Seilaufzug für die Beförderung von Personen und deren Sportgeräten, Gepäck und dergleichen, insbesondere zu Wintersportplätzen. Der Erfindung liest die Aufhabe zu grunde, einfache, also ohne bedeutende Ko sten erstellbare Anlagen zu schaffen, durch welche in aler Nähe von Wintersportplätzen den Besuchern eine bequeme Erreichung des eigentlichen Skigeländes ermöglicht werden soll.
Bei & n bisher bekannten ähnlichen An lagen, bei welchen mit Schlittenkufen ver sehene Fahrzeuge mit einem mit einer An triebsvorrichtung verbundenen, endlosen Zu- seil verbunden sind, wurde als Fahrbahn der natürliehe, mit Schlitten befahrbare Boden, wie ihn zum Beispiel Schnee- und Eisfelder, oder mit Eis und Schnee bedeckte Abhänge aufweisen, benützt. Dadurch ergibt sich der Übelstand, dass das Traee für den Seilauf zug in Abhängigkeit von der natürlichen Bodenbeschaffenheit gewählt werden muss und es daher oft.
nicht möglich ist den Seil aufzug so anzulegen, dass die Erreichung des Skigeländes auf dem kürzesten Wege erfolgt. Der Erfindung liegt die Aufhabe zu grunde, einen @Seilaufzub zu schaffen, der in weiten Grenzen unabhängig von der na türlichen Bodenbeschaffenheit die Beför derung von Personen und deren Sportgeräten ermöglicht und trotz mässiger Herstellungs- kosten eine sehr weitgehende Betriebssicher heit gewährleistet.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass unter dem Zugseil im Gelände ein Planum geschaffen ist, auf welchem bei angetriebenem Zugseil die Fahrzeuge sowohl bergwärts, als auch talwärts in vorgeschriebener Bahn laufen. Durch die Schaffung eines künstlichen Planums, welches in einer im Wesen parallel zum ausgespannten Zugseil liegenden Ebene verläuft, ist es möglich, die einzelnen Fahr zeuge sowohl am vordern, als auch am hin- tern Ende mit einem Anhängeglied zu ver sehen,
welches mit dem Zugseil verbunden ist und daher eine sichere Führung der Fahr zeuge in der durch ,das Planum vorgeschrie benen Bahn zu erreichen. In der Zeichnung sind mehrere Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Gesamtanordnung der Anlage in Drauf sicht, Fig. 2 in grösserem Massstab einen Querschnitt durch die Anlage; Fib. ist eine Seitenansicht eines Fahrzeuges; Fig. 4 zeigt ein Fahrzeug im Querschnitt;
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch ein Fahr zeug anderer Ausführungsform, und die Fib. 6 und 7 zeigen Details der Kupplungs mittel, und zwar Fib. 6 in Seitenansicht, Fig. 7 im Querschnitt nach Linie VII-VII der Fib. 6.
In den Fig. 8 bis 12 ist ein anderes Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Fib. 8 ein Verwendung findendes schlit tenartiges Fahrzeug in Seitenansicht, Fib. 9 einen Querschnitt durch die Aufzugsanlage, Fib. 10 einen Querschnitt durch einen Schlit ten in etwas abgeänderter Ausführungsform und grösserem Massstabe; die Fib. 11 und 12 zeigen Details der Verbindungsmittel zwi schen Zugseil und Schlitten.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in den Fib. 13 bis 1,9 dargestellt, und zwar zeigt Fib. 13 einen Querschnitt durch die Anlage; die Fig. 14 und 15 zeigen in per spektivischer Ansicht zwei verschiedene Aus führungsformen der Seilklemmen.
In Fig. 16 ist .die Verbindung der Seilklemmen mit dem Anhängeglied des Fahrzeuges schematisch .dargestellt. Fig. 17 zeigt einen Schnitt durch die Seilantriebsscheibe; Fig. 18 ist eine sche matische Seitenansicht eines Fahrzeuges, und in Fib. 19 sind zwei verschiedene Ausfüh rungsbeispiele einer Einrichtung für das Heben und Senken der Laufräder des Fahr zeuges in einer schematischen Seitenansicht dargestellt.
Bei d#-.m Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 bis 7 ist 1 ein endloses Zugseil, wel ches in der Bergstation um die .Seilscheibe 2 eines Antriebswindwerkes 3 und in der Tal station um eine Spannvorrichtung 4 ge schlungen ist. Sowohl für die zu Berg fah renden Fahrzeuge, als auch für die z11 Tal fahrenden Fahrzeuge ist je ein geeignetes stützung des Zugseils 1 .dienen in entspre chenden Entfernungen voneinander aufge stellte Böcke 8, welche in bekannter Weise mit Sternrollenpaaren 9 zur Führung des Zugseils versehen sind.
Die Linienführung des Zugseils 1 ist im horizontalen Sinn nicht an einen geradlinigen Verlauf der Trasse ge bunden, sondern es können infolge der An ordnung der Böcke 8 auch Kurven einge schaltet werden. Im lotrechten Sinne schmiegt sich die Linienfiihrunb weitgehend den Ge ländeverhältnissen an. Dort, wo die Trasse in der Richtung des grössten Gefälles ver läuft, wird zweckmässig das Plenum der berbwärts fahrenden Fahrzeuge mit jenem der talwärts fahrenden Fahrzeuge vereinigt.
Bei Führung der Linie entlang eines Hanges erscheint jedoch eine Trennung, wie sie in Fib. 2 -dargestellt ist, günstiger. Bei dieser Ausführung ist das Plenum - für die berb- wärts fahrenden Fahrzeuge in einem höher gelegenen Niveau wie das Plenum 6 der tal wärts fahrenden Fahrzeuge angeordnet.
Die Kupplung der mit Schlittenkufen 11 versehenen Fahrzeuge 10 mit dem Zugseil 1 erfolgt in folgender Weise: An dem Zug seil 1 sind in passenden Entfernungen von einander Knoten 15 angeordnet. Diese be stehen in bekannter Weise aus einer zwei teiligen Metallhülse. welche durch hindurch gesteckte Bolzen 14 miteinander verbunden und .durch Keile so am Zugseil 1 anbeklemmt sind,.dass sie unverrückbar festbehalten wer den.
An jedem Fahrzeug 10 ist sowohl am vordern als am hintern Ende je ein An hängelied 16 befestigt, welches aus einem Seil, einer Trosse, einer Kette oder derglei- ehen besteht und an seinem freien Ende eine Befestigungsvorrichtung 17 trägt. Diese Be festigungsvorrichtung besteht aus einem zylindrischen Metallkörper 19, welcher mit einem seitlichen Schlitz 20 für die Auf nahme -des Zugseils 1 versehen ist.
An dein Metallkörper 19 ist mittelst des Bolzens 23 eine verschwenkbare Platte 21 anbelenkt, welche in der in den Fig. 6 und 7 bezeich- rieten Stellung den Schlitz 20 derart ab leckt, dass das Seil 1 nicht herausgleiten hanii. Der Metallkörper 19 wird seitlich auf das Zugseil 1 aufgeschoben und sodann die Platte 21 so verschwenkt, dass der Körper 1:1 wohl am Seil verschiebbar ist, jedoch nicht herabfallen kann.
Am untern Teil ist eüie ()se 22 angeordnet, in welcher das An- li@ingegIied 16 festgemacht ist. Die Über- ti-agung der Zugkraft des Seils 1 auf -das Anhängeglied 16 und mithin auf das Fa.hr- zeuu- 10 erfolgt dadurch, dass sich der Me- tal lköriier 19 gegen einen Seilknoten <B>15</B> stützt.
Dadurch, dass an jedem Fahrzeug 10 am vordern und hintern Ende je ein der artige, mit dem Zugseil kuppelbares An hängeglied 16 vorgesehen ist, kann die Be förderung der Fahrzeuge sowohl bergwärts. als auch talwärts erfolgen.
Die Lösung der Befestigungsvorrichtung 1 7 vorn Zugseil 1 in der Endstation kann entweder von Hand aus oder automatisch er folgen. Bei der automatischen Lösung stösst zunächst die verschwenkbare Platte 21 gegen einen fix angebrachten Anschlag und wird dabei so ausgeschwenkt, dass der Schlitz 20 freigegeben wird.
Sodann wird durch einen zweiten, ebenfalls festen Anschlag der lZe- tallkö rper selbst abgeworfen und dadurch die Verbindung zwischen Zugseil 1 und Fahr zeug vollständig gelöst. Die Lösung der Kupplung zwischen Zugseil und Fahrzeug muss nicht unbedingt in den Endpunkten der Balin erfolgen, sondern es können auch Zwi schenhaltepunkte vorgesehen sein.
Die zur Verwendung gelangenden Fahr zeuge können entweder die bekannte Form der Rodel- oder Zugschlitten aufweisen, oder können Sonderkonstruktionen verwendet werden, was namentlich bei längeren oder steileren Bahnen vorteilhaft erscheint. Ein Ausführungsbeispiel eines solchen. :Fahr.- zeuges ist in Fig. 4 dargestellt.
An dem Gestell 35 sind an der Unterseite die Sehlit- 1(,nli:izfen 11 angebracht, welche in bekannter Weise ausgebildet sind, jedoch mit Rück sicht auf die grössere Belastung eine grössere Breite aufweisen, 26 ist die Sitzfläche, auf welcher die zu befördernden Personen im Reitsitz Platz nehmen. Für die Aufstützung der Füsse sind Fussrasten 27 zu beiden .Seiten des Gestelles vorgesehen.<B>28</B> ist eine Rücken lehne.
Die einzelnen Sitzflächen 26 können, wenn grössere Gefälle .durchfahren werden sollen, auch stufenförmig, wie in Fig. 3 dargestellt, angeordnet werden.
Unterhalb der Sitze ist ein Raum 32 vor gesehen, in welchem die mitzuführenden Sportgeräte, zum Beispiel Skier 36 unterge bracht werden können.
Ein anderes Ausführungsbeispiel eines Fahrzeuges für einen Aufzug gemäss der Erfindung zeigt Fig. 5.
In dieser Figur ist 225 das Gestell; 11 sind die Schlittenkufen, 26 die Sitzflächen, 2 7 die Fussrasten und 28 die Rückenlehne. Auf dem Gestell sind auf Stützen 30 Bügel 31 angeordnet, welche derart gewölbt sind, dass ein etwa aus den Tragrollen 9 ausgesprun- genes oder gerissenes Zugseil seitlich des Fahrzeuges abgleitet und so ein Schutz .für .die Fahrgäste gebildet wird.
Diese Bügel 31 können auch zur Anbringung einer Be dachung 33 verwendet werden, und ,durch Querriegel 35 verbunden sein, so dass unter- halb der Bedachung ein weiterer Raum 34 zur Unterbringung von Sportgeräten, zum Beispiel Skiern 36, gebildet wird.
Zweckmässig kann .an den Fahrzeugen eine verschwenkbare Bergstütze 40 vorge sehen sein, deren Aufgabe es ist, beim Rei ssen des Zugseils 1 oder eines Anhängeseils 16 ein Zurückgleiten des Fahrzeuges zu ver hindern.
Die Beförderung von Rucksäcken und dergleichen geschieht in dem am hintern Schlittenende vorgesehenen Raum 41 oder es werden zwischen den Personenschlitten von Zeit zu Zeit auch besondere Gepäckschlitten eingeschoben, die dann auch die Beförderung der Skier übernehmen. Bei derartigen, ledig lich dem -Sport dienenden Aufzügen kann leicht der Fall eintreten,
dass in der Nähe der Talstation der Schnee bereits verschwunden ist während in den obern Lagen noch längere Zeit günstige Schneeverhältnisse herrschen. Gerade während solcher Zeitperioden er scheint der Betrieb eines Schlittenaufzuges besonders wichtig. Um ihn zu ermöglichen, wird .der Teil der Bahn, auf welcher kein Schnee vorhanden ist, mit Bohlen belegt, wobei sich durch Einleitung eines kleinen Wasserlaufes in die Bohlenbahn, ähnlich wie bei Rieswegen, für eine Herabsetzung der Reibung sorgen lässt.
Das Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 8 bis 12 ist geeignet, insbesondere kurze Strecken bei absoluter Betriebssicher heit und grösstmöglicher Bequemlichkeit für die Fahrgäste in relativ kurzer Fahrzeit zu rückzulegen und zeichnet sich dabei durch einfache Konstruktion aus.
Zu diesem Zweck sind die Fahrzeuge mit dem in wechselnder Richtung antreibbaren Zugseil fest verbunden, so dass der Aufzug in an sich bekannter Weise in Pendelbetrieb verwendet wird.
Durch die Wahl des an sich von Seil bahnen gewöhnlicher Art her bekannten Pendelbetriebes ergibt sich für Schlittenauf züge der genannten Art die Möglichkeit eines überraschend leistungsfähigen und wirtschaftlichen Betriebes, da das An- und Abkuppeln der Fahrzeuge entfällt.
In Fig.8 ist 1 das Zugseil, das in der für Pendelbetrieb bekannten Weise angetrie ben wird. Das vordere Anhängeseil 16' ist durch ein Organ 19 mit dem Zugseil fest verbunden. 16" ist das rückwärtige Anhänge seil, in das eine Feder 3 7 eingeschaltet ist. 10 ist der eigentliche Schlitten, der Kufen 11 aufweist, die- auf Drehgestellen 38 be festigt sind. 26 sind die Sitzflächen des Schlittens und 30 die das Dach tragenden Streben.
In Fig. 9 ist mit 8 der eine Führungs rolle 9 aufweisende Bock bezeichnet. 1.0 ist der eigentliche Schlitten, 11 dessen Kufen mit ihren Drehgestellen 38. Das vordere Anhängeseil 16' ist durch einen Bügel 39 mit dem auf dem Zugseil 1 fest sitzenden Mitnehmerorgan 19 verbunden. Die zu be fördernden Sportgeräte, beispielsweise Ski, sind mit 36 bezeichnet und ruhen während des Transportes auf beiderseitig angeord neten Tragorganen 40 auf und werden gegen Halter 41 angelehnt.
In Fig. 10 ist das Fahrzeug 10 insofern abgeändert, als dort zwei Personen neben einander Platz finden können. Es bezeich net 26 die einzelnen Sitze, 38 die Drehge stelle mit den Kufen 11. Die Sportgeräte 36 sind in einem in der Mitte des Fahrzeuges angeordneten Raum 32a untergebracht.
In den Fig. 11 und 12 ist 1 das Zug seil und 19 das auf das Zugseil aufge- klemmte Mitnehmerorgan, das aus zwei Tei len 19' und 19" (Fig. 12) besteht. Die Klemmwirkung wird durch Anziehen von nichtgezeichneten Schrauben erzielt, die in den Augen 45 zu denken sind. 46 ist ein Fortsatz, der eine Bohrung 47 aufweist (Fig. 11). In dieser Bohrung sitzt, wie aus Fig. 12 ersichtlich, ein Bügel 39, an dem das vordere Anhängeseil 16' befestigt ist.
Die Befestigung des rückwärligen Anhänge seils 16" erfolgt in der gleichen Weise.
Die aus Fig. 8 ersichtliche Anordnung der Kufen 11 auf Drehgestellen 38 hat den Zweck, die -Fahrtrichtung, die durch das Zugseil 1 gegeben ist, ohne das bei Schlitten leicht auftretende, lästige Hin- und Her schwenken des Schlittens einzuhalten. Da durch wird gleichzeitig ein unerwünschte--, Seitwärtsziehen des Zugseils vermieden.
Durch den Pendelbetrieb wird eine fixe Befestigung der Anhängeseile 16 am Zug seil 1 ermöglicht. Sie geschieht in an sich bekannter Weise durch die beschriebene zweiteilige Schelle 19 und einen Bügel 39, der gelenkig in der Bohrung 47 (Fig. 11 und 12) sitzt. Die Rolle 9 (Fig. 12.), die das Zugseil 1 führt, wird zweckmässig geneigt angeordnet, um günstige Verhältnisse bezüg lich des Überfahrens der Rollen 9 durch die Verbindungsmittel zwischen Zugseil und Fahrzeug zu erhalten.
Es ist nun zu berücksichtigen, dass die Höhenlage des Planunis a (Fig. 8) je nach der Höhe der Schneelage schwankt. Senkt sich das Planuni zum Beispiel infolge ein tretenden Tauwetters von a etwa um den Betrag b auf die striehlieri eingezeichnete Höhe a1, so kommt dementsprechend das vor dere Anhängeseil 16' in die Lage 16'a und das rückwärtige Anhängeseil 16" würde in die Lage 16"a kommen, da ja. die Länge des Fahrzeuges, an dem d_ese Seile befestigt sind, unveränderlich ist.
Wie aus Fig. 8 er sichtlich ist, muss dabei das Anhängeseil <B>l</B> f;" ungefähr um die Strecke b1 verlängert werden, oder aber es müsste das Zugseil 1 entsprechend nach abwärts gezogen werden, was unerwünschte Beanspruchungen in die sem hervorruft. Bei Steigen des Planums wird umgekehrt eine Verkürzung des rück wärtigen Seils 16" nötig sein, da es sonst schlaff hängen würde.
Die jeweils nötige Länge des rückwärtigen Seils 16" könnte nun von Hand aus jeweils der Höhe des Planums an:gepasst werden, was aber eine umständliche Manipulation erfordert. Um diese zu vermeiden, ist ein dehnbares, ela stisches Zwischenglied, zum Beispiel eine Schraubenfeder 37 (Fig. 8) im rückwärtigen Anhängeseil angeordnet, wodurch den ver schiedenen Höhenlagen des Planurs Rech nung getragen wird und unzulässige Span nungen der Seile nicht auftreten können.
Der beschriebene Aufzug zeichnet sich durch ruhige Fahrt. Schonung des Materials und somit erhöhte Lebensdauer aus.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1.3 bis 19 sind über dem im Gelände geschaffenem Planum 51 in der Mitte der Fahrbahn in gleicher Höhe zwei zueinander parallel verlaufende Zugseile 52 und 503 aus gespannt, welche gleichzeitig und im glei chen Sinne angetrieben werden können.
Die beiden Zugseile sind von schräggestellten, in an sich bekannter Weise auf Böcken ge lagerten Rollen 54 und 55 unterstützt. Zwi- sehen den beiden Zugseilen und den sie tra genden Rollen gleiten die Verbindungsteile der Zugseile und des Fahrzeuges 56 hin durch.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 14 weist die Seilklemme 57 beiderseits je einen Zapfen 58 bezw. 59 auf, deren Achsen senk reeht auf der Achse des Seils 52 stehen und diese schneiden. Die Zapfen 58 und 59 kön- uen fest oder drehbar ausgebildet sein.
An den Zapfen 58 und 59 sind die nicht .dar gestellten Verbindungsmittel zu den Fahr zeugen angelenkt. Bei dem Ausführungs beispiel gemäss Fig. 15 besitzt die ,Seil- klemme 57 nur einen Zapfen 60, welcher an einer Seite der Seilklemme angeordnet ist. Je zwei Seilklemmen 57 sind einander ge genüberliegend an den beiden Zugseilen 52 lind 5,3 angebracht.
Wie aus Fig. 16 er sichtlich, sind an :die Zapfen 60 der beiden Seilklemmen 57 Zugstangen 62 angelenkt, die mit einem Querbalken 64 gelenkig verbunden sind. In der Mitte des Querbalkens G4 ist eine weitere Zugstange 65 angelenkt" die mit dem Gestell des Fahrzeuges (siehe Fig. 18 und 19) verbunden ist. An .Stelle des Quer balkens kann auch beispielsweise eine Scheibe verwendet werden, um die ein bieg sames Zwischenglied zur Verbindung der Zugstangen 62 ge3chlungen ist. Die Zug stangen 65 können auch rohrförmig -ausge bildet sein.
Die beiden Zugseile 52 und 53 weisen längs der ganzen. Fahrstrecke .den gleichen Abstand voneinander auf, sind jedoch auf die Antriebsscheibe 67 (F'ig. 17) in zwei unmit- telbar nebeneinander angeordnete Rillen oder in eine Doppelrille 68. 69 zusammengeführt.
Wie aus Fig. 18 ersichtlich, ist das mit Schlittenkufen. 70 ausgestattete Fahrzeug auch mit Laufrädern 72 versehen. Die Lauf räder sind abnehmbar ausgebildet, vorteilhaft mit Gummi bereift und so angeordnet, dass ihre Lauffläche unter die Gleitfläche der Schlittenkufen reicht. Die Achsstummel der Laufräder reichen zu beiden Seiten über die Iiiifen hinaus, so dass .das Anbringen und Abnehmen der Laufräder leicht durchführ bar ist.
Um einen Betrieb des Seilaufzuges auch bei stellenweise schadhafter Fahrbahn oder während des Fehlens einer für )Schlitten kufen geeigneten Fahrbahn (zum Beispiel in den Sommermonaten) aufrecht halten zu kön nen., sind auf den Fahrzeugen Stelleinrich- tungen vorgesehen, welche ein Heben oder Senken der Laufräder gegenüber den Schlit- tenkufen ermöglichen und wehrend der Fahrt durch 'den Fahrzeugführer von Hand aus betätigt werden können.
In Fig. 19 sind zwei Ausführungsbeispiele einer solchen Stelleänrichtung schematisch dargestellt. Bei dem in Fig. 19 links gezeichneten Ausfüh rungsbeispiel sind die Achsstummel 75 der Laufräder 72 an dem einen Arm 76 eines zweiarmigen Hebels 76, 7 7 befestigt, der um eine am Fahrgestell 78 belagerte Achse 80 drehbar ist. Der zweite Hebelarm 77 ist mit einer Schraubenspindel 81 verbunden, die mittelst einer Kurbel 82 gedreht werden kann.
Durch Verdrehung .der :Schrauben- spindel 81 werden somit die Laufräder 72 gegenüber !den Schlittenkufen 70 gehoben oder gesenkt.
Die Steheinrichtung gemäss dem in Fig. 19 rechts gezeichneten Ausführungsbei spiel besteht aus am Fahrgestell 78 be festigten Führungen 85, in welchen ein Stein 86 gleiten kann. In den Steinen 86 sind die Achsstummel 75 der Laufräder 72 befestigt-. Mit den .Steinen 86 sind Schraubenspindeln 88 verbunden, die mittelst Kurbeln 90 ge dreht werden können. Durch Verdrehung .der Schraubenspindel 88 können die Lauf räder 72 gegenüber der Kufengleitebene ge hoben oder gesenkt werden.
Durch diese Ausgestaltung der Fahrzeuge ist es möglich, mit einfachen Mitteln eine Bremseinrichtung dadurch zu schaffen, .d@ass bei der Fahrt auf den Kufen die gegebenen- falls mit Gleitschutzvorrichtungen verse henen; festgebremsten Laufräder nach Nie derlassen derselben als Bremse oder Feststell vorrichtung wirken. Umgekehrt können bei Fahrt auf den Laufrädern durch Nieder lassen -des Fahrzeuges auf die mit Gleitschutz versehenen Kufen, .diese zur Bremsung her angezogen werden.
Durch die Verwendung von zwei Zug seilen, .die längs der Fahrtrecke ausgespannt sind, wird eine sichere Führung der Fahr zeuge gewährleistet und Schlingerbewegun- gen, welche durch seitliche Führungsseile oder durch gleichzeitig als Brems- oder Fang- seile verwendete Führungsseile nicht hintan zuhalten sind, mit Sicherheit vermieden.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, zu beiden Seiten des im Gelände geschaffenen Planums 51 Bermen 91 anzulegen, oder Sei tenwände, zum Beispiel aus Baumstämmen, herzustellen, um in der so entstehenden Mulde des Planums Schneeanhäufungen, zum Bei spiel durch Verwehungen zu begünstigen oder durch Anschüttung von Schnee ,eine künstliche Fahrbahn zu schaffen.
Durch die Anordnung des Querbalkens 6 4 :wird eine einfache und sicher wirkende Längenausgleichseinrichtung geschaffen, die erforderlich ist, weil es praktisch fast aus geschlossen ist, zwei unter gleichen Voraus- setzungen und Betriebsverhältnissen arbei tende Zugseile im Betriebe dauernd gleich lang zu halten.
Bisher war es üblich, zwei Zugseile durch getrennte, über Differential- oder Planeten getriebe zusammenarbeitende Scheiben anzu treiben. Derartige Einrichtungen, welche den Zweck haben, gegenseitige Längsver schiebungen .der Zugseile, welche durch un gleiche Scheibendurchmesser, ungleiche Ab nützung der Rillen oder @d.es Belages usw. entstehen, auszugleichen, wären für den Seil aufzug gemäss der vorliegenden Erfindung zu kostspielig. Durch .die Anordnung zweier unmittelbar nebeneinander liegender Rillen in einer für beide Seile gemeinsamen An triebsscheibe ist es möglich, die aus .den vor genannten Ursachen entstehenden Mängel mit einfachsten Mitteln zu beseitigen.