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Elektromagnetisches Schütz
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Schütz mit beweglichen und ortsfesten Kontakten, wo- bei die beweglichen Kontakte als Kontaktbrücken ausgebildet sind, welche Kontaktklötze tragen und un- ter dem Einfluss von Federn stehen.
Bei den bekannten Niederspannungs-Luftschützen mit elektromagnetisch betätigter Kontaktvorrich- tung werden die festen Kontakte und die zugehörigen Anschlussklemmen meistens auf einer gemeinsamen
Grundplatte montiert, während die beweglichen Kontakte an einer Kontaktbrücke federnd angeordnet sind. Oftmals befinden sich auch die Verschraubgewinde für die Leitungsanschlüsse direkt im festen Kon- taktstück. Die Mängel des Bekannten gehen aus folgendem hervor : Schütze besitzen normalerweise etwa eine Lebensdauer von 10000000 Schaltungen. Mitunter liegt sie sogar noch beträchtlich darüber. Nach dieser Schaltzahl muss man das Gerät total auswechseln, da dann sowohl die Magnete als auch andere wichtige Teile nicht mehr gebrauchsfähig sind.
Demgegenüber ist es notwendig, die Schaltkontakte bei extremen Beanspruchungen schon nach etwa 200000 Schaltungen zu erneuern. Dies bedeutet, dass an ei- nem Schütz bis zu dessen vollständigem Ersatz die Kontakte zirka 50 mal ausgetauscht werden müssen.
Sofern dieser Austausch nur durch das Lösen von Schraubverbindungen möglich ist, wird eine erhebliche Arbeitszeit erforderlich, und darüber hinaus lässt sich die Beschädigung funktionswichtiger Teile überhaupt nicht vermeiden, da z. B. die Trennwände der Schaltkammern hinderlich sind. Grösstenteils ist auch die Sicht und der Zugang zu den auszuwechselnden Teilen schlecht. Falls die Schraubverbindungen ausserdem unter Spannung stehen, ist der Kontaktwechsel nicht ungefährlich. Aus den genannten Gründen stellen Schraubverbindungen eines Schützes, insbesondere im Zusammenhang mit den häufig zu erneuernden Kontakten, einen sehr beträchtlichen Nachteil dar.
Die erfindungsgemässe Anordnung schafft hier Abhilfe. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die gegenüber den Leitungsanschlusskontakten als Tastkontakte wirksamen ortsfesten Kontakte bajonettver- chlussartig in Stegen befestigt sind und zwischen diesen Stegen sowie den ortsfesten Kontakten Federn liegen und dass ferner die ortsfesten Kontakte einerseits sowie die Leitungsanschlusskontakte anderseits sich in zwei voneinander trennbaren Hauptteilen des Schutzes befinden.
Die Zeichnung gibt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes vereinfacht wieder.
In Fig. l ist mit 1 die Trennwand einer Schaltkammer, mit 2 ein die Trennwände verbindender Steg und mit 3 eine Kontakttraverse bezeichnet, die mittels der Feder 4 einen Druck auf die Kontaktbrücke 5 ausübt, welche die Kontaktklötze 6 aufweist. Die Kontaktbrücken lassen sich in einfacher Weise durch seitliches Verschieben aus der Kontakttraverse herausnehmen. Mit Hilfe eines nicht gezeigten Bajonettverschlusses werden die festen Kontakte 7, auf die eine Feder 8 wirkt, im Steg 9 gehalten. Der Magnettauchanker 10 ist mit der Kontakttraverse 3 verbunden. Im oberen Teil I des Schützes sind also sowohl die beweglichen als auch die festen Kontakte angeordnet.
Die Fig. 2 zeigt den unteren Schützteil II, der im wesentlichen aus der Spule 11, dem zugehörigen Magnetkörper 12 und den Anschlussklemmen 13 besteht.
Fig. 3 entspricht einer Seitenansicht in Richtung A von Fig. l, und Fig. 4 stellt eine entsprechende Ansicht von Fig. 2 dar. Gleiche Teile sind in den einzelnen Darstellungen mit denselben Bezugszeichen versehen. Beim Zusammensetzen des Schützes greifen die Haltefedern 14 (Fig. 4) des Teiles II über Lei-
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sten 15 des Teiles I. Zum Austauschen der festen und beweglichen Kontakte kann in einfacher Weise der abtrennbare Teil 1 entfernt und erforderlichenfalls zu einem besser beleuchteten Platz gebracht werden.
In Fig. 5 wird der Magnet gezeigt, der gemäss Fig. 6 durch Betätigung der Blattfedern 16 herausgenommen werden kann. In diesem Falle ist das Anschliessen des Schützes besonders einfach, da die Klemmen vollständig frei und übersichtlich sind und funktionswichtige Teile nicht beschädigt werden können.
Die Anschlüsse für die Spule des abnehmbaren Magneten lassen sich durch Federn herstellen, die sich beim Herausnehmen selbsttätig lösen.
Fig. 7 zeigt ein erfindungsgemässes Schütz im eingeschalteten Zustand. Man erkennt hiebei Federn 17, welche zum Abheben der Schalttraverse 3 beim Ausschalten dienen.
Schliesslich geben die Fig. 8 und 9 ein zusammengebautes Schütz in der Ausschaltstellung wieder.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetisches Schütz mit beweglichen und ortsfesten Kontakten, wobei die beweglichen Kontakte als Kontaktbrücken ausgebildet sind, welche Kontaktklötze tragen und unter dem Einfluss von Federn stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenüber den Leitungsanschlusskontakten als Tastkontakte wirksamen ortsfesten Kontakte (7) bajonettverschlussartig in Stegen (9) befestigt sind und zwischen diesen Stegen (9) sowie den ortsfesten Kontakten (7) Federn (8) liegen-und dass ferner die ortsfesten Kontakte (7) einerseits sowie die Leitungsanschluss-Kontakte anderseits sich in zwei voneinander trennbaren Hauptteilen (I, 11) des Schützes befinden.