AT528077A1 - Element für ein sitzmöbel - Google Patents
Element für ein sitzmöbelInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Element für ein Sitzmöbel, das die Rückenlehne (100) und/oder die Sitzfläche und/oder zumindest eine Armlehne des Sitzmöbels ausbildet, mit einem Rahmenelement (120), wobei das Rahmenelement (120) zumindest eine Kedernut (121) aufweist, wobei zumindest ein Flächenelement (110) aus textilem Material (120A) mit einem zumindest teilweise umlaufenden Keder, der in die zumindest eine Kedernut (121) des Rahmenelements (120) einsetzbar ist, vorgesehen ist, und wobei zumindest ein mit dem Rahmenelement (120) zusammenwirkendes Löseelement (200) vorgesehen ist, mit dem der Keder (111) des Flächenelements (110) werkzeuglos aus der Kedernut (121) entfernbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Element für ein Sitzmöbel, das die Rückenlehne und/oder die Sitzfläche und/oder zumindest eine Armlehne des Sitzmöbels ausbildet, mit einem Rahmenelement, wobei das Rahmenelement zumindest eine Kedernut aufweist, und wobei zumindest ein Flächenelement aus textilem Material mit einem zumindest teilweise umlaufenden Keder, der in die Kedernut des Rahmenelements
einsetzbar ist, vorgesehen ist.
Moderne Sitzmöbel, insbesondere Büromöbel weisen unterschiedlichste Ausgestaltungen insbesondere ihrer Rückenlehnen, der Sitzflächen oder auch Armlehnen auf. Üblicherweise ist ein Rahmen vorgesehen, auf dem eine textile
Bespannung angeordnet wird, die als Sitzfläche oder Rückenlehne fungiert.
So beschreibt die EP 1 248 546 B1 ein Element für die Rückenlehne und/oder die Sitzfläche eines Sitzmöbels mit einem Rahmen sowie einer über den Rahmen gezogenen taschenartigen Bespannung, wobei diese taschenartige Bespannung einen Keder aufweist, der in eine Nut in der Randschmalseite des Rahmens eingreift. Eine ähnliche Anordnung kann auch der DE 10 2013 102 410 A1
entnommen werden.
Wird nun die Bespannung beispielsweise verschmutzt oder beschädigt, so kann es notwendig sein, die Bespannung auszutauschen. Hierfür sind üblicherweise zusätzliche Werkzeuge notwendig, um die Bespannung aus der Kedernut zu entfernen bzw. um die neue Bespannung anzubringen. Diese zusätzlich erforderlichen Werkzeuge können jedoch bei unsachgemäßem Gebrauch die getauschte Bespannung beschädigen, insbesondere wenn diese nicht taschenartig,
sondern als Flächenelement ausgebildet ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des bekannten Stands der Technik zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Element der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, dass das Flächenelement zumindest ein mit dem Rahmenelement zusammenwirkendes Löseelement aufweist, mit dem der Keder des Flächenelements werkzeuglos aus der Kedernut entfernbar ist. Dieses
Löseelement ist hierbei ein Bauteil, das bevorzugt am Flächenelement angeordnet
ist und im montierten Zustand das Flächenelement in seiner Position am Rahmenelement, bevorzugterweise den Keder des Flächenelements in der Kedernut des Rahmenelements fixiert.
In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung greift das zumindest eine Löseelement bei eingesetztem Flächenelement zumindest teilweise in die Kedernut
des Rahmenelements ein. Durch Betätigen dieses Löseelements wird der Keder des Flächenelements aus der Kedernut vorzugsweise herausgehoben, ohne dass hierfür ein hierfür geeignetes Werkzeug zwischen Flächenelement bzw. Keder des
Flächenelements und der Kedernut eingeführt werden muss.
Dieses Löseelement ist üblicherweise aus einem Kunststoffmaterial, beispielsweise Gummi gefertigt. Um zu vermeiden, dass dieses Löseelement in Gebrauchslage, bei der das Flächenelement am Rahmenelement fixiert ist, aus der Rückenlehne bzw. Sitzfläche oder Armlehne hervorragt, ist in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass das Rahmenelement eine Aufnahme für das zumindest eine Löseelement aufweist. Diese Aufnahme ist besonders bevorzugt als Vertiefung oder Durchführung in dem Rahmenelement ausgebildet, und weist hierbei im Wesentlichen die Außenkonturen des Löseelements auf, sodass das Löseelement in Gebrauchslage im Wesentlichen plan mit der Oberfläche des Rahmenelements abschließt.
Zur werkzeuglosen Entfernung des Keders des Flächenelements aus der Kedernut des Rahmenelements weist bevorzugterweise das zumindest eine Löseelement einen Griffteil sowie einen Fixierteil auf, wobei der Fixierteil zumindest teilweise in die Kedernut des Rahmenelements eingreift. Damit lässt sich das Löseelement
besonders einfach bedienen.
In einer ersten Ausführung der Erfindung sind der Fixierteil und der Griffteil einstückig aus einem Kunststoff hergestellt, wobei der Fixierteil ein Metallelement aufweist, das bei eingesetztem Flächenelement mit zumindest einem im Bereich der der Kedernut des Rahmenelements angeordneten Magneten zusammenwirkt. Hierbei ist das Löseelement im Bereich des Keders des Flächenelements vorzugsweise unlösbar angeordnet, besonders bevorzugt am textilen Material des Flächenelements angenäht. Diese Variante erlaubt ein besonders einfaches Austauschen des Flächenelements. Ebenso ist aufgrund der geringen Anzahl an
Einzelteilen das erfindungsgemäße Element einfach zu fertigen und zu montieren.
In einer alternativen Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Löseelement als separates Drehelement ausgebildet ist, wobei der Griffteil im Wesentlichen rotationssymmetrisch oder zylindrisch ausgebildet ist, und an dem Griffteil ein Fixierteil angeordnet ist, der als Zunge ausgebildet ist, die bei eingesetztem Flächenelement in die Kedernut des Rahmenelements zumindest
teilweise eingreift.
Um ein freie Zugänglichkeit und damit eine besonders einfache Bedienung des Löseelements zu gewährleisten, ist in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass das Rahmenelement eine Vorderseite sowie eine Rückseite aufweist, wobei bei eingesetztem Flächenelement die Vorderseite des Rahmenelements von dem Flächenelement zumindest teilweise, vorzugsweise zur Gänze bedeckt ist, und die zumindest eine Kedernut an der Rückseite des
Rahmenelements angeordnet ist.
Im Folgenden wird anhand von nicht-einschränkenden Ausführungsbeispielen mit
zugehörigen Figuren die Erfindung näher erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 eine erste Ausführung der Erfindung in einer explodierten Darstellung,
Fig. 2. die Erfindung gemäß Fig. 1 im zusammengesetzten Zustand,
Fig. 3A die Erfindung gemäß Fig. 2 in einer Ansicht von hinten,
Fig. 3B eine Schnitterstellung der Erfindung entlang der Linien A-A aus Fig. 3A,
Fig. 3C das Detail C aus Fig. 3B,
Fig. 4A eine zweite Ansicht der Erfindung aus Fig. 1 in einer explodierten
Darstellung,
Fig. 4B eine Schnittdarstellung der Erfindung entlang der Linien B-B aus Fig. 4A,
Fig. 5 eine zweite Ausführung der Erfindung in einer explodierten Darstellung,
Fig. 6A die Erfindung gemäß Fig. 5 im zusammengesetzten Zustand,
Fig. 6B das Detail D aus der Fig. 6A, und
Figs. 7A und 7B zwei weitere Detailansichten des Löseelements aus der Fig. 6A.
Eine erste Variante der Erfindung ist in den Figuren 1 bis 4B dargestellt. Hierbei ist
das erfindungsgemäße Element als Rückenlehne 100 eines Drehsessels ausgebildet.
Die Fig. 1 zeigt ein Flächenelement 110 aus einem textilen Material 110A, das beispielsweise netzartig ausgebildet ist. Dieses Flächenelement 110 weist einen umlaufenden Keder 111 auf, wobei ein Löseelement 200 an dem textilen Material
110A angeordnet ist, nämlich in unmittelbarer Nähe des Keders 111 angenäht ist.
Des Weiteren ist ein Rahmenelement 120 vorgesehen, das über eine umlaufende Kedernut 121 verfügt. Die Kedernut 121 ist hierbei an einer Oberfläche 120A angeordnet, die im montierten Zustand der Rückenlehne 100 die im Wesentlichen freiliegende Rückseite 120A des Rahmenelements 120 bildet (Fig. 2).
Des Weiteren ist in dem Rahmenelement 120 eine Aufnahme 122 als Vertiefung zur Aufnahme des Löseelements 200 vorgesehen.
In der Fig. 2 sind das Flächenelement 110 und das Rahmenelement 120 zusammengesetzt und bilden die Rückenlehne 100. Hierbei ist das Rahmenelement 120, dessen Außenkontur geringfügig kleiner als das Flächenelement 110 ist, an seinen Schmalseiten 120B von dem Flächenelement 110 umschlossen, während der Keder 111 des Flächenelements 110 in der Kedernut 121 des Rahmenelements 120
zur Gänze aufgenommen ist.
In der Fig. 3A ist die Rückenlehne 100 in einer Ansicht von der Rückseite 120A aus gesehen gezeigt, während in der Fig. 3B eine im Wesentlichen quer zur Hochachse der Rückenlehne 100 verlaufenden Schnittebene entlang der Schnittlinie A - A
gezeigt ist. In der Fig. 3C ist das Detail C der Fig. 3B vergrößert dargestellt.
Hierbei ist deutlich erkennbar, dass im montierten Zustand der Keder 111 in der Kedernut 121 aufgenommen ist, wobei das textile Material 110A des Flächenelements 110 die Schmalseite 120B des Rahmenelements umschließt, während die Rückseite 120A des Rahmenelements 120 im Wesentlichen freiliegt.
Die Fig. 4B zeigt in einer geschnittenen Ansicht entlang der Schnittlinie B - B aus der Fig. 4A nochmals im Detail das am Flächenelement 110 angeordnete Löseelement 200. Hierbei ist ein Griffteil 201 vorgesehen, der vorteilhafterweise aus einem elastischen thermoplastischen Kunststoff, beispielsweise Gummi gefertigt ist. Ein im wesentlichen starrer Fixierteil 202 des Löseelements 200, der mit dem Griffteil 201 einstückig ausgebildet ist, enthält ein Metallplättchen (nicht dargestellt), das im montierten Zustand mit einem in der Aufnahme 122 des
Rahmenelements 120 angeordneten Magneten (nicht dargestellt) zusammenwirkt.
In der Fig. 4C ist eine geschnittene Detailansicht der Rückenlehne 100 dargestellt, bei der der Keder 100 des Flächenelements 110 in der Kedernut 121 des Rahmenelements 120 angeordnet ist, wobei der elastische Griffteil 201 aus der Oberfläche des Rahmenelements 120 im Wesentlichen herausragt. In dieser Position kann der Keder 111 durch einfaches Ziehen am Griffteil 201 aus der Kedernut 121 mit Hilfe des Löseelements 200 entnommen und damit das Flächenelement 110 ohne zusätzliches Werkzeug aus dem Rahmenelement 120
entfernt werden.
In den Figuren 5 bis 7 ist eine weitere Ausführung der Erfindung dargestellt.
Bei dieser Ausführung der Erfindung ist erneut ein Rahmenelement 120 mit einer umlaufenden Kedernut 121 vorgesehen, die an der Rückseite 120A des Rahmenelements 120 angeordnet ist. Des Weiteren ist eine Aufnahme 122 für das Löseelement 200 im Rahmenelement 120 vorgesehen.
Das Löseelement 200 ist hier als separates, drehknopfartiges Element ausgebildet, wobei ein im wesentlichen zylindrischer Griffteil 122 vorgesehen ist, an dessen
Zylinderwand 201A ein zungenartiger Fixierteil 202 angeordnet ist.
Um das Flächenelement 110, dass aus einem textilen, beispielsweise netzartigen Material 110A gefertigt ist, mit seinem umlaufenden Keder 111 an dem Rahmenelement 120 anzuordnen und in seiner Position zu fixieren, wird das Löseelement 200 in die Aufnahme 122 des Rahmenelements 120 gesteckt und um seine Rotationsachse verdreht, bis der Keder 111 in der Kedernut 121 mithilfe des zungenartigen Fixierteils 202 fixiert ist (Figs. 6A und 6B).
Soll nun das Flächenelement 110 entfernt werden, so wird das Löseelement 200 mithilfe des Griffelements 201 so lange verdreht, bis der Fixierteil 202 des Löseelements 200, dessen Längenerstreckung größer ist als der Abstand der Zylinderwand 201A des Griffteils 201 zum Boden der Kedernut 121, den Keder 111 aus der Kedernut 121 herausdrückt (Figs. 7A und 7B). Damit kann das Flächenelement 110 auf einfache Weise vom Rahmenelement 120 abgehoben
werden.
Es versteht sich, dass die gegenständliche Erfindung nicht auf die oben angeführten Ausführungsbeispiele beschränkt ist. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Element nicht nur als Rückenlehne fungieren, das gleiche System kann auch bei der Bespannung von Sitzflächen und/oder Armlehnen zum Einsatz kommen. Erfindungswesentlich ist, dass ein Löseelement vorgesehen ist, dass mit dem Flächenelement und dem Rahmenelement derart zusammenwirkt, dass eine einfache Entnahme des Flächenelements ohne zusätzliches Werkzeug möglich ist. Ebenso kann vorgesehen sein, dass zusätzlich zu dem beschriebenen Flächenelement weitere Polsterelemente und/oder Überzüge (Hussen) an dem
Rahmenelement und/oder Flächenelement angeordnet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEElement für ein Sitzmöbel, das die Rückenlehne (100) und/oder die Sitzfläche und/oder zumindest eine Armlehne des Sitzmöbels ausbildet, mit einem Rahmenelement (120), wobei das Rahmenelement (120) zumindest eine Kedernut (121) aufweist, und wobei zumindest ein Flächenelement (110) aus textilem Material (120A) mit einem zumindest teilweise umlaufenden Keder, der in die zumindest eine Kedernut (121) des Rahmenelements (120) einsetzbar ist, vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein mit dem Rahmenelement (120) zusammenwirkendes Löseelement (200) vorgesehen ist, mit dem der Keder (111) des Flächenelements (110)werkzeuglos aus der Kedernut (121) entfernbar ist.Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Löseelement (200) bei eingesetztem Flächenelement (110) zumindest teilweise in die Kedernut (121) des Rahmenelements (120) eingreift.Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenelement (120) eine Aufnahme (122) für das zumindest eineLöseelement (200) aufweist.Element nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Löseelement (200) einen Griffteil (201) sowie einen Fixierteil (202) aufweist, wobei der Fixierteil (202) zumindest teilweise in die Kedernut (121) des Rahmenelements (120) eingreift.Element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Löseelement (200) auf dem Flächenelement (110) angeordnet,vorzugsweise am textilen Material (110A) angenäht ist.Element nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fixierteil (202) und der Griffteil (201) des Löseelements (200) einstückig aus einem Kunststoff hergestellt sind, wobei der Fixierteil (202) ein Metallelement aufweist, das bei eingesetztem Flächenelement (110) mit zumindest einem im Bereich der Kedernut (121) des Rahmenelements (120) angeordnetenMagneten zusammenwirkt.7. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dassdas Löseelement (200) als separater Bauteil ausgebildet ist.8. Element nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Löseelement (200) als Drehelement ausgebildet ist, wobei der Griffteil (201) im Wesentlichen rotationssymmetrisch oder zylindrisch ausgebildet ist, und an dem Griffteil (201) ein Fixierteil (202) angeordnet ist, der als Zunge ausgebildet ist, die bei eingesetztem Flächenelement (110) in die Kedernut(121) des Rahmenelements (120) zumindest teilweise eingreift.9. Element nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenelement (120) eine Vorderseite sowie eine Rückseite (120A) aufweist, wobei bei eingesetztem Flächenelement (110) die Vorderseite des Rahmenelements (120) von dem Flächenelement (110) zumindest teilweise, vorzugsweise zur Gänze bedeckt ist, und die zumindest eine Kedernut (121) an der Rückseite (120A) des Rahmenelements (120) angeordnet ist.10. Verwendung eines Elements für ein Sitzmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Ausbildung einer Rückenlehne (100) und/oder einer Sitzfläche und/oderzumindest eine Armlehne des Sitzmöbels.16.02.2024 HA/iv
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