Besonders betroffen von den Unwettern waren am Mittwoch laut Feuerwehr die Bezirke St. Pölten und Tulln. Dort kam es zu Überflutungen von Kellern und Straßen. In geringerem Ausmaß sei auch die Bucklige Welt betroffen gewesen.
Mit Stand 19.45 Uhr waren laut Feuerwehr landesweit 35 Einsätze mit Auspumparbeiten durchgeführt, 15 weitere wegen durch den Wind umgefallener Bäume. Zehn Einsätze waren noch im Gange. Der Großteil der Einsätze betraf laut Feuerwehr kleinere Auspumparbeiten.
Laut ORF-Wetterredaktion sah es am Nachmittag am Wechsel zeitweise winterlich aus durch Hagel, der zwar klein, aber sehr intensiv war. Im Raum Krumbach hatte es bis zu 70 Liter auf den Quadratmeter geschüttet. Die heftigsten Gewitterzellen gab es laut ORF Wetter am Nachmittag am Wechsel, bei Traismauer (Bezirk St. Pölten) und Tulln.
Heftige Gewitter in Niederösterreich
Nach fast 14 Tagen Hitze sind heute schwere Unwetter niedergegangen. Besonders betroffen war am Nahchmittag unter anderem die Bucklige Welt. Aber auch in den Bezirken St Pölten und Tulln hat es Gewitter mit teils heftigen Regenfällen gegeben.
Menschenrettung bei Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug
Beim Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeurg (Bezirk Melk) wurde Mittwochnachmittag gegen 16.00 Uhr eine Gruppe mit Booten von einem starken Unwetter mit Sturmböen überrascht. Betroffen waren laut Notruf Niederösterreich rund 60 Personen. Sie waren mit Kajaks und Kanus auf der Donau unterwegs, als ein heftiges Gewitter mit starkem Sturm aufzog.
Mehrere Boote kenterten, acht Menschen – darunter zwei Kinder – stürzten ins Wasser. Sie wurden von der Feuerwehr und der Schleusenaufsicht gerettet. Nach dem Einsatz passierte die Gruppe – von vier Feuerwehrbooten begleitet – die Schleuse. Das Rote Kreuz versorgte die teilweise leicht unterkühlten Personen mit Decken.
Der Zwischenfall endete glimpflich – niemand musste ins Krankenhaus. Im Einsatz standen mehrere Feuerwehren mit Feuerwehrbooten, die Wasserrettung, das Rote Kreuz, der Samariterbund, die Polizei sowie die Wasserpolizei.
Golfballgroße Hagelkörner
Bereits am Dienstagabend kam es rund um Groß Gerungs (Bezirk Zwettl) zu einem schweren Hagelunwetter. Auch die Ortsteile Oberrosenauerwald und Dietmanns waren betroffen. Die Feuerwehr musste zu Einsätzen aufgrund von Verklausungen und überfluteten Hackschnitzelbunker ausrücken. Bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner, etwa in der Größe eines Golfballes, sorgten für Schäden an Dächern und Photovoltaik-Anlagen.
Laut Landesfeuerwehrverband gab es am Dienstag auch in anderen Landesteilen Einsätze unter anderem wegen Auspumparbeiten, umgestürzter Bäume sowie verschmutzter Straßen. Hauptbetroffen waren laut Feuerwehr die Bereiche um Göpfritz an der Wild, Thaua (beide Bezirk Zwettl), Groß Siegharts (Bezirk Waidhofen an der Thaya).
Tiefgarage überflutet
Ein heftiges Gewitter sorgte in der Nacht auf Mittwoch dafür, dass eine Tiefgarage in Groß-Siegharts (Bezirk Waidhofen an der Thaya) überflutet wurde. Vereinzelt wurden auch Einsätze in Bad Traunstein, Rappottenstein, Schönbach und Ottenschlag (alle Bezirk Zwettl) vermeldet.
In Göpfritz an der Wild seien demnach zwei Fahrzeuge in die unter Wasser stehende Bahnunterführung gefahren. Die Fahrzeuginsassen wurden von der Feuerwehr befreit und die Autos gesichert abgestellt, wie es heißt.
Ende der 14-tägigen Hitzewelle
Die Regenschauer und Gewitter beenden die 14-tägige Hitzewelle und klingen in der Nacht auf Donnerstag laut ORF Wetterredaktion nur langsam ab, am längsten nass bleibt es in den westlichen Landesteilen. Speziell über den Bergen des Mostviertels können die gesamte Nacht hindurch Regenschauer dabei sein. Die Temperaturen sinken auf 19 bis 14 Grad.
Der Donnerstag beginnt mit einigen Wolken und vor allem im Mostviertel regnet es gebietsweise. Abseits davon lockert es im Lauf des Vormittags rasch auf, dann überwiegt der Sonnenschein – mehr dazu in Morgen windig, zunehmend sonnig (wetter.ORF.at; 1.7.2026).