DE2308795B2 - Siebdrossel - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Siebdrossel mit einem Magnetkern und einer Wicklung.
Aus der DE-PS 7 58 238 ist es bekannt, bei einem Hochspannungstransformator die einzelnen Wicklungslagen nicht gleich lang auszubilden, sondern so
auszugestalten, daß eine abgestufte Wicklung entsteht. Diese Maßnahme wird bei dem bekannten Hochspannungstransformator
angewendet, um eine lineare Spannungsverteilung zu erreichen, damit ein Durchschlagen
des Transformators verhindert wird.
Ferner ist aus der DE-OS 15 38 006 bekannt, den Kern eines Transformators aus parallelogrammförmigen
Blechstreifen aufzubauen. Diese Blechstreifen werden dann wechselweise übereinandergeschichtet,
und das gebildete Blechpaket wird durch die Transformatorspule geschoben; jeweils die Hälfte der Blechstreifen
wird dann so nach außen umgebogen, daß geschlossene Ringe entstehen. Auf Grund der wechselweisen
Schichtung überlappen sich dann die Enden der Blechstreifen ebenfalls wechselweise. Zweck dieser
wechselweisen Schichtung der parallelogrammförmigen Blechstreifen ist es, eine Überlappung nach dem
Umbiegen zu erreichen, damit geschlossene Kernringe entstehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Siebdrossel der eingangs angegebenen Art so auszugestalten,
daß sie bei guten elektrischen Eigenschaften ein besonders geringes Gewicht hat.
Nach Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Magnetkern aus einem Paket aus trapezförmigen
Blechen besteht, deren Parallelkanten abwechselnd derart vertauscht sind, daß der Kern allgemein die Form
eines Parallelpipeds hat, das an jedem Ende einen Ausschnitt in Form eines Dreieckprismas aufweist, und
daß die Länge der äußeren Windungen der Wicklung durch abgestuftes Wickeln von den den Mittelteil des
Magnetkerns umgebenden Windungen bis zu den die Magnetkernenden umgebenden Windungen fortschreitend
abnimmt.
Bei der erfindungsgemäßen Siebdrossel nähern sich die von der Wicklung erzeugten magnetischen Kraftlinien
wesentlich stärker den Enden des Magnetkerns, als dies bei einem rechtwinkligen Parallelepiped mit den
gleichen Außenabmessungen der Fall wäre. Diese Eigenschaft wird in der erfindungsgernäßen Siebdrossel
ausgenützt, indem die Wicklung derart auf die Höhe des Kerns verteilt wird, daß der Umfang der äußeren
Windungen von den den Mittelteil des Kerns umgebenden Windungen bis zu den die Magnetkernenden
umgebenden Windungen fortschreitend abnimmt Auf diese Weise ist die von jeder äußeren Windung
umgrenzte Fläche an den sie durchdringenden Magnet-
ιυ fluß angepaßt, und es ergibt sich eine beträchtliche
Verringerung der mittleren Windungslänge im Vergleich zu einer Wicklung mit der gleichen Anzahl von
Windungen bei gleichem Querschnitt, deren äußere Wicklungslagen gleich lang sind. Dies hat eine
is beträchtliche Verringerung des Kupfergewichts zur
Folge, was auf Grund der Tatsache noch verbessert werden kann, daß die Wicklung eine größere äußere
Kühlfläche aufweist, so daß ein kleinerer Querschnitt für die Wicklungsleiter verwendet werden kann.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß zu ihrer Befestigung zwei über Bolzen
verbundene V-förmige Profilstücke versehen sind, die in die prismenförmigen Ausschnitte an den Enden des
Magnetkerns eingreifen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen aus einem Paket aus trapezförmigen Blechen bestehenden Magnetkern und
F i g. 2 eine Ansicht einer Siebdrossel mit einem in F i g. 1 dargestellten Magnetkern.
F i g. 2 eine Ansicht einer Siebdrossel mit einem in F i g. 1 dargestellten Magnetkern.
Der in F i g. 1 dargestellte Kern besteht aus einem Paket aus abwechselnden, trapezförmigen Blechen 1
und 2, deren parallele Kanten derart übereinanderliegen, daß die lange Kante eines Blechs über der kurzen
Kante des anderen Blechs liegt und umgekehrt. Zur Verdeutlichung sind die Bleche mit einem Abstand
voneinander dargestellt. Die Bleche t und 2 haben die gleiche Form; sie sind aus einem Band mit der Breite /
hergestellt, dessen Enden symmetrisch im Winkel von 45° bezüglich seiner parallelen Ränder abgeschnitten
sind. Auf diese Weise entsteht ein Magnetkern in der jedem Ende ein prismatischer Teil mit einem Blechvolumen
von (I1L)Il ausgeschnitten ist, wobei L die Dicke
des Blechpakets ist; das Blechvolumen des Parallelepipeds ist somit um ein Gesamtvolumen von I2L
allgemeinen Form eines Parallelepipeds, bei dem an verringert, was im allgemeinen einen bedeutenden
Anteil ausmacht. Infolge des geringen Gewichts des verwendeten Magnetblechs werden auch die Herstellungskosten
verringert, und der Schrägschnitt verursacht keinerlei Abfall.
F i g. 2 zeigt eine Profilansicht einer mit einem in F i g. 1 dargestellten Kern ausgestatteten Selbstinduktionsspule.
Auf diesem Kern ist eine Spule 3 angebracht, deren Windungen symmetrisch zu beiden Seiten eines
Mittelabschnitts bezüglich seiner zum Kern senkrechten Mittelebene derart in Stufen gewickelt sind, daß die
äußeren Windungen fortschreitend in dem Maß kleiner werden, in dem sie vom Mittelabschnitt entfernt sind.
Messungen haben ergeben, daß eine derart aufgebaute Selbstinduktionsspule im wesentlichen den gleichen
Selbstinduktionskoeffizienten wie eine Spule mit gleicher Windungszahl aufweist, die das gestrichelt
dargestellte Profil hat und deren mittlere Windungslän-
b5 ge folglich größer wäre, was einem höheren Kupfergewicht
entspräche. Da die dargestellte Spule andererseits eine größere äußere Kühlfläche aufweist, kann der
Querschnitt der Spulenleiter verringert werden, so daß
sich ein zusätzlicher Gewinn an Kupfergewicht ergibt.
Somit ist zu erkennen, daß die Verwendung des beschriebenen Magnetkerns, der im Vergleich zu einem
parallelepipedischen Kern mit gleichen AuEenabmessungen selbst bereits ein verringertes Gewicht hat, die
Verwendung einer Spule gestattet, deren Gewicht geringer als das einer herkömmlichen Spule ist Diese
Kombinationswirkung ergibt also eine Selbstinduktionsspule, deren Gesamtgewicht wesentlch geringer als
das bekannter Selbstinduktionsspulen mit den gleichen elektrischen Eigenschaften ist
Die in der Zeichnung dargestellte Selbstinduktionsspule kann mit Hilfe von Keilstücken 4 und 5 befestigt
werden, die in die prismatischen Ausnehmungen an den Enden des Kerns eingreifen und mittels Bolzen 6
zusammengefügt sind, die mit Querträgern 7 und 8 miteinander verbunden sind Die auf diese Weise
gebildete Anordnung ist sehr widerstandsfähig gegen Erschütterungen.
Die oben beschriebene Selbstinduktionsspule, deren Streufeld wenig über die Wirkung hinausreicht, kann
von einem nicht dargestellten geteilten Stahlring umgeben sein, der als Magnetschirm dient und der
gleichzeitig als Belüftungsmantel verwendet werden kann.
Claims (2)
1. Siebdrossel mit einem Magnetkern und einer Wicklung, dadurch gekennzeichnet, daß
der Magnetkern aus einem Paket aus trapezförmigen Blechen besteht, deren Parallelkanten abwechselnd
derart vertauscht sind, daß der Kern allgemein die Form eines Parallelepipeds hat, das an jedem
Ende einen Ausschnitt in Form eines Dreieckprismas aufweist, und daß die Länge der äußeren
Windungen der Wicklung durch abgestuftes Wikkeln von den den Mittelteil des Magnetkerns
umgebenden Windungen bis zu den die Magnetkernenden umgebenden Windungen fortschreitend abnimmt.
2. Siebdrosscl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zu ihrer Befestigung zwei über Bolzen verbundene V-förmige Profilstücke vorgesehen sind,
die in die prismenförmigen Ausschnitte an den Enden des Magnetkerns eingreifen.
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