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Verfahren zum feuchtedichten Einbau von Kondensatoren oder anderen elektrischen Bauelementen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum feuchtedichten Einbau von elektrischen Kondensatoren oder andern elektrischen Bauelementen unter Verwendung von Metallschichten.
Im Stammpatent Nr. 221677 ist bereits ein Verfahren zum feuchtedichten Einbau von elektrischen Kondensatoren oder andern elektrischen Bauelementen unter teilweiser Umhüllung mittels Schutzfolie, wobei mehrere gleiche elektrische Bauelemente mit Abstand und parallel zueinander längs der Schutzfolie angeordnet werden, derart, dass vorhandene Stromanschlüsse im wesentlichen quer zur Bandrichtung verlaufen, wonach die verbleibenden freien Räume mit Giessharz vergossen werden und die Bauelemente entlang der Mittellinie der Zwischenräume voneinander getrennt werden, vorgeschlagen worden, bei dem die elektrischen Bauelemente zwischen mindestens zwei im wesentlichen parallel zueinander stehenden,
als Schutzfolie dienenden Metallschichten angeordnet werden und die verbleibenden Zwischenräume gleichzeitig in einem Arbeitsschritt mit Giessharz vergossen werden und nach dem Erhärten oder Auspolymerisieren des Giessharzes längs der Mittellinie der vergossenen Räume zwischen den Bauelementen diese z. B. durch Sägen getrennt werden.
Die nach diesem Verfahren hergestellten Kondensatoren sind auf ihren beiden grössten Aussenflächen und gegebenenfalls auf zwei weiteren Mantelflächen durch Metallschichten geschützt, während die Stirnflächen, an denen die Anschlussdrähte herausgeführt sind, sowie gegebenenfalls zwei weitere Mantelflächen allein durch Giessharz geschützt sind. Bei höheren Ansprüchen an die Feuchtesicherheit der Kondensatoren reicht dieser Schutz allein nicht aus.
Es wird daher vorgeschlagen, erfindungsgemäss die einzelnen Bauelemente, bevor sie zwischen den beiden Metallschichten angeordnet und vergossen werden, mit einer weiteren Metallfolie unter Freilassung von Austrittsöffnungen für die Anschlussdrähte so zu umhüllen, dass die Metallfolie mit den zwei Metallschichten zusammen eine allseitige metallische Umhüllung der Bauelemente bildet. Vorzugsweise werden dabei die Austrittsöffnungen für die Anschlussdrähte so klein gemacht, dass der Abstand zwischen dem durchtretenden Leiter und dem Rand der Austrittsöffnung kleiner ist als die zulässige Kriechstrecke in Luft. Das wird dadurch ermöglicht, dass sich diese Öffnung nicht in Luft befindet, sondern von allen Seiten von Giessharz umgeben ist. Die Strecke kann daher so klein gemacht werden wie die zulässige Durchschlagstrecke in Giessharz.
Eine besonders gunstige Verbindung zwischen der umhüllenden Metallfolie und dem Giessharz erhält man bei Verwendung einer kaschierten Metallfolie, z. B. einer gerauhten kunststoffkaschierten Aluminiumfolie zum Umhüllen der Bauelemente.
Die zur Umhüllung verwendete Metallfolie wird zweckmässigerweise auf der Stanze vorbereitet und erhält z. B. eine Form, wie in Fig. l dargestellt. Die ausgezogenen Linien stellen dabei Schnittlinien dar, die gestrichelten Linien Knicklinien. Bei 2 ist eine enge Durchführung vorgesehen, die, wie vorher angegeben, bemessen wird. Für den Anschlussdraht auf der gegenüberliegenden Seite des Kondensators ist jeweils ein enger Schlitz 3 vorgesehen. Es sind Abstandhalter an den Durchtrittsöffnungen der Anschlussdrähte nötig, die eine Berührung des Drahtes mit der Folie an den Durchtrittsöffnungen verhindern. Man kann zu diesem Zweck z. B. die Kaschierung über das Metall herausragen lassen.
Beim Umhüllen der Bauele-
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mente wird bei 2 ein Anschlussdraht durch die Kaschierung hindurchgeführt; damit deckt der mittlere Abschnitt die obere Stirnseite. Es folgen nach rechts und links je ein Abschnitt zum Abdecken der Seiten, während die beiden äussersten Abschnitte überlappen und auf der unteren Stirnseite den Draht 7 durch den
Schlitz 3 hindurchtreten lassen. Beim Einsetzen in die Vergiessform werden die beiden letzten noch frei- liegenden grossen Seiten, die bisher nur teilweise durch die Metallfolie abgedeckt wurden, durch die äusseren Metallschichten, die nach dem Verfahren des Stammpatents die Bauelemente umgeben, abgedeckt. Durch Vergiessen mit Giessharz, vorzugsweise unter Vakuum, und Härten werden dann die Metallfolien und Schichten mit den Bauelementen verklebt.
Bei Verwendung von glatten Metallflächen an Stelle gerauhter Folien besteht einerseits die Gefahr mangelnder Haftung, anderseits wird das Giessharz eventuell am Eindringen in den Raum zwischen die Umhüllung und das Bauelement gehindert. Der Vorzug der Aluminiumrauhfolien wird also hier besonders deutlich.
In den Fig. 2 und 3 sind noch Bauelemente in Schnittzeichnungen dargestellt, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren mit Metallfolien umhüllt wurden.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Schmalseite des Bauelementes 6, das durch Metallfolien 1 umhüllt ist und, nachdem es nach dem Verfahren des Stammpatents zwischen den Metallschichten 4 angeordnet worden ist, mit Giessharz 5 vergossen wird. Die Fig. 2 zeigt auch deutlich die sehr kleinen Aus- trittsöffnungen 2 und 3 der Anschlussdrähte 7.
Fig. 3 zeigt in gleicher-Weise einen Schnitt durch die Breitseite des Kondensators.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum feuchtedichten Einbau von elektrischen Kondensatoren und andern elektrischen Bauelementen unter Verwendung von zwei Metallschichten nach Patent Nr. 221677, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bauelemente, bevor sie zwischen den beiden Metallschichten angeordnet und vergossen werden, mit einer weiteren Metallfolie unter Freilassung von Austrittsöffnungen für die Anschlussdrähte so umhüllt werden, dass die Metallfolie mit den zwei Metallschichten zusammen eine allseitige metallische Umhüllung der Bauelemente bildet.