AT298006B - Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk - Google Patents
Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem MauerwerkInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
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Description
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Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk
Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk, die mit einem metallischen Speiseleiter verbunden ist.
Bisher wurden für die elektroosmotischen Installationen namentlich Stabelektroden mit Kreis- oder Viereckquerschnitt benutzt, welche in Bohrlöcher in dem Mauerwerk eingelegt werden und durch eine Ringleitung miteinander verbunden sind. Für dieses Elektrodensystem ist es notwendig, eine Reihe von Löchern zu bohren, die Metallstäbe zu biegen, die Stösse zu verschweissen und die Löcher, die sich nicht zusammenziehen dürfen, mit Mörtel auszufüllen. Eine gewisse Verminderung des Arbeitsaufwandes stellen die in Längsnuten auf der Oberfläche des Mauerwerkes eingelegten Stabelektroden dar, für welche es nicht mehr nötig ist, die Löcher quer zur Mauer zu bohren. Alle Metall-Stabelektroden verlieren jedoch nach einiger Zeit durch die Einwirkung der Korrosion den Kontakt mit dem Mauerwerk und die elektroosmotische Blende ist ausser Tätigkeit gesetzt.
Dieser Prozess läuft noch viel schneller bei der Anwendung der aktiven elektroosmotischen Methode ab, welche unbedingt anzuwenden ist, wenn die Potentialdifferenz zwischen der Blende und der Erde zu gering ist, um das Aufsteigen des Wassers aufzuhalten. Das Einschalten eines zusätzlichen elektrischen Gleichstrompotentials, z. B. einer Batterie, bewirkt jedoch den anodischen Zerfall der Elektroden und der elektrische Kontakt mit dem Mauerwerk wird unterbrochen, auch wenn der Querschnittskern unbeschädigt bleibt. Auch das nachträgliche Einbringen von nichtmetallischen Leitern aus Drähten, Bändern, Netzen oder Folien in das auszutrocknende Mauerwerk hat den Nachteil, dass das übliche Verbindungsmaterial in Form von Mörtel mit Rücksicht auf Rissbildung und Schwund bei der Austrocknung den Kontakt mit dem Mauerwerk grösstenteils verliert.
Die angeführten Nachteile werden bei einer Elektrode der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass sie aus einem Streifen aus einer auf das Mauerwerk aufgetragenen elektrisch leitfähigen Masse, beispielsweise Graphit- oder Polyurethanfarbe, besteht.
Zweckmässig kann hiebei die Anordnung so getroffen sein, dass die Elektrode mit dem parallel zu ihr verlaufenden, gegebenenfalls mit einer Schutzschicht aus elektrisch leitfähiger Masse, z. B. einer Kautschukmischung, versehenen Speiseleiter durchlaufend oder abschnittsweise verbunden ist.
Weiters kann in vorteilhafter Weise der auf das Mauerwerk aufgetragene Streifen mit einer Unterschicht und einer Deckschicht aus elektrisch leitfähigem Material bzw. aus Zementmilch mit elektrisch leitfähigen Zusatzmitteln ausgeführt sein. Mit der erfindungsgemässen Streifenelektrode wird der Arbeitsaufwand bei der Errichtung der elektroosmotischen Installation wesentlich vermindert. Die Masse kann man direkt auf das Mauerwerk durch Anstrich, Spritzauftrag, Ankleben oder lontophorese od. dgl. auftragen. Aus den bekannten elektrisch leitfähigen Stoffen ist es vorteilhaft, diejenigen zu wählen, welche die grösste Widerstandsfähigkeit gegen anodischen Zerfall, Haftfähigkeit zur Oberfläche des Mauerwerkes, Dampfdurchlässigkeit und spezifischen Widerstand besitzen.
Ausser Graphitfarbe, Polyurethanfarbe od. dgl. ist auch Kupfer anwendbar, welches dann durch Schoopieren aufgetragen wird. Der relativ hohe spezifische Widerstand einiger zur Anwendung gelangender, elektrisch leitfähiger Farben wird durch den parallel zur Elektrode verlaufenden Speiseleiter, der mit der Elektrode durchlaufend oder abschnittsweise verbunden ist, vermindert.
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Der Streifen aus elektrisch leitfähiger Masse ermöglicht die Anwendung der aktiven elektroosmotischen Methode, die in den Zonen des Auftretens von Irrströmen sekundärer Spannungen durchgeführt werden muss, namentlich in der Nähe von elektrischen Strassen- und Eisenbahnen. Die grosse Stossfläche zwischen der Elektrode und dem Mauerwerk, der niedrige übergangswiderstand und die geringe auf die Masseinheit der Oberfläche wirkende Strombelastung verlängern die Lebensdauer der Elektrode ganz wesentlich. Bei der aktiven Elektroosmose tritt gesetzmässig der anodische Zerfall auch bei der Streifenelektrode ein, der Verlust der Materialien auf der grossen Fläche ist allerdings verhältnismässig gering.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine auf das Mauerwerk aufgetragene und mit einem Speiseleiter verbundene Streifenelektrode, die an die Erdungselektrode über eine zusätzliche Spannungsquelle angeschlossen ist, und Fig. 2 die Installation nach Fig. l im Schnitt nach der Ebene A-A'in Fig. l.
Die elektroosmotische Blende ist im Mauerwerk --1--, über dem Grundmauerwerk--2- über dem Niveau des inneren Fussbodens --3-- oder des äusseren Geländes --4-- auf der inneren oder auf der äusseren Seite des Objektes gebildet. Nach der Beseitigung des Mörtels-7-wird zwischen den Ziegeln --6-- eine horizontale Fuge --5-- ausgebildet und die Umgebung der Fuge wird mit einem eine Unterschicht --8-- bildenden Grundanstrich, z. B. mit Zementmilch angestrichen.
Nach der Erhärtung dieser Unterschicht --8-- wird in die Fuge-5-ein paralleler Speiseleiter --10-- eingelegt, welcher mit einer Schutzschicht aus elektrisch leitfähigem Material, z. B. einer Kautschukmischung, versehen sein kann. Die Gleichstromquelle --13-- ist mit einem Pol an die
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--10-- angeschlossen.z. B. Graphit-oder Polyurethanfarbe, durchlaufend oder abschnittsweise verbunden. Die Streifenelektrode--9--ist ausser mit der Unterschicht --8- auch mit einer beispielsweise aus Zementmilch bestehenden Deckschicht --11-- versehen, welche eventuell Depolarisationszusatzstoffe, beispielsweise Kaliumpermanganat enthält.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk, die mit einem
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Streifen (9) aus einer auf das Mauerwerk (1) aufgetragenen elektrisch leitfähigen Masse, beispielsweise Graphit- oder Polyurethanfarbe, besteht.
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Claims (1)
- Mauerwerk aufgetragene Streifen (9) mit einer Unterschicht (8) und einer Deckschicht (11) aus elektrisch leitfähigem Material bzw. aus Zementmilch mit elektrisch leitfähigen Zusatzmitteln ausgeführt ist.Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : EMI2.4 <tb> <tb> CH-PS <SEP> 400 <SEP> 507 <SEP> DL-PS <SEP> 56 <SEP> 909 <tb> DL-PS <SEP> 47 <SEP> 791 <SEP> DL-PS <SEP> 57 <SEP> 417 <tb>
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| AT69769A AT298006B (de) | 1969-01-23 | 1969-01-23 | Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT69769A AT298006B (de) | 1969-01-23 | 1969-01-23 | Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk |
Publications (1)
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| AT298006B true AT298006B (de) | 1972-04-25 |
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ID=3497428
Family Applications (1)
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| AT69769A AT298006B (de) | 1969-01-23 | 1969-01-23 | Elektrode für das elektroosmotische Austrocknen von feuchtem Mauerwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT298006B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2503670A1 (de) * | 1975-01-29 | 1976-08-05 | Tenge Hans Werner | Verfahren zur beschleunigung oder unterbindung und umkehr der natuerlichen bewegung von fluessigkeiten in feststoffen mit poroeser und/oder semipermeabler struktur und elektroden zur durchfuehrung des verfahrens |
| DE2722985A1 (de) * | 1977-05-20 | 1978-11-23 | Inst Cercetari Constructi | Verfahren und vorrichtung zur trockenlegung und trockenhaltung unterirdischer bauwerke bzw. bauwerksteile durch elektrodraenage |
| WO1989006299A1 (en) * | 1988-01-04 | 1989-07-13 | Miller John B | Method to stop alkali-aggregate reactions in concrete etc., and means to carry out this method |
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-
1969
- 1969-01-23 AT AT69769A patent/AT298006B/de not_active IP Right Cessation
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| GB2223526B (en) * | 1988-01-04 | 1992-02-19 | John B Miller | Method to stop alkali-aggregate reactions in concrete. |
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