[go: up one dir, main page]

CH159530A - Verfahren zur Gewinnung einer Adenosinphosphorsäure. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung einer Adenosinphosphorsäure.

Info

Publication number
CH159530A
CH159530A CH159530DA CH159530A CH 159530 A CH159530 A CH 159530A CH 159530D A CH159530D A CH 159530DA CH 159530 A CH159530 A CH 159530A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
adenosine
phosphoric acid
acid
yeast
adenosine phosphoric
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH159530A publication Critical patent/CH159530A/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


      Terfahren    zur Gewinnung einer     Adenosinphosphorsäure.       Durch     Embden   <B> & </B> Schmidt (Zeitschrift  für physiologische Chemie,<B>181, 1929, 130)</B>  ist bekannt geworden,     dass    die von ihnen im  entdeckte     Adenosinphosphorsäure          (i4uskelaclenylsiLure)    von der schon länger       1)ekannten,    aus Hefe durch Spaltung gewon  nenen     Adenosinphosphorsäure        (Hefeadenyl-          säure)    verschieden ist.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man  durch Behandlung von     Adenosintriphosphor-          #,äure    aus Hefe     (Adenylpyrephosphorsäure)     mit     hydrolysierenden    Mitteln bei gewöhn  licher oder schwach erhöhter Temperatur  und Behandeln der gewonnenen Rohextrakte  mit Ballaststoffe abscheidenden Mitteln, be  ziehungsweise     Fällungsmitteln    zu einer       Adenosinphosphorsäure    gelangt, welche von  der     Hefeadenylsäure    verschieden, dagegen  mit der     MuskeladenyIsäure    identisch ist.  



  Als Ausgangsstoff kann die von     Lohmann     (Naturwissenschaften,<B>192-8, 298)</B> beschrie  bene, aus Hefe gewonnene Adenosintriphos-         phorsäure    Verwendung finden. Man kann  auch     Adenosintriphosphorsäure    enthaltende  Präparate verwenden, die man durch Behan  deln von aus Hefe bei niederer Temperatur  gewonnenen     Plasmolysaten    mit Wasser, Ent  fernen von ungelösten Teilen, Behandeln der  Lösung mit Absorptionsmitteln und Fällung  der nach Entfernung der     Absorbate    verblei  benden Lösung mit organischen Lösungs  mitteln erhalten kann. Ebenso lassen sieh  aus Hefe erhaltene, diese Säure enthaltende  Rohextrakte verwenden.

   Man verfährt bei  der Verwendung von aus Hefe gewonnenen  Rohpräparaten zum Beispiel so,     dass    man  zuerst durch Extraktion von Hefe, zum Bei  spiel mit     Triehloressigsäure,    vor oder nach  erfolgter     Plasmolyse,    in bekannter Weise  einen die     Adenosintriphosphorsäure    enthal  tenden Rohextrakt herstellt.  



  Das Verfahren wird zweckmässig so     aus-          ,geführt,        dass    man     Adenosintriphosphorsäure          I     oder diese Säure enthaltende Rohpräparate      in Wasser löst und unter Zusatz von     Uydro-          lysierend    wirkenden Mitteln, wie     Barium-          hydroxyd    oder Natronlauge, oder auch mit  Mineralsäuren, vorzugsweise jedoch bei  alkalischer Reaktion, einer Hydrolyse unter  wirft.

   Hierbei ist es zweckmässig, dem Cha  rakter der bekanntlich weiter     aufspaltbaren          Adenylsäure    durch nicht zu heftige Reak  tionsbedingungen Rechnung zu tragen. Aus  diesem Grunde wählt man zum Beispiel auch  die Temperaturbedingungen vorteilhaft, so,       dass!!    man die Hydrolyse bei gewöhnlicher  oder schwach erhöhter Temperatur, also vor  zugsweise bei Temperaturen von zirka<B>110'</B>  bis zirka<B>50' C</B> ausführt.

   Nach erfolgter  Hydrolyse kann die Lösung von entstande  nen     Abscheidungen    getrennt und aus dem  Filtrat die     Adenosinpliosphorsäure    durch  Zugabe eines     Fällungsmittels    und Abtren  nen der     Adenosinphosphorsäure    von diesem       Fällungsmittel    isoliert oder durch Abtren  nung der Ballaststoffe gereinigt werden.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Gewinnung einer       Adenosinphosphorsäure,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist,     dass    man aus Hefe gewon  nene     Adenosintriphosphorsäure    mit     hydroly-          sierenden    Mitteln behandelt und aus der  filtrierten Lösung die     Adenosinphosphorsäure     isoliert.  



  Das in der Therapie bei Störungen des  Blutkreislaufes verwendbare Verfahrenspro  dukt ist verschieden von der bisher als aus  Hefe gewinnbar bekannten     Adenosinphos-          phorsä,ure        (llefeadenylsäure),    dagegen iden  tisch mit der bisher nur aus Muskeln darstell  baren     Adenosinphosphorsäure        (Muskeladenyl-          Säure).     



  <I>Beispiele:</I>  <B>1.</B>     Adenosintriphosphorsäure    wird in Was  ser gelöst, mit     Bariumhydroxyd        phenol-          pUtaleinalkalisch.    gemacht und das Ganze  im Brutschrank über Nacht stehen gelassen.  Dann wird von der     Abscheidung        abgeschleu-          dert    und die klare Lösung mit Bleiacetat  und     Arnmoniak    versetzt. Der entstandene  Niederschlag wird abgetrennt, ausgewaschen  und in wässeriger Suspension mit Schwefel-         wasserstoff    zerlegt.

   Das Filtrat vom     Blei-          sulfid    wird auf ein kleines Volumen ein  geengt und mit Aceton gefällt. Durch Ste  hen in der Kälte wird die     Abscheidung    der       Adenosinphosphorsäure    vervollständigt. Das  erhaltene Produkt ist unmittelbar verwend  bar, kann gegebenenfalls aber auch weiter  gereinigt werden.  



  <B><U>9.</U></B> An Stelle von     Adenosintriphosphor-          säure    wird ein diese Säure enthaltendes  Produkt dem in Beispiel<B>1</B> beschriebenen  Verfahren unterworfen. Dieses Produkt  kann auf folgende Weise erhalten werden:         :),   <B>kg</B>     Presshefe    werden fein zerrieben und  durch Zusatz von Essigester bei niederer  Temperatur (nicht über<B>15</B>     ')        plasmolysiert.     Der erhaltene dünne Brei wird mit<B>3</B> Liter  destilliertem Wasser bei Zimmertemperatur  eine halbe Stunde verrührt und durch     Ab-          sehleudern    die klare Lösung abgetrennt.

   In  die Lösung werden<B>25</B>     gr        Bentonit    ein  gerührt und von der Fällung     abgeschleudert.     Nunmehr wird die klare Lösung neutrali  siert, im Vakuum auf<B>200</B>     ems    eingeengt  und -unter Rühren in<B>1200</B> cm' reinem  Methylalkohol eingetragen. Die erhaltene       Fällung    wird abgesaugt, mit Methylalkohol  und Äther gewaschen und im Vakuum ge  trocknet.  



  <B>3. 2 kg</B> Brauereihefe werden mit Essig       ester        plasmolysiert.    Das     Plasmolysat    wird  in<B>3</B> Liter kochendes Wasser eingetragen,  die Mischung, durch Einleiten von Dampf  zum Sieden gebracht und rasch abgekühlt.  Die durch     Abschleudern    erhaltene klare Lösung  wird mit Natronlauge deutlich     phenol-          phthaleinalkaliscb.    gemacht und über Nacht  aus<B>50 '</B>erhitzt. Dann wird filtriert. schwach  angesäuert,     Kupfersuliatlösung    zugesetzt und  dann mit einer     Aufschlämmung    von     Cal-          eiumhydroxyd    stark alkalisch gemacht.

    Hierbei erhält man eine Fällung, die die  mit der     #,luskeladenylsäure    identische     Ade-          nosinphosphorsäure    enthält. Die     Kupferkalk-          fällung    wird in bekannter Weise zerlegt und  die erhaltene<B>'</B> Lösung auf     Adenosinphosphor-          säure    weiter verarbeitet.      4. 2<B>kg</B> Hefe werden     plasmolysiert    -und  mit     i3    Liter 5%iger     Trichloressigsäure    ver  rührt.

   Die nach dem     Abschleudern    erhaltene  klare Lösung wird mit Salzsäure auf einen  Gehalt von     l%'    eingestellt und das Ganze  über Nacht in einem kühlen Raum bei etwa  <B>10</B> bis     1,5   <B>' C</B> stehen     --elassen.    Nach dem Fil  trieren     -#vird    die Lösung nach dem Verfahren  von     Druiy    und     Szent-Györgyi        Journ.        of          Physiol..   <B>68,</B> Seite<B>9-16)</B> durch Fällen mit  Bleiacetat, Zerlegen des erhaltenen Nieder  schlages mit Schwefelsäure, Fällung der so  erhaltenen Lösung mit Kupfersulfat,

       Zer-          le-en    des Niederschlages mit     Scliwefelwasser-          stoff    und weitere Fällung mit Zinkacetat       und    Zerlegung des gefällten Zinksalzes mit       Sehm-efelwasserstoff    verarbeitet und als End  produkt die reine kristallisierte     Adenosin-          phosphorsäure    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung einer Ade- jiosinphosphorsäure, dadurch gekennzeich net. dass man aus Hefe gewonnene Adenosin- triphosphorsäure mit hydrolysierenden Mit teln behandelt und aus der filtrierten Lösung die Adenosinphosphorsäure isoliert.
    Das in der Therapie bei Störungen des Blutkreislaufes verwendbare Verfahrenspro- dukt ist verschieden von der bisher -als aus Hefe gewinnbar bekannten Adenosinphos- phorsä.1-ire (Hefeadenylsäure), dagegen iden- fisch mit der bisher nur aus Muskeln darstell- baren Adenosinphosphorsäure (Muskeladenyl- sä,ure). UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach.
    Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein aus Hefe gewonnenes, Adenosintriphospliorsä-ure ent haltendes Rohprodukt verwendet. '?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung mit hydrolysierenden Mitteln bei gewöhn licher Temperatur ausführt. <B>3.</B> Verfahren nach. Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die. Behandlung mit hydrolysierenden Mitteln bei schwach erhöhter Temperatur ausführt. 4.
    Verfahren nach Patentansprucli, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrolyse bei alkalischer Reaktion durchführt. <B>5.</B> Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene Adenosinphosphorsäure aus der Lösung durch Zugabe eines Fä.llungsmittels und aus der entstandenen Fällung durch<B>Ab-</B> trennen von dem Fällungsmittel isoliert.
    <B>6.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch<B>5,</B> dadu-rcli gekennzeichnet, dass man Schwermetallsalze als Födlungs. mittel verwendet.
CH159530D 1931-02-23 1932-02-22 Verfahren zur Gewinnung einer Adenosinphosphorsäure. CH159530A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE159530X 1931-02-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH159530A true CH159530A (de) 1933-01-15

Family

ID=5680449

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH159530D CH159530A (de) 1931-02-23 1932-02-22 Verfahren zur Gewinnung einer Adenosinphosphorsäure.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH159530A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1278449B (de) * 1962-01-05 1968-09-26 Gen Res Inc Bogenzufuehrvorrichtung fuer eine Siebdruckmaschine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1278449B (de) * 1962-01-05 1968-09-26 Gen Res Inc Bogenzufuehrvorrichtung fuer eine Siebdruckmaschine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH159530A (de) Verfahren zur Gewinnung einer Adenosinphosphorsäure.
DE591926C (de) Verfahren zur Gewinnung einer Adenosinphosphorsaeure
DE2805283C2 (de)
AT146493B (de) Verfahren zur Gewinnung von Muskeladenylsäure.
DE2143720C3 (de) Verfahren zur Herstellung von reinem DL-Tryptophan
US2302204A (en) Process for the manufacture and purification of uric acid
DE851801C (de) Verfahren zur Herstellung von Nicotinsaeuren
AT206877B (de) Verfahren zur Gewinnung von Glutaminsäure aus Melasseschlempe
EP0134972B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Naphthalin-1,4,5,8-tetracarbonsäure und deren 1,8-Monoanhydrid in hohem Reinheitsgrad
DE2350691C2 (de) Herstellung von Pankreas-Elastase
US1977525A (en) Manufacture of adenosine phosphoric acid
AT164812B (de) Verfahren zur Herstellung von Gerbstoffen und anderen Produkten aus Sulfitzelluloseablauge oder -Ablaugeschlempe
DE1142365B (de) Verfahren zur Gewinnung von Nucleinsaeure und deren Salze aus Fischmilch
DE612685C (de) Verfahren zur Gewinnung von Muskeladenylsaeure
DE595362C (de) Verfahren zur Reinigung herzwirksamer Stoffe
AT134980B (de) Verfahren zur Nachbehandlung der von der Verzuckerung von Zellulose mittels verdünnter Mineralsäure unter Einwirkung von Hitze und Druck erhaltenen Lösung.
US2010192A (en) Process of preparing muscle adenylic acid
AT81227B (de) Verfahren zur Darstellung von hochwirksamen, von BVerfahren zur Darstellung von hochwirksamen, von Ballaststoffen weitgehend befreiten Vitaminpräparatallaststoffen weitgehend befreiten Vitaminpräparaten. en.
DE641639C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Ascorbinsaeure
DE554235C (de) Verfahren zur Darstellung von 2,7-Dioxynaphthalin-3,6-dicarbonsaeure
DE171991C (de)
CH168284A (de) Verfahren zur Gewinnung von Muskeladenylsäure.
CH344077A (de) Verfahren zur Herstellung von p-Amino-salicylsäure
AT154547B (de) Verfahren zur Herstellung von Thyroxin.
CH183450A (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Keto-l-gulonsäure.