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Ausland

Knapp vier Jahre nach den Anschlägen auf die „Nord Stream“-Pipelines hat die deutsche Bundesanwaltschaft Medienberichten zufolge einen ersten Tatverdächtigen angeklagt. Das bestätigte auch die Kanzlei des angeklagten Ukrainers. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Der Verdächtige im Gewahrsam der italienischen Polizei
AP/Czarek Sokolowski (Archivbild)

Bei der Sabotageaktion im September 2022 waren die Leitungen, die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren, durch Sprengsätze schwer beschädigt worden. Sie waren zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb.

Der mutmaßliche Täter soll die Aktion koordiniert haben, wie die Bundesanwaltschaft nach seiner Festnahme im August 2025 erklärte. Er wurde in Italien gefasst und später nach Deutschland ausgeliefert. Medienberichten zufolge wirft ihm die Bundesanwaltschaft Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und die Zerstörung von Bauwerken vor.

Die US-Regierung hat eine Verlängerung des Freihandelsabkommens USMCA (United States–Mexico–Canada Agreement) mit Mexiko und Kanada in seiner gegenwärtigen Form abgelehnt.

Damit beginne eine zehnjährige Frist bis zum Auslaufen des Vertrags, teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer heute mit. Die Regierung in Washington strebt Änderungen an, um nach eigenen Angaben Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie in die USA zurückzuholen und Handelsdefizite abzubauen.

Weitere Verhandlungen geplant

Der Pakt bleibe für weitere zehn Jahre in Kraft und werde jährlich überprüft, hieß es in der Mitteilung weiter. Eine Verlängerung um 16 Jahre sei jederzeit möglich, falls sich die drei Länder auf Anpassungen einigen. Für die Woche ab dem 20. Juli seien weitere Verhandlungen mit Mexiko geplant.

Der heutige Tag sei kein Stichtag gewesen, sagte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum, die Zusammenarbeit werde fortgesetzt. Der kanadische Handelsminister Dominic LeBlanc erklärte seinerseits, das Abkommen bleibe bis 2036 uneingeschränkt in Kraft. Seine Regierung werde zudem weiter daran arbeiten, eine Lösung für die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Stahl, Aluminium, Autos und Holz aus Kanada zu finden.

Trump setzte Zölle ein

Zuletzt hatte Trump Einfuhrabgaben von 25 Prozent auf Autos aus Mexiko und Kanada sowie 50 Prozent auf Metalle erhoben. In den bisherigen Verhandlungen forderte die US-Regierung, dass in Nordamerika gebaute Fahrzeuge zu 50 Prozent aus US-Teilen bestehen müssen. Trump hatte das USMCA 2020 in seiner ersten Amtszeit selbst auf den Weg gebracht und damals noch als „das beste Abkommen, das wir je geschlossen haben“, bezeichnet.

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden.

Zwei von ihnen seien bei einem Luftangriff im Nordwesten der Stadt Gaza ums Leben gekommen, ein dritter bei einem Angriff auf ein Auto im Zentrum der Stadt, teilte der von der Terrororganisation Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Nach Angaben des israelischen Militärs handelte es sich um bewaffnete Kämpfer.

Zuletzt hatte Israel vermehrt Mitteilungen veröffentlicht, wonach mutmaßliche Mitglieder der Hamas und des Islamischen Dschihad im Gazastreifen gezielt getötet worden seien.

Waffenruhe seit Oktober

Offiziell gilt seit Oktober vergangenen Jahres eine Waffenruhe im Gazastreifen. Dennoch kommt es immer wieder zu israelischen Angriffen und bewaffneten Zwischenfällen. Seit Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 1.000 Menschen getötet worden. Bei vielen davon handelte es sich um unbeteiligte Zivilisten und Zivilistinnen.

Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Sturz von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad steht die finale Zusammensetzung des neuen syrischen Parlaments fest. Dieses tritt am Montag zu seiner ersten Sitzung zusammen, wie der Vorsitzende des Obersten Komitees für die Wahlen zur Volksversammlung, Mohammed Taha al-Ahmad, heute bei einer Pressekonferenz in Damaskus mitteilte.

Außerdem wurden die Namen der 70 Abgeordneten veröffentlicht, die von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa nun ernannt wurden. Das neue Parlament hat 210 Sitze. Zwei Drittel der Mitglieder wurden im Oktober bereits von regionalen Wahlgremien bestimmt. Die syrische Bevölkerung konnte die Abgeordneten nicht direkt wählen.

Geringer Minderheiten- und Frauenanteil

Aus der Wahl im Oktober waren vor allem sunnitische und konservativ-sunnitische Kräfte als Gewinner hervorgegangen sowie Stammesführer, während der Anteil von Frauen und Minderheiten gering blieb. Scharaa ernannte 15 Frauen, insgesamt werden damit 22 Frauen im Parlament vertreten sein. Übergangspräsident Scharaa sollte Ungleichheiten bei den Ergebnissen mit der Ernennung der übrigen Abgeordneten berücksichtigen, hieß es damals.

Unter den nun von Scharaa ernannten Abgeordneten sind Ahmad zufolge Angehörige von im Krieg Getöteten, ehemalige Häftlinge, Überlebende von Chemiewaffenangriffen sowie Akademiker, Fachleute, Vertreter verschiedener Berufsgruppen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Ziel sei es, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen Syriens zu repräsentieren und die nationale Einheit zu stärken.

In Griechenland sind die Privathäuser von drei Politikern der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia mit selbst gebastelten Sprengsätzen angegriffen worden. Wie die Polizei heute mitteilte, wurden bei den Angriffen in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki mindestens fünf Menschen verletzt.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis äußerte sich „empört“ und sprach von einem „feigen, terroristischen und mörderischen Anschlag“. Er wollte Thessaloniki später besuchen, um seinen Parteikollegen beizustehen.

Ausgebranntes Fahrzeug
AP/Giannis Papanikos

Die Nachrichtenplattform Kathimerini berichtete, dass die Eltern der ehemaligen Parteikandidatin Afroditi Nestora verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden seien. Als weitere Anschlagsziele wurden der Vorsitzende des Parteivorstands, Zisis Ioakimovic, und der ehemalige Abgeordnete Savvas Anastasiades genannt.

Der Polizei zufolge wurden die Angriffe in den frühen Morgenstunden verübt. Die improvisierten Sprengsätze seien aus Butangasflaschen hergestellt worden. Hinter allen Anschläge werden dieselben Täter vermutet. Laut Polizei wird nun das Videomaterial ausgewertet, diese äußerte sich weder zu den Tätern noch zum möglichen Motiv.

Krieg in Nahost

Die USA und der Iran haben heute in der katarischen Hauptstadt Doha indirekte Fachgespräche über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand fortgesetzt.

Die Teilnehmenden hätten sich darauf geeinigt, „bis morgen einen Kommunikationskanal einzurichten“, erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi heute, als er den Abschluss der Gespräche bekanntgab. Beobachterinnen und Beobachter kritisierten „fehlende Transparenz“ bei den Gesprächen.

Verstöße melden und dokumentieren

Laut Gharibabadi sollen durch das Einrichten eines Kommunikationskanals Verstöße gegen das Rahmenabkommen gemeldet und dokumentiert werden. Die Beratungen mit den katarischen und pakistanischen Vermittlern in Doha fanden getrennt statt, wie ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie fanden demnach auf niedrigerer Ebene statt und konzentrierten sich auf die Details des Rahmenabkommens. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nahmen an den „technischen Gesprächen“ nicht teil.

„Keine Pläne“ für Verhandlungen in nächsten Tagen

Die beiden US-Gesandten seien dagegen mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, zusammengetroffen, wie dessen Büro mitteilte. Gestern hatten sich Witkoff und Kushner nach Angaben des katarischen Außenamtss mit Katars Regierungschef Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani getroffen. Dabei sei es um die Verhandlungen mit dem Iran sowie die Lage im Libanon gegangen.

Laut Irans Außenministerium gibt es in den kommenden Tagen „keine Pläne für Verhandlungen mit der amerikanischen Seite auf irgendeiner Ebene“. Er wies damit eine frühere Ankündigung von US-Präsident Trump zurück, wonach in Doha direkte Gespräche vorgesehen seien.

Nach der Notlandung eines Hubschraubers im Arabischen Meer sucht die US-Marine nach einem vermissten Besatzungsmitglied.

Heute Früh (US-Ostküstenzeit) habe ein Helikopter des Typs MH-60S Sea Hawk dort eine Notlandung vorgenommen, Hinweise auf eine feindliche Handlung als Ursache gebe es nicht, teilten die Marinestreitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom auf der Plattform X mit.

Nach einem der vier Besatzungsmitglieder des Hubschraubers werde noch gesucht, die anderen drei seien bereits gefunden worden, hieß es. Sie befinden sich in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“. Diesen hatten die USA im Zuge des Iran-Krieges in die Region verlegt. Die Ursache des Vorfalls wird nach Angaben des US-Militärs aktuell untersucht.

Ukraine-Krieg

Bei einem russischen Raketenschlag sind im südukrainischen Gebiet Odessa heute laut ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 Personen seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Infolge des Angriffs gebe es Schäden auf dem Gelände eines Unternehmens. Ein ausgelöster Brand wurde seinen Angaben zufolge gelöscht.

Löscharbeiten nach Luftschlag in der ostukrainischen Großstadt Charkiw
AP/Alex Babenko

Auch in der ostukrainischen Großstadt Charkiw gab es nach Behördenangaben einen Toten nach russischen Gleitbombenangriffen. Ein 15-Jähriger sei getötet worden, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram, rund ein Dutzend seien verletzt worden. Insgesamt habe es fünf Einschläge in zwei Stadtteilen gegeben.

Inland

Die Befreiung von Grundbuch- und Pfandeintragungsgebühr für private Immobilien bis zu einem Kaufpreis von 500.000 Euro, die es seit April 2024 gegeben hatte, ist mit Ende Juni ausgelaufen.

Wer die Regelung in Anspruch genommen hat, muss die Voraussetzungen dafür trotzdem weiter erfüllen, warnte heute die Notariatskammer in einer Aussendung. Die befristete Befreiung war Teil eines Wohn- und Baupakets der damaligen Regierung, um die schwache Bau- und Immobilienbranche anzukurbeln.

Grundbedingung ist Eigennutzung

Wer in den vergangen zwei Jahren beim Immobilienkauf von der Befreiung profitiert hat, „muss auch nach dem Auslaufen der Regelung nachweisen können, dass die gesetzlichen Voraussetzungen weiterhin vorliegen“, so die Notariatskammer in der Aussendung.

Bedingung für die Gebührenbefreiung war ein dringendes Wohnbedürfnis, die gekaufte Immobilie muss also als Hauptwohnsitz genutzt werden. Diese Voraussetzung muss laut Aussendung insgesamt über einen Zeitraum von fünf Jahren erfüllt sein. Ist das nicht der Fall, etwa weil die Immobilie vorher verkauft wird, entfällt die Befreiung und die Eintragungsgebühr wird im Nachhinein doch noch fällig.

Wirtschaft

Die Republik Österreich erhält von der ÖBAG (Österreichische Beteiligungs AG) für das Jahr 2025 Dividenden in Höhe von 1,577 Mrd. Euro, nach 1,26 Mrd. Euro im Jahr davor. Dem Wirtschaftsministerium werden am 7. Juli 1,019 Mrd. Euro als Dividende überwiesen.

Der entsprechende Vorschlag des Vorstandes wurde in der Hauptversammlung heute angenommen. Bereits im Mai erhielt der Bund 558 Mio. Euro, die vom Verbund als Dividende ausgeschüttet wurden. „Die Dividendenzahlung spiegelt die Stärke unserer Beteiligungsunternehmen in global herausfordernden Zeiten wider“, merkte ÖBAG-Vorständin Edith Hlawati in einer Aussendung an.

Seit der Neuausrichtung der ÖBAG im Jahr 2019 flossen insgesamt 8,534 Mrd. Euro an den Bund. Der Portfoliowert aller Beteiligungen, darunter Verbund, OMV, Post, Telekom Austria und Bundesimmobiliengesellschaft, blieb zum Jahresende 2025 mit 30,05 Mrd. Euro stabil.

Wechsel im Aufsichtsrat

„Unser Anspruch ist klar: Die ÖBAG soll dazu beitragen, Schlüsselindustrien zu stärken, Zukunftsinvestitionen abzusichern, Österreich im internationalen Wettbewerb unabhängiger und stärker zu machen und damit Arbeitsplätze sichern“, erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP).

Bei der Hauptversammlung wurde Franz Valsky in den Aufsichtsrat der ÖBAG gewählt – einerseits seitens des Wirtschaftsministeriums als Eigentümervertreter, andererseits als Arbeitnehmervertreter der Telekom Austria. Er löst damit in beiden Funktionen Gerhard Bayer ab, der in Pension geht.

Chronik

Eine Woche nach dem verheerenden Doppelerdbeben in Venezuela hat Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez heute eine siebentägige Staatstrauer ausgerufen. „Die Seele Venezuelas ist zerrissen durch die menschlichen Verluste, die diese verheerenden Erdbeben verursacht haben“, schrieb sie auf Telegram.

Suche zunehmend schwieriger

In einem Wettlauf gegen die Zeit setzten Rettungsteams heute ihre Suche nach Überlebenden fort. Die Hoffnung, eine Woche nach dem Unglück Verschüttete noch lebend zu finden, schwindet. Vereinzelt gibt es aber noch Lichtblicke.

Vor einer Woche hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis heute wurden nach offiziellen Angaben fast 2.300 Todesopfer geborgen. Mehr als 10.500 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der UNO werden mehr als 50.000 Menschen vermisst. Wie Parlamentspräsident Jorge Rodriguez sagte, hielten sich etwa 30.000 von ihnen im Hafengebiet der Küstenstadt La Guaira auf, die am stärksten zerstört wurde.

Wand mit Bildern von Vermissten in La Guaira , Venezuela
APA/AFP/Juan Barreto

Rodriguez sagte, dass fast 6.500 Menschen in La Guaira von Suchmannschaften aus den Trümmern gerettet worden seien. Er ging aber davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Überlebenden wahrscheinlich eher bei 20.000 liegt, weil sich zahlreiche Verschüttete aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn befreit hätten.

Dreijähriger in Caracas geborgen

Fachleuten zufolge sind die ersten 72 Stunden nach einer Naturkatastrophe entscheidend, um noch Überlebende zu finden. Ganze sechs Tage nach dem Beben hatten jordanische Rettungskräfte gestern einen Dreijährigen lebend aus den Trümmern in Caracas geborgen. Der Bub habe Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz mit.

Bei der heutigen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

1 18 20 31 35 43/Zusatzzahl: 12

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen lauten:

1 5 16 22 24 29

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9 9 5 3 5 4

Alle Angaben ohne Gewähr

IT

Sony trägt der rasant wachsenden Verbreitung von Onlinevideospielen Rechnung. Ab 2028 sollen Programme für die Konsole PlayStation ausschließlich über das Internet vertrieben werden, teilte der japanische Unterhaltungskonzern heute mit.

PS5-Spiele in Regal
IMAGO/Depositphotos

20 Prozent des Umsatzes mit Discs

Die Produktion entsprechender Discs werde eingestellt. Im vergangenen Jahr hätten diese lediglich 20 Prozent des Videospielumsatzes ausgemacht. Bereits auf Discs veröffentlichte oder bis zum Stichtag für eine Verbreitung auf diesen Datenträgern vorgesehene Titel seien hiervon nicht betroffen.

Sony kündigte zudem an, die Onlinestores für die Konsolen PlayStation 3 und PlayStation Vita bis 2027 stufenweise abzuschalten. Die bis zu 20 Jahre alten Geräte unterstützten die aktuellen Zahlungssysteme nicht. Bereits gekaufte Spiele blieben bis auf Weiteres zugänglich. Kundinnen und Kunden könnten aber keine neuen Titel mehr erwerben.

Umstrukturierungen in Sony-Werk Thalgau

Der Wegfall von Speichermedien wie Compact Discs bedeutet größere Umstrukturierungen der zentralen Produktion im Sony-Werk in Thalgau in Salzburg. Der Personalstand soll dennoch unverändert bleiben – mehr dazu in Thalgau: Sony setzt künftig auf Micro Optics.

Ein schwedisches Gericht hat den US-Internetkonzern Google zur Zahlung von umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro Schadenersatz an die Preisvergleichsfirma PriceRunner verurteilt.

Das zum schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna gehörende Unternehmen habe einen Schaden erlitten, da Google seinen eigenen Preisvergleichsdienst über viele Jahre hinweg unrechtmäßig bevorzugt habe, begründete das Stockholmer Patent- und Marktgericht heute sein Urteil.

PriceRunner hatte Google im Jahr 2022 auf umgerechnet rund 2,1 Milliarden Euro geklagt. Der Vorwurf lautete, der US-Suchmaschinenbetreiber habe gegen Kartellrecht verstoßen, indem er Suchergebnisse zugunsten seiner eigenen Shoppingdienste manipuliert habe.

Google prüft rechtliche Möglichkeiten

Google zeigte sich mit der Entscheidung des Gerichts nicht einverstanden. Es würden nun rechtliche Möglichkeiten geprüft. „Die Änderungen, die wir bereits 2017 an den Shoppinganzeigen vorgenommen haben, funktionieren gut“, hieß es.

Klarna begrüßte die Entscheidung. Sie werde „einen gesünderen und wettbewerbsfähigeren Markt im Bereich des Produkt- und Dienstleistungsvergleichs fördern, und das ist gut für alle Verbraucher“, erklärte das Unternehmen.

Die EU-Kommission hatte Google bereits 2017 zu einer Rekordstrafe von 2,4 Milliarden Euro verurteilt, weil es seine marktbeherrschende Stellung bei der Onlinesuche missbraucht hatte. Auch hier ging es um Google Shopping: Den Brüsseler Wettbewerbshütern zufolge versteckte Google alternative Preisvergleiche weiter unten in den Suchergebnissen.

Lifestyle

Bei ihrem Zweitrundenmatch in Wimbledon hat sich der japanische Tennisstar Naomi Osaka in einem neuen Look gezeigt. Besonders ins Auge fiel die lange, weiße Schleppe, die sie zu ihrem komplett weißen Outfit trug.

die japanische Tennisspielerin Naomi Osaka während des Turniers von Wimbledon
APA/AFP/Henry Nicholls

Noch vor Beginn des Spiels gegen die Russin Anastasia Gassanowa legte die vierfache Grand-Slam-Siegerin die Schleppe jedoch ab und absolvierte das Aufwärmen sowie die Partie in ihrem regulären Tennisoutfit.

Weißer Kimono inspiriert von „Kill Bill“

Osakas modische Auftritte sind bei Grand-Slam-Turnieren mittlerweile zu einem Ereignis für sich geworden. Viel Aufmerksamkeit hatte bereits der weiße Kimono auf sich gezogen, den Osaka am Montag vor ihrem Eröffnungsmatch getragen hatte.

die japanische Tennisspielerin Naomi Osaka während des Turniers von Wimbledon
AP/Maja Smiejkowska

Inspiriert dazu wurde Osaka eigenen Angaben nach vom Actionfilm „Kill Bill“, in dem die von der Schauspielerin Lucy Liu verkörperte Figur O-Ren Ishii in einem ähnlichen Kimono auftritt.

„Meine japanischen Wurzeln bedeuten mir sehr viel, bei Wimbledon gilt die ‚All white‘-Regel, und ich dachte, es wäre wirklich toll, in einem Kimono aufzutreten“, begründete Osaka ihren Look.

Kultur

Kanada wird 2027 am Song Contest in Bulgarien teilnehmen, wie heute, am kanadischen Nationalfeiertag, dem Canada Day, von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) verkündet wurde.

Bereits in der Vorwoche hatten sich die Neuigkeiten angedeutet, wurde der nationale Sender CBC/Radio-Canada doch Vollmitglied der EBU – ein Schritt zum Antritt beim Song Contest.

Damit wird erstmals seit Australien 2015 wieder ein gänzlich neues Land zum Bewerb zugelassen. Wie in „Down Under“ ist Kanadas Song-Contest-Begeisterung zweifelsohne groß, schließlich kamen aus Kanada heuer beim Song Contest in Wien die drittmeisten abgegebenen Stimmen aus der Gruppe jener Länder, die nicht selbst teilnahmen.

Martin Green, Song-Contest-Direktor der EBU, freute sich über den Zuwachs und verwies auf die lange Geschichte, die kanadische Künstlerinnen und Künstler mit dem Bewerb verbinde. Nicht zuletzt sei hier Celine Dion als Gewinnerin 1988 zu nennen, auch wenn die Frankokanadierin damals für die Schweiz den Sieg errang.