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Ausland

Knapp vier Jahre nach den Anschlägen auf die „Nord Stream“-Pipelines hat die deutsche Bundesanwaltschaft Medienberichten zufolge einen ersten Tatverdächtigen angeklagt. Das bestätigte auch die Kanzlei des angeklagten Ukrainers. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Der Verdächtige im Gewahrsam der italienischen Polizei
AP/Czarek Sokolowski (Archivbild)

Bei der Sabotageaktion im September 2022 waren die Leitungen, die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren, durch Sprengsätze schwer beschädigt worden. Sie waren zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb.

Der mutmaßliche Täter soll die Aktion koordiniert haben, wie die Bundesanwaltschaft nach seiner Festnahme im August 2025 erklärte. Er wurde in Italien gefasst und später nach Deutschland ausgeliefert. Medienberichten zufolge wirft ihm die Bundesanwaltschaft Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und die Zerstörung von Bauwerken vor.

Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Sturz von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad steht die finale Zusammensetzung des neuen syrischen Parlaments fest. Dieses tritt am Montag zu seiner ersten Sitzung zusammen, wie der Vorsitzende des Obersten Komitees für die Wahlen zur Volksversammlung, Mohammed Taha al-Ahmad, heute bei einer Pressekonferenz in Damaskus mitteilte.

Außerdem wurden die Namen der 70 Abgeordneten veröffentlicht, die von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa nun ernannt wurden. Das neue Parlament hat 210 Sitze. Zwei Drittel der Mitglieder wurden im Oktober bereits von regionalen Wahlgremien bestimmt. Die syrische Bevölkerung konnte die Abgeordneten nicht direkt wählen.

Geringer Minderheiten- und Frauenanteil

Aus der Wahl im Oktober waren vor allem sunnitische und konservativ-sunnitische Kräfte als Gewinner hervorgegangen sowie Stammesführer, während der Anteil von Frauen und Minderheiten gering blieb. Scharaa ernannte 15 Frauen, insgesamt werden damit 22 Frauen im Parlament vertreten sein. Übergangspräsident Scharaa sollte Ungleichheiten bei den Ergebnissen mit der Ernennung der übrigen Abgeordneten berücksichtigen, hieß es damals.

Unter den nun von Scharaa ernannten Abgeordneten sind Ahmad zufolge Angehörige von im Krieg Getöteten, ehemalige Häftlinge, Überlebende von Chemiewaffenangriffen sowie Akademiker, Fachleute, Vertreter verschiedener Berufsgruppen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Ziel sei es, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen Syriens zu repräsentieren und die nationale Einheit zu stärken.

In Griechenland sind die Privathäuser von drei Politikern der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia mit selbst gebastelten Sprengsätzen angegriffen worden. Wie die Polizei heute mitteilte, wurden bei den Angriffen in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki mindestens fünf Menschen verletzt.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis äußerte sich „empört“ und sprach von einem „feigen, terroristischen und mörderischen Anschlag“. Er wollte Thessaloniki später besuchen, um seinen Parteikollegen beizustehen.

Ausgebranntes Fahrzeug
AP/Giannis Papanikos

Die Nachrichtenplattform Kathimerini berichtete, dass die Eltern der ehemaligen Parteikandidatin Afroditi Nestora verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden seien. Als weitere Anschlagsziele wurden der Vorsitzende des Parteivorstands, Zisis Ioakimovic, und der ehemalige Abgeordnete Savvas Anastasiades genannt.

Der Polizei zufolge wurden die Angriffe in den frühen Morgenstunden verübt. Die improvisierten Sprengsätze seien aus Butangasflaschen hergestellt worden. Hinter allen Anschläge werden dieselben Täter vermutet. Laut Polizei wird nun das Videomaterial ausgewertet, diese äußerte sich weder zu den Tätern noch zum möglichen Motiv.

Ukraine-Krieg

Bei einem russischen Raketenschlag sind im südukrainischen Gebiet Odessa heute laut ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 Personen seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Infolge des Angriffs gebe es Schäden auf dem Gelände eines Unternehmens. Ein ausgelöster Brand wurde seinen Angaben zufolge gelöscht.

Löscharbeiten nach Luftschlag in der ostukrainischen Großstadt Charkiw
AP/Alex Babenko

Auch in der ostukrainischen Großstadt Charkiw gab es nach Behördenangaben Tote nach russischen Gleitbombenangriffen. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram, rund ein Dutzend seien verletzt worden. Insgesamt habe es fünf Einschläge in zwei Stadtteilen gegeben.

Inland

Die Befreiung von Grundbuch- und Pfandeintragungsgebühr für private Immobilien bis zu einem Kaufpreis von 500.000 Euro, die es seit April 2024 gegeben hatte, ist mit Ende Juni ausgelaufen.

Wer die Regelung in Anspruch genommen hat, muss die Voraussetzungen dafür trotzdem weiter erfüllen, warnte heute die Notariatskammer in einer Aussendung. Die befristete Befreiung war Teil eines Wohn- und Baupakets der damaligen Regierung, um die schwache Bau- und Immobilienbranche anzukurbeln.

Grundbedingung ist Eigennutzung

Wer in den vergangen zwei Jahren beim Immobilienkauf von der Befreiung profitiert hat, „muss auch nach dem Auslaufen der Regelung nachweisen können, dass die gesetzlichen Voraussetzungen weiterhin vorliegen“, so die Notariatskammer in der Aussendung.

Bedingung für die Gebührenbefreiung war ein dringendes Wohnbedürfnis, die gekaufte Immobilie muss also als Hauptwohnsitz genutzt werden. Diese Voraussetzung muss laut Aussendung insgesamt über einen Zeitraum von fünf Jahren erfüllt sein. Ist das nicht der Fall, etwa weil die Immobilie vorher verkauft wird, entfällt die Befreiung und die Eintragungsgebühr wird im Nachhinein doch noch fällig.

Ein heute veröffentlichtes Rechtsgutachten im Auftrag mehrerer Organisationen sieht Luft nach oben, wenn es um den antifaschistischen Auftrag in der Verfassung geht. Österreich habe das Konzept der wehrhaften Demokratie zu verwirklichen, meinte der Verfassungsjurist Heinz Mayer.

Das gelte nicht nur für nationalsozialistische Wiederbetätigung, sondern auch für faschistische Tendenzen. Antifaschistische Organisationen fordern daher, eine dem Verbotsgesetz ähnliche Regelung zu finden.

Auftraggeber des Rechtsgutachtens sind das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und das Oberösterreichische Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Frage zu „antifaschistischem“ Rechtsstaat

Konkret wollten die drei Organisationen klären lassen, ob auch der demokratische Rechtsstaat selbst „antifaschistisch“ ist, ob also Österreichs Verfassung einen antifaschistischen Auftrag erteilt, und wenn ja, wie dieser aussieht.

Mayer verweist in seinem Gutachten auf den Staatsvertrag. In Artikel 9 hat sich Österreich verpflichtet, alle nationalsozialistischen Organisationen aufzulösen und aus der Gesellschaft alle Spuren des Nationalsozialismus zu entfernen.

Weit weniger bekannt ist, dass Artikel 9 auch die Verpflichtung enthält, alle Organisationen faschistischen Charakters aufzulösen sowie alle Organisationen, die bestrebt sind, der Bevölkerung ihre demokratischen Rechte zu nehmen.

Gesetz ausständig

Die Republik hat also laut Gutachten nicht nur gegen neonazistische Umtriebe vorzugehen, sondern gegen alle faschistischen und demokratiefeindlichen Aktivitäten. Für faschistische Organisationen ist ein vergleichbares Gesetz aber bis heute ausständig.

„Unsere Verfassung ist weltanschaulich nicht neutral, sondern gibt dem Staat einen umfassenden antifaschistischen Auftrag“, fasste MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi die Haupterkenntnis zusammen.

Auch für DÖW-Leiter Andreas Kranebitter geht es nicht um „abgehobene Verfassungstheorien“, sondern um konkrete Praxisfragen, wie das Thema der parlamentarischen Mitarbeiter von FPÖ-Abgeordneten zeige. Für Netzwerk-Sprecher Robert Eiter ist außerdem wichtig, dass das Verbotsgesetz evaluiert und dadurch wirksamer wird.

Kritik der FPÖ

FPÖ-Verfassungssprecher Michael Schilchegger nannte das Papier „ein von linken Organisationen in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten, das unter Berufung auf den Staatsvertrag weitreichende Eingriffe in Grundrechte fordert“.

Anders sah das die SPÖ: „Wer diese Gefahr verharmlost, ebnet Hass und Gewalt den Weg (…)“, so die rote Sprecherin für Erinnerungskultur, Sabine Schatz, auf das Rechtsgutachten. Verfassungsjurist Mayer zeige darin klar auf, dass es eine bedeutende Lücke im österreichischen Recht gebe.

Krieg in Nahost

Die USA und der Iran haben heute in der katarischen Hauptstadt Doha indirekte Fachgespräche über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand fortgesetzt.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich über deren Verlauf optimistisch. „Die Denuklearisierung des Iran kommt gut voran“, sagte er am Mittwoch vor Journalisten udn Journalistinnen. „Es waren sehr gute Treffen, und wir werden sehen.“

Die Verhandlungen, die von Katar und Pakistan vermittelt werden, hatten gestern Abend begonnen und dauerten heute an, wie ein Insider und ein iranischer Regierungsvertreter sagten. Grundlage der Verhandlungen ist ein im vergangenen Monat unterzeichnetes 14-Punkte-Abkommen.

Militärschläge am Wochenende

Die Vereinbarung soll den Krieg beenden, der im Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen hatte. Zudem sieht sie die Wiedereröffnung der Meerenge von Hormus und eine 60-tägige Frist für Verhandlungen über ein dauerhaftes Friedensabkommen vor.

Zuletzt hatten sich beide Seiten jedoch öffentlich über die Auslegung des Abkommens gestritten. Das führte am vergangenen Wochenende zu gegenseitigen Militärschlägen. Bei komplexeren Themen wie dem iranischen Atomprogramm zeichneten sich kaum Fortschritte ab.

An den Gesprächen in Doha nehmen Delegationen von Unterhändlern und Fachleute teil. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff kamen mit dem katarischen Ministerpräsidenten Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani zusammen, um die Verhandlungen vorzubereiten. Sie nehmen jedoch nicht selbst an den Treffen teil, wie eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte. Die iranische Delegation wird vom stellvertretenden Außenminister Kasem Gharibabadi geleitet.

Wirtschaft

Die Republik Österreich erhält von der ÖBAG (Österreichische Beteiligungs AG) für das Jahr 2025 Dividenden in Höhe von 1,577 Mrd. Euro, nach 1,26 Mrd. Euro im Jahr davor. Dem Wirtschaftsministerium werden am 7. Juli 1,019 Mrd. Euro als Dividende überwiesen.

Der entsprechende Vorschlag des Vorstandes wurde in der Hauptversammlung heute angenommen. Bereits im Mai erhielt der Bund 558 Mio. Euro, die vom Verbund als Dividende ausgeschüttet wurden. „Die Dividendenzahlung spiegelt die Stärke unserer Beteiligungsunternehmen in global herausfordernden Zeiten wider“, merkte ÖBAG-Vorständin Edith Hlawati in einer Aussendung an.

Seit der Neuausrichtung der ÖBAG im Jahr 2019 flossen insgesamt 8,534 Mrd. Euro an den Bund. Der Portfoliowert aller Beteiligungen, darunter Verbund, OMV, Post, Telekom Austria und Bundesimmobiliengesellschaft, blieb zum Jahresende 2025 mit 30,05 Mrd. Euro stabil.

Wechsel im Aufsichtsrat

„Unser Anspruch ist klar: Die ÖBAG soll dazu beitragen, Schlüsselindustrien zu stärken, Zukunftsinvestitionen abzusichern, Österreich im internationalen Wettbewerb unabhängiger und stärker zu machen und damit Arbeitsplätze sichern“, erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).

Bei der Hauptversammlung wurde Franz Valsky in den Aufsichtsrat der ÖBAG gewählt – einerseits seitens des Wirtschaftsministeriums als Eigentümervertreter, andererseits als Arbeitnehmervertreter der Telekom Austria. Er löst damit in beiden Funktionen Gerhard Bayer ab, der in Pension geht.

Chronik

In einem Wettlauf gegen die Zeit haben Rettungsteams in Venezuela heute ihre Suche nach Überlebenden des verheerenden Doppelerdbebens fortgesetzt. Die Hoffnung, eine Woche nach dem Unglück mit fast 2.000 Toten noch Verschüttete lebend zu finden, schwindet. Vereinzelt gibt es aber noch Lichtblicke.

Vor einer Woche hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis gestern wurden nach offiziellen Angaben mehr als 1.900 Todesopfer geborgen. Mehr als 10.500 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der UNO werden mehr als 50.000 Menschen vermisst. Wie Parlamentspräsident Jorge Rodriguez sagte, hielten sich etwa 30.000 von ihnen im Hafengebiet der Küstenstadt La Guaira auf, die am stärksten zerstört wurde.

Wand mit Bildern von Vermissten in La Guaira , Venezuela
APA/AFP/Juan Barreto

Rodriguez sagte, dass fast 6.500 Menschen in La Guaira von Suchmannschaften aus den Trümmern gerettet worden seien. Er ging aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Überlebenden wahrscheinlich eher bei 20.000 liegt, weil sich zahlreiche Verschüttete aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn befreit hätten.

Dreijähriger in Caracas geborgen

Fachleuten zufolge sind die ersten 72 Stunden nach einer Naturkatastrophe entscheidend, um noch Überlebende zu finden. Ganze sechs Tage nach dem Beben hatten jordanische Rettungskräfte gestern noch einen Dreijährigen lebend aus den Trümmern in Caracas geborgen. Der Bub habe Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz mit.

In Venezuela trafen viele Such- und Rettungsteams erst nach Ablauf des kritischen Zeitfensters im Erdbebengebiet ein. Viele Menschen suchen immer noch ohne professionelle Hilfe oder Ausrüstung nach Verschütteten. In der besonders schlimm betroffenen Küstenstadt La Guaira suchen auch viele Menschen in der Leichenhalle nach vermissten Angehörigen.

Bei einem Brand in einem mehrstöckigen Wohngebäude im belgischen Antwerpen sind heute mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere wurden schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin dem belgischen Fernsehsender VRT sagte.

Das Feuer war zu Mittag noch nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr sucht nach eigenen Angaben noch nach weiteren Menschen.

Rauchschwaden dringen aus einem Wohnhaus
AP/l Hendrickx/Joël Hendrickx

In dem Gebäude wohnen laut Feuerwehr mehr als 200 Menschen, zahlreiche wurden mit Rauchvergiftungen aus dem Haus gebracht. Aufnahmen des Fernsehsenders zeigten schwarze Rauchwolken auf den Balkonen des Gebäudes.

„Sehr komplexer Brand“

„Es handelt sich um einen sehr komplexen Brand mit geringer Sicht und starker Rauchentwicklung im Gebäude, das macht die Löscharbeiten schwieriger“, sagte eine Feuerwehrsprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

Belgiens Regierungschef Bart De Wever dankte Feuerwehrleuten und Rettungsdiensten. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und den evakuierten Bewohnern“, schrieb er im Onlinedienst X.

Bei der heutigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

1 18 20 31 35 43/Zusatzzahl: 12

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen lauten:

1 5 16 22 24 29

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

9 9 5 3 5 4

Alle Angaben ohne Gewähr

IT

Sony trägt der rasant wachsenden Verbreitung von Onlinevideospielen Rechnung. Ab 2028 sollen Programme für die Konsole PlayStation ausschließlich über das Internet vertrieben werden, teilte der japanische Unterhaltungskonzern heute mit.

PS5-Spiele in Regal
IMAGO/Depositphotos

20 Prozent des Umsatzes mit Discs

Die Produktion entsprechender Discs werde eingestellt. Im vergangenen Jahr hätten diese lediglich 20 Prozent des Videospielumsatzes ausgemacht. Bereits auf Discs veröffentlichte oder bis zum Stichtag für eine Verbreitung auf diesen Datenträgern vorgesehene Titel seien hiervon nicht betroffen.

Sony kündigte zudem an, die Onlinestores für die Konsolen PlayStation 3 und PlayStation Vita bis 2027 stufenweise abzuschalten. Die bis zu 20 Jahre alten Geräte unterstützten die aktuellen Zahlungssysteme nicht. Bereits gekaufte Spiele blieben bis auf Weiteres zugänglich. Kundinnen und Kunden könnten aber keine neuen Titel mehr erwerben.

Ein schwedisches Gericht hat den US-Internetkonzern Google zur Zahlung von umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro Schadenersatz an die Preisvergleichsfirma PriceRunner verurteilt.

Das zum schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna gehörende Unternehmen habe einen Schaden erlitten, da Google seinen eigenen Preisvergleichsdienst über viele Jahre hinweg unrechtmäßig bevorzugt habe, begründete das Stockholmer Patent- und Marktgericht heute sein Urteil.

PriceRunner hatte Google im Jahr 2022 auf umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro geklagt. Der Vorwurf lautete, der US-Suchmaschinenbetreiber habe gegen Kartellrecht verstoßen, indem er Suchergebnisse zugunsten seiner eigenen Shoppingdienste manipuliert habe.

Google prüft rechtliche Möglichkeiten

Google zeigte sich mit der Entscheidung des Gerichts nicht einverstanden. Es würden nun rechtliche Möglichkeiten geprüft. „Die Änderungen, die wir bereits 2017 an den Shoppinganzeigen vorgenommen haben, funktionieren gut“, hieß es.

Klarna begrüßte die Entscheidung. Sie werde „einen gesünderen und wettbewerbsfähigeren Markt im Bereich des Produkt- und Dienstleistungsvergleichs fördern, und das ist gut für alle Verbraucher“, erklärte das Unternehmen.

Die EU-Kommission hatte Google bereits 2017 zu einer Rekordstrafe von 2,4 Milliarden Euro verurteilt, weil es seine marktbeherrschende Stellung bei der Onlinesuche missbraucht hatte. Auch hier ging es um Google Shopping: Den Brüsseler Wettbewerbshütern zufolge versteckte Google alternative Preisvergleiche weiter unten in den Suchergebnissen.

Lifestyle

Bei ihrem Zweitrundenmatch in Wimbledon hat sich der japanische Tennisstar Naomi Osaka in einem neuen Look gezeigt. Besonders ins Auge fiel die lange, weiße Schleppe, die sie zu ihrem komplett weißen Outfit trug.

die japanische Tennisspielerin Naomi Osaka während des Turniers von Wimbledon
APA/AFP/Henry Nicholls

Noch vor Beginn des Spiels gegen die Russin Anastasia Gassanowa legte die vierfache Grand-Slam-Siegerin die Schleppe jedoch ab und absolvierte das Aufwärmen sowie die Partie in ihrem regulären Tennisoutfit.

Weißer Kimono inspiriert von „Kill Bill“

Osakas modische Auftritte sind bei Grand-Slam-Turnieren mittlerweile zu einem Ereignis für sich geworden. Viel Aufmerksamkeit hatte bereits der weiße Kimono auf sich gezogen, den Osaka am Montag vor ihrem Eröffnungsmatch getragen hatte.

die japanische Tennisspielerin Naomi Osaka während des Turniers von Wimbledon
AP/Maja Smiejkowska

Inspiriert dazu wurde Osaka eigenen Angaben nach vom Actionfilm „Kill Bill“, in dem die von der Schauspielerin Lucy Liu verkörperte Figur O-Ren Ishii in einem ähnlichen Kimono auftritt.

„Meine japanischen Wurzeln bedeuten mir sehr viel, bei Wimbledon gilt die ‚All white‘-Regel, und ich dachte, es wäre wirklich toll, in einem Kimono aufzutreten“, begründete Osaka ihren Look.

Kultur

Kanada wird 2027 am Song Contest in Bulgarien teilnehmen, wie heute, am kanadischen Nationalfeiertag, dem Canada Day, von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) verkündet wurde.

Bereits in der Vorwoche hatten sich die Neuigkeiten angedeutet, wurde der nationale Sender CBC/Radio-Canada doch Vollmitglied der EBU – ein Schritt zum Antritt beim Song Contest.

Damit wird erstmals seit Australien 2015 wieder ein gänzlich neues Land zum Bewerb zugelassen. Wie in „Down Under“ ist Kanadas Song-Contest-Begeisterung zweifelsohne groß, schließlich kamen aus Kanada heuer beim Song Contest in Wien die drittmeisten abgegebenen Stimmen aus der Gruppe jener Länder, die nicht selbst teilnahmen.

Martin Green, Song-Contest-Direktor der EBU, freute sich über den Zuwachs und verwies auf die lange Geschichte, die kanadische Künstlerinnen und Künstler mit dem Bewerb verbinde. Nicht zuletzt sei hier Celine Dion als Gewinnerin 1988 zu nennen, auch wenn die Frankokanadierin damals für die Schweiz den Sieg errang.