Alicyclische Ester mit Moschusgeruch
Die vorliegende Erfindung betrifft (a) neue alicyclische Ester, (b) Mischungen, welche einen erfindungsgemäßen alicyclischen Ester umfassen, (c) die Verwendung der erfindungsgemäßen alicyclischen Ester bzw. der erfindungsgemäßen Mischungen als Riechstoff, (d) Verfahren zum Erzeugen, Verstärken oder Modifizieren eines Moschusgeruchs in einer Mischung, (e) Riechstoffmischungen mit Moschusgeruch, (f) parfümierte Produkte sowie (g) ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen alicyclischen Esters.
Verbindungen mit Moschusgeruch sind begehrte Komponenten in der Duftstoffindustrie. Sie zeichnen sich sowohl durch ihre Eigenschaft, Parfümkompositionen Ausstrahlung zu verleihen, als auch durch ihre Fähig-
keit als Fixateur zu wirken, aus. Somit kommen heutzutage Moschus- Riechstoffe in vielen Parfümkompositionen zum Einsatz.
Die Synthese von bioabbaubaren Verbindungen mit Moschusgeruch hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, da die synthetischen Moschusverbindungen der nitroaromatischen und polycyclischen Reihe persistent und lipophil sind, so dass diese Verbindungen sich in aquatischen Nahrungsketten und Fettgewebe anreichern (H. Brunn, G. Rimkus, Ernährungs-Umschau 1996, 43, 442 bis 449; H. Brunn, G. Rim- kus, Ernährungs-Umschau 1997, 44, 4 bis 9). Um die Lücke zu schließen, wurden verstärkt naturähnliche makrocyclische Moschusriechstoffe entwickelt, welche sich durch einen makrocyclischen Ring mit 13 bis 17 C-Atomen auszeichnen, der als funktionelle Gruppe ein Keton oder einen Ester aufweist.
Aus der US 5,166,412 (Giersch et al.), welcher der EP 472966 entspricht, sind Verbindungen der Formel III
bekannt, wobei R1 beispielsweise eine Ethylgruppe und R2 eine Methylgruppe ist. Die offenbarten Verbindungen umfassen allesamt einen 3,3- Dimethyl-1-cyclohexyl-Rest. Es wird in der US-Schrift ausgeführt, dass die offenbarten Verbindungen einen Moschusgeruch aufweisen, der mit ambrierten und fruchtigen Aspekten gepaart ist.
Die WO 00/14051 A1 offenbart Ester vom Typ IV, wobei R1 insbesondere eine Alkylgruppe sein kann.
Des Weiteren wird unter Bezugnahme auf eine sehr viel allgemeinere Formel mit insgesamt fünf Substituenten R1 - R5 ausgeführt, dass in 3- Position des 6-Ringes Wasserstoff oder Methyl- oder Ethyl-Gruppen angeordnet sein können. Es wird ausgeführt, dass die offenbarten Verbindungen, welche allesamt zwei Carbonylfunktionen an der Seitenkette tragen, einen Moschusgeruch aufweisen, der ebenfalls ambrierte und fruchtige Aspekte zeigt, die allerdings stärker in den Hintergrund treten sollen als bei den Verbindungen aus der US 5,166,412. Die EP 1 262474 A1 offenbart Cycloalkylester der Formel V
worin R1 und R2 unabhängig voneinander H oder CH3 und n = 1 bis 3 bedeuten. Auch die in der EP 1 262 474 A1 offenbarten Verbindungen umfassen immer einen 3,3-Dimethyl-1-cyclohexyl-Rest. Es wird ausgeführt, dass die offenbarten Verbindungen eine Moschusnote aufweisen,
die mit dem Geruch bekannter macrocyclischer Moschusriechstoffe in Wettbewerb treten kann. Die Moschusnote erinnert jedoch allenfalls entfernt an natürliches Muscon.
Der vorstehend gewürdigte Stand der Technik zeigt, dass bereits eine Reihe von Moschusriechstoffen bekannt sind, die weder makrocyclisch sind, noch der nitroaromatischen oder polycyclischen Reihe angehören. Nachteiligerweise unterscheidet sich jedoch das Geruchsprofil der Moschusverbindungen der Verbindungen, wie sie in der EP 1 262 474, der US 5,166,412 oder der WO 00/14051 offenbart sind in der Regel deut- lieh von dem des natürlichen Muscon- Letztere Verbindungen bieten sich somit allenfalls bedingt als Ersatzstoffe für makroeyclische Moschusverbindungen, insbesondere Muscon, an, denn nicht nur der Parfümeur sondern auch der Endverbraucher nimmt die vorhandenen sensorischen Eigenschaftsunterschiede zwischen den beiderseitigen Verbindungs- gruppen sehr genau wahr.
Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Moschusriechstoffe anzugeben, deren Geruchsprofil sich von dem der Verbindungen aus den besagten Dokumenten unterscheidet und vorzugsweise an die geruchlichen Eigenschaften von Muscon eng angelehnt ist. Vorteilhaft- erweise sollten dabei die anzugebenden Moschusriechstoffe originelle geruchliche Aspekte aufweisen, um so die für die Komposition von Parfüms zur Verfügung stehende Rohstoffpalette zu erweitern.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch Verbindungen der Formeln I oder II
wobei in den Formeln I und II
R1 eine gegebenenfalls substituierte (a) verzweigte oder unverzweigte Ci bis C5 Alkylgruppe oder (b) verzweigte oder unverzweigte C2 bis C5 Alkylengruppe oder (c) C3 bis C5 Cycloalkylgruppe ist
und in Formel II
die gestrichelt dargestellte Bindung eine Einfach- oder Doppelbindung bedeutet.
Als verzweigte oder unverzweigte Ci bis C5 Alkylgruppe kann insbeson- dere eingesetzt werden: Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, sek.-Butyl, iso-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, iso-Pentyl und 3-Methylbutyl. Bevorzugt sind insoweit jedoch die Alkylreste Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, sek.-Butyl und iso-Butyl und besonders bevorzugt die Alkylreste Methyl, Ethyl und n-Propyl.
Als verzweigte oder unverzweigte C2 bis C5 Alkylengruppen können insbesondere eingesetzt werden: Ethenyl, Methylethenyl, 1-Propenyl, 2- Propenyl, 2-Methyl-1-propenyl, 1-Methyl-1-propenyl, 1-Butenyl, 3- Butenyl, 1 -Methyl-1-butenyl, 1-Methyl-3-butenyl, 3-Methyl-3-butenyl, 1- Pentenyl, 2-Pentenyl und 4-Pentenyl. Bevorzugt sind insoweit jedoch die Alkylenreste Ethenyl, Methylethenyl, 1-Propenyl, 2-Propenyl, 2-Methyl-1- propenyl, 1-Methyl-1-propenyl und besonders bevorzugt die Alkylenreste Ethenyl, Methylethenyl und 1-Propenyl.
Als substituierte oder unsubstituierte C3 bis C5 Cycloalkylgruppen können insbesondere eingesetzt werden: Cyclopropyl, 2-Methylcyclopropyl, 1,2-Dimethylcyclopropyl, Cyclobutyl und Cyclopentyl. Bevorzugt sind insoweit jedoch die Cycloalkylgruppen Cyclopropyl, Cyclobutyl und Cyclopentyl.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I oder II können in Form eines reinen optisch aktiven Enantiomers, einer optisch aktiven Mischung verschiedener Entantiomere oder einer sonstigen beliebigen Mischung der von der Formel I bzw. II umfassten Stereoisomere vorlie- gen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen (alicyclischen Ester) der Formeln I und II besitzen parfümistisch interessante moschusartige Geruchsnoten und zeichnen sich überdies durch die gewünschten interessanten Beinoten aus. Überraschenderweise besitzen die Verbindungen der Formel I neben der Moschusnote sehr schöne blumige und jasmini- ge Aspekte. Bei den Verbindungen der Formel II treten derartige blumige und jasminige Aspekte vollständig in den Hintergrund und die Verbindungen werden durch eine natürliche Moschusnote, die an Muscon erinnert, ausgezeichnet.
Sensorisch besonders wertvoll ist eine erfindungsgemäße Verbindung der Formel VII, wobei R1 die oben angegebene Bedeutung hat, vorzugsweise jedoch Ethyl oder Cyclopropyl ist. Die Verbindung der Formel VII besitzt eine 2-Methyl-1-cylohexyl-Gruppe und somit keine Doppelbindung im 6-Ring; die Verbindung der Formel VII besitzt einen an Muscon erinnernden Geruch.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung auch Mischungen, die eine (erfindungsgemäße) Verbindung der Formel VII und eine (per se nicht erfindungsgemäße) Verbindung der Formel VI umfassen,
wobei in den Formeln VI und VII R1 eine gegebenenfalls substituierte (a) verzweigte oder unverzweigte Ci bis C5 Alkylgruppe oder (b) verzweigte oder unverzweigte C2 bis C5 Alkylengruppe oder (c) C3 bis C5 Cycloal- kylgruppe ist. Bevorzugt ist hierbei wieder der Einsatz von Verbindungen VI und VII, in denen R1 für Ethyl oder Cyclopropyl steht. In diesen Mischungen paart sich der an Muscon erinnernde Geruch der Ester der Formel VII mit dem blumigen, jasminigen Moschusgeruch der Ester der Formel VI in einzigartiger Weise zu einem unverwechselbaren, komplexen Moschusgeruch. Wie weiter unten noch anhand des Syntheseweges gemäß Schema II näher erläutert wird, lassen sich die Mischungen der Verbindungen der Formel VI und VII in besonders wirtschaftlicher Weise synthetisieren.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Mischung, umfassend (a) eine Verbindung der Formel I und (b) eine Verbindung der Formel II,
wobei in den Formeln I und II
R1 eine gegebenenfalls substituierte (a) verzweigte oder unverzweigte Ci bis C5 Alkylgruppe oder (b) verzweigte oder unverzweigte C2 bis C5 Alkylengruppe oder (c) C3 bis C5 Cycloalkylgruppe ist
und in Formel II
die gestrichelt dargestellte Bindung eine Einfach- oder Doppelbindung bedeutet.
Vorzugsweise ist dabei R1 ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, sek.-Butyl, iso-Butyl; Ethenyl, Methylethenyl, 1 -Propenyl, 2-Propenyl, 2-Methyl-1 -propenyl, 1-Methyl-1- propenyl, Cyclopropyl, 2-MethyIcyclopropyl, 1,2-Dimethylcyclopropyl, Cyclobutyl und Cyclopentyl.
Die Erfindung betrifft auch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Verbindung oder einer erfindungsgemäßen Mischung als Riechstoff.
Des Weiteren betrifft die Erfindung gemäß einem verwandten Aspekt ein Verfahren zum Erzeugen, Verstärken oder Modifizieren eines Moschusgeruchs in einer Mischung, mit folgenden Schritten
Bereitstellen einer erfindungsgemäßen Verbindung oder einer erflndungsgemäßen Mischung,
Bereitstellen einer Komposition sonstiger Bestandteile und - Vermischen der Komposition sonstiger Bestandteile mit einer Menge der erfindungsgemäßen Verbindung oder der erfindungsgemäßen Mischung, die ausreicht, (a) in der resultierenden Gesamtmischung einen Moschusgeruch zu erzeugen, (b) einen vorhandenen Moschusgeruch in der Komposition sonstiger Bestandteile zu verstärken oder (c) einen vorhandenen Mo-
schusgeruch in der Komposition sonstiger Bestandteile zu modifizieren.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch Riechstoffmischungen mit Moschusgeruch, umfassend - eine sensorisch wirksame Menge einer erfindungsgemäßen Verbindung oder einer erfindungsgemäßen Mischung sowie gegebenenfalls weitere übliche Bestandteile wie Lösungsmittel, weitere Riechstoffe oder dergleichen.
Die Erfindung betrifft auch parfümierte Produkte, umfassend eine erfin- dungsgemäße Riechstoffmischung sowie einen Träger oder ein Substrat, das in direktem Kontakt mit der Riechstoffmischung steht. Das parfümierte Produkt kann dabei vorteilhafterweise ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus alkoholischen Parfüms, Körperpflegeprodukten und im Haushalt zu verwendende Reinigungs- oder Pflegeproduk- ten.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I und II können als Einzelstoffe oder in Form von Mischungen (siehe dazu auch oben) in einer Vielzahl von Riechstoffmischungen und parfümierten Produkten eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft lassen sich die erfindungsge- mäßen Verbindungen der oben angegebenen Formeln mit anderen Riechstoffen zu neuartigen Parfümkompositionen kombinieren.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen (alicyclischen Ester) der oben angegebenen Formeln lassen sich häufig bereits in geringerer Dosierung in den resultierenden Parfümkompositionen Moschusnoten erreichen, die an Muscon erinnern und mit blumigen Akzenten gepaart sind, wobei der geruchliche Gesamteindruck auffallend
harmonisiert, die Ausstrahlung wahrnehmbar erhöht und die Fixierung, d. h. das Haftvermögen der Parfümkomposition, deutlich verstärkt sind.
Beispiele für Riechstoffe, mit denen die erfindungsgemäßen alicyclischen Ester der Formel (I) vorteilhaft kombiniert werden können, finden sich z.B. in K. Bauer, D. Garbe und H. Surburg, Common Fragrance and Flavor Materials, 3rd. Ed., WileyNCH, Weinheim 1997.
Im einzelnen seien genannt:
Extrakte aus natürlichen Rohstoffen wie Etherische Öle, Concretes, Ab- solues, Resine, Resinoide, Balsame, Tinkturen wie z. B. Ambratinktur; Amyrisöl; Angelicasamenöl; Angelicawurzelöl; Anisöl; Baldrianöl; Basili- kumöl; Baummoos -Absolue; Bayöl; Beifußöl; Benzoeresin; Bergamotte- öl; Bienenwachs-Absolue; Birkenteeröl; Bittermandelöl; Bohnenkrautöl; Buccoblatterol; Cabreuvaol; Cadeöl; Calmusöl; Campherol; Canangaöl; Cardamomenöl; Cascarillaöl; Cassiaöl; Cassie-Absolue; Castoreum- absolue; Cedernblätteröl; Cedernholzöl; Cistusöl; Citronellöl; Citronenöl; Copaivabalsam; Copaivabalsamöl; Corianderöl; Costuswurzelöl; Cumi- nöl; Cypressenöl; Davanaöl; Dillkrautöl; Dillsamenöl; Eau de brouts- Absolue; Eichenmoos-Absolue; Elemiöl; Estragonol; Eucalyptus- citriodora-ÖI; Eucalyptusöl; Fenchelöl ; Fichtennadelöl; Galbanumöl; Galbanumresin; Geraniumöl; Grapefruitöl; Guajakholzöl; Gurjunbalsam; Gurjunbalsa öl; Helichrysum-Absolue; Helichrysumöl; Ingweröl; Iriswur- zel-Absolue; Iriswurzelöl; Jasmin-Absolue; Kalmusöl; Kamillenöl blau; Kamillenöl römisch; Karottensamenöl; Kaskarillaöl; Kiefemadelöl; Krau- seminzöl; Kümmelöl; Labdanumöl; Labdanum-Absolue; Labdanumresin; Lavandin-Absolue; Lavandinöl ; Lavendel-Absolue; Lavendelöl; Le- mongrasöl; Liebstocköl; Limetteöl destilliert; Limetteöl gepreßt; Lina- loeöl; Litsea-cubeba-ÖI; Lorbeerblätteröl; Macisöl; Majoranöl; Mandari- nenöl; Massoirindenöl; Mimosa-Absolue; Moschuskömeröl; Moschustinktur; Muskateller-Salbei-Öl; Muskatnußöl; Myrrhen-Absolue; Myrrhenöl; Myrtenöl; Nelkenblätteröl; Nelkenblütenöl; Neroliöl; Olibanum-
Absolue; Olibanumöl; Opopanaxöl; Orangenblüten-Absolue; Orangenöl; Origanumöl; Palmarosaöl; Patchouliöl; Perillaöl; Perubalsamöl; Petersi- lienblätteröl; Petersiliensamenöl; Petitgrainöl; Pfefferminzöl; Pfefferöl; Pimentöl; Pineöl; Poleyöl; Rosen-Absolue; Rosenholzöl; Rosenöl; Ros- marinöl; Salbeiöl dalmatinisch; Salbeiöl spanisch; Sandelholzöl; Selle- riesamenöl; Spiklavendelöl; Sternanisöl; Styraxöl; Tagetesöl; Tannenna- delöl; Tea-tree-ÖI; Terpentinöl; Thymianöl; Tolubalsam; Tonka-Absolue; Tuberosen-Absolue; Vanilleextrakt; Veilchenblätter-Absolue; Verbenaöl; Vetiveröl; Wacholderbeeröl; Weinhefenöl; Wermutöl; Wintergrünöi; Y- langöl; Ysopöl; Zibet-Absolue; Zimtblätteröl; Zimtrindenöl; sowie Fraktionen davon, bzw. daraus isolierten Inhaltsstoffen;
Einzel-Riechstoffe aus der Gruppe der Kohlenwasserstoffe, wie z.B. 3- Caren; α- Pinen; ß-Pinen; α-Terpinen; γ-Terpinen; p-Cymol; Bisabolen; Camphen; Caryophyllen; Cedren; Farnesen; Limonen; Longifolen; Myr- cen; Ocimen; Valencen; (E,Z)-1 ,3,5-Undecatrien;
der aliphatischen Alkohole wie z. B. Hexanol; Octanol; 3-Octanol; 2,6- Dimethylheptanol; 2-Methylheρtanol, 2-Methyloctanol; (E)-2-Hexenol; (E)- und (Z)-3-Hexenol; 1-Octen-3-ol; Gemisch von 3,4,5,6,6- Pentamethyl-3/4-hepten-2-ol und 3,5,6,6-Tetramethyl-4- methyleneheptan-2-ol; (E,Z)-2,6-Nonadienol; 3,7-Dimethyl-7-meth- oxyoctan-2-ol; 9-Decenol; 10-Undecenol; 4-Methyl-3-decen-5-ol; der aliphatischen Aldehyde und deren 1 ,4-Dioxacycloalken-2-one wie z. B. Hexanal; Heptanal; Octanal; Nonanal; Decanal; Undecanal; Dodecanal; Tridecanal; 2-Methyloctanal; 2-Methylnonanal; (E)-2-Hexenal; (Z)-4- Heptenal; 2,6-Dimethyl-5-heptenal; 10-Undecenal; (E)-4-Decenal; 2- Dodecenal; 2,6,10-Trimethyl-5,9-undecadienal; Heptanaldiethylacetal; 1 ,1 -Dimethoxy-2,2,5-trimethyl-4-hexen; Citronellyloxyacetaldehyd;
der aliphatischen Ketone und deren Oxime wie z.B. 2-Heptanon; 2- Octanon; 3-Octanon; 2-Nonanon; 5-Methyl-3-heptanon; 5-Methyl-3- heptanonoxim; 2,4,4, 7-Tetramethyl-6-octen-3-on; der aliphatischen
schwefelhaltigen Verbindungen wie z.B. 3-Methylthiohexanol; 3- Methylthiohexylacetat; 3-Mercaptohexanol; 3-Mercaptohexylacetat; 3- Mercaptohexylbutyrat; 3-Acetylthiohexylacetat; 1-Menthen-8-thiol;
der aliphatischen Nitrile wie z.B. 2-Nonensäurenitril; 2- Tridecensäurenitril; 2,12-Tridecensäurenitril; 3,7-Dimethyl-2,6- octadiensäurenitril; 3,7-Dimethyl-6-octensäurenitril;
der aliphatischen Carbonsäuren und deren Ester wie z.B. (E)- und (Z)-3- Hexenylformiat; Ethylacetoacetat; Isoamylacetat; Hexylacetat; 3,5,5-
Trimethylhexylacetat; 3-Methyl-2-butenylacetat; (E)-2-Hexenylacetat;
(E)- und (Z)-3-Hexenylacetat; Octylacetat; 3-Octylacetat; 1-Octen-3- ylacetat; Ethylbutyrat; Butylbutyrat, ; Isoamylbutyrat; Hexylbutyrat; (E)- und (Z)-3-HexenyIisobutyrat; Hexylcrotonat; Ethylisovalerianat; Ethyl-2- methylpentanoat; Ethylhexanoat; Allylhexanoat; Ethylheptanoat; Allyl- heptanoat; Ethyloctanoat; Ethyl-(E,Z)-2,4-decadienoat; Methyl-2-octinat;
Methyl-2-noninat; Allyl-2-isoamyloxyacetat; Methyl-3,7-dimethyl-2,6- octadienoat;
der acyclischen Terpenaikohole wie z.B. Citronellol; Geraniol; Nerol;
Linalool; Lavadulol; Nerolidol; Famesol; Tetrahydrolinalool;
Tetrahydrogeraniol; 2,6-Dimethyl-7-octen-2-ol; 2,6-Dimethyloctan-2-ol;
2-Methyl-6-methylen-7-octen-2-ol; 2,6-Dimethyl-5,7-octadien-2-ol; 2,6-
Dimethyl-3,5-octadien-2-ol; 3,7-Dimethyl-4,6-octadien-3-ol; 3,7- Dimethyl-1,5,7-octatrien-3-ol 2,6-Dimethyl-2,5,7-octatrien-1-ol; sowie deren Formiate, Acetate, Propionate, Isobutyrate, Butyrate,
Isovalerianate, Pentanoate, Hexanoate, Crotonate, Tiglinate, 3-Methyl-2- butenoate; der acyclischen Terpenaldehyde und -ketone wie z.B. Geranial; Neral; Citronellal; 7-Hydroxy-3,7-dimethyloctanal; 7-Methoxy-3,7-dimethyl- octanal; 2.6,10-Trimethyl-9-undecenal; Geranylaceton; sowie die Dime- thyl- und Diethylacetale von Geranial, Neral, 7-Hydroxy-3,7- dimethyloctanal;
der cyclischen Terpenaikohole wie z.B. Menthol; Isopulegol; alpha- Terpineol; Terpinenol-4; Menthan-8-ol; Menthan-1-ol; Menthan-7-ol; Borneol; Isoborneol; Linalooloxid; Nopol; Cedrol; Ambrinol; Vetiverol; Guajol; sowie deren Formiate, Acetate, Propionate, Isobutyrate, Butyra- te, Isovalerianate, Pentanoate, Hexanoate, Crotonate, Tiglinate, 3- MethyI-2-butenoate;
der cyclischen Terpenaldehyde und -ketone wie z.B. Menthon; Iso- menthon; 8-Mercaptomenthan-3-on; Carvon; Campher; Fenchon; alpha- lonon; beta-lonon; alpha-n-Methylionon; beta-n-Methylionon; alpha-
Isomethylionon; beta-lsomethylionon; alpha-lron; alpha-Damascon; be- ta-Damascon; beta-Damascenon; delta-Damascon; gamma-Damascon;
1 -(2,4,4-Trimethyl-2-cyclohexen-1 -yl)-2-buten-1 -on; 1 ,3,4,6,7,8a- Hexahydro-1 ,1 ,5,5-tetramethyl-2H-2,4a-methanonaphthalen-8(5H)-on;
Nootkaton; Di hydronootkaton; alpha-Sinensal; beta-Sinensal; Acetylier- tes Cedemholzöl (Methylcedrylketon);
der cyclischen Alkohole wie z.B. 4-tert.-Butylcyclohexanol ; 3,3,5- Trimethylcyclohexanol; 3-lsocamphylcyclohexanol; 2,6,9-Trimethyl- Z2,Z5,E9-cyclododecatrien-1-ol; 2-lsobutyl-4-methyltetrahydro-2H- pyran-4-ol;
der cycloaliphatischen Alkohole wie z.B. alpha, 3,3- Trimethylcyclohexylmethanol; 2-Methyl-4-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopent-1 - yl)butanol; 2-Methyl-4-(2,2,3-trimethyI-3-cyclopent-1 -yl)-2-buten-1 -ol; 2- Ethyl-4-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopent-1-yl)-2-buten-1-ol; 3-Methyl-5-(2,2,3- trimethyl-3-cyclopent-1-yl)-pentan-2-ol; 3-Methyl-5-(2,2,3-trimethyl-3- cyclopent-1-yl)-4-penten-2-ol; 3,3-Dimethyl-5-(2,2,3-trimethyl-3-cyclo- pent-1-yl)-4-penten-2-ol; 1-(2,2,6-Trimethylcyclohexyl)pentan-3-ol; 1- (2,2,6-Trimethylcyclohexyl)hexan-3-ol;
der cyclischen und cycloaliphatischen Ether wie z.B. Cineol; Cedryl- methylether; Cyclododecylmethylether; (Ethoxymethoxy)cyclododecan; alpha-Cedrenepoxid; 3a,6,6,9a-Tetramethyldodecahydronaphtho[2,1- bjfuran; 3a-Ethyl-6,6,9a-trimethyldodecahydronaphtho[2,1-b]furan; 1,5,9- Trimethyl-13-oxabicyclo[10.1.0]trideca-4,8-dien; Rosenoxid; 2-(2,4- Dimethyl-3-cyclohexen-1 -yI)-5-methyl-5-(1 -methylpropyl)-1 ,3-dioxan;
der cyclischen Ketone wie z.B. 4-tert.-Butylcyclohexanon; 2,2,5- Trimethyl-5-pentyIcyclopentanon; 2-Heptylcyclopentanon; 2- Pentylcyclopentanon; 2-Hydroxy-3-methyl-2-cyclopenten-1-on; 3-Methyl- cis-2-penten-1 -yl-2-cyclopenten-1 -on; 3-Methyl-2-pentyl-2-cyclopenten- 1-on; 3-Methyl-4-cyclopentadecenon; 3-Methyl-5-cyclopentadecenon; 3- Methylcyclopentadecanon; 4-(1 -Ethoxyvinyl)-3,3,5,5-tetra- methylcyclohexanon; 4-tert.-Pentylcyclohexanon; 5-Cyclohexadecen-1 - on; 6,7-Dihydro-1,1,2,3,3-pentamethyl-4(5H)-indanon; 5-
Cydohexadecen-1-on; 8-Cyclohexadecen-1-on; 9-Cycloheptadecen-1- on; Cyclopentadecanon;
der cycloaliphatischen Aldehyde wie z.B. 2,4-Dimethyl-3- cyclohexencarbaldehyd; 2-Methyl-4-(2,2,6-trimethyl-cyclohexen-1 -yl)-2- butenal; 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexencarbaldehyd; 4-(4- Methyl-3-penten-1-yl)-3-cyclohexencarbaldehyd;
der cycloaliphatischen Ketone wie z. B. 1 -(3,3-Dimethylcyclohexyl)-4- penten-1-on; 1-(5,5-Dimethyl-1-cyclohexen-1-yl)^4-penten-1-on; 2,3,8,8- Tetramethyl-1,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-2-naphtalenylmethylketon; Methyl- 2,6, 10-trimethyl-2,5,9-cyclododecatrienylketon; tert.-Butyl-(2,4-dimethyl-3- cyclohexen-1 -yl)keton;
der Ester cyclischer Alkohole wie z.B. 2-tert-Butylcyclohexylacetat; 4- tert Butylcyclohexylacetat; 2-tert-Pentylcyclohexylacetat; 4-tert- Pentylcyclohexylacetat; Decahydro-2-naphthylacetat; 3-Pentyltetra- hydro-2H-pyran-4-ylacetat; Decahydro-2,5,5,8a-tetramethyl-2-
naphthylacetat; 4,7-Methano-3a,4,5,6,7,7a-hexahydro-5, bzw. 6- indenylacetat; 4,7-Methano-3a,4,5,6,7,7a-hexahydro-5, bzw.
6-indenylpropionat; 4,7-Methano-3a,4,5,6,7,7a-hexahydro-5J bzw. 6-indenylisobutyrat; 4,7-Methanooctahydro-5, bzw. 6-indenylacetat;
der Ester cycloaliphatischer Carbonsäuren wie z. B. Allyl-3- cyclohexylpropionat; Allylcyclohexyloxyacetat; Methyldihydrojasmonat; Methyljasmonat; Methyl-2-hexyl-3-oxocyclopentancarboxylat; Ethyl-2- ethyl-6,6-dimethyl-2-cyclohexencarboxylat; Ethyl-2,3,6,6-tetramethyl-2- cyclohexencarboxylat; Ethyl-2-methyl-1 ,3-dioxoIan-2-acetat;
der aromatischen Kohlenwasserstoffe wie z. B. Styrol und Diphenyl- methan;
der araliphatischen Alkohole wie z.B. Benzylalkohol; 1- Phenylethylalkohol; 2-PhenylethylaIkohol; 3-Phenylpropanol; 2- Phenylpropanol; 2-Phenoxyethanol; 2,2-Dimethyl-3-phenylpropanol; 2,2- Dimethyl-3-(3-methylphenyl)propanol; 1 ,1-Dimethyl-2- phenylethylalkohol; 1,1 -Dimethyl-3-phenylpropanol; 1-Ethyl-1-methyl-3- phenylpropanol; 2-Methyl-5-phenylpentanol; 3-Methyl-5-phenylpentanol; 3-Phenyl-2-propen-1-ol; 4-Methoxybenzylalkohol; 1-(4- lsopropylphenyl)ethanoI;
der Ester von araliphatischen Alkoholen und aliphatischen Carbonsäu- ren wie z.B.; Benzylacetat; Benzylpropionat; Benzylisobutyrat; Benzyli- sovalerianat; 2-Phenylethylacetat; 2-Phenylethylpropionat; 2- Phenylethylisobutyrat; 2-Phenylethylisovalerianat; 1 -Phenylethylacetat; alpha-Trichlormethylbenzylacetat; alpha,alpha-Di- methylphenylethylacetat; alpha.alpha-Dimethylphenylethylbutyrat; Cin- namylacetat; 2-Phenoxyethylisobutyrat; 4-Methoxybenzylacetat; der araliphatischen Ether wie z.B. 2-Phenylethylmethylether; 2- Phenylethylisoamylether; 2-Phenylethyl-1 -ethoxyethylether; Phenylace- taldehyddimethylacetal; Phenylacetaldehyddiethylacetal; Hydrat-
ropaaldehyddimethylacetal; Phenylacetaldehydglycerinacetal; 2,4,6-Tri- methyl-4-phenyl-1 ,3-dioxane; 4,4a,5,9b-Tetrahydroindeno[1 ,2-d]-m- dioxin; 4,4a,5,9b-Tetrahydro-2,4-dimethylindeno[1,2-d]-m-dioxin;
der aromatischen und araliphatischen Aldehyde wie z. B. Benzaldehyd; Phenylacetaldehyd; 3-Phenylpropanal; Hydratropaaldehyd; 4- Methylbenzaldehyd; 4-Methyl phenylacetaldehyd; 3-(4-Ethylphenyl)-2,2- dimethylpropanal; 2-Methyl-3-(4-isopropylphenyl)propanal; 2-Methyl-3- (4-tert.-butylphenyl)propanaI; 3-(4-tert.-Butylphenyl)propanal; Zimtalde- hyd; alpha-Butylzimtaldehyd; alpha-Amylzimtaldehyd; alpha- Hexylzimtaldehyd; 3-Methyl-5-phenylpentanal; 4-Methoxybenzaldehyd; 4-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd; 4-Hydroxy-3-ethoxybenzaldehyd; 3,4-Methylendioxybenzaldehyd; 3,4-Dimethoxybenzaldehyd; 2-Methyl-3- (4-methoxyphenyl)propanal; 2-Methyl-3-(4- methylendioxyphenyl)propanal;
der aromatischen und araliphatischen Ketone wie z.B. Acetophenon; 4- Methylacetophenon; 4-Methoxyacetophenon; 4-tert.-Butyl-2,6- dimethylacetophenon; 4-Phenyl-2-butanon; 4-(4-Hydroxyphenyl)-2- butanon; 1-(2-Naphthalenyl)ethanon; Benzophenon; 1,1,2,3,3,6- Hexamethyl-5-indanylmethylketon; 6-tert.-Butyl-1 ,1 -dimethyl-4-indanyl- methylketon; 1 -[2,3-dihydro-1 , 1 ,2,6-tetramethyl-3-(1 -methylethyl)-1 H-5- indenyl]ethanon; 5\6',7',8'-Tetrahydro-3',5',5',6',8',8'-hexamethyl-2- acetonaphthon;
der aromatischen und araliphatischen Carbonsäuren und deren Ester wie z.B. Benzoesäure; Phenylessigsäure; Methyl benzoat; Ethylbenzoat; Hexylbenzoat; Benzyl-benzoat; Methyl phenylacetat; Ethylphenylacetat; Geranylphenylacetat; Phenylethyl-phenylacetat; Methylcinnmat; Ethyl- cinnamat; Benzylcinnamat; Phenylethylcinnamat; Cinnamylcinnamat; Allylphenoxyacetat; Methylsalicylat; Isoamylsalicylat; Hexylsalicylat; Cyc- lohexylsalicylat; Cis-3-Hexenylsalicylat; Benzylsalicylat; Phenyl-
ethylsalicylat; Methyl-2,4-dihydroxy-3,6-dimethylbenzoat; Ethyl-3-phenyl- glycidat; Ethyl-3-methyl-3-phenylglycidat;
der stickstoffhaltigen aromatischen Verbindungen wie z.B. 2,4,6-Trinitro- 1 ,3-dimethyl-5-tert.-butylbenzol; 3,5-Dinitro-2,6-dimethyI-4-tert.- butylacetophenon; Zimtsäurenitril; 5-Phenyl-3-methyl-2-penten- säurenitril; 5-Phenyl-3-methylpentansäurenitril; Methylanthranilat; Methy- N-methylanthranilat; SchifFsche Basen von Methylanthranilat mit 7- Hydroxy-3,7-dimethyloctanal, 2-Methyl-3-(4-tert.-butylphenyl)propanal oder 2,4-Dimethyl-3-cyclohexencarbaldehyd; 6-lsopropylchinolin; 6-lso- butylchinolin; 6-sec-Butylchinolin; Indol; Skatol; 2-Methoxy-3-isopropyl- pyrazin; 2-lsobutyl-3-methoxypyrazin;
der Phenole, Phenylether und Phenylester wie z.B. Estragol; Anethol; Eugenol; Eugenylmethyiether; Isoeugenol; Isoeugenylmethylether; Thy- mol; Carvacrol; Diphenylether; beta-Naphthylmethylether; beta- Naphthylethylether; beta-Naphthylisobutylether; 1 ,4-Dimethoxybenzol; Eugenylacetat; 2-Methoxy-4-methylphenol; 2-Ethoxy-5-(1 - propenyl)phenol; p-Kresylphenylacetat;
der heterocyclischen Verbindungen wie z.B. 2,5-Dimethyl-4-hydroxy-2H- furan-3-on; 2-Ethyl-4-hydroxy-5-methyl-2H-furaπ-3-on; 3-Hydroxy-2- methyl-4H-pyran-4-on; 2-Ethyl-3-hydroxy-4H-pyran-4-on;
der Lactone wie z.B. 1,4-Octanolid; 3-Methyl-1 ,4-octanolid; 1,4- Nonanolid; 1,4-Decanolid; 8-Decen-1,4-olid; 1,4-Undecanolid; 1,4- Dodecanolid; 1,5-Decanolid; 1,5-Dodecanolid; 1,15-PentadecanoIid; cis- und trans-11-Pentadecen-1,15-olid; eis- und trans-12-Pentadecen-1 ,15- olid; 1 ,16-Hexadecanolid; 9-Hexadecen-1,16-olid; 10-Oxa-1 ,16- hexadecanolid; 11-Oxa-1,16-hexadecanolid; 12-Oxa-1,16-hexadeca- nolid; Ethylen-1 ,12-dodecandioat; Ethylen-1 ,13-tridecandioat; Cumarin; 2,3-Dihydrocumarin; Octahydrocumarin.
Parfümöle, welche die erfindungsgemäßen Verbindungen der oben genannten Formeln enthalten, können in flüssiger Form, unverdünnt oder mit einem Lösungmittel verdünnt für Parfümierungen eingesetzt werden. Geeignete Lösungsmittel hierfür sind z.B. Ethanol, Isopropanol, Diethy- lenglycolmonoethylether, Glycerin, Propylenglycol, 1,2-Butylenglycol, Dipropylenglycol, Diethylphthalat, Triethylcitrat, Isopropylmyristat usw.
Parfümöle, welche die erfindungsgemäßen Verbindungen enthalten, können an einem Trägerstoff absorbiert sein, der sowohl für eine feine Verteilung der Riechstoffe im Produkt als auch für eine kontrollierte Frei- setzung bei der Anwendung sorgt. Derartige Träger können poröse anorganische Materialien wie Leichtsulfat, Kieselgele, Zeolithe, Gipse, Tone, Tongranulate, Gasbeton usw. oder organische Materialien wie Hölzer und Cellulose-basierende Stoffe sein.
Parfümöle, welche die erfindungsgemäßen Verbindungen enthalten, können auch mikroverkapselt, sprühgetrocknet, als Einschluss- Komplexe oder als Extrusions-Produkte vorliegen und in dieser Form dem zu parfümierenden Produkt hinzugefügt werden.
Gegebenenfalls können die Eigenschaften der derart modifizierten Parfümöle durch sog. „Coaten" mit geeigneten Materialien im Hinblick auf eine gezieltere Duftfreisetzung weiter optimiert werden, wozu vorzugsweise wachsartige Kunststoffe wie z.B. Polyvinylalkohol verwendet werden.
Die Mikroverkapselung der Parfümöle kann beispielsweise durch das sogenannte Koazervationsverfahren mit Hilfe von Kapselmaterialien z.B. aus Polyurethan-artigen Stoffen oder Weichgelatine, erfolgen. Die sprühgetrockneten Parfümöle können beispielsweise durch Sprühtrocknung einer das Parfümöl enthaltenden Emulsion, bzw. Dispersion hergestellt werden, wobei als Trägerstoffe modifizierte Stärken, Proteine, Dextrin und pflanzliche Gummen verwendet werden können. Einschluss-
Komplexe können z.B. durch Eintragen von Dispersionen von dem Par- fümöl und Cyclodextrinen oder Harnstoffderivaten in ein geeignetes Lösungsmittel, z.B. Wasser, hergestellt werden. Extrusions-Produkte können durch Verschmelzen der Parfümöle mit einem geeigneten wachsar- tigen Stoff und durch Extrusion mit nachfolgender Erstarrung, ggf. in einem geeigneten Lösungsmittel, z.B. Isopropanol, erfolgen.
In Parfümkompositionen beträgt die eingesetzte Menge der erfindungsgemäßen Verbindungen vorzugsweise 0,05 bis 50 Gew.-%, vor- zugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Parfümöl.
Parfümöle, die die erfindungsgemäßen Verbindungen enthalten, können in konzentrierter Form, in Lösungen oder in oben beschriebener modifizierter Form verwendet werden für die Herstellung von z.B. Parfüm- Extraits, Eau de Parf ms, Eau de Toilettes, Rasierwässer, Eau de Co- lognes, Pre-shave-Produkte, Splash-Colognes und parfümierten Erfrischungstüchern sowie die Parfümierung von sauren, alkalischen und neutralen Reinigungsmitteln, wie z.B. Fußbodenreinigern, Fensterglasreinigern, Geschirrspülmittel, Bad- und Sanitärreinigern, Scheuermilch, festen und flüssigen WC-Reinigern, pulver- und schaumförmigen Tep- pichreinigern, flüssigen Waschmitteln, pulverförmigen Waschmitteln, Wäschevorbehandlungsmitteln wie Bleichmittel, Einweichmittel und Fleckenentfernern, Wäscheweichspülem, Waschseifen, Waschtabletten, Desinfektionsmitteln, Oberflächendesinfektionsmitteln sowie von Luftverbesserem in flüssiger, gelartiger oder auf einem festen Träger aufge- brachter Form, Aerosolsprays, Wachsen und Polituren wie Möbelpolituren, Fußbodenwachsen, Schuhcremes sowie Körperpflegemitteln wie z.B. festen und flüssigen Seifen, Duschgelen, Shampoos, Rasierseifen, Rasierschäumen, Badeölen, kosmetischen Emulsionen vom Öl-inWasser-, vom Wasser-in-ÖI- und vom Wasser-in-ÖI-in-Wasser-Typ wie z.B. Hautcremes- und -lotionen, Gesichtscremes und -lotionen, Son- nenschutzcremes-und -lotionen, After-sun-cremes und -lotionen, Handcremes und -lotionen, Fußcremes und -lotionen, Enthaarungscremes
und -lotionen, After-shave-Cremes und -lotionen, Bräunungscremes und -lotionen, Haarpflegeprodukten wie z.B. Haarsprays, Haargelen, festigen Haarlotionen, Haarspülungen, permanenten und semipermanenten Haarfärbemitteln, Haarverformungsmitteln wie kaltwellen und Haarglattungsmitteln, Haarwässern, Haarcremes und -lotionen, Deodo- rantien und Antiperspirantien wie z.B. Achselsprays, Roll-ons, Deosticks, Deocremes, Produkten der dekorativen Kosmetik wie z.B. Lidschatten, Nagellacke, Make-ups, Lippenstifte, Mascara sowie von Kerzen, Lam- penölen, Räucherstäbchen, Insektiziden, Repellentien und Treibstoffen.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Verbindung, mit folgenden Schritten:
Bereitstellen eines Alkohols der Formel (XVI) oder (XXII)
(XVI) (XXII)
Veresterung des Alkohols zu der erfindungsgemäßen Verbindung.
Verfahren zur Herstellung erfindungsgemäßer Mischungen umfassen entsprechende Schritte und gehen vorzugsweise von Alkoholmischun- gen aus; vgl. hierzu insbesondere die nachfolgenden Synthesewege gemäß Schema 2.
Die Herstellung erlϊndungsgemäßer alicyclischer Ester der Formel II, worin
R1 die oben genannte Bedeutung hat und die gestrichelte Linie eine Einfachbindung ist,
gelingt insbesondere nach dem Syntheseweg in Schema 1.
Schema 1
In dem Syntheseweg nach Schema 1 wird 2-Methylacetophenon (VIII) nach dem Fachmann wohlvertrauten Methoden, durch Hydrierung z.B. an Ru/C, in 1-(2-Methyl-cyclohexyl)-ethanol (IX) überführt. Im 2. Schritt wird Isobutylenoxid (X) nucleophil mit 1 -(2-Methyl-cyclohexyl)-ethanol (IX) geöffnet. Diese Umsetzung kann beispielsweise unter Zugabe von 0,02 Mol-% bis 20 Mol-%, bevorzugt 0,5 Mol-% bis 10 Mol-%, einer Lewissäure erfolgen, bevorzugte Lewissäuren enthalten ein Bor-Atom, insbesondere bevorzugt ist BF3»OEt2. Der resultierende Alkohol (XI) (= Alkohol der Verbindung XXII, in der die gestrichelte Linie eine Einfachbindung ist) wird nach dem Fachmann wohlvertrauten Methoden ve- restert. Hierbei kann die Veresterung durch Erhitzen des Alkohols (XI)
und der entsprechenden Carbonsäure am Wasserabscheider in Gegenwart eines Schleppmittels (z.B. Toluol oder Cyclohexan) unter Zugabe von 0,01 Mol-% bis 10 Mol-%, bevorzugt 0,1 Mol-% bis 5 Mol-% einer Säure, bevorzugt p-Toluolsulfoπsäure oder Schwefelsäure erfolgen oder durch Umsetzung des Alkohols (XI) mit dem entsprechenden Carbonsäureanhydrid in Gegenwart von Triethylamin und 0,5 Mol-% bis 50 Mol- %, bevorzugt 1,0 Mol-% bis 30 Mol-%, 4-Dimethylaminopyridin.
Die Herstellung einer Mischung erfindungsgemäßer alicyclischer Ester der Formeln l und II, worin R1 und die gestrichelte Linie die oben ge- nannte Bedeutung haben,
gelingt insbesondere nach dem Syntheseweg in Schema 2.
Schema 2
lm 1. Schritt von dem in Schema 2 gezeigten Syntheseweg wird eine Diels-Alder Reaktion von 1 ,3-Pentadien und Methylvinylketon, in Gegenwart katalytischer Mengen einer Lewissäure, nach dem Fachmann wohlvertrauten Methoden durchgeführt. Das sich bildende Isomerenge- misch der beiden ungesättigten Ketone (XII)/(XIII) wird nachfolgend einerseits zu den ungesättigten Alkoholen (XIV)/(XV) reduziert und andererseits durch Hydrierung in die gesättigten Alkohole (XVIII)/(XIX) überführt. Die Reduktion mit Natriumborhydrid, wie auch die Hydrierung können nach dem Fachmann wohlvertrauten Methoden durchgeführt wer- den. Die weitere Umsetzung der Alkohole (XIV)/(XV) und (XVIII)/(XIX) erfolgt analog der für Schema 1 dargestellten Umsetzung mit Isobutyle- noxid und anschließender Veresterung.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung:
Beispiel 1
Hersteilung von Propionsäure-2-methyl-2-[1 -(2-methyl-cyclohexyl)- ethoxyj-propylester (Verbindung der Formel VII mit R1 = Ethyl)
1-(2-Methyl-cyclohexyI)-ethanol 2-Methylacetophenon (111.0 g, 0.83 mol) wird bei 75°C und 18 bar Wasserstoffdruck über 2.60 g Ruthenium 5% auf Aktivkohle hydriert. Nach beendeter Hydrierung wird über Celite abgesaugt, mit Essigester nachgespült und einrotiert. Man erhält 107.3 g 1-(2-Methyl-cycIohexyl)-ethanol als farblose Flüssigkeit, welches direkt ohne weitere Reinigung in die nächste Reaktion eingesetzt werden kann.
1H-NMR (400 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 0.91 (d, J = 7.2 Hz, 3H), 1.15-1.42 (m, 9H), 1.18 (d, J = 6.2 Hz, 3H), 2.17-2.27 (m, 1 H), 3.45-3.58 (m, 1H). 13C-NMR (100 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 12.4, 20.2, 21 .9, 23.3, 26.5, 27.7, 33.4, 48.3, 69.4.
2-Methyl-2~[1-(2-methyI-cycIohexyl)-ethoxy]-propan-1-ol: Zu einer Lö- sung von 1-(2-Methyl-cyclohexyl)-ethanol (71.2 g, 0.50 mol) und BF3«OEt2 (1.7 ml) gibt man innerhalb von 30 Minuten Isobutylenoxid (3.2 g, 45.0 mmol) hinzu. Jetzt lässt man 20 Stunden bei Raumtemperatur rühren. Nach beendeter Nachrührzeit stellt man mit 1 NaOH den pH = 11 ein, und destilliert überschüssiges 1-(2-Methyl-cyclohexyl)-ethanol ab. Der Rückstand wird in Wasser (50 ml) aufgenommen und dreimal mit Ether (150 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden getrocknet, abfiltriert und einrotiert. Man erhält 8.3 g rohes 2-Methyl- 2-[1-(2-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]-propan-1-ol mit einem GC-Gehalt von 76 %, welches ohne weitere Reinigung in die nächsten Reaktionen ein- gesetzt werden kann.
Propionsäure-2-methyl-2-[1-(2-methyl-cyclohexyl)~ethoxy]-propylester. Zu einer Lösung aus 2-Methyl-2-[1-(2-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]-
propan-1-ol (GC-Reinheit: 76 %; Rohprodukt aus der zweiten Stufe) (2.80 g, 10.0 mmol) und Propionsäureanhydrid (2.61 g, 20.0 mmol) gibt man nacheinander Triethylamin (1,6 g, 15 mmol) und 4- Dimethylaminopyridin (0,13 g, 1,0 mmol). Nach einer Stunde rühren bei Raumtemperatur verdünnt man die Reaktionslösung mit Ether (100 ml) und wäscht die organische Phase je zweimal mit 2 M HCI und gesättigter NaHCO3-Lösung. Die vereinigten organischen Phasen werden über Na2SO4 getrocknet, abfiltriert und am Rotationsverdampfer von Lösungsmittel befreit. Nach Flashchromatographie (Cyclohexan/EtOAc = 45:1, Rf = 0,25) und Kugelrohrdestillation (KRD: 145°C, 0,69 mbar) erhält man 2.29 g (85 %) Propionsäure-2-methyl-2-[1-(2-methyl- cyclohexyl)-ethoxy]-propylester als farbloses Öl.
Geruch: moschus, natürlich, an Muscon erinnernd. 1H-NMR (400 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 0.87 (d, J = 7.1 Hz, 3H), 0.95-1.05 (m, 1 H), 1.09 (d, J = 6.1 Hz, 3H), 1.16 (t, J = 7.6 Hz, 3H), 1.19 (s, 6H), 1.25-1.57 (m, 6H), 1.67-1.75 (m, 1 H), 1.84-1.96 (m, 1 H), 2.14-2.22 (m, 1H), 2.36 (q, J = 7.6 Hz, 2H), 3.48 (d,q, J = 7.0, 6.1 Hz, 1 H), 3.96 (s, 2H). 13C-NMR (100 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 9.1 , 12.9, 20.4, 21.1, 23.7, 23.9, 24.5, 26.6, 27.7, 28.7, 34.0, 47.4, 70.4, 70.9, 73.6, 174.3.
Die nachfolgende Verbindung aus Beispiel 2 wurde analog der unter Beispiel 1 beschriebenen Vorschriften hergestellt, mit der Änderung, dass die Veresterung mit Cyclopropancarbonsaure durchgeführt wurde. Somit sind an dieser Stelle nur die spektroskopischen Daten aufgeführt:
Beispiel 2
Herstellung von Cyclopropaπcarbonsäure-2-methyl-2-[1-(2-methyl- cyclohexyl)-ethoxy]-propylester (Verbindung der Formel VII mit R1 = Cyclopropyl)
Geruch: moschus, ambriert, erinnert an Muscon. KRD: 175°C, 0,12 mbar.
1H-NMR (400 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 0.84-0.89 (m, 2H), 0.88 (d, J = 7.2 HZ, 3H), 0.94-1.04 (m, 3H), 1.09 (d, J = 6.0 Hz, 3H), 1.16-1.24 (m, 2H), 1.21 (s, 6H), 1.34-1.42 (m, 4H), 1.60-1.68 (m, 1H), 1.68-1.75 (m, 1H), 1.84-1.96 (m, 1 H), 2.15-2.22 (m, 1 H), 3.49 (dq, J = 7.0, 6.1 Hz, 1 H), 3.94 (d, J = 11.0 Hz, 2H).
13C-NMR (100 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 8.3 (2C), 12.9, 13.0, 20.3, 21.1, 22.9, 23.8, 24.6, 27.0, 28.0, 33.9, 47.9, 70.3, 70.9, 73.7, 174.7.
Beispiel 3
Herstellung von Propionsäure-2-methyl-2-[1 -(2-methyl-cyclohexyl)- ethoxyj-propylester/ Propionsäure-2-methyl-2-[1 -(3-methyl- cyclohexyl)-ethoxy]-propylester (Verbindung der Formel Vll/Vl mit R1 = Ethyl)
1-(2-Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanon/1-(5-Methyl-cyclohex-3-enyl)- ethanon (Xlll/Xll): Man legt Methylvinylketon (436.1 g, 6.20 mol) und Aluminiumchlorid (8.2 g, 0.06 mol) vor und erhitzt diese Mischung unter starkem Rühren auf 60°C, anschließend gibt man das 1 ,3-Pentadien (GC-Gehalt 80%, 136.8 g, 1.61 mol) bei 60°C hinzu. Jetzt lässt man 24 h bei 60°C nachrühren. Nach beendeter Nachrührzeit destilliert man das überschüssige Methylvinylketon ab, versetzt die überbleibende Lösung mit Eiswasser (250 ml) und extrahiert dreimal mit Ether (300 ml). Die vereinigten organischen Phasen werden getrocknet, abfiltriert und einrotiert. Nach fraktionierter Destillation erhält man 172.4 g eines Regioiso- merengemisch von 1 -(2-Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanon/1 -(5-Methyl- cyclohex-3-enyl)-ethanon.
Regioisomerenverhältnis Xlll/Xll ~ 7:1 (laut 1H-NMR)
Die spektroskopischen Daten entsprechen den Literaturdaten (Hersh,
W.H. et al, J. Am. Chem. Soc, 111, 6070-6081, 1989).
1-(2-Methyl-cyclohexyl)-ethanol/1-(3-Methyl-cyclohexyl)-ethanol (XIX/XVIII): 1 -(2-Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanon/1 -(5-Methyl-cyclohex- 3-enyl)-ethanon -7:1 (85.0 g, 0.61 mol) wird bei 80°C und 10 bar Was- serstoffdruck über 2.00 g Raney-Nickel hydriert. Nach beendeter Hydrierung wird über Celite abgesaugt, mit Essigester nachgespült und einrotiert. Man erhält 82.3 g 1-(2-Methyl-cyclohexyl)-ethanol/1-(3-Methyl- cy ohexyl)-ethanol ~7:1 als farblose Flüssigkeit, welches direkt ohne weitere Reinigung in die nächste Reaktion eingesetzt werden kann. Die spektroskopischen Daten des Regioisomerengemisches 1-(2- Methyl-cyclohexyl)-ethanol/1-(3-Methyl-cyclohexyl)-ethanol -7:1 entsprechen denen der reinen Einzelverbindungen und werden somit nicht aufgeführt.
Die nachfolgende Umsetzung mit Isobutylenoxid, sowie die Veresterung mit Propionsäureanhydrid werden analog der Vorschriften aus Beispiel 1 durchgeführt. Die spektroskopischen Daten des Regioisomerengemisches Propionsäure-2-methyl-2-[1 -(2-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]- propylester/ Propionsäure-2-methyl-2-[1-(3-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]- propylester entsprechen denen der reinen Einzelverbindungen und werden somit nicht aufgeführt.
Propionsäure-2-methyl-2-[1-(2-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]-propylester/ Propionsäure-2-methyl-2-[1-(3-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]-propylester (Vll/Vl mit R1 = Ethyl):
Regioisomerenverhältnis Vll/Vl mit R1 = Ethyl - 7:1 (laut 1H-NMR) Geruch: moschus, sehr natürlich, an Muscon erinnernd, mit blumigen Aspekten
Die nachfolgenden Verbindungen des Beispiels 4 wurden analog der unter Beispiel 3 beschriebenen Vorschriften hergestellt, mit der Ände-
rung, dass die Veresterung mit Cyclopropancarbonsaure durchgeführt wurde. Die spektroskopischen Daten der Regioisomerengemische entsprechen denen der reinen Einzelverbindungen, und werden somit nicht aufgeführt:
Beispiel 4:
Herstellung von Cyclopropancarbonsäure-2-methyl-2-[1-(2-methyl- cyclohexyl)-ethoxy]-propylester/Cyclopropancarbonsäure-2- methyl-2-[1 -(3-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]-propylester (Verbindung der Formel Vll/Vl mit R = Cyclopropyl)
Regioisomerenverhältnis Vll/Vl mit R = Cyclopropyl - 7:1 (laut 1H-NMR) Geruch: moschus, ambriert, erinnert an Muscon, etwas blumig.
Beispiel 5
Herstellung von Propionsäure-2-methyl-2-[1 -(2-methyl-cyclohex-3- enyl)-ethoxy]-propylester/ Propionsäure-2-methyl-2-[1-(5-methyl- cyclohex-3-enyl)-ethoxy]-propylester (Verbindung der Formel ll/l mit R1 = Ethyl):
1-(2-Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanol/1-(5-Methyl-cyclohex-3-enyl)- ethanol (XV/XIV): Man legt 1-(2-Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanon/1-(5- Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanon -7:1 (40.0 g, 0.29 mol) in Ethanol (150 ml) vor, kühlt auf 0°C ab und fügt portionsweise Natriumborhydrid (5.50 g, 0.15 mol) hinzu. Anschließend lässt man noch 1 Stunde bei Raumtemperatur rühren, neutralisiert jetzt die Reaktionslösung mit 2 M HCI, entfernt Ethanol am Rotationsverdampfer und nimmt den Rückstand in ges. NaCI-Lösung (100 ml) auf. Nachfolgend extrahiert man die wässri- ge Phase dreimal mit Ether (150 ml), die vereinigten organischen Phasen werden getrocknet, abfiltriert und einrotiert. Man erhält 37.6 g 1-(2- Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanol/1-(5-Methyl-cyclohex-3-enyl)-ethanol
als farbloses Öl, welches ohne weitere Reinigung in die nächste Reaktion eingesetzt werden kann.
Regioisomerenverhältnis XV/XIV ~ 7:1 (laut H-NMR) Angabe des XV Isomeren:
1H-NMR (400 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 1.03 (d, J = 7.0 Hz, 3H), 1.23 (d, J
= 6.4 Hz, 3H), 1.28-1.38 (m, 1H), 1.42-1.54 (m, 1H), 1.70-2.26 (m, 4H),
3.96-4.07 (m, 1H), 5.58-5.72 (m, 2H).
13C-NMR (100 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 20.1, 20.5, 21.3, 26.9, 31.8, 47.1, 67.5, 126.0, 133.4.
Die nachfolgende Umsetzung mit Isobutylenoxid, sowie die Veresterung mit Propionsäureanhydrid werden analog der Vorschriften aus Beispiel 1 durchgeführt.
Propionsäure-2-methyl-2-[1 -(2-methyl-cyclohex-3-enyl)-ethoxy]- propylester/ Propionsäure-2-methyl-2-[1-(5-methyl-cyclohex-3-enyl)- ethoxy]-propylester (ll/l mit R1 = Ethyl):
Regioisomerenverhältnis ll/l mit R1 = Ethyl - 7:1 (laut 1H-NMR) Geruch: moschus, ambriert, etwas fettig. Angabe des II Isomeren:
1H-NMR (400 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 0.91 (d, J = 6.9 Hz, 3H), 1.03 (d, J = 6.1 Hz, 3H), 1.16 (t, J = 7.6 Hz, 3H), 1.19 (s, 6H), 1.30-2.10 (m, 6H), 2.36 (q, J = 7.6 Hz, 2H), 3.63 (quin, J = 6.1 Hz, 1H), 3.94 (s, 2H), 5.60- 5.69 (m, 2H).
13C-NMR (100 MHz, CDCI3): δ (ppm) = 9.1, 17.6, 19.9, 20.8, 23.7, 23.8, 24.8, 27.6, 32.1 , 44.7, 70.1, 70.2, 74.1 , 125.1, 134.1, 174.2.
Beispiel 6:
Das vorliegende Parfümöl kann zur Parfümierung diverser kosmetischer Produkte verwendet werden.
Zusammensetzung :
BA = Benzylalkohol; IPM = Isopropylmyristat; DEP = Diethylphtalat
Der Zusatz von
a) 355 Gewichtsteilen Propionsäure-2-methyl-2-[1-(2-methyl- cyclohexyl)-ethoxy]-propylester/Propionsäure-2-methyI-2-[1-(3- methyl-cyclohexyl)-ethoxy]-propylester (Verbindung der Formel Vll/Vl mit R1 = Ethyl -7:1 ; Summe 1000 Gewichtsteile) führt zu
einer deutlich wahrnehmbaren Harmonisierung der blumigen Herznote. Darüber hinaus verleiht die natürliche Moschusnote der vorliegenden Komposition eine hervorragende Strahlung und gesteigerte Haftung. Hierbei setzt sich besonders der wertvolle Charakter von Propionsäure-2-methyl-2-[1-(2-methyl-cyclohexyl)- ethoxy]-propylester/Propionsäure-2-methyl-2-[1-(3-methyl- cyclohexyl)-ethoxy]-propyIester (Vll/Vl mit R1 = Ethyl -7:1) im Vergleich zu Kompositionen mit konventionellen Moschusriechstoffen durch. 355 Gewichtsteilen Cyclopropancarbonsäure-2-methyl-2-[1-
(2-methyl-cyclohexyl)-ethoxy]- propylester/Cyclopropancarbonsäure-2-methyl-2-[1-(3-methyl- cyclohexyl)-ethoxy]-propy!ester (Verbindung der Formel Vll/Vl mit R = Cyclopropyl -7:1 ; Summe 1000 Gewichtsteile) verleiht der
Komposition eine unvergleichliche Moschusnote, die mit existierenden Moschusriechstoffen nicht erreicht wird. Weiterhin gewinnt die gesamte Komposition an Fülle und erscheint wertvoller.