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Fußball

Oliver Glasner dürfte nach seinem Ende bei Crystal Palace weiter in der englischen Fußball-Premier-League tätig bleiben.

Übereinstimmenden englischen Medienberichten sowie dem Transferexperten Fabrizio Romano zufolge wird der 51-jährige Oberösterreicher bei Nottingham Forest die Trainer-Nachfolge von Vitor Pereira antreten. Offiziell ist aber noch nicht einmal die Trennung vom Portugiesen bekannt, der vergangene Saison mit dem Europa-League-Halbfinalisten nur Liga-16. wurde.

Glasner wäre der fünfte Trainer bei Nottingham innerhalb von weniger als einem Jahr. Ausgestattet werden soll er mit einem Dreijahresvertrag.

Im zweiten Anlauf wäre damit ein Engagement von Erfolg gekrönt, nachdem ihm im Dezember 2023 noch der Portugiese Nuno Espirito Santo vorgezogen worden war. Der Club soll sich einer Klausel bedient haben, wonach der Vertrag von Pereira, der erst im Februar die Nachfolge von Sean Dyche angetreten hatte, im Juni gekündigt werden konnte. Laut „Guardian“ habe man dies am späten Dienstagabend getan.

Glasner war nach seinem Engagement bei Eintracht Frankfurt, wo er 2022 die Europa League gewann, ab 2. Februar 2024 bei Crystal Palace tätig. Im Mai verabschiedete er sich dort mit dem Triumph in der Conference League. Schon zuvor war festgestanden, dass er seinen Vertrag nicht mehr verlängern wird.

Valentino Lazaro hat einen neuen Fußballverein gefunden. Der 30-jährige Steirer wechselte nach seinem Vertragsende beim FC Torino in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Valentino Lazaro
IMAGO/Goal Sports Images

Bei Al-Ain wird der Außenbahnspieler Clubkollege von Adis Jasic. Lazaro spielte davor bereits für Red Bull Salzburg, Hertha BSC, Mönchengladbach, Benfica Lissabon, Newcastle United und Inter Mailand. Für das A-Nationalteam Österreichs lief er 36-mal auf, zuletzt vor vier Jahren.

Nach dem frühen WM-Aus droht dem deutschen Fußball weiteres Ungemach in Bezug auf die Heim-EM 2024. Laut „Bild“-Zeitung sei Mittwochfrüh die Zentrale des Deutschen Fußballbundes (DFB) von mehr als 150 Ermittlern durchsucht worden.

Anlass der Razzia seien laut der Zeitung Hoteleinladungen und mehrere Tausend Tickets, die vor der Heim-EM intern möglicherweise illegal an bevorzugte Gäste vergeben worden sein könnten. Es besteht der Verdacht einer „strukturierten Vorteilsgewährung“ und damit auch der Bestechung.

Der DFB wollte sich angesichts der laufenden Ermittlungen zunächst nicht weiter äußern. Ein Sprecher stellte aber klar, dass sich die Ermittlungen nicht gegen den Verband richten. Aus Sicherheitskreisen hieß es, ermittelt werde gegen einen 66-jährigen Deutschen und einen 46-jährigen Franzosen.

Bundesliga

Red Bull Salzburg baut seinen Kader weiter kräftig um. Kapitän Mads Bidstrup wechselte nach drei Jahren im Dress des Tabellendritten am Mittwoch zum französischen Erstligisten Olympique Lyon.

Zudem gaben die „Bullen“ Offensivspieler Moussa Yeo an den in der zweiten englischen Liga tätigen walisischen Club Swansea City ab. Verpflichtet wurde mit dem 19-jährigen Polen Bartosz Mazurek ein offensiver Mittelfeldspieler vom polnischen Club Bialystok.

Mads Bidstrup
GEPA/Philipp Brem

Der 25-jährige Bidstrup war im Sommer 2023 von Brentford gekommen und erarbeitete sich in der Folge ein enorm hohes Standing im Verein. In 116 Partien brachte es der dänische Mittelfeldspieler auch auf vier Tore und fünf Assists. Gegen seinen neuen Club hatte er vergangene Saison auch in der Europa League gespielt, dabei am 2. Oktober 2025 auswärts mit 0:2 verloren.

Ablöse im Bereich von zehn Millionen Euro

„Mit dem Ende der abgelaufenen Saison sind Mads Bidstrup und sein Management mit dem Wunsch an uns herangetreten, den Club zu wechseln. Letztlich haben sich die Gespräche mit Mads, aber auch jene mit Olympique Lyon so positiv gestaltet, dass wir diesem Transfer zugestimmt haben“, erläuterte Sport-Geschäftsführer Marcus Mann. Die Ablösesumme soll dem Vernehmen nach im Bereich von zehn Millionen Euro liegen.

„Die Zeit in Salzburg war für mich etwas ganz Besonderes. Auch wenn es letztendlich sportlich nicht so gelaufen ist, wie wir uns alle das erhofft haben, durfte ich hier viele unvergessliche Momente erleben“, sagte Bidstrup. Der 22-jährige Yeo war vor vier Jahren aus seiner Heimat Mali nach Salzburg gewechselt. In 70 Partien erzielte der Flügelspieler neun Treffer und bereitete sieben vor. Laut Mann war es bei Yeo „Zeit für einen nächsten Schritt“.

Mazurek kommt aus Polen

Mazurek wiederum kam in der vergangenen Saison in Polens erster Liga zu 35 Einsätzen, erzielte vier Tore und leistete drei Assists. In der Conference League sorgte er im Februar mit einem Hattrick beim 4:2-Sieg bei AC Fiorentina für Aufsehen. Der offensive Mittelfeldspieler erhielt einen Fünfjahresvertrag bis 2031.

Die Admiral Bundesliga der Frauen startet am 1. August gleich mit einem Schlager: Meister FK Austria Wien empfängt den Vizemeister SKN St. Pölten. Aufsteiger Rapid startet am 2. August in seine Premierensaison und beginnt auswärts bei der Vienna.

Das erste Wiener Derby der Frauen-Bundesliga überhaupt zwischen der Austria und Rapid steigt in der neunten Runde am ersten Oktober-Wochenende.

Bundesligist WAC hat den 22-jährigen Sky Schwarz vom Zweitligisten Admira Wacker verpflichtet. Wie die Kärntner am Mittwoch mitteilten, unterschrieb der 1,80 m große Rechtsfuß einen Zweijahresvertrag bei den Kärntnern. Der ehemalige Nachwuchsteamspieler kam über die Jugend des USV St. Ulrich sowie des LASK in die Akademie des SK Rapid Wien, wo er bei der zweiten Mannschaft der Hütteldorfer den Sprung in den Erwachsenenfußball schaffte.

Aaron Sky Schwarz (Admira)
GEPA/Julio Arellano

Nach Leihstationen bei Austria Klagenfurt, dem TSV Hartberg und erneut Klagenfurt blickt der laut WAC „flexible Außenbahnspieler“ mittlerweile auf 24 Einsätze in der Bundesliga zurück. Im vergangenen Sommer wechselte Schwarz zur Admira, wo er bereits mit dem seit April beim WAC tätigen Cheftrainer Thomas Silberberger zusammengearbeitet und sieben Treffer und vier Vorlagen beigesteuert hat.

„Ich freu mich riesig, beim WAC zu sein, und kann es jetzt kaum erwarten die Mannschaft sowie das Trainerteam kennenzulernen und loszulegen. Es ist eine tolle Herausforderung für mich, und ich möchte der Mannschaft helfen, ihre Ziele zu erreichen“, wurde Schwarz zitiert.

Wimbledon

Die Topstars in den Einzel-Bewerben der mit 64,2 Mio. Pfund dotierten All England Tennis Championships in Wimbledon sind am Mittwoch sicher in die dritte Runde eingezogen.

Jannik Sinner hatte gegen den Portugiesen Nuno Borges nur im zweiten Satz etwas Schwierigkeiten, kam aber mit 7:6 (7/4) 7:6 (7/2) 6:4 weiter. Aryna Sabalenka schaltete die US-Amerikanerin McCartney Kessler mit 6:1 7:6 (11/9) aus. Sie trifft nun auf Jelena Ostapenko, Sinner auf den US-Amerikaner Jenson Brooksby.

Jannik Sinner
IMAGO/Bildbyran

Nach dem knappen Fünfsatzsieg zum Auftakt gegen Miomir Kecmanovic musste Sinner nur im zweiten Satz nach verlorenem Service zum 1:2 einem Rückstand hinterherlaufen. Bei 5:4 servierte Borges auf den Satzgleichstand und hatte auch einen Satzball, doch der Südtiroler schaffte das Rebreak und gewann auch das zweite Tiebreak. In den Schlüsselmomenten vermochte sich Sinner immer zu steigern, ein Satzverlust blieb ihm diesmal erspart.

Sinner: „Bin sehr glücklich“

„Insgesamt bin ich bei solchen Spielen, in denen man wenig Kontrolle hat, sehr froh über den Sieg“, atmete Sinner im Platzinterview auf. „Besonders auf diesem Belag habe ich jetzt zwei Siege (diese Woche, Anm.) geholt. Natürlich werden wir sehen, was die Zukunft bringt, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es gibt ein paar Dinge, die wir verbessern müssen, aber ich bin sehr glücklich“, meinte er nach dem zweiten Schritt in Richtung erfolgreiche Titelverteidigung.

Einen Rückstand aufgeholt und damit einen Satzverlust vermieden hat auch Sabalenka. Die Athletin aus Belarus, die sich in Wimbledon noch nie den Titel gesichert hat, holte im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand auf. „Sie hat im zweiten Satz ein unglaubliches Level gespielt“, konstatierte Sabalenka. „Sie mich heute wirklich gefordert, und ich bin glücklich, dass ich den Test bestanden habe.“

Mehr dazu in Tableau Herren und Tableau Damen

Lucas Miedler hat sich beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gemeinsam mit Francisco Cabral in die zweite Runde gekämpft. Das österreichisch-portugiesische Duo rang Diego Hidalgo/Matej Vocel (ECU/CZE) am Mittwoch in 2:34 Stunden mit 6:7 (4/7) 7:5 7:6 (10/2) nieder.

Mit Neil Oberleitner ist an der Church Road noch ein weiterer Österreicher im Doppel im Einsatz. Der 26-jährige Wiener trifft an der Seite des Tschechen Petr Nouza am Donnerstag auf die schwedisch-amerikanische Paarung Andre Göransson und Evan King.

Im Damen-Bewerb treffen Anastasia Potapova und Lilli Tagger auf das tschechisch-spanische Duo Bouzkova/Sara Sorribes Tormo. Sinja Kraus zog ihre Teilnahme nach ihrem Erstrunden-Aus am Dienstag im Einzel zurück.

Mehr dazu in Aktuelle ATP-Turniere und Aktuelle WTA-Turniere

Tennis

Die diesjährigen WTA Finals der besten acht Tennis-Spielerinnen des Jahres werden im November in Indian Wells, Kalifornien, stattfinden und nicht wie ursprünglich geplant in Riad. Dies gab die WTA am Mittwoch bekannt. Das Saisonabschlussturnier der Frauen-Tour wurde seit 2024 in der Hauptstadt Saudi-Arabiens ausgetragen und sollte dort eigentlich für mindestens drei Jahre bleiben.

Die WTA hat die Verlegung beantragt. Der saudi-arabische Tennisverband stimmte dem zu, womit beide Seiten die bestehende Vereinbarung einvernehmlich beendeten. Indian Wells, das bereits ein Masters- und WTA-1000-Turnier austrägt, zählt zu den wichtigsten Standorten im Tennis. Der Entscheid fiel vor dem Hintergrund, dass mehrere für den Nahen Osten geplante Sportveranstaltungen aufgrund der angespannten Lage in der Region verschoben oder abgesagt wurden.

Fußball-WM

Die Begeisterung über den Achtelfinal-Aufstieg von WM-Mitgastgeber Mexiko hat drei Menschenleben gefordert. Die Todesopfer kamen durch Ersticken ums Leben, als sich während der Feierlichkeiten Tausende von Fans auf den Straßen von Mexiko-Stadt drängten. Das teilte die Gesundheitsbehörde der Hauptstadt in den frühen Morgenstunden des Mittwochs mit.

Der Vorfall ereignete sich an der Kreuzung der Straßen Hamburgo und Lancaster in der Nähe des Denkmals „Angel de la Independencia“, wo sich Tausende Fußballfans versammelt hatten, um den 2:0-Sieg Mexikos gegen Ecuador in der Gruppenphase zu feiern.

„Trotz intensiver Wiederbelebungsmaßnahmen wurde der Tod eines 44-jährigen Mannes und einer 19-jährigen Frau infolge von Erstickung bestätigt“, erklärte die Gesundheitsbehörde in den sozialen Netzwerken. Der dritte Todesfall betraf eine 48-jährige Frau, die offenbar ebenfalls erstickte. Sie wurde in einer Seitenstraße behandelt, starb aber nach ihrer Einlieferung in ein Krankenhaus.

Sebastian Beccacece hat das Ende seiner Amtszeit als Teamchef von Ecuador nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale bekanntgegeben. „Die Ergebnisse geben den Ton an, und heute muss ich mich von einer wunderschönen, wunderbaren Familie verabschieden“, sagte de 45-jährige Argentinier nach dem 0:2 im K.-o.-Spiel bei dem WM-Gastgeber Mexiko.

Er verabschiede sich aber mit „großer Dankbarkeit, großer Gelassenheit und innerem Frieden, denn wir haben alles gegeben“. Gegen die Mexikaner war Ecuador vor allem in der ersten Hälfte klar unterlegen und lag nach einer guten halben Stunde bereits mit 0:2 zurück.

Qualifiziert hatte sich Ecuador für die Runde der besten 32 überhaupt erst durch den 2:1-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland.

Ecuadors Teamchef Sebastian Beccacece
Reuters/Eloisa Sanchez

„Es ging darum, das Ziel zu erreichen, das wir uns gesetzt hatten. Nun ja, so ist der Fußball eben“, sagte Beccacece: „Ich glaube, dass wir ein Erbe hinterlassen. Es war ein großartiges Abenteuer mit einem bittersüßen Ende.“ Er hatte den Posten im August 2024 übernommen. „Ich werde nun erst einmal Zeit mit meiner Familie verbringen, mich erholen und zurückschauen, was ich besser hätte machen können.“

Ronald Koeman hört nach dem frühzeitigen WM-Aus gegen Marokko als Teamchef der Niederlande auf. Die Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern, habe er vergangene Nacht getroffen, gab der 63-Jährige via Instagram in einer persönlichen Stellungnahme bekannt.

Mit Blick auf seine Laufbahn zeigte er sich „vor allem stolz und dankbar“. Er habe das Privileg gehabt, bei zahlreichen Spitzenvereinen wie dem FC Barcelona und Ajax Amsterdam und in zwei Amtszeiten die niederländische Nationalmannschaft zu trainieren.

Der niederländische Trainer Ronald Koeman
IMAGO/ANP

Das Scheitern im Elfmeterschießen des WM-Sechzehntelfinales bezeichnete Koeman als schmerzhaft. „Wir alle haben von einer Weltmeisterschaft geträumt, bei der wir Geschichte schreiben würden. Das ist nicht gelungen. Niemand ist darüber enttäuschter als ich“, sagte er. Als Nationaltrainer trage man die Verantwortung für das Abschneiden der Mannschaft.

Spezieller Dank an Frau

Zugleich verwies Koeman auf die Erkrankung seiner Frau, die seinen Blick auf das Leben verändert habe. „Fußball war mein Leben, aber Gesundheit ist unbezahlbar“, schrieb er. Seine Frau habe ihn trotz ihrer eigenen Krankheit täglich darin bestärkt, seine Arbeit als Bondscoach fortzusetzen. Dafür sei er ihr „dankbarer, als ich es jemals in Worte fassen könnte“.

Die Niederlande hatten sich als Sieger der Gruppe F für die erste K.-o.-Phase qualifiziert. Gegen Marokko stand es nach 120 Minuten 1:1, ehe die Nordafrikaner letztlich das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. Koeman hatte die „Elftal“ am 1. Jänner 2023 übernommen, zuvor war er bereits von 2018 bis 2020 „Oranje“-Trainer.

Englands Teamchef Thomas Tuchel lässt seine Nationalmannschaft Elfmeterschießen nach einem wissenschaftlichen Programm trainieren. „Es ist schwer, den Druck zu simulieren“, sagte der Deutsche. „Wir machen, was wir können. Es geht um Entscheidungsfindung, um Entschlossenheit, um Wiederholungen. Der Verband hat ein Programm dafür, dem wir bis ins Detail folgen.“

Vor mittlerweile acht Jahren legte der nationale Verband FA ein Programm auf, um die Leistungen englischer Nationalmannschaften zu verbessern. Dafür zog man Experten zurate und entwickelte spezielle Trainingsübungen.

Daraus entstehen feste Abläufe für den Ernstfall bis hin zur richtigen Atemtechnik. Seit 2018 hat England drei seiner vier Elfmeterschießen gewonnen, aber das EM-Finale 2021 verloren.

„Wir fragen die Spieler nicht, wir kennen die Schützen“, sagte Tuchel. Man lege nur die Reihenfolge fest, denn man könne nicht vorausplanen, wer letztlich noch auf dem Platz und wer ausgewechselt sei. Einen Psychologen speziell für Elfmeterschießen hat Tuchel bisher nicht eingebunden.

Die vieldiskutierte Entscheidung, ein vermeintliches Tor des Deutschen Jonathan Tah im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay nicht zu geben, war laut FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina korrekt.

In einem Beitrag des Fußballweltverbands schrieb der Italiener grundsätzlich über Situationen wie die in der Verlängerung des im Elfmeterschießen von Deutschland verlorenen K.-o.-Spiels.

Tah hatte Deutschland nach einem Eckball scheinbar zur 2:1-Führung geköpfelt. Doch dann griff der Videoschiedsrichter (VAR) wegen eines Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Tormann Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis via Funk bekommen und sich die Aktion noch einmal angesehen hatte, entschied er zügig auf Foulspiel.

Waldemar Anton foult Orlando Gill
IMAGO/EPA/Shawn Thew

Collina nannte Anton in seinen Ausführungen nicht beim Namen, sein Beitrag endete aber mit einem großen Foto von genau dieser strittigen Szene.

„Trainer und Spieler wurden informiert“

Den Schiedsrichtern sei empfohlen worden, besonderes Augenmerk auf bestimmte Situationen zu legen, die „im Zusammenhang mit den taktischen Vorgehensweisen einzelner Mannschaften auftreten können“, schrieb Collina.

„Ein Beispiel hierfür ist, wenn angreifende Spieler versuchen, verteidigende Spieler an ihrer Bewegung zu hindern. Trainer und Spieler wurden darüber informiert. Daher sollte es keine Überraschung sein, wenn Schiedsrichter solche Vergehen ahnden“, sagte Collina.

Zwar stelle das bloße Einnehmen oder Halten einer Position für sich genommen kein Foul dar. „Wenn ein angreifender Spieler jedoch kein Interesse am Ball hat und sich – selbst nur geringfügig – bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn so am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und – falls erforderlich – auch der VAR die Situation sorgfältig analysieren und eingreifen“, sagte Collina.

„Das gilt insbesondere dann, wenn diese Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torhüter daran zu hindern, das Tor wirksam zu verteidigen.“

Nordische Kombi

Der ÖSV bekommt prominenten Zuwachs. Der Deutsche Markus Eisenbichler, der als Skispringer insgesamt sechsmal Weltmeister wurde und vor einem Jahr seine aktive Karriere beendete, wird künftig eng mit Johannes Lamparter, Lisa Hirner und Co. zusammenarbeiten und ihnen mit seinem Know-how im Bereich des Skisprungmaterials und Service zur Seite stehen. Das gab der ÖSV in einer Aussendung bekannt.

„Meine Aufgaben im Servicebereich werden breit gefächert sein vom Skiservice bis hin zur Weiterentwicklung des Materials. Das Material und die Abstimmung sind ein sehr wichtiger Teil, um am Ende auch erfolgreich zu sein. Schon als Athlet waren mein Steckenpferd die Bereiche Flug und Material, und mich freut es sehr, dass ich in diesem Bereich jetzt weiter tätig sein und die Athleten bestmöglich unterstützen kann“, sagte Eisenbichler.

Basketball

Die National Basketball Association (NBA) hat auf dem Weg zu ihrem Europaableger den nächsten Schritt gemacht. Nach dpa-Informationen reichten mehr als 20 Basketball- und Fußballclubs ihre Gebote für die NBA Europe ein.

Die Zahl der Gebote soll sich seit der letzten Frist Ende März mehr als verdoppelt haben. Die NBA Europe soll im Oktober 2027 an den Start gehen und neben den zwölf fixen Startern auch vier über die Champions League qualifizierte Teams vorsehen.

Die einzelnen Gebote sollen sich offenbar in einem Bereich zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro bewegen. „Wir sind äußerst erfreut über die eingegangenen finalen Angebote für die permanenten Franchises in einer neuen, von der NBA und der FIBA unterstützten Liga in Europa. Sie spiegeln das enorme Interesse und die Dynamik dieses Projekts wider“, sagte der stellvertretende Commissioner Mark Tatum, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

TV-Programm

Mittwoch, 1. Juli
17.50 Uhr Fußball WM Sechzehntelfinale: England - DR Kongo, Atlanta ORF1
19.00 Uhr Leichtathletik Austrian Open, Eisenstadt OSP
21.05 Uhr Fußball WM Studio ORF1
21.50 Uhr Fußball WM Sechzehntelfinale: Belgien - Senegal, Seattle ORF1
Donnerstag, 2. Juli
01.25 Uhr Fußball WM Studio ORF1
01.50 Uhr Fußball WM Sechzehntelfinale: USA - Bosnien-Herzegowina, San Francisco ORF1
02.00 Uhr Fußball WM: ÖFB PK, Los Angeles OSP
09.10 Uhr Fußball WM Morning Show ORF2
13.00 Uhr Tennis Österreichische Meisterschaften, Oberpullendorf OSP
23.30 Uhr Fußball WM Studio nach Österreich - Spanien ORF1

OSP = ORF Sport +

Alle Übertragungen sind auch im Stream auf ORF ON abrufbar.

Vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen