegende Erfindung hat einen aus mehreren Tierräumen zusammengesetzten Stall f r Eleintiere, zum Beispiel Kaninchen, zum Gegenstand, bei welehem die zur Be grenzung jedes Tierraumes dienenden Bauelemente lösbar miteinander verbunden, sind, so dass jeder Tierraum zerlegt werden kann, und bei welchem die Begrenzungsbauelemente benachbarter Tierräume lösbare Verbindung miteinander haben, das Ganze derart, da¯ der Stall sowohl die Abtrennung von Tierräumen zwecks Verkleinerung des Stalles, als auch die Angliederung weiterer Tierräume zwecks Vergrösserung des Stalles ermöglicht.
Die Zeichnung stellt zwei Ausf hrungs beispieledesErfindungsgegenjstandes'dar.
Fig. 1 zeigt, als erstes Beispiel, in Ansicht, einen Kaninchenstall mit zwei Etagen zu je drei nebeneinanderliegenden Tierräumen ;
Fig. 2 zeigt einen senkrechten Quer- schnitt, und
Fig. 3 einen wagrechten Schnitt dazu, während die
Fig. 4,5 und 6 in grösserem Massstab Ein zelheiten im Schnitt darstellen ;
Fig. 7 zeigt in kleinerem Massstab das zweite Beispiel im AufriB.
Beim Beispiel gemäss Fig. 1 bis 6 weist jeder einzelne der übereinander und neben einander liegenden Tierräume l eine Bodenschale 2 auf, mit einem auf innere Schultern derselben lose eingelegten Holzrost 3. Auf die in ihrer Grundfläche viereckige Bodenschale 2 sind die Rückwand 4, zwei SeitenwÏnde 5 und ein zum AbsehluB der Vorderseite dienender Rahmen 6 aufgesetzt, welch letzterer mit einem vergitterten Türflügel 7 versehen ist. Die R ckwand 4 und die beiden Seitenwände 5 sind auf aus der obern Randfläche der Bodenschale 2 hervortretende Zapfen 8 herausnehmbar aufgesteckt. Aus der obern Randfläohe der Rückwand 4 und der Seitenwände 5 treten Zapfen 9 hervor.
Die Zapfen 9 der Wäude 4,5 jedes ein zelnen Tierraumes 1 der untern Etage fassen in entsprechende Vertiefungen der BodenflÏche derjenigen Bodenschale 2, welche zu dem dauber befindlichen Tierraum der obern Etage zugehört, während die Zapfen 9 der WÏnde 4,5 jedes einzelnen Tierraumes 1 der obem Etage in entsprechende Vertiefungen einer zugeordneten Daehplatte 10 greifen, wodurch die erwähnten Teile l¯sbar miteinander verbunden sind.
Der dem vordern Abschluss jedes einzelnen Tierraumes 7 dienende Rahmen 6 besitzt Ouensehrauben 11 zur Auf nahme von an den Seitenwänden 5 gelenkig angeordneten Einhängehaken 12, welche bei geöffnetem Türflügel 7 von aussen durch die Rahmenöffnung hindurch zugänglich sind, um den Rahmen 6 freimachen bezw. beim Zu sammenbauen des Stalles befestigen zu k¯nnen. Von der tiefsten Stelle des geneigten Bodens der Bodenschale 2 jeden Tierraumes 1 führt ein zur Ableitung des Urins dienendes Rohr 13 abwÏrts.
Das Ableitrohr 13 des einzelnen Tierraumes der-obern Etage ist so lang, dass es etwas in die erweiterte obere Mündung des Ableitrohres 13 der Bodenschale 2 des entsprechenden Tierraumes der untern Etage hineinragt.
Die Bodenschalen 2 der drei TierrÏume der untern Etage ruhen auf Trägern 14, welche zwei Füsse besitzen, wodurch diese Tierräume im Abstand vom Boden gehalten sind.
Es sind vier solcher Träger 14 vorhanden, von denen die zwei Ïu¯ern (der links-und der rechtsseitige) je nur die Bodenschale des untern, äussern Tierraumes, während die zwei innern Träger 14 die Bodenschalen sowohl eines untern äussern, als auch des untern mitt- leren Tierraumes unterstützen. Die Träger 14 besitzen vorstehende Zapfen 15 für den Eingriff in entsprechende Vertiefungen der betreffenden Bodenschalen 2, wodurch diese Teile l¯sbare Verbindung miteinander haben.
Da wo die Ïu¯ern Bodensohalen 2 mit ihrer einen Umfangsseite all die in gleicher Ebene liegende mittlere Bodenschale 2 anstossen, sind beide aneinanderliegenden Bodenschalen sowohl in der untern, als auch in der obern Etage im Sinne der Fig. 4 durch Zapfen 8 mit ein und derselben Seitenwand 5 verbun- den, welche den betreffenden, einander benachbarten zwei Tierräumen 1 gemeinschaftlich ist. In Fig. 1 und 5 bezeichnet 16 zwei Füllstücke, welche zum bündigen Abschluss der rechtsseitigen Ïu¯ern Bodenschale 2 der beiden Etagen mit den betreffenden SeitenwÏnden 5 dient.
Die Rückwände 4 der drei in der gleichen Etage gebildeten Tierräume 1 übergreifen einander an n den Stossseiten, indem je eine Leiste 4' (Fig. 3) der einen R ckwand in einen entsprechenden Falz der anstossenden Rückwand fa¯t ; je zwei aneinanderstoBende Rückwände sind l¯sbar mit ein und derselben Seitenwand 5 verbunden, wozu zweck- mässig Schrauben dienen können, welche von an der Seitenwand 5 angebrachten Hülsen aufgenommen werden.
In ähnlicher Weise übergreifen einander die die drei Tierräume 1 in der obern Etage überdeckenden drei Dachplatten 10, indem je eine Leiste 10' (Fig. 1, 6) der einen Platte in einen Falz der angrenzenden Platte fasst, wobei die Leiste 10'der linksseitig angeordneten Dach- platte zum Tragen der mittleren Dachplatte, und deren rechtsseitige Leiste zum Tragen der rechtsseitig angeordneten Dachplatte mit- hilft.
Die h¯her liegende übergreifende Leiste 10'der einzelnen Dachplatte 10 ist auf der Unterseite mit einem als Wassernase dienen- den : lÇamm 10" (Fig. 6) versehen, welcher in eine an der untern Gegenleiste vorhandene entsprechende Aufnahmenut fasst.
Die beiden Füllstücke 16, welche lösbar an den rechtsseitigen Bodensehalen 2 angeordnet sind, werden abgenommen, wenn auf der betreffenden Seite zwecks Bildung eines angrenzenden Tierraumes eine Bodensehale angefügt werden soll. Hierbei sind die Dach- platte 10 des obern rechtsseitigen Tierraumes und die Rüekwand 4, und der Rahmen 6 dieses, sowie des unter ihm befindlichen Tierraumes zu ersetzen, wie ohne weiteres ver- ständlich ist.
Gewünschtenfalls kann die Anzahl der Tierräume (in der Höhen-und in der Längsrichtung des Stalles), auch in der Weise wieder vermindert werden, dass die erwähnten Teile 10 und 4, ferner der Rahmen 6 und die äussern Seitenwände 5, sowie die Bodenschalen 2 zweier übereinan- derliegender Tierräume und der betreffende TrÏger 14 weggenommen werden, und sodann die Dachplatte 10 des nun auf einer weiteren Seite freigelegten obern Tierraumes und die Rückwand 4 dieses, sowie des unter ihm befindlichen Tierraumes ersetzt und F llst cke
16 angebracht werden ;
die in Fig. 3 dem rechtsseitigen Tierraum zugeordnete Rück- wand 4 mit stumpfem Ende rechts wird beim Anbauen eines zusätzlichen Tierraumes f r diesen verwendet, wobei an ihre jetzige Stelle eine an beiden Anschlussenden mit einem Falz versehene R ckwand gesetzt wird, wie f r den gezeichneten mittleren Tierraum vorgesehen. Es ergibt sich somit eine leichte Zusammensetzbarkeit und Zerlegbarkeit des Stalles in bezug auf die Veränderung der Anzahl der Tierräume.
Die Ausführung gemäss Fig. 7 besteht aus zwei Gruppen von Tierräumen A und B, zwischen denen ein Gang C vorhanden ist, welcher an der gezeichneten Stirnseite eine mit Fenstern 17 ausgerüstete Abschlusswand 18 aufweist. Auf der gegenüberliegenden Stirnseite des Ganges C ist eine T re vorgesehen, welche den Zutritt in diesen Gang C und damit zu den einzelnen Tierräumen, deren Türen an der Gangseite angebracht sind, er möglicht. Über dem Gang C befindet sich ein D ch 19. Mit 20 sind mit Fensteröffnungen versehene Längswände bezeichnet, welche auf den Dächern der beiden Tierraumgruppen A und B abgestützt sind.
Die den Zwischen- gang C abschlie¯enden und berdeckenden Teile 18,19,20 besitzen zweckmässig l¯sbare Verbindung miteinander und mit den beiden Tierraumgruppen A und B. Die Tierräume selbst sind in ähnlicher Weise ausgebildet und in ähnlicher Weise miteinander verbun- den, wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
Diese Ausführung, bei welcher die das Licht in die Tierräume hereinlassenden Rahmen 7 der letzteren dem Gang C zugekehrt sind, eignet sich hauptsächlich für Fälle, wo nur sehwach beleuchtete Tierräume erwünscht sind.
Zur Herstellung der Bodenschalen 2,, der R ckwÏnde 4, der SeitenwÏnde 5, der untern Träger-14 und der Dachplatten 10 der ein zelnen Tierräume, sowie beim Beispiel gemäss Fig. 7 der Stirnabschl sse des Zwischengan- ges (C, der LÏngswÏnde 20 und des Daches 19 kann ein und dasselbs Baumaterial ver- wendet werden.
Als solches eignet sich vor- teilhaft ein aus Hochofenschlacke gewonnenes, unterder Bezeiehnung"Thermosit"im Handel befindliches Material, das unter Zu hilfenahme von Zement als Bindemittel eine Masse ergibt, welche wärme-und kälteisolierend wirkt, keiner FÏulnis unterworfen ist, und obwohl bohrbar, doch von den Tieren nicht angenagt werden kann. Aus solcher Masse hergestellte Tierräume lassen sich leicht reinigen, können gewünschtenfalls mit geeignetenAnstrichen,beispielsweisezwecks Desinfizierung bei allfälligen Krankheitser- scheinungen, versehen werden. Die vorge sehenenVerbindungszapfen sind aus Metall.
Der Stall kann auch, statt als Stall für Kaninchen, als Stall für andere Kleintiere, zum Beispiel Hühner, ausgebildet werden ; in letzterem Falle wäre unten ein Scharraum vorzusehen, über dem die Tierräume anzuordnen wären.