Lager- und Transportvorrichtung Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Lager- und Transportvor¬ richtung, welche ein zumindest zum Teil plattenförmiges Grund¬ element umfasst, welches mit einer Stützeinrichtung versehen ist.
Derartige Lager- und Transporteinrichtungen können in Form von Paletten, Transportkisten oder ähnlichem ausgebildet sein. Die Stützfüße dienen dazu, einen Abstand zu einem Boden auszubil¬ den, auf welchen die Lager- und Transporteinrichtung aufstell¬ bar ist, um diese mittels einer Hebeeinrichtung, beispielswei¬ se eines Gabelstaplers, anheben und transportieren zu können.
Transport- und Lagersysteme der beschriebenen Art sind bei¬ spielsweise aus der WO 93/08088 oder der US 5,588,374 vorbe¬ kannt.
Bei Lager- und Transportvorrichtungen stellt sich zunächst das Problem der kostengünstigen Herstellbarkeit. Weiterhin ist zu beachten, dass diese aus Gründen der Abfallbeseitigung oder des Recyclings strengen Vorgaben genügen müssen. Reine Holz- Palettensysteme sind zudem anfällig für Schädlingsbefall und können bei der Entsorgung ungünstig sein. Weiterhin benötigen handelsübliche Paletten oder Ähnliches im Leerzustand ein er¬ hebliches Lager- und Transportvolumen, welches zu einer zu¬ sätzlichen Kostenbelastung führt.
Aus diesem Grunde wurde in den oben genannten Druckschriften eine Lösung beschrieben, bei welcher die Lager- und Transport-
Vorrichtung im Wesentlichen lediglich ein plattenförmiges Grundelement umfasst, in welches ein aus Kunststoff bestehen¬ der Stützfuß einsetzbar ist. Dieser erfordert jedoch einen er¬ höhten Herstellungsaufwand, bedingt durch die komplexe Geome¬ trie. Auch das Einsetzen des Stützfußes ist mit einem Aufwand verbunden und sachdienlicher Weise nur mittels einer separaten Vorrichtung durchführbar. Auch die Ausnehmungen in dem Grund¬ element müssen bestimmten geometrischen Vorgaben folgen, so- dass auch die Herstellung des plattenförmigen Grundelements bzw. dessen Ausnehmungen kostenaufwendig ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lager- und Transportvorrichtung zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, kostengünstiger Herstellbarkeit die Nachteile des Standes der Technik vermeidet und einfach handhabbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmalskombination des Hauptanspruchs gelöst, die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass der Stützfuß einen im Wesentlichen konusförmigen Hohlkörper umfasst, welcher ei¬ nen gegen den plattenförmigen Grundkörper anliegenden Stütz¬ rand umfasst. Der Stützfuß liegt somit gegen die Unterseite des plattenförmigen Grundkörpers an und stützt diesen ab. Um den Stützfuß an dem plattenförmigen Grundkörper fixieren zu können, ist vorgesehen, dass durch eine Ausnehmung des plat¬ tenförmigen Grundkörpers ein Fixierkörper in den Hohlkörper des' Stützfußes eingesteckt und mit diesem verrastet ist. Der Fixierkörper weist dabei einen oberen, gegen den plattenförmi¬ gen Grundkörper anlegbaren Halterand auf. Der Fixierkörper dient somit dazu, den Stützfuß an dem plattenförmigen Grund¬ element zu verankern und zu haltern. Da die vertikalen Kräfte, die auf die Lager- und 'Transporteinrichtung wirken, durch den Stützfuß aufgenommen werden, dient der Fixierkörper lediglich zur reinen Halterung des Stützfußes und verstärkt diesen bei
seitlichen Seher-Belastungen, die somit teilweise vom Fixier¬ körper aufgenommen werden.
Bevorzugterweise weist der Hohlkörper im Bereich seines Hohl¬ raums einen Rastbereich auf, mit dem der Fixierkörper form¬ schlüssig verrastet ist. Dieser Rastbereich ist bevorzugter¬ weise in Form eines zentrisch in den Hohlraum ragenden Rast¬ rohrs ausgebildet. Das Rastrohr ist dabei bevorzugterweise an seinem Außenbereich mit Rastelementen versehen. Um den Stütz¬ fuß an unterschiedlich dicken plattenförmigen Grundelementen montieren zu können, ist es besonders vorteilhaft, wenn das Rastrohr über seine Länge mit mehreren Rastelementen versehen ist. Diese können in Form von Ringnuten, ringförmigen Vor¬ sprängen oder ähnlichem ausgebildet sein, welche in eine pas¬ sende Ausnehmung am Boden des Fixierkörpers einrasten.
Das Rastrohr kann erfindungsgemäß entweder einstückig mit dem Stützfuß oder als separates Bauteil ausgebildet sein. Im ers¬ ten Fall ist das Rastrohr bevorzugt einstückig mit einem Boden des Stützfußes ausgebildet, während im zweiten Fall der Boden des Stützfußes eine Ausnehmung hat, durch welche das Rastrohr durchsteckbar ist.
Besonders günstig ist es, wenn das Rastrohr im letzteren Falle mit einer zusätzlichen Bodenplatte versehen ist. Diese führt zu einer zusätzlichen Verstärkung des Bodens des Stützfußes. Weiterhin ist es bei dieser Ausgestaltung möglich, zusätzlich eine Kufe an der Unterseite des Stützfußes zu befestigen, wo¬ bei das separat gebildete Rastrohr durch eine entsprechende Ausnehmung der Kufe durchsteckbar ist und seine Bodenplatte die Kufe von unten stützt.
Erfindungsgemäß können sowohl der Stützfuß als auch der Fi¬ xierkörper als konische Elemente mit Kreisquerschnitt ausge¬ bildet sein. Es ist jedoch auch möglich, diese zu profilieren, beispielsweise in Form eines Vielecks, um zusätzliche Verstei-
fungseffekte zu erzielen. Im Rahmen der Erfindung sind auch andere geometrische Formen möglich. Bei einer runden Ausge¬ staltung ergibt sich der Vorteil, dass die Ausnehmung des plattenförmigen Grundelements, durch welche der Fixierkörper durchsteckbar ist, als kreisrundes Loch ausgebildet sein kann. Hierdurch ist eine kostengünstige Herstellbarkeit möglich.
Um ein seitliches Verschieben des Stützfußes relativ zu dem plattenförmigen Grundelement zu vermeiden, ist es günstig, wenn der Stützfuß angrenzend an den Stützrand mit einem An¬ schlagrand versehen ist, welcher zylinderrohrförmig vorgesehen ist und sich zumindest zum Teil in die Ausnehmung des platten¬ förmigen Grundelements nach oben erstreckt.
Erfindungsgemäß ist es auch möglich, das Rastrohr als nach un¬ ten offenes Rohrelement auszubilden, um auf diese Weise die- Möglichkeit zu schaffen, ein separates Kufenelement von unten in den Stützfuß bzw. in das Rastrohr einzustecken. Dieses Ku¬ fenelement kann zur Verstärkung dienen. Es kann auch dazu ver¬ wendet werden, ähnlich der oben beschriebenen Ausgestaltung, eine zusätzliche Kufe an der Unterseite des Stützfußes zu la¬ gern. Hierdurch ist es auch möglich, anstelle der Kufe eine Gegenpalette oder weitere Konstruktionselemente zu befestigen. Generell ergibt sich somit auch Möglichkeit, an der Unterseite des Stützfußes nachträglich beispielsweise ein Rad oder Ähnli¬ ches zu montieren.
Um eine Anpassung des erfindungsgemäßen Stützfußes an unter¬ schiedlich dicke plattenförmige Grundelemente zu ermöglichen, ist es, wie erläutert, besonders günstig, wenn sowohl der Hohlkörper des Stützfußes als auch der Fixierkörper jeweils konisch ausgebildet sind. Hierbei weisen diese Elemente bevor¬ zugterweise den gleichen Konuswinkel auf. Sofern auf eine An- passbarkeit an unterschiedlich dicke plattenförmige Grundele¬ mente verzichtet werden kann, kann es günstig sein, wenn der Fixierkörper im montierten Zustand gegen die Innenwandung des
Hohlkörpers anliegt. Hierdurch ergibt sich nochmals eine kon¬ struktive Versteifung des gesamten Stützfußes.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispie¬ len in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Schnittansicht eines ersten Aus¬ führungsbeispiels des erfindungsgemäßen Stützfußes;
Fig. 2 eine alternative Ausgestaltung, analog Fig. 1, mit separatem Rastrohr;
Fig. 3 eine Ansicht, analog der Ansicht der Fig. 2, mit zu¬ sätzlich montierter Kufe;
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung einer Ausgestaltungs¬ form des erfindungsgemäßen, separat gefertigten Rastrohrs;
Fig. 5 eine Ansicht, analog Fig. 1, mit zusätzlich ange¬ brachtem Kufenelement und montierter Kufe; und
Fig. 6 eine perspektivische Teilansicht einer Palette unter Verwendung des erfindungsgemäßen Stützfußes.
Bei der Beschreibung der Ausführungsbeispiele werden gleiche Teile jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wie aus den Abbildungen ersichtlich ist, umfasst die erfin¬ dungsgemäße Lager- und Transporteinrichtung ein plattenförmi- ges Grundelement 1. Dieses kann in Form einer Holzplatte, ei¬ ner metallischen Platte, einer Metall-Wabenplatte, einer aus Pappe oder Papier bestehenden Platte, einer Kunststoffplatte oder aus ähnlichen Materialien gefertigt sein. Insofern ist die vorliegende Erfindung für die unterschiedlichsten Anwen¬ dungszwecke einsetzbar.
Das Grundelement 1 umfasst eine Vielzahl von kreisrunden Aus¬ nehmungen 15, die durch einfache Stanz-, Bohr- oder Fräsver¬ fahren herstellbar sind. In die Ausnehmung 15 ist von unten jeweils ein Stützfuß 2 eingesetzt, welcher in Form eines ko- nusförmigen Hohlkörpers 3 ausgebildet ist (siehe beispielswei¬ se Fig. 1) , der an seinem oberen Bereich einen ringförmigen Stützrand 4 aufweist, der gegen die Unterseite des plattenför- migen Grundelements 1 anliegt. Um eine seitliche Verschiebung zu verhindern, ist zusätzlich ein nach oben weisender, koni¬ scher oder zylindrischer Anschlagrand 13 vorgesehen. Wie bei dem Ausführungsbeispiel gezeigt, braucht der Anschlagrand 13 nicht passgenau in die Ausnehmung 15 passen. Hierdurch ist ei¬ ne kostengünstigere Herstellbarkeit möglich.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist der ko- nusförmige Hohlkörper 3 einen unteren Boden 16 auf, an welchem einstückig ein in den Hohlraum 8 des Hohlkörpers 3 weisendes Rastrohr 9 angeordnet ist. Dieses ist an seinem Umfang mit mehreren Rastelementen 10 versehen, die in Form von ringförmi¬ gen Ausnehmungen, Vorsprüngen oder ähnlichem ausgebildet sein können. Über die Länge des Rastrohrs 9 sind mehrere derartige Rastelemente 10 angeordnet. Zusätzlich kann das Rastrohr 9 mit zumindest einer Längsnut 17 versehen sein, um eine radiale Elastizität zu fördern.
In den Hohlkörper 3 ist ein ebenfalls konischer Fixierkörper 5 eingesetzt, der mit einem oberen Halterand 6 versehen ist. Der Halterand 6 liegt gegen die Oberseite des Grundelements 1 an und wird durch die Ausnehmung 15 in den Hohlkörper 3 einge¬ führt. Der Fixierkörper 5 ist mit einem Boden 18 versehen, welcher eine Ausnehmung aufweist, durch welche das Rastrohr 9 einschiebbar und verrastbar ist, so wie dies in Fig. 1 darge¬ stellt ist.
Aus der Darstellung der Fig. 1 ergibt sich, dass durch die Mehrzahl der Rastelemente 10 und durch die Länge des Rastrohrs
9 unterschiedlich dicke plattenförmige Grundelemente 1 ver¬ wendbar sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist das Rastrohr 9 als separates Bauelement ausgebildet. Auch hier ist der Rastbe¬ reich 7 des Rastrohrs 9 mit der Ausnehmung im Boden 18 des Fi¬ xierkörpers 5 verrastbar. Das Rastrohr 9 wird jedoch durch ei¬ ne zentrische Ausnehmung im Boden 16 des Hohlkörpers 3 geführt und weist zu seiner unteren Abstützung eine Bodenplatte 11 auf. Wie sich aus dem Vergleich zwischen den Fig. 2 und 3 er¬ gibt, ist es somit möglich, durch das separate Rastrohr 9 auch eine zusätzliche Kufe 12 oder Ähnliches zu montieren, welche durch die Bodenplatte 11 des separaten Rastrohrs 9 gehalten und verspannt wird.
Die Fig. 4 zeigt in vergrößerter Darstellung eine Ausgestal¬ tungsform des separaten Rastrohrs 9 mit der Bodenplatte 11.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist ein zusätzliches Kufenelement 14 vorgesehen, welches ein Rohr 19 umfasst, wel¬ ches in das Rastrohr 9 einsteckbar und entsprechend verrastbar ist. Auf die Darstellung der Verrastungsmittel wurde aus Grün¬ den der Übersichtlichkeit verzichtet. Mittels des separaten Kufenelements 14 ist es beispielsweise bei der Anordnung der Fig. 1 möglich, eine zusätzliche Kufe 12 oder Ähnliches an dem Stützfuß zu befestigen.
Die Fig. 6 zeigt in perspektivischer Anordnung eine erfin¬ dungsgemäße Lager- und Transporteinrichtung. Zusätzlich ist eine Kantenschutz- und Antirutsch-Einrichtung 20 vorgesehen, welche zusätzlich zwischen das plattenförmige Grundelement 1 und den Halterand 6 des Fixierkörpers 5 klemmbar ist.
Aus der oben stehenden Beschreibung ergibt sich, dass die Mon¬ tage der erfinduήgsgemäßen Lager- und Transporteinrichtung sehr einfach ist und auch von ungeübten Personen ohne zusätz-
liehe Hilfsvorrichtungen realisierbar ist. Das Ineinander- stecken des Stützfußes und des Fixierkörpers verhindert Fehl¬ montagen. Weiterhin sind die Teile ausgesprochen einfach auf¬ gebaut, sodass sich nur sehr geringe Herstellungskosten erge¬ ben. Weiterhin ergibt sich, dass auch eine Demontage auf ein¬ fache Weise möglich ist, da lediglich der Fixierkörper von dem Stützfuß getrennt werden muss, sodass sich beispielsweise das Recycling stark vereinfacht.
Durch die einfache Ausgestaltung des Stützfußes und des Fi¬ xierkörpers ist es möglich, kostengünstige, beispielsweise re- cycelte, Kunststoffe zu verwenden.
Bezugszeichenliste
1 Plattenförmiges Grundelement
2 Stützfuß
3 Konusförmiger Hohlkörper
4 Stützrand
5 Fixierkörper
6 Halterand
Rastbereich
8 Hohlraum
Rastrohr 0 Rastelement 1 Bodenplatte 2 Kufe 3 Anschlagränd 4 Kufenelement 5 Ausnehmung 6 Boden 7 Nut 8 Boden 9 Rohr 0 Kantenschutz- und Antirutsch-Einrichtung