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Die
Erfindung richtet sich auf eine Wärmepumpenanordnung zur Übertragung
von Wärme
gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Kühl-Verfahren
gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 8.
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Ein
herkömmliches
Kühl-Gefrier-Gerät hat zwei
Fächer,
eines zum Kühlen
von Nahrungsmitteln zwecks Frischhaltung und ein anderes zum Eingefrieren
von Lebensmitteln. Die zwei Fächer
werden auf zwei stark unterschiedlichen Temperaturniveaus gehalten,
typischerweise –20° für das Gefrierfach und
+3° für das Kühlfach.
Diesen beiden Fächern wird
Wärme entzogen
und an die Umgebung abgegeben. Ein solches Kühlgerät verwendet meistens einen
Rankine-Kühlkreislauf,
der in den Vereinigten Staaten besser als Dampf-Kompressions-Kreisprozeß bekannt
ist.
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Der übliche Rankine-Kühlkreislauf
hat einen einzigen Verdampfer in thermischem Kontakt mit der Luft
in dem Gefrierfach. Dem Kühlfach
zum Frischhalten von Nahrungsmitteln wird Wärme entzogen, indem Luft zwischen
dem Kühlfach
und dem kälteren Gefrierfach
zirkuliert.
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Ein
Nachteil dieses Systems ist, daß die
gesamte Wärme,
welche entweder dem Kühlfach
oder dem Gefrierfach entzogen werden soll, bei der jeweils niedrigeren
Gefriertemperatur aufgenommen werden muß. Demzufolge muß selbst
die Wärme
aus dem Kühlfach über den
größeren, thermischen
Hub von der Gefrierfachtemperatur bis zu der Umgebungstemperatur
gepumpt werden. Der Wirkungsgrad und Energieverbrauch eines Kühlsystems
kann deutlich verbessert werden, wenn die dem Kühlfach zu entziehende Wärme direkt
von diesem bei der Temperatur zum Frischhalten von Nahrungsmitteln aufgenommen
und auf das Temperaturniveau der Umgebung angehoben wird.
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Im
Rahmen von Kühlschränken sind
ebenfalls zwei Kompressoren verwendet worden, jeweils einer für die beiden
Verdampfer, um durch Auslegung und Betrieb jedes Kompressors bei
dem maximalen Wirkungsgrad des Verdampfers, den er mit Kältemittel
speist, einen höheren
Wirkungsgrad zu erreichen. Jedoch erhöht eine derartige Verdopplung
der Kompressoren die Kosten und das Volumen, welches von dem Kühlaggregat
eingenommen wird, wodurch andererseits der gekühlte Raum verringert wird.
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Einige
Kühlsysteme,
wie sie beispielsweise in
US
5,465,591 beschrieben sind, verwenden einen einzelnen Kompressor,
der das Kältemittel
abwechselnd dem einen oder dem anderen Verdampfer zuleitet, niemals
jedoch gleichzeitig beiden. Da die im bekannten Stand der Technik
verwendeten Kompressoren bei einer einzigen, konstanten Pump- oder
Förderrate
betrieben werden, sind derartige Systeme mit zwei Verdampfern uneffektiv,
weil sie in der Kühlbetriebsart
zum Frischhalten von Nahrungsmitteln eine viel zu große Leistung
aufweisen. Weniger Arbeit ist erforderlich, um Wärme von dem höheren Temperaturniveau
in dem Kühlfach
zum Frischhalten von Nahrungsmitteln abzufördern, weil die Dichte des
am Auslaß des
Kühlfachverdampfers
abzusaugenden Dampfes größer ist.
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Fachleute
haben darüber
hinaus Verdampfer bereits in Reihe geschalten, so daß ein oder
mehrere Verdampfer wenigstens einen Teil des Kältemittelausstoßes eines
anderen Verdampfers aufnehmen. Auf eine derartige Anordnung bezieht
sich bspw. auf
US 5,228,308 .
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Demzufolge
wurden im Stand der Technik Kühlkreisläufe konstruiert,
bei denen ein oder mehrere, herkömmliche
Kältemittel-Kompressoren
mit in Reihe oder parallel geschaltenen Verdampfern verbunden sind.
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US 5 156 005 beschreibt
die Steuerung des Versatzes eines Stirling-Kühleinrichtung,
wobei die Spannung des Antriebsmotors mittels Pulsweitenmodulation
beeinflußt
wird. Dies erfolgt in Abhängigkeit von
der Temperatur.
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In
US 5 342 176 ist für einen
Kompressor mit Freikolben ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung
der Kolbenstellung bezüglich
eines Zylinderkopfes beschrieben. Diese Messung kann zur Steuerung
der Durchflußrate
der Masse verwendet werden, welche mittels des Kompressors in Reaktion auf
Kühlanforderungen
durchgepumpt wird. Auch in
US
5 496 153 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung
der Position eines Freikolbens in einem Kompressor offenbart, das
einen Positionssensor innerhalb des Kompressors nicht benötigt.
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Gemäß
US 5 247 806 besteht eine
Multisystem-Klimaanlage aus einer externen Baueinheit mit einem
Kompressor und einer Mehrzahl interner Baueinheiten, welche jeweils
in einem Raum installiert sind und einen Wärmetauscher mit Expansionsventil aufweisen.
Ein Öffnungsgrad
des Expansionsventils wird nicht nur auf der Basis der Überhitzung
des Kompressors, sondern auch der Raum-Temperaturdifferenz gesteuert. Die Rotationsgeschwindigkeit des
Kompressors wird auf der Basis nicht nur der Lastkapazität des Raumes,
sondern auch der Temperaturdifferenz des Raumes gesteuert. Ferner
wird in dieser Vorveröffentlichung,
ebenso wie in
US 5 465 591 ,
vorgeschlagen, an einem gemeinsamen Kompressor eine Mehrzahl von
Verdampfern einzig parallel anzuschließen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Kühlsystemen mit mehreren Fächern den
Wirkungsgrad zu verbessern, um die ständig wachsenden Energiekosten
zu senken und den Umweltschutz zu verbessern. Zur Lösung dieser
Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Wärmepumpenanordnung
und das im Patentanspruch 8 angegebene Kühlverfahren vorgeschlagen.
Optionale, vorteilhafte Ausführungsarten
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Die
Erfindung verwendet einen verstellbaren Kompressor in einem Rankine-Kühlkreislauf mit wenigstens
zwei Verdampfern zum Kühlen
von mindestens zwei Massen. Die Durchflußrate des durch den Kompressor
strömenden
Kältemittels
wird in Abhängigkeit
von der gemessenen Temperatur der beiden Massen verstellt, um eine
Kühlleistung
zur Verfügung zu
stellen, die maßgeschneidert
für den
Kühlbedarf der
beiden Massen ist und deshalb den Energieverbrauch des Kühlsystems
minimiert.
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Insbesondere
kombiniert die Erfindung einen linearen Kompressor mit einem frei
beweglichen Kolben mit einem Rankine-Kühlkreislauf, wobei der Linearkompressor
von einem elektromagnetischen Linearmotor angetrieben wird, der
an einem Motorsteuerschaltkreis angeschlossen ist, welcher in der Lage
ist, eine veränderbare
Betriebsspannung an den Anker des Antriebsmotors anzulegen, um die Durchflußrate des
Kältemittels
durch den Kompressor in Abhängigkeit
von dem Kühlbedarf
der beiden gekühlten
Fächer,
in denen sich die Verdampfer befinden, zu verstellen. Es kann nicht
nur die Durchflußrate
des Kältemittels
verstellt werden, bspw. durch Veränderung der Förderleistung
des Linearkompressors mit einem freien Kolben, sondern vorzugsweise sind
darüber
hinaus auch die beiden Verdampfer in Reihe schaltbar. Demzufolge
kann der Kältemittelfluß entweder
ausschließlich
entlang eines Strömungspfades
geleitet werden, der sich durch den Verdampfer in dem Frischhaltefach
erstreckt, oder alternativ hierzu kann das Kältemittel entlang eines Pfades
geleitet werden, der sich zuerst durch den Verdampfer des Gefrierfachs
und sodann durch den Verdampfer des Frischhaltefachs erstreckt.
Wenn ausschließlich der
Kühlfach-Verdampfer mit Kältemittel
versorgt wird, kann die Massendurchflußrate des Kältemittels geregelt werden,
um gerade eben dem Kühlbedarf des
Frischhaltefachs zu entsprechen. Wenn die Verdampfer in Reihe geschalten
werden, kann die Durchflußrate
des Kältemittels
derart geregelt werden, daß entweder
hauptsächlich
das Gefrierfach gekühlt
wird, oder daß alternativ
dazu sowohl das Gefrierfach als auch das Frischhaltefach gekühlt werden.
Infolgedessen kann sowohl der Strömungspfad wie auch die Durchflußrate, mit
welcher das Kältemittel
von dem Kompressor gefördert
wird, kontrolliert beeinflußt werden,
um den Wirkungsgrad einer Wärmepumpenanordnung
nach der vorliegenden Erfindung zu optimieren.
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Weitere
Merkmale, Einzelheiten, Wirkungen und Vorteile auf der Basis der
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in:
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1 ein
Blockschaltbild der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
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2 eine
schematische Darstellung eines Linearkompressors;
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3 ein
Blockschaltbild eines Regelungsschaltkreises zur Steuerung der Pumpleistung
des Linearkompressors mit frei beweglichem Kolben und der Ventile
des Kühlkreises
bei der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
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4 eine Wahrheitstabelle für den Betrieb des
Steuerschaltkreises nach 3; sowie
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5 eine
graphische Darstellung der Beziehungen zwischen der Durchflußrate des
Kältemittels
und der Kühlrate
beim Betrieb der erfindungsgemäßen Anordnung
bei der Serienschaltung.
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Bei
der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, welche
in der Zeichnung widergegeben ist, wird aus Gründen der Klarheit eine spezielle
Terminologie verwendet. Dies soll jedoch nicht dahingehend ausgelegt
werden, daß die
Erfindung auf die solchermaßen
ausgewählten,
speziellen Begriffe beschränkt
ist, sondern jeder spezielle Begriff soll alle technischen Äquivalente
einschließen, welche
in einer ähnlichen
Form betrieben werden, um einem ähnlichen
Zweck zu dienen. Beispielsweise wird das Wort „verbunden" oder ein dazu äquivalenter Begriff oft verwendet.
Damit soll jedoch die Anordnung nicht auf eine direkte Verbindung
begrenzt werden, sondern auch Kopplungen über andere Schaltkreiselemente
umfassen, wenn solche Kopplungen von Fachleuten als äquivalent
erkannt werden. Weiterhin werden Schaltkreise beschrieben, welche auf
wohlbekannte Art auf elektronische Signale einwirken. Fachleute
werden jedoch erkennen, daß es
viele – und
in der Zukunft möglicherweise
weitere – andere
Schaltkreise gibt, welche als äquivalent einzustufen
sind, da sie dieselben Wirkungen auf die Signale haben. Weiterhin
werden Fachleute erkennen, daß es
im Rahmen der bekannten Gesetze der Boole'schen Logik möglich ist, Logikpegel und -funktionen
zu invertieren, um identische oder äquivalente Resultate zu erhalten.
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1 enthält ein Blockschaltbild
des bevorzugten Rankine-Kühlkreislaufs
der Erfindung. Ein Rankine-Kühl-Kreislauf
enthält
gewöhnlich
eine Expansionsöffnung
oder Kapillarröhre,
einen Verdampfer, Verbindungsleitungen, Steuerventile, einen Kondensator,
einen Kompressor und Wärmetauscher. 1 zeigt
auch einen Antriebsmotor für
den Kompressor und einen Steuerschaltkreis für den Motor und für Ventile,
jeweils in Form eines Schaltungsblocks und ausführlicher dargestellt in 2 und 3 sowie
in einem Patent, welches im folgenden durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt
dieser Erfindung eingebunden werden soll. Es gibt keine Vermischung
der Luft innerhalb des Frischhaltefachs mit der Luft in dem Gefrierfach.
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Der
Auslaß 10 des
Linearkompressors 12 mit frei beweglichem Kolben ist in üblicher
Form mit einem Kondensator 14 verbunden. Der Ablauf des Kondensators
ist mit den Eingangsanschlüssen
von zwei steuerbaren Ventilen verbunden, vorzugsweise einem Magnetventil 16 für das Frischhaltefach
und einem Magnetventil 18 für das Gefrierfach. Der Ausgangsanschluß des Magnetventils 18 ist über eine Kapillarröhre 20 mit
dem Einlaß eines
Gefrierfach-Verdampfers 22 verbunden,
der in thermischem Kontakt mit dem Gefrierfach 23 niedrigerer
Temperatur steht. Das Magnetventil 16 ist über eine
Kapillarröhre 24 mit
dem Zulauf des Kühlflach-Verdampfers 26 verbunden,
der in thermischem Kontakt mit dem auf vergleichsweise höherer Temperatur
befindlichen Frischhaltefach 27 steht. Jedes der beiden
Fächer 23 und 27 enthält eine
Masse, welche gekühlt
werden soll und sowohl die enthaltene Luft wie auch die eingelagerten
Lebensmittel umfaßt.
Die Kapillarröhren 20 und 24 sind
thermisch miteinander gekoppelt im Rahmen eines Wärmetauscher 28,
der darüber
hinaus eine dritte Wärmetauscherleitung 30 aufweist. Anstelle
der Kapillarröhren
können
Expansionsventile verwendet werden, wie dies allgemein bekannt ist. Die
Wärmetauscherleitung 30 ist
in einer Verbindung zwischen dem Auslaß 32 des Kühlfach-Verdampfers 26 und
dem Ansaugeingang 34 des Kompressors 12 eingefügt, um den
Saugleitungspfad zu bilden.
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Der
Ausgang 36 des Verdampfers 22 ist über ein
Rückschlagventil 38 mit
dem Einlaß 40 des
Kühlfach-Verdampfers 26 verbunden.
Das Rückschlagventil
ist derart orientiert, daß ein
Kältemittelfluß von dem
Gefrierfach-Verdampfer 22 zu dem Kühlfach-Verdampfer 26 möglich ist.
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Der
Linearkompressor 12 mit dem frei beweglichen Kolben wird
von einem Kompressorantriebsmotor 42 angetrieben. Der Kompressor 12 wie auch
sein Antriebsmotor 42 werden im folgenden unter Bezugnahme
auf 2 beschrieben. Der Kompressorantriebsmotor 42 wie
auch die Magnetventile 16 und 18 werden von einem
Motor- und Ventilsteuerschaltkreis 44 gesteuert. Die Ausgangswerte
des Steuerschaltkreises 44 werden bestimmt durch die Eingangssignale
von einem Gefrierfach-Temperatursensor 46, der in dem Gefrierfach 23 angeordnet
ist, einem Temperatursensor 48 in dem Kühlfach 27, und den
eingestellten Temperatursollwerten 50 und 52, jeweils
einem für
jedes Fach. Die Eingangs-Temperatursollwerte
können
dem Steuerschaltkreis 44 manuell eingegeben werden mittels
eines von vielen bekannten Eingabebauteilen, bspw. Tasten oder Potentiometer.
Natürlich
wird ständig
elektrische Energie an einem Leistungseingang 53 zugeführt und
in durch den Steuerschaltkreis 44 steuerbarer Form an den
Motor 42 angelegt.
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Während des
Betriebs kann das von einem Kompressor 12 verdichtete Kältemittel
entlang von zwei unterschiedlichen Fluidströmungspfaden geleitet werden,
was durch den Zustand der Magnetventile 16 und 18 festgelegt
wird. In einer Betriebsart ist das Magnetventil 18 geschlossen
und das Magnetventil 16 geöffnet, so daß das Kältemittel
durch die Kapillarröhre 24 geleitet
wird, die derart dimensioniert ist, um bei einer ausreichend niedrigen
Temperatur unterhalb der Temperatur des Kühlfachs eine Verdampfung herbeizuführen und
somit dem Kühlfach 27 Wärme zu entziehen.
Das Kältemittel
verdampft in dem Kühlfach- Verdampfer 26 und
wird zu dem Kompressor zurückgeleitet über den
Wärmetauscher 28 in
der Saugleitung zu dem Sauganschluß 34 des Kompressors 12.
Das Einweg-Rückschlagventil 38 verhindert,
daß sich
während
dieser reinen Kühlfach-Betriebsart
Kältemittel
in dem Gefrierfach-Verdampfer 22 ansammeln kann.
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In
der zweiten Betriebsart ist das Magnetventil 16 geschlossen
und das Magnetventil 18 geöffnet. Nun fließt das kondensierte
Kältemittel
durch beide Verdampfer. Das Kältemittel
wird durch die Kapillarröhre 22 geleitet,
die derart dimensioniert ist, daß bei einer Temperatur ausreichend
niedrig unterhalb der Temperatur des Gefrierfachs eine Verdampfung
stattfindet, damit dem Gefrierfach 23 Wärme entzogen werden kann. Das
Kältemittel
verdampft in dem Gefrierfach-Verdampfer,
wobei diesem Wärme
entzogen wird, und fließt
sodann nacheinander durch das Einwegventil und durch den Kühlfach-Verdampfer 26,
wobei dem Kühlfach
Wärme entzogen
und das Kältemittel
durch die Kühlfachtemperatur überhitzt wird.
Das in diesem seriellen Pfad fließende Kältemittel wird sodann zu dem
Kompressor zurückgeleitet über den
Rücklaufpfad
und in den Sauganschluß 34 des
Kompressors 12.
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Die
Durchflußrate
des durch den Kompressor gepumpten Kältemittels ist eine Funktion
der Pumpenförderleistung,
der Dichte des Kältemittels und
der Frequenz des Kompressors, d.h. der Anzahl von Pumpzyklen pro
Zeiteinheit. Die Massendurchflußrate
des Kältemittels
ist der kritische Parameter, da sie mit der Menge des einem Verdampfer
zugeführten
und in diesem verdampften Kältemittels
korrespondiert und somit dem Betrag der von dem Kältemittel
aufgenommenen Wärme
festlegt. Die Massendurchflußrate
des Kältemittels
wird üblicherweise durch
Veränderung
des Fördervolumens
oder der Frequenz eines Kompressors oder beider dieser Größen beeinflußt. Man
sollte sich jedoch vor Augen führen,
daß die
Pumpenförderleistung
nicht allein die Massendurchflußrate
bestimmt, da die Massendurchflußrate
auch eine Funktion der Dichte des Kältemittels ist. Demzufolge
wird eine vorgegebene oder eingestellte Förderleistung bei Kältemitteln
unterschiedlicher Dichten zu unterschiedlichen Massendurchflußraten führen. Da
der Dampfdruck des Kältemittels
exponentiell als Funktion der Temperatur ansteigt, ist das Kältemittel
beim Verlassen des Kühlfach-Verdampfers
deutlich dichter als das den Gefrierfach-Verdampfer verlassende
Kältemittel.
Obwohl die Massendurchflußrate
durch Veränderung der
Förderleistung
verstellt werden kann, sollte der Konstruktionsingenieur daher berücksichtigen,
daß die
Massendurchflußrate
und die Volumendurchflußrate
(d. h. die Förderleistung)
nicht identisch sind. Somit ist die Massendurchflußrate des
Kältemittels
eine Funktion von vielen Variablen innerhalb des Kühlsystems
und nicht eine feste Eigenschaft des Kompressors selbst. Mit Eigenschaften
des Kompressors sind dessen Kompressionsverhältnis und Förderleistung gemeint.
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Da
die Durchflußrate
durch den Kompressor 12 verstellt und demzufolge kontrolliert
von dem Steuerschaltkreis 44 verändert werden kann, kann die
Durchflußrate
und somit die Kühlrate
für beide Strömungspfade
als Reaktion auf den Kühlbedarf verändert werden.
Dies schließt
ein, daß bei
der Betriebsart mit seriellem Strömungspfad durch beide Verdampfer
die Durchflußrate
auf einen Wert eingestellt werden kann, der ausreichend niedrig
ist, so daß nur
dampfförmiges
Kältemittel
von dem Gefrierfach-Verdampfer 22 zu dem Kühlfach-Verdampfer 26 gelangt,
oder alternativ dazu kann eine höhere Durchflußrate eingestellt
werden, so daß flüssiges Kältemittel
am Zulauf 40 in den Kühlfach-Verdampfer 26 eintritt,
um auf diesem Weg einen erheblichen, zusätzlichen Kühleffekt in dem Kühlfach 27 hervorzurufen.
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Diese
Betriebsart ist in der Grafik nach 5 wiedergegeben.
Bei Durchflußraten
des Kältemittels unterhalb
der Durchflußrate
A wird das Gefrierfach durch Verdampfung des flüssigen Kältemittels gekühlt, und
das Kühlfach
wird durch Heizen des Dampfes von der Gefrierfachtemperatur auf
die Kühlfachtemperatur
gekühlt,
d.h. durch Überhitzung.
Die Verdampfung des Kältemittels
wird innerhalb des Gefrierfach-Vedampfers abgeschlossen und ausschließlich Dampf
gelangt zu dem Kühlfach-Verdampfer.
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Bei
Durchflußraten
oberhalb der Durchflußrate
A wird die Verdampfung des Kältemittels
nicht in dem Gefrierfach-Verdampfer abgeschlossen. Ein Teil des
den Gefrierfach-Verdampfer verlassenden Kältemittels ist flüssig und
verdampft in dem Kühlfach-Verdampfer.
Somit ist der Kühleffekt
in dem Kühlfach
das Ergebnis einer Verdampfung und Überhitzung. Der Kühleffekt
in dem Gefrierfach- Verdampfer
steigt mit weiter anwachsender Durchflußrate nicht mehr an, weil der
Gefrierfach-Verdampfer gesättigt
ist. Jedoch erhöht
sich oberhalb der Durchflußrate
A der Kühleffekt
in dem Frischhaltefach mit ansteigender Durchflußrate als Folge der kombinierten
Wirkung einer zunehmenden Verdampfung und Überhitzung des Kältemittels.
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Bei
der Durchflußrate
B ist der Kühlfach-Verdampfer
ebenfalls mit flüssigem
Kältemittel
gesättigt. Ein
weiteres Anheben der Durchflußrate
erhöht
die Verdampfung nicht, sondern erhöht nur die Durchflußrate der
Flüssigkeit
an dem Ablauf des Kühlfach-Verdampfers
ohne weitere Erhöhung
der Kühlungswirkung.
Der Kühleffekt
dieser Flüssigkeit
wird in Form einer Abkühlung
der Saugleitung und/oder des Kompressors vergeudet.
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Wenn
somit die Verdampfer in Serie geschalten sind, so wird der Kühleffekt
in dem Frischhaltefach überwiegend
bei Durchflußmengen
zwischen der Durchflußrate
A und der Durchflußrate
B gesteuert, und in diesem Bereich ist die Gefrierfachkühlung bei
einem Maximum. Diese Betriebsart ist, bei Durchflußraten oberhalb
der Durchflußrate
A (unzulänglich),
weil der gesamte, durch Verdampfung hervorgerufene Kühleffekt
innerhalb des Kühlfachs
bei Gefrierfachtemperatur stattfindet. Eine Kühlung nach dieser Betriebsart
bei Durchflußraten
zwischen A und B ist zweckmäßig, wenn
eine maximale Kühlung
in dem Gefrierfach notwendig ist zugleich mit einem erheblichen
Kühlbedarf
innerhalb des Frischhaltefachs. Wenn in dem Frischhaltefach ein
relativ geringer Kühlbedarf
zum Halten der dortigen Temperatur benötigt wird, kann die Durchflußrate unterhalb
der Flußrate
A liegen. Wenn jedoch eine Kühlung
des Gefrierfachs nicht notwendig ist, sondern nur ein erheblicher
Kühlbedarf
in dem Frischhaltefach, kann das Kältemittel ausschließlich durch
den Kühfach-Verdampfer geleitet
werden.
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Ein
Linearkompressor ist insbesondere geeignet zur Verwendung in dem
obigen Kühlkreislauf, weil
sein Saugvolumen (d.h. sein Fördervolumen) während des
Betriebs auf einfachem Weg gesteuert verändert werden kann. Dies ermöglicht die
Einstellung der Massendurchflußrate
des Kältemittels,
um den Anforderungen der aktuellen Betriebsart zu genügen. Wenn
von der seriellen Gefrierfach- Betriebsart
zu der reinen Kühlfach-Betriebsart
umgeschalten wird, muß das
Saugvolumen des Kompressors herabgesetzt werden, da die Dichte des
anzusaugenden Dampfes viel höher
ist und anderenfalls zu einer übermäßigen Massendurchflußrate führen würde, die
wiederum die Wärmetauscher überlasten
und den Wirkungsgrad des Kreislaufs beeinträchtigen könnte. Wie im vorliegenden beschrieben
wird, stellt das Regelungssystem die Durchflußrate durch den Kompressor
ein und schaltet zwischen der Gefrierfach-Betriebsart und der reinen
Kühlfach-Betriebsart hin
und her, um die gewünschten
Temperaturen in den beiden Fächern
aufrechtzuerhalten. Wenn kein Bedarf zur Kühlung eines Faches besteht,
ist das Magnetventil 16 offen und das Magnetventil 18 geschlossen.
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Während der
Rankine-Kühlkreislauf
anhand eines typischen Haushaltskühlschranks mit Gefrierfach
beschrieben wurde, sind die Grundgedanken der Erfindung auch auf
andere Rankine-Kühlkreisläufe anwendbar,
bei denen verschiedene Massen gemeinsam zu kühlen sind. So können diese
Prinzipien bspw. im Rahmen einer Klimaanlage Verwendung finden,
bei der zwei oder mehrere unterschiedliche Orte auf unterschiedliche
Temperaturen gekühlt
werden sollen, oder bei einer Kombination aus Kühlanlage und begehbarem Kühlhaus,
wie auch bei anderen Rankine-Kühlkreislaufsystemen
mit mehreren Verdampfern.
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Ein
Linearkompressor ist ein Kompressor von der Kolbenbauart mit positiver
Förderleistung, bei
welchem der Kolben direkt von einem Linearmotor angetrieben wird,
anstelle von einem an einer Mechanik angekuppelten Rotationsmotor
wie bei dem herkömmlichen,
oszillierenden Kompressor. Die oszillierende Masse des Kolbens und
des Motors muß mit
einer Kombination von mechanischen Federn und Gasfedern in oder
nahe einem resonanten Zustand verbracht werden, um sehr große Motorblindströme zu vermeiden,
welche ansonsten erforderlich wären
und sowohl den Motorwirkungsgrad als auch dessen Größe nachteilig
beeinflussen würden.
Bei einem Linearkompressor wird die Kolbenbewegung nicht durch die
Geometrie des Antriebsmechanismus definiert wie bei einem herkömmlichen,
oszillierenden Kompressor. Sowohl die Amplitude wie auch die Mittenposition
der Kolbenbewegung können
sich ändern
und werden durch auf den Kolben einwirkende mechanische Kräfte, elektromagnetische
Kräfte
und Druckkräfte
bestimmt. Dies kann einen Nachteil bedeuten, da die Kolbenbewegung
nicht vordefiniert ist und einen Mechanismus zur Steuerung der Kolbenposition
notwendig macht oder reichlichen mechanischen Spielraum erfordert,
insbesondere wenn zerbrechliche Teile miteinander kollidieren könnten. Der Linearkompressor
ist jedoch universeller, da die Kolbenbewegung kontinuierlich beeinflußt werden
kann, um ein optimales Betriebsverhalten zu erreichen.
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Bei
Anwendungen mit hohen Druckverhältnissen
wie bspw. Gefrierfächern
ist ein Mechanismus zur Steuerung der Position des Kolbens am oberen Totpunkt
(OT) notwendig, um den Totraum zu minimieren. Dies wird erreicht
durch Einstellung des Effektivwertes der Kompressorspannung mit
einem einfachen, auf der Basis eines Triacs aufgebauten, wellenzerhackenden
Schaltkreises, der die OT-Position des Kolbens in einer Rückkopplungsschleife
verwendet. Ein derartiger Schaltkreis ist in dem US-Patent 5,156,005
von Redlich dargestellt und wird hiermit durch Bezugnahme in den
Offenbarungsgehalt mit eingebunden. Zwei Arten von Meßelementen
für die
Kolbenposition sind verwendet worden. Das erste ist der Motor selbst,
der verwendet werden kann, um die Kolbenposition zu ermitteln. Das
zweite ist ein einfach aufgebauter, induktiver Aufnehmer. Beide
haben ein zufriedenstellendes Betriebsverhalten an den Tag gelegt.
Diese Steuerelemente bieten die Möglichkeit einer echten Leistungsverstellung,
da die Mittel zur Veränderung
der Kolbenamplitude in dem Steuerungs-/Antriebsbaustein eingebaut
sind.
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Linearkompressoren
haben drei einheitliche, auf den Wirkungsgrad bezogene Merkmale.
Das erste ist, das es keine seitlichen Druckbeanspruchungen des
Kolbens gibt, da alle Antriebskräfte
entlang der Bewegungslinie wirken, wodurch sich die Lagerbelastungen
erheblich reduzieren und die Verwendung von Gaslagerungen oder Öl mit niedriger
Viskosität möglich wird.
Dies resultiert in extrem niedrigen Reibungsverlusten im Verhältnis zu
anderen Kompressorbauarten. Das zweite Merkmal ist, daß Permanentmagnetmotoren
mit einem Wirkungsgrad von mehr als 90% auf einfachem Weg realisiert
werden können.
Schließlich
kann eine Leistungsverstellung in der oben beschriebenen Art erzielt
werden.
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In
Verbindung mit Linearkompressoren verwendeten Antriebsmotoren wohnt
eine Leistungsverstellungsmöglichkeit
inne. Durch Verstellung der Kolbenposition am oberen Totpunkt kann
die Leistung gesteuert werden. Dieser Mechanismus zur Leistungsverstellung
erhöht
das Auftreten von Gashystereseverlusten.
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Jedoch
muß man
berücksichtigen,
daß die Last
und demzufolge der Temperaturabfall in den Wärmetauschern reduziert wird,
wenn die Leistung herabgesetzt wird. Dies führt zu einer Reduzierung des
Kompressionsverhältnisses
zusammen mit der Leistung, welche den erhöhten Totraum kompensiert und
dazu führt,
daß sich
die Gashystereseverluste in dem Kompressor nicht signifikant verändern. Strömungs- und
Leckverluste werden ebenfalls reduziert.
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Obwohl
hinsichtlich ihrer Durchflußrate
verstellbare Linearkompressoren im Stand der Technik bekannt sind,
ist in 2 ein derartiger Kompressor wiedergegeben. 2 zeigt
eine Baugruppe, welche sowohl einen Linearkompressor mit einem frei
beweglichen Kolben als auch seinen damit integrierten Antriebsmotor
umfaßt.
Der Linearkompressor weist Ein- und Auslaßventile auf, welche üblicherweise
als Einwegrückschlagventile
realisiert sind, wie sie allgemein bei Kompressoren Verwendung finden,
darüber hinaus
einen Zylinder, einen Kolben und eine Anschlußstange. Ein Linearmotor umfaßt eine
Ankerwicklung, an die eine Wechselspannung angelegt wird, wie auch
Magneten, welche mit dem Kolben verbunden sind und durch den sich
zeitlich ändernden
Strom in dem Anker und das daraus resultierende, zeitveränderliche
Magnetfeld zu einer oszillierenden Bewegung angetrieben werden.
Die gesamte Baugruppe ist hinsichtlich ihrer Massen und Federkonstanten
derart ausgelegt, daß sich
am oder nahe der Frequenz der angelegten Spannung ein resonantes
Verhalten ergibt, um den Betriebswirkungsgrad zu maximieren.
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Der
Linearkompressor mit dem frei beweglichen Kolben und der damit gemäß 2 integrierte Motor
haben einen Zylinder 60, welcher sich nach außen erstreckt, um
gleichzeitig ein tragendes Gehäuse 62 zu
bilden. Ein Kolben 64 ist innerhalb des Zylinders 60 linearbeweglich
aufgenommen und mit einem umgebenden, magnetischen Ring 66 verbunden.
Ein Saugdämpfer 68 und
eine die üblichen
Ein- und Auslaßventile
aufweisende Ventilbaugruppe 70 ist an dem Kopfende 72 des
Zylinders 60 befestigt. Kältemittel wird von dem Saugdämpfer 68 in
den Kompressionsraum 74 gesaugt und komprimiert und durch
die Auslaßleitung 76 ausgestoßen. Eine
umgebende Spule bildet einen Anker 78, der innerhalb einer
herkömmlichen,
geblechten Umgebung 80 mit einem magnetischem Pfad niedriger
Reluktanz aufgenommen ist, bestehend aus den äußeren Blechen 82 und
inneren Blechen 84. Der Kolben wird von einer ebenen Feder 86 getragen,
mit einer Federkonstanten, welche zusammen mit den Massen des Kolbens 64 und
der daran festgelegten Strukturen bei der Betriebsfrequenz der an
dem Anker 78 angelegten, gesteuerten Wechselstromquelle
ein resonantes Verhalten erzeugt. Die Spannung der an dem Anker 78 angelegten
elektrischen Leistung wird durch den Motor- und Ventilsteuerschaltkreis 44,
der in 1 zu sehen ist, verändert. Eine größere Spannung
erhöht den
Kolbenhub, während
eine Verminderung der Spannung den Kolbenhub reduziert, und demzufolge einen
entsprechenden Effekt auf die Kompressordurchflußrate hat.
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Die
Durchflußrate
durch den Kompressor kann auch durch eine „pneumatische" Steuertechnik beeinflußt werden,
wobei der Motor ständig
bei einem konstanten, vorgegebenen Hub betrieben wird, aber die
mittlere Position des Kolbens verändert wird, um das tatsächliche
Kompressionsverhältnis
und dadurch die Durchflußrate
zu verändern.
Dies kann erreicht werden unter Verwendung der die Endposition begrenzenden
Konzepte und Gerätschaften,
wie sie in der parallelen US-Patentanmeldung Nr. 08/265,790 beschrieben
sind, für
welche Anmeldung bereits die Erteilungsgebühr entrichtet worden ist und deren
Inhalt hiermit durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden
Anmeldung mit eingebunden wird. 9 dieser
Patentanmeldung zeigt eine Baueinheit aus einem Kompressor und einem Linearmotor,
die sehr ähnlich
zu derjenigen in 2 der vorliegenden Anmeldung
ist. Die Begrenzung für die
Endposition ist durch einen axial verschiebbaren Anschlag einstellbar,
bspw. in der Zylinderwand. Die Position des Begrenzungselements
legt die Endposition fest, und demzufolge beeinflußt die axiale
Verschiebung der Position des Begrenzungselements die Mittenposition
des Kolbens und verändert
damit das Kompressionsverhältnis
des Kompressors.
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Die
Mittenposition kann auch durch Messung der Position des Kompressorkolbens
am oberen Totpunkt (OT) verändert
werden, wie dies in dem US-Patent 5,496,153 gezeigt ist, das hiermit
durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt mit eingebunden wird,
und eine gesteuerte Veränderung
des Kompressionsverhältnisses
und damit der Durchflußrate
erlaubt.
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3 zeigt
einen Steuerschaltkreis für
den Einsatz bei erfindungsgemäßen Anordnungen.
Dieser verwendet herkömmliche
Rückkopplungsregelungsprinzipien,
wobei ein Temperatursollwertsignal algebraisch von einem gemessenen
Temperaturistwertsignal subtrahiert wird, um ein Signal für den auszuregelnden
Fehler zur Verfügung
zu stellen, welches verstärkt
wird und die Förderleistung
des Kompressors steuert. Wie aus 3 ersichtlich
ist, so ist der Sollwerteingang 50 für die Temperatur des Kühlfachs
und der Sollwerteingang 52 für die Temperatur des Gefrierfachs
jeweils mit einem der Summierungsanschlüsse 102 und 104 verbunden,
wie auch die Eingangssignale für
die Temperaturistwerte von dem Sensor 46 für die Gefrierfachtemperatur
und dem Sensor 48 für
die Kühlfachtemperatur.
Das Fehlersignal, welches der Differenz zwischen der am Eingang 50 voreingestellten
Kühlfachtemperatur
und der an dem Temperatursensor 48 tatsächlich gemessenen Kühlfachtemperatur
entspricht, wird über
einen Widerstand R1 eines Additionsschaltkreises an den Eingang
eines Verstärkerschaltkreises 106 gelegt. Die
Differenz zwischen dem Gefrierfach-Temperatursollwert am Eingang 52 und
dem gemessenen Gefrierfach-Temperaturistwert des Sensors 46 in
dem Gefrierfach wird über
den Widerstand R2 des zweiten Additionsschaltkreises an den Verstärkers 106 gelegt.
Der Ausgang des Verstärkers 106 hat
eine Größe, welche
proportional zu der gewünschten
Pumpendurchflußrate
ist. Dieser Ausgang des Verstärkers 106 wird
einer Steuerschaltung für
die Kompressorförderleistung
zugeführt,
wie sie bspw. in dem oben erwähnten
Patent 5,156,005 von Redlich dargestellt ist, und welche die Amplitude
des Antriebsmotors und demzufolge die Durchflußrate durch den Kompressor
kontrolliert.
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Ein
Logikschaltkreis wird verwendet, um die Magnetventile 16 und 18 zu
steuern, wie 1 zeigt. Ein Komparator 111 ist
an das Signal des Sensors 46 für die Gefrierfachtemperatur
angeschlossen wie auch an das Signal des Sollwerteingangs 52 für die Gefrierfachtemperatur,
um an seinem Ausgang eine logische Eins zu erzeugen, wenn die gemessene Temperatur
den Sollwert übersteigt
und demzufolge beim Gefrierfach ein Kühlbedarf vorliegt, während eine
logische Null ausgegeben wird, wenn dies nicht der Fall ist. Der
Ausgang des Komparators 111 ist mit einem Logikdekodierschaltkreis 114 verbunden,
der eine von dem Komparator 111 ausgegebene logische Null
oder logische Eins in Spannungen umwandelt, welche an die Magnetventile 16 und 18 angelegt
werden, um diese gemäß der Schaltkreislogik
zu öffnen und
zu schließen.
Eine Diode 116 ist zwischen dem Eingang des Widerstands
R2 und dem Ausgang des Komparators 111 angeschlossen, um
den Ausgang des Summierpunktes 104 pegelmäßig abzuklemmen,
wenn der Ausgang des Komparators 111 eine logische Null
aufweist.
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4 enthält
eine Wahrheitstabelle, welche die Betriebsart des Schaltkreises
nach 3 veranschaulicht. Wie diese Wahrheitstabelle
zeigt, entspricht eine „0" unter der Überschrift „Gefrierfach" dem Fall, daß aus diesem
Fach kein Kühlbedarf
vorliegt, was dann eintritt, wenn die gemessene Temperatur dieses
Fachs niedriger oder gleich dem eingestellten Temperatursollwert
ist. Eine „1 " zeigt das Vorliegen
eines Kühlbedarfs
an, weil die Temperatur des Fachs den Temperatursollwert übersteigt.
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Wenn
das Gefrierfach keinen Bedarf zeigt, liefert der Komparator 111 an
seinem Ausgang eine logische Null und der Logikdekodierschaltkreis 114 öffnet das
Ventil 16 und schließt
das Ventil 18. Bei einer logischen Null am Ausgang des
Komparators 111 klemmt die Diode 116 den Widerstand
R2 an den Pegel der logischen Null fest, so daß nur das Fehlersignal des
Kühlfachs über den
Rückkopplungsregelschaltkreis
die Massendurchflußrate
durch den Kompressor bestimmt.
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Wenn
das Gefrierfach einen Kühlbedarf
anzeigt, liefert der Ausgang des Komparators 111 eine logische
Eins und der Logikdekodierschaltkreis 114 schließt das Ventil 16 und öffnet das
Ventil 18. Die von dem Komparator 111 abgegebene,
logische Eins löst
den Eingang R2, so daß das
Fehlersignal von dem auf das Gefrierfach bezogenen Teil des Rückkopplungsregelungssystems
mit dem Kühlfach-Fehlersignal
summiert werden kann, damit der Kompressor mit einer erhöhten Durchflußrate entsprechend der
Summe des Kühlbedarfs
der beiden Fächer
angetrieben wird.
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Für die Fachleute
dürfte
ersichtlich sein, daß alternativ
ein Steuerschaltkreis Verwendung finden kann, der auf einfachem
Wege mit ausgewählten
und festgelegten Pumpenförderleistungen
realisiert ist, welche jeder der beiden in 4 dargestellten
Betriebsarten zugeordnet sind. Eine anspruchsvollere Steuerung kann
durch Verwendung eines Computers und einer entsprechenden Software
erreicht werden, um das gewünschte
Ausgangssignal für
die Durchflußrate
gemäß bekannten
Regelalgorithmen in Abhängigkeit
von der Veränderung
der Temperaturdifferenzen zwischen den Temperatursollwerten der
Fächer
und den gemessenen Temperaturistwerten für das betreffende Fach zu bestimmen.
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Zusätzliche
Temperatursensoren können weitere
Temperaturen erfassen, bspw. ein Notfalltemperaturniveau. Dies würde zwei
weitere Eingänge
für den
Logikdekodierschaltkreis 114 schaffen, so daß insgesamt 16 verschiedene
Kombinationen und Betriebsbedingungen für das Kühlsystem zur Verfügung stünden.
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Für Fachleute
dürfte
weiterhin ersichtlich sein, daß andere
Arten von Kraftmaschinen oder Motoren verwendet werden können, um
einen Linearkompressor in einer Art anzutreiben, welche eine Veränderung
der Massendurchflußrate
durch den Kompressor erlaubt. Hierunter fällt eine Stirling-Maschine, eine Dampfmaschine
oder eine linear arbeitende Verbrennungsmaschine oder auch ein Rotationsmotor
mit einer verstellbaren Kopplung, obwohl all diese nicht annähernd die
Vorteile der beschriebenen Anordnungen bieten dürften.
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Weiterhin
kann die Massendurchflußrate
des Kältemittels
mit anderen Kompressoren als Linearkompressoren verändert werden,
obwohl Linearkompressoren am geeignetsten eingestuft werden. Beispielsweise
kann ein elektronisch kommutierter Motor, manchmal auch als bürstenloser
Gleichstrommotor bezeichnet, angekoppelt werden, um einen herkömmlichen
Kompressor von der Kurbelbauart anzutreiben. Die Geschwindigkeit
eines derartigen Motors ist variabel, was eine Verstellung der Durchflußrate des
Kältemittels
durch Steuerung der Drehgeschwindigkeit des Motors erlaubt.
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Als
Ergebnis zeigt sich, daß die
vorliegende Erfindung eine maßgeschneiderte
Durchflußrate
des Kältemittels
durch den Kompressor und durch die Strömungspfade des Kühlkreislaufs
zur Verfügung stellt,
um den Kühlbedarf
in beiden Fächern
präzise zu
erfüllen.
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Während gewisse,
bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung im Einzelnen beschrieben worden sind,
soll dennoch darauf hingewiesen werden, daß verschiedene Modifikationen möglich sind,
ohne den Erfindungsgedanken oder den durch die folgenden Ansprüche festgelegten Schutzbereich
zu verlassen.