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Einrichtung zur Regelung fs Obertuftzfuhr bei Feuerungen.
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trägt. Dieser besteht aus einem mit der Welle fest, jedoch mit Bezug auf dieselbe einstellbar verbundenen Teil 7*, dessen Arbeitsfläche 13"einen zur Welle 16 concentrischen Kreisbogen bildet. Nahe zum einen Ende der Arbeitsfläche 13e ist um einen Za. pfen 13e schwingbar ein beweglicher Teil 13b gelagert, dessen Arbeitsfläche 13d etwa kreisbogenförmig ist und in der innersten, in Fig.
12 voll gezeichneten Stellung annähernd radial, in der äussersten, mit gebrochenen Linien angedeuteten Stellung aber concentrisch zur Welle 16 gestellt ist, wobei der einstellbare Daumenteil 131 bezw. dessen Nabe derart gestaltet ist, dass sie in einer jeden Stellung des Teiles 13b einen übergang zwischen den beiden Arbeitsflächen 130 und 13d bildet.
In diesen beiden Endstellungen, sowie in einer jeden Zwischenstellung kann der Daumenteil 13h mittels eines Schlitzes l3 ! und eines mit einer Mutter versehenen Schraubenbolzens 7. 3 ? festgestellt werden. Die Arbeits- fächen des Reglungsdaumena wirken beim Drehen der Reglungswelle 16 mit einer an der Klappe 14 befestigten Rolle 17 derart zusammen, dass der Daumen die Klappe geschlossen hält solange die Rolle 17 mit der Arbeitsfläche 13 in Berührung steht und sich je nach der Stellung des Daumen teiles 1. 3b al1malig mehr oder weniger offnen kann, wenn die Rolle 17 entlang der Arbeitsfläche l3d gleitet.
Die Klappe wird am weitesten geöffnet bet innersten Stellung des Hubdaumens 1. 3b (Fig. 4) und bleibt gänzlich geschlossen, wenn derselbe in die äi sserste Stellung gestellt ist (Fig. 5).
Die Reglung erfolgt demnach durch das Drehen der Reglungswelle 16. Unmittelbar nach erfolgter Beschickung der Feuerung bezw. unmittelbar nach Schliessung der Feuerung befindet sich die Reglungswelle 16 mit dem Reglungsdaumen in der Stellung Fig. 4, sodass die Klappe 77 am weitesten geöffnet ist. Hienach dreht sich die Reglungswelle allm hlig in die Stellung Fig. 5 und schliesst bei Beendung der Verbrennungsperiode die Klappe gänzlich.
Die Betätigung der Reglungswelle erfolgt von der Feuertür 3, zu welchem Zwecke diese einen Arm 1 trägt, auf welchen eine um 4 drehbare Klinke 5 angelenkt ist. Diese Klinke steht unter der Wirkung einer Feder 6, welche die Klinke in der gestreckten Lage zu halten trachtet, in welcher Stellung der Hub der Klinke auch durch eine Nase 7 begrenzt ist. (Fig. 7).
Die Klinke 5 ist mit einer Rolle 18 ausgestattet, welche mit einer schräg gestellten Führungsleiste 19 zusammenwirkt. Diese Führungsleiste ist an der Unterseite eines Winkelstückes 20 ausgebildet, welch letzteres mit dem längeren Schenkel in der Längsrichtung verschiebbar gelagert ist. Am kürzeren schiefen Schenkel ist die Kolbenstange 21 einer Luftbremse 22 angelenkt (Fig. 2).
An das Winkelstück 20 ist ferner eine Kette 23 angeschlossen, welche über Rollen 24 und 25 zn einer auf die Reglungswelle 16 festgekeilten Rolle 26 geführt und auf dieser befestigt ist.
Die Reglungswelle 16 kann noch eine zweite Kettenrolle 27 tragen, von welcher eine Kette 28 ausgeht, die an dem einen Ende auf die Rolle befestigt und am anderen Ende mit dem Zapfen 29 der Aschenfalltür 30 verbunden ist. Das zur Herstellung dieser letzteren Verbindung dienende Plättchen 31 besitzt in verschiedenen Höhen Löcher 32 (vergl. Fig. 3). sodass die Länge der Kette 28 eingestellt werden kann.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun die Folgende : Wenn die Feuerung beschickt werden soll und die Tür geöffnet wird, so gelangt der Arm 1 von der Stellung Fig. 7 in der Richtung
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an der linken Seite der Führungsleiste 79 entlanggleitet und hierbei (vergl. Fig. 8) etwas nach rückwärts gedrängt wird ; sobald jedoch die Rolle 18 das hintere Ende der Führungsleiste verlassen hat (Fig. 9), so nimmt die Klinke 5 wieder die gestreckte Stellung an. Die übrigen Teile der Vorrichtung verbleiben hierbei in Ruhe.
Wenn nach erfolgter Beschickung die Feuertür geschlossen wird, so dreht sich der Arm 1 aus der Stellung Fig. 9 in die Richtung des Pfeiles 34, greift hierbei hinter die Führungsleiste 19 (Fig. 10) und verschiebt dadurch das Winkelstück 20 in der Richtung des Pfeiles 35 aus der in Fig. 7 voll gezeichneten Stellung in die mit gebrochenen Linien angedeutete Stellung. Durch die Verschiebung des Winkelstückes wird die mit demselben verbundene Kette 23 angezogen und die Reglungswelle 16 in dem Sinne gedreht, dass die Klappe 14 und die Aschenfalltür 30 auf das durch die Einstellung des Hubdaumens 13b und des Plättchens 31 bestimmte Höchstmass ge- öffnet werden. Sobald die Feuertür vollkommen geschlossen ist, gleitet die Rolle 18 von dem vorderen Ende der Führungsleiste 19 ab und gelangt wieder in die Stellung Fig. 7.
Das hierdurch freigegebene Winkelstück 20 gestattet nunmehr, dass die Reglungswelle 16 sammt dem Reglungsdaumen und der Aschenfalltür unter der Wirkung des Übergewichtes dieser beiden letztere Teile wieder in die ursprüngliche Lage Fig. 5 zurückkehren. Diese Rückkehr und somit der Abschluss der Oberluftklappe und der Asehenfalltüre kann jedoch infolge dessen, dass mit dem Winkelstück 2 die Luftbremse 22 verbunden ist nur allmählig erfolgen, wobei die Dauer dieser Rückkehr der Dauer des Brennvorganges mittels einer bekannten Einstellschraube 36 der Luftbremse angemessen werden kann. Das Gewicht 37 dient in bekannter Weise zur Belastung der Luftbremse kann selbstverständlich durch eine Flüssigkeitsbremse ersetzt werden.
Bei der für Lokomotivkesse ! bestimmten Ausführung Fig. 14-17 waren die Gesichtspunkte massgebend, dass man sich hier mit einer Verhütung der Rauchbildung begnügen kann und dass des Raummangels wegen eine gedrängtere Anordnung erforderlich ist.
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Hier ist das Winkelstück 20 und die Luftbremse stehend und dementsprechend der Arm 1 an einer besonderen wagerechten Welle 38 angeordnet und wird durch Vermittelung des Kegelgetriebes 39, 40 vom Zapfen der Feuertür gedreht.
Die Kette 23 führt vom Winkelstück unmittelbar zur Rolle 26, die Bewegung der Aschenfalltüre bleibt weg, während die Vorrichtung im übrigen wesentlich mit der bereits Beschriebenen übeleinstimmt.
Das Ventil 41 der das Dampfstrahlgebläse 42 speisenden Dampfleitung 43 wird durch einen seitlichen Daumen 44 des Winkelstückes betätigt (Fig. 17). ;
Wie bereits eingangs erwähnt wurde, wird durch die neue Anordnung erreicht, daS lurch Einstellen des beweglichen Reglungsdaumens mit Bezug auf den festen Daumen, ferner durch Verstellen beider Daumen mit Bezug auf die Reglungswelle derart, dass andere Stellen der Arbeitsfläche 13 I in Wirkung treten, so vielerlei Kombination erzielt'werden können, dass die Reglung den allerverschiedensten Verhältnissen ohne Auswechslung der Reglungsteile angepasst werden kann.
Ausserdem aber wird noch der Vorteil erreicht, dass die Oberiuft am stärksten in der oberen Hälfte der Feuertür einströmt. Hierdurch gelangen die entwickelten Gase und Flammen zuerst mit ihr in Berührung und es wird eine vollkommene Verbrennung erzielt und dementsprechend der Nachteil der älteren Anordnung (Vergl. Fig. 6) dass die Oberluft am stärksten über die frisch aufgelegte Kohleschicht streicht und hierdurch am Anfang der Verbrennungsperiode die Entwickelung der Feuergase hemmt, vollkommen beseitigt.
Es ist ferner ersichtlich, dass sich an der unteren Seite der Feuertür keine Reglungsteile befinden, welche beschädigt oder beschmutzt werden könnten.
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1. Eine Einrichtung zur Reglung der Oberluftzufuhr bei Feuerungen nach dem Patente Nr. 80, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beherrschung der Oberluftreglungsklappe ein auf einer drehenden Welle einstellbar befestigter Daumen dient, welcher aus einem zur Welle zentrischen, kreisausschnittförmigen, festen Teile und aus einem nahe zum Rande des ersteren drehbar gelagerten, mit Bezug auf den ersteren mittels Bogenschlitzes und Spannung88Chraube einstellbaren kreisbogenförmigen beweglichen Teile besteht, welche zusammen in jeder Stellung der Daumenteile eine fortlaufende Hubfläche bilden.