BESCHREIBUNG
Führungsschiene für die Laufrollen des Torblattes eines Tores, insbesondere eines Sektionaltores
Die Erfindung betrifft eine Führungsschiene entsprechend dem Gattungsbegriff des Anspruches 1 bzw. 2.
Derartige Führungsschienen dienen in paarweiser - und im Fall der überwiegend eingesetzten Garagen-Sektionaltore mit in zu einer vertikalen Ebene spiegelsymmetrischer Anordnung der Führungsschienen - der Führung der beiderseits der Sektionen des Torblattes gelagerten Laufrollen und geben damit den Bewegungsverlauf des Torblattes - der Sektionen des Torblattes - von der Offen- in die Schließstellung bzw. umgekehrt vor.
Allerdings sind auch Sektionaltore bekannt, bei denen die Sektionen in zu einer horizontalen Ebene spiegelsymmetrisch angeordneten Führungsschienen geführt sind, die Sektionen des Torblattes also - im Gegensatz zur vorgenannten und gebräuchlicheren Ausführungsform von Sektionaltoren - vertikal ausgerichtet sind.
Stand der Technik
Führungsschienen der zur Rede stehenden Art bei Sektionaltoren mit in zu einer vertikalen Ebene spiegelsymmetrischer Anordnung der Führungsschienen sind beispielsweise in der EP 1.176.279 AI und der WO 99/49169 gezeigt. Abgesehen davon, daß im Fall der EP 1.176.279 dem etwa horizontal verlaufenden Schenkel der Führungsschiene noch eine weitere Schiene zugeordnet ist, die der Führung des beweglichen Antriebs dient, beansprucht das den vertikalen mit dem horizontalen Schenkel der Führungsschiene verbindende, etwa einen Viertelkreis bildende Kurvenstück - das also den Umlenkbereich der Führungsschiene bildet - relativ viel Raum. Dies hat zur Folge, daß — falls nicht zusätzliche konstruktive, raumbeanspruchende und kostenträchtige Maßnahmen getroffen werden, wie es die EP 1.176.279 AI zeigt - zum einen ein relativ großes Maß für den Sturz erforderlich ist bzw. eine ergänzende Ab- deckung unter dem gegebenfalls zu geringen Sturz benötigt wird im Hinblick auf einen einwandfreien Abschluß im Fall des geschlossenen Tores, und daß zum anderen eine größere Raumtiefe für die Unterbringung des Torblattes im geöffneten Zustand des Tores beansprucht wird.
Aufgabe
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine für Sektionaltore vorgesehene Führungsschiene in dem Sinne weiter zu verbessern, daß für den Umlenkbereich der Führungsschiene geringstmöglicher Raum beansprucht wird.
Lösung
Zur Lösung der vorstehend umrissenen Aufgabe wird die Erfindung entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 vorgeschlagen.
Alternativ wird eine Lösung vorgeschlagen, wie sie der kennzeichnende Teil des Anspruches 2 vorschlägt.
Weitere vorteilhafte oder zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung nach Anspruch 1 bzw. 2 sind in den Ansprüchen 3 bis 10 angegeben.
Vorteile
Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist eine Führungsschiene geschaffen, die konstruktiv einfach und kostengünstig herstellbar ist, und deren Umlenkbereich äußerst wenig Raum beansprucht. Dieser letztgenannte Vorteil hat weitere vorteilhafte Wirkungen zur Folge, die sich in der Möglichkeit des Einsatzes von Sektionaltoren auch bei Garagen bieten, die einen nur relativ geringen Sturz aufweisen und/oder in denen eine nur relativ geringe Raumtiefe für die Unterbringung des Torblattes im geöffneten Zustand des Tores vorhanden ist. Ferner wird auch unter der Decke der Garage nur relativ wenig Raum benötigt, so daß die verbleibende lichte Höhe der Garage - Einfahrthöhe - ein maximal mögliches Maß erreicht.
Die erfindungsgemäße Führungsschiene wendet eine im Vergleich zu bekannten Führungsschienen völlig andere Art und Weise der Umlenkung der Bewegungsrichtung der Laufrollen — und damit der Sektionen - an. Während im Fall der vorbekannten Lösungen die Laufrollen im gesamten Umlenkbereich der Führungsschiene - also im Bereich des oben erwähnten, etwa viertelkreis- förmigen Kurvenstückes -mit einem Bereich ihrer Lauffläche an der inneren oder äußeren Führungswand des Führungskanals anliegen, dessen Verbindungslinie mit der Achse der Laufrolle stets mehr oder weniger und jedenfalls im wesentliche quer zur Bewegungsrichtung der Laufrolle verläuft, verläuft im Fall der vorliegenden Erfindung die Verbindungslinie des an der äußeren Führungswand des betreffenden Führungsteilkanals anstoßenden bzw. auf diesen treffenden Bereiches der Lauffläche der Laufrolle mit der Achse der
Laufrolle im Moment der impulsartigen, abrupten Umlenkung der Bewegungsrichtung der Laufrolle zu einem erheblichen, vorbestimmten Anteil in Richtung der Bewegungsrichtung der Laufrolle - und nicht quer zu dieser wie im Fall der bekannten Führungsschiene.
Das bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß Anspruch 2 ergänzend vorgesehene Transport- und Führungsrad dient dazu, den Umlenkungvorgang bei der Umlenkung der betreffenenden Laufrolle - und damit der betreffenden Sektion des Torblattes - aus der einen in die andere Bewegungsrichtung weiter zu verbessern.
Die Ansprüche 3 und 4 nennen bevorzugte weitere Ausgestaltungen einer erfindungsgemäßen Führungsschiene.
Eine vorteilhafte Weiterbildung einer erfindungsgemäßen Führungsschiene gibt Anspruch 5 an. In den Ansprüchen 6 und 7 werden zweckmäßige weitere Ausgestaltungen einer Lösung gemäß Anspruch 5 vorgeschlagen, wobei zwei mögliche konstruktive Ausführungen der Lösung nach Anspruch 7 in den Ansprüchen 8 und 9 beschrieben sind.
Das die beiden Schenkel der Führungsschiene verbindende Kurvenstück ist vorzugsweise nach Maßgabe des Anspruches 10 ausgeführt.
In den Ansprüchen 11 und 12 schließlich sind Anwendungen des Grund- gedankens der Erfindung auf benachbarte technische Bereiche angegeben.
Erläuterung der Erfindung au mehreren Ausführungsbeispielen
Anhand der Fig. 1 bis 12 der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Führungsschiene mit in der Führungsschiene befindlichen, jeweils einer Sektion eines Sektionaltores zugeordneten Laufrollen in einer Ansicht und in schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Führungsschiene nach Fig. 1 in perspektivischer Darstellung und beschränkt auf den für die Erfindung wesentlichen Bereich der
Führungsschiene, Fig. 3 die Führungsschiene nach den Fig. 1 und 2 in der Seitenansicht, Fig. 4 die Führungsschiene nach den Fig. 1 bis 3 in der Vorderansicht, Fig. 5 die Führungsschiene nach den Fig. 1 bis 4 in einer weiteren perspektivischen Darstellung und aus einer im Vergleich zur
Darstellung in Fig. 2 anderen Blickrichtung, Fig. 6 das im Zusammenhang mit der Führungsschiene nach den Fig. 1 bis 5 zum Zweck der Umlenkung der Bewegungsrichtung der Laufrollen der Sektionen eines Sektionaltores verwendete, die beiden Schenkel der Führungsschiene miteinander verbindende Kurvenstück, Fig. 7 das Kurvenstück nach Fig. 6 in der Seitenansicht, Fig. 8 eine zweckmäßige Variante für die Gestaltung des Querschnittes der beiden Einlaufbereiche eines dem Kurvenstück nach Fig. 7 im übrigen entsprechenden Kurvenstückes, Fig. 9 eine andere Ausführungsform eines die beiden Schenkel einer erfindungsgemäßen Führungsschiene miteinander verbindenden, ein
Transport- und Führungsrad für die Laufrollen der Sektionen eines Sektionaltores aufweisenden Kurvenstückes in der Seitenansicht,
Fig. 10 das Transport- und Führungsrad nach Fig. 9 in der Vorderansicht, Fig. 11 das Transport- und Führungsrad nach Fig. 10 in der Seitenansicht im
Schnitt entsprechend Schnittlinie XI-XI in Fig. 10, und Fig. 12 eine weitere Ausführungsform eines zum Zweck der Umlenkung der Bewegungsrichtung der Laufrollen der Sektionen eines Sektionaltores verwendeten, die beiden Schenkel der Führungsschiene miteinander verbindenden Kurvenstückes.
Fig. 1 zeigt in gestrichelter Limenführung ein Dach 1 einer im übrigen nicht weiter dargestellten Garage oder dgl., das einen relativ kleinen Sturz 2 - also einen Sturz mit geringer Höhenausdehnung - aufweist. In der Garage oder dgl. sind - zu einer mittleren vertikalen Ebene sich spiegelbildlich einander gegenüberliegend und mit ihrer Führungsebene jeweils parallel zu dieser verlaufend - in an sich bekannter Weise zwei Führungsschienen 3 zur Führung von mit 6 bezeichneten Laufrollen der nicht näher bezeichneten Sektionen eines Sektionaltores fest angeordnet. Die Führungsschienen 3 bestehen aus Schenkeln 4 und 5, die über ein relativ kurzes Kurvenstück 10 miteinander verbunden sind.
Das Kurvenstück 10 besteht aus zwei jeweils einen Führungsteilkanal 11 bzw. 12 bildenden Kurventeilstücken 7 bzw. 8, die in einer zumindest annähernd in Richtung der Winkelhalbierenden des von den beiden Schenkeln 4, 5 der Führungsschiene 3 eingeschlossenen Winkels und quer zur Ebene der Führungs- schiene 3 verlaufenden, mit 9 bezeichnetenSymmetrieebene unter abrupter Änderung des Krümmungsverlaufs des Kurvenstückes 10 aneinanderstoßen.
Es ist gefunden worden, daß trotz — oder gerade wegen - dieser abrupten Änderung des Krümmungsverlaufes und insbesondere trotz des insgesamt gesehen relativ kurzen, gekrümmten Weges dennoch eine einwandfreie Umlenkung der Bewegungsrichtung der Laufrollen und damit der Sektionen des Sektionaltores sowohl im Fall der Öffnungsbewegung als auch im Fall der Schließbewegung des Tores erreicht wird.
Der mit der Erfindung erzielte Erfolg besteht in einem Umlenkbereich, der nur äußerst wenig Raum für die Umlenkung der Laufrollen bzw. Sektionen beansprucht - oder anders ausgedrückt: bei dem die Umlenkung der Laufrollen bzw. der Sektionen entlang einer äußerst kurzen Strecke erfolgt - und somit zu einem Produkt führt, das auch bei Toren mit nur geringem Sturz ohne zusätz- liehe Ausgleichsmittel ein ansprechendes Aussehen hat, konstruktiv einfach und kostengünstig herstellbar ist, und das darüberhinaus auch in Richtung der
Raumtiefe der Garage oder dgl. sowie unter dem Garagendach mit äußerst wenig Raum auskommt.
Die in Fig. 1 der Zeichnung angegebenen, auf die winkelmäßige Erstreckung der jeweiligen äußeren Führungswandung des Führungsteilkanals 11 bzw. 12 bezogenen Winkel α und ß haben im Ausführungsbeispiel einen Wert in der Größenordnung von 15°-25°, vorzugsweise etwa 20°, wobei der dieser winkelmäßigen Erstreckung zugeordnete Radius Rl bzw. R2 im Ausfuhrungsbeispiel etwa den 5-fachen Wert der Breitenausdehnung (lichte Weite) des allgemein mit 13 bezeichneten Führungskanals der Führungsschiene 3 hat. — In diesem Zusammenhang ist noch zu bemerken, daß der Durchmesser der dieser/einer solchen Führungsschiene zugeordneten Laufrollen nur wenige Millimeter kleiner ist als die lichte Weite des Führungskanals 13, so daß die Laufrollen mit relativ geringem Spiel in der Führungsschiene 3 laufen.
Fig. 2 zeigt das Kurvenstück 10 in einer perspektivischen Darstellung zusammen mit dem jeweils anschließenden Bereich des Schenkels 4 bzw. 5 der Führungsschiene 3. - Außerdem zeigt Fig. 2 auf der Außenseite des Kurvenstückes drehbar gelagerte Führungsrollen 14 für ein nicht näher dargestelltes Antriebs- seil oder dgl. Den Führungsrollen 14 ist ein mit 15 bezeichnetes Halteelement zugeordnet, welches auf seiner im mit dem Kurvenstück 10 verbundenen Zustand dem erwähnten Antriebsseil oder dgl. benachbarten Seite einen Gleitkörper oder dgl. für das Antriebsseil oder dgl. aufweist, der das erwähnte Antriebsseil oder dgl. auf den Führungsrollen 14 hält.
Im übrigen lassen die Darstellungen in den Fig. 2, 3 und 5 erkennen, daß die betreffenden Enden der Schenkel 4, 5 derart in entsprechend vorbereitete, mit 16 bzw. 17 bezeichnete Ausnehmungen des Kurvenstückes 10 einsteckbar und dabei derart bemessen sind, daß ein glatter Übergang der aneinander grenzen- den, den Führungskanal 13 bzw. die Führungsteilkanäle 11, 12 bildenden Flächen gewährleistet ist.
Während im Fall des Kurvenstückes 10 der Querschnitt der erwähnten Ausnehmungen 16, 17 im wesentlichen rechteckig ist, kann der Querschnitt des/eines Kurvenstückes im Bereich dieser Ausnehmungen auch derart ausgebildet sein, wie es in Fig. 8 im Schnitt dargestellt ist. Eine derartige, an den äußeren Querschnittsverlauf der Schenkel 4, 5 der Führungsschiene 3 angepaßte Gestaltung hat den Vorteil, daß die Schenkel 4, 5 passgenau und verkantungssicher im betreffenden Ende des/eines solchen Kurvenstückes gehalten sind.
In den Fig. 9 bis 11 ist außer einem mit 18 bezeichneten Kurvenstück ein Transport- und Führungsrad 19 zur Aufnahme eines etwa kreisabschnitt- förmigen Teilbereiches einer Laufrolle eines Sektionaltores vorgesehen. Das Transport- und Führungsrad 19 dient zur Verbesserung und Vergleichmäßigung der Umlenkbewegung der Laufrollen bzw. Sektionen. Zur Aufnahme der genannten Bereiche der Laufrollen sind in dem Transport- und Führungsrad Kammern 20 vorgesehen.
Fig. 12 zeigt ein Kurvenstück 21, bei dem zum Zweck der Umlenkung der Bewegungsrichtung der Laufrollen der Sektionen eines Sektionaltores kein abrupter Übergang von dem einen Führungskanal in den anderen vorgesehen ist, sondern bei dem der Übergangsbereich kreisbogenförmig verläuft und bei dem im Bereich der inneren Führungswandung ein dem Transport- und Führungsrad 19 des Kurvenstückes 18 nach den Fig. 9 bis 11 ähnliches Transport- und Führungsrad 22 mit nicht näher dargestellten Kammern zur Aufnahme eines Teilbereiches jeweils einer Laufrolle zum Ermöglichen eines raumsparenden und dennoch zufriedenstellenden Umlenkens der Laufrollen vorgesehen ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
Dach
Sturz
Führungsschienen
Schenkel
Schenkel
Laufrollen
Kurventeilstück
Kurventeilstück
Symmetrieebene
Kurvenstück
Führungsteilkanal
Führungsteilkanal
Führungskanal
Führungsrollen
Halteelement
Ausnehmung
Ausnehmung
Kurvenstück
Transport- und Führungsrad
Kammern
Kurvenstück
Transport- und Führungsrad