Webasto AG
Heizgerät und Verfahren zum Regeln eines Heizgeräts
Die Erfindung betrifft ein Heizgerät, insbesondere ein Fahrzeugzusatzheizgerät, bei dem zur Optimierung der Verbrennung die Luftdichte der zur Verbren- nung zugeführten Luft berücksichtigt wird, sowie ein Verfahren zum Betreiben eines derartigen Heizgerätes.
Die gattungsgemäßen Heizgeräte werden beispielsweise in Form von Zusatz- und/oder Standheizgeräten auf dem Kraftfahrzeugsektor eingesetzt. Zusatzhei- zungen dienen in erster Linie dazu, das insbesondere bei verbrauchsoptimierten Fahrzeugen auftretende Wärmedefizit während der Fahrt auszugleichen, während Standheizgeräte dazu vorgesehen sind, den Kühlwasser- beziehungsweise Heizkreislauf bereits vor Fahrtbeginn zu erwärmen.
Sowohl das Abgasverhalten als auch der Wirkungsgrad der in den Heizgeräten durchgeführten Verbrennungsprozesse hängt insbesondere von dem zugeführten Brennstoffmassenstrom und dem zugeführten Brennluftmassenstrom ab.
Aufgrund von zunehmend strenger werdenden Abgasnormen ist es erforder- lieh, den CO2-Ausstoß der Heizgeräten zu verringern.
Im Zusammenhang mit dem Kraftfahrzeugsektor besteht ein weiteres Problem darin, dass die Heizgeräte in großen Höhen von beispielsweise mehr als 1500 m N.N. nicht befriedigend arbeiten und/oder überdurchschnittlich schnell ver- schleißen, weil aufgrund der mit der Höhe abnehmenden Luftdichte bei vielen bekannten Heizgeräten kein ausreichender Brennluftmassenstrom erzeugt werden kann.
Zur Lösung dieses Problems ist es aus der gattungsgemäßen DE 101 44404 C2 bereits bekannt, die aktuelle Luftdichte zu bestimmen und diese bei einer Steuerung des Verbrennungsvorganges zu berücksichtigen. Die Bestimmung der Luftdichte erfolgt gemäß der Lehre dieser Druckschrift beispielsweise durch die Erfassung der Lastbedingungen an dem Gebläse, das die für den Verbren- nungsprozess erforderliche Luft zuführt. Dabei können die Lastbedingungen erfasst werden, indem entweder die vom Gebläsemotor aufgenommene Leistung oder die Drehzahl konstant gehalten und die jeweils andere Größe mess- technisch ermittelt wird.
Mit dieser Lösung gelingt es bereits, die eingangs erläuterten Probleme zu lindern. Die Berechnung der aktuellen Luftdichte ist jedoch mit einem hohen Aufwand verbunden. Weiterhin kann der CO2-Ausstoß durch die Beeinflussung des Verbrennungsprozesses über eine Steuerung in vielen Fällen nicht weit genug gesenkt werden, um strenge Abgasvorschriften zu erfüllen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäßen Heizgeräte und die gattungsgemäßen Verfahren so weiterzubilden, dass der Verbren- nungsprozess mit niedrigem Hard- und/oder Softwareaufwand derart verbessert wird, dass strenge Abgasvorschriften eingehalten werden können und ein Betrieb der Heizgeräte auch in großen Höhen problemlos möglich ist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Das erfindungsgemäße Heizgerät baut auf dem gattungsgemäßen Stand der Technik dadurch auf, dass die Luftdichte ohne Bestimmung derselben indirekt berücksichtigt wird, indem die von einem zur Zuführung der Luft vorgesehenen Gebläse aufgenommene Leistung durch eine Regeleinrichtung einem Sollwert
nachgeführt wird. Da die von dem Gebläse des Heizgerätes aufgenommene Leistung mit dem durch das Gebläse geförderten Brennluftmassenstrom korre- liert ist, wird durch eine echte Regelung der Leistung des Gebläses indirekt auch der durch das Gebläse geförderte Brennluftmassenstrom und somit indi- rekt auch der CO2-Ausstoß geregelt. Durch einen derartigen Einsatz einer Regelung anstelle einer beim Stand der Technik eingesetzten Steuerung lassen sich deutliche bessere Abgaswerte erzielen und ein Betrieb der Heizgeräte ist auch in großen Höhen problemlos möglich. Weiterhin ist die Regelung der vom Gebläsemotor aufgenommenen Leistung mit sehr viel geringerem Aufwand möglich als beispielsweise eine direkte Regelung des Cθ2-Ausstoßes.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes kann vorgesehen sein, dass der Sollwert variabel ist. Damit kann der Sollwert, d.h. die vom Brennluftgebläse aufgenommene Leistung und damit auch die pro Zeiteinheit durch das Gebläse geförderte Luftmasse auf einen Wert eingestellt werden, der beispielsweise mit dem momentanen Brennstoffmassenstrom hinsichtlich der Abgaswerte harmoniert und so für eine Verbrennung mit verbessertem Abgasverhalten sorgt.
Insbesondere kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass der Sollwert von der Betriebsart des Heizgerätes abhängt. Beispielsweise kann der Benutzer des Heizgerätes den Sollwert indirekt beeinflussen, indem er die von ihm im Fahrgastraum gewünschte Solltemperatur vorgibt.
Des Weiteren kann eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes dadurch gekennzeichnet sein, dass der Sollwert von in dem Heizgerät verbauten und/oder mit diesem zusammenwirkenden Komponenten abhängt. Diese Komponenten können insbesondere für verschiedene Fahrzeugtypen variieren, beispielsweise aufgrund von unterschiedlichen Einbaulagen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Heizgerätes ist vorgesehen, dass die von dem Gebläse aufgenommene Leistung P über den Zusammenhang P = M - ω
ermittelt wird, wobei M das am Gebläsemotor anliegende Drehmoment M und ω die Winkelgeschwindigkeit des Gebläsemotors ist.
Um die vom Gebläse aufgenommene Leistung P an den Sollwert anzupassen, wird bei einem bestimmten gegebenen Moment M eine geeignete Winkelgeschwindigkeit ω beziehungsweise Drehzahl n eingestellt, wobei für die Winkelgeschwindigkeit ω und die Drehzahl pro Minute n gilt: ω=2πf=2πn/60. Ändert sich nun das am Gebläse anliegende Drehmoment M beispielsweise durch eine sich ändernde Luftdichte, wird die Drehzahl n in Abhängigkeit vom Drehmoment M so eingestellt, dass die vom Brennluftgebläse aufgenommene Leistung P wieder dem Sollwert entspricht.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Drehmoment M des Gebläses über den Zusammenhang
M = kl - I
ermittelt wird, wobei I der elektrische Strom I des Gebläsemotors und i eine geeignete Konstante ist.
Die direkte Proportionalität zwischen Drehmoment M und dem vom Gebläse- motor aufgenommenen elektrischen Strom I ermöglicht eine einfache Bestimmung des Drehmoments M des Brennluftgebläses. Folglich kann über den
durch den Gebläsemotor fließenden elektrischen Strom I und die Drehzahl n des Gebläsemotors auf die vom Gebläse aufgenommene Istleistung geschlossen werden.
Dabei ist es insbesondere vorteilhaft, dass der Gebläsemotor ein Gleichstrommotor ist. In diesem Fall kann in einfacher Weise auf das Bordnetz des Kraftfahrzeugs zurückgegriffen werden, um den Gebläsemotor zu betreiben.
Bei bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Heizgeräts ist vorgesehen, dass die Leistung des Gebläsemotors durch eine Pulsweitenmodulation beeinflusst wird. Dabei wird beispielsweise bei einem permanenterregten Gleichstrommotor die am Motor anliegende Bordnetzspannung mittels der Pulsweitenmodulation auf eine niedrigere effektive Arbeitsspannung moduliert. Durch Variation der Pulsweite lässt sich somit die Leistung des Gebläsemotors beeinflussen. Bei einem EC-Motor kann den Phasen der Kommutierungsblöcke eine Pulsweitenmodulation überlagert und so das am Motor anliegende Drehmoment verändert werden.
Insbesondere kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass eine Pulsweitenmodulationseinheit den Regler der Regelung bildet. Die Regelung der vom Gebläse aufgenommenen Leistung mittels Pulsweitenmodulation stellt eine vergleichsweise einfache aber äußerst effektive Lösung dar.
Das erfindungsgemäße Heizgerät ist in besonders vorteilhafter Weise dadurch weitergebildet, dass die Winkelgeschwindigkeit und/oder der Strom des Gebläsemotors durch geeignete Sensoren erfasst werden. Mit Hilfe geeigneter Win- kelgeschwindigkeits- beziehungsweise Stromsensoren und entsprechenden Auswerteeinrichtungen können die für die Regelung benötigten Messgrößen schnell und sicher ermittelt werden, so dass eine geeignete Rückkopplungs- schleife für den Regelkreis gebildet werden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren baut auf dem gattungsgemäßen Stand der Technik dadurch auf, dass die Luftdichte ohne Bestimmung derselben indirekt berücksichtigt wird, indem die von einem zur Zuführung der Luft vorgesehenen Gebläse aufgenommene Leistung durch eine Regeleinrichtung einem Sollwert nachgeführt wird. Dadurch ergeben sich die Eigenschaften und Vorteile des erfindungsgemäßen Heizgerätes für das erfindungsgemäße Verfahren in gleicher oder ähnlicher Weise, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Ausführungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Heizgerät verwiesen wird.
Gleiches gilt sinngemäß für die nachfolgend angegebenen vorteilhaften Ausführungsformen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, weshalb auch diesbezüglich auf die entsprechenden Ausführungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Heizgerät verwiesen wird.
Auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es vorteilhaft, wenn der Sollwert variabel ist.
Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Sollwert von der Be- triebsart des Heizgerätes abhängt.
Weiterhin kann es auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren vorteilhaft sein, dass der Sollwert von in dem Heizgerät verbauten und/oder mit diesem zusammenwirkenden Komponenten abhängt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die von dem Gebläse aufgenommene Leistung P vorzugsweise über den Zusammenhang
P = M - ω
ermittelt, wobei M das am Gebläsemotor anliegende Drehmoment M und ω die Winkelgeschwindigkeit des Gebläsemotors ist.
Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Drehmoment M des Gebläses über den Zusammenhang
M = kx -I
ermittelt wird, wobei I der elektrische Strom I des Gebläsemotors und ki eine geeignete Konstante ist.
Auch bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es vor- teilhaft sein, dass die Leistung des Gebläsemotors durch eine Pulsweitenmodulation beeinflusst wird.
In diesem Zusammenhang wird es als besonders vorteilhaft erachtet, wenn vorgesehen ist, dass eine Pulsweitenmodulationseinheit den Regler der Rege- lung bildet.
Dabei ist es vorteilhaft, dass die Winkelgeschwindigkeit und/oder der Strom des Gebläsemotors durch geeignete Sensoren erfasst werden.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch eine Regelung der vom Brennluftzuführgebläse aufgenommenen Leistung die aktuelle Luftdichte auch ohne Bestimmung derselben berücksichtigt und damit indirekt der CO2- Ausstoß geregelt werden kann.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen beispielhaft erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 ein Funktionsblockdiagramm einer Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Heizgerätes;
Figur 2 ein Blockschaltbild des in der Ausführungsform gemäß Figur 1 verwendeten Regelkreises;
Figur 3 einen Stromlaufplan für eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes;
Figur 4 einen Stromlaufplan für eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes;
Figur 5 ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Figur 1 zeigt ein Funktionsblockdiagramm einer Ausführungsform eines erfin- dungsgemäßen Heizgerätes. Das dargestellte Heizgerät 10 weist einen Brenner 12, eine Brennstoffdosierpumpe 14, ein Brennluftgebläse 16 sowie ein Steuergerät 18 auf. Es wurde auf die Darstellung weiterer für den Erfindungsgedanken nicht wesentlicher, aber für den Betrieb des Heizgeräts notwendiger Komponenten wie beispielsweise ein Startelement, einen Flammwächter etc. aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Das Steuergerät 18 kann durch beliebige analoge und/oder digitale Schaltungen, insbesondere auch durch Mikroprozessoren verwirklicht sein und bildet insbesondere auch den für die Durchführung der erfindungsgemäßen Regelung erforderlichen Regler, beispielsweise in Form einer Pulsweitenmodulationseinheit. Die Brennstoffdosier- pumpe 14 und das Brennluftgebläse 16 sind über Signalleitungen 20 beziehungsweise 22 mit dem Steuergerät 18 verbunden. Die Brennstoffdosierpumpe 14 ist über die Brennstoffleitung 24 mit dem Brenner 12 verbunden. Das Brenn-
luftgebläse 16 führt dem Brenner 12 über den Brennluftkanai 26 die zur Verbrennung erforderliche Luft zu. Des Weiteren sind in dem Brennluftgebläse 16 schematisch der Gebläsemotor 28 sowie Sensoren für die Drehzahl 30 und den Strom 32 angedeutet. Die Sensoren sind über Signalleitungen 34 bezie- hungsweise 36 mit dem Steuergerät 18 verbunden.
Im Betrieb gestaltet sich das Zusammenwirken der Komponenten wie folgt: Die Brennstoffdosierpumpe 14 erzeugt einen durch das Steuergerät 18 festgelegten Brennstoffmassenstrom und fördert diesen über die Brennstoffleitung 24 dem Brenner 12 zu. Gleichzeitig erzeugt das Brennluftgebläse 16 einen Brennluftmassenstrom, den es über den Brennluftkanal 26 ebenfalls dem Brenner 12 zuführt. Die vom Gebläsemotor 28 aufgenommene Leistung setzt sich aus dem Drehmoment M und der Winkelgeschwindigkeit ω wie folgt zusammen: P = M - ω .
Da das Moment M direkt proportional zum vom Gebläsemotor aufgenommenen Strom I ist, wird dieser mit Hilfe des Sensors 32 am Brennluftgebläse 16 erfasst und an das Steuergerät 18 über die Signalleitung 36 weitergeleitet. Dort wird der Strommesswert mit einem geeigneten Faktor k-i multipliziert, so dass sich das Moment M über den Strom I wie folgt bestimmen lässt:
M = k I ,
wobei ki ein geeigneter Proportionalitätsfaktor ist. Die vom Gebläse aufgenommene Leistung ist mit dem Brennluftmassenstrom korreliert und wird erfindungsgemäß dem aktuellen Sollwert nachgeführt, um unterschiedliche Luftdichten zu berücksichtigen und somit das Abgasverhalten zu verbessern.
Ändert sich nun die Luftdichte beispielsweise durch unterschiedliche Wetterlagen oder durch Fahrten über Gebirgspässe oder ähnliches, wird die Winkelge-
schwindigkeit ω des Brennluftgebläses so lange verändert, bis vom Brennluftgebläse 16 wieder die Sollleistung aufgenommen wird.
Ein entsprechender Regelkreis ist in Figur 2 dargestellt. Eine geeignet vorge- gebene Sollleistung Ps0ιι 40 wird am Vergleicher 42 durch Differenzbildung mit der momentanen vom Gebläsemotor aufgenommenen Istleistung P|St 44 durch Differenzbildung verglichen. Auf Basis der sich ergebenden Regeldifferenz wird die im Block 46 vorgesehene und weiter unten ausführlicher beschriebene Pulsweitenmodulation (PWM) der Arbeitsspannung UA am Gebläsemotor 48 des Brennluftgebläses angepasst, um die von diesem aufgenommene Leistung zu regeln. Zurückgeführt werden die Winkelgeschwindigkeit ω und der vom Motor aufgenommenen Strom I. Diese beiden Größen werden im Multiplikationsglied 50 miteinander multipliziert, im Block 52 mit dem Faktor ki multipliziert und als aktuell aufgenommene Istleistung P|St 44 wiederum dem Vergleicher 44 zugeführt. Somit ergibt sich der erfindungsgemäß vorgesehene geschlossene Regelkreis.
Bei der in Figur 3 dargestellten ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes handelt es sich bei dem Gebläsemotor 28 um einen perma- nenterregten Gleichstrommotor. Gemäß Figur 3 sind ein Controller 60 als Teil des Heizungssteuergeräts 18, ein Hallsensor 62 sowie ein permanenterregter Gleichstrommotor 64 vorgesehen. In dieser Ausführungsform ist der Gleichstrommotor 64 am Wellenende mit einem Permanentmagneten 61 versehen. Dieser Magnet 61 ermöglicht die Drehzahlerfassung über den Hallsensor 62. Der Controller 60 ist über die Signalleitung 66 mit dem Hallsensor 62 verbunden und empfängt von dort das die Drehzahl des permanenterregten Gleichstrommotors 64 darstellende Spannungssignal. Über die Signalleitungen 68 und 70 ermittelt der Controller 60 am Messwiderstand 72 den durch den Gleichstrommotor 64 fließenden Strom. Somit erfasst der Microcontroller 60 über den hier als Hallsensor ausgeführten Drehzahlsensor 62 die Drehzahl des Gleichstrommotors 64. Über die Signalleitungen 68 und 70 ermittelt er den durch den Gleichstrommotor 64 fließenden Strom. Diese beiden Messwerte
werden miteinander und mit einem geeigneten Faktor multipliziert, wodurch die am Gleichstrommotor momentan aufgenommene Leistung P|St ermittelt wird. Dieser Wert wird im Controller 60 mit dem Soilleistungswert Psoii verglichen, und eine geeignet pulsweitenmodulierte Ausgangsspannung UA wird an den Gleichstrommotor 64 angelegt. Diese berechnet sich nach folgender Formel:
UA = UBatt -JPWM ,
wobei
UA die effektiv am Gleichstrommotor 64 wirksame Spannung UBatt die vom Bordnetz gelieferte Batteriespannung und PWM das Pulsweitenmodulationssignal darstellt.
Bei der in Figur 4 dargestellten zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Heizgerätes ist anstatt des permanent erregten Gleichstrommotors 64 ein sogenannter EC-Motor 82 (EC = "elektronically commutated") vorgesehen. In Figur 4 ist unter anderem ein Microcontroller 80 und der EC-Motor 82 dargestellt. Der Microcontroller 80 ist über Signalleitungen 84 und 86 mit dem Mess- widerstand 88 verbunden, über den der vom Motor 82 aufgenommene Strom bestimmt wird. Des Weiteren sind Signalleitungen 90 bis 100 vorgesehen, die den Microcontroller 80 mit Schalttransistoren 102 bis 112 verbinden. Diese sind wiederum mit den Kommutierungsblöcken des EC-Motors 82 verbunden. Beim EC-Motor 82 wird die Drehzahl durch die Kommutierungsfrequenz vorgegeben. Um die Spulen des EC-Motors 82 nicht mit unnötig hoher Leistung zu beaufschlagen und so eine Wärmeentwicklung in den Spulen und den daraus resultierenden schlechten Wirkungsgrad zu vermeiden, wird den einzelnen Phasen der Kommutierungsblöcke eine Pulsweitenmodulation überlagert. Die Pulsweite wird solange verringert, bis der EC-Motor 82 gerade noch in der Lage ist, das Lastmoment bei vorgegebener Drehzahl zu bewältigen. Die Drehzahl selbst wird vom Controller 80 vorgegeben, der Strom wird, wie erwähnt, über den
Messwiderstand 88 ermittelt. Somit kann die Leistung P|St vom Controller 80 berechnet und mit der Sollleistung Psoii verglichen werden. Bei einer Abweichung kann das Pulsweitenmodulationssignal entsprechend abgeändert werden und so die vom EC-Motor 82 aufgenommene Leistung geregelt werden.
Figur 5 zeigt ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Das erfindungsgemäße Verfahren beginnt beim Schritt S01. Dort wird von einem Steuergerät, das hier unter anderem insbesondere den Regler bildet, die momentane von einem Brennluftgebläse aufzunehmende Leistung Psoii festge- setzt. Dieser Sollwert wird in Schritt S02 durch Differenzbildung mit der momentan vom Gebläse aufgenommenen Istleistung P|St verglichen. Die in diesem Schritt als Regeldifferenz ermittelte Leistungsdifferenz Poiff wird vom Steuergerät bestimmt. Entsprechend dieser Regelgrößenabweichung wird das Pulsweitenmodulationssignal angepasst. Dies geschieht in Schritt S03, wodurch eine geeignete Arbeitsspannung UA erzeugt wird, um die Istleistung P|St der Sollleistung Psoii nachzuführen. Diese Arbeitsspannung UA wird in Schritt S04 an den Gebläsemotor des Heizgeräts angelegt. Es stellen sich eine geänderte Winkelgeschwindigkeit ω und ein geänderter Strom I ein. Diese beiden Größen werden in Schritt S05 ermittelt und in Schritt S06 zusammen mit einem geeigneten Korrekturfaktor zur Berechnung der momentanen vom Gebläse aufgenommenen Leistung P|St verwendet, so dass das Verfahren beim Schritt S01 fortgesetzt werden kann.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den An- Sprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
Heizgerät
Brenner
Brennstoffdosierpumpe
Brennluftgebläse
Steuergerät
Signalleitung
Signalleitung
Brennstoffleitung
Brennluftkanal
Gebläsemotor
Drehzahlsensor
Stromsensor
Signalleitung
Signalleitung
Sollleistung Psoii
Vergleicher aufgenommene Leistung P|St
Pulsweitenmodulationseinheit
Gebläsemotor
Multiplikationsglied
Korrekturfaktor ki
Controller
Permanentmagnet
Hallsensor
Gleichstrommotor
Drehzahlsignalleitung
Stromsignalleitung
Stromsignalleitung
72 Messwiderstand
74 Pulsweitenmodulationssignalleitung 76 Schalttransistor
80 Controller
82 EC-Motor
84 Stromsignalleitungen
86 Stromsignalleitung 88 Messwiderstand
92-100 Pulsweitenmodulationssignalleitungen
102-112 Schalttransistoren