DE245085C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-■te 245085-KLASSE 42 c. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Oktober 1908 ab.
Die Erfindung besteht in einer Verbesserung der Anzeigevorrichtung an optischen
Meßinstrumenten, bei denen mit der wechselnden Einstellung eines Winkels X sich die Skalenanzeige
einer von X abhängigen Größe Y ändert, zugleich aber für eine zweite Änderung
dieser Anzeige entsprechend der Abhängigkeit der Größe Y von einer zweiten Veränderlichen
Z Vorsorge getroffen ist. Der einzustellende Winkel kann sich darstellen als
Neigung einer Geraden, etwa einer Visierlinie, zu ihrer ursprünglich gegebenen Richtung
oder zu einer festen Richtung, z. B. zur Richtung der Lotlinie oder des magnetischen
Meridians, oder aber — wie in Fernrohren, die Doppelbilder entwerfen — als der Winkelabstand
zweier demselben Objektpunkt entsprechender Bildpunkte. Unter der Anzeige der Y-Skala (Y-Anzeige) ist die Lage der Skala
und ihres Zeigers zueinander zu verstehen, durch die der jeweilig abzulesende Skalenwert
bestimmt ist.
Einen Vorschlag zu einer solchen Anzeigevorrichtung hat L. K. Bell in der englischen
Patentschrift 7972/96 gemacht. Um diesen
Vorschlag zu 'erläutern, sei zunächst daran
■ erinnert, daß eine gewöhnliche Skala im Grunde nur eine Dimension hat, d. h. aus einer Reihe
von Punkten besteht, nur daß von jedem dieser Punkte in der Richtung senkrecht zur
Skala noch ein Strich gezogen ist. Bell wendet eine Y-Skala an, die wirklich zwei Dimensionen
hat, und deren Zeiger in zwei zueinander senkrechten Richtungen bewegt wird.
In der einen Richtung verschiebt sich der Zeiger mit der Verstellung des Winkels X, in
der anderen stellt man ihn ein nach Maßgabe des jeweiligen Wertes von Z. Für wieviel
verschiedene Z-Werte der Zeiger sich einstellen läßt, so viel verschiedene einfache Skalen
(Punktreihen) sind in Abständen gleich den Intervallen der Zeigerstellungen hintereinander
angeordnet. Diese Skalenschar stellt eine Skala von zwei Dimensionen dar und wird
auch äußerlich zu einer einzigen Skala dadurch, daß je die Punkte aller Skalen, die
demselben Y-Wert entsprechen, durch eine Kurve verbunden sind. Die Skalenanzeige
ist durch die Lage der Zeigerspitze zwischen zwei dieser gekrümmten Teilstriche der Y-Skala
gegeben. Die richtige Ablesung der jeweiligen Anzeige wird indessen durch die Krümmung
der Teilstriche, durch ihre starke Neigung zu beiden Verschiebungsrichtungen des Zeigers
und durch ihre große Länge sehr erschwert.
Das Ziel der Erfindung ist eine solche Gestaltung der Anzeigevorrichtung, daß die Anzeige
des Y-Wertes, der für den jeweiligen Z-Wert irgendeiner Einstellung des Winkels X
entspricht, durch eine Skala von nur einer Dimension gewonnen wird, also durch eine
gewöhnliche Skala mit geraden, kurzen und zur Richtung der Skala senkrechten Strichen.
Dieses Ziel ist erreicht, wenn die Änderung der Anzeige, die einem Wechsel des Z-Wertes
entspricht, nicht' weniger durch Verschiebung des Zeigers und der Skala zueinander in der
Richtung der Skala bewirkt wird als die
andere Änderung der Anzeige, die bei der Verstellung des Winkels X erfolgt. Dazu
sind die folgenden beiden Bedingungen zu erfüllen. Die Intervalle der Y-Skala müssen in
bestimmten Verhältnissen zueinander stehen. Zu jedem Z-Wert gehört eine Reihe von
Y-Anzeigen entsprechend der Reihe der möglichen Winkel X. Ändert sich der Z-Wert,
so müssen sich auch diese Y-Anzeigen, jede
ίο in verschiedenem Maße, ändern. Da aber die
Änderung des Z-Wertes in einer Verschiebung der Y-Skala und ihres Zeigers gegeneinander
ausgedrückt werden soll, so müssen den Änderungen der Y-Anzeigen Skalenstrecken entsprechen,
die alle eine übereinstimmende Länge gleich dieser Verschiebung haben. Zweitens
ist es erforderlich, daß die Einrichtung, mittels deren bei jeder neuen Einstellung des
Winkels X die Anzeige der Y-Skala geändert wird, an die Beschaffenheit der Y-Skala angepaßt
ist. Es ist also eine derartige Übertragung zwischen der Einstellung des Winkels
X und der Verschiebung der Y- Skala und ihres Zeigers zueinander vorzusehen, daß
jedem X-Wert die richtige Y-Anzeige entspricht.
Um die Y-Skala zu entwerfen, verfährt man im einzelnen etwa folgendermaßen. Eine
Marke zm bezeichne den Ort des Zeigers für einen mittleren Wert von Z. Dieser Marke
gegenüber zieht man den ersten Teilstrich und beziffert ihn nach dem niedrigsten Wert yx
von Y. In einem kleinen, übrigens beliebigen Abstande von der Marke zm in der vorausgesetzten
Skalenrichtung bringt man eine zweite Marke Zn an, die den Ort des Zeigers für einen
Z-Wert angibt, der wenig, z. B. um 1 Prozent, größer sein mag als zm. Gegenüber Zn
zieht man den zweiten Skalenstrich. Um ihn mit y2 beziffern zu können, berechnet man
zunächst aus zm und y1 den Wert x,„: , des
Winkels X und darauf ,'aus xm>l und Zn den
Wert y2. Denkt man jetzt die Marken zm
und zn und die Skala yx, y2 zueinander in der
Skalenrichtung verschoben, bis zm gegenüber dem Teilstrich y2 steht, so kann man gegenüber
zn einen dritten Teilstrich y3 ziehen, für
dessen Bezifferung man zunächst aus zm und y2 den Winkelwert xm<2 und darauf aus Zn und
'xm>2 den Wert y3 berechnet. In dieser Weise
fortfahrend erhält man eine Y- Skala mit gleichen Intervallen und ungleichen Wertstufen,
aus der man leicht durch Interpolation eine Skala mit ungleichen Intervallen und
gleichen Wertstufen gewinnt.
Die Einrichtung, um bei jeder Einstellung des Winkels X durch gegenseitige Verschiebung
der Y-Skala und ihres Zeigers die richtige Skalenanzeige für Y herbeizuführen, läßt
sich leicht aus der Y-Skala ableiten.
Um die Reihe der Marken für Z entsprechend allen in Betracht kommenden Werten
dieser Größe zu vervollständigen, geht man von einem mittleren Wert des Winkels X aus,
z. B. von obigem Wert χΜΛ, der für den
niedrigsten Wert y1 von Y aus dem mittleren
Wert zm von Z abgeleitet worden war. Aus xnijl und einer Reihe von Y-Werten errechnet
man die zugehörigen Z-Werte. Wählt man die Reihe der Y-Werte den Teilstrichen der
Y-Skala entsprechend, so stimmen die Intervalle der gefundenen Reihe von Z-Marken
mit1 den Intervallen der Y-Skala überein. Aus dieser Markenreihe mit ungleichen Wertstufen
gewinnt man durch Interpolation eine solche mit gleichen Wertstufen, z. B. Zn — zm.
Bei manchen Arten der Abhängigkeit der Größe Y von Z darf sich die Reihe der Z-Marken
beiderseits nicht weit vom Mittelwert zm entfernen, ohne daß bei gewissen Y-Anzeigen
unzulässig große Fehler auftreten. In den meisten praktischen Fällen ist aber auch nur
ein geringer Spielraum der Größe Z gegeben.
Aus der Reihe der Z-Marken gibt die dem jeweiligen Wert der Größe Z entsprechende
den Ort des Zeigers der Y-Skala an. Wenn der Einfluß der Einstellung von X auf die
Y-Anzeige durch Verstellung des Zeigers vermittelt wird, so kann der Einfluß der Einstellung
von Z am einfachsten durch Verstellen der Skala zur Geltung gebracht werden
und umgekehrt. Dieser Zeiger ist also längs der Reihe der Z-Marken (also auch längs der
Y-Skala) verschieblich anzuordnen. Man muß ihn als Doppelzeiger ausbilden, wenn man die
Reihe der Z-Marken getrennt von der Y-Skala anbringt. Er kann dagegen gänzlich fortfallen,
wenn man dem Beobachter das Mehr an Aufmerksamkeit auferlegen darf, das für eine
Reihe von Ablesungen mit derselben Z-Marke beim Mangel eines eingestellten Zeigers erforderlich
wird. Andererseits kann dieser Zeiger der Reihe der Z-Marken ganz entbehren, wenn
mit jeder Änderung von Z eine" entsprechende Änderung der Y-Anzeige selbsttätig vor sich
geht. Wird z. B die Größe Z an demselben Gesamtinstrument ebenso durch Einstellung
gewonnen wie der Winkel X, etwa ebenfalls als Winkelgröße, so kann man diese Einstellung
von Z gleichfalls mechanisch auf die Y-Anzeige übertragen.
Hängt die Größe Y noch von einer dritten Veränderlichen W in der Weise ab, daß diese
Abhängigkeit zusammen mit derjenigen vom Winkel X sich darstellt als Abhängigkeit von
dem Produkt aus X und W oder aus X und einer Funktion, die nur von W abhängt, z. B.
tg W, so läßt sich die Vorrichtung, mittels deren die Y- Anzeige von der Einstellung
von X abhängt, in bekannter Weise so ausführen, daß sie dem jeweiligen Wert von W
entsprechend einstellbar ist, die jeweilig her-
vorgebrachte Y-Anzeige also demjenigen Vielfachen von X entspricht, das durch den Wert
von W öder der Funktion von W gegeben ist. Ein Beispiel für die neue Anzeigevorrichtung
bietet der in Fig. ι bis 4 dargestellte Steilküsten-Entfernungsmesser. Bei den bekannten
Instrumenten dieser Art wird ein Visierfernrohr auf die Wasserlinie des Schiffes
gerichtet, dessen Entfernung Y bestimmt werden soll, und entweder aus der mit Hilfe einer
Libelle erhaltenen Neigung X des Fernrohrs gegen die wagerechte Ebene und aus der mit
dem Pegelstand schwankenden Höhe Z des Instruments über der Wasserfläche die Entfernung
berechnet oder, wenn außer oder statt der Skala der Neigungen eine für den mittleren
Pegelstand geltende Skala der Entfernungen angebracht ist, die abgelesene Entfernung
einer aus der Abweichung des Pegel-Standes vom mittleren zu berechnenden Korrektion
unterzogen. In beiden Fällen können Tabellen die Rechnung ersetzen. Bei dem Instrument nach vorliegender Erfindung ergibt
die Ablesung unmittelbar die richtige Entfernung. Die Grundplatte c ist mit einer Röhrenlibelle
c° ausgestattet. Die Neigung X des Visierfernrohrs α wird durch Drehen der Mutter
b des auf der Grundplatte befestigten Gewindebolzens c1 eingestellt. Die Mütter b
trägt einen Daumen b°, an dessen Rand die nach Kilometern bezifferte Skala der Entfernungen
Υ angebracht ist. Der Daumen wirkt auf den Träger d der nach Metern bezifferten
Z-Marken, der in dem Schlitten β um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist. Eine
Zugfeder e° greift am Schlitten e an, der sich
in dem Bett c2 bewegt, und unterhält dadurch die Berührung zwischen dem Daumen b° und
dem Träger d der Z- Marken. Der mit den Marken besetzte Rand dieses Trägers geht
.durch die senkrechte Drehachse, die den Träger mit dem Schlitten e verbindet, und zeigt
eine Krümmung, die der stärksten Krümmung des Daumens entspricht, so daß der Daumen
den mittleren Teil dieses Randes im allgemeinen nicht berührt. Ein besonderer Zeiger,
der auf die Marke der jeweiligen Höhe Z über der Wasserfläche gerückt werden könnte, ist
nicht vorgesehen. Der Beobachter hat sich also die jeweilig geltende Marke selbst als
Zeiger bei der Ablesung der Y-Skala dienen zu lassen. Die gegenseitige Verschiebung
dieses Zeigers und der Y-Skala bei jeder neuen Einstellung des Winkels X wird in
diesem Fall durch Bewegung sowohl des Zeigers als auch der Skala hervorgebracht, wobei
der Träger des Zeigers von dem daumenför- - migen Skalenträger angetrieben wird.
Die Fig. 5 bis 7 zeigen die Anwendung der neuen Anzeigevorrichtung bei einem sogenannten
Tachymeter, einem Instrument zur Entfernungsbestimmung, bei dem sich die Standlinie
am Ziel befindet. Im vorliegenden Fall ist vorausgesetzt, daß am Ziel eine Latte von
bekannter Länge in senkrechter Lage aufgestellt wird. Die Entfernung Y wird durch
die Anzeigevorrichtung aus dem Winkel X abgeleitet, unter dem die Latte vom Instrument
aus erscheint, und aus dem Winkel Z, den die Richtung von der Kippachse nach der
Mitte der Latte mit der wagerechten Ebene bildet. Fig. 5 ist eine Seitenansicht des Instruments,
Fig. 6 eine Ansicht des Fernrohrs von vorn bei herausgenommenem Okular und Fig. 7 ein Achsenschnitt durch das Vorderteil
des Fernrohrs einschließlich des Okulars. Am vorderen flanschförmigen Gehäuseteil f° des
Fernrohrs f ist eine Scheibe g um die Fernrohrachse drehbar gelagert, die in der Mitte
außer einem Stutzen g° zur Aufnahme des Okulars h auch die im Bildfeld des Fernrohrobjektivs
liegende Glasplatte g1 mit der Visiermarke g2 trägt. Die Visiermarke besteht aus
einem kleinen Kreis, dessen Mittelpunkt in der Fernrohrachse liegt, so daß die Visierlinie, 8g
der dieser Mittelpunkt angehört, beim Drehen der Scheibe mittels der Wulst g3 ihre Lage
nicht ändert. Der Darstellung in den drei Figuren ist der Grenzfall zugrunde gelegt, daß
die Mitte der senkrechten Latte in Höhe der Kippachse des Fernrohrs liegt. Das Fernrohr
ist also wagerecht gerichtet, wenn die Visierlinie durch die Lattenmitte geht, und die an
ihm angebrachte Teilung f1 (Fig. 5) für den Winkel Z läßt dann den Wert Null ablesen.
Auf denselben Wert in der Reihe der Z-Marken, die auf der Scheibe g (Fig. 6) angebracht
ist, wird der auf dieser Scheibe drehbare Zeiger i eingestellt. Dieser Zeiger dient mit einer
zweiten Spitze der am Rande des Flansches f° angebrachten Skala der Entfernungen Y, die
nach Metern beziffert ist. Für die Einstellung des Winkels X, unter dem die Latte gesehen
wird, durch Drehen der Scheibe g ist auf der Glasplatte g1 eine Kurve gi angebracht. Zur
Einstellung von X ist zunächst das Fernrohr nochmals zu neigen, bis das untere Ende des
Lattenbildes in die Visiermarke fällt, und dann die Scheibe g zu drehen, bis das obere
Ende des Lattenbildes in die Kurve g4 fällt. Die äußere Spitze des Doppelzeigers i vermittelt
dann die Y-Anzeige. Die gegenseitige Verschiebung der Y-Skala und ihres Zeigers bei der Neueinstellung des Winkels X wird
also in diesem Fall lediglich durch eine Drehung des Trägers g des Zeigers erzeugt. Um
das Instrument in der Kippebene zu horizontieren, ist auf seinem Unterteil k eine Röhrenlibelle
k° angebracht.
In den Fig. 8 bis 11 ist ein Tachymeter
dargestellt, das zur Lösung derselben Aufgabe entworfen ist wie das vorhergehende,
aber vor diesem den Vorzug hat, daß die Einstellung des Winkels Z sich selbsttätig auf
die Y-Anzeige überträgt. Fig. 8 zeigt das Instrument in einer Seitenansicht. Fig. 9 ist
ein senkrechter Achsenschnitt durch das Fernrohr. Fig. 10 ist ein Querschnitt durch das
Fernrohr an der in Fig. 8 bezeichneten Stelle. Fig. 11 zeigt das Glied, mittels dessen der
Winkel X eingestellt wird. Es ist wieder angenommen, daß der Winkel Z den Wert Null
hat, d. h. daß die Visierlinie wagerecht liegt, wenn die Mitte des Lattenbildes in die Visiermarke
fällt. Als Visiermarke ist wieder ein kleiner Kreis 1° auf einer im Bildfeld des
Fernrohrs angebrachten Glasplatte I1 angeordnet.
Die Glasplatte ist diesmal in fester Verbindung mit dem Hauptgehäuse I des Fernrohrs.
Die Einstellung des Winkels X wird dadurch ermöglicht, daß ein Rochonsches
Prisma m noch ein zweites Bild der Latte erzeugt, das unterhalb oder oberhalb des ersten
sichtbar ist. Durch Verschiebung des Prismas in der Richtung der optischen Achse
wird dieses zweite Bild dem ersten Bild, das vermöge der Konstruktion des Prismas dabei
seinen Ort behält, genähert oder von ihm entfernt. Der Winkel X wird eingestellt, indem
man durch eine solche Verschiebung von τη, die beiden Lattenbilder zur Berührung
bringt, so daß das eine Ende des einen Lattenbildes mit dem anderen Ende des anderen
Lattenbildes zusammenfällt. Die Verschiebung des Prismas m wird durch Drehen einer
Hülse η hervorgebracht, die zwischen dem
äußeren Fernrohrgehäuse I und dem inneren Gehäuse I2 angeordnet ist und mit einer
Wulst n° durch das äußere Gehäuse hindurchreicht. Das Fassungsrohr m° des Prismas m
greift mit einem Führungsstift m1 durch einen
Längsschlitz Is des Innengehäuses I2, durch einen
Schlitz n1 der Hülse n, der nach einer gleichmäßig
steigenden Schraubenlinie verläuft, und in einen Längsschlitz I4- des Außengehäuses I.
Mit dieser Einrichtung zur Einstellung des Winkels X ist vermöge eines zweiten Schraubenschlitzes
κ2 der Hülse n, der aber ungleichmäßige
Steigung hat, die Einrichtung zur entsprechenden Änderung der Y-Anzeige gekuppelt.
In den Schlitz n2 greift ein Stift o°
(Fig. 10), der an dem Träger 0 der Y-Skala
sitzt, die in diesem Fall geradlinig und nach Hektometern beziffert ist. Dieser Träger ist
in einem Längsschlitz des Außengehäuses I unter den Leisten I5 geradegeführt. Zwischen
diesen Leisten ist dann noch der schieberförmige Zeiger p geradegeführt, der mit seinen sich
gegenüberstehenden Spitzen entsprechend der in Fig. 9 dargestellten Lage des Prismas m
den höchsten Y-Wert angibt. Um den Zeiger gemäß, der Neigung Z des Fernrohrs selbsttätig
zu. verschieben, greift ein Stift p° (Fig. 8) des Zeigers p in eine Kurvennut q° des Gestellkörpers
q ein. Auf diese Weise entspricht eine Änderung der Y-Anzeige durch Verschieben
des Trägers 0 der Y-Skala der Neueinstellung des Winkels X, eine Änderung dieser
Anzeige durch Verschieben des Zeigers p aber einer Neueinstellung der Neigung Z des Fernrohrs
zur wagerechten Ebene. Zum Horizontieren des Instruments in der Kippebene ist auf dem Gestell q eine Röhrenlibelle q1 angeordnet.
Die Anzeigevorrichtung des' in den Fig. 12
bis 17 dargestellten Instruments verwirklicht den Fall, daß die Größe Y noch von einer
dritten Veränderlichen W derart abhängig ist, daß diese Abhängigkeit zusammen mit derjenigen
von X sich als Abhängigkeit von dem Produkt aus X und einer Funktion von W
darstellt. Das neue Instrument bietet verbesserte Lösungen der Gruppe von trigonometrischen
Aufgaben, der das Instrument nach Patentschrift 192978 gewidmet ist. Die Verbesserung
bezweckt eine Vereinfachung im Gebrauch des Instruments. Bei der Einrichtung nach jener Patentschrift muß der Beobachter
eine Dreiecksseite aus einer der bei den anderen und aus den zwei entsprechenden
Seiten e;ines dem ersteren ähnlichen Dreiecks berechnen oder aus einer Tabelle heraussuchen.· go
Diese Verrichtung fällt bei dem vorliegenden Instrument fort. Das neue Instrument mag
erläutert werden als Lösung der Aufgabe, die Länge der einem der drei Winkel gegenüberliegenden
Seite (die Entfernung des Ziels) zu finden, wenn außer diesem Winkel ein zweiter
und die diesem gegenüberliegende Seite (die Standlinie) gegeben sind. Nach der schematischen
Fig. 12 des vorliegenden Beispiels ist also die Entfernung X zu bestimmen, wenn
die Standlinie Z und die Winkel W und X gegeben sind, von diesen aber X nur indirekt
durch W und V. Die Standlinie Z und der Winkel W gelten als bereits gemessen. Der
Winkel V ist noch zu bestimmen, wozu man das Instrument in der Spitze des Winkels V
aufstellt. Fig. 13 zeigt das Instrument in einem senkrechten Achsenschnitt. Auf einem
dem Stativ angehörigen senkrechten Zapfen 1 ist eine Hülse 2 drehbar angeordnet und mit
einer Klemmschraube 3 versehen. Die Hülse hat einen Arm 4 als Träger eines senkrechten
Führungszapfens 5 und bietet außerdem ein Spurlager für den aus mehreren Teilen 6, 7,
8 und 9 zusammengeschraubten Träger des Fernrohrs 10 dar. Mit einer Klemmschraube
11 kann man auf den Spurzapfen 6 wirken, um die Drehbarkeit des Fernrohrs aufzuheben.
Auf dem Flansch des Spurzapfens 6 ruht die mit dem Horizontalkreis ausgestattete Scheibe
12. Sie ist gegen das Fernrohr nicht drehbar, nur verschieblich, indem sie auf dem
Teil 7 des Fernrohrträgers, so wie Fig. 16
zeigt, in der Richtung der Visierlinie des Fernrohrs geradegeführt ist. Eine zur Kreisteilung
konzentrische Rippe 13 der Scheibe 12 dient als Zapfen für einen Körper 14, der den
Zeiger 15 trägt und mit einem am Ende geschlitzten Arm auf dem Zapfen 5 geführt ist.
Eine Daumenscheibe 16 sitzt drehbar zwischen den Teilen 7 und 8 des Fernrohrträgers. In
ihre Daumennut 17 greift die Scheibe 12 mit einem Zapfen 18, so daß durch Drehen der
Daumenscheibe die Scheibe 12 auf dem Führungsstück 7 verschoben werden kann. Auf
dem Teil 8 des Fernrohrträgers ist schließlich ein Ring 19 drehbar, der die Skala für die
Entfernungen Y trägt. Der Zeiger 20 der Y- Skala ist auf der Daumenscheibe 16 angebracht.
Der Ring 19 trägt ferner einen Zeiger 21 für die Reihe der Standlinienmarken Z,
die auf dem obersten Teil 9 des Fernrohrträ-' gers angebracht sind. Die Y- Skala und ebenso
die Reihe der Z-Marken sind nach Metern beziffert.
Dieses Instrument wird in folgender Weise gehandhabt. Um zunächst noch den Winkel V
zu messen, wird das Instrument, dessen Teile wie in Fig. 14 angeordnet sind, durch Drehen
um den Zapfen 1 in die Y- Richtung einvisiert. In dieser Lage, die Fig. 14 bei fortgenommenem
Fernrohr darstellt, wird die Hülse 2 durch die Klemmschraube 3 festgestellt. Wendet
man jetzt das Fernrohr mit seinem Träger in die Z-Richtung, indem man die Spitze des
Winkels W anvisiert, so ergibt sich für den oberen Teil des Instruments (bei fortgenommenem
Fernrohr) die Lage nach Fig. 15, für den unteren die nach Fig. 16. Der Zeiger 15
zeigt iio° als das Maß des Winkels V an, die Klemmschraube 11 wird darauf angezogen.
Wird nun durch Drehen der Daumenscheibe 16, wobei die Richtung des Fernrohrs sich
nicht ändert, am Teilkreis statt des Winkels V (iio°) der Winkel i8o° — W eingestellt, also
115 °, wenn der als gemessen vorausgesetzte Winkel W = 65 ° bestimmt war, so wird dabei
die Scheibe 12 auf dem Führungsstück 7 um ein Stück verschoben, das sich zum Abstand
der Zapfen 1 und 5 verhält wie die Standlinie Z zur Zielentfernung Y. Außerdem
bildet die Verschiebungsrichtung mit der Verbindungslinie von Teilkreismitte und Zapfen 5
denselben Winkel W wie die diesen Winkel einschließenden Seiten in der schematischen
Fig. 12. Es entspricht also dem Drehungswinkel X des Körpers 14 eine je nach dem
Winkel W größere oder kleinere Verschiebung des Teilkreises, diese kann als das Produkt
aus X und einer Funktion von W dargestellt werden. Da die Standlinie Z als bereits gemessen
vorausgesetzt war (sie sei 800 rri groß gefunden), ist für die Bestimmung von Y alles
gegeben. Die Größe Y findet man nun bei dem neuen Instrument ohne Rechnung einfach
dadurch, daß man den Ring 19 dreht, bis der Zeiger 21 an der Z- Skala die betreffende
Größe der Standlinie, also in diesem Fall 800, anzeigt. Der Zeiger 20 zeigt dann
an der Y- Skala die Zielentfernung 8000 an, wie dies in Fig. 17 dargestellt ist.
Das eben beschriebene neue Instrument ist aber nicht nur zum Messen von Entfernungen geeignet,
es kann auch ohne weiteres beim indirekten Schießen dazu dienen, dem Geschütz von einem seitlichen Beobachtungsposten aus
die wahre Seitenrichtung für das . vom Geschütz aus nicht sichtbare Ziel zu übermitteln.
Es muß dann die trigonometrische Aufgabe gelöst werden, aus zwei Seiten (der Standlinie
Z und der Zielentfernung Y) und dem eingeschlossenen Winkel V den der einen 80 ■
Seite (der Zielentfernung) gegenüberliegenden Winkel W zu finden. Wenn bei dem Instrument
mit . der Einstellung von Z, W und X oder der X ersetzenden Größe V die Einstellung
des zugehörigen Y gekuppelt ist, so muß auch durch die Einstellung von Z, V und Y
das zugehörige W sich miteinstellen. Es ist nur anders, und zwar in folgender Weise zu
verfahren. Die Standlinie Z und die Zielentfernung Y gelten als bereits gemessen, und
zwar = 800 und 8000 m, um bei dem vorher gewählten Zahlenbeispiel zu bleiben. Es wird
nun das Instrument an dem Ort des Scheitels des Winkels V, dem Beobachtungsposten, aufgestellt
und der Winkel V wie oben zu iio° 95
gemessen, wodurch das Instrument in die durch Fig. 15 und 16 dargestellte Lage kommt.
Es wird nun der Ring 19 gedreht, bis der Zeiger 21 an der Z- Skala die Größe der Standlinie,
also 800, anzeigt. Dann wird die Daumenscheibe gedreht, bis der Zeiger 20 an der
Y-Skala die Zielentfernung 8000 anzeigt. Dadurch ändert sich der am Horizontalkreis von
dem Zeiger 15 angezeigte Winkel, und zwar ist er jetzt = 1150, ,womit der dem Geschütz
zu übermittelnde Winkel W = 180°—■ 1150
= 65° gefunden ist.
Claims (3)
- Pate nt-An Sprüche:i. Vorrichtung für Meßinstrumente, bei denen ein Winkel X durch Einstellung gewonnen wird, zum Anzeigen einer von X abhängigen Größe Y mit einer Einrichtung, um die Y-Anzeige entsprechend der Einstellung von X unter Mitbenutzung des Antriebes zu dieser Einstellung selbsttätig zu ändern, und ferner mit einer Einrichtung, um die Y-Anzeige auch noch entsprechend der Abhängigkeit der Größe Y von einer zweiten Veränderlichen Z zu ändern, dadurch gekennzeichnet, daß die Y-Skala nur eine Dimension hat und der-art geteilt ist, daß den Änderungen, die bei einer Änderung des Z-Wertes die ihm zugehörige Reihe von Y-Änzeigen erfahren muß, Skalenstrecken von ein und derselben Länge entsprechen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch ι für Instrumente, bei denen auch Z durch Einstellung gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung, um dieίο Y-Anzeige entsprechend der Einstellung von Z zu ändern, unter Mitbenutzung des Antriebes zum Einstellen von Z selbsttätig gemacht ist und die Y-Skala oder den Y-Zeiger verstellt, je nachdem die selbsttätige Einrichtung, um die Y-Anzeige entsprechend der Einstellung von X zu ändern, den Y-Zeiger oder die Y-Skala verstellt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Instrumente, bei denen die Größe Y derart noch von einer dritten Veränderlichen W abhängig ist, daß Abhängigkeit von dem Produkt aus X und W oder einer Funktion von W besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Einrichtung, um die Y-Anzeige entsprechend der Einstellung von X zu ändern, derart entsprechend dem jeweiligen Werte von W einstellbar ist, daß die Änderung der Y- Anzeige demjenigen Vielfachen von X entspricht, das durch den Wert von W oder der Funktion von W gegeben ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE245085C true DE245085C (de) |
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ID=504066
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT245085D Active DE245085C (de) |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE245085C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5447596A (en) * | 1993-03-10 | 1995-09-05 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Apparatus for producing semiconductor wafers |
-
0
- DE DENDAT245085D patent/DE245085C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5447596A (en) * | 1993-03-10 | 1995-09-05 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Apparatus for producing semiconductor wafers |
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