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Die Erfindung betrifft ein Fenster mit einem oder mehreren bündig angeordneten Flügeln, wobei die Flügel sowohl um eine seitliche lotrechte Achse drehbar als auch um eine untere waagrechte Achse kippbar als auch seitlich verschiebbar sind und zur Fixierung der Flügel in beliebigen Dreh und Kipplagen jeweils an der oberen Flügelkante eine Schere angelenkt ist.
Fenster, an deren Flügel an der oberen Flügelkante eine Schere zur Fixierung der Flügel vorgesehen ist, sind z. B. aus der österr. Patentschrift Nr. 206327 bekannt. Diese Patentschrift betrifft jedoch Fenster, deren Flügel lediglich um eine lotrechte Achse schwenkbar und um eine waagrechte Achse kippbar sind. Fenster mit bündig angeordneten Flügeln, die sowohl um eine seitliche lotrechte Achse drehbar als auch um eine untere waagrechte Achse kippbar als auch seitlich verschiebbar sind, sind bislang nicht bekannt.
Die Erfindung besteht bei einem Fenster der einleitend angeführten Art im wesentlichen darin, dass ein Scherenteil an seinem am Flügel angelenkten Ende eine Nocke trägt, die in Schliessstellung in eine Nut in einem am Stock befestigten Segmentteil eingreift, dass an der oberen Kante des Flügels eine Rolle befestigt ist, die beim Drehen des Flügels am Segmentteil abrollt, dass ein weiterer Scherenteil mit seinem einen Ende in einer Führung eines an der oberen Kante des Flügels angebrachten Bandes verschiebbar ist, dass beide Scherenteile an einem Rollenelement angelenkt sind, das in einer Nut im Stock verschiebbar geführt und aus dieser ausdrückbar ist und dass an der Unterkante des Flügels ein Lagergehäuse eines an sich bekannten Rollenpaares vorgesehen ist, in dem neben den Rollen auch ein Drehzapfen vorgesehen ist,
der mittels einer Rast des Lagergehäuses in einem auf der Fensterbank angeordneten Lagerteil bei Drehung des Flügels festgehalten wird.
Die Erfindung erstreckt sich ferner darauf, dass das an der Oberkante des Flügels befestigte Band mit der Führung des Endes des weiteren Scherenteiles gegenüber einem weiteren Band zur Fixierung jeder Dreh- und Kippstellung des Flügels anhebbar ist.
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen erläutert, welche eine beispielsweise Ausführungsform eines Fensters nach der Erfindung schematisch veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 und 2 eine an der oberen Flügelkante angeordnete Schere in Ansicht und Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt durch die Schere verriegelungsseitig und Fig. 4 einen Schnitt beim Drehlager, Fig. 5 ein an der unteren Flügelkante angeordnetes Rollenelement, Fig. 6 und 7 ein Rollenelement mit Drehlager in Ansicht und Draufsicht und Fig. 8 im Querschnitt die Arbeitsweise des Rollenelementes nach Fig. 6 und 7.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen eine Schere in Ansicht und Draufsicht und in strichlierter Darstellung ihre Arbeitsweise : Ein kurzer Scherenteil--171--ist an einem Ende mit einer Nocke --172-- versehen und mittels eines Bandes --173-- gelenkig an der oberen Flügelkante so montiert, dass in Schliessstellung des Flügels
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-1-- die Nocke --172-- in--1-- fix montierten zweiten Band--179--und einem darunterliegenden weiteren Band --180-verschiebbar. Beim Verriegeln wird das weitere Band--180--durch Rollen angehoben, so dass hiedurch der Flügel--l--in jeder Dreh- und Kippstellung fixiert werden kann.
Beim Kippen wird die Schere-171, 177- in Richtung zum Drehlager gezogen, beide Scherenteile sind dabei stockseits angestellt. Der Flügel-l-kann, wie unten näher erläutert wird, in dieser Stellung beiderseits verschoben werden. Beim Drehen wird der Flügel zunächst in Richtung Drehlager gedrückt, so dass die Nocke --172-- im Eingriff mit dem Segmentteil --175-- bleibt. Beim Drehen des Flügels-l-rollt die Rolle --174-- über den Segmentteil--175--ab, wobei der kurze Scherenteil --171-- beim Stock verbleibt und der lange Scherenteil--177--, der am Rollenelement--176--angelenkt ist, in Richtung zum Drehlager gezogen wird.
An der Unterkante des Flügels-l-ist ein in den Fig. 6, 7 und 8 dargestelltes Lagergehäuse --201--, das zugleich als Zapfenband dient, vorgesehen. Das Lagergehäuse-201-nimmt zwei Laufrollen-202 und 203-mit zueinander normal stehenden Achsen auf, wobei die Laufrolle --202-- um eine zur Flügelunterkante parallele Achse drehbar und über eine längs der Flügelunterkante verlaufende Welle-204-mit einer Laufrolle-202'-eines weiteren Laufrollenpaares, bestehend aus der Laufrolle --202'-- und einer Laufrolle-203'- (Fig. 5), verbunden ist. Auch die Laufrollen --202' und 203'-- weisen zueinander normal stehende Achsen auf.
Ein Drehzapfen--205--, der im Lagergehäuse --201-- angeordnet ist, liegt an
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--201--geringfügig tiefer als die Laufrollen-203 und 203'--. Beim Kippen kippt der Flügel um die Achse der Laufrollen-202 und 202'--. Zugleich wird die Raste --207-- über den Lagerteil --206-- angehoben.
Der Flügel--l--kann nun auf den Laufrollen-202, 202'- frontal auf der Fensterbank--11-- vorgezogen werden, bis diese Laufrollen-202, 202'- in eine parallel zur Fensterebene verlaufende Nut - 208-- einrasten und der Flügel nunmehr auf die Laufrollen-203, 203'- zu liegen kommt. Bei gleichzeitiger Führung des Flügels--l--durch die Laufrollen--202, 202'-in der Nut --208-- kann nun
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der Flügel-l-auf den Laufrollen-203, 203'-seitlich verschoben werden.
Die Frontalschliessung und die Verschlussstellung selbst sind durch kleine Kerben in der Fensterbank --11-- markiert, in welche die Laufrollen-202, 202'-einrasten.
Die Erläuterung der Erfindung an Hand der Zeichnungen soll nur einige Ausführungsmöglichkeiten schildern, ohne dass die Erfindung damit auf die dargestellten Einzelheiten beschränkt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fenster mit einem oder mehreren bündig angeordneten Flügeln, wobei die Flügel sowohl um eine seitliche lotrechte Achse drehbar als auch um eine untere waagrechte Achse kippbar als auch seitlich verschiebbar sind und zur Fixierung der Flügel in beliebigen Dreh- und Kipplagen jeweils an der oberen
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verschiebbar ist, dass beide Scherenteile (171,177) an einem Rollenelement (176) angelenkt sind, das in einer Nut (8) im Stock verschiebbar geführt und aus dieser ausrückbar ist und dass an der Unterkante des Flügels (1) ein Lagergehäuse (201) eines an sich bekannten Rollenpaares vorgesehen ist, in dem neben den Rollen (202,203) auch ein Drehzapfen (205) vorgesehen ist, der mittels einer Rast (207) des Lagergehäuses (201) in
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