MIKROBIZIDE ELEKTROGES PONNENE POLYMERFASERN MIT POLYTHYLENIMIN- NONOPARTIKELN FÜR TEXTILE ANWENDUNGEN
Die vorliegende Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Herstellung elektroge- sponnener Fasern umfassend Polyethylenimin-Nanopartikel (PEIN). Die Verwendung von PEIN erlaubt die antibakterielle Ausrüstung elektrospinnbarer Polymere, sofern es sich bei diesen Polyethylenimin-Nanopartikeln um Partikel aus derivati- siertem Polyethylenimin (PEI) handelt, da reines, underivatisiertes PEI keine antibakterielle Wirkung aufweist. Bevorzugt wird quatemisiertes Polyethylenimin eingesetzt. Die Belegung der elektrospinnbaren Polymere mit PEIN kann dabei während und/oder nach dem Elektrospinnen erfolgen. Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen Polymerfasern können für textile Fasern verwendet werderv. beispielsweise für die Herstellung von Fasern für Funktionskleidung oder für Vliese oder Fasermatten für Zellkultursubstrate.
Beschreibung und Einleitung des allgemeinen Gebietes der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft die Gebiete makromolekulare Chemie, Verfahrenstechnik, Textil- und Materialwissenschaften.
Stand der Technik
Zur Herstellung von Nano- und Mesofasem sind dem Fachmann eine Vielzahl an Verfahren bekannt, von denen dem Elektrospinnverfahren („Electrospinning") derzeit die größte Bedeutung zukommt. Bei diesem Verfahren, welches beispielsweise von D.H. Reneker, H. D. Chun in Nanotechn. 7 (1996), Seite 216 f beschrieben ist, wird üblicherweise eine Polymerschmelze oder eine Polymerlösung an einer als Elektrode dienenden Kante einem hohen elektrischen Feld ausgesetzt. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Polymerschmelze oder Polymerlösung in einem elektrischen Feld unter geringem Druck durch eine mit einem Pol einer Spannungsquelle verbundene Kanüle extrudiert wird. Auf Grund der dadurch erfolgenden elektrostatischen Aufladung der Polymerschmelze oder Polymerlösung entsteht ein auf die Gegenelektrode gerichteter Material- ström, der sich auf dem Weg zur Gegenelektrode verfestigt. In Abhängigkeit von den Elektrodengeometrien werden mit diesem Verfahren Vliese bzw. so genannte Nonwovens oder Ensambles geordneter Fasern erhalten. Während mit Polymerschmelzen bisher nur Fasern mit Durchmessern größer 1000 nm erhalten werden, kann man aus Polymerlösungen Fasern mit Durchmessern größer oder gleich 5 nm herstellen.
Der Stand der Technik kennt einige Verfahren zur Herstellung von Polymerfasem mittels Elektrospinning:
Die DE 10 2004 009 887 A1 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Fasern mit einem Durchmesser von < 50 μm durch elektrostatisches Verspinnen oder Versprühen einer Schmelze von mindestens einem thermoplastischen Polymeren.
In der DE 101 33 393 A1 wird ein Verfahren zur Herstellung von Hohlfasern mit einem Innendurchmesser von 1 bis 100 nm offenbart, bei dem eine Lösung eines
wasserunlöslichen Polymers - beispielsweise eine Poly-L-lactid-Lösung in Di- chlormethan oder eine Polyamid-46-Lösung in Pyridin - elektroversponnen wird. Ein ähnliches Verfahren ist auch aus der WO 01/09414 A1 und der DE 103 55 665 A1 bekannt.
Aus DE 196 00 162 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung von Rasenmäherdraht oder textilen Flächengebilden bekannt, bei dem Polyamid, Polyester oder Polypropylen als fadenbildendes Polymer, ein maleinsäureanhydrid-modifeierter Polyethylen/Polypropylen-Kautschuk sowie ein oder mehrere Alterungsstabilisato- ren zusammengegeben, aufgeschmolzen und miteinander vermischt werden, bevor diese Schmelze schmelzversponnen wird.
Für einige Anwendungsbereiche von Fasern ist es wünschenswert, das Wachstum und/oder die Proliferation von Mikroorganismen inhibieren zu können. Unter Mikroorganismen werden dabei Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen und Viren verstanden. Fasern mit mikrobiziden Eigenschaften sind besonders im medizinischen Bereich zu verwenden, beispielsweise für Wundauflagen oder Textilien für Patienten und medizinisches Personal. Im Folgenden soll, sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt, die Begriffe Mikrobizid und mikrobizid als Sammelbezeich- nungen für Mittel zur Bekämpfung von Mikroorganismen respektive für eine anti- mikrobielle Wirkung verwendet werden. Die Wirkung gegenüber en Mikroorganismen kann dabei reversibel oder irreversibel wachstumshemmend (zum Beispiel Bakteriostatika oder Fungistatika) oder abtötend (zum Beispiel Bakterizide oder Fungizide) sein.
Dem Fachmann ist bekannt, dass einige organische stickstoffhaltige Verbindungen mikrobizide Eigenschaften aufweisen.
So beschreibt die DE 32 37 074 A1 Polymer-Biguanide, die als Mikrobizide in Desinfektionsmitteln eingesetzt werden können, die Polymer-Biguanide hemmen beispielsweise das Wachstum von Aspergillus niger, Eschericia coli, Staphylo- coccus aureus, Pseudomonas aeruginosa und Chaetonium globosum.
In der DE 33 14 294 A1 werden kondensierte Polyalkyleniminpolymere beschrieben, mit deren Hilfe biologische Materialien wie ganze Zellen und Enzyme immobilisiert werden können. Hierzu werden die Polyalkylenimine gemeinsam mit einer Dicarbonsäure zu einem Copolymer kondensiert. Optional wird das Copolymer anschließend mit einer Aminvernetzungskomponente nachbehandelt. Es werden jedoch keine derivatisierten Polyalkylenimine verwendet.
Die DE 34 23 703 A1 beschreibt polymere quaternäre Ammoniumverbindungen, die durch Reaktion von Polymeren vom Typ der lonene mit tertiären Aminen er- halten werden. Diese erfindungsgemäßen polymeren quatemären Ammoniumverbindungen weisen mikrobiziden Eigenschaften auf. Es werden des Weiteren Verfahren zur Inhibierung des Wachstums und der Proliferation von Mikroorganismen beschrieben, wobei die Mikroorganismen mit den erfindungsgemäßen polymeren quatemären Ammoniumverbindungen in Kontakt gebracht werden. Diese poly- meren quatemären Ammoniumverbindungen weisen jedoch keine Quervernetzung der Polymerketten auf, und es wird explizit darauf hingewiesen, dass PoIy- ethylenimine keine guten Mikrobizide sind.
In N Beyth et al., Biomaterials 27, 2006, 3995-4002, werden Herstellung und Ver- wendung von Ammoniumpolyethylen-Nanopartikeln in Kompositen für die Zahnmedizin beschrieben. Hierzu wird Polyethylenimin (PEI) im ersten Schritt mit Dibrompentan quervernetzt, das quervernetze PEI im zweiten Schritt mit Bro- moctan alkyüert und im dritten Schritt die sekundären bzw. tertiären Aminogrup- pen des alkylierten und quervernetzten PEI mit Methyliodid quaternisiert. Die auf diese Weise erhaltenen PEI-Partikel wurden zu Compositharzen für zahnmedizinische Füllungen gegeben und mit dem Oralbakterium Streptococcus mutans inkubiert. Die PEI-Partikel hemmten das Bakterienwachstum über einen Zeitraum von einem Monat. Allerdings konnten die PEI-Partikel nicht dauerhaft in das Compositmaterial inkorporiert werden.
Bislang kennt der Stand der Technik kein Verfahren, um Textilfasern dauerhaft oder kurzfristig mit Polyethyleniminpartikeln auszurüsten und somit den Fasern eine mikrobizide Wirkung zu verleihen.
Aufgabe
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Polymerfasern mit mikrobiziden Eigenschaften sowie Verfahren zu ihrer Herstellung bereitzustellen.
Lösung der Aufgabe
Die Aufgabe der Bereitsteilung von Polymerfasern mit mikrobiziden Eigenschaften wird erfindungsgemäß gelöst durch Polymerfasern umfassend mindestens ein elektrospinnbares Polymer und Nanopartikel enthaltend quaternisiertes Polyethy- lenimin.
Erfindungsgemäß wird das mindestens eine elektrospinnbare Polymer ausgewählt aus der Gruppe Poly-(p-xylylen); Polyvinylidenhalogeπide, Polyester wie PoIy- ethylenterephthalate, Polybutylenterephthalat; Polyether; Polyolefine wie PoIy- ethylen, Polypropylen, Poly(Ethylen/Propy!en) (EPDM); Polycarbonate; Polyurethane; natürliche Polymere, z.B. Kautschuk; Polycarbonsäuren; Polysulfonsäu- ren; sulfatierte Polysaccharide; Polylactide; Polyglycoside; Polyamide; Homo- und Copolymerisate von aromtischen Vinylverbindungen wie Poly(aikyl)styrole), z.B. Polystyrole, Poly-alpha-methylstyrole; Polyacrylnitrile, Polymethacrylnitrile; Polyacrylamide; Polyimide; Polyphenylene; Polysilane; Polysiloxane; Polybenzimida- zole; Polybenzothiazole; Polyoxazole; Polysulfide; Polyesteramide; Polyarylen- vinylene; Polyetherketone; Polyurethane, Polysulfone, anorganisch-organische Hybridpolymere wie ORMOCER® der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. München; Silicone; vollaromatische Copolyester; Po!y(alkyl)acrylate; Poly(alkyl)methacrylate; Polyhydroxyethylmethacrylate; PoIy- vinylacetate, Polyvinylbutyrate; Polyisopren; synthetische Kautschuke wie Chlorbutadien-Kautschuke, z.B. Neopren® von DuPont; Nitril-Butadien-Kautschuke, z.B. Buna N®; Polybutadien; Polytetrafluorethylen; modifizierte und nicht modifizierte Cellulosen, Homo- und Copolymerisate von aipha-Olefinen und Copoly- meren aufgebaut aus zwei oder mehr die vorstehend genannten Polymere bildenden Monomereinheiten; Polyvinylalkohole, Polyalkylenoxide, z.B. Polyethylen-
oxide; Poly-N-vinylpyrrolidon; Hydroxymethylcellulosen; Maleinsäuren; Alginate; Collagene.
Alle vorgenannten Polymere können in den erfindungsgemäßen Polymerfasern mit mikrobiziden Eigenschaften jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander eingesetzt werden, und zwar in jedem beliebigen Mischungsverhältnis.
Erfindungsgemäß enthalten die Nanopartikel derivatisiertes, vorzugsweise quater- nisiertes Polyethylenimin der allgemeinen Formel
worin m, n unabhängig voneinander für eine natürliche Zahl von 5 bis 200 stehen, p für eine natürliche Zahl von 4 bis 6 steht, q für eine ganze Zahl von 0 bis 11 steht und r für eine ganze Zahl von 0 bis 4 steht und worin X = Br oder I bedeutet.
Die Aufgabe der Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung von Polymer- fasem mit mikrobiziden Eigenschaften umfassend mindestens ein elektrospinnbares Polymer und Nanopartikel enthaltend quatemisiertes Polyethylenimin wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren umfassend die Schritte a) Vernetzung von Polyethylenimin,
b) Alkylierung von vernetztem Polyethylenimin, c) Quaternisierung sekundärer und tertiärer Aminogruppen des Polyethy- lenimins, d) Abtrennung der quaternisierten Polyethylenimin-Nanopartikel, e) Zugabe der Polyethylenimin-Nanopartikel zu einer Lösung mindestens einen elektroverspinnbaren Polymers, f) Elektroverspinnen der Polyethylenimin-Nanopartikel enthaltenden Lösung des mindestens einen elektroverspinnbaren Polymers zu Fasern.
Die Verfahrensschritte sind nachfolgend im Detail erläutert:
a) Vernetzung von Polyethylenimin (PEI)
Die Vernetzung wird gemäß folgendem Schema durchgeführt:
1. l,ω-X-(CH2)p-X 24 h Reflux
wobei n, m, p und X die oben aufgeführten Bedeutungen haben.
Eine handelsübliche wässrige Polyethyleniminlösung wird durch Refluxieren in Toluol und Verwendung eines Wasserabscheiders vollständig entwässert. Das wasserfreie PEI wird anschließend mit einem linearen unverzweigten l,ω-Dihalo- genoalkan mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen als Vernetzer umgesetzt, wobei „Halogen" für Brom oder lod steht. Die als Vernetzer einzusetzenden Dibromalkane
werden demnach ausgewählt aus 1 ,4-Dibrombutan, 1 ,4-Diiodbutan, 1 ,5-Dibrom- pentan, 1 ,5-Diiodpentan, 1 ,6-Dibromhexan und 1 ,6-Diiodhexan.
b) Alkylierung von vernetztem Polyethylenimin
Die Alkylierung des vernetzen Polyethylenimins erfolgt gemäß dem Schema
wobei n, m, p und q die oben aufgeführten Bedeutungen haben.
Das vernetzte PEI wird mit einem linearen unverzweigten 1-Bromalkan mit 1 bis 12 C-Atomen alkyliert. Bevorzugt erfolgt die Alkylierung mit 1-Bromalkanen mit 7 bis 9 C-Atomen, also 1-Bromheptan, 1-Bromoctan oder 1-Bromnonan.
c) Quaternisierung sekundärer und tertiärer Aminogruppen des Polyethylen- imins
Die Quaternisierung der sekundären und tertiären Aminogruppen des Polyethy- lenimins erfolgt nach dem Schema
wobei m, n, q, r und X die oben angegebenen Bedeutungen haben.
Für die Quatemisierung wird das alkylierte, vernetzte PEI mit einem linearen un- verzweigten 1-Halogenalkan mit 1 bis 5 C-Atomen umgesetzt, wobei „Halogen" für Brom oder lod steht. Bevorzugt wird für die Quatemisierung ein lodalkan eingesetzt, besonders bevorzugt Methyliodid. Polyvinylpyridin wird in dieser Reaktion als Protonenschwamm verwendet.
d) Abtrennung der quatemisierten Polyethyienimin-Nanopartikel
Die nach Durchführung der Schritte a) bis c) erhaltene Polyethyienimin-Nanopartikel fallen in Form eines Pulvers an und lassen sich beispielsweise durch Filtra- tion aus dem Reaktionsgemisch abtrennen. Die erhaltenen PEI-Nanopartike( sind gut in Tetrahydrofuran (THF), Ethanol und Ameisensäure dispergierbar.
e) Zugabe der Polyethyienimin-Nanopartikel zu einer Lösung des mindestens einen elektroverspinnbaren Polymers
Mindestens ein elektroverspinnbares Polymer wird gelöst, bevorzugt in THF; Ethanol oder Ameisensäure, und anschließend werden Polyethyienimin-Nanopartikel zugegeben. Dabei werden bevorzugt solche Lösungen hergestellt, die 5 Gew.-% bis 25 Gew.-% des elektroverspinnbaren Polymers sowie 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-% Polyethyienimin-Nanopartikel enthalten.
f) Elektroverspinnen der Polyethyienimin-Nanopartikel enthaltenden Lösung des mindestens einen elektroverspinnbaren Polymers zu Fasern
Diese Lösung wird an einer als Elektrode dienenden Kante einem hohem elektrischen Feld ausgesetzt. Beispielsweise kann dies geschehen, indem die Polyethyienimin-Nanopartikel enthaltende Lösung des elektroverspinnbaren Polymers in einem elektrischen Feld unter geringem Druck durch eine mit einem Pol einer
Spannungsquelle verbundenen Kanüle extrudiert wird. Es entsteht ein auf die Gegenelektrode gerichteter Materialstrom, der sich auf dem Weg zur Gegenelektrode verfestigt.
Alternativ kann die Lösung des mindestens einen elektroverspinnbaren Polymers auch zunächst zu Fasern versponnen werden, ohne dass der Spinnlösung PoIy- ethylenimm-Nanopartikel zugegeben werden. In diesem Falle können die eiektro- gesponnenen Polymerfasern nachträglich mit PEI-Nanopartikeln belegt werde, entsprechend folgenden Verfahrensschritten: a) Vernetzung von Polyethylenimin, b) Alkylierung von vemetztem Polyethylenimin, c) Quaternisierung sekundärer und tertiärer Aminogruppen des Polyethyle- nimins, d) Abtrennung der quatemisierten Polyethylenimin-Nanopartikel, e) Zugabe der Polyethylenimin-Nanopartikel zu einer Lösung mindestens einen elektroverspinnbaren Polymers, f) Belegen der elektrogesponnenen Fasern mit Polyethylenimtn-Nanoparti- keln.
Das nachträgliche Belegen der elektrogesponnenen Fasern mit Polyethylenimin- Nanopartikeln kann beispielsweise, aber nicht erschöpfend, durch Gasphasen- abscheidung, Rakeln, Spin-Coating, Dip-Coating, Besprühen oder Plasma- abscheidung erfolgen. Diese Methoden sind dem Fachmann bekannt und können, ohne den Schutzbereich der Patentansprüche zu verlassen, verwendet werden. Optional können die Polyethylenimin-Nanopartikel sowohl gemeinsam mit dem mindestens einen elektroverspinnbaren Polymer zu Fasern versponnen werden als auch zur nachträglichen Belegung der Fasern verwendet werden.
In den erfindungsgemäßen Polymerfasern mit mikrobiziden Eigenschaften beträgt der Anteil der Poiyethylenimin-Nanopartikel 0,1 Gew.-% bis 25 Gew.-%.
Die erfindungsgemäßen Polymerfasern mit mikrobiziden Eigenschaften inhibieren das Wachstum und/oder die Proliferation von Mikroorganismen. Unter Mikroorganismen werden dabei Bakterien, Pilze, Algen, Protozoen und Viren verstanden.
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlichen mikrobiziden Polymerfasern können zur Herstellung von Textilfasern und textilen Flächengebilden verwendet werden, beispielsweise für die Herstellung von Fasern für textile Flächengebilde für die Herstellung von Funktionskleidung, Schutzkleidung für medizinisches Personal und Schutzkleidung für Patienten, außerdem für medizinische Ab- decktücher und Wundauflagen oder für Vliese oder Fasermatten für Zellkultursubstrate.
Ausführungsbeispiele
1. Herstellung von Polyethylenimin-Nanopartikeln.
Polyethylenimin-Nanopartikel wurden wie unter „Lösung der Aufgabe" beschrieben hergestellt. Dabei wurde 1,5-Dibrompentan als Vernetzungsmittel im ersten Reaktionsschritt eingesetzt. Im zweiten Reaktionsschritt - der Alkylierung des vernetzten PEI - wurde 2-Bromoctan verwendet. Im dritten Reaktionsschritt - der Qua- ternisierung der sekundären und tertiären Aminogruppen des PEI - wurde Methy- liodid in THF eingesetzt.
2. Herstellung antibakterieller Nanofasern auf der Basis von PVB
Es wurde das in Ethanol lösliche Polymer Polyvinylbutyrat (PVB, Handelsname Mowital) verwendet. Repetiereinheit von Polyvinylbutyrat:
Polyvinylbutyrat (Mw = 19640, Mn= 159000, Mw/Mn= 1 ,23) wurde bei Raumtemperatur unter Rühren in Ethanol aufgelöst. Die Konzentrationen der hergestellten Lösungen betrugen 10 wt% und 15 wt%. Um die Fasern antibakteriell auszurüsten, wurden jeweils 2 wt% quarternisierte PEI-Partikel zu den Polymerlösungen zugegeben und unter Rühren bei Raumtemperatur in den Polymerlösungen dispergiert.
Die PVB-Dispersionen wurden anschließend elektroversponnen. Dabei wurden folgende Parameter an der Elektrospinn-Änlage eingestellt Spannungen: 15 kV, 20 kV, 25 kV, 30 kV Abstand zwischen Kanüle und Elektrode: 20 cm Durchmesser Kanüle: 0.3 mm
Flussraten: 0,86 mL/h, 1 ,21 mL/h, 1 ,56 ml/h
Als Substrate wurden Alufolie sowie Rahmen aus Aluminiumblech verwendet.
Die erhaltenen Fasern hatten einen durchschnittlichen Durchmesser von 1 ,3 bis 1 ,5 μm.
Dieser Durchmesser ist für durch Elektrospinnen hergestellte Fasern recht hoch, lässt sich aber durch die hohe Viskosität und die geringe elektrischen Leitfähigkeit der Lösung erklären. Beide Größen sind in Tabelle 1 gezeigt. Die fertigen Fasern zeigten eine fahlgelbe Farbe. Dies deutet bereits ohne weitere Untersuchung dar- auf hin, dass die gelben Nanopartikel in die Fasern inkorporiert oder aber auf den Fasern adsorbiert sind. Unter dem SEM (Fig. 3) zeigen sich die Fasern glatt und ohne auf der Oberfläche adsorbierte Fremdkörper.
Tabelle 1: Charakterisierung der verwendeten PVB-Lösung in EtOH
Konzentration ViskosiGehalt an Elektrische Oberflächenspan¬
PVB tät PEI-Partikeln Leitfähigkeit nung
/wt% / Pa-s / wt% / μS/cm / mN/m
15 1 ,399 2 4.98 22.98
Da eine optische Bestätigung für das Vorhandensein der Partikel nicht möglich war, wurde eine EDX-Untersuchung der hergestellten Fasern gemacht. Das Spektrum in Fig. ^ zeigt neben dem Signal für Kohlenstoff und Sauerstoff nur noch ein deutliches Signal für lod. lod kann in diesen Mengen aber nur als Gegenion zu den quaternären Ammoniumionen in den PEl-Partikel in die Fasern gelangt sein.
Da das lod als Gegenion zu den quaternären Ammoniumionen in den PEI-Partikeln vorliegt und nicht von diesen getrennt sein kann, müssen diese Partikel ent-
weder in den Fasern oder auf den Fasern vorhanden sein. Damit ist die Gegenwart des Wirkstoffes auf den PVB-Fasern nachgewiesen.
3. Herstellung antibakterieller Nanofasern auf der Basis von Polyamid
Es wurde Polyamid 66 eingesetzt (PA 66); die Repetiereinheit ist
Die Polyamidlösung ließ, sich ebenfalls zu Fasern verspinnen, allerdings zeigten die hergestellten Fasern keinerlei Färbung.
Po)yamid-66 wurde bei Raumtemperatur unter Rühren in Ameisensäure aufgelöst. Die Konzentration der hergestellten Lösung betrug 15wt%. Um die Fasern antibakteriell auszurüsten, wurden 2wt% quarternisierte PEI-Partikel zu der Polymer- lösung zugegeben und unter Rühren bei Raumtemperatur in der Polymerlösung dispergiert.
Die PA 66-Dispersion wurde anschließend elektroversponnen. Dabei wurden folgende Parameter an der Elektrospinn-Anlage eingestellt Spannungen: 55 kV, 60 kV Abstand zwischen Kanüle und Elektrode: 20 cm Durchmesser Kanüle: 0.3 mm Flussraten:0.52 mL/h, 0.86 mL/h Als Substrate wurden Alufolie sowie Rahmen aus Aluminiumblech verwendet.
Der durchschnittliche Faserdurchmesser betrug 833 nm. Unter dem Elektronenmikroskop zeigen sich die Fasern wie bei PVB glatt und ohne Strukturen auf der Oberfläche, wie Fig. 5a und Fig. 5b zeigen.
Die spinnennetzähnlichen Strukturen, die in 5b zu sehen sind, sind beim Verspinnen von Polyamid allgemein bekannt. Um das Vorhandensein der Partikel in den
Fasern zu beweisen, wurde auch von diesen Fasern ein EDX-Spektrum aufgenommen. Auch hier lässt sich in den Fasern lod nachweisen, wie das EDX-Spektrum in Fig. 6 beweist.
Die Eigenschaften der versponnenen PA 66-Lösung sind in Tab. 2 aufgeführt.
Tabelle 2: Charakterisierung einer verwendeten Lösung von PA 66 in Ameisensäure Konzentration Viskosi- Gehalt an PEI- Elektrische Leit- Oberflächenspan- PA 66 tat Partikeln fähigkeit nung /wt% ' / Pa-s / wt% / μS/cm / mN/m ~Ϊ5 0.659 05 879 34.62
4. Untersuchung der antibakteriellen Wirksamkeit der hergestellten Nano- faservliese
Die antibakterielle Wirksamkeit sowohl der PVB- als auch der PA 66-Fasern wurde geprüft.
Hierzu wurden Agarplatten entweder mit Eschericia coli oder mit Micrococcus lυteus geimpft, mit einem passenden Nährmedium versetzt und bis zur Konfluenz inkubiert.
Anschließend wurden Proben der PEI-Nanopartike! enthaltenden PVB- bzw. PA 66-Fasermatten auf die konfluenten E. coli- bzw. M. luteus-ZeWen aufgebracht und weitere 24 h bei Raumtemperatur inkubiert. Anschließend wurde die Auswirkung der Fasern auf das Wachstum der Bakterien mit einer Kamera festgehalten.
5. Antibakterielle Wirksamkeit von PVB-Fasern
Es wurden Fasermatten aus PVB mit einem Anteil von 13 Gew.-% PEl-Nanopar- tikeln hergestellt. Die antibakterielle Wirksamkeit wurde wie unter 4. aufgeführt gegenüber E. coli und M. luteus getestet.
Weder E. coli- noch M.luteus-Zellen können auf den PVB-Fasermatten existieren, und um die Fasermatten herum bildet sich eine bakterienfreie Zone. Die bakterienfreie Zone ist im Falle von M. luteus sogar signifikant größer als bei E. coli, obwohl M. luteus im Allgemeinen das widerstandsfähigere der beiden Bakterien ist.
Die antibakterielle Wirksamkeit der PVB-Fasermatten mit 13 % Gew.-% PEI- Nanopartikeln auf die beiden Bakterienstämme ist in den Fig. 7a (E. coli) bzw. 7b (M. luteus) gezeigt.
Problematisch bei PVB-Fasern ist allerdings, dass die unter feuchtwarmen Bedingungen, wie sie beispielsweise bei der Kultivierung der genannten Bakterienstämme herrschen, zur Degeneration neigen. PVB-Fasern, die PEI-Nanopartikel enthalten, sind daher vor allem für solche Zwecke geeignet, bei denen eine relativ kurzfristige (einmalige), aber dafür weitflächige und starke antimikrobizide Wirkung gewünscht ist.
6. Antibakterielle Wirksamkeit von PA 66-Fasern
Es wurden Fasermatten aus PA 66 mit einem Anteil von 13 Gew.-% PEI-Nano- partikeln hergestellt. Die antibakterielle Wirksamkeit wurde wie unter 4. aufgeführt gegenüber E. coli und M. luteus getestet.
Im Falle der PA 66-Fasem mit 13 Gew.-% PEI-Nanopartikeln bildet sich keine bakterienfreie Zone aus, wenn die Fasern gegen Eschericia coli getestet werden (Fig. 8a). Wenn die Fasermatte jedoch angehoben wird, ist ein bakterienfreier Be-
reich zu sehen (Fig. 8b), der in der Form genau der vorher aufliegenden Fasermatte entspricht.
Beim Test gegen Micrococcus luteus bildet sich eine bakterienfreie Zone um die Fasermatte herum aus (Fig. 8c).
Obwohl die Fasermatten aus Polyamid nicht mehr degenerieren können, besitzen sie immer noch eine antibakterielle Wirkung gegen Micrococcus luteus und Escherichia coli. Die antibakterielle Wirkung kommt hier im Wesentlichen durch die biozide Wirkung der Faseroberflächen zustande und nicht durch eine Freisetzung der PEI-Partikel aus den Fasern wie bei den auf PVB basierenden Fasern. Überraschenderweise tritt das Phänomen der bakterienfreien Zone beim Test mit Micrococcus luteus auch bei dem PA 66 Fasern auf. Dies kann aber nur geschehen, wenn Partikel aus den Fasern herausdiffundieren können. Auf Grund der wesentlichen geringeren Faserdegeneration bei den Polyamid-Fasern bedeutet das, dass Micrococcus luteus wesentlich empfindlicher auf die PEI-Partikel reagiert als Escherichia coli.
7. Reihenuntersuchung zu mikrobiziden Wirkung unterschiedlicher Anteile von PEI-Partikeln in PA 66-Fasern auf das Wachstum von Micrococcus luteus und Eschericia coli
Um die mikorbizide Wirksamkeit der von PA 66-Fasern mit PEI-Nanopartikeln auf das Wachstum von Eschericia coli und Micrococcus luteus zu quantifizieren, wurde eine Versuchsreihe mit verschiedenen Anteilen an PEI-Partikeln in den PA 66-Fasem durchgeführt. Dabei wurden die in Tab. 3 gezeigten Lösungen zu Nanofasern versponnen, und anschließend wurden die Fasermatten wie unter 4. beschrieben auf ihre Wirksamkeit gegen Escherichia coli und Micrococcus luteus getestet.
Tabelle 3 Wirksamkeit von Fasern aus einer Lösung von 15 wt% PA 66 in Ameisensäure mit variablem Anteil an PEI-Partikeln
Gehalt an PEI- Gehalt an PEI- Wirksam gegen Wirksam gegen
Partikeln in der Partikeln in den Escherichia coli Micrococcus lutθus
Lösung Fasern
/ wt% / wt%
0 0 nein nein
0,17 1 ,1 nein teilweise
0,2 1 ,3 nein ja
0,6 4 nein ja
1 6 nein ja
2 13 ja ja
Die in Tab. 3 gezeigten Ergebnisse sind in Fig. 9 dargestellt.
Da die antibakterielle Wirkung der Nanofasern gegen Escherichia coli nur sichtbar ist, wenn die Fasermatte vom Bakterien rasen entfernt wird, wurden alle Fasermatten, die gegen Escherichia coli getestet wurden, vom Bakterienrasen abgenommen, um die Wirksamkeit zu untersuchen. Wie erwartet zeigen die Fasern ohne Partikel keinerlei biozide Wirkung. Unter den Fasern wachsen Bakterien, und die Fasern, die gegen Micrococcus luteus getestet wurden, müssen noch nicht einmal abgehoben werden, da der intensiv gelbe Bakterienrasen durch die Fasermatte sichtbar ist. Insgesamt fiel der Test gegen Escherichia coli immer negativ aus, unter allen Fasermatten wurden Bakterienrasen gefunden. Lediglich die zuerst getestete Konzentration von 13 wt% PEI-Partikeln hat eine antibakterielle Wirkung gegen Escherichia coli gezeigt. Somit liegt die Grenze für eine wirksame Anwendung der Partikel gegen Escherichia coli bei einem Anteil von 13 wt%. Bei Micrococcus luteus fiel der Test in den meisten Fällen positiv aus. Bei einem Anteil von 6 wt% Partikeln in den Fasern bildete sich eine bakterienfreie Zone, bei Anteilen von 4 wt% und 1 ,3 wt% blieb der Bereich, in dem die Fasermatten auf dem Nährmedium auflagen, vollständig bakterienfrei.
Bei einem Anteil von 1 ,1 wt% PEI-Partikeln ist eine genaue Aussage über die Wirksamkeit der Fasern gegen Micrococcus tuteus schwierig. Zwar zeigt Ausschnitt B2 in Fig. 9, dass unter den Fasern eine bakterienfreie Zone existiert, eine genauere Betrachtung in Fig. 10 zeigt jedoch, dass an den Fasern gelbe Bakte- rien haften, und zwar so fest, dass sie durch das Umdrehen der Fasermatte nicht abgelöst wurden Ein derartig fest haftender Biofilm kann nur entstehen, wenn die Bakterien an den Fasern selbst wachsen. Ein solches Wachstum von Bakterien auf den Fasermatten kann bei den höheren Konzentrationen von PEI-Partikeln in den Fasermatten nicht mehr festgestellt werden.
Aus diesem Grund wird diese Probe nur noch als bedingt wirksam gegen Micrococcus luteus betrachtet. Die Grenze für einen wirksamen Einsatz der Fasern gegen Micrococcus luteus liegt damit bei einem Partikelanteil von mindestens 1 ,3 wt%.
Bezugszeichenliste
1 Spannungsquelle
2 Kapillardüse 3 Spritze
4 Polyelektrolytlösung
5 Gegenelektrode
6 Faserbildung
7 Fasermatte
Abbildungslegenden
Fiα i Fig 1 zeigt eine schematische Darstellung einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen Elektrospinnverfahrens geeigneten Vorrichtung.
Die Vorrichtung umfasst eine Spritze 3, an deren Spitze sich eine Kapillardüse 2 befindet. Diese Kapillardüse 2 ist mit einem Pol einer Spannungsquelle 1 verbunden. Die Spritze 3 nimmt die zu verspinnenden Polyelektrolytlösungen 4 auf. Gegenüber dem Ausgang der Kapillardüse 2 ist in einem Abstand von etwa 20 cm eine mit dem anderen Pol der Spannungsquelle 1 verbundene Gegenelektrode 5 angeordnet, die als Kollektor für die gebildeten Fasern fungiert. Während der Betriebs der Vorrichtung wird an den Elektroden 2 und 5 eine Spannung zwischen 18 kV und 35 kV eingestellt und die Polyelektrolytlösung 4 unter einem geringen Druck durch die Kapillardüse 2 der Spritze 3 ausgetragen. Auf Grund der durch das starke elektrische Feld von 0,9 bis 2 kV/cm erfolgenden elektrostatischen Aufladung der Polyelektrolyte in der Lösung entsteht ein auf die Gegenelektrode 5 gerichteter Materialstrom, der sich auf dem Wege zur Gegenelektrode 5 unter Faserbildung 6 verfestigt, infolge dessen sich auf der Gegen- elektrode 5 Fasern 7 mit Durchmessern im Mikro- und Nanometerbereich abscheiden.
Fig. 2 zeigt die Größenverteilung der quaternisierten PEI-Partikel. Die Partikel wurden zuvor in Ethanol dispergiert, dann wurde die Größenverteilung mit Hilfe der dynamischen Lichtstreuung bestimmt. Die Größe (Durchmesser) der Partikel beträgt durchschnittlich etwa 20 nm.
Fig. 3
Fasern aus 15 Gew.-% PVB in Ethanol, mit 2 Gew.-% PEI-Partikeln, SEM Aufnahme, 8.000-fache Vergrößerung.
Fig. 4
EDX-Spektrum einer Fasermatte aus PVB, die mit 2 Gew.-% PEI-Partikeln versetzt wurde, Beschleunigungsspannung 20 kV.
Fig. 5 Fasern aus einer Lösung von 15 Gew.-% PA 66 in Ameisensäure mit einem Zusatz von 0,5 Gew.-% PEI; a) SEM-Aufnahme, 8.000-fache Vergrößerung, b) SEM-Aufnahme, 20.000-fache Vergrößerung.
Fig. 6
EDX-Spektrum von Fasermatten aus einer Lösung von 15 Gew.-% PA 66 in Ameisensäure mit 2 Gew.-% PEI-Partikeln.
Fig. 7
Fasermatten aus PVB mit einem Anteil von 13 Gew.-% PEI-Nanopartikeln in den
Fasern, a) aufgelegt auf eine konfluente Schicht von Eschericia coli, 24 h Inkubation bei Raumtemperatur b) aufgelegt auf eine konfluente Schicht von Micrococcus luteus, 24 h Inkubation bei Raumtemperatur.
Fig. 8 Fasermatten aus PA 66 mit einem Anteil von 13 Gew.-% PEI-Nanopartikeln in den Fasern, a) aufgelegt auf eine konfluente Schicht von Eschericia coli, 24 h Inkubation bei Raumtemperatur, b) aufgelegt auf eine konfluente Schicht von Eschericia coli, 24 h Inkubation bei Raumtemperatur, nach Abheben der Fasermatte, c) aufgelegt auf eine konfluente Schicht von Micrococcus luteus, 24 h Inkubation bei Raumtemperatur.
Fig. 9 Reihenuntersuchung der Wirksamkeit von PA 66-Fasem mit unterschiedlichen Anteilen an PEI-Partikeln. Reihe A: Getestet an Eschericia coli, alle Fasermatten wurden angehoben. a) A1 ) keine PEI-Partikel, b) A2) 1 ,1 wt% Partikel, c) A3) 1 ,3 wt% Partikel, d) A4) 4 wt% Partikel, e) A5) 6 wt% Partikel.
Reihe B: Getestet gegen Micrococcus luteus, Fasermatten B2 bis B4 wurden abgehoben. f) B1) keine PEI-Partikel, g) B2) 1 ,1 wt% Partikel, h) B3) 1 ,3 wt% Partikel, i) B4) 4 wt% Partikel, j) B5) 6 wt% Partikel.
Fig. 10
Vergrößerung des Bildausschnittes B2 aus Fig. 9:
Getestet wurde hier die Wirksamkeit von PA 66-Fasern mit 1 ,1 wt% PEI-Partikeln auf das Wachstum von Micrococcus luteus, die Fasermatte wurde abgehoben. An den Fasern haften Bakterien, und zwar so fest, dass sie durch das Umdrehen der Fasermatte nicht abgelöst werden.