Beschreibung
Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen
Halbleiterchips und optoelektronischer Halbleiterchip
Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung DE 102015111487.9, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird. Es werden ein Verfahren zur Herstellung eines
optoelektronischen Halbleiterchips und ein optoelektronischer Halbleiterchip angegeben.
Es ist eine Aufgabe ein Verfahren anzugeben, das einen
Beitrag leistet einen optoelektronischen Halbleiterchip einfach und kostengünstig herzustellen. Es ist ferner eine Aufgabe einen optoelektronischen Halbleiterchip anzugeben, welcher sich durch eine geringe Empfindlichkeit gegenüber elektrostatischen Entladungen (ESD - Electrostatic Discharge) auszeichnet und vergleichsweise einfach herstellbar ist.
Diese Aufgaben werden durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Gemäß einem ersten Aspekt wird ein Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterchips angegeben. Bei dem optoelektronischen Halbleiterchip kann es sich insbesondere um einen Leuchtdiodenchip oder einen Fotodiodenchip handeln. Beispielsweise kann es sich bei dem optoelektronischen
Halbleiterchip um eine Dünnfilm-Leuchtdiode handeln, welche frei von einem Aufwachssubstrat für eine
Halbleiterschichtenfolge ist.
Der optoelektronische Halbleiterchip erstreckt sich in einer vertikalen Richtung zwischen einer ersten Hauptebene und einer zweiten Hauptebene, wobei die vertikale Richtung quer oder senkrecht zur ersten und/oder zweiten Hauptebene
verlaufen kann. Bei den Hauptebenen kann es sich
beispielsweise um die Haupterstreckungsebenen an der
Deckfläche und der Bodenfläche des optoelektronischen
Halbleiterchips handeln. Der optoelektronische Halbleiterchip ist in lateraler Richtung, also zum Beispiel zumindest stellenweise parallel zu den Hauptebenen flächig ausgedehnt. Beispielsweise weist der optoelektronische Halbleiterchip in der vertikalen Richtung eine Dicke auf, die klein ist
gegenüber einer maximalen Erstreckung des optoelektronischen Halbleiterchips in lateraler Richtung.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird eine Halbleiterschichtenfolge bereitgestellt, umfassend eine erste Halbleiterschicht und eine zweite
Halbleiterschicht. Die Halbleiterschichtenfolge ist zumindest stellenweise parallel zu den Hauptebenen flächig ausgedehnt. Beispielsweise bildet die Halbleiterschichtenfolge die erste Hauptebene des optoelektronischen Halbleiterchips,
beispielhaft die Deckfläche des optoelektronischen
Halbleiterchips. Insbesondere enthält die
Halbleiterschichtenfolge einen zur Erzeugung von Strahlung und/oder zum Empfangen von Strahlung vorgesehenen aktiven Bereich. Die Halbleiterschichtenfolge kann epitaktisch auf ein Aufwachssubstrat aufgewachsen sein. Oben genannte
vertikale Richtung entspricht dann beispielsweise der
Aufwachsrichtung .
Beispielsweise enthält die Halbleiterschichtenfolge,
insbesondere der aktive Bereich, ein III-V-Verbindungs-
Halbleitermaterial . III-V-Verbindungs-Halbleitermaterialien sind zur Strahlungserzeugung im ultravioletten
(Alx Iny Gai-x-y N ) über den sichtbaren (Alx Iny Gai-x-y N ,
insbesondere für blaue bis grüne Strahlung, oder
Alx Iny Gai-x-y P, insbesondere für gelbe bis rote Strahlung) bis in den infraroten (Alx Iny Gai-x-y As) Spektralbereich besonders geeignet. Hierbei gilt jeweils O ^ x ^ l, O ^ y ^ l und x + y < 1, insbesondere mit x ¥= 1 , y ¥= 1, x ^ O und/oder y + 0. Mit III-V-Verbindungs-Halbleitermaterialien,
insbesondere aus den genannten Materialsystemen, können weiterhin bei der Strahlungserzeugung hohe interne
Quanteneffizienzen erzielt werden.
Die erste Halbleiterschicht und die zweite Halbleiterschicht weisen zweckmäßigerweise voneinander verschiedene
Leitungstypen auf. Insbesondere kann es sich bei der ersten Halbleiterschicht um eine p-dotierte Halbleiterschicht handeln und bei der zweiten Halbleiterschicht um eine n- dotierte Halbleiterschicht.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird eine erste Kontaktschicht bereitgestellt, die sich lateral entlang der ersten Halbleiterschicht erstreckt und diese elektrisch kontaktiert.
Die erste Kontaktschicht erstreckt sich insbesondere flächig auf einer der zweiten Halbleiterschicht abgewandten Seite der ersten Halbleiterschicht. Die erste Kontaktschicht kann beispielsweise auch als p-Anschlussschicht bezeichnet werden. Insbesondere weist die erste Kontaktschicht ein Metall auf oder besteht aus diesem. Die erste Kontaktschicht kann für die von der aktiven Schicht emittierte Strahlung
reflektierend sein, beispielhaft, um in Richtung der zweiten
Hauptebene emittierte Strahlung zu einer
Strahlungsaustrittsfläche des optoelektronischen
Halbleiterchips hin zu reflektieren. Die erste Kontaktschicht kann insbesondere als reflektierende Kontaktschicht
ausgebildet sein und vorzugsweise Silber oder Aluminium enthalten. Alternativ kann die erste Kontaktschicht
beispielsweise transparent ausgebildet sein. Insbesondere kann die erste Kontaktschicht dazu ein transparentes
leitfähiges Oxid (TCO, Transparent Conductive Oxide)
aufweisen. Transparente leitfähige Oxide sind transparente, leitende Materialien, in der Regel Metalloxide, wie
beispielsweise Zinkoxid, Zinnoxid, Cadmiumoxid, Titanoxid, Indiumoxid oder Indiumzinnoxid (ITO). In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird eine dritte Halbleiterschicht auf einer der
Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten
Kontaktschicht aufgebracht. Bei der dritten Halbleiterschicht handelt es sich beispielsweise um ein amorphes Material wie amorphes Silizium (a-Si) oder um ein Wasserstroff dotiertes amorphes Silizium (a-Si:H). Beispielhaft bedeckt die dritte Halbleiterschicht die erste Kontaktschicht flächig.
Insbesondere wird die erste Kontaktschicht mit der dritten Halbleiterschicht in einem Abscheideschritt abgedeckt.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird eine Ausnehmung ausgebildet, die sich durch die dritte Halbleiterschicht, die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht hindurch in die zweite Halbleiterschicht hinein erstreckt. Die dritte Halbleiterschicht, die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht sind
insbesondere in einem Bereich der Ausnehmung lateral
unterbrochen .
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird eine Passivierungsschicht auf einer der
Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der dritten
Halbleiterschicht aufgebracht. Beispielhaft bedeckt die
Passivierungsschicht die dritte Halbleiterschicht flächig. Insbesondere erstreckt sich die Passivierungsschicht in die Ausnehmung und bedeckt beispielsweise eine jeweilige der Ausnehmung zugewandte laterale Seitenfläche der dritten
Halbleiterschicht und/oder der ersten Kontaktschicht und/oder der ersten Halbleiterschicht.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird wenigstens eine erste Durchgangsöffnung in der
Passivierungsschicht ausgebildet. Die wenigstens eine erste Durchgangsöffnung erstreckt sich in vertikaler Richtung insbesondere vollständig durch die Passivierungsschicht hindurch, so dass die Passivierungsschicht im Bereich der jeweiligen ersten Durchgangsöffnung unterbrochen ist.
Beispielsweise wird hierzu ein Ätzverfahren eingesetzt.
Insbesondere wird die wenigstens eine erste Durchgangsöffnung im Bereich der Ausnehmung ausgebildet, so dass die zweite Halbleiterschicht nach diesem Schritt von der zweiten
Hauptebene her in dem Bereich der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung freigelegt ist.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird wenigstens eine zweite Durchgangsöffnung in der
Passivierungsschicht ausgebildet. Die wenigstens eine zweite Durchgangsöffnung erstreckt sich in vertikaler Richtung insbesondere vollständig durch die Passivierungsschicht hindurch, so dass die Passivierungsschicht im Bereich der jeweiligen zweiten Durchgangsöffnung vollständig unterbrochen ist. Beispielsweise wird hierzu ein Ätzverfahren eingesetzt.
Insbesondere kann das eingesetzte Verfahren dem Verfahren zur Ausbildung der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung entsprechen. Insbesondere wird die wenigstens eine zweite Durchgangsöffnung im Bereich der dritten Halbleiterschicht ausgebildet, so dass diese nach diesem Schritt von der zweiten Hauptebene her in dem Bereich der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung freigelegt ist.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird eine zweite Kontaktschicht aufgebracht, die die zweite Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung elektrisch kontaktiert und die dritte
Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung elektrisch kontaktiert. Die zweite
Kontaktschicht kann beispielsweise auch als n-
Anschlussschicht bezeichnet werden. Insbesondere weist die zweite Kontaktschicht ein Metall auf oder besteht aus diesem.
Die zweite Kontaktschicht kann für die von der aktiven
Schicht emittierte Strahlung reflektierend sein,
beispielhaft, um in Richtung der zweiten Hauptebene
emittierte Strahlung zu einer Strahlungsaustrittsfläche des optoelektronischen Halbleiterchips hin zu reflektieren. Die zweite Kontaktschicht kann insbesondere als reflektierende Kontaktschicht ausgebildet sein und vorzugsweise Silber oder Aluminium enthalten.
Alternativ kann die zweite Kontaktschicht beispielsweise transparent ausgebildet sein. Insbesondere kann die zweite Kontaktschicht dazu ein transparentes leitfähiges Oxid aufweisen .
Beispielsweise kann die zweite Kontaktschicht eine Lotschicht aufweisen oder aus einer solchen bestehen. Insbesondere kann sich die Lotschicht flächig entlang der Passivierungsschicht erstrecken, so dass eine jeweilige Kontaktfläche der zweiten Kontaktschicht im Bereich der wenigstens einen ersten
Durchgangsöffnung und im Bereich der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung miteinander elektrisch verbunden sind.
Alternativ oder zusätzlich können die jeweiligen
Kontaktflächen unabhängig von der Lotschicht elektrisch verbunden sein. Insbesondere sind die jeweiligen
Kontaktflächen dann beispielsweise zusammenhängend in einem Stück ausgebildet.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird eine Halbleiterschichtenfolge bereitgestellt, umfassend eine erste Halbleiterschicht und eine zweite
Halbleiterschicht. Ferner wird eine erste Kontaktschicht bereitgestellt, die sich lateral entlang der ersten
Halbleiterschicht erstreckt und diese elektrisch kontaktiert. Eine dritte Halbleiterschicht wird auf einer der
Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten
Kontaktschicht aufgebracht. Es wird eine Ausnehmung
ausgebildet, die sich durch die dritte Halbleiterschicht, die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht hindurch in die zweite Halbleiterschicht hinein erstreckt.
Eine Passivierungsschicht wird auf einer der
Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der dritten
Halbleiterschicht aufgebracht. Wenigstens eine erste und wenigstens eine zweite Durchgangsöffnung werden in der
Passivierungsschicht ausgebildet. Eine zweite Kontaktschicht wird aufgebracht, die die zweite Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung elektrisch
kontaktiert und die dritte Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung elektrisch
kontaktiert. Die erste und die zweite Kontaktschicht sind durch die Passivierungsschicht elektrisch voneinander
isoliert. Vorteilhaft können bei dem optoelektronischen
Halbleiterchip sowohl die erste Halbleiterschicht als auch die zweite Halbleiterschicht von der zweiten Hauptebene her kontaktiert werden. Dies hat den Vorteil, dass eine der zweiten Hauptebene gegenüberliegende
Strahlungsaustrittsfläche des Halbleiterchips frei von
Anschlussschichten sein kann. Die Strahlungsausbeute wird auf diese Weise vorteilhaft erhöht.
In vorteilhafter Weise dienen die erste und zweite
Kontaktschicht zusätzlich als elektrische Kontakte der dritten Halbleiterschicht. Insbesondere bilden die erste und zweite Kontaktschicht mit der dritten Halbleiterschicht eine Schottky-Diode . Die Schottky-Diode ist insbesondere parallel beziehungsweise antiparallel zu der Halbleiterschichtenfolge geschalten. Die Schottky-Diode kann in vorteilhafter Weise als ESD-Schutzelement eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine geringe Empfindlichkeit des optoelektronischen
Halbleiterchips gegenüber Kurzschlüssen und/oder
elektrostatischen Entladungen. Insbesondere ist das ESD- Schutzelement in den optoelektronischen Halbleiterchip integriert, so dass auf ein extern zu dem optoelektronischen Halbleiterchip angeordnetes ESD-Schutzelement , wie
beispielsweise ein Gehäuse des optoelektronischen
Halbleiterchips mit ESD-Schutz, verzichtet werden kann. Dies trägt besonders vorteilhaft zu einer einfachen und
kostengünstigen Herstellung des optoelektronischen
Halbleiterchips bei. Bei der Integration des ESD- Schutzelements bleibt ferner eine Strahlungsausbeute
unbeeinflusst . Insbesondere kann auf eine separate, aufwändig herzustellende Halbleiterschichtenfolge für ein ESD- Schutzelement verzichtet werden. Eine damit einhergehende Verringerung der aktiven Fläche des optoelektronischen
Halbleiterchips kann so vermieden werden.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten Aspekt wird zusätzlich ein Teil der Passivierungsschicht auf einer der Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten Kontaktschicht aufgebracht. Wenigstens eine weitere
Durchgangsöffnung wird in der Passivierungsschicht
ausgebildet, so dass die erste Kontaktschicht die dritte Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen weiteren Durchgangsöffnung elektrisch kontaktiert.
Beispielsweise wird die Passivierungsschicht in mehreren Verfahrensschritten aufgebracht. Die Passivierungsschicht kann insbesondere eine oder mehrere Teilschichten umfassen, die nicht notwendigerweise aus demselben Material bestehen oder in einem gleichen Verfahren aufgebracht werden müssen. Durch Aufbringen der Passivierungsschicht beziehungsweise einer Teilschicht hiervon auf der ersten Kontaktschicht sowie der Ausbildung der wenigstens einen weiteren
Durchgangsöffnung kann eine Größe einer Kontaktfläche
zwischen der ersten Kontaktschicht und der dritten
Halbleiterschicht angepasst werden. Die Passivierungsschicht ist nach diesem Schritt insbesondere auf gegenüberliegenden Seiten der dritten Halbleiterschicht angeordnet. Gemäß einem zweiten Aspekt wird ein Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterchips angegeben. Es wird eine Halbleiterschichtenfolge bereitgestellt, umfassend eine erste Halbleiterschicht und eine zweite Halbleiterschicht.
Ferner wird eine erste Kontaktschicht bereitgestellt, die sich lateral entlang der ersten Halbleiterschicht erstreckt und diese elektrisch kontaktiert. Es wird eine Ausnehmung ausgebildet, die sich durch die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht hindurch in die zweite
Halbleiterschicht hinein erstreckt. Eine Passivierungsschicht wird auf einer der Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten Kontaktschicht aufgebracht. Wenigstens eine erste und wenigstens eine zweite Durchgangsöffnung werden in der Passivierungsschicht ausgebildet.
Eine dritte Halbleiterschicht wird auf einer der
Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten
Kontaktschicht ausgebildet. Eine zweite Kontaktschicht wird aufgebracht, die die zweite Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung elektrisch
kontaktiert und die dritte Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung elektrisch
kontaktiert .
Das Ausbilden der dritten Halbleiterschicht umfasst
insbesondere ein Aufbringen der dritten Halbleiterschicht mit einer anschließenden Strukturierung. In vorteilhafter Weise ist die dritte Halbleiterschicht nach diesem Schritt von der Passivierungsschicht lateral umgeben. Die erste und zweite Kontaktschicht bilden mit der dritten Halbleiterschicht eine Schottky-Diode analog zu dem ersten Aspekt.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt kann ein Träger auf einer der ersten
Hauptebene abgewandten Seite der zweiten Kontaktschicht aufgebracht werden. Der Träger kann beispielsweise aus
Silizium oder einer Vergussmasse (Mold) wie Gießharz oder
Silikon ausgebildet sein. Beispielsweise handelt es sich bei dem optoelektronischen Halbleiterchip um einen Dünnfilm-Chip oder einen sogenannten „Mold Supported Chip". Alternativ oder zusätzlich kann ein Träger auf einer der zweiten Hauptebene abgewandten Seite der Halbleiterschichtenfolge aufgebracht werden und beispielhaft einen Teil der
Strahlungsaustrittsfläche bzw. die erste Hauptebene bilden. Beispielsweise ist dieser Träger aus Saphir ausgebildet. Bei dem optoelektronischen Halbleiterchip handelt es sich dann zum Beispiel um einen sogenannten „Flipchip".
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt werden die Durchgangsöffnungen mittels eines chemischen Verfahrens ausgebildet. Insbesondere kann es sich dabei um ein trockenchemisches Verfahren wie Trockenätzen oder ein nasschemisches Verfahren handeln. In vorteilhafter Weise ermöglicht dies eine gleichzeitige Ausbildung der
Durchgangsöffnungen, so dass zu einer effizienten Herstellung des optoelektronischen Halbleiterchips beigetragen wird.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt erstreckt sich die Ausnehmung vollständig durch die dritte Halbleiterschicht, die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht hindurch in die zweite
Halbleiterschicht hinein. Dies ermöglicht eine
Durchkontaktierung der zweiten Halbleiterschicht von der zweiten Hauptebene des optoelektronischen Halbleiterchips her. Insbesondere kann eine jeweilige elektrische
Kontaktierung der ersten Halbleiterschicht und der zweiten Halbleiterschicht von derselben Seite des optoelektronischen Halbleiterchips her erfolgen. Beispielhaft kann so zu einer hohen Strahlungsausbeute des optoelektronischen
Halbleiterchips beigetragen werden. Ferner kann der
optoelektronische Halbleiterchip beispielsweise
oberflächenmontierbar ausgebildet sein.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt werden die Durchgangsöffnungen in einem gemeinsamen Verfahrensschritt ausgebildet. In vorteilhafter Weise trägt dies zu einer besonders hohen Effizienz bei der Herstellung des optoelektronischen Halbleiterchips bei.
Insbesondere kann ein Ausbilden der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung gleichzeitig mit einem Ausbilden der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung erfolgen, so dass auf eine zusätzliche Photoebene im Rahmen eines
Photolithographieschritts verzichtet werden kann. Gemäß einem dritten Aspekt wird ein optoelektronischer
Halbleiterchip angegeben. Der optoelektronische
Halbleiterchip ist insbesondere mit einem hier beschriebenen Verfahren herstellbar, so dass sämtliche für das Verfahren offenbarten Merkmale auch für den Halbleiterchip offenbart sind und umgekehrt.
Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst insbesondere eine Halbleiterschichtenfolge, umfassend eine erste
Halbleiterschicht und eine zweite Halbleiterschicht.
Insbesondere umfasst die Halbleiterschichtenfolge einen p-Typ Halbleiterbereich und einen n-Typ Halbleiterbereich sowie eine zwischen dem p-Typ Halbleiterbereich und dem n-Typ
Halbleiterbereich angeordnete aktiven Schicht. Die aktive Schicht kann insbesondere eine Strahlungsemittierende aktive Schicht sein. Der p-Typ Halbleiterbereich, der n-Typ
Halbleiterbereich und die aktive Schicht können jeweils eine oder mehrere Halbleiterschichten umfassen. Der p-Typ
Halbleiterbereich enthält eine oder mehrere p-dotierte
Halbleiterschichten und der n-dotierte Halbleiterbereich eine oder mehrere n-dotierte Halbleiterschichten. Es ist auch möglich, dass der p-Typ Halbleiterbereich und/oder der n-Typ Halbleiterbereich eine oder mehrere undotierte
Halbleiterschichten enthalten. Die eine oder mehreren
Schichten des p-Typ Halbleiterbereichs beziehungsweise des n- Typ Halbleiterbereichs bilden jeweils die erste
beziehungsweise zweite Halbleiterschicht.
Die aktive Schicht kann zum Beispiel als pn-Übergang, als Doppelheterostruktur, als Einfach-Quantentopfstruktur oder Mehrfach-Quantentopfstruktur ausgebildet sein. Die
Bezeichnung Quantentopfstruktur umfasst dabei jegliche
Struktur, bei der Ladungsträger durch Einschluss
(Confinement ) eine Quantisierung ihrer Energiezustände erfahren. Insbesondere beinhaltet die Bezeichnung
Quantentopfstruktur keine Angabe über die Dimensionalität der Quantisierung. Sie umfasst somit unter anderem Quantentröge, Quantendrähte und Quantenpunkte und jede Kombination dieser Strukturen .
Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst ferner eine erste Kontaktschicht zur elektrischen Kontaktierung der ersten Halbleiterschicht. Die erste Kontaktschicht erstreckt sich lateral entlang der ersten Halbleiterschicht. Die erste Kontaktschicht kann dabei eine oder mehrere Teilschichten umfassen. Beispielsweise kann die erste Kontaktschicht eine Verbindungsschicht, etwa eine Lotschicht oder eine elektrisch leitfähige Klebeschicht umfassen. Beispielsweise umfasst die erste Kontaktschicht Teilschichten außerhalb eines optischen Pfads der in der Halbleiterschichtenfolge zu erzeugenden oder zu absorbierenden Strahlung, beispielhaft aus Titan oder
Chrom, so dass zu einer guten Haftung der ersten Kontaktschicht beigetragen wird. Die erste Kontaktschicht kann weiterhin eine metallische, beispielsweise
silberhaltige, Spiegelschicht für die in der
Halbleiterschichtenfolge zu erzeugende oder zu absorbierende Strahlung umfassen. Die erste Kontaktschicht kann
beispielsweise ferner eine Schicht zur Stromaufweitung umfassen. Insbesondere ist die erste Kontaktschicht
elektrisch leitend ausgebildet.
Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst ferner eine dritte Halbleiterschicht auf einer der
Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten
Kontaktschicht. Die dritte Halbleiterschicht oder eine
Teilschicht davon weist ein Halbleitermaterial wie Silizium oder Galliumarsenid auf. Beispielsweise handelt es sich bei dem Halbleitermaterial um amorphes Halbleitermaterial. Das Halbleitermaterial kann eine Dotierung aufweisen,
beispielsweise eine Bor- oder Phosphordotierung zur
verbesserten Leitfähigkeit. Alternativ oder zusätzlich weist das Halbleitermaterial beispielsweise eine
(herstellungsbedingte) Wasserstoffdotierung auf. Die dritte Halbleiterschicht ist insbesondere elektrisch mit der ersten Kontaktschicht verbunden.
Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst ferner eine Ausnehmung, die sich durch die dritte Halbleiterschicht, die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht hindurch in die zweite Halbleiterschicht hinein erstreckt. Die dritte Halbleiterschicht, die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht sind insbesondere in einem Bereich der Ausnehmung lateral unterbrochen. Der optoelektronische
Halbleiterchip kann insbesondere mehrere solcher Ausnehmungen aufweisen .
Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst ferner eine Passivierungsschicht auf einer der Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der dritten Halbleiterschicht. Die
Passivierungsschicht umfasst wenigstens eine dielektrische oder elektrisch isolierende Schicht, beispielsweise aus Siliziumoxid oder Aluminiumoxid. Insbesondere erstreckt sich die Passivierungsschicht in die Ausnehmung, so dass eine jeweilige Seitenfläche der dritten Halbleiterschicht, der ersten Kontaktschicht und der ersten Halbleiterschicht in lateraler Richtung hin zu der Ausnehmung durch die
Passivierungsschicht wenigstens stellenweise bedeckt ist.
Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst ferner eine zweite Kontaktschicht auf einer der Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der Passivierungsschicht. Die zweite
Kontaktschicht kann dabei eine oder mehrere Teilschichten umfassen. Beispielsweise kann die zweite Kontaktschicht eine Verbindungsschicht, etwa eine Lotschicht oder eine elektrisch leitfähige Klebeschicht umfassen. Die zweite Kontaktschicht kann weiterhin eine metallische Spiegelschicht für die in der Halbleiterschichtenfolge zu erzeugende oder zu absorbierende Strahlung umfassen. Die zweite Kontaktschicht kann ferner ein transparentes leitfähiges Oxid aufweisen oder aus diesem bestehen. Insbesondere kann die zweite Kontaktschicht oder eine Teilschicht davon transparent ausgebildet sein. Die zweite Kontaktschicht kann beispielsweise ferner eine Schicht zur Stromaufweitung umfassen. Insbesondere ist die zweite Kontaktschicht elektrisch leitend ausgebildet.
Die erste Kontaktschicht ist durch die Passivierungsschicht elektrisch von der zweiten Kontaktschicht isoliert.
Insbesondere umformt die Passivierungsschicht die erste Kontaktschicht und die dritte Halbleiterschicht zumindest teilweise. Die Passivierungsschicht weist wenigstens eine erste Durchgangsöffnung sowie wenigstens eine zweite
Durchgangsöffnung auf. Die wenigstens eine erste
Durchgangsöffnung ist in einem Bereich der Ausnehmung angeordnet. Die Passivierungsschicht ist im Bereich der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung vollständig unterbrochen. Die wenigstens eine zweite Durchgangsöffnung ist in einem Bereich der dritten Halbleiterschicht
angeordnet. Die Passivierungsschicht ist im Bereich der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung vollständig unterbrochen.
Die zweite Kontaktschicht kontaktiert im Bereich der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung die zweite
Halbleiterschicht elektrisch. Ferner kontaktiert die zweite Kontaktschicht im Bereich der wenigstens einen zweiten
Durchgangsöffnung die dritte Halbleiterschicht elektrisch. Insbesondere erstreckt sich die zweite Kontaktschicht oder eine Teilschicht davon zumindest stellenweise durch die jeweiligen Durchgangsöffnungen. Die zweite Kontaktschicht bildet insbesondere eine Durchkontaktierung der zweiten
Halbleiterschicht durch die Ausnehmung (sogenanntes „Via") . Beispielsweise kann die zweite Kontaktschicht auch mehrere solcher Durchkontaktierungen durch mehrere Ausnehmungen bilden .
Die zweite Kontaktschicht bildet in der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung jeweils eine erste Kontaktfläche zu der zweiten Halbleiterschicht, und in der wenigstens einen
zweiten Durchgangsöffnung jeweils eine zweite Kontaktfläche zu der dritten Halbleiterschicht. Insbesondere bildet die zweite Kontaktschicht eine elektrische Verbindung der jeweiligen Kontaktflächen. In vorteilhafter Weise ermöglicht dies eine Parallel- bzw. Antiparallelschaltung von mit den jeweiligen Kontaktflächen gekoppelten elektronischen
Komponenten .
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten Aspekt ist ein Teil der Passivierungsschicht zwischen der ersten
Kontaktschicht und der dritten Halbleiterschicht angeordnet. Die Passivierungsschicht weist wenigstens eine weitere
Durchgangsöffnung auf, so dass die erste Kontaktschicht die dritte Halbleiterschicht im Bereich der wenigstens einen weiteren Durchgangsöffnung elektrisch kontaktiert. Die
Passivierungsschicht ist insbesondere auf gegenüberliegenden Seiten der dritten Halbleiterschicht angeordnet. Insbesondere erstreckt sich die erste Kontaktschicht durch die wenigstens eine weitere Durchgangsöffnung hindurch. Die erste
Kontaktschicht bildet in der wenigstens einen weiteren
Durchgangsöffnung jeweils eine dritte Kontaktfläche zu der dritten Halbleiterschicht. Durch Anordnung des Teils der Passivierungsschicht zwischen der ersten Kontaktschicht und der dritten Halbleiterschicht kann insbesondere ein
Stromfluss durch die jeweilige weitere Kontaktfläche
eingestellt oder begrenzt sein.
Gemäß einem vierten Aspekt wird ein optoelektronischer
Halbleiterchip angegeben. Der optoelektronische
Halbleiterchip ist insbesondere mit einem hier beschriebenen Verfahren herstellbar, so dass sämtliche für das Verfahren offenbarten Merkmale auch für den Halbleiterchip offenbart sind und umgekehrt. Der optoelektronische Halbleiterchip
umfasst eine Halbleiterschichtenfolge, umfassend eine erste Halbleiterschicht und eine zweite Halbleiterschicht. Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst ferner eine erste Kontaktschicht zur elektrischen Kontaktierung der ersten Halbleiterschicht, die sich lateral entlang der ersten
Halbleiterschicht erstreckt. Der optoelektronische
Halbleiterchip umfasst ferner eine Ausnehmung, die sich durch die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht hindurch in die zweite Halbleiterschicht hinein erstreckt.
Der optoelektronische Halbleiterchip umfasst ferner eine Passivierungsschicht auf einer der Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten Kontaktschicht, eine dritte Halbleiterschicht auf einer der Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der ersten Kontaktschicht, sowie eine zweite Kontaktschicht auf einer der Halbleiterschichtenfolge abgewandten Seite der Passivierungsschicht.
Die Passivierungsschicht weist wenigstens eine erste
Durchgangsöffnung sowie wenigstens eine zweite
Durchgangsöffnung auf. Die zweite Kontaktschicht kontaktiert im Bereich der wenigstens einen ersten Durchgangsöffnung die zweite Halbleiterschicht elektrisch. Ferner kontaktiert die zweite Kontaktschicht im Bereich der wenigstens einen zweiten Durchgangsöffnung die dritte Halbleiterschicht elektrisch.
Der optoelektronische Halbleiterchip gemäß dem vierten Aspekt weist die selben Vorteile auf wie der optoelektronische
Halbleiterchip gemäß dem dritten Aspekt. In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt weist der optoelektronische Halbleiterchip einen Träger auf. Der Träger kann beispielsweise mittels eines Gießverfahrens hergestellt sein. Mit anderen Worten ist
der Träger ein sogenannter Moldkörper, beispielhaft aus einem Kunststoff. Der Kunststoff des Trägers weist vorzugsweise ein Harz, wie z. B. ein Epoxidharz, ein Silikon oder ein ein Epoxidharz und ein Silikon enthaltendes Hybridharz auf.
Alternativ kann es sich bei dem Träger beispielsweise um ein Saphir- oder Siliziumsubstrat handeln. Beispielsweise weist der Träger eine oder mehrere Durchkontaktierungen auf, die jeweils von einer der Halbleiterschichtenfolge zugewandten ersten Hauptfläche des Trägers zu einer der
Halbleiterschichtenfolge abgewandten zweiten Hauptfläche des Trägers geführt sind, so dass der optoelektronische
Halbleiterchip von der zweiten Hauptebene des
optoelektronischen Halbleiterchips kontaktiert werden kann. Beispielhaft weist der optoelektronische Halbleiterchip jeweils einen Kontakt auf.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt erstreckt sich die Ausnehmung vollständig durch die dritte Halbleiterschicht, die erste Kontaktschicht und die erste Halbleiterschicht hindurch in die zweite
Halbleiterschicht hinein.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt erstreckt sich die zweite Kontaktschicht von einer der ersten Kontaktschicht zugewandten Seite der
Halbleiterschichtenfolge durch die wenigstens eine erste Durchgangsöffnung .
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt bildet die dritte Halbleiterschicht mit der ersten Kontaktschicht eine Schottky-Diode und/oder
die dritte Halbleiterschicht bildet mit der zweiten
Kontaktschicht eine Schottky-Diode. Insbesondere bilden die
erste Kontaktschicht und die zweite Kontaktschicht mit ihren jeweiligen Kontaktflächen zu der dritten Halbleiterschicht jeweils einen Schottky-Kontakt . Diese sind insbesondere zum Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD) des
optoelektronischen Halbleiterchips ausgebildet. Die Schottky- Diode (n) kann bzw. können auch als (integriertes) ESD- Schutzelement bezeichnet werden.
Das ESD-Schutzelement weist eine richtungsabhängige
elektrische Leitfähigkeit auf. Die Halbleiterschichtenfolge weist ebenfalls eine richtungsabhängige elektrische
Leitfähigkeit auf. Das ESD-Schutzelement ist
schaltungstechnisch insbesondere parallel bzw. antiparallel zu der Halbleiterschichtenfolge angeordnet. Die elektrische Leitfähigkeit der Halbleiterschichtenfolge ist in
Durchlassrichtung wesentlich höher als die des ESD- Schutzelements . In vorteilhafter Weise kann so ein Leckstrom durch das ESD-Element im Betrieb des optoelektronischen
Halbleiterchips gering gehalten werden und zu einer Effizienz des optoelektronischen Halbleiterchips beigetragen werden.
Die elektrische Leitfähigkeit der Halbleiterschichtenfolge in Sperrrichtung ist ferner wesentlich geringer als die des ESD- Schutzelements , beispielsweise zumindest oberhalb einer vorgegebenen Sperrspannung. In vorteilhafter Weise kann so ein potentiell destruktiver Strom in Sperrrichtung durch die Halbleiterschichtenfolge vermieden werden und zu einer
Langlebigkeit des optoelektronischen Halbleiterchips
beigetragen werden. Der optoelektronische Halbleiterchip kann auch als Chip mit intrinsischer ESD-Stabilität bezeichnet werden. Durch Integration des ESD-Schutzelements in den optoelektronischen Halbleiterchip ist das ESD-Schutzelement besonders vorteilhaft vor äußeren Einflüssen geschützt.
In besonders vorteilhafter Weise kann durch eine jeweilige Größe der zweiten und dritten Kontaktflächen ein Stromfluss durch das ESD-Schut zelement eingestellt bzw. begrenzt sein, beispielsweise durch Anpassung der jeweiligen zweiten und weiteren Durchgangsöffnungen bei Herstellung des
optoelektronischen Halbleiterchips. Im Falle, dass auf den Teil der Passivierungsschicht zwischen der dritten
Halbleiterschicht und der ersten Kontaktschicht verzichtet wird, wird zu einer großen Flächenbelegung der dritten
Kontaktfläche im Verhältnis zu einer durch die durch die wenigstens eine zweite Durchgangsöffnung begrenzte zweite Kontaktfläche beigetragen. Dies ermöglicht beispielsweise eine Beeinflussung der richtungsabhängigen elektrischen
Leitfähigkeit des ESD-Schut zelements bzw. eine Anpassung von Sperr- und Durchlasseigenschaften des ESD-Schut zelements .
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt enthält die Halbleiterschichtenfolge, eines der folgenden Materialsysteme:
Alx Iny Gai-x-y N, Alx Iny Gai-x-y P, oder Alx Iny Gai-x-y As, wobei jeweils O ^ x ^ l, O ^ y ^ l und x + y < 1, insbesondere mit x ¥= 1 , γ ¥= 1, x ^ 0 und/oder y + 0 gilt. Mit den genannten III-V-Verbindungs-Halbleitermaterialien, insbesondere aus den genannten Materialsystemen, können bei der
Strahlungserzeugung hohe interne Quanteneffizienzen erzielt werden. Insbesondere die aktive Schicht der
Halbleiterschichtenfolge weist ein solches Materialsystem auf . In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt weist die dritte Halbleiterschicht zumindest eines der folgenden Materialien auf oder besteht daraus:
- amorphes Silizium (a-Si) , insbesondere Wasserstroff
dotiertes amorphes Silizium (a-Si:H). Dieses eignet sich besonders gut für einen Einsatz als Schottky-Kontakt .
- amorphes Indium-Gallium-Zink-Oxid (a-InGaZnO oder auch a- IGZO) . Insbesondere kann es sich dabei um amorphes Indium- Gallium-Zink-Oxid handeln, bei welchem die Bestandteile
Indium und Gallium als Dotierstoffe wirken.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt
- umgibt die dritte Halbleiterschicht wenigstens eine erste Durchgangsöffnung lateral ringförmig, und/oder
- die dritte Halbleiterschicht grenzt an wenigstens eine erste Durchgangsöffnung lateral kreissegmentförmig an, und/oder
- die dritte Halbleiterschicht grenzt an wenigstens eine erste Durchgangsöffnung lateral geradlinig an, und/oder
- die dritte Halbleiterschicht ist lateral in Form wenigstens eines Zeichens und/oder wenigstens einer Ziffer ausgebildet.
Eine laterale Formgebung der ersten Kontaktschicht und/oder der ersten Halbleiterschicht kann beispielsweise der
lateralen Formgebung der dritten Halbleiterschicht
entsprechen. Insbesondere kann eine laterale Formgebung der wenigstens einen zweiten und/oder weiteren Durchgangsöffnung und/oder der zweiten Kontaktschicht ähnlich zu der lateralen Formgebung der dritten Halbleiterschicht verlaufen.
Beispielsweise kann durch die jeweilige laterale Formgebung ein Stromfluss lokal bezogen auf eine laterale Erstreckung des optoelektronischen Halbleiterchips eingestellt oder begrenzt sein. Insbesondere kann bzw. können ein oder mehrere in den optoelektronischen Halbleiterchip integrierte ( s ) ESD-
Schutzelement (e) einer oder mehreren Durchkontaktierung (en) der zweiten Halbleiterschicht zugeordnet sein.
Beispielsweise können die die dritte Halbleiterschicht vertikal umgebenden Schichten, beispielsweise in Richtung der ersten Hauptebene und/oder in Richtung der zweiten
Hauptebene, transparent ausgebildet sein. In vorteilhafter Weise kann die dritte Halbleiterschicht, insbesondere die laterale Formgebung der dritten Halbleiterschicht zur
Kennzeichnung des optoelektronischen Halbleiterchips genutzt werden. Insbesondere kann eine derartige Kennzeichnung für einen Betrachter oder eine optische Erfassungseinrichtung extern zu dem optoelektronischen Halbleiterchip erkennbar bzw. lesbar sein. Dies ermöglicht beispielsweise eine
besonders einfache Typenzuordnung des optoelektronischen
Halbleiterchips als ESD-geschütztes Bauelement. Ferner kann eine Montagefläche oder ähnliches gekennzeichnet sein.
In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt
- ist die dritte Halbleiterschicht lateral zwischen
wenigstens zwei ersten Durchgangsöffnungen angeordnet, und/oder
- die dritte Halbleiterschicht erstreckt sich lateral entlang eines Randbereichs des Halbleiterchips. In vorteilhafter
Weise kann so ein wirkungsvoller ESD-Schutz für mehrere
Durchkontaktierungen der zweiten Halbleiterschicht zugleich ermöglicht werden. In zumindest einer Ausführungsform gemäß dem dritten oder vierten Aspekt ist der optoelektronische Halbleiterchip nach einem Verfahren gemäß dem ersten oder zweiten Aspekt
herstellbar .
Weitere Merkmale, Ausgestaltungen und Zweckmäßigkeiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der
Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Figuren.
Es zeigen: ein erstes Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Halbleiterchips in schematischer Schnittansicht; ein zweites Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Halbleiterchips in schematischer Schnittansicht; ein drittes Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Halbleiterchips in schematischer Schnittansicht; Figur 4 ein viertes Ausführungsbeispiel eines
optoelektronischen Halbleiterchips in schematischer Schnittansicht; und ein fünftes Ausführungsbeispiel eines optoelektronischen Halbleiterchips in schematischer Draufsicht;
Gleiche, gleichartige oder gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Die Figuren und die Größenverhältnisse der in den Figuren dargestellten Elemente untereinander sind nicht als maßstäblich zu
betrachten. Vielmehr können einzelne Elemente und
insbesondere Schichtdicken zur besseren Darstellbarkeit
und/oder zum besseren Verständnis übertrieben groß dargestellt sein.
Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines
optoelektronischen Halbleiterchips 1. Insbesondere weist der optoelektronische Halbleiterchip 1 einen zur Erzeugung und/oder zum Empfangen von elektromagnetischer Strahlung vorgesehenen aktiven Bereich auf (in den Figuren zur
vereinfachten Darstellung nicht explizit gezeigt) . Bei dem optoelektronischen Halbleiterchip 1 handelt es sich
beispielsweise um einen Dünnfilm-Leuchtdiodenchip, bei dem ein Aufwachssubstrat entfernt wurde. In anderen
Ausführungsbeispielen kann es sich beispielsweise um einen sogenannten „Flipchip", oder einen sogenannten „Mold
Supported Chip" handeln.
Der optoelektronische Halbleiterchip 1 weist eine
Halbleiterschichtenfolge 3 auf. In diesem Ausführungsbeispiel umfasst die Halbleiterschichtenfolge 3 eine p-dotierte GaN Schicht als erste Halbleiterschicht 3a und eine n-dotierte GaN Schicht als zweite Halbleiterschicht 3b. Abweichend hiervon kann die Halbleiterschichtenfolge 3, insbesondere der aktive Bereich, eines der im allgemeinen Teil der
Beschreibung genannten Verbindungs-Halbleitermaterialien enthalten.
Auf einer der zweiten Halbleiterschicht 3b abgewandten Seite der ersten Halbleiterschicht ist eine erste Kontaktschicht 5a angeordnet. Die erste Kontaktschicht 5a bedeckt die erste Halbleiterschicht 3a in einem Kontaktbereich vorzugsweise flächig, so dass die erste Halbleiterschicht 3a von einer der zweiten Halbleiterschicht 3b abgewandten Seite her elektrisch kontaktierbar ist. Beispielsweise erstreckt sich die erste
Kontaktschicht 5a hin zu einem lateralen Randbereich des optoelektronischen Halbleiterchips 1, insbesondere lateral über die Halbleiterschichtenfolge 3 hinaus. Ein
Kontaktplättchen 15a (sogenanntes „p-Pad") ist in dem lateral überstehenden Teil der ersten Kontaktschicht 5a angeordnet und dient einer elektrischen Kopplung des optoelektronischen Halbleiterchips 1.
Auf einer der Halbleiterschichtenfolge 3 abgewandten Seite der ersten Kontaktschicht 5a ist eine dritte
Halbleiterschicht 7 angeordnet. Die dritte Halbleiterschicht 7 weist in diesem Ausführungsbeispiel Wasserstoffdotiertes , amorphes Silizium auf. Beispielsweise weist die dritte
Halbleiterschicht 7 oder eine Teilschicht davon ferner
Dotierstoffe auf, beispielsweise aus Bor oder Phosphor. Wie in Figur 1 schematisch dargestellt umfasst die dritte
Halbleiterschicht 7 beispielsweise mehrere Teilschichten. Die Teilschichten können insbesondere unterschiedliche
Dotierungsgrade aufweisen. Beispielsweise weist die mittig angeordnete Teilschicht im Vergleich zu den äußeren
Teilschichten eine hohe Dotierung auf.
Die dritte Halbleiterschicht 7 bildet mit der ersten
Kontaktschicht 5a eine Schottky-Diode . Durch eine Größe der Kontaktfläche zwischen der ersten Kontaktschicht 5a und der dritten Halbleiterschicht 7 kann ein Stromfluss durch die Schottky-Diode eingestellt sein.
Der optoelektronische Halbleiterchip 1 umfasst ferner eine Ausnehmung 8. Die Ausnehmung 8 erstreckt sich vollständig durch die dritte Halbleiterschicht 7, die erste
Kontaktschicht 5a und die erste Halbleiterschicht 3a bis in die zweite Halbleiterschicht 3b hinein. Eine zweite
Kontaktschicht 5b ist auf einer der Halbleiterschichtenfolge 3 abgewandten Seite der dritte Halbleiterschicht 7 angeordnet und erstreckt sich in die Ausnehmung 8. Die zweite
Kontaktschicht 5b ist insbesondere in direktem Kontakt zu der zweiten Halbleiterschicht 3b angeordnet und dient einer elektrischen Kontaktierung dieser. Die zweite Kontaktschicht 5b kann auch als Durchkontaktierung oder Via bezeichnet werden. Insbesondere ermöglicht die zweite Kontaktschicht 5b eine elektrische Kontaktierung der zweiten Halbleiterschicht 3b von einer der ersten Halbleiterschicht 3a zugewandten Seite aus.
Der optoelektronische Halbleiterchip 1 umfasst ferner eine Passivierungsschicht 9, die zwischen der ersten und zweiten Kontaktschicht 5a, 5b angeordnet ist. Bei der
Passivierungsschicht 9 kann es sich insbesondere um eine dielektrische oder elektrisch isolierende Schicht handeln. Insbesondere erstreckt sich die Passivierungsschicht 9 entlang einer der Halbleiterschichtenfolge 3 abgewandten Seite der dritten Halbleiterschicht 7 und bedeckt die der Ausnehmung 8 zugewandten Flächen der jeweiligen Teilschichten 3a, 3b, 5a, 7 des optoelektronischen Halbleiterchips 1. Die Passivierungsschicht 9 weist eine erste Durchgangsöffnung 9a im Bereich der Ausnehmung 8 auf, so dass die elektrische Kontaktierung der zweiten Halbleiterschicht 3b durch die zweite Kontaktschicht 5b ermöglicht wird. Die
Passivierungsschicht 9 weist ferner eine oder mehrere zweite Durchgangsöffnung (en) 9b, 9c im Bereich der dritten
Halbleiterschicht 7 auf, so dass die elektrische
Kontaktierung der dritten Halbleiterschicht 7 durch die zweite Kontaktschicht 5b ermöglicht wird.
Die dritte Halbleiterschicht 7 bildet mit der zweiten
Kontaktschicht 5b ferner eine weitere Schottky-Diode . Durch
eine Größe der Kontaktfläche zwischen der zweiten Kontaktschicht 5b und der dritten Halbleiterschicht 7 kann ein Stromfluss durch die weitere Schottky-Diode eingestellt sein .
Die beiden Schottky-Dioden sind insbesondere gegensätzlich zueinander angeordnet und bilden eine sogenannte „back to back" Diode (BTBD) . Diese ist parallel bzw. antiparallel mit der Halbleiterschichtenfolge 3 verschalten, so dass sich jeweilige elektrische Charakteristika der BTBD und der
Halbleiterschichtenfolge 3 bei Betrieb des optoelektronischen Halbleiterchips 1 überlagern. Die BTBD ist insbesondere im Wesentlichen stromsperrend bei Betrieb des optoelektronischen Halbleiterchips 1 mit einer Betriebsspannung in
Durchlassrichtung der Halbleiterschichtenfolge 3 ausgebildet, sodass dieser beispielsweise lediglich von Strömen im Bereich von einigen Nanoampere durchflössen wird. Die BTBD ist ferner insbesondere so ausgebildet, dass eine Durchbruchspannung der BTBD bei Betrieb des optoelektronischen Halbleiterchips 1 mit einer Spannung in Sperrrichtung der Halbleiterschichtenfolge 3 wesentlich vor Erreichen einer Durchbruchspannung der
Halbleiterschichtenfolge 3 erreicht wird. Beispielhaft wird die Halbleiterschichtenfolge 3 mit einer Betriebsspannung von 3V in Durchlassrichtung betrieben. Eine Durchbruchspannung der Halbleiterschichtenfolge 3 beträgt beispielsweise -90V. Eine Durchbruchspannung der jeweiligen Schottky-Dioden kann beispielsweise symmetrisch ausgebildet sein, beispielhaft beträgt diese 12V. Die BTBD kann auch als ESD-Schutzelement bezeichnet werden.
Der optoelektronische Halbleiterchip 1 umfasst ferner eine Lotschicht 11, die auf einer der Halbleiterschichtenfolge 3 abgewandten Seite der Passivierungsschicht 9 bzw. der zweiten
Kontaktschicht 5b angeordnet ist. Insbesondere bildet die Lotschicht 11 zusammen mit der zweiten Kontaktschicht 5b einen gemeinsamen elektrischen Kontakt. Auf einer der Halbleiterschichtenfolge 3 abgewandten Seite der Lotschicht 11 ist beispielsweise eine Siliziumschicht angeordnet, die als Träger 13 des optoelektronischen
Halbleiterchips 1 dient. In anderen Ausführungsbeispielen kann der Träger 13 auch aus Saphir oder einem Kunststoff ausgebildet sein. In diesem Ausführungsbeispiel ist ferner eine Anschlussschicht 15b auf dem Träger 13 angeordnet, die einer elektrischen Kopplung des optoelektronischen
Halbleiterchips 1, insbesondere der zweiten Kontaktschicht 5b dient .
In diesem Ausführungsbeispiel ist die zweite Kontaktschicht 5b insbesondere einstückig zusammenhängend ausgebildet.
Abweichend davon kann die zweite Kontaktschicht 5b
beispielsweise lediglich im Bereich der Durchgangsöffnungen 9a, 9b, 9c der Passivierungsschicht 9 angeordnet sein, wie dies anhand eines zweiten Ausführungsbeispiels in Figur 2 gezeigt ist. Die vereinzelten Teile der zweiten
Kontaktschicht 5b sind in diesem Fall elektrisch über die Lotschicht 11 miteinander verbunden.
In einem dritten Ausführungsbeispiel (siehe Figur 3) ist zusätzlich ein Teil der Passivierungsschicht 9 zwischen der der ersten Kontaktschicht 5a und der dritten
Halbleiterschicht 7 angeordnet. Durch eine weitere
Durchgangsöffnung 9d in der Passivierungsschicht 9 erfolgt eine elektrische Kontaktierung der dritten Halbleiterschicht 7. Durch eine Größe der weiteren Durchgangsöffnung 9d ist eine Größe der Kontaktfläche zwischen der ersten
Kontaktschicht 5a und der dritten Halbleiterschicht 7
begrenzt, so dass ein Stromfluss durch die jeweilige
Schottky-Diode weiter angepasst werden kann. In einem vierten Ausführungsbeispiel (siehe Figur 4) ist der optoelektronische Halbleiterchip 1 analog zu dem ersten bis dritten Auführungsbeispiel ausgebildet und unterscheidet sich lediglich durch Anordnung der dritten Halbleiterschicht 7 sowie der Passivierungsschicht 9. Insbesondere ist die dritte Halbleiterschicht 7 lediglich in den zweiten
Durchgangsöffnungen 9b, 9c ausgebildet. Die
Passivierungsschicht 9 umgibt die dritte Halbleiterschicht 7 lateral vollständig. Durch eine Größe der Durchgangsöffnungen 9b, 9c ist eine Größe der Kontaktfläche zwischen der ersten Kontaktschicht 5a und der dritten Halbleiterschicht 7
begrenzt, so dass ein Stromfluss durch die jeweilige
Schottky-Diode eingestellt bzw. begrenzt werden kann.
Figur 5 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel des
optoelektronischen Halbleiterchips 1 in Draufsicht. Der optoelektronische Halbleiterchip 1 weist 18 kreisförmige Vias auf, die sich durch jeweilige erste Durchgangsöffnungen 9a der Passivierungsschicht 9 (vergleiche Figur 1-4) erstrecken. Der optoelektronische Halbleiterchip 1 umfasst beispielhaft mehrere verschieden geformte ESD-Schutzelemente, die sich insbesondere durch eine laterale Erstreckung der dritten Halbleiterschicht 7 unterscheiden. Beispielsweise
korrespondierend dazu kann auch eine Form der
Kontaktschichten 5a, 5b, der Durchgangsöffnungen 9b, 9c, 9d sowie der ersten Halbleiterschicht 3a variieren.
Die dritte Halbleiterschicht 7 erstreckt sich beispielsweise in lateraler Richtung in Ringform 7a. Beispielsweise umgibt
die dritte Halbleiterschicht 7 ein Via ringförmig. Abweichend davon kann sich die dritte Halbleiterschicht auch um mehrere oder alle Vias des optoelektronischen Halbleiterchips 1 erstrecken .
Die dritte Halbleiterschicht 7 erstreckt sich beispielsweise in lateraler Richtung in einem Kreisbogensegment 7b.
Beispielsweise umgibt die dritte Halbleiterschicht 7 nur in einem Kreisbogen ein oder mehrere Via(s) . Hierbei kann ein Winkel, mit dem die dritte Halbleiterschicht 7 die jeweiligen Vias umschließt, variieren.
Die dritte Halbleiterschicht 7 erstreckt sich beispielsweise in lateraler Richtung in einem linearen Bereich 7c neben einem oder mehreren Via(s) .
Die dritte Halbleiterschicht 7 bildet beispielsweise separate Knüpfel 7d.
Die dritte Halbleiterschicht 7 erstreckt sich beispielsweise in lateraler Richtung entlang eines Chiprandbereichs 7e.
Die dritte Halbleiterschicht 7 bildet beispielsweise eine Kurve 7f, die sich in lateraler Richtung beliebig zwischen und/oder um einen oder mehrere Via(s) erstreckt.
Die dritte Halbleiterschicht 7 bildet beispielsweise ein Zeichen 7g in lateraler Richtung. In vorteilhafter Weise ist ein die dritte Halbleiterschicht 7 in Draufsicht bedeckender Teil des optoelektronischen Halbleiterchips 1 in einem zumindest zu dem Zeichen 7g korrespondierenden Abschnitt transparent ausgebildet, so dass das Zeichen 7g für einen Betrachter optisch erkennbar ist.
Die dritte Halbleiterschicht 7 bildet beispielsweise ein oder mehrere Ziffer (n) , insbesondere eine Ziffernfolge 7h in lateraler Richtung. In vorteilhafter Weise ist ein die dritte Halbleiterschicht 7 in Draufsicht bedeckender Teil des optoelektronischen Halbleiterchips 1 in einem zumindest zu der bzw. den Ziffer (n) korrespondierenden Abschnitt
transparent ausgebildet, so dass die Ziffer (n) für einen Betrachter optisch erkennbar ist. Bei der bzw. den Ziffer (n) kann es sich insbesondere um Buchstaben handeln.
Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr umfasst die
Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von
Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn dieses Merkmal oder diese Kombination selbst nicht explizit in den
Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.
Bezugs zeichenliste :
1 Halbleiterchip
3 Halbleiterschichtenfolge
3a erste Halbleiterschicht
3b zweite Halbleiterschicht
5a erste Kontaktschicht
5b zweite Kontaktschicht
7 dritte Halbleiterschicht
7a Ringform
7b Kreisbogensegment
7c linearer Bereich
7d separater Knüpfel
7e Chiprandbereich
7f Kurve
7g Zeichen
7h Ziffernfolge
8 Ausnehmung
9 PassivierungsSchicht
9a erste Durchgangsöffnung
9b, 9c zweite Durchgangsöffnung
9d weitere Durchgangsöffnung
11 Lotschicht
13 Träger
15a Kontaktplättchen
15b Anschlussschicht