DE1110102B - Verfahren zur Herstellung eines gewebten Reissverschlusses - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines gewebten ReissverschlussesInfo
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- A44B19/00—Slide fasteners
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines gewebten Reißverschlusses Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Reißverschlusses mit einer eingewebten, fortlaufenden, an den Kuppelstellen frei liegenden Gliederreihe aus einem Kunststoffaden, welcher während des Webens als Schußfaden geführt wird, wobei die annähernd parallelen Gliederreihenteile durch Kettfäden abgebunden werden.
- Es ist bekannt, im Webverfahren Reißverschlüsse derart herzustellen, daß beim Weben eins Bandes, welches als Tragband dient, in Kettfadenfächer auf eine Teilbreite des herzustellenden Bandes Fäden aus Kunststoffen, wie Polyamid, Polyurethan od. dgl. eingeschossen werden, die an der Bandkante um einen stillstehenden Dorn, Draht od. dgl. herumlaufen, so daß nach Abziehen des Bandes vom Dorn an dieser Bandkante frei stehende Schleifen bzw. Bögen des Kunststoffadens liegen, die durch anzubringende Deformationen bzw. Abflachungen Kuppelflächen aufweisen, so daß zwei solche Bänder durch einen Schieber in Eingriff gebracht und getrennt werden können, wie es bei üblichen Reißverschlüssen der Fall ist. Es ist auch bekannt, den Kunststoffaden so einzuweben, daß er hin- und herlaufend einmal auf einer und dann wieder auf der anderen Bandseite in das Band eingewebt wird, so daß ein Reißverschluß~ entsteht, dessen eingewebter Kunststoffaden einen U-förmig gebogenen Mäander darstellt, dessen über die Bandkante frei hinausragende Bögen mit Kuppelflächen versehen sind.
- Die Herstellung solcher gewebter Reißverschlüsse mußte bisher zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Herstellung führen, denn wenn auch bekannt ist, daß die an der einen Bandkante frei liegenden Bögen des Kunststoffadens Kuppelflächen aufweisen sollen, so wurde bisher kein Verfahren bekannt, wie die Kuppelflächen so angebracht werden können, daß sie ständig für alle Kuppelbögen die gleiche Lage einnehmen.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Kunststoffaden als Schußfaden so in das herzustellende Bandgewebe einzuschießen, daß er in bekannter Weise die Form eines U-förmig gefalteten Mäanders oder einer Schraubenfeder einnimmt, wobei aber Abfiachungen, Verformungen, Nasen od. dgl. des Kunsstoffadens als Kuppelflächen immer an der richtigen Stelle aller von einer zur anderen Bandseite verlaufenden, an der Bandkante frei liegenden Bögen des Kunststoffadens liegen.
- Um dies zu erreichen, kennzeichnet sich das eingangs erwähnte Verfahren dadurch, daß der die Gliederreihe bildende Kunststoffaden im Abstand seiner späteren Biege- bzw. Umlenkstellen mit seine Biegesteifigkeit vermindernden Querschnittsverformungen versehen wird und beim Webvorgang an diesen Stellen umgelenkt wird.
- Durch die Querschnittsverformungen wird der Kunststoffaden in seiner Biegesteifigkeit geschwächt, so daß er sich damit beim Einschießen in das Gewebe selbsttätig an diesen Schwächungsstellen abwechselnd z. B. um einen festgehaltenen Dorn und andererseits um Kettfäden der Gewebefächer herumbiegt. Da die Querschnittsverformungen, z. B. in Form von Abflachungen, Nasen od. dgl., Kuppelflächen bilden, liegen dementsprechend solche Kuppelflächen ständig an der gleichen Stelle der frei über die eine Bandkante vorstehenden Bögen des Kunststofffadens und auch an den Umkehrstellen innerhalb der Gewebebandbreite. Es sind dadurch keinerlei Vorrichtungen erforderlich, um den Kunststoffaden so in das Gewebe einzuleiten, daß die Kuppelflächen tatsächlich an den frei liegenden Bögen an der einen Bandkante angeordnet sind, vielmehr stellt sich die richtige Lage der Kuppelflächen an den frei liegenden Bögen selbsttätig ein, und zwar unabhängig davon, wie der Kunststoffaden zu Anfang des Webvorganges in die Kettfadenfächer eingeschossen wird.
- In der Zeichnung sind beispielsweise zwei schematische Querschnitte- unterschiedlich gewebter Reißverschlußhälften gemäß der Erfindung dargestellt.
- Die Reißverschlußhälfte nach Fig. 1 wird derart hergestellt, daß beim Weben eines Bandes 1 eine Bandkante in übertragenem Sinn V-förmig oder wulstförmig gewebt wird, wobei in die Kettfadenfächer der die V-Schenkel bildenden Seiten ein Kunststoffaden 2 so eingewebt wird, daß er als Schußfaden von der einen Seite des Gewebes über die gewünschte Bandbreite aufgenommen, vollständig rücklaufend um die das Fach begrenzenden Kettfäden herum umgewinkelt und dann in einem das Kuppelglied bildenden Bogen z. B. um einen feststehenden Dorn herum zur anderen Seite des Gewebes verlaufend, eingeschossen wird, wo er rücklaufend wieder um die dieses Fach begrenzenden Kettfäden herum zurückläuft. Sodann läuft dieser Kunststoffschußfaden wieder um den Dorn herum zur anderen Seite des Gewebebandes, wo sich die Vorgänge wiederholen.
- Der dabei zur Anwendung kommende Kunststofffaden ist nun gemäß dem Erfindungsgedanken im Abstand der vorerwähnten Biege- und Umienkstellen mit Querschnittsverformungen, z. B. in Form von Abflachungen, versehen, die gleichzeitig Kuppelflächen bilden. Wird dieser Faden in der vorerwähnten Weise in die beidseitigen Kettfadenfächer eingeschossen, so bilden die Querscbnittsverformungen Schwächungen des Kunststoffadens, so daß diese Schwächungen die Biege- und Umlenkstellen festlegen, d. h. solche Querschnittsverformungen liegen einmal im frei liegenden Bogen an der einen Kante an der Stelle 3 und dann an den Umlenkstellen 4 und 5 beidseitig des Gewebes.
- Die parallelen Schenkel des U-förmig gebogenen, aus dem Kunststoffaden hergestellten Mäanders werden beim Webvorgang durch Kettfäden abgebunden, wobei es zusätzlich möglich ist, zwischen den U-Schenkeln des Mäanders ein Kordonett 7 zu führen, um dadurch einen gewünschten Abstand zwischen den beidseitigen Mäanderschenkeln zu erreichen. Es ist aber auch möglich, die Mäanderschenkel durch weitere mittels durchlaufender textiler Schußfäden abgebundener Kettfäden zusätzlich abzudecken.
- Bei der Ausführung nach Fig. 2 wird praktisch in gleicher Weise vorgegangen, wie zu Fig. 1 beschrieben ist, jedoch ist in diesem Fall die eine Bandseite oder beide Bandseiten im Bereich des einzuschießenden Kunststoffadens 2 nach außen durch textile Schuß- und Kettfäden freiliegend verlängert, so daß diese gestrichelt angedeutete Verlängerung 8 neben den abbindenden Kettfäden 6 eine Abdeckung der Kuppelglieder gegen Sicht und einen weitergehenden Bügelschutz für den Kunststoffaden bildet.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines Reißverschlusses mit einer eingewebten, fortlaufenden, an den Kuppelstellen frei liegenden Gliederreihe aus einem Kunststoffaden, welcher während des Webens als Schußfaden geführt wird, wobei die annähernd parallelen Gliederreihenteile durch Kettfäden abgebunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß der die Gliederreihe bildende Kunststoffaden im Abstand seiner späteren Biege- bzw.Umlenkstellen mit seine Biegesteifigkeit vermindernden Querschnittsverformungen versehen wird und beim Webvorgang an diesen Stellen umgelenkt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung eines Mäanderreißverschlusses, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe der parallelen Mäanderschenkel mit der anderen Reihe der parallelen Mäanderschenkel unter Zwischenlage einer Kordel durch Kettfäden abgebunden wird.
- 3. Reißverschluß, hergestellt nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die Mäanderschenkel durch weitere mittels durchlaufender Schußfäden abgebundene Kettfäden abgedeckt sind.
- 4. Reißverschluß, hergestellt nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 oder 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise die frei liegenden Teile einer oder beider Außenseiten der Mäanderschenkel durch frei liegende Gewebeteile (7) abgedeckt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEN19774A DE1110102B (de) | 1959-02-27 | 1959-02-27 | Verfahren zur Herstellung eines gewebten Reissverschlusses |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1110102B true DE1110102B (de) | 1961-06-06 |
Family
ID=7341020
Family Applications (1)
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| DEN19774A Pending DE1110102B (de) | 1959-02-27 | 1959-02-27 | Verfahren zur Herstellung eines gewebten Reissverschlusses |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1110102B (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1292091B (de) * | 1962-04-26 | 1969-04-03 | Novi Patentverwertungs Gmbh | Vorrichtung fuer Bandwebmaschinen zum Herstellen einzeln gewebter Reissverschlusstragbaender mit Kuppelgliederboegen |
| DE1610454B1 (de) * | 1967-02-01 | 1970-09-03 | Wilhelm Uhrig | Verfahren zur Herstellung eines Reissverschlusses durch Weben |
| FR2086043A1 (de) * | 1970-04-14 | 1971-12-31 | Prym Werke William | |
| FR2088507A1 (de) * | 1970-05-12 | 1972-01-07 | Prym Werke William | |
| DE1785363A1 (de) * | 1967-09-28 | 1972-04-06 | Yoshida Kogyo Kk | Tragbandverschlussleiste fuer Reissverschluesse |
-
1959
- 1959-02-27 DE DEN19774A patent/DE1110102B/de active Pending
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1292091B (de) * | 1962-04-26 | 1969-04-03 | Novi Patentverwertungs Gmbh | Vorrichtung fuer Bandwebmaschinen zum Herstellen einzeln gewebter Reissverschlusstragbaender mit Kuppelgliederboegen |
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| FR2086043A1 (de) * | 1970-04-14 | 1971-12-31 | Prym Werke William | |
| FR2088507A1 (de) * | 1970-05-12 | 1972-01-07 | Prym Werke William |
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