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Anordnung zum Anfachen, insbesondere Erzeugen, Verstärken, Empfangen ultrakurzer
Schwingungen.
Die Erfindung betrifft Anordnungen zum Anfachen, insbesondere Erzeugen, Verstärken oder Empfangen ultrahochfrequenter Schwingungen, vorzugsweise im Gebiet der Meter-, Dezimeter-oder
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sich die Erfindung auf Anordnungen dieser Art mit einem Hohlraum als frequenzbestimmenden
Resonator. Anordnungen mit einem solchen Resonator sind bereits Gegenstand des österr. Patentes
Nr. 155899 und dessen Weiterbildungen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Einrichtung so zu treffen, dass die Wandung des Hohlraumresonators gleichzeitig die Wandung des Vakuumgefässes bildet, welches die anfachende Entladungsstrecke umschliesst. Eine andere Ausführung besteht darin, dass sich der Hohlraumresonator vollständig innerhalb eines Vakuumgefässes befindet, das vorzugsweise aus Metall besteht.
Nach der Erfindung wird die Einrichtung so getroffen, dass der frequenzbestimmende Hohlraum durch mindestens eine zum Verlauf der Hochfrequenzströme symmetrisch angeordnete, isolierende und vakuumdichte Trennwand in mindestens zwei Teilräume unterteilt ist, von welchen der erste einen anfachenden Teil der Entladungsstrecke enthält, während die übrigen unter Atmosphärendruck stehen können, und dass der Teilraum, welcher einen anfachenden Teil der Entladungsstrecke enthält, einer einsetzbaren und die gesamte Entladungsstrecke umschliessenden Patrone angehört, derart, dass die metallischen Oberflächen des Teilraumes, welcher einen anfaehenden Teil der Entladungstrecke enthält,
galvanisch und/oder kapazitiv mit den metallischen Oberflächen des (der) übrigen vorzugsweise unter Atmosphärendruck stehenden Teiles (Teile) des frequenzbestimmenden Hohlraumes gekoppelt sind und die metallischen Oberflächen der Teilräume zusammen einen den Hohlraum begrenzenden Hohlkörper bilden, dessen metallische Flächen sich allseitig an den anfachenden Teil der Entladungsstrecke anschliessen und an ihren äusseren Rändern durch Spannungsknoten abgeschlossen, vorzugsweise galvanisch oder kapazitiv kurzgeschlossen sind. Die Anordnung bzw. die Kopplung bzw. Verbindung der Teilräume untereinander kann in verschiedenartiger Weise erfolgen.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der Teilraum, welcher einen anfachenden Teil der Entladungsstrecke enthält, von dem übrigen unter Atmosphärendruck stehenden Teilraum des frequenzbestimmenden Resonators umschlossen wird. Bei einer andern bevorzugten Ausführungsform ist dagegen die Anordnung so gewählt, dass der Teilraum, welcher einen anfachenden Teil der Entladungsstrecke enthält, vom übrigen unter Atmosphärendruck stehenden Teilraum des frequenzbestimmenden Hohlraumes nicht vollkommen umschlossen wird, wohl aber an ihn angrenzt.
Die Ausbildung der zur Anfachung dienenden Entladungsstrecke in Form einer Patrone bietet ausserordentlich wesentliche Vorteile. Sie bringt einmal eine erhebliche Vereinfachung des Aufbaues mit sich und ist weiter mit dem Vorteil verknüpft, dass sich die Abstimmung des Hohlraumresonators auf eine gewünschte Wellenlänge ganz ausserordentlich vereinfacht, indem hiezu der ausserhalb des Vakuumraumes (der Röhre) liegende Teil des Hohlraumresonators benutzt werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Einrichtung so getroffen, dass die Patrone eine zylindrische Anordnung von Elektroden enthält, insbesondere in an sich bekannter Weise aus einer zylindrischen Anode besteht, die koaxial ein zylindrisches Gitter und eine in der Achse angeordnete stab-oder drahtförmige Kathode umgibt, wobei alle diese Elektroden durch zwei an den
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Enden der Elektroden und senkrecht zur Zylinderachse angeordnete isolierende Trennwände zu einem vakuumdichten Gefäss verbunden sind.
In manchen Fällen sind indessen auch andersartige Ausbildungen der Patrone von Vorteil.
Z. B. kann nach der Erfindung die Anordnung so gewählt werden, dass die Patrone eine ebene Anordnung von Elektroden enthält, insbesondere aus einer ebenen Anode gegenüber einem ebenen Gitter besteht, hinter welchem sich eine vorzugsweise ebene Kathode befindet, wobei alle diese Elektroden durch senkrecht zur ebenen Anordnung gerichtete Rohrabschnitte aus Isoliermaterial zu einem vakuum- dichten Gefäss verbunden sind.
Als frequenzbestimmender Resonator kann nach der Erfindung beispielsweise eine konzentrische, an beiden Enden hoehfrequenzmässig geschlossene Energieleitung dienen, insbesondere mit kreis- förmigem Querschnitt. Die Patrone wird zweckmässig in einem Spannungsbauch der Energieleitung angeordnet. Die Ausbildung der Patrone und ihre Verbindung mit den angrenzenden Teilen des Hohlraumresonators kann vorteilhaft so gewählt sein, dass durch diese die zur Erhöhung des Schwungradeffektes wesentliche Querschnittsverminderung (Kröpfung) bewirkt wird.
Bei einer andern bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient als frequenzhestimmender Hohlraum ein am Rande (hochfrequenzmässig) geschlossener Plattenkondensator, zweckmässig mit einem Spannungsbauch in der Mitte. Vorteilhaft ist die Patrone in dem Spannungsbauch in der Mitte des Kondensators eingesetzt. Auch hiebei kann die Einrichtung so getroffen sein, dass die Patrone die für die Erhöhung des Sehwungradeffektes erforderliche Querschnittverminderung (Kröpfung) bewirkt. Vorzugsweise wird ein Plattenkondensator mit kreisförmigem Querschnitt der Platten verwendet.
In vielen Fällen ist es besonders vorteilhaft, die Anordnung so zu treffen, dass Metallwandungen der die Entladungsstrecke umschliessenden Patrone mindestens zum Teil auf ihrer Aussenseite Hoch- frequenzströme führen.
Des weiteren ist bei den besonders bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung die Anordnung so gewählt, dass die Patrone einen zweckmässigerweise hoehfrequenzfreien Raum umschliesst, in welchem die Kathode angeordnet ist. Schliesslich ist es in vielen Fällen von grossem Vorteil, eine solehe Ausbildung der Patrone vorzusehen, dass diese einen zweckmässig hochfrequenzfreien Raum umsehliesst, in welchem das Getter untergebracht ist.
Zur Aufnahme des Getters kann nach der Erfindung insbesondere ein durch die Querschnittsverminderung zur Erhöhung des Sehwungradeffektes freiwerdender Hohlraum (Kröpfung) dienen.
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Wellenlänge zweckmässig durch Veränderung der geometrischen Abmessungen eines im Atmosphären- druck befindlichen Teilraumes des frequenzbestimmenden Hohlraumes geschehen.
Ein besonderer Erfindungsgedanke liegt darin, geeignete hochvakuumdichte Verschmelzungen anzuwenden, um die Patrone in vorteilhafter Weise bauen zu können. Die zum Verlauf der Hochfrequenzströme symmetrisch angeordneten, isolierenden, vakuumdichten Trennwände bestehen erfindungsgemäss aus keramischem Material, insbesondere einem Magnesiumsilikate enthaltenden Produkt (Steatit). Vorzugsweise haben die Trennwände die Form von ebenen Platten, insbesondere Kreislochseheiben oder von Röhren, zweckmässig mit kreiszylindrisehem Querschnitt.
Nach der Erfindung wird so verfahren, dass die keramischen Trennwände, insbesondere die Kreislochseheiben am Innen-und Aussenrand, die kreiszylindrischen Rohrabsehnitte an beiden Enden, mit Metallteilen, vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Glas- oder Emailflusses, vakuumdicht verschmolzen werden. Insbesondere wird nach der Erfindung das Glas oder Email so gewählt, dass die Verschmelzung mit Silber-oder Kupferteilen oder -flächen möglich ist. Vorzugsweise wird nach der Erfindung so verfahren, dass der GIss-oder Emailfluss in Form einer fein verteilten Paste oder z. B. auch als Pressring in die vakuumdicht zu schliessenden Fugen eingelegt oder eingepresst und dann der ganze Körper erhitzt wird, bis aus der Paste der die Fugen dichtende Glas-oder Emailfluss entsteht.
Vielfach ist es wesentlich, den Getterstoff erst nach dem Herstellen hochvakuumdichter Verschmelzungen in die Röhre bzw. Patrone einzuführen, um zu verhüten, dass der Getterstoff durch die bei der Herstellung der Versehmelzungen eintretenden Temperaturerhöhungen verdampft. Das kann nach der Erfindung insbesondere in der Weise geschehen, dass das Getter durch eine besondere, in der Metallwand angebrachte und durch Schweissen verschliessbare Öffnung eingesetzt wird, nachdem die Patrone durch Erhitzen vermittels des Glas-oder Emailflusses gedichtet worden ist.
Zur weiteren Erläuterung sind in den Abbildungen Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsformen je einer erfindungsgemässen Patrone, während die Fig. 3 in einem Beispiel darstellt, wie die Patrone mit einem Hohlraumresonator vereinigt bzw. zusammengesetzt werden kann.
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Gitter 1 und Anode 7.
Die Glühkathode 28 besteht aus einer Haarnadelkathode, deren Glühdraht einerseits in Stromzuführungsdrähte 30, 31 übergeht und anderseits durch die Feder 29 abgestützt wird. Das Gitter ist ein von Stäben 1 gebildetes Käfiggitter. Die Stäbe 1 werden beiderseitig von ringförmigen Teilen 2, 32
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gehalten, die im folgenden auch als Kappen bezeichnet werden mögen. Die Stäbe 7 sind in Bohrungen eingesetzt und eingeschweisst, die in den Kappen 2, 32 vorgesehen sind. Die Kappen 2, 32 bestehen aus elektrisch gut leitendem Material, wie Kupfer oder Silber. In den erweiterten Teilen der Kappen : 2, : 12 sind aus keramischem Material bestehende Ringe J bzw. 4 eingesetzt.
Der Keramikring') ist mit zwei
Bohrungen zur Aufnahme der Stromzuführungsdrähte 30, : J1 der Kathode versehen. Der Keramikring 4 enthält in seinem Inneren die Zugfeder 29 der Kathode. Der Keramikring 4 trägt bzw. enthält den aus Metall bestehenden Pumpstengel J. Über die die Gitter tragenden Kappen 2, 32 sind aus keramischem Material bestehende Ringscheiben 6 (Kreislochscheiben) geschoben, auf die wiederum die Anode 7 mit ihren Rändern aufgeschoben ist. Die Keramikscheiben 6 sorgen für eine genaue Zentrierung des
Gitters innerhalb der Ancde 7 und dienen ferner zum hoehvakuumdiehten Abschluss der Patrone, u. zw. zusammen mit den Keramikteilen. 3 und 4.
Die Anode 7 besitzt eine solche Form, dass sie beiderseitig die Kröpfung bildet.
Die Anode 7 ist von einem Metallzylinder 33 umgeben, der mit seinen Rändern auf die Ringscheibe 6 aufgesetzt ist. Auf diese Weise ist ein zur Getterung dienender Raum geschaffen. Der zwischen den Teilen 33 und 7 befindliche Raum steht mit dem die Entladungsstrecke enthaltenden Raum durch in der Anode 7 vorgesehene Bohrungen 34 hindurch in Verbindung.
Die verschiedenen Teile, die die Patrone nach aussen hin abschliessen, sind hochvakuumdicht miteinander verbunden, indem in der gezeichneten Weise Fugen oder Taschen vorgesehen sind, die zur Aufnahme eines Verbindungsmittels dienen. Als Verbindungsmittel zwischen der Keramik und den Metallteilen dient nach der Erfindung insbesondere ein geeignetes Gips, das in folgendem kurz als Einschmelzglas bezeichnet werden soll. Die vakuumdiehte Verschmelzung der Keramik mit den Metallteilen erfolgt erfindungsgemäss in der Weise, dass in die Abschrägungen, Eindrehungcn oder Vertiefungen (Fugen, Taschen) das Einschmelzglas in Pulverform oder als Paste eingebracht. insbesondere eingestrichen wird und danach die Patrone in den Einschmelzofen gebracht wird.
Beim Schmelzen zieht sich das Glas infolge der Kapillarwirkung in die schmalen Spalte zwischen Metall und Keramik hinein. Um die Hoehfrequenzverluste klein zu halten, werden alle Leiterteile, die Hochfrequenz führen, aus elektrisch gut leitendem Material (Kupfer oder Silber) hergestellt oder aber mit einem Überzug aus solchem Material'versehen. Da die Schmelzpunkte dieser Metalle in der Nähe der Einschmelztemperaturen höher schmelzender Einschmelzgläser liegen, wird nach der Erfindung eine Kombination Glas-Keramik-Metall angewendet, bei der möglichst niedrige Temperaturen notwendig sind. Hiezu ist z. B. niedrig schmelzendes Bleiglas und eine entsprechende Keramik von gleichem Ausdehnungskoeffizienten geeignet.
Da beim Herstellen der Verschmelzung die Temperaturen von 850 bis 1000'C erforderlich sind, die bereits eine Zersetzung der Getterstoffpille hervorrufen würden, so wird die Getterstoffpille 8 zweckmässig erst nach der Herstellung der Verschmelzung durch eine Öffnung 9 in den Getterraum eingesetzt, die nachträglich zugeschweisst wird. Durch die getroffene Anordnung ist die Gefahr der Bestäubung der Isolierteile durch den Getterstoff vorteilhaft vermieden. Der Getterstoff ist getrennt von dem Raum angeordnet, der die Entladungsstrecke enthält. Er befindet sich in einem besonderen Raum, u. zw. ist hiefür der durch die Kröpfung der Anode entstandene Raum nutzbar gemacht.
Der aus Metall bestehende Pumpstengel J ist zweckmässig in der Achse des Systems angeordnet und ist hier durch den Mittelleiter des Hohlraumresonators geschützt.
Die Elektroden, insbesondere Gitter und Anode sind so geformt, dass eine Wärmedehnung ohne Beanspruchung der starren keramischen, den vakuumdichten Abschluss bildenden Scheiben erfolgen kann. Die keramischen Teile sind seitlich der Elektronenstrecke angeordnet, so dass sie nicht von Streuelektronen getroffen werden, also keine schädlichen Wandladungen auftreten können. Die Anordnung ist auch so gewählt, dass möglichst keine metallische Bestäubung der isolierenden Teile durch von der Kathode abdampfendes Material eintreten kann.
Die erfindungsgemässen Anordnungen zeichnen sieh durch einen sehr gedrängten Aufbau aus, was u. a. den besonderen Vorteil bedingt, dass Mikrophoneffekte weitgehendst unterdrückt sind.
Isolierkörper, die einen Teil der Vakuumwandung bilden, dienen gleichzeitig dazu, die Elektroden in geeigneter Weise zu lagern und zu zentrieren und justieren. Insbesondere können auch sehr kleine Elektrodenabstände mit der gewünschten Genauigkeit bequem hergestellt werden. Ferner können elektrische Verbindungen zwischen den Elektroden und den ausserhalb des Vakuumraumes liegenden
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günstiger Weise eine Kopplung bzw. Verbindung zwischen der patronenartigen Röhre und einem Hohlraumresonator herstellen.
Die Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Zusammensetzung einer Patrone mit einem Hohlraumresonator. Die Patrone, die mit 22 bezeichnet ist, möge eine Patrone der in Fig. l dargestellten Art sein. Die Patrone 22 ist in einem Hohlraumresonator eingesetzt, der aus einer konzentrischen Energieleitung besteht, die an ihren beiden Enden strahlungsdicht abgeschlossen ist. Der Aussenleiter der konzentrischen Energieleitung besteht aus dem Metallrohr 26 (z.
B. aus Kupfer), der Innenleiter aus den beiden Rohrteilen 27. Die den Innenleiter bildenden Rohrteile 27 sind auf die Kappen 2 bzw. 32 der Patrone federnd aufgesteckt, so dass ein guter elektrischer Kontakt zwischen den Rohrteilen und
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den Kippen der Patrone gewährleistet ist. Zu diesem Zwecke sind die Wandungen der Rohrteile 97 in der gezeichneten Weise geschlitzt. Natürlich liegt es im Rahmen der Erfindung, die Rohrteile 27 mit der Kappe 2 bzw. auch in anderer Weise, z. B. durch Verschweissen (gegebenenfalls zusätzlich), zu verbinden. Der Aussenleiter 26 ist k@pazitiv angekoppelt. zu diesem Zweck ist die Einrichtung
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Distanzstücke 34 vorgesehen sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 ist der Aussenleiter, 26 kapazitiv und der Innenleiter 27 galvanisch mit dem anfachenden Teil der Entladungsstrecke gekoppelt.
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mit dem anfachenden Teil der Entladungsstrecke zu koppeln oder aber z. B. den Innenleiter 27 kapazitiv und den Aussenleiter.'26 galvanisch an den anfachenden Teil der Entladungsstrecke anzukoppeln.
Insbesondere in dem Fall, dass der Aussenleiter 26 galvanisch an den Teil 33 angeschlossen wird, ist es nicht notwendig, dass der Aussenleiter 26 die Patrone 22 vollständig umschliesst. Es kann z. B. die
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zu ermöglichen. Der Deckel 21 besteht aus Metall und ist mit dem zugekehrten Rand des Metallrohres 26 galvanisch verbunden. Auf den Deekel 21 ist ein IsolierstÜck 3. 5 aufgesetzt, das zum Tragen von Spannungsanschlüssen dient.
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weise in einem Gewinde verstellbar und dient zur Abstimmung des Resonators bzw. Einstellung oder Korrektur der gewünschten Wellenlänge. Die Patrone 22 ist zweckmässig in einem Spannungshauch des Hohlraumresonators angeordnet.
Die konzentrische EnergieJeitung 26, 27 schwingt als \/2 Resonator mit einem Spannungsknoten an jedem Ende. Der stellbare Kolben 24 kann z. B. in der gezeichneten Weise so eingerichtet sein, dass er gleichzeitig den Übergang zwischen dem Hohlraumresonator und
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vermittelt. Die von dem Hohlraumresollator fortführende Energieleitung besitzt als innenleiter die Fortsetzung des Rehres 27, als Aussenleiter das Rohr 23.
Die Kapazität zwischen der Innenfläche des Kolbens ? und dem gegenüberliegenden Teil der Aussenfläche des Rohres 27 ist so bemessen, dass sie zur gewünschten Festlegung des Spannungsknotens am belastungsseitigen Ende des Resonators
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Zweck so getroffen werden, dass die Anode den äussersten Teil und damit die Wandung der Patrone bildet. Dementsprechend wären bei einer Anordnung, die im übrigen der Fig. 1 entspricht, die Ränder der Anede 7 mit den Rändern der Keramikscheiben 6 hochvaknumdicht durch Verschmelzen zu verbinden.
Des weiteren kann es für besondere Zwecke angezeigt sein, eine Anode ohne Kröpfung zu verwenden, etwa derart, dass die Wandung der Patrone von einem als Anode dienenden kreiszylindrischen Rohr gebildet wird, das auf seiner ganzen Länge den gleichen Durchmesser besitzt. In der Mehrzahl der Fälle ist jedoch die Kröpfung der Anode von ganz ausserordentlicher Bedeutung.
Während es sieh bei der Anordnung nach der Fig. 1 um ein konzentrisches Elektrodensystem handelt, kann der Erfindungsgegenstand auch bei plattenförmigen Elektrodensystemen Anwendung finden. Bei konzentrischen Elektrodenanordnungen bilden, jedenfalls in einer bevorzugten Aus-
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aus Isoliermaterial, beispielsweise keramischem Material, der Hohlzylinder ans Isoliermaterial bzw. keramischem Material. Ein Ausführungsbeispiel für diese bevorzugte Ausführungsform zeigt die Fig. 2.
In der Fig. 2 stellt 19 einen Hohlzylinder oder Ring aus keramischem Material dar. Dieser trägt mit seinem unteren Rande die Glühkathode und das Gitter, mit seinem oberen Rande die Anode, u. zw. mit Hilfe je eines der Drückteile 12 bzw. 1. 3. Die Drüekteile 72 bzw. 73 bestehen aus einer
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wird von der (äusseren) Stirnfläche eines Hohlzylinders 10 gebildet, der einerseits an dem Drückteil 13 befestigt ist, z. B. durch Verschweissen an mehreren Punkten. Der von den Teilen 10 und 13 begrenzte Hohlraum dient zur Aufnahme der Getterpille 15 ; er steht durch in dem Hohlzylinder 10 vorgesehene Bohrungen 3S mit dem Raum der Entladungsstrecke in Verbindung.
Die Getterpille 15 wird in ähnlicher Weise, wie oben geschildert, nach dem Herstellen der hochvakuumdiehten Verschmelzungen eingeführt,
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wird, der mit dem Teil, 13 durch Schweissen verbunden wird. In dem Driiekteil 12 sind die Strom- zuführungsdrähte 37 des Heizdrahtes 17 der indirekt geheizten Oxydkathode 18 mittels Glas-MetallVerschmelzung hochvakuumdicht eingeschmolzen. Von der Deckfläche eines hohlzylindrischen Teiles 11, der an dem Drückteil 12 befestigt ist, wird das Gitter 36 gebildet. Als Träger für die oxydbedeckte Fläche 18 der Kathode dient der aus keramischem material bestehende Körper 16, der die Heizwicklung 17 der Kathode umschliesst.
Die in Fig. 2 dargestellte Patrone kann z. B. zweckmässig in Verbindung mit einem Hohlraumresonator verwendet werden, der aus einem an seinem Rand hoehfrequenzmässig kurzgeschlossenen Plattenkondensator (insbesondere mit kreisförmigen Platten) besteht und in dessen Mittelpunkt bzw.
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dem erwähnten Spannungsbauch des Plattenkondensators, angeordnet sein.
Des weiteren kann nun die Einrichtung so getroffen werden, dass der Raum zwischen Gitter und Anode in geeigneter Weise durch kapazitive Kopplung oder galvanisch in die beiden Platten des den frequenzbestimmenden Resonator bildenden Kondensators übergeht. Die mit dem keramischen Material verschmolzenen Metallteile, die aus einer Einschmelzlegierung wie einer Eisen-Nickel-Legierung bestehen, sind zweckmässig an den Stellen, an denen sie Hoehfrequenzströme führen, mit einem Überzug aus elektrisch gut leitendem Material, wie Kupfer oder Silber, versehen.
Die geschilderten Ausführungsbeispiele der Erfindung betreffen Dreielektrodenröhren, u. zw.
Röhren mit einer Glühkathode, einem Gitter und einer Anode, u. zw. werden die angegebenen Anordnungen nach der Erfindung vorzugsweise in Bremsfeldschpitung betrieben. Es liegt indessen im Rahmen der Erfindung, in entsprechender Weise Diodensysteme auszubilden oder aber Systeme, die mit mehr als einem Gitter versehen sind. Ebenso sind Anordnungen nach der Erfindung auch für bzw. in andern Schaltungen, z. B. Rückkopplungsschaltung oder Magnetronschaltung, ausführbar.
Die erfindungsgemässe Ausbildung der Röhre als Patrone ist, ebenso wie das erfindungsgemässe Einschmelzverfahren, auch allgemein für Röhren anwendbar, z. B. auch für Röhren für die Zwecke der Niederfrequenzverstärkung. Besonders geeignet ist der Erfindungsgegenstand auch für Röhren mit sehr geringem Platzbedarf und sehr geringem Elektrodenabstand, vor allem wiederum, wenn es sich um das Erzeugen, Verstärken oder Empfangen ultrakurzer Wellen handelt. Von ganz besonderer Bedeutung ist die Erfindung aber, wie schon dargelegt, bei Anodnungen mit Hohlraumresonator.
Die Fig. 4 zeigt noch ein Ausführungsbeispiel für den schon oben erläuterten Fall, dass die Patrone gemäss Fig. 2 in einem Plattenkondensator eingesetzt ist. Die Platten des Kondensators sind mit 39 und 40 bezeichnet. Sie stehen galvanisch mit den Teilen 12 und 13 in Verbindung und gehen kontinuierlich in Elektroden (Gitter und Anode) über und bilden mit diesen zusammen den frequenzbestimmenden Resonator.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zum Anfachen, insbesondere Erzeugen, Verstärken, Empfangen ultra kurzer Schwingungen, vorzugsweise im Bereich der Meter-, Dezimeter- oder Zentimeterwellen, mittels Entladungsröhre, insbesondere Elektronenröhre, und mit einem Hohlraum als frequenzbestimmenden Resonator, dadurch gekennzeichnet, dass der frequenzbestimmende Hohlraum durch mindestens eine zum Verlauf der Hoehfrequenzströme symmetrisch angeordnete, isolierende und vakuumdichte Trenn-
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ist, von denen der erste einen anfachenden Teil der Entladungsstrecke enthält, während die übrigen unter Atmosphärendruck stehen können, und dass der Teilraum, welcher den anfachenden Teil der Entladungsstrecke enthält,
einer einsetzbaren und die gesamte Entladungsstrecke umschliessenden Patrone Fig. 3] angehört, derart, dass die metallischen Oberflächen [ (7, 1, 2), Fig. 1 bzw. (JO, 36, 77 ;, Fig. 2] des Teilraumes, welcher einen anfachenden Teil der Entladungsstrecke enthält, galvanisch und/oder kapazitiv mit den metallischen Oberflächen [(26, 27), Fig. 3 bzw.
(39, 40), Fig. 4] des (der) übrigen vorzugsweise unter Atmosphärendruck stehenden Teiles (Teile) des frequenzbestimmenden Hohlraumes gekoppelt sind und die metallischen Oberflächen der Teilräume zusammen einen den Hohlraum begrenzenden Hohlkörper bilden, dessen metallische Flächen sich allseitig an den anfaehenden Teil der Entladungsstreeke anschliessen und an ihren äusseren Rändern durch Spannungsknoten abgeschlossen, vorzugsweise galvanisch oder kapazitiv kurzgeschlossen sind.