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Vorrichtung zur, stereophonischen Wiedergabe von Signalen
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Wiedergabe stattfindet, liegt an der Steuerspannungsleitung eine gasgefüllte Röhre, die beim Vorhandensein des Steuersignals von der Steuerspannung ge. zündet wird.
Die Erfindung und ihre Vorteile werden nachstehend an Hand der ein Schaltbild einer derartigen Anordnung darstellenden Zeichnung näher erläutert.
Die im Schaltbild dargestellte stereophonische Wiedergabevorrichtung ist bestimmt zur Verwendung in einem Stereophonieempfänger, an dessen Eingangsklemmen 1 und 2 die Modulationsfrequenzen eines einer Trägerschwingung aufmodulierten stereophonischenoder monoauralen Signals zugeführt werden. Die Eingangsklemme 2 ist durch einen Kondensator 3 mit dem mit einem Gitterableitwiderstand 4 versehenen Steuergitter eines Pentodenverstärkers 8 gekoppelt. Die Parallelschaltung des Kondensators 5 und des Widerstandes 6 im Kathodenkreis der Röhre 8 sind so bemessen, dass über 19 kHz eine Verstärkungszunahme von 4dB auftritt. Ein Kathodenwiderstand 7 bewirkt eine Gegenkopplung der Pentode 8, Die Speisespannung für die Vorrichtung liegt zwischen Erde und der positiven Spannungsklemme 48, die unmittelbar mit dem Schirmgitter der Röhre 8 verbunden ist.
Die Anode der Röhre 8 ist über einen auf 19 kHz abgestimmten Parallelkreis 12 und einen Widerstand 21 mit der Speisespannungsklemme 48 verbunden. Der Parallelkreis 12 ist magnetisch mit einem weiteren, gleichfalls auf 19 kHz abgestimmten Parallelkreis 13 gekoppelt, der das verstärkte Steuersignal von 19 kHz dem Steuergitter eines Triodenverstärkers 9 zuführt, dessen Kathodenkreis einen Widerstand 10 und einen Kondensator 11 enthält, während weiter ein Gitterableitkreis vorgesehen ist, der einen Widerstand 14 und einen Kondensator 15 enthält. Die Anode der Röhre 9 ist mit einer Anzapfung der Spule eines auf die unterdrückte Hilfsträgerfrequenz von 38 kHz abgestimmten Parallelkreis 18 verbunden. Ein Widerstand 19 liegt zwischen der positivenSpeisespannungsklemme 48 und dem Parallelkreis 18.
Zwischen dem Verbindungspunkt des Widerstandes 19 mit dem Parallelkreis 18 und Erde liegt ein Entkopplungskondensator 20.
Die über dem Widerstand 21 und dem Parallelkreis 18 auftretenden verstärkten Spannungen werden über Widerstände 16 bzw. 17 einem Parallelkreis 24 zugeführt, der auf die zweite Hilfsträgerfrequenz von z. B. 67 kHz abgestimmt ist, die im empfangenen Signal vorhanden sein kann.
Der Parallelkreis 24 ist durch einen Kondensator 25 mit Erde verbunden. Ein Kondensator 26 liegt zwischen dem Verbindungspunkt des Parallelkreises 24 mit demKondensator 25 und dem Verbindungspunkt zweier entgegengesetzt geschalteter Amplitudendetektionsvorrichtungen mit Gleichrichtern 27 und 29.
Die entgegengesetzt geschaltetenAmplitudendetektionsvorrichtungen 27 und 29 sind durch zwei als elektronischer Schalter geschaltete Gleichrichter 31 und 32 überbrückt, deren gleichnamige Elektroden miteinander verbunden sind, während zwischen die andem gleichnamigen Elektroden Widerstände 28 und 30 geschaltet sind. Die Steuerspannungsleitung ist mit den Verbindungspunkten der Gleichrichter 31 und 32 bzw. der Widerstände 28 und 30 verbunden, wobei der Verbindungspunkt der Widerstände 28 und 30 unmittelbar mit der Kathode der Röhre 9 verbunden ist, während der Verbindungspunkt der Gleichrichter 31 und 32 über einen Widerstand 49 mit Erde und über einen Widerstand 23 und eine Gasentladungsröhre 22 mit dem Verbindungspunkt des Parallelkreises 18 und des Widerstandes 19 verbunden ist.
Der Widerstand 36 und die Kondensatoren 35 und 38 und ebenso der Widerstand 37 und die Kondensatoren 34 und 39 sind Deemphasisnetzwerke für die tonfrequenten Signale, die den Ausgangsklemmen 44 und 47 über den Widerstand 40 und den Kondensator 41 bzw. den Widerstand 42 und den Kondensator 43 zugeführt werden. Die Widerstände 46 und 33 mit den zugeordneten Deemphasisnetzwerken bilden Netzwerke vom Wien-Brückentyp, die eine wirkungsvolle Unterdrückung der örtlich erzeugten Hilfsträgerschwingung von 38 kHz herbeiführen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung wird nachstehend zunächst für Stereophoniewiedergabe erläutert. wobei angenommen wird, dass das den Eingangsklemmen 1 und 2 zugeführte Signal an einer geeigneten Demodulationsvorrichtung abgenommen wird. Ob das demodulierte Signal einer in der Frequenz, in der Amplitude oder auf andere Weise modulierten Schwingung entnommen ist, ist für die Wirkungsweise der Vorrichtung nach der Erfindung belanglos.
Das den Eingangsklemmen 1 und 2 zugeführte Signal wird über 19 kHz in der Röhre 8 mit einer 4 dB Verstärkungszunahme verstärkt. Das Steuersignal von 19 kHz wird über dem Parallelkreis 12 erzeugt, der über den Parallelkreis 13 mit dem Steuergitter der Röhre 9 gekoppelt ist. Die Röhre 9 arbeitet infolge des Gitterableitkreises 14,15 in C-Betrieb und ist als Frequenzverdoppler wirksam, wobei am Ausgangskreis 18 die örtlich erzeugte Hilfsträgerschwingung von 38 kHz entsteht, die aber den Widerstand 17, den abgestimmten Kreis 24 und'die Kondensatoren 25, 26 dem Verbindungspunkt der Gleichrichter 27 und 29 zugeführt wird.
Die vom Steuersignal von 19 kHz abweichenden, in der Röhre 8 verstärkten Modulationsfrequenzen
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treten über dem Widerstand 21 auf und werden über den Widerstand 16, den Parallelkreis 24 und die Kondensatoren 25 und 26 dem Verbindungspunkt der Gleichrichter 27 und 29 zugeführt. Wenn das Signal über dem Widerstand 21 eine zweite Hilfsträgerfrequenz von 67 kHz enthält, wird diese Frequenz vom Parallelkreis 24 unterdrückt.
Wenn an den Eingangsklemmen l, 2 ein stereophonisches Signal auftritt, wird infolge der Hilfsträgerschwingung von 19 kHz über der Gitterableitvorrichtung 14,15 eine erhebliche negative Gitterspannung erzeugt, wodurch der Anodenstrom der Röhre 9 verhältnismässig klein wird. Die Spannung am Verbindungspunkt des Widerstandes 19 und des Parallelkreises 18 weist einen hohen Wert auf, so dass die gasgefüllte Röhre 22 gezündet wird und über dem Widerstand 49 eine positive Spannung auftritt, die die als elektronischen Schalter geschalteten Gleichrichter 31 und 32 sperrt. Infolgedessen sind diese Gleichrichter 31 und 32 für die Wiedergabe der stereophonischen Signale unwirksam, während die Zündung der gasgefüllten Röhre 22 eine sichtbare Anzeige liefert, dass ein stereophonisches Steuersignal von 19 kHz empfangen worden ist.
Obgleich dem Verbindungspunkt der Widerstände 28 und 30 über die Kathode der Röhre 9 eine positive Spannung zugeführt wird, ist diese Spannung infolge des geringen Anodenstromes der Röhre 9 bei der Verstärkung des Steuersignals ungenügend, um die dem Verbindungspunkt der Gleichrichter 31 und 32 zugeführte Sperrspannung zu überwiegen.
Den entgegengesetzt geschalteten Amplitudendetektionsvorrichtungen 27 und 29 werden das tonfrequente Summensignal A + B im Bereich von 0 bis 15 kHz sowie die örtlich erzeugte Trägerschwingung von 38 kHz zugeführt, die zusammen mit den Seitenbändern des Differenzsignals A - B im Frequenzband von 23 bis 53 kHz als eine amplitudenmodulierte Hilfsträgerschwingung betrachtet werden können, wobei an den A, usgangskreisen der beiden entgegengesetzt geschalteten Amplitudendetektionsvorrichtungen 27 und 29 die kohärenten stereophonischen Signale A bzw. B abgenommen werden.
Treten nämlich an den Gleichrichtern 27 und 29 das tonfrequente Summensignal A+B und das der Hilfsträgerfrequenz in der Amplitude aufmodulierte Differenzsignal A-B auf, so bewirkt jede der Amplitudendetektionsvorrichtungen 27
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verschiebung der beiden Gleichrichter 27 und 29 im Takte des Summensignals herbeiführt. Neben einer Amplitudendetektion des aus dem Differenzsignal A - B bestehenden umhüllenden Signals ergibt sich auf diese Weise Summen- und Differenzerzeugung der tonfrequenten Differenz- und Summensignale A - B und A + B, wobei an den Ausgangskreisen der Gleichrichter 27 und 29 gerade die kohärenten Stereophoniesignale A und B auftreten.
An den Gleichrichtern 27 und 29 treten die kohärenten stereophonischen Signale A bzw. B auf, die über die Deemphasisnetzwerke 36,35, 38 bzw. 37,34, 39 und die Ausgangsklemmen 44,45 bzw. 47,45 den in den getrennten Wiedergabekanälen liegenden Wiedergabevorrichtungen zugeführt werden. Hiebei wird die Hilfsträgerfrequenz von 38 kHz, wie bereits vorstehend bemerkt, von den Deemphasisnetzwerken 35,36, 38 und 34,37, 39 unterdrückt.
Wenn den Eingangsklemmen 1 und 2 der geschilderten Vorrichtung ein monoaurales Eingangssignal zugeführt wird, ist an diesen Klemmen das Steuersignal von 19 kHz nicht vorhanden. Infolgedessen fliesst in der Röhre 9 ein erheblicher Anodenstrom, weil jetzt keine negative Gitterspannung auftritt, wodurch die Spannung über der Gasentladungsröhre 22 niedrig ist, so dass sie nicht zündet und den Gleichrichtern 31 und 32 keine Sperrspannung zugeführt wird. Zur gleichen Zeit steigt das Kathodenpotential der Röhre 9 an, die eine Freigabespannung für die Gleichrichter 31 und 32 liefert, deren Verbindungspunkt praktisch Erdpotential aufweist.
Diese Gleichrichter 31 und 32 bilden einen Kurzschluss für die Gleichrichter 27 und 29, so dass das von der Röhre 8 verstärkte mOl1oaurale Signal den in den getrennten Wiedergabekanälen liegenden Wiedergabevorrichtungen im gleichen Masse zugeführt wird. Die gelöschte Gasentladungsröhre 22 bildet eine sichtbare Anzeige, dass en monaurales Signal empfangen wird.
Auf diese Weise ergibt sich eine Vorrichtung für stereophonische Wiedergabe, die je nach Empfang eines stereophonischen oder eines monoauralen Eingangssignals selbsttätig auf eine stereophonische bzw. monoaurale Wiedergabe umschaltet, wobei zugleich durch die Verwendung einer gasgefüllten Röhre 22 selbsttätig eine sichtbare Anzeige gegeben wird, ob eine stereophonische oder eine monoaurale Wiedergabe stattfindet.
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