Hydrostatisches System mit einem hydropneumatisehen
Speicher
Die Erfindung betrifft ein hydrostatisches System mit einem hydropneumatischen Speicher, der über einen hydraulischen Widerstand mit einem Ausgleichsvolumen verbunden ist.
In hydrostatischen Systemen wird oft ein Hochdruckspeicher verwendet, um aus dem System frei werdende Energie zwischenzuspeichern und sie so für spätere Verrichtung von Arbeit rückgewinnen zu können. So ist es aus der DE 10 2005 060 990 Al bekannt, mit einem Fahrantrieb eine hydrostatische Kolbenmaschine koppeln zu können. Diese hydrostatische Kolbenmaschine fördert beim Abbremsen des Fahrzeugs Druckmittel in einen Hochdruckspeicher. Der Hochdruckspeicher ist in der Regel als hydropneumatischer Speicher ausgeführt, bei dem eine mit einem Gas gefüllte Blase einen Gegendruck gegen das geförderte Druckmittel erzeugt. Als Ausgleichsvolumen wird entweder ein Niederdruckspeicher oder aber ein Tankvolumen verwendet. Zur Rückgewinnung von Energie wird aus dem Hochdruckspeicher Druckmittel über die hydrostatische Kolbenmaschine entspannt und dem Ausgleichsvolumen zugeführt. Das Ausgleichsvolumen ist in der Regel mit einer Entlüftungsvorrichtung versehen.
Die Gasblase, die in dem Hochdruckspeicher vorhanden ist, kann nun unter ungünstigen Umständen undicht werden, im Zweifelsfall gar platzen. Infolgedessen wird ein mit dem kompressiblen Medium der Blase durchsetztes Druckmittel über die hydrostatische Kolbenmaschine in den Niederdruckbereich des hydrostatischen Systems gebracht.
Infolge der Expansion kommt es auf der Niederdruckseite zu einem Druckanstieg, da die verbaute Entlüftungsvorrichtung dem hohen auftretenden Gasvolumenstrom nicht schnell genug abgeben kann. Um hierdurch verursachte Beschädigung von
Komponenten, insbesondere auch das Bersten von Komponenten zu vermeiden, müsste also die Entlüftungsvorrichtung für einen hohen Gasdurchsatz und die übrigen Komponenten erheblich druckstabil ausgelegt werden. Diese Dimensionierung führt jedoch zu einem unerwünschten
Anstieg des Gesamtgewichts des hydrostatischen Systems.
Aus der US 6,971,411 Bl ist zudem die Erkennung eines Druckverlustes aus einem Hochdruckspeicher bekannt.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein hydrostatisches System zu schaffen, bei dem auf der Niederdruckseite ein in Folge des Durchmischens von Druckmittel und kompressiblem Medium aus dem hydropneumatischem Speicher entstehender Druckanstieg vermieden oder zumindest begrenzt wird.
Die Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße hydrostatische System mit dem Merkmal des Anspruchs 1 gelöst.
Das hydrostatische System gemäß der vorliegenden Erfindung weist einen hydropneumatischen Speicher auf, der über einen hydraulischen Widerstand mit einem Ausgleichsvolumen verbunden ist. Der hydraulische Widerstand kann dabei beispielsweise eine Kolbenmaschine sein, wenn es sich bei dem beschriebenen System um ein in Bezug auf den Stand der Technik bereits genanntes handelt. Es ist jedoch ebenso gut möglich, dass der hydraulische Widerstand durch ein mit einem drosselnden Querschnitt arbeitendes Ventil oder eine ähnliche hydraulische Drosseleinrichtung realisiert ist.
Erfindungsgemäß sind nun in dem hydrostatischen System ein Mittel zum Erfassen eines auf der Niederdruckseite, also der dem Ausgleichsvolumen zugewandten Seite des hydraulischen Widerstands, herrschenden Drucks vorgesehen. Weiterhin ist eine Volumenstrombegrenzungseinrichtung vorgesehen, welche bei Überschreiten eines Grenzwerts durch den auf der dem Ausgleichsvolumen zugewandten Seite
des hydraulischen Widerstands herrschenden Druck betätigbar ist. Auf diese Weise wird erkannt, ob auf der Niederdruckseite des hydraulischen Widerstands ein unerwünschter Druckanstieg vorliegt. Ist dies der Fall, so wird aufgrund der Tatsache, dass der Druckanstieg durch das in dem Druckmittel befindliche kompressible Medium erzeugt wird, die pro Zeiteinheit von der Hochdruckseite auf die Niederdruckseite gebrachte Druckmittelmenge reduziert. Hierzu ist die Volumenstrombegrenzungseinrichtung in Abhängigkeit von dem ermittelten Druck betätigbar. Damit wird diejenige Menge kompressiblen Mediums, die auf die Niederdruckseite gelangt, insgesamt durch eine Reduzierung des Gesamtvolumenstroms verringert. Infolgedessen kann der Druckanstieg auf ein niedriges Maß eingestellt werden und das expandierte kompressible Medium ist auch über eine relativ klein dimensionierte Entlüftungsvorrichtung problemlos abzugeben.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen hydrostatischen Systems ausgeführt.
Insbesondere ist es vorgesehen, dass die VolumenstrombegrenzungsVorrichtung eine Verstellvorrichtung ist, die auf eine den hydraulischen Widerstand bildende hydrostatische Maschine wirkt. Die hydrostatische Maschine ist verstellbar ausgeführt, sodass die Volumenstrombegrenzungsvorrichtung bei Betätigung eine Verringerung des die hydrostatische durchströmenden Volumenstroms durch Reduzierung des Schluckvolumens bewirkt. Auf diese Weise ist es insbesondere möglich, eine vollständige Abschaltung des Systems zu vermeiden. Ein Betreiben mit verringerter Wirkung, d.h. verringertem Volumenstrom, ist jedoch nach wie vor möglich.
Alternativ kann der hydraulische Widerstand auch einen einstellbaren Drosselquerschnitt aufweisen, wie es beispielsweise bei Ventileinrichtungen mit drosselndem Querschnitt der Fall ist. Bei. Betätigung der
Volumenstrombegrenzungseinrichtung, die den einstellbaren Drosselquerschnitt aufweist, wird dieser
Drosselquerschnitt reduziert, sodass ebenfalls der von der Hochdruckseite auf die Niederdruckseite strömende Druckmittelstrom verringert wird. Insbesondere kann eine solche Einrichtung auch mit einer hydraulischen Kolbenmaschine kombiniert werden. Die Verwendung eines solchen einstellbaren Drosselquerschnitts bietet sich beispielsweise dann an, wenn als hydrostatische Kolbenmaschine eine solche mit konstantem Förder- bzw. Schluckvolumen verwendet wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird als Mittel zum Erfassen des Drucks auf der Niederdruckseite, also der im Bezug auf den hydraulischen Widerstand dem Ausgleichsvolumen zugewandten Seite, ein Drucksensor angeordnet. Allgemein ist ein Drucksensor zunächst eine Erfassungseinrichtung, welche in Abhängigkeit von dem erfassten Druck ein elektrisches Signal ausgibt. Dieses Signal kann entweder proportional dem erfassten Druck sein oder aber in einer besonders bevorzugten Weiterbildung lediglich z.B. eine konstante Spannung ausgeben, die bei Überschreiten eines fest eingestellten Grenzwerts erzeugt wird. In diesem Fall ist der Drucksensor vereinfacht als Druckschalter ausgeführt. Im Falle der Verwendung eines
Drucksensors und auch des als Druckschalters ausgebildeten Drucksensors wird vorzugsweise das erzeugte elektrische Signal einer Steuereinrichtung zugeführt, die mit der Volumenstrombegrenzungseinrichtung verbunden ist und diese ansteuert. Mittels einer solchen Steuereinrichtung kann in einfacher Weise die Weiterverarbeitung eines Druckwerts durch die verwendete Steuerungssoftware beeinflusst werden. Insbesondere ist es dann durch eine Parametrierung möglich, nachträglich Einfluss auf die eingestellten Grenzwerte zu nehmen. So kann beispielsweise beim
Austausch von einzelnen Komponenten reagiert werden, wenn dadurch eine Erhöhung des auf der Niederdruckseite mindestens herrschenden Drucks erforderlich wird. Beispielsweise, wenn ein druckloses Tankvolumen als
Ausgleichsvolumen gegen einen Niederdruckspeicher getauscht werden sollte.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist es vorgesehen, zum Betätigen der
Volumenstrombegrenzungseinrichtung den auf der Niederdruckseite herrschenden Druck zu verwenden. Hierzu ist eine Verbindungsleitung zur Verbindung einer den hydraulischen Widerstand mit dem Ausgleichsvolumen verbindenden Leitung vorgesehen, die mit der
Volumenstrombegrenzungsvorrichtung verbunden ist. Eine solche Verbindungsleitung ermöglicht das direkte Ansteuern der Volumenstrombegrenzungseinrichtung durch den sich erhöhenden Druck auf der Niederdruckseite.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann dieser Druckanstieg auf der Niederdruckseite zur Betätigung eines Vorsteuerventils verwendet werden. Das Vorsteuerventil ist Bestandteil der Volumenstrombegrenzungseinrichtung und seinerseits mit der Verbindungsleitung verbunden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel mit einem zwischen einem hydraulischen Widerstand und einem hydropneumatischen Speicher angeordneten Ventil mit drosselndem Querschnitt;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel mit einer verstellbaren hydrostatischen Maschine als hydraulischen Widerstand;
Fig. 3 eine hydraulische Ansteuerung eines Schaltventils als
Volumenstrombegrenzungseinrichtung mittels des auf der Niederdruckseite herrschenden Drucks; und
Fig. 4 ein viertes Ausführungsbeispiel mit einem auf eine Verstellvorrichtung als Volumenstrombegrenzungseinrichtung der hydrostatischen Maschine wirkenden Druck der Niederdruckseite.
Ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen hydrostatischen Systems zeigt die Fig. 1. Das hydrostatische System 1 umfasst einen hydropneumatischen Speicher 2. Der hydropneumatische Speicher ist als
Hochdruckspeicher ausgeführt und weist ein elastisch gegenüber einer Flüssigkeit abgegrenztes Volumen auf. Dieses Volumen wird als Gasblase bezeichnet und ist mit einem kompressiblen Medium, meist Stickstoff, gefüllt. Ferner weist das hydrostatische System 1 einen hydraulischen Widerstand auf. Der hydraulische Widerstand ist im dargestellten Ausführungsbeispiel eine hydrostatische Kolbenmaschine 3, die als Pumpe und als Motor betrieben werden kann. Bei Verwendung in einem regenerativen Fahrantrieb wird die hydrostatische Maschine 3 dazu verwendet, aus einem Tankvolumen 4, der ein Ausgleichsvolumen bildet, beim hydrostatischen Bremsen Druckmittel anzusaugen und gegen den in dem hydropneumatischen Speicher 2 herrschenden Druck zu fördern. Hierzu ist der hydropneumatische Speicher 2 über eine Hochdruckleitung 5 mit der hydrostatischen Maschine 3 verbunden. Zur Verbindung zwischen der hydrostatischen Maschine 3 und dem Tankvolumen 4 ist eine Niederdruckleitung 6 vorgesehen.
In der Hochdruckleitung 5 ist ein Ventil 7 mit einstellbarem drosselnden Querschnitt vorgesehen. Das Ventil 7 ist als 2/2-Wegeventil ausgeführt und wird durch eine Feder in Ruhestellung in seiner ungedrosselten Position gehalten. In dieser Position verbleibt das Ventil 7 solange das System fehlerfrei arbeitet. Zur Erfassung eines Gasverlusts, beispielsweise bei einem Blasenplatzer, aus dem hydraulischen Speicher 2 ist ein Drucksensor 8 als Mittel zum Erfassen des Drucks auf der Niederdruckseite
vorgesehen, welcher im dargestellten Ausführungsbeispiel ein zum erfassten Druck proportionales elektrisches Signal ausgibt. Der Drucksensor 8 misst in der Niederdruckleitung 6 den dort herrschenden Druck, wobei als Messstelle vorzugsweise ein Messpunkt in unmittelbarer Nähe des
Anschlusses der hydrostatischen Maschine 3 vorgesehen ist.
Kommt es infolge eines Blasenplatzers in dem hydropneumatischen Speicher 2 zu einem Druckanstieg auf der Niederdruckseite und damit in der Niederdruckleitung
6, so wird ein sich erhöhendes elektrisches Signal von dem Drucksensor 8 an ein Steuergerät 9 übermittelt. Das Steuergerät 9 ist zur Ansteuerung des elektrisch betätigbaren Ventils 7 vorgesehen. Bei Überschreiten eines Grenzwerts für den in der Niederdruckleitung 6 herrschenden Druck wird durch das Steuergerät 9 ein Steuersignal an den das Ventil 7 steuernden Elektromagneten 10 abgegeben. Infolgedessen wird das Ventil 7 aus seiner durch die Feder vorbestimmten Ruheposition in eine drosselnde Stellung gebracht. In der zweiten Endstellung ist das Ventil 7 vollständig geschlossen und eine Entnahme von Druckmittel aus dem hydropneumatischen Speicher über die hydrostatische Maschine 3 ist unmöglich. In Abhängigkeit von der Höhe des elektrischen Signals, das der Drucksensor an das elektrische Steuergerät 9 übermittelt, kann jedoch das Ventil 7 vorzugsweise auch auf Zwischenstellungen eingestellt werden, wie es durch das verstellbare Ventil 7 in der Fig. 1 dargestellt ist. Das Ventil wirkt somit als Volumenstrombegrenzungsvorrichtung .
Im Unterschied hierzu ist in der Fig. 2 ein abgewandeltes hydrostatisches System 1' dargestellt. Die mit den Elementen der Fig. 1 übereinstimmenden Elemente sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Auf eine vollständige erneute Beschreibung wird zur Vermeidung von Wiederholungen verzichtet. Im Unterschied zu der Fig. 1 ist allerdings in der Hochdruckleitung 5 nun kein Ventil 7 als Volumenstrombegrenzungsvorrichtung angeordnet.
Vielmehr erfolgt die Verringerung des Volumenstroms von der Hochdruckseite auf die Niederdruckseite durch eine Verstellung der nun verstellbar ausgeführten hydrostatischen Maschine 3' . Hierzu ist eine Verstellvorrichtung 10' vorgesehen. Die
Verstellvorrichtung 10' ist beispielsweise über ein elektromagnetisch betätigtes Ventil betätigbar und lediglich schematisch dargestellt. Die Verstellvorrichtung 10 bildet hierbei die Volumenstrombegrenzungsvorrichtung, da sie auf den über die hydrostatische Maschine 3' erzeugten Volumenstrom einwirkt.
Anstelle des Drucksensors 8 der Fig. 1, der ein proportionales Signal zu dem erfassten Druck an das Steuergerät 9 weitergibt, wird nunmehr ein einfacher
Druckschalter 8' eingesetzt. Dieser Druckschalter 8' kann auf einen festen Druckwert eingestellt werden, oberhalb dessen er ein elektrisches Signal dem Steuergerät 9 zuführt. Erhält das Steuergerät 9 ein entsprechendes elektrisches Signal von dem Druckschalter 8', so wird die Verstellvorrichtung 10 als
Volumenstrombegrenzungsvorrichtung betätigt und verstellt die hydrostatische Maschine 3' in Richtung kleiner werdenden Fördervolumens. Bei der einfachen Ausführung wie sie in der Fig. 2 gezeigt ist, wird bei Vorliegen eines Signals durch den Druckschalter 8 die hydrostatische Maschine 3' vorsichtshalber auf ein Nullschluckvolumen gestellt.
In der Fig. 3 ist eine weitere Variante gezeigt, bei der anstelle der elektrischen Erfassung des Druckanstiegs auf der Niederdruckseite beim Blasenplatzer eine rein hydraulische Lösung vorgesehen ist. Das hydraulisch betätigte Ventil 7' ist nunmehr im Gegensatz zu der Fig. 1 als reines Schaltventil ausgeführt. Durch die Feder wird es wiederum in seiner geöffneten Position gehalten. In entgegengesetzter Richtung ist eine Messfläche 10' vorgesehen, die über eine Verbindungsleitung 11 zur Erfassung des Drucks mit dem Druck der Niederdruckleitung
beaufschlagt ist. Übersteigt nun der Druck der Niederdruckleitung 6 einen durch die Feder vorgegebenen . Grenzwert, so wird das Ventil 7' in seine geschlossene Position gebracht. Weiterhin ist anstelle des Ausgleichsvolumens in Form des Tankvolumens 4 nunmehr ein Niederdruckspeicher 4' vorgesehen, der wie es dargestellt ist, ebenfalls als hydropneumatischer Speicher ausgebildet sein kann.
Die Fig. 4 zeigt weiterhin ein viertes Ausführungsbeispiel des Systems 1' ' ' , bei dem eine hydraulische Ansteuerung der verstellbaren hydrostatischen Maschine 3' vorgesehen ist. Anstelle der elektromagnetischen Betätigung der Verstellvorrichtung als Volumenstrombegrenzungseinrichtung ist nunmehr eine hydraulische Betätigung 10' ' ' der
Verstellvorrichtung 10' ' ' der hydrostatischen Maschine 3' vorgesehen. In beiden Fällen, also sowohl dem Ausführungsbeispiel der Fig. 3 als auf dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 ist eine direkte hydraulische Ansteuerung der
Volumenstrombegrenzungsvorrichtung gezeigt. Es ist jedoch ebenso denkbar, dass die
Volumenstrombegrenzungseinrichtungen ein Vorsteuerventil umfassen, sodass insbesondere bei Verwendung einer Verstellvorrichtung 10' ' ' der hydrostatischen Maschine 3' ein höherer Stelldruck verfügbar ist.
In den Fig. 3 und 4 ist jeweils die Verwendung eines Niederdruckspeichers 4' vorgesehen. Dabei kann es aufgrund der Vorspannung, die durch den Niederdruckspeicher 4' erzeugt wird, problematisch sein, einen Druckanstieg zu detektieren. Es ist dann eine mit der Niederdruckleitung 6 verbundene Einrichtung 15 vorgesehen. Diese Einrichtung 15 stellt schematisch eine Kopplung der Niederdruckleitung 6 mit einem unter Atmosphärendruck stehenden Tankvolumen dar. Eine solche Einrichtung 15 kann beispielsweise ein Spülventil sein, in dem Fall, in dem die hydrostatische Maschine 3' ein im geschlossenen hydraulischen Kreislauf betriebener Hydromotor ist. Über ein solches Spülventil
wird aus der jeweils den Niederdruck führenden Leitung Druckmittel entnommen und in das Tankvolumen, welches unter Atmosphärendruck steht, abgeführt. Mittels des Drucksensors 8 wird dieser Druck erfasst und ein entsprechendes Steuersignal erzeugt, wie es unter
Bezugnahme auf die Fig. 1 bereits erläutert wurde. Die Ausführung der Einrichtung 15 als Spülventil ist lediglich beispielhaft zu versehen. Im Falle, dass es sich bei der hydrostatischen Maschine um eine Pumpe handelt, kann der Druck dagegen in einem Leckagekanal erfasst werden. Je nach Aufbau des Systems ist es vorteilhaft, eine bereits bestehende Verbindung zu dem unter Atmosphärendruck stehenden Tankvolumen zu verwenden.
Es ist selbstverständlich, dass die einzelnen Merkmale der in den Fig. 1 - 4 gezeigten Ausführungsbeispiele auch untereinander kombiniert werden können. Beispielsweise ist als Ausgleichsvolumen anstelle des Tankvolumens 4 in den Fig. 1 und 2 auch der Niederdruckspeicher 4' der Fig. 3 und 4 einsetzbar. Zudem kann der Drucksensor 8 auch im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 und der Druckschalter 8' der Fig. 2 im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 verwendet werden. Ebenso ist es möglich, das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 mit einem stufenlos einstellbaren Ventil 7 der Fig. 1 auszuführen oder umgekehrt in der Fig. 1 lediglich ein Schaltventil 7' vorzusehen.
Zudem ist es auch möglich, bei der Ausführung der Fig. 1 als Schaltventil unmittelbar ein über einen Druckschalter 8' erzeugtes elektrisches Signal zur Ansteuerung des Elektromagneten des Schaltventils zu verwenden. Die Zwischenschaltung eines Steuergeräts zur Auswertung des Signals des Drucksensors kann dann entfallen.