AT249566B - Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem Steinzeug - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem SteinzeugInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem Steinzeug
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem Steinzeug.
Die bisher übliche Art, Einfach- und Doppelabzweigrohre aus gebranntem Steinzeug herzustellen, besteht darin, die von der Strangpresse kommenden Rohrformlinge im ungetrockneten Zustand von Hand zuzuschneiden, die Schneidstellen mit einem besonders aufbereiteten Lehmmaterial (Gamiermasse) zu bestreichen und zum Formstück zusammenzufügen, worauf das Trocknen und Brennen erfolgt.
Da es sich dabei um eine qualifizierte Handarbeit handelt, ist diese Herstellungsmethode sehr lohnintensiv. Dazu kommt noch, dass bei solchen Formstücken während des Transportes, des Trocknens und Brennens erfahrungsgemäss 10-25% Bruch auftritt und weiters die Durchlaufzeit solcher Formstücke 14 bis 28 Tage beträgt.
Es ist bekannt, von zwei Eisenrohrstücken gleichen Durchmessers das eine durch zwei im rechten Winkel zueinander stehende, bis zur Rohrmitte gehende Schnitte mit einem Ausschnitt und das zweite Rohrstück mit unter einem vorspringenden rechten Winkel verlaufenden kongruenten Schnittlinien zu versehen und die beiden Rohrstücke längs dieser Schnittlinien miteinander zu verschweissen.
Da jedoch die Materialeigenschaften von Eisen- und die von gebranntem Steinzeug grundsätzlich verschieden sind, können Verarbeitungsschritte von Eisen kaum auf gebranntes Steinzeug übertragen werden.
Es ist weiters von der Herstellung von Abzweigrohren aus Asbestzement bekannt, die miteinander zu verbindenden Rohre längs kongruenten Schnittlinien zu beschneiden und sie dann miteinander zu verbinden. Asbestzement ist jedoch von gebranntem Steinzeug insofern sehr unterschiedlich, als es eine wesentlich geringere Härte aufweist und sich daher relativ leicht verarbeiten lässt. Es sind somit im Gegensatz zu gebranntem Steinzeug auch im Raum gekrümmte Schnitte durchführbar.
Das Verfahren nach der Erfindung löst die Aufgabe, die Erzeugung von Abzweigrohren aus gebranntem Steinzeug wesentlich zu verbilligen. Dies erfolgt erfindungsgemäss durch die Anwendung der an sich bekannten Massnahme, gemäss welcher das eine Rohrstück durch zwei im rechten Winkel zueinander stehende, bis zur Rohrmitte gehende Schnitte mit einem Ausschnitt und das zweite Rohrstück gleichen Durchmessers mit unter einem vorspringenden rechten Winkel verlaufenden, kongruenten Schnittlinien versehen wird und die Rohrstücke längs dieser Schnittlinien fest miteinander verbunden werden, wobei die fertig gebrannten Rohrstücke mit der Steinschneide- oder Fräsmaschine zugeschnitten und an den Schnittflächen durch einen wärme-, alkali- und säurebeständigen, aushärtenden Kunststoffkleber miteinanderverklebt werden.
Durch dieses Verfahren wird eine wesentliche Verbilligung der Abzweiger aus gebranntem Steinzeug erzielt, die vor allem darauf beruht, dass die Arbeit des Zuschneidens und Zusammenfügens an den fertig gebrannten Rohren ausgeführt werden kann und daher mit viel weniger Vorsicht und Fachkenntnis durchführbar ist als die Arbeit an den noch weichen, aus der Strangpresse kommenden Formlingen.
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Weiters können die vom normalen Erzeugungsbetrieb anfallenden Bruchrohre, die die für den Zu- schnitt der Abzweiger nötigen geringeren Längen aufweisen, ebenfalls noch verarbeitet werden. Schliess- lich entfällt der sonst beim Transport, beim Brennen und Trocknen anfallende Bruch der Abzweiger voll- kommen, da ja nur fertig gebrannte Rohre verarbeitet werden.
Weitere Vorteile des Verfahrens liegen darin, dass die Masshaltigkeit der Rohrstücke besser gewährleistet werden kann und dass die Abzweiger völlig unabhängig vom Trocken- und Brennbetrieb er- zeugt und auf Lager gelegt werden können, wenn gerade Arbeitskräfte hiefür zur Verfügung stehen. Es entfällt somit die Abhängigkeit von der kontinuierlichen Beschickung des Trocken- und Brennbetriebes.
Nachstehend sind anHand derZeichnungenAusführungsbeispiele von durch das Verfahren nach derErfindung hergestellten Abzweigem aus gebranntem Steinzeug näher erläutert.
Die Fig. l und 2 zeigen je ein Paar von für die Herstellung von Rohrabzweigern vorbereiteten Rohr- stücken.
Gemäss Fig. 1 ist das eine Rohrstück 1 durch zwei aufeinander senkrecht und unter 45 zur Rohrachse geführte Schnitte mit einem Ausschnitt versehen, wobei die Schnittflächen 2,3 sich in einer durch die Rohrachse A-A gehenden Senkrechte schneiden.
Am zweiten Rohrstück 5 ist das der Muffe gegenüberliegende Ende durch zwei aufeinander senkrecht und unter 450 zur Rohrachse stehende Schnitte spitz zugeschnitten, so dass Schnittlinien 7,8 entstehen, die den Schnittlinien am Rohrstück 1 kongruent sind. An mindestens einem dieser Schnittflächenpaare wird ein Klebstoff 10 aufgetragen, worauf die Rohrstücke durch Aneinanderfügen zum Abzweiger zusammengeklebt werden.
Fig. 2 zeigt einen entsprechenden Vorgang zur Herstellung eines Schrägabzweigers. Hier stehen die Schnittebenen auch paarweise senkrecht aufeinander, jedoch sind sie zur Rohrachse unter 30bzw. 600ge- neigt.
Selbstverständlich können auf analoge Weise auch Doppelabzweiger hergestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem Steinzeug, gekennzeichnet durch die Anwendung der an sich bekannten Massnahme, gemäss welcher das eine Rohrstück durch zwei im rechten Winkel zueinander stehende, bis zur Rohrmitte gehende Schnitte mit einem Ausschnitt und das zweite Rohrstück gleichen Durchmessers mit unter einem vorspringenden rechten Winkel verlaufenden, kongruenten Schnittlinien versehen wird und die Rohrstücke längs dieser Schnittlinien fest miteinander verbunden werden, wobei die fertig gebrannten Rohrstucke mit der Steinschneide- oder Fräsmaschine zugeschnitten und an den Schnittflächen durch einen wärme-, alkali- und säurebeständigen, aushärtenden Kunststoffkleber miteinander verklebt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT383364A AT249566B (de) | 1964-04-30 | 1964-04-30 | Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem Steinzeug |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT383364A AT249566B (de) | 1964-04-30 | 1964-04-30 | Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem Steinzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| AT249566B true AT249566B (de) | 1966-09-26 |
Family
ID=3556041
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT383364A AT249566B (de) | 1964-04-30 | 1964-04-30 | Verfahren zur Herstellung von Einfach- und Doppelabzweigrohren aus gebranntem Steinzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT249566B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1683839B1 (de) * | 1967-11-25 | 1971-01-21 | Franz Hoff | Verfahren zum Herstellen von Abzweigrohren aus Ton od.dgl. und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens |
-
1964
- 1964-04-30 AT AT383364A patent/AT249566B/de active
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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