Schalungssystem
Die Erfindung betrifft ein Schalungssystem für Betonbauten mit einer Mehrzahl von einander angrenzend montierbaren, eine Schalungsfläche bildenden Schalungselementen, welche in ihren aneinander angrenzenden Bereichen lösbar miteinander verbindbar sind.
Derartige Schalungssysteme sind aus dem Stand der Technik in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Sie werden auf Baustellen unterschiedlichster Größen eingesetzt, um bei der Erstellung von Stahlbeton- Rohbauten durch Schalungsflächen begrenzte Volumina zu definieren, die anschließend mit flüssigem Beton ausgefüllt werden. Nach dem Erstarren des Betons werden die Schalungselemente dann wieder entfernt, woraufhin sie in der Regel für den Aufbau weiterer Schalungen wiederverwendbar sind.
Auf die genante Art und Weise lassen sich beispielsweise Wände, Säulen, Fundamente, Schächte und dergleichen aus Beton und Stahlbeton erzeugen.
Die Verbindung einzelner Schalungselemente zur Bildung jeweils gewünschter Schalungsflächen erfolgt gemäß Stand der Technik in der Regel durch separate, beispielsweise klammerartige Verbindungselemente, die vom Monteur im Bereich aneinander angrenzender Längsseiten zweier zu verbindender Schalungselemente angebracht werden müssen, wobei hierfür üblicherweise die Verwendung eines Werkzeugs zwingend erforderlich ist.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Schalungssystem der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass sich das Verbinden aneinander angrenzender Schalungselemente mit möglichst geringem Aufwand bewerkstelligen lässt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest ein Schalungselement an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten mit zumindest einem Halcenelement versehen ist, welches mit jeweils einem angrenzenden Schalu gselement verhakbar ist.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung von Schalungselementen wird erreicht, dass aneinander angrenzende Schalungselemente durch ein einfaches, wechselseitiges Verhaken, insbesondere ohne die Zuhilfenahme von Werkzeugen, miteinander verbunden werden können. Auf diese Art und Weise lässt sich cier Verbindungsvorgang gegenüber bisher bekannten Schalungssystemen deutlich beschleunigen, was bei der Erstellung von Rohbauten zu einer erheblichen Kostenreduzierung führt, da der Lohnkostenanteil für das Herstellen von Schalungen einen wesentlichen Teil, manchmal bis zu 50 % der gesamten Rohbaukosten einnimmt. Die- ser Lohnkostenanteil lässt sich durch eine Verkürzung der für das Herstellen von Verbindungen zwischen Schalungselementen erforderlichen Arbeitszeit erheblich verringern.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die Verbindung zwischen zwei aneinan- der angrenzenden Sctialungselementen ausschließlich mittels einer Hakverbindung ohne zusätzliche Verbindungselemente herstellbar ist. Dies verringert zum einen die Produktionskosten der Schalung, da auf die Herstellung separater Verbindungselemente ersatzlos verzichtet werden kann. Zum anderen ergibt sich eine zusätzliche Reduzierung der Lohnkosten, da für das Anbringen und Entfernen separater Verbindungselemente beim
Aufstellen und Abbauen der Schalung keine Arbeitszeit aufgewendet werden muss. Zudem werden natürlich auch Lager- und Transportkosten gegenüber solchen Schalungssystemen verringert, die mit separaten Verbindungselementen arbeiten.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn sich die Hakenelemente über zumindest im Wesentlichen die gesamten Längsseiten des Schalungselements erstrecken. Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass zwei miteinander verbundene Schallingselemente in ihrer Relativposition zueinander ent- lang eines Großteils oder entlang der gesamten Länge ihrer Längsseiten unveränderlich zueinander fixiert sind. Dies bedingt, dass sich die beiden Schalungselemente beim Einbringen und Erstarren des Betons relativ zueinander nicht bewegen können.
Ein ähnlicher Effekt kann alternativ dadurch erzielt werden, dass entlang der Längsseiten der Schalungselemente jeweils eine Mehrzahl von Hakenelementen vorgesehen werden, welche insbesondere äquidistant voneinander beabstandet sind. Wenn ausreichend viele Hakenelemente entlang der Längsseiten der Schalungselemente vorgesehen werden, kann eben- falls eine gute Fixierung miteinander gekoppelter Schalungselemente relativ zueinander erreicht werden.
Mit beiden vorstellend erläuterten Alternativen ist es möglich, auf der Innenseite der Schalung im Bereich der Schalungsfläche einen bündigen Übergang zwischen zwei miteinander verhakten Schalungselementen zu realisieren. Dies ermöglicht letztlich die Herstellung einer weitestgehend stufen- und nutfreien Betonwandfläche, welche beispielsweise ohne weitere Vorbehandlung direkt tapeziert werden kann. Bisher übliche Spachtelvorgänge können in diesem Fall somit entfallen. Der erwähnte Vorteil ei- ner weitestgehend stufen- und nutfreien, glatten Betonwandfläche lässt
sich insbesondere dann erreichen, wenn die Hakverbindung zwischen zwei miteinander gekoppelten Sclnalungselementen derart ausgelegt wird, dass sie zur Übertragung von Kraftkomponenten zwischen den miteinander verhakten Schalungselementen geeignet ist, welche parallel und senkrecht zur Schalungsfläche wirken. In diesem Fall können insbesondere durch die eingebrachte Betonmasse bewirkte Zug- und Druckkräfte nicht zu Relativbewegungen zwischen zwei miteinander gekoppelten Schalungselementen führen.
Um umlaufende Schalungen erzeugen zu können, ist es nötig, erfindungsgemäß auch Schalungselemente vorzusehen, die als spezielle Eckelemente ausgebildet werden. Hierbei handelt es sich entweder um einstückig ausgebildete Eckelemente, deren beiden Längsseiten erfindungsgemäß mit Hakenelementen zur Kopplung mit angrenzenden Schalungselementen versehen werden, oder um zwei- oder dreiteilige Eckelemente, deren Einzelteile ebenfalls erfindungsgemäß miteinander verhakbar sind. In letztgenanntem Fall schließen zwei direkt oder über ein Zwischenteil miteinander verhakte Schalungselemente im Bereich der Schalungsfläche einen Winkel ungleich 180°, insbesondere einen Winkel von 90° oder 270°, mit- einander ein.
Die erfindungsgemäßen Hakenelemente können an gegenüberliegenden Längsseiten der Schalungselemente angeformt oder angebracht sein und insbesondere durch Profile gebildet werden, welche die Schalungselemente an ihren Längsseiten abschließen. Dies bedingt auf vorteilhafte Weise, dass die Hakenelemente gemeinsam mit den Schalungselementen jeweils als Ganzes handhabbare Einheiten bilden, so dass der Monteur nicht durch die Herstellung der Verbindung zwischen Schalungselementen und Hakenelementen belastet wird, da diese Verbindung bereits werksseitig vor dem Transport auf die Baustelle vorgenommen werden kann. Wenn
die Hakenelemente durch mit dem eigentlichen Schalungselement gekoppelte Profile gebildet sind, wird eine besonders kostengünstige Herstellung der Hakenelemente, beispielsweise mittels eines Strangpress- oder Walzverfahrens möglich. Die Kopplung derartiger Hakenelemente mit den ei- gentlichen Schalungselementen kann auf beliebige Arten, beispielsweise mittels Schweißen, Schrauben oder Nieten hergestellt werden. Insbesondere ist es auch möglich, die eigentlichen Schalungselemente gemeinsam mit den angeformten Hakenelementen in einem gemeinsamen Fertigungs- prozess, beispielsweise wiederum mit einem Strangpress- oder Walzver- fahren, zu erzeugen.
Eine besonders gute Verbindung zwischen aneinander angrenzenden Schalungselementen lässt sich erreichen, wenn die einander gegenüberliegenden Hakenelemente eines Schalungselements komplementär zuein- ander ausgebildet sind. Da in diesem Fall immer komplementär zueinander ausgebildete Hakenelemente ineinander eingreifen, ergibt sich zumindest bereichsweise eine flächige Hakverbindung zwischen miteinander gekoppelten Hakenelementen, welche natürlich stabiler ist, als eine Hakverbindung, welche beispielsweise lediglich mit einer Punkt- oder Linienbe- rührung arbeitet.
Besonders bevorzugt ist es, wenn jedes Hakenelement zwei Hinterschnei- dungen aufweist. Dabei können die beiden Hinterschneidungen eines Hakenelements einander zugewandt sein, während die Hinterschneidungen eines komplementär hierzu ausgebildeten Hakenelements voneinander abgewandt sind.
Durch eine doppelte Verhakung aneinander angrenzender Haken- bzw. Schalungselemente mittels zweier Hinterschneidungen pro Hakenelement lassen sich folgende Wirkungen bzw. Effekte erzielen:
Es kann eine erste Verhakung in dem der Schalungsfläche zugewandten Bereich und eine zweite Verhakung in dem der Schalungsfläche abgewandten Bereich der Schalungselemente erzeugt werden, so dass sich eine besonders zugfeste Verbindung zwischen den mit- einander gekoppelten Schalungselementen ergibt. Die durch die
Hakverbindungen aufgenommenen Zugkräfte verlaufen dabei senkrecht zu den Längsseiten der Schalungselemente parallel zur Scha- lungsfläche. Es wird somit u.a. sichergestellt, dass die Schalungselemente insbesondere im Bereich der Schalungsfläche zugfest mit- einander gekoppelt sind, so dass sich zwischen aneinander angrenzenden Schalungselementen keine Fuge bzw. kein Spalt ergeben kann.
Die Hakverbindung zwischen zwei Schalungselementen kann hergestellt werden, indem zuerst zwei miteinander zusammenwirkende Hakenelemente miteinander in Eingriff gebracht werden, woraufhin dann durch eine reine Schwenkbewegung eines der beiden Schalungselemente die beiden anderen, miteinander zusammenwirkenden Hakenelemente miteinander in Eingriff gebracht werden können. Die Schwenkbewegung erfolgt dabei derart, dass die Scha- lungsflächen der beiden miteinander zu verbindenden Schalungselemente zu Beginn der Schwenkbewegung einen Winkel größer 180° miteinander einschließen und die Schwenkbewegung solange fortgesetzt wird, bis der genannte Winkel 180° beträgt, so dass sich die beiden Schalungsflächen beider Schalungselemente letztlich in- nerhalb einer Ebene befinden.
Das Lösen zweier miteinander gekoppelter Schalungselemente kann in umgekehrter Reihenfolge zu dem vorstehend erläuterten Verbindungsprinzip erfolgen, d.h. durch eine Schwenkbewegung, nach deren Abschluss die beiden miteinander noch verhakten Hakenele- mente voneinander gelöst werden können.
Die Hakverbindung zwischen zwei aneinander angrenzenden Schalungselementen kann durch die vorstehend erläuterten Bewegungen wahlweise des einen oder des anderen Schalungselements hergestellt und/ oder gelöst werden, da für das Herstellen oder Lösen der Verbindung ausschließlich die Relativbewegung zwischen den beiden betroffenen Schalungselementen relevant ist. Auf diese Weise kann unterschiedlichen räumlicrien Gegebenheiten bei der Montage bzw. Demontage des Schalungssystems Rechnung getragen werden.
Vorteilhaft ist es ferner, wenn zwei aneinander angrenzende Schalungselemente in ihrer fertig montierten Position unter Vorspannung miteinander verhakt sind, wobei die Vorspannung insbesondere durch ein im Bereich der Hakverbindung vorgesehenes elastisches Dichtelement bewirkbar ist. Durch eine Verhakung unter Vorspannung kann eine besonders dichte Verbindung miteinander gekoppelter Schalungselemente erreicht werden, die ein Eindringen von flüssigem Beton in einen eventuellen Zwischenraum zwischen gekoppelten Schalungselementen zuverlässig verhindert.
Besonders sinnvoll ist der Einsatz des erfindungsgemäßen Schalungssystems dann, wenn ein Großteil der eine Schalung bildenden Schalungselemente an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten mit zumindest einem Hakenelement versehen ist, welches mit jeweils einem angrenzenden Schalungselement verhakbar ist. Besonders bevorzugt ist es, wenn mit Ausnahme nur eines oder weniger Nahtelemente alle Schalungselemente einer Schalung beidseitig mit Hakenelementen der beschriebenen Art versehen sind.
So wird es möglich, beispielsweise mit Ausnahme eines einzigen Nahtele- ments alle Schalungselemente einer herzustellenden umlaufenden Scha-
lung auf die erfindungsgemäße Art und Weise miteinander zu verbinden, so dass eine solche umlaufende Schalung besonders einfach, kostengünstig und schnell herstellbar ist.
Das Nahtelement, mittels welchem eine umlaufende Schalungsfläche letztlich geschlossen wird, muss zumindest an einer seiner beiden Längsseiten anders ausgebildet sein, als die erfindungsgemäßen Schalungselemente, welche beidseitig mit Hakenelementen versehen sind. Die anders ausgebildete Längsseite des Nahtelements wird beim Aufstellen der Schalung zuletzt mit der Längsseite eines angrenzenden Schalungselements gekoppelt und beim Abbauen einer Schalung als erstes vom angrenzenden Schalungselement gelöst.
Bevorzugt ist es, wenn eine Längsseite des Nahtelements analog zur ent- sprechenden Längsseite eines erfindungsgemäßen Schalungselements, also mit zumindest einem Hakenelement, ausgebildet ist. Diese Längsseite des Nahtelements kann dann ebenso mit dem angrenzenden Schalungselement gekoppelt werden, wie die erfindungsgemäßen Schalungselemente untereinander. Die andere Längsseite des Nahtelements kann dabei je- doch keine entsprechende Hakenform aufweisen, da es beim Einbringen des letzten Schalungselements einer umlaufenden Schalung nicht möglich ist, durch die vorstehend erläuterte Schwenkbewegung zu beiden Seiten des zuletzt eingebrachten Schalungs- bzw. Nahtelements eine Hakverbindung herzustellen. Dementsprechend muss die andere Seite des Nahtele- ments eine alternative Ausbildung besitzen, welche ein vollständiges Verschwenken des zuletzt in eine umlaufende Schalung eingebrachten Nahtoder Schalungselements in die Ebene der Schalungsfläche ermöglicht. Dabei muss jedoch sichergestellt werden, dass das Nahtelement an beiden Längsseiten bündig an die angrenzenden Schalungselemente anschließt,
um auch hier einen weitestgehend stufenfreien Übergang zwischen den aneinander angrenzenden Elementen sicherzustellen.
Um letztlich eine dauerhafte, aber dennoch lösbare Verbindung zwischen der alternativ ausgebildeten Längsseite des Nahtelements und der angrenzenden Längsseite des zugeordneten Schalungselements zu erreichen, kann die genannte Längsseite des Nahtelements mittels eines oder mehrerer separater Verbindungselemente an die ein Hakenelement aufweisende Längsseite des angrenzenden Schalungselements koppelbar sein. Vorteil- haft ist es, wenn diese Verbindungselemente als Klammern, insbesondere als einstückige Federstahlklammern ausgebildet werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalungssystems können die Schalungselemente mit zumindest einer Führung versehen werden, welche aneinander angrenzende Schalungselemente während des Verbindungs Vorgangs in einer parallel zum Verbindungsbereich verlaufenden Richtung zueinander ausrichten. Ein bei bisher üblichen Schalungssystemen manuelles Ausrichten miteinander zu koppelnder Schalungselemente, welches große Kraftanstrengungen oder den Einsatz von Werkzeugen wie z.B. Winkeleisen erfordert, kann somit erfindungsgemäß unterbleiben. Die genannte Führung kann beispielsweise als Schrägführung ausgebildet werden, welche insbesondere nur an einer Längsseite eines Schalungselements vorhanden ist. Eine solche Schrägführung kann aus zwei voneinander beabstandeten Elementen be- stehen, welche von der Längsseite des Schalungselements abstehen und zur Längsseite hin trichterförmig aufeinander zulaufen. Beim Koppeln von zwei benachbarten Schalungselementen erfolgt dann während der vorstehend beschriebenen Schwenkbewegung automatisch die Ausrichtung der Schalungselemente relativ zueinander, da sich ein Schalungselement in- nerhalb der trichterförmigen Führungen des anderen Schalungselements
in Richtung der Verjüngung des Trichters bewegt, so dass sich die Ausrichtung automatisch und zwangsläufig einstellt.
Wie auch bei herkömmlichen Schalungssystemen können erfindungsge- maß die Innen- und Außenschalung einer Wandschalung mittels so genannter Anker miteinander verbunden und in einem fest vorgegebenen Abstand voneinander, welcher letztlich der zur erzeugenden Wanddicke entspricht, fixiert werden. Zu diesem Zweck können an den miteinander koppelbaren Längsseiten der Schalungselemente Ausnehmungen für der- artige Anker vorgesehen werden, wobei insbesondere zwei aneinander angrenzende, halbkreisförmige Ausnehmungen miteinander gekoppelter Längsseiten ein einzelnes Ankerloch bilden. Diese beiden halbkreisförmigen Ausnehmungen lassen sich insbesondere durch die vorstehend erläuterten Führungen bzw. Schrägführungen zueinander ausrichten, so dass sie letztlich eine kreisrunde Durchbrechung bilden, durch welche ein bol- zenförmiger Anker geschoben werden kann.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert, in diesen zeigen:
Fig. 1 drei Schalungselemente einer möglichen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schalungssystems in einer Querschnittsdarstellung, wobei ein erstes Schalungselement mit einem zweiten Schalungselement verbunden und ein drittes Schalungselement in einer Position dargestellt ist, in welcher es mit dem ersten Schalungselement noch nicht gekoppelt ist,
Fig. 2 eine Darstellung gemäß Fig. 1, wobei das dritte Schalungselement mit dem ersten Schalungselement teilweise verhakt ist,
Fig. 3 eine Darstellung gemäß den Fig. 1 und 2, wobei das erste und dritte Schalungselement vollständig miteinander verhakt sind,
Fig. 4 eine Querschnittsdarstellung eines Bereichs eines erfindungsgemäßen Schalungssystems mit zwei einander gegenüberlie- genden Schalungsflächen,
Fig. 5 eine Querschnittsdarstellung dreier erfindungsgemäß miteinander verbundener Schalungselemente, wobei zwischen zwei Standard-Schalungselementen ein Nahtelement angeordnet ist,
Fig. 6 eine Detailansicht der Darstellung gemäß Fig. 5 mit einem separaten Verbindungselement, welches eine Seite des Nahtelements an ein standardmäßiges Schalungselement ankoppelt,
Fig. 7a eine Draufsicht auf zwei fast vollständig miteinander gekoppelte Schalungselemente mit einer Führung zum wechselseitigen Ausrichten aneinander angrenzender Schalungselemente,
Fig. 7b eine Detailansicht von Fig. 7a, welche den die Führung aufweisenden Bereich zeigt, und
Fig. 8 in Querschnittsdarstellung drei miteinander gekoppelte Schalungselemente, die im Bereich ihrer Schalungsflächen einer- seits einen Winkel von 90° und andererseits einen Winkel von
270° miteinander einschließen, wobei eines dieser Schalungselemente zweiteilig aufgebaut ist.
Die Ansicht gemäß Fig. 1 zeigt im Querschnitt ein erstes Schalungsele- ment 1 , ein zweites Schalungselement 2 sowie ein drittes Schalungselement 3, wobei das erste Schalungselement 1 in erfindungsgemäßer Weise mit an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten 4, 5 mit jeweils einem Hakenelement 6, 7 versehen ist. Das zweite und das dritte Schalungselement 2, 3 sind analog zum ersten Schalungselement 1 ausgebil- det, in Fig. 1 jedoch nur bereichsweise dargestellt. Dementsprechend ist vom zweiten Schalungselement 2 nur die Längsseite 5' mit dem Hakenelement 7' und vom dritten Schalungselement 3 nur die Längsseite 4' mit dem Hakenelement 6' zu sehen.
In der in Fig. 1 dargestellten Position sind das erste und das zweite Schalungselement 1, 2 über ihre Hakenelemente 6, 7' vollständig miteinander gekoppelt, wohingegen sich die Hakenelemente 7, 6' des ersten und dritten Schalungselements 1, 3 noch nicht miteinander in Eingriff befinden.
Die Schalungselemente 1, 2, 3 bestehen jeweils aus einem Grundkörper mit einer letztlich die Schalungsfläche bildenden Innenseite 8 und einer Außenseite 9, wobei die Innenseite 8 sowie die Außenseite 9 jeweils durch ein ebenes, flächiges Element gebildet sind, welches sich senkrecht zur Zeichenebene erstreckt. Innenseite 8 und Außenseite 9 sind jeweils mit schräg dazu verlaufenden Stegen 10 miteinander verbunden, um so dem Grundkörper der Schalungselemente, welcher aus Innenseite 8, Außenseite 9, und Stegen 10 besteht, ausreichend Stabilität zu verleihen. Der Grundkörper 8, 9, 10 der Schalungselemente 1, 2, 3 besteht, ebenso wie die Hakenelemente 6, &, 7 , 7', bevorzugt aus Metall.
An den Grundkörper 8, 9, 10 ist im Bereich der Längsseiten 4, 4' direkt das Hakenelement 6, 6' angeformt, so dass es bevorzugt in einem einzigen Arbeitsgang gemeinsam mit dem Grundkörper 8, 9, 10 hergestellt werden kann. Das andere Hakenelement 6, 6' umfasst ein im Querschnitt im We- sentlichen rechteckiges Basisprofil 11, 11', welches sich senkrecht zu der Innenseite 8 sowie der Außenseite 9 erstreckt, wobei es in der genannten Erstreckungsrichtung Abmessungen aufweist, die ungefähr doppelt so groß sind wie der Abstand der Innenseite 8 von der Außenseite 9. Im an die Innenseite 8 angrenzenden Bereich weist das Basisprofil 11, 11' einen bündigen Übergang zur Innenseite 8 auf, an den sich eine hakenförmige Ausnehmung 12, 12' anschließt. Ferner ist an das Basisprofil 11, 11' ein hakenförmiger Fortsatz 13, 13' angeformt, welcher sich von der Längsseite 4, 4' weg in Richtung des nächsten Schalungselements 2 bzw. 1 erstreckt. Der hakenförmige Fortsatz 13, 13' sowie die hakenförmige Ausnehmung 12, 12' weisen jeweils eine Hinterschneidung auf, welche voneinander abgewandt sind.
Die zu den Hakenelementen 6, 6' komplementär ausgebildeten Hakenelemente 7, 7' sind durch ein Einschubprofil 14, 14' gebildet, welches in den Zwischenraum zwischen der Innenseite 8 und der Außenseite 9 der Schalungselemente 1, 2, 3 eingeschoben und in geeigneter Weise mit der Innenseite 8 und/ oder der Außenseite 9 verbunden wird. Das Einschubprofil 14, 14' weist auf seiner dem Grundkörper 8, 9, 10 des Schalungselements 1 , 2 abgewandten Seite einen im Wesentlichen C-förmigen Quer- schnitt auf, welcher in seinen Endbereichen, wie bei einem C-Profil üblich, jeweils eine Hinterschneidung 15, 15', 16, 16' aufweist, wobei die Hinterschneidungen 15, 16 bzw. 15', 16' einander zugewandt sind.
Das Einschubprofil 14, 14' ist im Bereich der Hinterschneidung 15, 15' derart ausgebildet, dass sich ein bündiger Übergang zwischen dem Einschubprofil 14, 14' und der Innenseite 8 der Schalungselemente 1, 2, 3 ergibt. Dementsprechend besitzt das Einschubprofil 14, 14' anschließend an die Hinterschneidung 15, 15' eine stufenförmige Ausnehmung 17, 17', deren Tiefe der Materialstärke des Flächenelements entspricht, welches die Innenseite 8 der Schalungselemente 1, 2, 3 bildet.
Die Hakenelemente 6, 6' sowie 7, 7' mit den hakenförmigen Ausnehmun- gen 12, 12', den hakenförmigen Fortsätzen 13, 13' sowie den Hinterschneidungen 15, 15', 16, 16' erstrecken sich jeweils senkrecht zur Zeichenebene über die gesamte Höhe der Schalungselemente 1, 2, 3 bzw. ü- ber die gesamte Länge der Längsseiten 4, 4', 5, 5' der Schalungselemente 1, 2, 3.
Die hakenförmige Fortsätze 13, 13' und die Hinterschneidungen 16, 16 sind komplementär zueinander ausgebildet, so dass sie bei vollständig miteinander gekoppelten Schalungselementen 1, 2, 3 for schlüssig miteinander verhakt sind, wobei sich zwischen den hakenförmigen Fortsätzen 13, 13' und den Hinterschneidungen 16, 16' bei vollständig miteinander gekoppelten Schalungselementen 1, 2, 3 vorzugsweise eine flächige Berührung ergibt. Gleiches gilt für das Zusammenwirken der hakenförmigen Ausnehmungen 12, 12' mit den Hinterschneidungen 15, 15'. Die hakenförmigen Ausnehmungen 12, 12' sowie die Hinterschneidungen 15, 15' sind derart in das Basisprofil 11, 11' bzw. das Einschubprofil 14, 14' eingebracht, dass sich bei vollständig miteinander gekoppelten Schalungselementen 1, 2, 3 ein bündiger, glatter Übergang zwischen denjenigen Flächen des Basisprofils 11, 11' und des Einschubprofils 14 , 14' einerseits und den Innenseiten 8 andererseits ergibt, welche in der gleichen Ebene verlaufen wie die Innenseiten 8.
Beim Kopplungsvorgang zwischen dem ersten Schalungselement 1 und dem dritten Schalungselement 3 wird in einem ersten Schritt die in Fig. 2 gezeigte Hakverbindung zwischen dem hakenförmigen Fortsatz 13' des dritten Schalungselements 3 und der Hinterschneidung 16 des ersten Schalungselements 1 hergestellt. Fig. 2 veranschaulicht diese Hakverbindung unmittelbar nach deren Herstellung. In dieser Position schließen die Außenseiten 9 der Schalungselemente 1, 3 einen Winkel von kleiner 180°, insbesondere einen Winkel zwischen 90° und 160° ein.
Unter Beibehaltung der Hakverbindung zwischen dem hakenförmigen Fortsatz 13' und der Hinterschneidung 16 kann das dritte Schalungselement 3 relativ zum ersten Schalungselement 1 um eine senkrecht zur Zeichenebene verlaufende Achse in Pfeilrichtung verschwenkt werden. Die genannte Schwenkachse verläuft dabei in einer Ebene, entlang der sich der hakenförmige Fortsatz 13' und die Hinterschneidung 16 berühren.
Die genannte Schwenkbewegung kann unter Beibehaltung der Hakverbindung zwischen dem hakenförmigen Fortsatz 13' und der Hinterschnei- düng 16 fortgeführt werden, bis die hakenförmige Ausnehmung 12' des dritten Schalungselements 3 die Hinterschneidung 15 des ersten Schalungselements 1 hintergreift. Bei weiter fortgesetzter Schwenkbewegung wird wiederum unter Beibehaltung der Hakverbindung zwischen dem hakenförmigen Fortsatz 13' und der Hinterschneidung 16 erreicht, dass sich die den Innenseiten 8 der Schalungselemente 1 , 3 zugewandten Bereiche des Einschubprofils 14 und des Basisprofils 11' berühren, was genau dann geschieht, wenn sich die Innenseiten 8 der beiden Schalungselemente 1 , 3 in der gleichen Ebene befinden. Diese Position ist in Fig. 3 gezeigt.
Aus Fig. 3 ist gut erkennbar, dass sich die Innenseiten 8 aller Schalungselemente 1, 2, 3 innerhalb ein und derselben Ebene befinden, wobei zwischen den einzelnen Schalungselementen 1, 2, 3 im Bereich deren Innenseiten 8 ein glatter, bündiger Übergang existiert, der keinerlei Stufen oder Nuten aufweist, so dass mittels der dargestellten Schalungselemente 1, 2, 3 eine ebene, glatte Betonfläche erzeugt werden kann, welche ebenfalls keinerlei Stufen oder Nuten besitzt.
Aus Fig. 3 ist ferner ersichtlich, dass die Verbindung zwischen den Scha- lungselementen 1, 2 , 3 derart ausgestaltet ist, dass keinerlei in der Zeichenebene wirkenden translatorischen Kräfte zu einer Relativbewegung zwischen den Schalungselementen 1, 2, 3 führen können. Gleiches gilt für um beliebige Achsen wirkende rotatorische Kräfte mit Ausnahme eines Verschwenkens des dritten Schalungselements 3 gegenüber dem ersten Schalungselement 1 im Uhrzeigersinn, des ersten Schalungselements 1 gegenüber dem dritten Schalungselement 3 entgegen dem Uhrzeigersinn, des ersten Schalungselements 1 gegenüber dem zweiten Schalungselement 2 im Uhrzeigersinn oder des zweiten Schalungselements 2 gegenüber dem ersten Schalungselement 1 entgegen dem Uhrzeigersinn. Nur durch die genannten Schwenkbewegungen kann ein Lösen der Schalungselemente 1, 2, 3 voneinander erzielt werden, wobei es beim Demontieren von Schalungen besonders vorteilhaft ist, dass erfindungs gemäß entweder das eine Schalungselement gegenüber dem anderen Schalungselement oder das andere Schalungselement gegenüber dem einen Scha- lungselement verschwenkt werden kann. Somit kann je nach Einbausituation entschieden werden, welches Schalungselement gegenüber dem daran angekoppelten bzw. anzukoppelnden Schalungselement zu verschwenken ist.
Das Lösen der Schalungselemente 1 , 3 voneinander kann in umgekehrter Reihenfolge wie das in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 beschriebene Koppeln der Schalungselemente 1, 3 erfolgen.
F'ig. 4 zeigt im unteren Bereich eine Anordnung von drei vollständig miteinander gekoppelten Schalungselementen 1, 2, 3, welche der Anordnung gemäß Fig. 3 entspricht. Im oberen Bereich der Darstellung gemäß Fig. 4 sind in spiegelverkehrter Anordnung zu den Schalungselementen 1, 2, 3 drei weitere Schalungselemente 1', 2', 3' angeordnet, welche ebenfalls voll- ständig miteinander gekoppelt sind.
Die Innenseiten 8 der Schalungselemente 1, 2, 3 sind den Innenseiten 8' der Schalungselemente 1', 2', 3' zugewandt, so dass zwischen den Innenseiten 8', 8' ein Zwischenraum 18 ausgebildet wird, welcher zur Aufnahme von Stahlelementen und flüssigem Beton geeignet ist. Durch das Einbringen von Stahlelementen und flüssigem Beton in den Zwischenraum 18 lässt sich eine Stahlbetonwand erzeugen, deren Dicke dem Abstand zwischen den Innenseiten 8, 8' entspricht. Diese Stahlbetonwand zeichnet sich durch eine besonders glatte, stufen- und nutfreie Oberfläche auf bei- den Seiten aus, da zwischen den Innenseiten 8 der Schalungselemente 1 , 2, 3 sowie zwischen den Innenseiten 8' der Schalungselemente 1', 2', 3' jeweils bündige, glatte Übergänge existieren.
Ergänzend ist zu bemerken, dass die Schalungselemente 1, 2, 3 irn Pra- xiseinsatz mittels so genannter Anker mit den gegenüberliegenden Schalungselementen 1', 2', 3' verbunden werden, um so den Abstand zwischen den Innenseiten 8, 8' zu fixieren. Diese Anker verlaufen bevorzugt im Bereich der Verbindungsstellen zwischen den einzelnen Schalungselementen, sind in Fig. 4 aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch nicht darge- stellt.
Fig. 5 zeigt wiederum im Querschnitt drei vollständig miteinander gekoppelte Schalungselemente, wobei es sich hier bei den beiden äußeren Schalungselementen 2, 3 um Schalungselemente handelt, die identisch zu den in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 beschriebenen Schalungselementen ausgebildet sind. Das zwischen den beiden Schalungselementen 2, 3 befindliche Schalungselement ist jedoch als Nahtelement 19 ausgestaltet, wobei die dem Schalungselement 3 zugewandte Längsseite mit Basisprofil 11, hakenförmigen Fortsatz 13 und hakenförmiger Ausnehmung 12 iden- tisch zu der Längsseite 4, 4' der sonstigen Schalungselemente 2, 3 ausgestaltet ist. Hierdurch wird es möglich, das Nahtelement 19 mit dem daran anschließenden Schalungselement 3 in genau der gleichen Weise zu koppeln, wie dies in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 bereits beschrieben wurde. Gleiches gilt für das Lösen des Nahtelements 19 vom Schalungsele- ment 3.
Das Nahtelement 19 unterscheidet sich von den anderen, standardmäßig einsetzbaren Schalungselementen 1, 2, 3 gemäß den Fig. 1 bis 3 durch die Ausbildung derjenigen Längsseite, welche dem Schalungselement 2 zuge- wandt ist. Die Ausbildung dieser Längsseite sowie deren Ankopplung an das Schalungselement 2 ist im Detail in Fig. 6 dargestellt.
Fig. 6 zeigt, dass die dem Nahtelement 19 zugewandte Längsseite des Schalungselements 2 ebenso ausgebildet ist, wie eine der in Verbindung mit den in Fig. 1 bis 3 beschriebenen Längsseiten 4, 4'. Dementsprechend besitzt die genannte Längsseite des Schalungselements 2 einen hakenförmigen Fortsatz 13 sowie eine hakenförmige Ausnehmung 12, welche jeweils an einem Basisprofil 11 ausgebildet sind.
Die dem Schalungselement 2 zugewandte Längsseite des Nahtelements 19 besitzt im Gegensatz zu den Längsseiten 5, 5' der in Verbindung mit den Flg. 1 bis 3 beschriebenen Schalungselemente kein im Querschnitt C- förmiges Einschubprofil mit zwei einander zugewandten Hinterschneidun- gen, sondern ein alternatives Einschubprofil 20, welches lediglich im Bereich der Innenseiten 8 des Schalungselements 2 und des Nahtelements 19 so ausgebildet ist, wie diejenigen Einschubprofile 14, 14', welche in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 erläutert wurden. Dementsprechend besitzt das Einschubprofil 20 des Nahtelements 19 in seinem der Innenseite 8 zugewandten Bereich eine Hinterschneidung 15", welche der Hinterschneidung 15, 15' der Schalungselemente 1, 2, 3 gemäß Fig. 1 bis 3 entspricht. Weiterhin ist das Einschubprofil 20 analog zum Einschubprofil 14, 14' mit einer stufenförmigen Ausnehmung 17" versehen, um so einen bündigen, glatten Übergang zwischen der Innenseite 8 des Nahtelements 19 und demjenigen Bereich des Einschubprofils 20 sicherzustellen, welcher in der Ebene der Innenseite 8 verläuft. Demzufolge lässt sich bei einer Verbindung des Nahtelements 19 mit dem Schalungselement 2 wiederum ein glatter, bündiger, nut- und stufenfreier Übergang zwischen den Innenseiten 8 von Schalungselement 2 und Nahtelement 19 bzw. Ein- schubprofil 20 erreichen.
In seinem der Hinterschneidung 15" und somit den Innenseiten 8 abgewandten Bereich besitzt das Einschubprofil 20 keine der Hinterschneidung 15" zugewandte weitere Hinterschneidung, sondern lediglich eine Anschlagfläche 21 für die Rückseite des hakenförmigen Fortsatzes 13. Im Unterschied zu den Einschubprofilen 14, 14' der in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 beschriebenen Schalungselemente ist das Einschubprofil 20 also nicht dazu geeignet, sowohl die hakenförmige Ausnehmung 12 als auch den hakenförmigen Fortsatz 13 zu umgreifen. Die Ausbildung des Einschubprofils 20 ermöglicht es vielmehr, dass das Schalungselement 2,
welches mit seiner in Fig. 6 nicht dargestellten Längsseite bereits in ein weiteres Schalungselement eingehakt ist, im Uhrzeigersinn gegen das Nahtelement 19 verschwenkt werden kann, bis sich die Innenseiten 8 von Schalungselement 2 und Nahtelement 19 innerhalb ein und derselben Ebene befinden. Somit kann also das Schalungselement 2 als letztes Schalungselement einer umlaufenden Schalungsfläche in die Schalung eingebracht werden.
Nach dem beschriebenen Verschwenken des Schalungselements 2 in Richtung des Nahtelements 19 muss noch für eine sichere, jedoch lösbare Kopplung von Schalungselement 2 und Nahtelement 19 gesorgt werden. Dies wird durch das Aufbringen einer insbesondere aus Federstahl gefertigten Klammer 22 erreicht. Die elastische Klammer 22 ist dabei derart ausgebildet, dass sie sowohl Elemente des Basisprofils 11 des Schalungs- elements 2 als auch Elemente des Einschubprofils 20 des Nahtelements 19 umgreifen und somit aneinander fixieren kann. Durch die federnde Ausbildung der Klammer 22 kann sie problemlos auf die genannten Elemente aufgebracht und von diesen auch wieder gelöst werden.
Konkret besitzt das Basisprofil 11 auf seiner dem hakenförmigen Fortsatz 13 abgewandten Seite einen weiteren Fortsatz 23, welcher sich im Wesentlichen in entgegengesetzter Richtung zum hakenförmigen Fortsatz 13 erstreckt. Der Fortsatz 23 bildet dabei eine Hinterschneidung, die von der Klammer 22 hintergriffen werden kann. Weiterhin ist das Einschubprofil 20 des Nahtelements 19 mit einem Fortsatz 24 versehen, der sich von der Innenseite 8 des Nahtelements 19 weg erstreckt und der auf seiner der Innenseite 8 abgewandten Seite die Anschlagfläche 21 für den hakenförmigen Fortsatz 13 bildet. Auf seiner der Anschlagfläche 21 abgewandten Seite besitzt der Fortsatz 24 eine Hinterschneidung, in welche die Klam- mer 22 eingreifen kann.
Eine besonders stabile Verbindung zwischen Basisprofil 11 und Einschubprofil 20 ergibt sich dadurch, dass die Form der Klammer 22 derart gewählt ist, dass sie sich in ihrer die Fortsätze 23, 24 umgreifenden Posi- tion an die Außenseite des hakenförmigen Fortsatzes 13 des Basisprofils 11 anschmiegt, so dass hier ein flächiger Kontakt entsteht.
In ihrem dem Fortsatz 23 des Basisprofils 11 zugeordneten Endbereich besitzt die Klammer 22 ein ergonomisch geformtes Griffelement 25, an welchem die Klammer 22 ergriffen und vom Fortsatz 23 gelöst werden kann, um so die Verbindung zwischen Basisprofil 11 und Einschubprofil 20 aufzuheben.
Fig. 7a zeigt in Draufsicht zwei fast vollständig miteinander gekoppelte Schaltungselemente 1, 3, welche untereinander identisch ausgebildet und miteinander in der erfindungsgemäßen Weise koppelbar sind. Zu diesem Zweck besitzen die Schaltungselemente 1, 3 an ihren Längsseiten 4, 5 bzw. 4', 5" Hakenelemente, die beispielsweise so ausgebildet sein können, wie in Verbindung mit Fig. 1 beschrieben. Auch insgesamt können die Schalungselemente 1, 3 exakt so ausgebildet sein, wie in Verbindung mit den Fig. 1 bis 5 erläutert.
Die Längsseiten 4, 5; 4', 5" der Schalungselemente 1, 3 besitzen halbkreisförmige Ausnehmungen 26, wobei jede Längsseite 4, 5; 4', 5" mit jeweils zwei Ausnehmungen 26 versehen ist. Die obere Ausnehmung 26 befindet sich jeweils ungefähr am unteren Ende des oberen Viertels der Schalungselemente 1, 3, wohingegen sich die untere Ausnehmung 26 jeweils ungefähr am oberen Ende des unteren Viertels der Schalungselemente 1 , 3 befindet.
Wenn die Schalungselemente 1, 3 vollständig miteinander gekoppelt sind, d.h. wenn sie noch enger aneinander anliegen als in Fig. 7a gezeigt, bilden die halbkreisförmigen Ausnehmungen 26 der Längsseite 5 des einen Schalungselements 1 und die halbkreisförmigen Ausnehmungen 26 der Längs- seite 4' des anderen Schalungselements 3 gemeinsam zwei kreisrunde Durchbrechungen der Schalungsfläche, welche als Ankerlöcher für den Durchtritt bolzenförmiger Anker dienen können.
An den oberen und unteren Enden der Längsseiten 4, 5; 4', 5" sind an den Schalungselementen 1, 3 jeweils Führungen vorgesehen, welche dazu dienen, aneinander angrenzende Schalungselemente 1 , 3 während des Verbindungsvorgangs in einer parallel zu den Längsseiten 4, 5, 4', 5" verlaufenden Richtung zueinander auszurichten. Eine mögliche Ausbildung dieser Führungen ist in der Detailansicht A gemäß Fig. 7b dargestellt.
Die Schalungselemente 1, 3 sind jeweils durch ein oberes Stirnprofil 27 an ihrer Oberseite abgeschlossen. Das an der Längsseite 4' des Schalungselements 3 angeordnete Basisprofil 11' (siehe Fig. 1) erstreckt sich weiter in Richtung des Schalungselements 1 als das obere Stirnprofil 27 des Schalungselements 3. In seinem dem Schalungselement 1 zugewandten Endbereich ist das Basisprofil 11' im Bereich seines oberen Endes abgeschrägt, so dass sich eine in Richtung des Schalungselements 1 geneigt nach unten verlaufende Schrägfläche 28 ergibt. Das obere Stirnprofil 27 des Schalungselements 3 ist dabei derart bemessen, dass es sich nicht bis in einen Bereich oberhalb der Schrägfläche 28 hinein erstreckt.
Beim Schalungselement 1 ist das obere Stirnprofil 27 hingegen so bemessen, dass es in Richtung des Schalungselements 3 über das Einschubprofil 14 (siehe Fig. 1) hinausragt.
Beim Koppeln der Schalungselemente 1, 3 kann somit die dem Schalungselement 3 zugewandte Unterkante des oberen Stirnprofils 27 des Schalungselements 1 an der Schrägfläche 28 entlang gleiten, wodurch beim genannten Koppelvorgang entweder ein Anheben des Schalungsele- ments 1 gegenüber dem Schalungselement 3 oder ein Absenken des Schalungselements 3 gegenüber dem Schalungselement 1 erfolgt.
Die unteren Enden der Längsseiten 5, 4' der Schalungselemente 1, 3 sind entsprechend deren oberen Enden (siehe Fig. 7b) ausgebildet, d.h., auch dort existiert auf Seiten des Schalungselements 3 eine entsprechende untere Schrägfläche, wobei die untere Schrägfläche und die obere Schrägfläche 28 aufeinander zu laufen. Insofern ermöglichen die beiden genannten Schrägflächen ein problemloses "Einfädeln" der Schalungselemente 1, 3 ineinander, wenn diese erfindungsgemäß miteinander gekoppelt werden. Nach Abschluss dieses Koppelvorgangs befinden sich die oberen Stirnprofile 27 der Schalungselemente 1, 3 auf exakt der gleichen Höhe. Gleiches gilt für die einander zugeordneten halbkreisförmigen Ausnehmungen 26, welche sich an den Längsseiten 5, 4' der Schalungselemente 1, 3 befinden.
Fig. 8 zeigt drei miteinander gekoppelte Schalungselemente 2, 29, 3, wobei das zwischen den Schalungselementen 2, 3 befindliche Schalungselement als zweiteiliges Eckelement 29 ausgebildet ist. Die Schalungselemente 2, 3 können identisch zu denjenigen Schalungselementen ausgebildet sein, welche in Verbindung mit den Fig. 1 bis 5 erläutert wurden.
Das Eckelement 29 besteht aus einem Winkelteil 30 und einem Anschlussteil 31 , welche auf erfindungsgemäße Art und Weise miteinander verhakt sind. Die Innenseite 8 des Schalungselements 2 wird durch einen ersten Bereich 32 der Innenseite des Winkelteils 30 verlängert. An den ge- nannten Innenseitenbereich 32 schließt sich ein weiterer Innenseitenbe-
reich 33 des Winkelteils 30 an, wobei die beiden Innenseitenbereiche 32, 33 einen Winkel von 270° miteinander einschließen. An den Innenseitenbereich 33 des Winkelteils 30 schließt sich auf der dem Schalungselement 2 abgewandten Seite des Eckelements 29 die Innenseite 8 des Schalungs- elements 3 an. Die Innenseite 8 des Schalungselements 3 und der Innenseitenbereich 33 des Winkelteils 30 schließen miteinander einen Winkel von 90° ein.
Der Aufbau der Schalungselemente 2, 3 muss an dieser Stelle nicht näher erläutert werden, da in der vorstehenden Beschreibung der Fig. 1 bis 5 bereits entsprechende Ausführungen gemacht wurden. Zum Aufbau des Eckelements 29 ist folgendes zu bemerken:
Das Winkelteil 30 besteht aus zwei parallel zueinander verlaufenden, je- weils um 90° abgewinkelten Plattenelementen 34, welche zwischen sich einen Hohlraum 35 einschließen. Die Oberfläche des einen der beiden Plattenelemente 34 bildet dabei die Innenseitenbereiche 32, 33 des Winkelteils 30. Anstelle des anderen Plattenelements 34 könnten bei bestimmten Anwendungen gegebenenfalls auch lediglich voneinander beabstande- te Verstärkungsstege zum Einsatz gelangen, welche keine durchgehende Fläche bilden.
In den dem Schalungselement 2 zugewandten Endbereich des Winkelteils 30 ist in den Hohlraum 35 ein Einschubprofil 36 eingeschoben, welches in seinem dem Schalungselement 2 zugewandten Bereich exakt so ausgebildet ist, wie das in Verbindung mit Fig. 1 beschriebene Basisprofil 11. Insofern können Schalungselement 2 und Winkelteil 3 exakt so miteinander gekoppelt werden, wie die Schalungselemente 2 und 1 gemäß Fig. 1.
Auf seiner dem Einschubprofil 36 abgewandten Seite besitzt das Winkelteil 30 ein weiteres Einschubprofil 37, das in seiner Ausgestaltung exakt dem Einschubprofil 14 entspricht, welches ebenfalls in Verbindung mit Fig. 1 erläutert wurde. Insofern könnte also an das Einschubprofil 37 di- rekt ein Schalungselement 3 angekoppelt werden, dessen Innenseite 8 dann parallel zum Innenseitenbereich 33 des Winkelteils 30 verlaufen würde. Eine derartige, grundsätzlich mögliche Anordnung ist in Fig. 8 jedoch nicht gezeigt.
Fig. 8 zeigt vielmehr, dass an das Einschubprofil 37 das Anschlussteil 31 angekoppelt ist, und zwar mittels eines hakenförmigen Fortsatzes 38 und einer Hinterschneidung 39, wobei der hakenförmige Fortsatz 38 und die Hinterschneidung 39 dem hakenförmigen Fortsatz 13' und der hakenförmigen Ausnehmung 12' entsprechen, die in Verbindung mit Fig. 1 erläu- tert wurden. Dementsprechend lassen sich Einschubprofil 37 und Anschlussteil 31 auf die gleiche Weise koppeln, wie die Schalungselemente 1 und 3 gemäß Fig. 1.
Das Anschlussteil 31 weist ferner ein im Wesentlichen C-förmiges An- Schlusselement auf, welches zwei einander zugewandte Hinterschneidungen 40, 41 besitzt. Diese Hinterschneidungen 40, 41 entsprechen im Wesentlichen den in Verbindung mit Fig. 1 erläuterten Hinterschneidungen 15, 16 des Einschubprofils 14, so dass sie zur Ankopplung an das Basisprofil 11' des Schalungselements 3 geeignet sind.
Der hakenförmige Fortsatz 38 und die Hinterschneidung 39 einerseits sowie die beiden Hinterschneidungen 40, 41 andererseits sind so zueinander orientiert, dass der Innenseitenbereich 33 des Winkelteils 30 in einem Winkel von 90° an die Innenseite 8 des Schalungselements 3 anschließt.
Alternativ könnte diese Orientierung auch so eingestellt werden, dass sich ein beliebiger anderer, von 90° verschiedener Winkel ergibt.
Bezugszeichenliste
erstes Schalungselement ' erstes Schalungselement zweites Schalungselement ' zweites Schalungselement drittes Schalungselement ' drittes Schalungselement Längsseite ' Längsseite Längsseite ' Längsseite " Längsseite Hakenelement ' Hakenelement Hakenelement ' Hakenelement Innenseite ' Innenseite Außenseite Stege Basisprofil ' Basisprofil hakenförmige Ausnehmung ' hakenförmige Ausnehmung hakenförmiger Fortsatz ' hakenförmiger Fortsatz
Einschubprofil ' Einschubprofil Hinterschneidung ' Hinterschneidung " Hinterschneidung Hinterschneidung ' Hinterschneidung stufenförmige Ausnehmung ' stufenförmige Ausnehmung " stufenförmige Ausnehmung Zwischenraum Nahtelement Einschubprofil Anschlagfläche Klammer Fortsatz Fortsatz Griffelement halbkreisförmige Ausnehmung oberes Stirnprofil Schrägfläche Eckelement Winkelteil Anschlussteil Innenseitenbereich Innenseitenbereich Plattenelemente Hohlraum Einschubprofil Einschubprofil
hakenförmiger Fortsatz Hinterschneidung Hinterschneidung Hinterscheidung