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AT296976B - Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolidinonderivaten und ihren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolidinonderivaten und ihren Salzen

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AT296976B
AT296976B AT1207170A AT1207170A AT296976B AT 296976 B AT296976 B AT 296976B AT 1207170 A AT1207170 A AT 1207170A AT 1207170 A AT1207170 A AT 1207170A AT 296976 B AT296976 B AT 296976B
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AT
Austria
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methyl
acid
general formula
dibenz
propyl
Prior art date
Application number
AT1207170A
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English (en)
Original Assignee
Geigy Ag J R
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Publication date
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolidinonderivaten und ihren Salzen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Imidazolidinonderivate, welche wertvolle Arzneimittel darstellen. 



   Imidazolidinonverbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält man Verbindungen der allgemeinen Formel I, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.1 
 in welcher X, R2 und Rs die angegebene Bedeutung haben, oder ein Alkalimetallderivat einer solchen Verbindung, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 in welcher
Y Halogen bedeutet, und   R   die angegebene Bedeutung hat, oder mit einem Alkalimetallderivat einer solchen Verbindung umsetzt, und gegebenenfalls das Reaktionsprodukt mit einer   anorganischen oder organischen Säu-   re in ein Additionssalz überführt. 



   Der Rest Y der allgemeinen Formel   in   ist als Halogen vorzugsweise Chlor oder Brom. 



   Die erfindungsgemässe Umsetzung der freien Basen der allgemeinen Formel II, oder ihrer Alkalimetallderivate, mit den Harnstoffderivaten der allgemeinen Formel III bzw. ihren Alkalimetallderivaten wird vorzugsweise in Gegenwart eines Lösungsmittels vorgenommen. 



   Geeignete Lösungsmittel sind solche, die unter den Reaktionsbedingungen inert sind, beispielsweise Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol oder Xylol, Halogenkohlenwasserstoffe, wie Chloroform, ätherartige Flüssigkeiten,   wie Äther oder Dioxan, sowie niedereAlkanone, wieAceton,   Methyl- äthylketon oderDiäthylketon. Die Reaktionstemperaturen liegen zwischen etwa 50 bis 150 C, vorzugweise beim Siedepunkt des eingesetzten Lösungsmittels. Bei der Umsetzung von einem Moläquivalent freier Base mit einem Moläquivalent freiem   Hamstoffderivat   werden zwei   Moläquivalente Halogenwas-   serstoff abgespalten. Diese Säure kann an überschüssige Base der allgemeinen Formel   m   oder an das Reaktionsprodukt gebunden werden. Vorzugsweise setzt man aber dem Reaktionsgemisch ein säurebindendes Mittel zu.

   Geeignete säurebindende Mittel sind beispielsweise Alkalimetallcarbonate, wie Natrium- oder Kaliumcarbonat, ferner tertiäre organische Basen, wie z. B. Pyridin, Triäthylamin oder N, N-Diisopropyl- äthylamin.   Überschüssige   tertiäre Basen können auch als Lösungsmittel eingesetzt werden. 



   Verwendet man bei der erfindungsgemässen Reaktion an Stelle einer Verbindung der allgemeinen Formel II oder einer Verbindung der   allgemeinen Formel m   ein Alkalimetallderivat einer solchen, z. B. ein Natrium-,   Kalium-oder Lithiumderivat,   so ist es vorteilhaft, die Reaktion in einem Kohlenwasser stoff, z. B. in Benzol oder Toluol, durchzuführen. 



   Die Bildung   der Alkalimetallderivate vonAusgangsstoffen   der allgemeinen Formel II und III erfolgt vorzugsweise in situ, z. B. durch Zusatz von mindestens einem Moläquivalent Alkalimetallhydrid,   AI-   kalimetallamid oder einer alkalimetallorganischen Verbindung, wenn von einem Moläquivalent Ausgangsstoff ausgegangen wird. Beispielsweise werden als Alkalimetallamide   Natrium-undLithiumamide,   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 als Alkalimetallhydride Natriumhydrid und als alkalimetallorganische Verbindung Phenyllithium oder Butyllithium eingesetzt. 



   Ein Ausgangsstoff, der unter die allgemeine Formel III fällt, ist der   1-Methyl-3, 3-bis- (chlor-     äthyl) -harnstoff,   den man z. B. ausgehend von Diäthanolamin erhalten kann. Das Diäthanolamin liefert mit   l-Methylisocyanat   den   1-Methyl-3, 3-bis- (2-hydroxy-äthyl) -harnstoff,   der sich mitThionylchlorid unter Abspaltung   von Schwefeldioxyd   und Chlorwasserstoff umsetzt. Weitere Ausgangsstoffe der   allgemei-   nen Formel III können analog erhalten werden. 



     Das 5- [2-Methyl-3- (1-piperazinyl)-propyl] -10, ll-dihydro-5H-dibenz   (b, f] azepin, welches unter die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II fällt, ist in der Literatur beschrieben. Es kann nach einem neuen Verfahren z. B. wie folgt hergestellt werden : Man geht vom bekannten 4-   [2-Methyl-3-     - (4-methyl-l-piperazinyl)-propyl]-10, ll-dihydro-5H-dibenz [b, f]   azepin aus, das man mit Bromcyan zum rohen   4-[     3- (10, ll-Dihydro-5H-dibenz[ b, f] azepin-5-yl) -2-methyl-propyl] - piperazin - 1 -   - carbonitril umsetzt, welches mit verdünnter Salzsäure hydrolysiert und gleichzeitig decarboxyliert wird. 



   Eine weitere Verbindung, die unter die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II fällt, das 5- 
 EMI3.1 
 [2-Methyl-3- (l-piperazinyl)-propyl] -5H-dibenz [b, f]triumjodid mit 1-Piperazincarbonsäureäthylester zum 4- [3-(5H-Dibenz[b,f]azein-5-yl)-2-methyl- -propyl]-piperazin-1-carbonsäureäthylester um, den man mit Kaliumhydroxyd gleichzeitig hydroly- siert und decarboxyliert. 



   Die nach den erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I werden anschliessend gewünschtenfalls in üblicher Weise in ihre Additionssalze mit anorganischen und organischen Säuren übergeführt. Beispielsweise versetzt man eine Lösung einer Verbindung der allge- meinen Formel I mit einem organischen Lösungsmittel mit der als Salzkomponente   gewünschten Säure   oder mit einer Lösung derselben. Vorzugsweise wählt man für die Umsetzung organische Lösungsmittel, in denen das entstehende Salz schwer löslich ist, damit es durch Filtration abgetrennt werden kann.
Solche Lösungsmittel sind z.B Methanol, Aceton, Methyläthylketon, Äthanol, Aceton-Äthanol, Me- thanol-Äther oder Äthanol-Äther. 



   Zur Verwendung als Arzneistoffe können an Stelle freier Basen pharmazeutisch annehmbare Säure- additionssalze eingesetzt werden, d. h. Salze mit solchen Säuren, deren Anionen bei den in Fra- ge kommenden Dosierungen nicht toxisch sind. Ferner ist es von Vorteil, wenn die als Arzneistoffe zu verwendenden Salze gut kristallisierbar und nicht oder wenig hygroskopisch sind. Zur Salzbildung mit
Verbindungen der allgemeinen Formel I können   z.

   B.   die   Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure,  
Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure,   ss-Hydroxyäthansulfönsäure,   Essigsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Citronensäure, Milchsäure, Oxalsäure, Bernsteinsäure,   Fumarsäure.   Maleinsäure, Benzoesäure, Salicylsäure, Phenylessigsäure, Mandelsäure und Embonsäure ver wendetwerden. 



   Die neuen Wirkstoffe werden, wie weiter vorne erwähnt, peroral, rektal oder parenteral verabreicht. Die Dosierung hängt von der Applikationsweise, der Spezies, dem Alter und von dem individuellen Zustand ab. Die täglichen Dosen der freien Basen oder von pharmazeutisch annehmbarenSalzen derselben bewegen sich zwischen 0, 3 und 4, 3 mg/kg für Warmblüter. Geeignete Doseneinheitsformen, wie Dragees, Tabletten, Suppositorien oder Ampullen, enthalten vorzugsweise 5 bis 100 mg eines erfindungsgemäss erhältlichen Wirkstoffes. 



   Doseneinheitsformen fur die perorale Anwendung enthalten als Wirkstoff vorzugsweise zwischen 1 bis   900/0   einer Verbindung der allgemeinen Formel I oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes einer solchen. Zu ihrer Herstellung kombiniert man den Wirkstoff z. B. mit festen, pulverförmigen Trägerstoffen, wie Lactose, Saccharose, Sorbit,   Mannit, Stärken,   wie Kartoffelstärke,   Maisstärke oder   Amylopektin, ferner Laminariapulver oder Citruspulpenpulver ; Cellulosederivaten oder Gelatine, gegebenenfalls unter Zusatz von Gleitmitteln, wie Magnesium-oder Calciumstearat oder Polyäthylenglykolen, zu Tabletten oder zu Dragée-Kernen. Die Dragée-Kerne überzieht man beispielsweise mit konzentrierten Zuckerlösungen, welche   z.

   B.   noch arabischen Gummi,   Talk und/oder Titandioxyd   enthalten können, oder mit einem Lack, der in leichtflüchtigen organischen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen gelöst ist. Diesen Überzügen können Farbstoffe zugefügt werden, z. B. zur Kennzeichnung verschiedener Wirkstoffdosen. 
 EMI3.2 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 weitere orale Doseneinheitsform eignen sich Steckkapseln aus Gelatine sowie weiche,vorzugsweise als Granulat,   z. B.   in Mischung mit Füllstoffen, wie Maisstärke, und/oder Gleitmitteln,   wie Talk oder Magnesiumstearat, und gegebenenfalls Stabilisatoren, wie Natriummetabisulfit (Na 2s, 0 5)    oder Ascorbinsäure.

   In weichen Kapseln ist der Wirkstoff vorzugsweise in geeigneten Flüssigkeiten, wie flüssigen Polyäthylenglykolen, gelöst oder suspendiert, wobei ebenfalls Stabilisatoren zugefügt sein können. 



   AlsDoseneinheitsformen für die rektale Anwendung kommen z. B. Suppositorien in Betracht, welche aus einer Kombination eines Wirkstoffes mit einer Suppositoriengrundmasse bestehen. Als Suppositoriengrundmasse eignen sich z. B. natürliche oder synthetische Triglyceride, Paraffinkohlenwasserstoffe, Polyäthylenglykole oder höhere Alkanole : Ferner eignen sich auch   Gelatine-Rektalkapseln, welche   aus einer Kombination des Wirkstoffes und einer Grundmasse bestehen. Als Grundmasse eignen sich   z. B.   flüssige Triglyceride, Polyäthylenglykole oder Paraffinkohlenwasserstoffe. 



   Ampullen zur parenteralen, insbesondere intramuskulären Verabreichung enthalten vorzugsweise ein wasserlösliches Salz als Wirkstoff in einer Konzentration von vorzugsweise 0, 5 bis   5solo,   gegebenenfalls zusammen mit geeigneten Stabilisierungsmitteln und Puffersubstanzen, in wässeriger Lösung. 



   Die folgenden Vorschriften sollen die Herstellung von Tabletten, Dragées, Kapseln, Suppositorien, 
 EMI4.1 
 :56, 60 g kolloidalem Siliciumdioxyd, 165 g Talk, 20 g Kartoffelstärke   und 2, 50 g Magnesiumstearat   mischt und zu 10 000 Dragee-Kernen presst. Diese werden anschliessend mit einem konzentrierten Sirup aus 502, 28 g kristallisierter Saccharose, 6 g Schellack, 10 g arabischem Gummi,   0, 22   g Farbstoff und 1, 5 g Titandioxyd überzogen und getrocknet.

   Die erhaltenen Dragees wiegen je 120 mg und enthalten   je 25 mg Wirkstoff. c) Um 1000 Kapseln mit je 25 mg Wirkstoffgehalt herzustellen, mischt man 25 g 1- [2- {4- [ 3-    - (5H-Dibenz[b,f]azepin-5-yl)-2-methyl-propyl]-1-piperazinyl}-äthyl]-3-methyl-2-imidazolidinon-dihydrochlorid mit 248, 0 g Lactose, befeuchtet die Mischung gleichmässig mit einer   wässerigen Lö-   sung von 2, 0 g Gelatine und granuliert sie durch ein geeignetes   Sieb (z. B. Sieb IU nach Ph. Helv.   V). 



  Das Granulat mischt man mit 10,0 g getrockneter Maisstärke und 15, 0 g Talk und füllt es gleichmässig in 1000 Hartgelatinkapseln der Grösse 1. d) Manbereitet eine Suppositorienmasse   aus2, 5   g 1- [2   {-4- [ 3- (10, ll-Dihydro-5H-dibenz [b, f}-     azepin-5 -yl) -2 -methyl-propyl] -l-piperazinyl} -äthyl] -. 3 -methyl-2 -imidazolidinon-dibydrochlorid und 167, 5 g Adeps solidus und giesst damit 100 Suppositorien mit je 25 mg Wirkstoffgehalt.   e) Eine Lösung von 25 g 1-[2-{4-[3-(5H-Dibenz[b,f]azepin-5-yl)-2-methyl-propyl]-1-piperazinyl}-äthyl]-3-methyl-2-imidazolidinon-dihydrochlorid in 11 Wasser wird inlOOO Ampullenabgefüllt und sterilisiert. Eine Ampulle enthält eine tige Lösung von 25 mg Wirkstoff. 



   Das folgende Beispiel erläutert die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näher, soll jedoch den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



     Beispiel   : a) 3, 33 g   (0, 01   Mol) 5- [2-Methyl-3-(1-Piperazinyl)-propyl]-5H-dibenz[b,f]azepin werden mit   2,   8 g (0, 014 Mol) rohem   I-Methyl-3, 3-bis- (2-chloräthyl) -harnstoff   in 40 ml Diäthylketon gelöst und 3, 6 g (0, 026 Mol) wasserfreies, fein gepulvertes Kaliumcarbonat   zugefügt. Das Reak-   tionsgemisch wird 12 h am Rückfluss gekocht, wobei nach jeweils 4 und 8 h Reaktionsdauer je weitere 2, 4 g (0, 018 Mol) Kaliumcarbonat zugefügt werden. 



   Das Reaktionsgemisch wird abgekühlt, über gereinigte Diatomeenerde filtriert und der Rückstand dreimal mit Aceton ausgekocht. Die vereinigten Filtrate werden im Vakuum zur Trockne eingedampft und der ölige Rückstand in 50 ml Benzol gelöst. Die benzolische Lösung wird erst mit 20 ml Salzsäure, anschliessend mit Wasser ausgeschüttelt, die wässerigen Phasen mit   2n-Natronlauge alkalisch ge-   stellt und mit Benzol ausgezogen. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Die erhaltenen benzolischenExtrakte werden mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft. 



   Der Rückstand wird an einer mit Kieselgel (Korngrösse 0, 02 bis 0, 2 mm) gefüllten Säule, welche mit   0, 5n-Natronlauge   imprägniert ist, chromatographiert. Als Elutionsmittel wird Chloroform verwendet. Die Fraktionen, welche das Rohprodukt enthalten, werden eingedampft und der erhaltene kristalline Rückstand in 10 ml Methyläthylketon gelöst, Man versetzt diese Lösung mit einem   Überschuss   an 
 EMI5.1 
 



   In analoger Weise werden erhalten :
Aus 3, 35 g (0, 01 Mol) 5-[2-Methyl-3-(1-piperazinyl)-propyl]-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f] azepin das 1-[2-{4-[3-(10,11-Dihydro-5H-dibenz[b,f]azepin-5-yl)-2-methyl-propyl]-1-piperazinyl}-äthyl]-3-methyl-2-imidazolidinon-dihydrochlorid vom Smp. 231 bis 2340 (aus Methyläthylketon). 



   Aus   3, 70   g (0, 01 Mol) 3-Chlor-5-[2-methyl-3-(1-piperazinyl)-propyl]-10,11-dihydro-5H-dibenz [b, f] azepin das 1- [2-{4-[3-(3-Chlor-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f]azepin-5-yl)-2-methylpropyl]-1-piperazinyl}-äthyl]-3-methyl-2-imidazolidinon-dihydrochlorid vom smp. 268 bis   2720   (aus Äthanol). 



   Der als Ausgangsstoff benötigte 1-Methyl-3,3-bis-(2-chloräthyl)-harnstoff wird wie folgt bergestellt : b) 105, 1 g (1, 0 Mol) frisch destilliiertes Diäthanolamin werden in 1000 ml absolutem Methylenchlorid gelöst. Zu dieser Lösung tropft man bei 100 im Verlauf 1 h 59, 0 g   (1. 03   Mol) Methylisocyanatwelches in 200 ml absolutem Methylenchlorid gelöst ist. Man kocht das Reaktionsgemisch 150 min unter Rückfluss, kühlt es auf 00 und tropft in die erhaltene Lösung des 1-Methyl-3,3-bis-(2-hydroxy-äthyl)-harnstoffes im Verlauf 1 heine Lösung von 250 g(2,1 Mol) Thionylchlorid in250 ml absolutem Methylenchlorid ein. Dann kocht man das Reaktionsgemisch 4 h unter Rückfluss, dampft es im Vakuum ein und trocknet den Rückstand, den rohen   1-Methyl-3,   3-bis-(2-chlor-äthyl)-harnstoff, 8 h bei 70 bis 800 unter Hochvakuum. 



   Das andere Ausgangsprodukt, das 5- [2-Methyl-3-(1-piperazinyl)-propyl]-5H-dibenzo-[b,f] azepin wird wie folgt erhalten : c) 57,0 g (0, 20 Mol) rohes 5-(3-Chlor-2-methyl-propyl)-5H-dibenz[b,f] azepin   (vg1. Geigy A ; G.,   SchweizerPatentschriftNr. 374681) und 35, 0 g (0,22 Mol) 1-Piperazincarbonsäureäthylester werden mit 35, 0 g (0, 25 Mol) Kaliumcarbonat und 1,   0g (0, 006   Mol) Natriumjodid in 120 ml Dimethylformamid 16 h auf 95 bis 1000 erhitzt. Dann destilliert man das Lösungsmittel unter Wasserstrahlvakuum ab. Den Rückstand wird in Essigsäureäthylester aufgenommen, die Essigsäureäthylesterlösung mit Wasser gewaschen und mit 2n-Salzsäure extrahiert. Man stellt den salzsauren Extrakt mit   konzentriertan Ammo-   niak alkalisch und schüttelt die freigesetzte Base mit Essigsäureäthylester aus.

   Die Essigsäureäthylesterlösung wird über Natriumsulfat getrocknet und unter Wasserstrahlvakuum eingedampft. Der Rückstand wird aus   igem   Äthanol umkristallisiert ; der reine 4- [3- (5H-Dibenz [b, f] azepin-5-yl)-2methyl-propyl]-piperazin-1-carbonsäureäthylester, welcher bei 90 bis 920 schmilzt, wird mit   32,     0 g     (0, 56 Mol)   Kaliumhydroxyd in 320 ml Äthanol 20 h unter Rückfluss gekocht. Anschliessend destilliert man das Äthanol unter Wasserstrahlvakuum ab und nimmt   den Rückstand   in Äther auf. Die ätherische 
 EMI5.2 
 
5 -[ 2 -Methyl-3 - (l-piperazinyl) -propyl]-5H-dibenz[ b, f] azepin erhält, das bei 77 00s 790 schmilzt ;Ausbeute 24 g,   3fJ1/o   der Theorie. 



   Die freie Base wird mit ätherischer Salzsäure in das Dihydrochlorid übergeführt, welches nach Umkristallisieren aus Äthanol bei 168 bis 169  schmilzt. 



   Das ebenfalls als Ausgangsprodukt verwendbare 5-[2-Methyl-3-(1-piperazinyl)-propyl]-10,11-   - dihydro-5H-dibenz [b, f]   azepin kann wie folgt hergestellt werden : d) 68, 5 g (0, 33 Mol)   10, 11-Dihydro-5H-dibenz [b, f]   azepin werden in 300 ml absolutem Toluol gelöst und unter Ausschluss von Feuchtigkeit und unter Stickstoff mit einer Suspension von 14, 0 g (0, 36 
 EMI5.3 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 dampft man das Reaktionsgemisch unter Wasserstrahlvakuum ein, Der Rückstand wird in Essigsäureäthylester aufgenommen und die erhaltene Lösung mit Wasser gewaschen. Dann schüttelt man die organische Phase mit   2n-Salzsäure   aus. Die vereinigten salzsauren Extrakte werden mit konzentriertem Ammoniak alkalisch gestellt und die freigesetzte Base mit Essigsäureäthylester mehrmals ausgeschüttelt. 



   Die vereinigten Essigsäureäthylesterlösungen werden mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter Wasserstrahlvakuum eingedampft. Der Rückstand wird im Hochvakuum destilliert. 



  Man erhält das 5- [2-methyl-3-(4-methyl-1-piperazinyl)-propyl]-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f]azepin vom Kp. 167 bis   168010.   005 Torr ; Ausbeute 100, 6 g,   86,6go   der Theorie. e) Die nach d) erhaltene Base wird in 1000 ml absolutem Benzol gelöst. Man tropft diese Lösung bei   25    unter Rühren in eine Lösung von 35 gBromcyan in 280 ml absolutem Benzol ein. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch 2 h am Rückfluss gekocht, abgekühlt, durch eine Schicht von Aktivkohle filtriert und dann unter Wasserstrahlvakuum eingedampft. Der Rückstand,   dasrohe4- [3- (10, ll-Dihydro-5H-   -dibenz[b,f]azepin-5-yl)-2-methyl-propyl]-piperazin-1-carbonitril, wird in 1000 ml   2n-Salzsäure   20 h unter Rückfluss gekocht.

   Nach dem Abkühlen stellt man das Reaktionsgemisch mit konzentrierter Natronlauge alkalisch und extrahiert die freie Base mit Benzol. Die Benzollösung wird über festem Natriumhydroxyd getrocknet und unter Wasserstrahlvakuum eingedampft. Der Rückstand kristallisiert aus Acetonitril. Man erhält das   5-   [2-Methyl-3-(1-Piperazinyl)-propyl]-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f] azepin vom Smp. 81 bis   830 ;   Ausbeute 53   g, 44%   der Theorie.

   Die freie Base wird mit äthanolischer Salzsäure in das Dihydrochlorid   übergeführt,   Smp. 268 bis 2700 (aus Äthanol) unter Zersetzung. 
 EMI6.1 
 (1-piperazinyl) -propyl]-solutemToluol und 0, 41 Mol einer Suspension vonNatriumamid inToluol bei   Istündiger   Reaktionsdauer bei 900 und anschliessender Umsetzung mit 76,0g(0,399 Mol)1-(3-Chlor-2-methyl-propyl)-4-methylpiperazin nach eintägigem   KochenamRücMluss und   Aufarbeiten des 5-   2-Methyl-3- (4-methyl-l-pipe-   razinyl)-propyl]-3-chlor-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f] azepin als öliges Produkt ;

   Ausbeute quantitativ. g) Es wird eine Lösung von 134, 0 g (0, 35 Mol) der erhaltenen Base in 1300 ml absolutem Benzol zu einer Lösung von 42, 3 g   (15ça   Überschuss) Bromcyan in 250 ml absolutem Benzol zugetropft, 1 1/4 h am Rückfluss gekocht, von festen Bestandteilen abfiltriert das   Filtrat tuber   Aktivkohle aufgehellt, mit Wasser gewaschen und eingeengt. Man erhält 173. 0 g eines orangefarbenen Harzes, welches aus 150 ml Acetonitril umkristallisiert wird, wobei das 4- [3-(3-Chlor-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f]azepin-5yl) -2-methyl-propyl] -piperazin-1-carbonitril in Form gelber Kristalle erhalten wird. Ausbeute 107,   g,   77,   6%   der Theorie. Smp. 128, 5 bis 1320. 



   Durch Verseifen von 20, 0 g des Nitrils in 200   ml 2n-Salzsäure während   20 h wird nach dem Aufarbeiten das   5-[   [2-Methyl-3-(1-piperazinyl)-propyl]-(3-chlor)-10,11-dihydro-5H-dibenz[b,f] azepin als blassgelbes Öl erhalten. Ausbeute 18, 8 g, quantitativ.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen Imidazolidinonderivaten der allgemeinen Formel EMI6.2 in welcher <Desc/Clms Page number 7> X Wasserstoff oder Chlor, Rl die Methyl-oder Äthylgruppe, und R2 und R8 Wasserstoff oder zusammen eine zusätzliche Bindung bedeuten, sowie ihren Additions salzen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel EMI7.1 in welcher EMI7.2 EMI7.3 in welcher Y Halogen bedeutet, und R die angegebene Bedeutung hat, oder mit einem Alkalimetallderivat einer solchen Verbindung umsetzt, und gegebenenfalls das Reaktionsprodukt mit einer anorganischen oder organischen Säure in ein Additionssalz überführt.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : DT -AS 1010969
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