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Verfahren zum Weben von Reissverschlüssen
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Kettfaden-schossen werden, derart, dass zwei Schützen, von denen der eine die Spule des Kunststoffadens 9a und der andere die Spule des textilen Schussfadens 6 aufnimmt, von einer Seite her durch die geöffneten Fächer beider Textilträger hindurchgeschossen werden, während beim Rückschuss das Fach des einen textilen Trä- gers oder Tragbandes stehen bleibt, worauf die beiden andern Schützen von der andern Seite her mit dem
Kunststoffaden 9b und dem textilen Schussfaden 7 eingeschossen werden, jedoch beim Rückschuss dann das
Fach des andern textilen Trägers stehen bleibt, worauf sich diese Vorgänge nacheinander ständig wieder- holen.
Dabei werden die Kunststoffäden 9a, 9b abwechselnd um den gemeinsamen festgehaltenen Dorn 10 herumgelegt, welcher mit dem Fachwechsel der Textilträger durch den Fachbildungsmechanismus umgesteuert wird und von dem die beiden fertigen, im Eingriff befindlichen Verschlusshälften abgezogen werden.
Die Kunststoffschussfäden 9 können beliebigen Querschnitt haben und können vor dem Verweben mit Kupplungselementen 11 in Form von Nasen, Einkerbungen od. dgl. versehen sein, derart, dass diese Kupplungelemente nach dem Herabziehen von dem Dorn 10, der vorteilhaft in eine Spitze 12 ausläuft, im Eingriffstehen, wobeidieaufeinanderfolgenden, frei über dieBandkante vorstehenden Schliessbögen 8a, 8b der beiden Verschlusshälften 1,2 dicht aneinander liegen. Querschnittsverformungen können ausser an den Schliessbögen auch an den gegenüberliegenden, in das Tragband eingesetzten Umkehrbögen 13 der Kunststoffschussfäden angebracht sein, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist.
Es ist auch möglich, bei dem erfindungsgemässen Verfahren die Kupplungselemente 11 unmittelbar beim Webvorgang anzuformen, u. zw. dadurch, dass die Kunststoffäden 9a, 9b bei oder vor dem Herum- legen um den Dom 10 durch Wärmezufuhr, durch Lösungsmittel od. dgl. plastifiziert werden, so dass sich dann beimHerumlegen um denDornVerformungen des Fadens in den Schliessbögen ergeben, die dann die Schliesselemente bzw. Kupplungselemente bilden. Die Wärme kann den Kunststoffäden von aussen durch Strahlung, durch Hochfrequenzbeheizung oder auch dadurch zugeführt werden, dass der Dom 10 erwärmt wird.
AnStelle des Domes 10 kann auch ein Faden oder ein Draht verwendet werden, der sich beim Webvorgang durchFesthaIten aus den Verschlussbögen herauszieht oder der mit dem Webvorgang mitläuft und später herausgezogen wird.
Es ist auch-möglich, lediglich die beiden Schliessgliederreihen eines Reissverschlusses mit textilem Träger ohne die Tragbänder 1 und 2 ineinandergreifend zu weben, so dass dann diese beiden zusammenhängenden Schliessgliederreihen unmittelbar mit einem zu verschliessendehGegenstand verbunden werden können.
Der Verlauf des einzuwebenden Kunststoffadens kann in bekannter Weise eine Schraubenfeder oder einen um eineLängsmittellinieU-förmig gebogenenMäander, wie ihn Fig. 2 zeigt, darstellen. Durch das spiegelbildliche Weben beider Verschlussketten werden irgendwelche Teilungsfehler zwischen den einzelnen Schliessbögen, die durch unterschiedliche Stärken der. Bindungsfäden, durch innere Spannungen der Kunststoffäden usw. bei der Herstellung einzelner Verschlussketten entstehen könnten, auf jeden Fall vermieden. Irgendwelche im Kunststoffaden enthaltene innere Spannungen können im übrigen während des Webvorganges durch Wärmezufuhr aufgehoben werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Weben von Reissverschlüssen, bei dem ein Kunststoffaden über die ganze Breite oder eine Teilbreite in das Fach eines zu webenden Tragbandes eingeschossen wird und der Kunststoffschussfaden an der Bandkante frei vorspringende, mit Kuppelflächen versehene oder zu versehende, die Verschlussglieder ergebendeBögen bildet,dadurch gekennzeichnet,dass beide Hälften eines Reissverschlusses in der gleichen Ebene liegend gleichzeitig gewebt werden, wobei die die Gliederreihen bildenden freien Bögen der Kunststoffschussfäden beider Verschlusshälften abwechselnd um einen festgehaltenen gemeinsamen Dorn, Draht oder starren Faden herumgelegt werden und so in gegenseitigen Eingriff kommen.