Lange hab ich an dem Wort herumgelesen, bis ich es begriffen hab. Nicht Per-maurl, auch nicht Perm-aurl, nein Perma-url heißt das Ding und da begreif sogar ich wozu das gut sein könnte. Glaub ich wenigstens.
Das Unterbewußtsein ist hinterhältig. Seit einer Woche bereite ich mich gewissenhaft, einschließlich der Überwindung einiger Panikattacken, auf einen größeren Zahnarzttermin vor. Seit einer Woche erzähle ich jedem, dass er heute um 11:00Uhr an mich denken und mir die Daumen drücken soll.
Um 10:00 kurz bevor ich das Haus verlasse, werfe ich einen letzten Blick auf meinen Terminkalender, und ...
Der Termin wäre schon um 9:00 gewesen.
Wenn sich zwei Handlungsstränge kreuzen, kann es wichtig sein, zu erkennen, welche Aktion welchem Handlungsstrang zugeordnet ist. Wie z. B. letzten Mittwoch als Chef just in dem Moment, als ich den Besprechungsraum betrat, ausrief:"Ah, da ist ja die Kuh."
Der Header ist nun neu, aber der Rest bleibt wie er ist. Blau und weiß die Farben meines ersten heiß geliebten Textprogramms, das ich nur unter heftigstem Protest aufgegeben habe.
"Tschüß", sagte die Kollegin, "ich geh jetzt Hamburger essen".
"Hamburger essen, du?" ich bin verwirrt.
Sie erzählt, dass in Rosenheim ein neuer Laden aufgemacht hat und dass es dort ganz leckere, echt amerikanische Hamburger gibt. Die will sie jetzt testen.
Und während sie so erzählt, läuft mir langsam das Wasser im Mund zusammen. Ich will auch einen, aber keinen amerikanischen. Ich will einen aus Klein Twülpstedt aus der Mühlenschenke, einen mit Krautsalat, so einen wie ihn Dieter immer gemacht hat.
Unsere EDV heißt jetzt IT und hat als solche einen neuen Chef bekommen. An diesen wandte ich mich heute mit einem Anliegen. Normalerweise arten solche Anliegen immer in ausgesprochen komplizierte Angelegenheiten aus, bei denen mindestens ein halbes Dutzend Entscheidungsträger um Rat und Gehnemigungen angegangen werden muss. Doch dieser Neue entschied, einfach so, ohne viel Brimborium, ja das können wir so machen. Whow, absofort liebe ich Männer in curryfarbenen Anzügen.
Das Telephon klingelt, ich nehme den Hörer ab und zu mir spricht eine sanfte Stimme:"Liebe Ilona, wenn Engel eine Telephonnummer hätten, dann wäre es deine."
Wer arbeitet soll, mehr Geld bekommen, als jemand der nicht arbeitet. Wenn aber diejenigen, die nicht arbeiten, mehr bekommen würden, als diejenigen die arbeiten, würde niemand mehr arbeiten wollen und alle Firmen gehen Pleite. Weil aber Firmen nicht Pleite gehen mögen, würden diese sich mit Gehaltsangeboten gegenseitig überbieten, damit wieder jemand Lust hat zu arbeiten und dann bekommen jene , welche arbeiten plötzlich mehr als die, die nicht arbeiten.
Irgentwas stimmt an dieser Logik nicht.
Jetzt wollte ich gerade heftigst darüber lamentieren, dass alle um mich herum die Karriereleiter hinauffallen, nur ich armes Wurm nicht. Doof, das geht jetzt nicht mehr, das mit dem Lamentieren, denn bei genauer Betrachtung der Hierarchien mußte ich feststellen, dass ich nicht nur dienstälteste sondern zur Zeit auch ranghöchste Sekreteuse bin.
Ich werde mal einen Termin mit meinem Friseur und meinem Schneider machen müssen.
Der Deutsche geht im Schnitt 18 mal im Jahr zum Arzt.
Ehrlich, ich kenn niemanden, der annähernd auf so viele Arztbesuche kommt.
Was haben die (wer imer das auch war) gezählt?
zitter, bibber, schnatter, schnief, schnief, ha...ha...hatschiiiiiiiiiiiiiiiiiiie
Bitte Abstand halten und Hände desinfizieren.... dieses Blog ist verseucht
He..h...hhäää..h...häääpschtiiiiieee
mindestens haltbar bis ...
"Steht da jetzt 00 oder 06?", der beste aller Ehemänner zückt sein Guckeglas, schaut, zuckt die Schultern, aber glaubt, da steht 06. Nun gut das sind ja erst 4 Jahre, da müßte die Vaseline noch gut sein und weil sie weder komisch riecht noch komisch ausschaut, schmier ich sie auf meine schnupfengeplagte Nase.
Vielleicht erschreck ich ja damit den gemeinen Rhinovirus und er verdünnisiert sich fluchtartig.
Sechs Plastikschalen brauch ich für meinen Acker als Minigewächshaus. Als bestens geeignet haben sich die 1kg-Harribo-Plastikdosen heraus gestellt. 2 leere Dosen hab ich schon, jetzt müssen wir nur noch 4 Haribo-Dosen leerfuttern. Aber irgendwie ist mir jetzt schon schlecht.
Arbeit muss sich lohnen. Alle nicken zustimmend, nur mir streuben sich sämtliche Nackenhaare. Ich kann mich mit diesem Anspruch nicht anfreunden. Vielleicht liegt es an dem Wort lohnen, das für mich zu sehr nach Belohnung klingt, nach "Wer arbeitet wird belohnt".
Arbeit gehört nicht belohnt. Arbeit gehört anständig bezahlt.
Wenn mich eines anödet, dann sind es die unsäglichen Interviews, die nach Fußballspielen mit Trainern und Spielern geführt werden.
Seit gestern ist eine neue Ära angebrochen. Einfach köslich, wie van Gaal den Reporter in seine Einzelteile zerlegt hat und noch köstlicher das ängstliche Gebaren von Töpperwien, als er van Gaal für das Sportstudio interviewte.
Heute drücke ich den Bremern ganz besonders fest die Daumen.
Auf gehts, Jungs. Das schafft ihr.
Edit: Diese Ergebnis läßt die kleine Begebenheit von heute abend in einem leicht anderem Licht erscheinen. Chef No. 2 rief hier bei mir zu Hause an um mitzuteilen, dass der Termin morgen in aller Herrgottsfrühe ausfällt und ich nicht zu unchristlichen Zeiten erscheinen muss.
Audit steht vor der Tür und drinnen steppt der Bär.
Da reicht es hier nur für ein wenig Youtube. Ist aber durchaus anspruchsvoll, das Lied ist ein Klassiker, der Bariton perfekt und an der ersten Textpassage knabbere ich immer noch.
18 Arztbesuche pro Nase sagt die Statistik und die durchschnittliche Verweildauer, so hat man ermittelt, beträgt 8 Minuten. Das macht nach Adam Riese 2 Stunden und 24 Minuten.
Knapp 2,5 Stunden in einem Jahr verbringt der Deutsche also beim Arzt. Da ist doch nun wirklich nichts dran auzusetzen.
Kollege K ist ein wenig umständlich. Mei, klagt die Kollegin, bis der sich endlich endschieden hatte... Wäre er ein Huhn, hätte er in der gleichen Zeit ein paar Eier gelegt.
Genial, einfach genial. Ohne Brille ging beim lesen und computern ja gar nichts mehr. Jetzt habe ich mir eine Rasterbrille zugelegt und siehe da, es funktioniert. Mit diesem Lochdings auf der Nase seh ich alles klar und deutlich. Nur mit dem Curser habe ich ein kleines Problem, der versteckt sich manchmal.
Ich kann das, ich schaff das, nichts wird mir zu viel. Wie sehr ich schon wieder in dieser Leistungsfalle sitze, wurde mir gestern bewußt. Als ich einige der Augenübungen nicht schaffte, wurde ich immer nervöser. Und nur ganz langsam sickerte die Erkenntnis durch, dass es hier nicht um richtig oder falsch, gut oder schlecht, schaffen oder versagen ging, dass keine Katasthrophe und kein Weltuntergang bevorsteht, nur weil der Daumen ums verrecken nicht doppelt erscheinen wollte.
Nur diese Erkenntnis hat mich noch nicht entspannt, da muss noch dran gearbeitet werden. Aber ich kann das, ich schaff das ....
oh schiiiiiiiiet .............
Weiter unten überlegte ich ob ich den Faden wieder aufnehmen sollte und meinte damit, ob ich wieder mit Aikido anfangen sollte. Inzwischen habe ich beschlossen, das nicht mehr zu tun.
Ein Faden hat sich allerdings in meinen Alltag geschmuggelt. Er ist 380m lang, pastellfarben und wünscht mittels eines 2,5er Nadelspiels in ein paar Socken transformiert zu werden. Ich bin dabei diesen Wunsch zu erfüllen und stelle fest, dass die Angelegenheit auch eine durchaus meditative Seite hat.
Die Nadeln klappern leise, die Gedanken fließen und der Atem beruhigt sich.