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Die Metallbecher für die Elemente von Trockenbatterien werden gegenwärtig fast ausschliesslich aus einem Mantelteil und einem Boden zusammengesetzt, welche miteinander verlötet oder verschweisst werden. Versuche, die Becher aus einem Blechstück zu ziehen oder zu biegen und die Ränder zu verfalzen. sind bisher nicht erfolgreich gewesen, so dass sich solche Becher nicht einzuführen vermocht haben.
Vorliegende Erfindung bezieht sieh auf ein Verfahren, durch welches die Schwierigkeiten bei der Herstellung derartiger Metallbecher aus einem Stück überwunden werden.
Das Verfahren besteht darin, dass ein Blechstreifen vermittels eines in der Blechstreifenmitte angreifenden Stempels, dessen Querschnitt dem Querschnitt des herzustellenden Bechers entspricht, durch einen Ziehring hindurchgepresst wird, welcher an gegenüberliegenden Seiten geschlitzt ist, so dass beim Hindurchdrücken des Blechstreifens durch den Ziehring der Streifen um den Pressstempel herumgebogen und die Ränder des Blechstreifens, welche durch die seitlichen Schlitze hindurchgestossen werden, hiebei aufeinandergelegt werden.
Die aufeinandergelegten Ränder des durch den Ziehring hindurchgedrückten Metallstreifens werden darauf in beliebiger Weise miteinander verbunden, vorzugsweise durch Zusammenfalzen, wobei die Falzoperation vorzugsweise in einem Arbeitsgang mit der den Becher bildenden Operation durchgeführt werden kann, indem man das zu einem Becher geformte Arbeitsstück in unmittelbarem Anschluss an den Durchgang durch den ersten Ziehring durch eine Reihe von weiteren Falzziehringen hindurchdrückt.
Die Zeichnung veranschaulicht die zur Durchführung der Erfindung erforderlichen Ziehorgane und Querschnitte des Arbeitsstückes nach den einzelnen Arbeitsoperationen sowie eine Seitenansicht eines fertigen Bechers, u. zw. zeigen die Fig. 1 eine Draufsicht durch den den Becher bildenden Ziehring und Fig. 2 einen Axialsehnitt nach der Linie A-B der Fig. l, die Fig. 3 bis 5 Draufsichten der Ziehwerkzeuge, die Fig. 6 bis 9 Querschnitte des Arbeitsstücke nach dem Durchtritt durch die einzelnen Ziehwerkzeuge und Fig. 10 eine Seitenansicht des fertigen Bechers.
Der Ziehring nach Fig. 1 und 2 besitzt nach der Darstellung der Zeichnung die Gestalt einer massiven, zentral durchbohrten Form. Die Bohrung der Form erweitert sieh in Richtung des Schnittes A-B, wie Fig. 2 zeigt. An die zentrale Bohrung a, des Formkörpers, welche dem Querschnitte des herzustellenden Bechers entspricht, schliessen sich seitlich sehlitzartige Erweiterungen b an, welche diametral zueinander angeordnet sind. und die dazu bestimmt sind, die Ränder des durch den Ziehring hindurchzupressenden Blechstreifens aufzunehmen und zusammenzulegen. Es ergibt sich dann nach dem Durchtritt des Blechstreifens durch den in Fig. 1 und 2 dargestellten Ziehring die in Fig. 6 im Querschnitt dargestellte Blechhülse von zylindrischem Querschnitt mit seitlich ausladenden Doppelrändern c.
Da die Doppelränder c der Metallhülse nach Fig. 6 nur lose federnd aneinanderliegen, bedarf es einer Vereinigung derselben, die zweckmässig durch Zusammenfalzen geschieht, aber auch, wenn auch weniger vorteilhaft, durch Schweissen oder Löten erreichbar wäre.
Nach der Darstellung der Zeichnung wird die Vereinigung der Ränder durch Zusammenfalzen
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des gleichen Stempels durch eine Reihe (nach der Darstellung der Zeichnung 3) weiterer Falzziehringe hindurchgepresst wird (Fig. 3 bis 5). Die Wirkung dieser Falzziehringe ist die bei Ausführung derartiger Operationen übliche, so dass es einer näheren Erläuterung weder der Werkzeuge noch der Werkstückformen, die sich dabei ergeben, nicht bedarf.
Nur bezüglich der Schlussform des Bechers mag erwähnt werden, dass er, wie Fig. 10 zeigt, über den Boden vorspringende, diametral gegenüberliegende Spitzen zeigt, welche in der Verlängerung der Seitenfalze liegen. Diese Spitzen können natürlich, falls es gewünscht wird, gegen die Bodenfläche hin umgelegt werden. Dieselben bedeuten aber bei Elementbechern keinen Nachteil, da sie dazu dienen können, die Elementbecher in einem Elementkasten vermittels einer Gussmasse festzulegen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 0
1. Verfahren zur Herstellung von Metallbechern für Elemente von Trockenbatterien, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blechstreifen vermittels eines in der Blechstreifenmitte angreifenden Druckstempels, dessen Querschnitt dem Querschnitt des herzustellenden Bechers entspricht, durch einen Ziehring hindurchgedrückt wird, welcher an gegenüberliegenden Seiten mit Schlitzen versehen ist, und dass darauf die durch den Durchtritt durch die Ziehringsehlitze auseinandergelegten Streifenränder miteinander vorzugsweise durch Zusammenfalzen verbunden werden.