Kompressor oder Klimaanlage
Die Erfindung betrifft einen Kompressor für Klimaanlagen oder eine Klimaanlage mit Kompressor, insbesondere für Kraftfahrzeuge, vorzugsweise für überkritisch betriebene Kältemittelgase, wie beispielsweise CO2.
Derartige Kompressoren oder Klimaanlagen sind bekannt. Dabei wird eine Leistungsregelung bei CO2-Anlagen über einen variablen Hubraum des Kompressors realisiert. Bei Klimaanlagen mit unterkritisch betriebenen Kältemitteln sind außerdem Leistungsregelungen über einen Bypass und einen Flüssigkeitspuffer im Kondensator in Verbindung mit einem über eine schaltbare Kupplung gecycelten Kompressor bekannt.
Diese Leistungsregelungen weisen aber bestimmte Nachteile auf. So erfordert die Hub- raumregelung aufwendige Verstellmechanismen. Die Leistungsregelung über einen Bypass ist energetisch von Nachteil. Außerdem kann beispielsweise bei mit dem Kältemittel CO2 betriebenen Anlagen kein Flüssigkeitspuffer ausgenutzt werden, da im Gaskühler das Kältemittel CO2 nicht immer verflüssigt werden kann (überkritischer Betrieb).
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Kompressor oder eine Klimaanlage darzustellen, der oder die diese Nachteile nicht aufweist.
Die Aufgabe wird gelöst durch einen Kompressor für Klimaanlagen oder eine Klimaanlage mit Kompressor, insbesondere für Kraftfahrzeuge, wobei der Kompressor oder die Klimaanlage im Saugdruckbereich eine Sauggasdrosseleinrichtung aufweist und der Kompressor ein Fixhub-Kompressor ist. Erfindungsgemäß kann der Kompressor oder die Klimaanlage für überkritisch betriebene Kältemittelgase, wie beispielsweise CO2, verwendet werden. Vorzugsweise wird die Sauggasdrosseleinrichtung zur Leistungsregelung oder Leistungsbegrenzung des Fixhub-Klimakompressors oder der Klimaanlage verwendet.
Ein erfindungsgemäßer Kompressor oder eine erfindungsgemäße Klimaanlage zeichnet sich dadurch aus, dass die Sauggasdrosseleinrichtung einen festen oder verstellbaren
Drosselquerschnitt aufweist, wobei der verstellbare Drosselquerschnitt extern gesteuert, beispielsweise mechanisch oder elektrisch, oder durch andere gleichwirkende Versteileinrichtungen verstellt werden kann.
Bevorzugt wird weiterhin ein Kompressor oder eine Klimaanlage, bei welchem oder bei welcher die Sauggasdrosseleinrichtung ein drucksensitives Bauteil aufweist. Erfindungsgemäß kann auf das drucksensitive Bauteil beispielsweise der Auslassdruck PD oder die Druckdifferenz PD - P-Atmosphäre oder der Saugdruck PS oder die Druckdifferenz PD - PS oder eine Druckdifferenz an einer Drossel wirksam sein.
Auch wird ein Kompressor oder eine Klimaanlage bevorzugt, bei welchem oder welcher die Sauggasdrosseleinrichtung eine durch ein externes Signal betätigbare Stelleinrichtung aufweist, wie z. B. einen Elektromagneten, ggf. zusätzlich zum drucksensitiven Bauteil. Weiterhin wird ein Kompressor oder eine Klimaanlage bevorzugt, bei welchem oder welcher das externe Signal durch Auswerten einer Druckdifferenz eines Drosselorgans oder des Auslassdruckes PD über einen Drucksensor und/oder der Verdampfertemperatur oder durch eine Sollwertänderung generiert wird, oder durch Auswertung beispielsweise des Saugdruckes PS oder der Druckdifferenz PD - P-Atmosphäre oder PD - PS. Auch wird ein Kompressor oder eine Klimaanlage bevorzugt, bei welchem o- der welcher das externe Signal durch eine elektronische Regeleinrichtung erzeugt wird und ggf. der elektrische Strom für einen Elektromagneten sein kann.
Ein erfindungsgemäßer Kompressor oder eine erfindungsgemäße Klimaanlage zeichnen sich dadurch aus, dass die Stelleinrichtung stufenlos verstellbar oder regelbar ist. Wei- terhin kann durch die Stelleinrichtung oder Regeleinrichtung die Verdampfertemperatur stufenlos oder gleitend verstellbar oder regelbar sein, beispielsweise zwischen 1° Celsius und 12° Celsius. Erfindungsgemäß kann dadurch der Massenstrom gleitend oder stufenlos an die Leistungsanforderung der Klimaanlage oder des Kompressors angepasst werden (gleitende Leistungsregelung).
Vorzugsweise weist der Kompressor oder die Klimaanlage eine Sauggasdrosseleinrichtung auf, welche durch eine elektronische Regeleinrichtung mittels einer inter-
nen oder externen Regelung, welche z. B. Drücke oder Temperaturen als Eingangssignal verwendet, verstellt werden kann.
Vorzugsweise weist der Kompressor oder die Klimaanlage eine Sauggasdros- seleinrichtung auf, welche in einer Baugruppe mit Verdampfer und Expansionsventil oder am Verdampferaustritt oder am Receiverausgang oder in der Saugleitung oder im inneren Wärmetauschersaugbereich oder am Sauganschluss (Ansaugtrakt) des Kompressors oder im Kompressoransaugbereich (Sauglamellenbereich) angeordnet sein kann. Bevorzugt wird weiterhin ein Kompressor oder eine Klimaanlage, bei wel- chem/welcher die Sauggasdrosseleinrichtung durch eine Engstelle im Saugkanalquerschnitt darstellbar ist. Auch wird ein Kompressor oder eine Klimaanlage bevorzugt, bei welchem/welcher die Sauggasdrosseleinrichtung durch verkleinerte Sauglamellen oder einen verkleinerten Einlassquerschnitt zum Arbeitsraum des Zylinderblocks darstellbar ist.
Ein erfindungsgemäßer Kompressor oder eine erfindungsgemäße Klimaanlage zeichnet sich dadurch aus, dass durch den Druckabfall an der Sauggasdrosseleinrichtung ein Dichteabfall des Kältemittels erzeugt wird, so dass bei vorgegebener volumetrischer Förderleistung des Klimakompressors der Massenstrom verringert werden kann. Das hat den Vorteil, dass die bei CO2-Anlagen beispielsweise zu erwartenden Druckspitzen in Folge hoher ungeregelter Massenströme auf der Druckseite vermieden werden können. Auch hat die erfindungsgemäße Anlage den Vorteil, kostengünstiger als hubraumgere- gelte Maschinen zu sein und energetisch günstiger als Bypassregelungen zu sein. Weiterhin ist vorteilhaft, dass alle heute üblichen Bauarten von Kompressoren mit der Erfin- düng verwendet werden können.
Die Erfindung wird nun anhand der Figuren beschrieben.
Figur 1 zeigt eine Klimaanlage mit möglichen Drosselstellen.
Figur 2 zeigt einen Teil eines Klimakompressors mit verengtem Saugkanal.
Figur3 zeigt einen Klimakompressor mit verengtem Einlassquerschnitt zum Arbeitsraum.
Figur 4 zeigt eine Saugdrosseleinrichtung mit einem drucksensitiven Bauteil in schematischer Darstellung.
Figur 5 zeigt eine Sauggasdrosseleinrichtung mit drucksensitivem Bauteil und zusätzlicher externer Sollwertvorgabe.
Figur 6 zeigt eine Sauggasdrosseleinrichtung ohne drucksensitives Bauteil, dafür mit einer externen Regelung.
In Figur 1 ist der Kreislauf einer Klimaanlage für das Kältemittel CO2 dargestellt. Ein Klimakompressor 10 verdichtet das Kältemittel auf einen hohen Druck von beispielsweise 135 bar und stößt dieses Kältemittel unter hohem Druck in einen Leitungsabschnitt 12, welcher zu einem Gaskühler 14 führt. In dem Gaskühler 14 wird das hoch verdichtete Kältemittel durch einen entsprechenden Kühlluftstrom abgekühlt, beispielsweise von 180° C auf 45° C, wobei sich durch die Abkühlung und durch die Druckverluste im Gaskühler der Druck von 135 bar vor dem Gaskühler auf einen Druck von beispielsweise 133 bar hinter dem Gaskühler im Leitungsabschnitt 16 absenkt. Der Leitungsabschnitt 16 führt das unter Hochdruck stehenden Kühlmittel zu einem internen Wärmetauscher 18, bei welchem das unter Hochdruck stehende Gas durch den Gegenstrom des unter Niederdruck stehenden Gases im Bereich 20 des internen Wärmetauschers weiter abgekühlt wird. Dadurch sinkt im nachfolgenden Leitungsabschnitt 22 die Temperatur des Kältemittels auf beispielsweise 30° C herab bei einem Druck von etwa 130 bar. In einem Expansionsventil 24 wird dann das unter Hochdruck stehende Kältemittel auf einen niedrigen Druck von beispielsweise 35 bar abgesenkt, wobei das Kältemittel auf eine Temperatur von etwa 1 bis 2° C absinkt. Das nun unter Niederdruck stehende kalte Kältemittel im Leitungsabschnitt 26 wird durch einen Verdampfer 28 geführt, wo es durch einen ab- zukühlenden Luftstrom für den Fahrgastraum des Kraftfahrzeuges wieder erwärmt wird und dadurch im Leitungsabschnitt 30 mit einer Temperatur von etwa 3° C und einem Druck von beispielsweise 33 bar zu einem Receiver 32 gelangt. Der Receiver ist als Ausgleichsbehälter für die entsprechenden Kühlmittelmengen gedacht. Vom Receiver 32
wird über die Leitung 34 das Kältemittel in die Niederdruckseite 20 des internen Wärmetauschers geleitet, wo es durch den Wärmeaustausch mit dem Kältemittel der Hochdruckseite auf etwa 30° C erwärmt wird und dann mit einem Druck von beispielsweise 35 bar im Leitungsbereich 36 zu dem Ansaugbereich 40 des Kompressors 10 gelangt.
Für die Anordnung einer Sauggasdrosseleinrichtung bieten sich vorzugsweise im Niederdruckbereich der Klimaanlage die folgenden Einbauorte an. Die Sauggasdrosseleinrichtung kann integriert in der Niederdruckleitung, beispielsweise im Bereich 1, angeordnet sein. Dies ist ein bevorzugter Einbauort, da durch die Sauggasdrosselung das Käl- temittel noch weiter abkühlt, beispielsweise unter 0° C, gegebenenfalls bis -10° C, und durch die höhere Dichte und den Temperaturunterschied der innere Wärmetauscher 18 kleiner ausgeführt werden kann. Der Druck kann dabei auf 15 bar abfallen. Weiterhin kann die Sauggasdrosseleinrichtung im Niederdruckbereich 20 des Wärmetauschers 18, also im Bereich 2 angeordnet werden. Eine andere Möglichkeit ist die Anordnung der Sauggasdrosseleinrichtung in eine Baugruppe mit Verdampfer und Expansionsventil o- der am Ausgang 3 des Receivers 32. Denkbar ist auch eine Anordnung der Sauggasdrosseleinrichtung im Bereich 4, d. h. in der Niederdrucksaugleitung 36 zwischen dem internen Wärmetauscher 18 und dem Ansaugbereich 40 des Kompressors 10. Weiterhin ist eine Anordnung der Sauggasdrosseleinrichtung im Ansaugbereich am Saugan- schluss 5 des Kompressors möglich. Ebenfalls möglich ist eine Anordnung der Sauggasdrosseleinrichtung innerhalb des Kompressors im Ansaugbereich 6.
In Figur 2 ist ein Kompressor dargestellt, der als Fixhub-Kompressor ausgeführt sein soll und bei dem der Zylinderkopf 52 im Schnitt zu erkennen ist. Der Kompressor weist ein Gehäuse 50 auf, welches durch einen Zylinderkopf 52 abgeschlossen wird. Das Gehäuse weist, hier nicht dargestellt, ein Verdichtertriebwerk auf, welches z. B. durch eine Riemenscheibe 54 innerhalb eines Riementriebs eines Verbrennungsmotors angetrieben wird. Im Zylinderkopf selbst sind abgetrennte Räume und damit Druckbereiche für den Ansaugbereich 56 und für den Ausstoßbereich 58 vorgesehen. Im Ansaugbereich 56 ist es nun vorteilhaft, eine Engstelle im Saugkanalbereich 60 anzubringen, um somit die Sauggasdrosseleinrichtung zu realisieren. Dabei kann die Sauggasdrosseleinrichtung im Bereich 60 sowohl durch einen verengten Saugkanal mit konstantem Drosselquerschnitt als auch durch einen verengten Saugkanal mit verstellbarem Drosselquer-
schnitt, beispielsweise in Form eines elektromagnetisch regelbaren oder elektromotorisch regelbaren Drosselquerschnitts, dargestellt werden. Auch kann der Drosselquerschnitt durch eine mechanische Versteileinrichtung, welche beispielsweise auf Drücke oder Temperaturen reagiert, realisiert werden.
In Figur 3 ist eine weitere Möglichkeit zur Anordnung einer Sauggasdrosseleinrichtung dargestellt. Ein Querschnitt durch einen Fixhub-Klimakompressor zeigt ein Kompressorgehäuse 70, welches durch einen Zylinderkopf 72 abgeschlossen wird. Im Gehäuse 70 ist ein Zylinderblock 74 angeordnet, welcher innerhalb von Zylinderbohrungen 76 hin und her bewegliche Kolben 78 aufweist. Die Kolben 78 sind hier beispielsweise über Pleuel 80 mit Aufnahmekugelpfannen 82 einer Schrägscheibe 84 verbunden. Die Schrägscheibeneinrichtung 84 wird mittels einer Riemenscheibe 86 über eine Welle 88 in Drehungen versetzt und erzeugt damit die Hin- und Herbewegung der Kolben 78. Dabei saugen die Kolben 78 aus dem Ansaugbereich 90 das Kältemittel an und stoßen es im Bereich 92 über Auslassöffnungen 94, welche mit Auslassventilen 96 versehen sind, aus. Im Ansaugbereich 90 sind in einer Ventilplatte 102 Saugöffnungen 98 angebracht, welche durch Ansauglamellenventile 100 geöffnet und verschlossen werden können. Im Bereich dieser Ansaugöffnungen 98 bzw. der Sauglamellen 100 ist es nun möglich, Sauggasdrosseleinrichtungen 104, beispielsweise in Form von verengten Querschnitten, welche sowohl als feste Saugdrosseln als auch als verstellbare Saugdrosseln ausgeführt sein können, zu realisieren.
In Figur 4 ist eine Sauggasdrosseleinrichtung mit einem drucksensitiven Bauteil schematisch dargestellt. In einem Kompressorgehäuseteil 110 ist in einer Öffnung 112 ein drucksensitives Bauteil 114, hier in Form eines schematisierten Kolbens, angeordnet. Der Kolben 114 wird auf der Kolbenseite 116 von der Kraft einer schematisiert dargestellten Feder 118 beaufschlagt. Auf der Gegenseite 120 des Kolbens 114 ist eine weitere Feder 122 in entgegengesetzter Richtung wirksam. Zusätzlich ist in der Öffnung 112 eine Stellschraube 124 angeordnet, mit welcher die Vorspannkraft der Feder 122 einge- stellt werden kann. Der Kolben 114 ragt mit einem Teil 126 aus der Öffnung 112 in einen Kanal 128 herein, welcher mit dem Saugdruck PS beaufschlagt ist, und dabei versperrt der Teil 126 des Kolbens 114 einen Teil des Durchtrittsquerschnitts des Kanals 128. Das bedeutet, dass der Kanal 128 für den Saugdruck PS durch den Ventilkolben 114 in der
hier dargestellten Position verengt wird. Auf der anderen Seite des Kolbens 114 wird die
Kolbenführungsöffnung 112 von einem Kanal 130 geschnitten, welcher als Kanal für das ausgestoßene Kältemittel mit dem Auslassdruck PD des Kompressors beaufschlagt wird. Somit wirken auf den Kolben 114, also auf das drucksensitive Bauteil, einerseits der Auslassdruck PD auf der Kolbenfläche 116 und andererseits der Saugdruck PS auf den Kolbenfläche 120. Der höhere Druck PD im Auslasskanal 130 wirkt dabei gegen den niedrigeren Saugdruck PS im Kanal 128 und gegen die Vorspannkraft der Feder 122, wenn die Kraft der Feder 118 als vernachlässigbar angenommen werden kann. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn diese Feder eigentlich nur zur Grundpositionierung des Kolbens 114 im drucklosen Zustand gegen die eigentliche Einstellfeder 122 benutzt wird. Durch die Vorspannkraft der Feder 122 kann dann mittels der Einstellvorrichtung 124 bestimmt werden, bei welcher Druckdifferenz von Auslassdruck PD und Saugdruck PS der Ansaugkanal 128 geschlossen werden soll. Entsprechend den im Betrieb auftretenden Druckänderungen im Auslassbereich als auch im Saugbereich wird der Kolben 114 stufenlos verschiedene Positionen einnehmen können.
In Figur 5 ist eine Drosseleinrichtung mit einem vergleichbaren drucksensitiven Bauteil 114 dargestellt, wobei aber die Feder 122 und die Stellschraube 124 durch eine elektromagnetische Stelleinrichtung 131 ersetzt sind. Der Elektromagnet 131 besteht prinzi- piell aus einem Magnetanker 132, der über eine Stößelstange 138 mit dem Kolben 114 verbunden ist und im drucklosen und ggf. stromlosen Zustand durch eine Feder 134, welche gegen die Feder 118 wirkt, in eine gewünschte Grundposition gebracht wird. Der Elektromagnet enthält prinzipiell weiterhin eine Spule 136, welche bei Erregung je nach Konstruktion des Magneten den Anker 132 in die Spule 136 hereinziehen kann oder her- ausschieben kann. Zusätzlich zu den Druckeinflüssen auf das drucksensitive Bauteil 114, also der Druckdifferenz zwischen dem Auslassdruck im Kanal 130 und dem Ansaugdruck im Ansaugkanal 128, kann über den Elektromagneten die Position des drosselnden Teiles 126, also der Drosselquerschnitt, ferngesteuert eingestellt und verändert werden. Die hier dargestellt Ausführung entspricht einer so genannten Set-Point-Rege- lung, d. h. die Regelgröße DP = PD - PS wird direkt am Ventil gemessen. Die Magnetkraft wirkt zusätzlich zur Regelgröße auf das Verstellelement 114.
ln Figur 6 ist eine weitere Drosseleinrichtung dargestellt, auf die aber nicht der Auslassdruck PD in direkter Form am Ventilelement wirksam wird. Der Kolben 140 des Drosselventils ist hier in einer Sackbohrung 142 untergebracht, die keine Verbindung zum Auslassdruckkanal 130 hat. Auf den Kolben 140 des Drosselventils wirkt also nur der Saug- druck im Kanal 128. Ein Teil des Kolbens 140, der Teil 144, ragt in den Saugkanal 128 hinein und erzeugt somit wieder eine Drosselstelle. Mit dem Elektromagneten 131 ist der Kolben 140 über die Stößelstange 138 verbunden, und die anderen Elemente des Elektromagneten 131 sind identisch mit der Beschreibung in der Figur 5. Anders als in Figur 5 wird aber der Auslassdruck über einen Drucksensor erfasst und das Drucksignal 146 in eine Regeleinrichtung 148, prinzipiell in Form einer elektronischen Regelung, eingebracht. Eine weitere Eingangsgröße für die Regeleinrichtung 148 kann beispielsweise das Signal 150 der Verdampfertemperatur sein, um entsprechend eine gleitende Verdampfertemperaturregelung zu realisieren. Weitere oder andere Eingangssignale aus dem Klimakreislauf sind je nach der gewünschten Regelstrategie denkbar. Die Regelein- richtung 148 wiederum erzeugt ein Ausgangssignal 152, beispielsweise in Form eines Magnetstromes, mit dem der Elektromagnet 131 betätigt wird. Dabei können sowohl pulsweitenmodulierte Ströme als auch Ströme für einen Proportionalventileinsatz, d. h. für die Verwendung eines Proportionalmagneten, als Ausgangssignal der Klimaregelung 148 erzeugt werden. Bei der hier in Figur 6 dargestellten Regelung ist klar erkennbar ei- ne Verdampfertemperaturregelung dargestellt, welche auf diese Weise auch mit einem Fixhub-Kompressor auf einfache Weise realisiert werden kann. Bei dieser Ausführung der Sauggasdrosseleinrichtung wird die Regelgröße, also der Auslassdruck PD, extern verarbeitet. Auf das Verstellelement 140 kann auch ausschließlich die Magnetkraft wirken, wenn man den Einfluss des Saugdruckes durch Umleitung auf beide Kolbenflächen eliminiert.
Allen hier vorgeschlagenen Sauggasdrosseleinrichtungen ist gemeinsam, dass zur Begrenzung der Massenströme bei hohen Drehzahlen des Fixhub-Klimakompressors der Ansaugquerschnitt als feste oder verstellbare Drossel ausgeführt sein kann. Dies bewirkt einen Druckabfall und damit einen Dichteabfall des Kältemittels. Der Kompressor untersaugt während der Ansaugphase in die Arbeitszylinder. Durch die verringerte Dichte wird gemäß der Zustandsgieichung bei vorgegebener volumetrischer Förderleistung (Volumenstrom) der Massenstrom verringert, und auch das Drehmoment des Kompressors
reduziert sich und führt zur Energieeinsparung. Auch wird der Kompressor wesentlich stärker gekühlt, was sich positiv auf Schmierung und Verschleißreduzierung auswirkt. Durch die Erfindung werden die ansonsten bei CO2-Anlagen zu erwartenden Druckspitzen, welche in Folge hoher ungeregelter Massenströme und durch das Fehlen eines Flüssigkeitspuffers auf der Druckseite auftreten würden, vermieden. Es können für die Erfindung alle heute üblichen Verdichterbauarten verwendet werden. Der erfindungsgemäße Vorteil schlägt sich auch in günstigeren Energiebilanzen als bei den heute verwendeten Bypassregelungen nieder. Angewendet werden kann die Erfindung vorzugsweise bei Automobilklimaanlagen, die mit CO2 betrieben werden. Generell ist die Erfindung aber wertvoll für alle Kältemittelgase, welche in einer Klimaanlage überkritisch, d. h. mit nicht verflüssigten Phasen, betrieben werden. Gegenüber hubraumgeregelten Maschinen mit verstellbaren Schwenkscheiben oder Taumelscheiben ist die Erfindung mit einer Fixhubmaschine und einer Sauggasdrosseleinrichtung kostengünstiger. Damit ist die Erfindung vor allem auch für so genannte Low-Cost-Klimaanlagen vorteilhaft.
Bezuαszeichenliste
Einbauorte Sauggasdrosseleinrichtung
Klimakompressor
Leitungsabschnitt
Gaskühler
Leitungsabschnitt
Hochdruckseite interner Wärmetauscher
Niederdruckseite interner Wärmetauscher
Leitungsabschnitt
Expansionsventil
Leitungsabschnitt
Verdampfer
Leitungsabschnitt
Receiver
Leitungsabschnitt
Leitungsbereich
Ansaugbereich Kompressor
Gehäuse Kompressor
Zylinderkopf Kompressor
Riemenscheibe
Ansaugbereich
Ausstoßbereich
Saugkanalbereich
Kompressorgehäuse
Zylinderkopf
Zylinderblock
Zylinderbohrungen
Kolben
Pleuel
Aufnahmekugelpfannen
Schrägscheibe
Riemenscheibe
88 Welle
90 Ansaugbereich
92 Auslassbereich
94 Auslassöffnungen
96 Auslassventile
98 Saugöffnungen
100 Ansauglamellenventile
102 Ventilplatte
104 Sauggasdrosseleinrichtungen
110 Kompressorgehäuseteil
112 Öffnung
114 Kolben
116 Kolbenseite
118 Feder
120 Gegenseite Kolben
122 Feder
124 Stellschraube
126 Kolbenteil
128 Saugdruckkanal
130 Auslassdruckkanal
131 Elektromagnet
132 Magnetanker
134 Feder
136 Spule
138 Stößelstange
140 Kolben
142 Sackbohrung
144 Kolbenteil
146 Drucksignal
148 Regeleinrichtung
150 Verdampfertemperatursignal
152 Ausgangssignal Regeleinrichtung