Kuwait meldet „feindliche Drohnenangriffe“
Der Golfstaat Kuwait hat am zweiten Tag der Waffenruhevereinbarung im Iran-Krieg „feindliche Drohnenangriffe“ gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur sprach gestern von einem Drohnenangriff auf einen Standort der Nationalgarde. Dabei sei erheblicher Sachschaden entstanden, Verletzte gebe es nicht.
Kuwait verurteilte nach Angaben des Außenministeriums Drohnenangriffe des Iran und seiner Verbündeten auf wichtige Einrichtungen des Landes.
Revolutionsgarde dementiert Angriff
Die Vorfälle seien eine Verletzung der Souveränität und des Luftraums, teilte das Ministerium mit. Die iranische Revolutionsgarde wies in staatlichen Medien zurück, während der geltenden Waffenruhe Angriffe auf Golfstaaten verübt zu haben. Kuwait erklärt, die Angriffe untergrüben die Bemühungen um eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.
Es war der erste gemeldete Angriff in einem Golfstaat am Tag nach der Bekanntgabe einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen den USA und dem Iran. Diese war in der Nacht auf Mittwoch (MESZ) verkündet worden.
Drohnenangriff auch auf US-Einrichtung in Bagdad
Nach einem Drohnenangriff auf eine diplomatische Einrichtung der USA in Bagdad bestellte US-Vizeaußenminister Christopher Landau den irakischen Botschafter ein. Das teilte das Außenministerium in Washington mit.
Landau kritisierte das Versäumnis der Regierung im Irak, die Angriffe zu verhindern. Er erkannte jedoch die Bemühungen der dortigen Sicherheitskräfte bei der Reaktion auf die Vorfälle an. Zuvor hatte die US-Botschaft in Bagdad einer mit dem Iran verbündeten irakischen Miliz vorgeworfen, mehrere Drohnenangriffe nahe dem internationalen Flughafen der Hauptstadt verübt zu haben.