Verfahren und Einrichtung zum Prüfen der Lage der Getriebeachsen an Lokomotiven. Es ist ein Verfahren zum Prüfen der ge genseitigen Lage der an einer Maschine vor handenen Getriebeachsen bekannt, welches auf optischer Grundlage beruht und den Vor- züi-- grosser 31essgenauigkeit hat. Das Verfah ren besteht darin, dass mittelst eines Fern rohres, dessen optische Achse sich in be stimmter Laue zu einer der Getriebeachsen befindet, eine Gerade festgelegt wird, deren Lage gegenüber einer andern Getriebeachse gemessen wird.
Für jede weitere Getriebe achse wird dieses optische Messverfahren wie derholt. Die Anwendum, dieses Verfahrens ist besonders dann am Platze, wenn zwei Achsen, deren Lage zueinander geprüft wer den soll, einen Winhel miteinander ein schliessen, also nicht parallel sind. Auf diese Aufgabe kann die Prüfung der Lage der Treib- oder Kuppelachsen an Lokomotiven mit direktem Antrieb durch eine Kolben- kraftma"c,hine zurückführen, indem man jede der genannten Getriebeachsen bezüglich ihrer Lage zur Zylinderachse prüft.
Nach der Erfindung macht man von dem bekannten Verfahren nur einmal Gebrauch und greift bei der weiteren Prüfung auf mechanische Prüfungen zurück, indem man von einer nach dein bekannten -Verfahren ge prüften Getriebea-ehse ausgehend die dazu parallelen Getriebeachsen mechanisch prüft, was mit einem gleichen Grade von Genauig keit möglich ist und eine verhältnismässig grosse Zeitersparnis bedeutet.
Man geht dabei gemäss dem Verfahren nach der Erfindung so vor, dass zum Prüfen der Lage der #Ge- friebeachsen an Lokomotiven mit direktem Antrieb durch eine Kolbenkraftmaschine mittelst eines Fernrohres, welches sich in genau bestimmter Lage zur ideellen Achse des Zylinders befindet, die Richtung einer Geraden festgelegt wird, deren Lage gegen über der ideellen Achse eines Getriebeachsen- lager.paares am Lakomotivrahmen gemessen wird,
und dass mit Hilfe mechanischer Fein- messvorrichtungen an den Rahmenwangen Punkte festgelegt werden, welchedie Sollage der Treibachsen bestimmen.
Für die Ausüblang des neuen Verfahrens kann eine zur Ausübung des bekannten Ver fahrens benutzte Einrichtung Verwendung finden, bei welcher die, festzulegende Gerade durch einen Markenträger verkörpert wird, der mit zwei seine ideelle Achse bestimmen den Marken versehen ist. Es empfiehlt sieh für den vorliegenden Zweck, eine Einrich tung zu benutzen, welche Gegenstand der Er findung ist.
Bei dieser Einrichtung ist die, ideelle AchsenrieUtung des Markenträgers durch wenigstens einen senkrecht dazu an geordneten, eine Marke in grosser Entfernung abbildenden Kollimator <U>bestimmt</U> und der Markenträger in Richtung seiner ideellen Achse und in Richtung der ideellen Längs achse der Rahmenwangen verschiebbar und um eine zu diesen beiden Richtungen senk rechte ideelle Achse schwenkbar #golelagert. Ferner sind an den Rahmenwangen verstell bare Anschläge zur Bestimmung der Sollage der Treibachsen vorgesehen.
Vorteilhaft be stehen die Anschläge aus Endmassen, die in der Messrielitung verstellbar an den Rahmen wangen befestigt sin#d.
In der Zeichnung ist in zwei schema tischen Grundrissen eine Einrichtung zum Prüfen der Lage der Getriebeachsen an dem Rahmen einer Lokomotive mit wagrechten Zylindern als Ausführungsbeispiel der Ein richtung gemäss der Erfindung dargestellt. Anhand derselben wird nachstehend auch das Verfahren gemäss der Erfindung beispiels weise erläutert. Fig. <B>1</B> zeigt die Teile des Lokomotivrahmens, andem sieh die Zylinder und die vom Zylinder am weitesten entfern ten GetriebeaeUsenlager befinden, während in Fig. 2 die Teile des Rahmens mit<B>Ge-</B> triebeachsenlagern wiedergegeben sind;
die Fig. <B>3</B> und 4 stellen zwei Einzelteile der Ein richtung in der Draufsicht dar.
Die beiden Wangen des Lokoinotivrah- mens sind mit 1. und 2, die beiden Zylinder mit<B>3</B> und 4 bezeichnet.<B>In</B> dem Zylinder <B>3</B> ist ein Fernrohr<B>5,</B> dessen optische Teile ein Objektiv<B>6</B> und ein einstellbares Okular <B>7</B> mit einer in dessen Brennebene angebrach ten Markenplatte<B>8</B> sind, in einem rohr- förmi 'gen Zwischenkörper <B>9</B> einerseits mit einem kugeligen Bunde<B>10,</B> anderseits mit- telst zwei Schrauben<B>11</B> und Gegenfedern 12 so gelagert,
dass es mit Hilfe dieser Sc],irau- ben <B>11</B> um einen Punkt seiner optischen Achse in zwei zueinander senkrechten Rieh- tungen schwenkbar ist. Die Markenplatte<B>8</B> (Fig. <B>3)</B> trägt ein die optische Achse des Fernrohres<B>5</B> bezeichnendes Strichkreuz 13. Der Zwischenkör.Per <B>9</B> trägt zwei Hülsen 14.
In entsprechenden Bahrungen dieser Hülsen 14 sind<B>je</B> drei nach Art von zylindrischen Endmassen ausgeführte Stäbe<B>15</B> radial unter einem Winkel von 12.0 <B>'</B> angebracht, welche die genau geschliffene Aussenfläche des Zivi- sellenkörpers <B>9</B> gegenüber der Bohrung des Zylinders<B>3</B> fixieren.
Die vom Zylinder<B>3</B> am entferntesten ge legenen Aussparungen der Rahmenwangen<B>1</B> und 2 ±ür Getriebeachsenlager sind mit La gerbacken<B>16</B> zur Aufnahme der Lager ver sehen. Die Rahmenwangen<B>1</B> und 2 sind ,durch Streben<B>17</B> verbunden, auf denen zwei Führungsschienen<B>18</B> parallel zur Längsrich tung der Rahmenwangen<B>1</B> und 2 angebracht sind.
In den Führungsschienen<B>18</B> ist ein Messboek <B>19</B> verschiebbar gelagert. Auf dem Messbock <B>19</B> ist eine Platte 20 mit Hilfe eines Triebknopfes 21 drehbar, auf welcher mit Hilfe einer Kurbel 22 eine Schlittenführung 23 in der Höhe verstellbar ist.
In dieser Solilittenführung <B>23</B> ist mit Hilfe einer Kur bel 24 ein mit zwei Spannbügeln ausgestai- tetes Markenträgerlager <B>25</B> wiederum paral lel zur Längsrielltung der Rahmenwangen<B>1</B> und 2 verschiebbar. Zu den Spannbügeln ist ein Markenträger<B>2,6</B> in axialer Richtung ver schiebbar eingelegt, der mittelst der Spann bügel festgespannt werden kann und mit zwei Aussparungen<B>27, 28</B> versehen ist, -deren Grundflächen alg Messfläzhe bearbeitet sind und die ideelle Achse des Markenträgers<B>26</B> bestimmen.
Neben der Aussparung <B>27</B> ist ein Halter<B>229</B> mit einem Kollimator <B>30</B> festge klemmt. Der Kollimator <B>30</B> enthält eine Lichtquelle<B>31,</B> ein Kollimatorobjektiv <B>32</B> und eine mattierte Glasplatte<B>33</B> (Fig. 4), deren eine Oberfläche in der Brennebene des Objektives<B>32</B> liegt und mit einer kreuz förmigen Teilung Ö4 versehen ist, deren Kreuzungspunkt die ideelle K',ollimatorachse bezeichnet.
Auf den Narkenträger <B>26</B> sind zwei mit einer EinsPannvorrichtung ausge rüstete, 31ess-Lihren <B>35</B> so aufgeklemmt, dass deren X.essbolzenenden bei einem bestimmten Zeigerstande um ein bestimmtes Normalmass von der ideellen Achse des Markenträgers<B>26</B> entfernt sind.
An den Aussenseiten der Rah- menwanggen <B>1</B> und 2 sind neben den Ausspa- run--en der C3retriebegelisenlager Winkeleisen <B>36</B> befestigt, in denen mit Schraubengewinde versehene Endmasse<B>37</B> parallel zur Rahmen achse einstellbar sind.
Die Einriehtung wird vervollständigt- durch ein Lineal<B>38</B> und End- masse <B>39,</B> 40, die gleichfalls<B>je</B> mit einer 'iNfess- uhr versehen sind und bei einem bestimmten Zeicerstande die Länge von der Zylinder- Mitte bis zur reellen Achse des entferntesten Getriebeaehsenlagers vermindert um die Summe der halben Zylinderlänge und der Diehe des Lineals<B>38</B> bezw. den gegenseitigen Abstand zweier Getriebeach-sen vermindert nur ein <RTI
ID="0003.0029"> Endmass <B>37</B> haben.
Der Lokomotivrahmen<B>1,</B> 2 wird zur Prü fung der Getriebeachsen wagrecht ausgerich tet. Das Fernrohr<B>5</B> wird im Zwischen körper<B>9</B> so eingestellt, dass seine optische Achse der -geschliffenen Oberfläche des Zwi schenkörpers<B>9</B> parallel ist, und dann mit Hilfe der Endmasse<B>15</B> in die Lauffläche eines der Zylinder, beispielsweise des Zylinders<B>3</B> eingesetzt.
Alsdann wird der Messbock <B>'19</B> auf die Führungsschienen<B>18</B> aufgesetzt, und der Markenträger<B>26</B> so in die Bügel des Markenträgerlagers <B>25</B> eingespannt, dass seine beiden Enden beiderseits ungefähr gleich- weit überdie Rahmenwangen<B>1</B> und 2 hinaus ragen, wobei der Nollimator <B>30</B> mit Hilfe einer Wasserwage wagreeht eingerichtet und ferner durch Drehen des Knopfes 21 der Harkenträger <B>26</B> ungefähr senkrecht zur ideellen Längsachse der Rahmenwangen<B>1</B> und<B>2</B> gestellt -wird.
Der Markenträger<B>26</B> wird nunmehr durch Verschieben des Mess- bockes <B>19</B> auf den Führungsschienen<B>18</B> so eingestellt, lass seine ideeIle Achse die Off- nuno- zwischen den Lagerbacken<B>16</B> ungefähr halbiert, und ferner durch Betätigen der Kur bel 22 in der Höhe verstellt, bis die id#eelle Achse des Kollimators <B>30</B> mit der optischen Achse des Fernrohreg <B>5</B> gleichhoch liegt.
Er- At 0. 111 dieser La-,e der Einblick in das Fern- n rohr <B>5</B> ein Bild, bei welchem der lotreellte Strich des Striehkreuzes <B>13</B> eine seitliche Abweichung von dem lotrechten Striche :
der kreuzförmigen Teilung 34 aufweist, dann liegt die ideelle Achse des Markenträgers<B>26</B> nicht genau senkrecht zur ideellen Achse des Zylinders<B>3.</B> Durch Drehen am Knopf 21 lässt sich diese Lage jedoch ohne weiteres herbeiführen. Durch Drehen der Kurbel 24 wird nach Anlegen des Lineals<B>38</B> und des Stichmasses <B>39</B> der Abstand der ideellen Achse des Markenträgers<B>26</B> von der Mitte des Zylinders<B>3</B> auf das vorgeschriebene Mass eingestellt.
Die ideelle Achse des Marken trägers<B>26</B> deckt siel-i jetzt Mit der Sollage ,der ideellen Achse des Getriebeachsenlagers, die nunmehr ÜurcU Verstellen der Endmasse <B>37</B> in den Winkeln<B>36,</B> bis die Messuhren <B>35</B> di3 vorgeschriebene Mass anzeigen, fest gelegt wird.
Zeigt der Einblick indas Fern rohr<B>5</B> eine Höhenabweichung der beiden Striehkreuze <B>13</B> und 34, dann ist eine fehler hafte Schräglage des Zylinders<B>3</B> vorhanden, deren Grösse bei entsprechender Eichung. der Teilung 34 in Winkehverten abgelesen wer den kann. Durch Verstellen der Schrauben <B>11</B> bi, zum Verschwinden der Höhenabwei chung der beiden Strichkreuze<B>13</B> und 34 kann die optische Achse des Fernrohres<B>5</B> in die Sollage der ideellen Zylinderachse einge stellt werden.
Die Prüfung wird für den Zylinder 4 in gleicher Weise wiederholt, wo bei das Fernrohr<B>5</B> in diesen Zylinder einge setzt und der Kollimator <B>30</B> an dem andern Ende des Markenträgers <B>26</B> befestigt wird. Zur Bestimmung der Sollage der übrigen Getriebeachsenlager geht man von den mit Hilfe des Markenträgers<B>26</B> eingestellt-en Endmassen <B>37</B> aus. Zu diesem Messvorgange wird der Markenträger<B>26</B> nicht, mehr be nötigt und deshalb aus den Spannbügeln des Mlarkenträgerlagers 25 herausgenommen.
Die übrigen Endmasse <B>37</B> an beiden Rahmen wangen<B>1</B> und 2 werden nunmehr mit Hilfe des Stiehmasses 40 nacheinander eingestellt.