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Verfahren zur Verpackung
Die Erfindung betrifft ein Verpackungsverfahren unter Verwendung eines schlauchförmigen Verpackungmaterials beispielsweise aus Kunststoff, wie Polyäthylen, Polyvinylchlorid, die besonders geeignet sind, aber auch Cellophan und Papier und andere bekannte Verpackungsmaterialien können verwendet werden.
Das Verfahren bezieht sich grundsätzlich auf kontinuierliche Verpackung.
Das Verpackungsmaterial besteht aus einem Schlauch, der in plattem Zustand mit in der Längsrichtung verlaufenden Falten und in der Querrichtung mit Schlitzen versehen ist, deren Abstand voneinander die Länge jeder individuellen Verpackung bestimmt.
Das Verfahren nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz einer Verpackungsein- heit beim allmählichen Vorschicken des Schlauches veranlasst wird, sich zu öffnen, während die Verpakkungseinheit immer noch mit dem Schlauch zusammenhängt, wonach das Material, das verpackt werden soll, in die so gebildete Öffnung eingeführt und die Verpackungseinheit abgetrennt und verschlossen wird.
Der Schlitz kann durch Einblasen von Luft oder mit Hilfe von mechanischen Vorrichtungen veranlasst werden, sich zu öffnen. Man verwendet mit Vorteil einen Schlauch, der in der Querrichtung an jedem Schlitz zusammengefügt ist, so dass jede Verpackungseinheit eine Tasche bildet, wobei vor dem Füllen das freie Ende jeder auf diese Weise gebildeten Tasche geöffnet wird. Der Schlauch kann dabei in der Weise vorgespeist werden, dass jede Tasche mit dem Boden nach vorn in der Bewegungsrichtung transportiert wird und die Tasche durch Einblasen von Luft in dieselbe in der Bewegungsrichtung des Schlauches veranlasst wird, sich zuöffnen.
Der Schlauch kann auch in der Weise vorgespeist werden, dass jede Tasche mit dem Boden nach hinten in der Bewegungsrichtung transportiert wird und die Tasche durch Einblasen von Luft in dieselbe entgegen der Bewegungsrichtung des Schlauches veranlasst wird, sich zu öffnen.
Auch wenn es möglich ist, die Verpackung in der oben angegebenen Weise auszuführen, ohne dass der Schlauch an jedem Schlitz zusammengefugt ist und nachher den Verschluss oder die Taschenbildung zu bewirken, ist es besonders geeignet, einen Schlauch zu verwenden, der schon vom Anfang an mit Taschen oder Behältern versehen worden ist. Dadurch, dass die so erhaltenen Verpackungseinheiten durch diejenigen Teile des Schlauches, die von den Schlitzen nicht durchschnitten sind, miteinander zusammenhängen. wird, wenn eine Verpackungseinheit von der Verpackungsstelle weggeführt wird, die nächste Einheit automatisch in die Öffnungs- und Ftillage transportiert werden. Die Verpackung kann nach dem Öffnen des Schlitzes diskontinuierlich oder kontinuierlich, von Hand oder automatisch geschehen.
Es ist mit grossen Schwierigkeiten verbunden, eine Verpackungseinheit eines Kunststoffschlauches auf-
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weil die plane Verpackungseinheit beimLangsricntung verlaufenden Falten versehen ist und die Schlitze sich über eine oder mehrere der Falten erstrecken, öffnen sich die Schlitze, ohne dass eine merkbare Verjüngung stattfindet und das Material kann leicht eingefüllt werden. Solche Schläuche sind Gegenstand des Patentes Nr. 218421.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt ein Behälter- band, das geeignet ist, bei Verpackung gemäss der Erfindung verwendet zu werden und Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l. Fig. 3 zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung.
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Das in Fig. 1 und 2 gezeigte Behälterband besteht aus einem platten Schlauch beispielsweise aus Poly- äthylen, der mit zwei Falten 1 bzw. 2 versehen ist, die in der Längsrichtung des Schlauches verlaufen. Diese Falten umfassen nicht die ganze Breite des Schlauches, sondern die eine Hälfte 3 des durch Einfalten gebildeten Balges ist schmäler als die andere Hälfte 4. Der platte Schlauch ist mit querverlaufenden Schweissnähten 5 in geeigneter Entfernung voneinander versehen. In der Nähe von und parallel zu jeder Schweissnaht ist ein Schlitz 6 vorgesehen, der sich fast an die längsverlaufenden Kanten des Schlauches erstreckt. Der Schlitz 6 erstreckt sich über die Falte, so dass die ganze kleinere Balghälfte 3 abgeschnitten ist.
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Leitung 15 von einem Gebläse 16.
Bei Verpackung wird das Band 10 in Gang gesetzt und das Behälterband 13 wird von der Rolle 14 ab- gewickelt und über das Band 10 geführt. Dann. wird der erste Behälter mit einem Gegenstand belastet oder mit dem fraglichen Material gefüllt. Das Behälterband ist auf der Rolle 14 in der Weise gewickelt, dass die querlaufenden Schweissnähte 5 vor den Schlitzen 6 jedes Behälters auf dem Band 10 in der Bewegungsrichtung des letzteren gesehen gelegen werden. Das Band 10 wird auf die erwünschte Geschwindigkeit eingestellt und je nachdem das Behälterband 13 an der Mündung der Leitung 15 von dem Gebläse passiert, werden die Behälter von dem Luftstrom geöffnet und das Material, das verpackt werden soll-in der Zeichnung in der Form von stückförmigen Gegenständen 17 gezeigt -. wird in die Behälteröffnung eingeführt.
Durch die Belastung des Bandes 10 von den eingefüllten Behältern wird das Behälterband von der Rolle 14 abgezogen. Am Ende des Bandes 10 werden die Behälter mit einem einfachen Griff voneinander abgerissen und auf geeignete Weise, z. B. mit einer automatischen Schweissmaschine verschlossen.
Das Verfahren kann selbstverständlich mit automatischer Speisung kombiniert werden, die das Material in der Form von Stückware oder gewicht- oder volumenmässig dosiertem Material oder Flüssigkeit verpackt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verpackung unter Anwendung eines Schlauches, der in plattem Zustande mit in der Längsrichtung verlaufenden Falten und in der Querrichtung mit Schlitzen versehen ist, deren Abstand voneinander die Länge jeder individuellen Verpackung bestimmt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz einer Verpackungseinheit beim allmählichen Vorschicken des Schlauches veranlasst wird, sich zu öffnen, während die Verpackungseinheit immer noch mit dem Schlauch zusammenhängt, wonach das zu verpackende Material in die so gebildete Öffnung eingeführt und die Verpackungseinheit abgetrennt und verschlossen wird.