<Desc/Clms Page number 1>
Anordnung zum Anhalten von Lochstreifen im Stoppzeichen bei schnellen Leseverfahren Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Anhalten von Lochstreifen im Stoppzeichen bei schnellen Leseverfahren.
In der Datenverarbeitungstechnik werden verschiedene Arten von Informationsspeichern und entsprechend auch verschiedene Einrichtungen zum Ablesen der Informationen benötigt. Zu den bekannten Spei- i chern gehören beispielsweise Magnetbänder, Magnettrommeln, Speicherröhren, Lochstreifen und Filme.
Bei den beiden zuletzt genannten Speichern können optische Mittel zum Ablesen der eingetragenen Informationen verwendet werden.
In der Regel ist den schnellaufenden Speichern bei Start-Stopp-Betrieb dadurch eine Geschwindigkeitsgrenze gesetzt, dass der Speicher nicht mehr in dem zuletzt gelesenen Zeichen angehalten werden kann, so dass also die Gefahr besteht, dass Informationen verlorengehen. Um diesem Nachteil zu begegnen, kann man die Speicher in Blöcke festgelegter Länge einteilen und zwischen den einzelnen Blöcken so viel Zwischenraum lassen, dass beim Anhalten maximal dieser Zwischenraum noch überfahren wird. Es ist ohne weiteres einzusehen, dass eine derartige Anordnung eine Verschwendung an Speicherkapazität darstellt. Man hat daher auch schon komplizierte optische Mittel vorgesehen, die ein gewisses Zurückblicken gestatten, so dass beim nächsten Start das überlesene Zeichen noch erfasst werden kann.
Im allgemeinen lässt man aber die bekannten Anordnungen nur so schnell laufen, dass kein Zeichen beim Stoppen überlesen wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Anhalten von Lochstreifen od. dgl. anzugeben, bei der keine Geschwindigkeitsbegrenzung erforderlich ist und bei der trotzdem sichergestellt ist, dass kein Zeichen verlorengeht. Erfindungsgemäss werden in an sich bekannter Weise beim Lesen des Stoppzeichens der Streifentransport und der zu Auswertestellen führende Kanal (Auswertekanal) abgeschaltet, dann jedoch der Bandspeicher nach dem Auslaufen automatisch mit geringerer Geschwindigkeit zurücktransportiert, bis beim nochmaligen Lesen des Stoppzeichens der Steifentransport endgültig abgeschaltet wird. Der automatische Rücktransport kann dadurch bewirkt werden, dass beim ersten Lesen des Stoppzeichens der Antriebsmotor für den Lochstreifen auf Rücklauf geschaltet wird.
Der Motor läuft dann auf Grund der Trägheit seiner bewegten Massen noch eine geringe Zeit in der ursprünglichen Richtung weiter, bis er dann in den Rücklauf übergeht. Gleichzeitig mit dem Umschalten des Motors werden Schaltmittel in den Stromversorgungskreis des Motors eingeschaltet, welche einen langsameren Lauf des Motors bewirken. Ferner wird beim Umschalten des Motors eine Fangschaltung in Betrieb gesetzt, die das Lesen der dem Streifen folgenden Zeichen unterbindet und das endgültige Abschalten des Antriebsmotors beim zweiten Lesen des Stoppzeichens sicherstellt.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass bei der Datenverarbeitung die Informationen schnell aus dem Bandspeicher entnommen werden können, dass aber das Anhalten des Speichers an der gewünschten Stelle unabhängig von der Lesegeschwindigkeit ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Fig. l und 2 beispielsweise näher erläutert. Es zeigen Fig. l schematisch eine Anordnung zum Anhalten eines Lochstreifens gemäss der Erfindung, Fig. 2 ein Weg- Zeit-Diagramm des Lochstreifentransportes.
Der Lochstreifen 1 läuft in Pfeilrichtung durch die Lesestelle 2. Beim Lesen des Stoppzeichens spricht
<Desc/Clms Page number 2>
die Fangschaltung 3 an und veranlasst ihrerseits, dass der Auswertekanal 4 über den Schalter 5 abgeschaltet und der Lochstreifen-Antriebsmotor 6 von Vorwärts-auf Rückwärtslauf umgeschaltet wird. Infolge der Trägheit der Antriebseinrichtung wird der Streifen beim Umschalten des Antriebsmotors nicht sofort angehalten, so dass einige der dem Stoppzeichen folgenden Zeichen überlesen werden. Die hiebei die Lesestelle passierenden Zeichen werden jedoch wegen des geöffneten Schalters 5 nicht an den Auswertekanal weitergegeben.
Nach einer gewissen Zeit kommt der rückwärtslaufende Antrieb zur Wirkung, so dass nunmehr der Lochstreifen zurücktransportiert wird, bis das Stoppzeichen erneut an der Lesestelle erscheint. Beim zweiten Lesen des Stoppzeichens wird der Streifentransport endgültig abgeschaltet. Da der Rücklauf wesentlich langsamer erfolgt als der Vorlauf, bleibt der Streifen nunmehr im Stoppzeichen selbst stehen.
Zur Steuerung des gesamten Ablaufes dient die Fangschaltung 3, die mit bekannten Mitteln aufgebaut sein kann. Neben den bereits genannten Steuerungen erfolgt in der Fangschaltung eine Umschaltung derart, dass beim erneuten Lesen des Stoppzeichen! der Antrieb vollständig abgeschaltet und die Anlage für den nächsten Start vorbereitet wird. Ferner bewirkt die Fangschaltung, dass beim Einschalten des Rückwärtslaufes entsprechende Schaltmittel für einen langsameren Lauf des Antriebsmotors eingeschaltet werden.
Beim neuen Start des Lochstreifens wird der Auswertekanal über den Schalter 5 wieder angeschaltet und der Antrieb auf Vorwärtslauf eingestellt. Da der Streifen von dem Stoppzeichen aus startet, werden alle folgenden Zeichen gelesen und von der Fangschaltung 3 auf weitere Stoppzeichen überprüft, so dass sich bei Auftreten eines Stoppzeichens der gleiche Vorgang wiederholen kann.
Fig. 2 veranschaulicht in einer graphischen Darstellung den Lochstreifentransport. Zum Zeitpunkt t" wenn der Lochstreifen sich im Punkt A befindet, wird ein Stoppzeichen gelesen und infolgedessen der Antrieb auf Rückwärtslauf umgeschaltet. Der Lochstreifen läuft dann bis etwa zu dem Punkt B, wo dann der rückwärtslaufende Antrieb wirksam wird und den Lochstreifen zurücktransportiert, bis er zum Zeitpunkt t2 wieder mit seinem Stoppzeichen an die Lesestelle gelangt und damit zum Stillstand gebracht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zum Anhalten von schnellaufenden Bandspeichern, insbesondere Lochstreifen, im Stoppzeichen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fangschaltung (3), in der alle gelesenen Zeichen geprüft werden, vorgesehen ist und dass bei Vorhandensein eines Stoppzeichens der Antriebsmotor abgeschaltet
EMI2.1
nach Anhalten3andspeicher mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit zurücktransportiert wird, und dass unter Steue- rungder Fangschaltung beim erneuten Lesen des Stoppzeichens der Antriebsmotor endgültig abgeschaltet wird.