ABSORPTIONSSPEKTROMETER UND ENTSPRECHENDES MESSVERFAHREN
B E S C H R E I B U N G
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Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Absorptionsspektroskopie. Sie bezieht sich auf ein Absorptionsspektrometer gemäss dem Oberbegriff des is Patentanspruches 1 und ein entsprechendes Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 16.
Stand der Technik
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Ein derartiges Absorptionsspektrometer und ein entsprechendes Verfahren ist beispielsweise aus der Publikation „Photoacoustic Spectroscopy with Quantum Cascade Distributed-Feedback Lasers", Opt. Lett., Vol. 26, No. 12 (Juni 2001 ), Seite 887-889 von D. Hofstetter et al. bekannt. Das dort offen- 25 barte Absorptionsspektrometer dient zur Messung eines Partialdruckes eines nachzuweisenden Spurengases in einem Trägergas. Dabei wird der photoakustische Effekt ausgenutzt.
Der photoakustische Effekt wird vor allem zur empfindlichen Messung geringer Konzentrationen einer Moleküls-Spezies in Gegenwart von anderen Molekülen angewendet. Dabei durchstrahlt das spektral schmalbandige Licht einer Lichtquelle das zu untersuchende Stoffgemisch. Ist die Wellenlänge der Lichtquelle auf eine Absorptionswellenlänge der zu untersuchenden Molekül-Spezies abgestimmt, so wird ein Teil der Moleküle dieser Molekül- Spezies durch Absorption des von der Lichtquelle emittierten Lichtes in einen energetisch angeregten Zustand gebracht. Typischerweise werden mittels Infrarot-Strahlung Rotations-Schwingungs-Zustände gasförmiger Mole- küle angeregt, deren Energieniveaus charakteristisch für die zu detektieren- de Molekül-Sorte sind. Durch Stösse mit anderen Gasmolekülen in der Absorptionszelle können die angeregten Moleküle ihre Anregungsenergie ganz oder teilweise abgeben und in Translations-, Rotations- oder Schwingungsenergie der Stosspartner umwandeln. Nach erfolgter Anregung wird dadurch ein thermisches Gleichgewicht erreicht: Die absorbierte Energie ist gleich- massig auf alle Freiheitsgrade der Moleküle verteilt, und somit ist die Translationsenergie erhöht. Die Erhöhung der Translationsenergie ist gleichbedeutend mit einer Temperaturerhöhung des Gasgemisches. Sofern die Gasdichte ungefähr konstant bleibt, weil beispielsweise ein von dem zu untersu- chenden Gasgemisch eingenommenes Probe-Volumen konstant bleibt, ergibt sich darum ein Druckanstieg. Bei einem Druck von etwa 102 Pa geschieht die energetische Gleichverteilung und somit der Druckanstieg innerhalb von etwa 10~5 s. Unterbricht man den Lichtstrahl der Lichtquelle periodisch, typischerweise mit Frequenzen im Hz bis kHz Bereich, so erhält man periodische Druckschwankungen in der Absorptionszelle. Diese Druckschwankungen können beispielsweise mittels eines empfindlichen Mikro¬ phons nachgewiesen werden.
Eine photoakustische Apparatur, wie sie beispielsweise auch in der genann- ten Publikation von D. Hofstetter et al. beschrieben ist, weist einen durch-
stimmbaren Laser als Lichtquelle, eine photoakustische Zelle und eine Auswerte-Einheit auf. Die photoakustische Zelle besteht aus einer Mikrophon- Anordnung und einem Gehäuse, in welchem sich das zu untersuchende Gasgemisch befindet. Die Auswerte-Einheit dient der Auswertung der von der Mikrophon-Anordnung erzeugten photoakustischen Signale.
Wird die Lichtwellenlänge über eine charakteristische Absorptionslinie der nachzuweisenden Moleküle in der Zelle durchgestimmt, so ist das photoakustische Signal in guter Näherung proportional zu der absorbierten Licht- leistung und somit in guter Näherung proportional zum Absorptionskoeffizienten. Dabei werden kleine Absorptionen vorausgesetzt, also 0(L<<1 mit dem Absorptionskoeffizienten α und der Absorptionslänge L. Für einen gegebenen Absorptionspeak ergibt sich also in guter Näherung ein konzentrationsproportionales photoakustisches Signal. Zahlreiche Gasmoleküle zeigen im Bereich der Schwingungs-Rotationsbanden charakteristische Wellenlängen-Abhängigkeiten des Absorptionskoeffizienten, die mit hochauflösender photoakustischer Spektroskopie mit grosser Genauigkeit nachgewiesen werden können. Aufgrund dieser hohen Selektivität ist es mittels photoakustischer Absorptionsspektroskopie möglich, ein zu detektierendes Spurengas nachzuweisen und dessen Konzentration zu bestimmen, auch wenn die Kon¬ zentration der entsprechenden Molekül-Spezies nur einige ppm oder sogar nur einige 100 ppb beträgt.
Zur Erhöhung der Empfindlichkeit und Verringerung der Nachweisgrenze wird in der genannten Publikation von D. Hofstetter et al. einerseits die pho- toakustische Zelle zwischen zwei sphärischen konkaven Spiegel angeordnet. Aufgrund dieser Anordnung durchläuft das Licht der Lichtquelle die photoakustische Zelle mehrfach (beispielsweise 36 mal), so dass eine Verstärkung der photoakustischen Signale um mehr als eine Grössenordnung erzielt wird.
Andererseits wird von D. Hofstetter et al. als Lichtquelle ein Quantenkaska- denlaser mit verteilter Rückkopplung (Quantum Cascade Distributed Feedback Laser, QC-DFB Laser) eingesetzt. Diese Art Laser erlaubt ein kontinuierliches Durchstimmen der emittierten Lichtwellenlänge über einen kleinen Wellenlängenbereich, typischerweise etwa 1 % seiner Wellenlänge. Die Wellenlänge des QC-DFB kann herstellungstechnisch typischerweise zwischen 3 μm und 25μm gewählt werden. Die geringe spektrale Breite der von einem QC-DFB-Laser emittierten Strahlung und einfache Durchstimmbarkeit der QC-DFB-Laser ermöglicht es, quasi-kontinuierliche Absorptionsspektren, also an vielen, eng beieinanderliegenden Wellenlängen-Messpunkten gemessene Absorptionsspektren, aufzunehmen. Dadurch kann eine sichere Datenauswertung erreicht werden, weil Absorptionspeaks, die von einem Bestandteils des Trägergases stammen und sich möglicherweise mit den zu messenden Peaks spektral überlagern, als solche erkannt und bei der Auswertung entsprechend berücksichtigt werden können. Zudem ist eine grosse Messgenauigkeit erreichbar, wenn Absorptionspeaks genau vermessen werden können.
Lichtquellen, wie beispielsweise die genannten Quantenkaskadenlaser kön- nen Schwankungen in der Leistung des emittierten Lichtes aufweisen, zum Beispiel aufgrund von Alterungsprozessen oder Temperaturschwankungen. Zudem ist es im allgemeinen notwendig, auch die Wellenlänge des von der Lichtquelle emittierten Lichtes zu kalibrieren, so dass gemessene Absorptionspeaks zu den entsprechenden Molekül-Spezies zuordnbar sind.
In M. Nagele, M.W. Sigrist, „Mobile Laser Spectrometer with Novel Resonant Multipass Photoacoustic Cell for Trace-Gas Analysis", Applied Physics B, Vol. 70, p. 895-901 (2000) ist ein Absorptionsspektrometer mit photoakus¬ tischer Detektion beschrieben, in welchem zum Zwecke der Normierung der von der Lichtquelle emittierten Lichtintensität und zur Kontrolle der emittier-
ten Lichtwellenlänge Licht mittels eines Strahlteilers aus dem Lichtweg ausgekoppelt wird. Das derart ausgekoppelte Licht wird einerseits einem Mittel zur Lichtleistungsmessung zugeführt. Dabei handelt es sich typischerweise um einen photoelektrischen Infrarot-Detektor, wie beispielsweise eine InSb- Photodiode. Andererseits wird das Licht über einen weiteren Strahlteiler einem Spektrumanalysator oder einem Spektrometer zugeführt, in welchem die Wellenlänge des Lichtes bestimmt wird.
In T. Keltz et al., „Detection of CO in Air Using Diode Laser Pumped Differen- ce Frequency Generation in a Modular Setup", J. Quant. Spectrosc. Radiat. Transfer, Vol. 61 , p. 591 -601 (1 999) sind zwei Absorptionsspektrometer mit photoelektrischer Detektion mittels InSb-Photodioden dargestellt. In dem ersten Absorptionsspektrometer wird eine relative Wellenlängen- Kalibrierung dadurch realisiert, dass mittels eine Strahlteilers Licht aus dem Lichtweg ausgekoppelt wird, das dann nach Durchlaufen eines Etalons analy¬ siert wird. Das wellenlängenabhängige Transmissionsverhalten des Etalons führt bei einer Durchstimmung der Laserwellenlänge zu einem periodisch strukturiertem Signal am Detektor, dessen Perioden-(Peak)-Abstand zu einer relativen Wellenlängen-Kalibrierung genutzt werden kann. In dem zweiten Absorptionsspektrometer wird eine Intensitäts-Kalibrierung des einem Probe-Volumen zugeführten Lichtes dadurch realisiert, dass mittels eine Strahl¬ teilers Licht aus dem Lichtweg vor dem Probe-Volumen ausgekoppelt wird, das dann durch eine Referenz-Zelle geführt wird. Diese Referenz-Zelle ent¬ hält eine definierte CO-Konzentration, so dass in der Referenz-Zelle eine definierte Absorption des Lichtes stattfinden kann. Nach Durchlaufen der Referenz-Zelle wird die verbliebene Lichtintensität mittels einer InSb- Photodiode detektiert, während das nicht durch den Strahlteiler ausgekop¬ pelte Licht nach Durchlaufen des Probe-Volumens ebenfalls mittels einer InSb-Photodiode detektiert wird.
Femer sind Absorptionsspektrometer bekannt, beispielsweise von der Firma Norsk Elektro Optikk A/S, Norwegen, welche schaltbare Spiegel (flip mirrors) beinhalten. Gesteuert durch Relais können derartige Spiegel in den Strahlgang gebracht werden, um das Licht auf eine Kalibrierungs-Einheit umzu- 5 lenken.
Die genannten Methoden zur Intensitäts- beziehungsweise Wellenlängen- Kalibrierung haben den Nachteil, dass entweder der Lichtweg geändert werden muss und keine Messung stattfinden kann, während eine Kalibrierung w vorgenommen wird, oder dass zugunsten der Möglichkeit der Kalibrierung Verluste von Lichtintensität und somit von Nachweisempfindlichkeit und/oder Messgeschwindigkeit in Kauf genommen werden müssen.
75 Darstellung der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Absorptionsspektrometer der eingangs genannten Art sowie ein entsprechendes Verfahren zu schaffen, welches die oben genannten Nachteile nicht aufweist. Insbesondere soll ein Absorpti- 20 onsspektrometer und ein entsprechendes Verfahren geschaffen werden, das eine verbesserte Kalibrierung mit hoher Nachweisempfindlichkeit und gros¬ ser Messgenauigkeit erlaubt.
Diese Aufgabe löst ein Absorptionsspektrometer mit den Merkmalen des Pa- 25 tentanspruches 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentan- k spruchs 16.
Das erfindungsgemässe Absorptionsspektrometer zur Bestimmung einer Konzentration CM einer Molekül-Spezies M in einem Probe-Volumen umfasst
(a) eine durchstimmbare Lichtquelle zur Emission von gepulstem Licht, welches entlang eines Lichtweges ausbreitungsfähig ist,
(b) eine Detektions-Einheit, und
(c) eine mit der Detektions-Einheit wirkverbundene Auswerte-Einheit zur 5 Auswertung von Signalen SM der Detektions-Einheit, welche Signale SM von der Konzentration CM abhängig sind, wobei
(d) das Probe-Volumen und die Detektions-Einheit entlang des Lichtweges angeordnet sind, und
(e) Licht der Lichtquelle von der Molekül-Spezies M absorbierbar ist. w Es ist dadurch gekennzeichnet,
(f) dass das Absorptionsspektrometer eine entlang des Lichtweges angeordnete photoakustische Referenzzelle beinhaltet,
(g) dass in der Referenzzelle Moleküle mindestens einer Referenz-Molekül- Spezies R in einer vorgebbaren Konzentration CR.Ref enthalten sind,
15 (h) dass Licht der Lichtquelle von der Molekül-Spezies R absorbierbar ist, und
(i) dass mittels der Auswerte-Einheit photoakustische Signale SR,Ref, welche von den in der Referenzzelle enthaltenen Molekülen der Referenz-Molekül- Spezies R stammen, zu Kalibrierungszwecken auswertbar sind.
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Das entsprechende Verfahren zur Bestimmung der Konzentration CM einer Molekül-Spezies M in einem Probe-Volumen umfasst die Schritte, dass (a) von einer durchstimmbaren Lichtquelle gepulstes Licht entlang eines Lichtweges emittiert wird, wobei 25 (b) das Probe-Volumen entlang des Lichtweges angeordnet ist und von dem k
Licht der Lichtquelle durchlaufen wird, wobei
(c) Licht der Lichtquelle mittels einer Detektions-Einheit detektiert wird, wo¬ durch Signale SM erzeugt werden, welche von der Konzentration CM abhängig sind, und wobei
(d) die Signale SM mittels einer mit der Detektions-Einheit wirkverbundenen Auswerte-Einheit ausgewertet werden.
Es ist dadurch gekennzeichnet,
(e) dass von einer entlang des Lichtweges angeordneten photoakustischen 5 Referenzzelle Moleküle mindestens einer Referenz-Molekül-Spezies R in einer vorgebbaren Konzentration CR.Ref aufgewiesen werden,
(f) dass Licht der Lichtquelle von der Referenz-Molekül-Spezies R in der Referenzzelle absorbiert wird, und
(g) dass mittels der Auswerte-Einheit photoakustische Signale S^Ref, welche w von den in der Referenzzelle enthaltenen Molekülen der mindestens einen
Referenz-Molekül-Spezies R stammen, zu Kalibrierungszwecken ausgewertet werden.
Entlang des Lichtweges ist also eine photoakustische Zelle als eine Referenz- 15 zelle für Kalibrationszwecke angeordnet. Diese Referenzzelle enthält Moleküle der Referenz-Molekül-Spezies R in einer vorgebbaren Konzentration CR.Ref. Ist die Wellenlänge des Lichtes der Lichtquelle auf eine charakteristische Absorptionswellenlänge XR der Referenz-Molekül-Spezies R abgestimmt, so wird dieses Licht in der Referenzzelle absorbiert, und photoakus- 20 tische Signale SR.Ref werden erzeugt. Ist die Wellenlänge des Lichtes der Lichtquelle auf eine charakteristische Absorptionswellenlänge u der zu messenden Molekül-Spezies R abgestimmt, so wird dieses Licht im Probe- Volumen absorbiert, und in der Auswerte-Einheit werden Signale SM erzeugt, die von der Konzentration CM abhängig sind. Bei der Auswertung der Signa- 25 le SM in der Auswerte-Einheit können mittels der photoakustischen Signa- k le SR. ef Kalibrierungen vorgenommen werden.
Bei einer geeigneten Wahl der Referenz-Molekül-Spezies R treten durch die
Kalibrierung praktisch keine Lichtintensitätsverluste auf, wenn die Wellen-
30 länge des Lichtes der Lichtquelle auf eine charakteristische Absorptionswel-
lenlänge XM der zu messenden Molekül-Spezies R abgestimmt ist. Dadurch wird wird es möglich, eine hohe Nachweisempfindlichkeit zu erreichen. Weil weiterhin die Referenzzelle im Lichtweg verbleiben kann, bedarf es für eine derartige Kalibrierung mittels einer photoakustischen Referenzzelle keiner 5 Änderung des Lichtweges. Dadurch ist eine verbesserte Messgenauigkeit und Zeitauflösung erzielbar. Und es werden keine beweglichen Teile benötigt. Es kann auf einfache Weise eine lntensitäts- und/oder Wellenlängen- Kalibrierung des Absorptionsspektrometers erreicht werden.
w Insbesondere ist ein selbstkalibrierendes Absorptionsspektrometer realisierbar. Die Kalibrierungen können während des Betriebes des Absorptionsspektrometers durchgeführt werden und können auch mittels der Auswerte-Einheit automatisch durchgeführt werden. Darum sind mit einem solchen Absorptionsspektrometer lange kontinuierliche Messungen oder Mess-
15 reihen durchführbar. Das Absorptionsspektrometer hat eine geringe Wartungsanfälligkeit. Lichtintensitätsverluste auf dem Lichtweg vor der Refe¬ renzzelle können bestimmt und zur Korrektur der Signale SM eingesetzt werden. Es können Informationen über die Intensität des von der Lichtquelle emittierten Lichtes und/oder über den Verschmutzungszustand des Probe-
20 Volumens gewonnen werden, und aufgrund eines zeitlichen Verlaufs der gemessenen Signale können Vorhersagen über notwendig werdende Wartungsarbeiten getroffen werden. Wenn eine charakteristische Absorptionswellenlänge XR der Referenz-Molekül-Spezies R bekannt ist, kann eine abso¬ lute Wellenlängen-Eichung vorgenommen werden, anderenfalls zumindest
25 eine relative Wellenlängen-Eichung. k
In einer vorteilhaften Ausführungsform des Absorptionsspektrometers ist die
Detektions-Einheit eine photoakustische Detektionszelle, die Moleküle der
Molekül-Spezies M enthält. Die Signale SM sind dann photoakustische Signa-
30 le, die dadurch erzeugt werden, dass Licht einer für die Molekül-Spezies M
charakteristischen Wellenlänge XM zumindest teilweise von den in der Detek- tionszelle enthaltenen M-Molekülen absorbiert wird. Eine photoakustische Detektion erlaubt es, mit einer hohen Messgenauigkeit und hohen Nachwei- sempfindlichtkeit zu messen. Die Referenzzelle kann mit der Detektionszelle identisch oder von ihr verschieden sein.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform mit photoakustischer Detektion sind die Referenzzelle und die Detektionszelle nicht identisch. Das hat den Vorteil, dass die Wahl einer geeigneten Referenz-Molekül-Spezies R nicht durch chemische oder sonstige Inkompatibilität mit der nachzuweisenden Molekül-Spezies M eingeschränkt ist. Zusätzlich kann noch vorteilhaft die Reihenfolge von Probe-Volumen und Referenzzelle derart gewählt sein, dass das Probe-Volumen erst dann von dem Licht durchlaufen wird, nachdem das Licht die Referenzzelle durchlaufen hat.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Probe-Volumen von der Detektionszelle getrennt angeordnet, wobei in der Detektionszelle eine vorgebbare Konzentration CM,O der Molekül-Spezies M vorliegt. Das Probe-Volumen, welches Moleküle der Molekül-Spezies M in der zu messenden Konzentration C enthält, befindet sich also nicht in der pho¬ toakustischen Detektions-Zelle, sondern ist ausserhalb von dieser angeordnet. Ist die Wellenlänge des Lichtes der Lichtquelle auf eine charakteristische Absorptionswellenlänge XM der Molekül-Spezies M abgestimmt, so wird dieses Licht im Probe-Volumen absorbiert, und zwar um so stärker, je mehr Moleküle der Molekül-Spezies M entlang des Lichtweges in dem Probe-
Volumen vorliegen. Die Absorption ist bei konstantem Druck und konstanter Temperatur umso grosser, je grosser die Konzentration C ist. Das Probe- Volumen dient also als CM-abhängiger Absorber für Licht einer von der Molekül-Spezies M absorbierbaren Wellenlänge XM. Die Detektionszelle enthält ebenfalls Moleküle der Molekül-Spezies M, allerdings ist die dort vorliegende
Konzentration CM,O der M-Moleküle vorgebbar. Mit zunehmender Konzentration CM gelangt weniger Licht der von der Molekül-Spezies M absorbierbaren Wellenlänge XM in die Detektionszelle. Entsprechend verkleinern sich die photoakustischen Signale SM der Detektionszelle. Die Signale SM sind also abhängig von der Konzentration CM. Für schwache Absorption (cxL<<l mit Absorptionskoeffizient a und Absorptionslänge L) und in guter Näherung sind die Signale SM proportional zu 1 -CM.
Durch die Trennung von Probe-Volumen und photoakustischer Detektions- Zelle wird es möglich, eine hohe Nachweisempfindlichkeit zu erreichen. Insbesondere bei kontinuierlichen Gas- oder Flüssigkeitsmessungen im Durch- fluss entsteht kein druckschwankungs- oder strömungsbedingtes Störsignal in der photoakustischen Detektionszelle, welches einen Signal-Untergrund (Rauschen) und somit eine Erhöhung der Nachweisgrenze erzeugen würde. Auch ist die Detektionszelle unbeeinflusst von weiteren Störeinflüssen des Probe-Volumens, wie beispielsweise Temperaturschwankungen oder chemischen Eigenschaften der zu untersuchenden Probe.
Weiterhin ist ein solches Absorptionsspektrometer einfach und flexibel an eine Messaufgabe anpassbar, weil die Eigenschaften der photoakustischen Detektionszelle (unter anderem Geometrie und Material) unabhängig von Anforderungen an das Probe-Volumen gewählt und optimiert werden können. Insbesondere ist es möglich, ein nicht-abgeschlossenes Probe-Volumen zu untersuchen (open-path-measurement). Auch die Messung aggressiver Molekül-Spezies M, die inkompatibel mit Materialien in der photoakusti- sehen Zelle sind, wird ermöglicht.
Ein solches Absorptionsspektrometer und Messverfahren ist kostengünstig an eine Messaufgabe anpassbar, da typischerweise nur geringe Modifikatio- nen notwendig sind, wie beispielsweise die Änderung der Konzentration CM.O
oder Austausch der Moleküle des Molekül-Spezies M in der Detektorzelle gegen Moleküle einer anderen zu detektierenden Molekül-Spezies oder die Änderung der Absorptionsweglänge L. Ein solches Absorptionsspektrometer und Messverfahren ist auch hinsichtlich des Messbereiches (typische zu 5 messende Konzentrationen) besser an eine Messaufgabe anpassbar sowie optimierbar hinsichtlich des dynamischen Messbereiches (Verhältnis von kleinster zu grösster messbarer Konzentration). Dies wird durch die Vorgeb- barkeit der in der Detektionszelle vorliegenden M-Konzentration CM,O erreicht und auch dadurch, dass eine Absorptionslänge L in dem Probe-Volumen w gross und unabhängig von der Detektionszelle gewählt werden kann.
Zudem kann eine grössere Messgenauigkeit erreicht werden, denn der für «L<<1 lineare Zusammenhang zwischen dem photoakustischen Signal und der absorbierten Strahlungsleistung ist relativ simpel, sofern die in der De-
15 tektionszelle vorliegenden Molekül-Spezies vorgebbar oder wenigstens bekannt sind. Dieser Zusammenhang zwischen dem photoakustischen Signal und der absorbierten Strahlungsleistung kann deutlich komplexer und schwerer interpretierbar sein, wenn verschiedene, durch die Zusammensetzung der zu untersuchenden Probe bestimmte und möglicherweise variie-
20 rende, Molekül-Spezies in der photoakustischen Zelle vorliegen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes mit photoakustischer Detektion ist die Reihenfolge entlang des Lichtwe¬ ges wie folgt: Lichtquelle, Referenzzelle, Probe-Volumen, Detektionszelle. 25 Die Detektionszelle enthält nicht nur Moleküle der Molekül-Spezies M, son- k dem auch noch Moleküle der Molekül-Spezies R in einer vorgebbaren Konzentration C .Det, welche in der Detektionszelle photoakustische Signale Sß.Det erzeugen. Mittels der Auswerte-Einheit können die Signale S . ef zur Überwa¬ chung der Stabilität des von der Lichtquelle emittierten Lichtes verwendet 30 werden. Durch Vergleich der Signale SR.Ref und S .De können, unabhängig von
der Stabilität der Lichtquelle, Lichtintensitätsverluste auf dem Lichtweg zwischen der Referenzzelle und der Detektionszelle detektiert werden. Derartige Lichtintensitätsverluste können beispielsweise durch eine fortschreitende Verschmutzung einer das Probe-Volumen beinhaltenden Vielfachreflexions- zelle auftreten, typischerweise durch Ablagerungen oder Adsorptionen an Spiegeln oder Fenstern. Eine hohe Messgenauigkeit und eine grosse Langzeitstabilität können auf diese Weise erreicht werden.
Vorteilhafterweise sind im Falle einer nicht mit der Referenzzelle identischen Detektionszelle die Referenzzelle und die Detektionszelle gleichartig ausgebildet. Sie weisen also vorzugsweise gleichartige optische, akustische, photoakustische und/oder geometrische Eigenschaften auf sowie bevorzugt auch dieselben Materialien und dieselbe Mikrophon-Anordnung. Dadurch wird die Intensitäts-Kalibrierung und die Kompensation von Lichtverlusten optimal vereinfacht.
Vorteilhaft ist das Probe-Volumen in einer Vielfachreflexionszelle angeordnet. Dadurch wird eine hohe Nachweisempfindlichkeit erreicht.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes umfasst das Absorptionsspektrometer mindestens ein zweites Probe- Volumen, welches zu detektierende Moleküle einer Molekül-Spezies N in einer zu bestimmenden Konzentration CN enthält. Wenn die Detektions-Einheit eine photoakustische Detektionszelle ist, so enthält die Detektionszelle ebenfalls Moleküle der Molekül-Spezies N, allerdings in einer vorgebbaren Konzentration cN)o. Auf diese Weise sind mit den gleichen, oben genannten Verfahrens seh ritten und mit demselben, oben beschriebenen Absorptionsspektrometer mehrere verschiedene Molekül-Spezies und mehrere Proben-Volumina untersuchbar. Das zweite Proben-Volumen kann auch mit dem bereits genannten Probe-Volumen identisch sein, wobei es dann auch
möglich ist, dass das Probe-Volumen in der Detektionszelle angeordnet ist und die Konzentrationen in der Detektionszelle nicht vorgebbar, sondern die zu bestimmenden Konzentrationen CM.C sind.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen und Vorteile gehen aus den abhängigen Patentansprüchen und den Figuren hervor.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein einfaches erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer mit photoakustischer Detektion, schematisch; Fig. 2 eine einfaches erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer, wobei die Referenzzelle identisch ist mit der photoakustischen Detektionszelle, schematisch; Fig. 3 ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer mit photoakustischer Detektion und Hohlspiegeln, schematisch; Fig. 4 ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer mit einer
Vielfachreflexionszelle, wobei die Referenzzelle identisch ist mit der photoakustischen Detektionszelle, schematisch; Fig. 5 ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer mit photo- akustischer Detektion und einer Vielfachreflexionszelle, schema¬ tisch; Fig. 6 ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer mit photo¬ akustischer Detektion, einer Vielfachreflexionszelle und Refe- renz-Molekülen in der Detektionszelle, schematisch;
Fig. 7 ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer mit photoelektrischer Detektion und einer Vielfachreflexionszelle, schematisch.
5 Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche oder zumindest gleichwirkende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
w
Wege zur Ausführung der Erfindung
Fig. 1 zeigt schematisch ein einfach aufgebautes erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer mit photoakustischer Detektion zur Spurengas-
15 Analyse. Eine Lichtquelle 1 emittiert Licht entlang eines Lichtweges l a (gepunktet dargestellt). Das Licht ist gepulst, es weist also eine periodische Intensitätsmodulation auf. Beispielsweise kann dies bei einem cw-Laser durch einen mechanischen Unterbrecher (chopper) erreicht werden. Typischerweise ist die Unterbrecherfrequenz von der Grössenordnung 1 kHz. Das von der
20 Lichtquelle 1 emittierte Licht ist vorteilhaft spektral schmalbandig und vorzugsweise von geringer Divergenz.
Das Licht durchläuft zunächst eine photoakustische Referenzzelle 6. Diese enthält Moleküle einer Referenz-Molekül-Spezies R in einer vorgebbaren
25 Konzentration C .Ref. Im allgemeinen ist ausser den Molekülen der Referenz- k
Molekül-Spezies R auch noch ein Trägergas in der Referenzzelle 6 enthalten, beispielsweise Stickstoff oder technische Luft. Die Referenzzelle 6 weist ein speziell ausgebildetes Gehäuse und eine Mikrophon-Anordnung 61 auf. Die Geometrie des Gehäuses ist vorteilhaft derart ausgebildet, dass das Gehäuse 30 eine starke akustische Resonanz aufweist, typischerweise im Frequenzbe-
reich der Grössenordnung 1 kHz. Das Gehäuse ist vorteilhaft gasdicht verschlossen. Es könnte aber auch im Durchfluss gemessen werden. Wenn die Lichtwellenlänge auf einen Absorptionspeak der Referenz-Molekül-Spezies R abgestimmt ist, werden durch das periodisch modulierte Licht periodische Druckwellen erzeugt, welche mittels der Mikrophon-Anodnung 61 detektier- bar sind. Die so erzeugten photoakustischen Signale SR. ef sind von C . ef abhängig und werden an eine mit der Referenzzelle 6 über eine Signal-Leitung wirkverbundene Auswerte-Einheit 4 übermittelt (Wirkverbindung als gestrichelte Linie dargestellt). Diese und die weiter unten genannten Wirkverbin- düngen können auch als Verbindungen bezeichnet werden und sich typischerweise (elektrische) Signal-Leitungen. In der Auswerte-Einheit 4 werden die Signale SR. ef ausgewertet.
In Fig 1 wird das Licht an zwei optionalen Spiegeln reflektiert und gelangt dann in ein Probe-Volumen 2. Das Probe-Volumen 2 wird gebildet von einer zu analysierende Gasmenge, die in diesem Fall per Probenentnahme gewonnen ist. Diese Probe enthält Moleküle einer zu untersuchenden Molekül- Spezies M in einer zu bestimmenden Konzentration CM.
Das Probe-Volumen 2 ist in einer photoakustischen Detektionszelle 3 enthalten. Die Detektionszelle 3 ist hier vorteilhaft genauso aufgebaut wie die Referenzzelle 6. Sie weist eine Mikrophon-Anordnung 31 auf. Wenn die Lichtwellenlänge des von der Lichtquelle 1 emittierten Lichtes auf die Wellenlänge XM eines charakteristischen Absorptionspeaks der Molekül- Spezies M abgestimmt ist, wird von den Molekülen der Molekül-Spezies M
Licht absorbiert. Im allgemeinen wird das Licht nur zu einem Teil absorbiert. Aufgrund der periodischen Modulation des Lichtes werden dann in der De¬ tektionszelle 3 periodische Druckwellen erzeugt, welche mittels der Mikro¬ phon-Anodnung 31 detektierbar sind. Die so erzeugten photoakustischen Signale SM werden an die mit der Detektionszelle 3 über eine Signal-Leitung
wirkverbundene Auswerte-Einheit 4 übermittelt (Wirkverbindung als gestrichelte Linie dargestellt). In der Auswerte-Einheit 4 werden die Signale SM ausgewertet, so dass eine Information über die Grosse der Konzentration CM gewonnen wird. Ist das Produkt von Absorptionskoeffizient α und Absorpti- onslänge L (im Probe-Volumen) viel kleiner als eins (OCL<< 1 ) und sind Störeinflüsse, wie beispielsweise der Kinetic Cooling Effect, vernachlässigbar, so ist die Zunahme der photoakustischen Signale SM zur Konzentration CM proportional, da SM proportional zu CM ist.
Zur Kalibrierung des Absorptionsspektrometers und der Signale SM werden die Signale S .Ref genutzt, wie weiter unten beschrieben wird.
Vorteilhaft ist die Lichtquelle 1 ein Quantenkaskadenlaser mit verteilter Rückkopplung (quantum cascade distributed feedback laser, QC-DFB laser). Ein solcher Laser ist kontinuierlich durchstimmbar über einen bestimmten Wellenlängenbereich. Beispielsweise erlaubt dies die Aufnahme eines kontinuierlichen Absorptionsspektrums, indem die Wellenlänge des QC-DFB- Lasers über einen Wellenlängenbereich durchgestimmt wird, der mindestens einen für die Molekül-Spezies M charakteristischen Absorptionspeak bei der Wellenlänge XM beinhaltet. Vorzugsweise wird ein quasi-kontinuierliches Absorptionsspektrum gemessen, indem der QC-DFB-Laser kontinuierlich durchgestimmt wird über einen Wellenlängenbereich, der mindestens einen für die Molekül-Spezies M charakteristischen Absorptionspeak beinhaltet, wobei gleichzeitig in kurzen, typischerweise äquidistanten Zeitabständen photoakustische Signale der Detektionszelle 3 von der Auswerte-Einheit 4 aufgezeichnet werden. Aus einem derart gewonnenen Absorptionsspektrum kann mittels der Auswerteeinheit 4 mit grosser Genauigkeit die absorbierte Lichtleistung und daraus der Absorptionskoeffizient o< der zu untersuchen¬ den Molekül-Spezies M und daraus, unter Kenntnis entsprechender Molekül- konstanten, die zu bestimmende Konzentration CM bestimmt werden. Vor-
teilhaft wird bei dieser Auswertung mittels der Auswerte-Einheit 4 eine Anpassung einer Kurve an das Absorptionsspektrum durchgeführt (curve fit— ting). Durch das Messen eines (quasi-kontinuierlichen) Spektrums wird die Querempfindlichekeit der Messmethode gegen Molekül-Spezies, die im Probe-Volumen oder anderweitig entlang des Lichtweges l a vorhanden sind und einen Absorptionspeak nahe der Wellenlänge XM aufweisen, minimiert. In einem solchen Fall ist die Kurvenform des Spektrums im allgemeinen charakteristisch verändert, was beim curve fitting bemerkbar ist und entsprechende Korrekturen ermöglicht.
Die Referenz-Molekül-Spezies R und die Lichtquelle 1 sind derart gewählt, dass von der Lichtquelle 1 Licht emittierbar ist, welches von Molekülen der Referenz-Molekül-Spezies R absorbierbar ist. Vorzugsweise ist die Referenz-Molekul-Spezies R ausserdem noch derart gewählt, dass sie eine sol- ehe charakteristische Absorptionswellenlänge XR aufweist, die von einer für die Molekül-Spezies M charakteristischen Wellenlänge XM nur geringfügig verschieden ist, allerdings ohne dass sich die Absorptionspeaks bei XM und XR überlappen würden oder zumindest derart, dass die Absorptionspeaks bei XM und XR bei der Auswertung unterscheidbar sind. In diesem Fall können bei der Messung vorteilhaft Spektren aufgenommen werden, die sich über einen Wellenlängenbereich erstrecken, der mindestens diese beiden charakteristischen Wellenlängen XM und XR beinhaltet. Es können aber auch getrennte Wellenlängenbereiche und somit separate Spektren für die Molekül-Spezies M und die Referenz-Molekül-Spezies R gemessen werden.
Vorteilhaft ist die für die Referenz-Molekül-Spezies R charakteristische Wel¬ lenlänge XR bekannt, so dass die Signale SR.Ref zu einer absoluten Wellenlän¬ gen-Kalibrierung einsetzbar sind. Beispielsweise können bei QC-DFB-Lasern durch Alterungsprozesse oder veränderliche Betriebsbedingungen Verände- rungen solcherart hervorgerufen werden, dass sich der Zusammenhang zwi-
schen der von dem QC-DFB-Laser emittierten Lichtwellenlänge und einem zur Wahl der Lichtwellenlänge eingesetzten Steuerparameter (typischerweise Temperatur oder Injektionsstrom) ändert. Mittels der Signale SR. ef können derartige Veränderungen kompensiert werden. Die Signale S .Ref dienen als ein Wellenlängen-Standard.
Alternativ oder zusätzlich können die Signale S .Ref auch zur Intensitäts- Kalibrierung eingesetzt werden. Die Intensität des die photoakustischen Signale SM und SR.Ref erzeugenden Lichtes kann sich auch bei gleichbleibender Konzentration CM verändern. Dies kann beispielsweise aufgrund von Alterungsprozessen oder veränderlichen Betriebsbedingungen der Lichtquelle 1 geschehen. Umfasst die Lichtquelle 1 einen Laser, kann sich beispielsweise die Laserstrahlgeometrie ändern. Und auch Veränderungen des Strahlenganges, also des Verlaufs des Lichtweges l a, können auftreten und einen stö- renden Einfluss auf die Signal-Intensitäten haben. Weiterhin können Störeinflüsse auch aufgrund von Lichtintensitätsverlusten auf dem Lichtweg l a geschehen. Beispielsweise durch verschmutzungs- oder adsorptionsbedingte veränderliche Reflexion, Absorption und/oder Streuung an optischen Elementen entlang des Lichtweges l a, wie zum Beispiel an den Spiegeln oder an Ein- oder Austritts- Fenster photoakustischer Zellen 3,6, oder durch Streuung oder Absorption auf dem Lichtweg l a, wie beispielsweise aufgrund von Feuchtigkeit oder Russpartikeln. Um derartige Intensitätsschwankungen oder Lichtintensitätsverluste zu kompensieren, können die Signale SR. ef als ein Intensitäts-Standard eingesetzt werden. Für eine genaue Kompensation wird dabei vorausgesetzt, dass die Intensitätsschwankungen keine starke Wellen- längenabhängigkeit aufweisen oder wenigstens bei den Wellenlängen XM und XR ungefähr gleich gross sind.
In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 besteht eine optionale Wirkverbin- düng zwischen der Lichtquelle 1 und der Auswerte-Einheit 4 (Wirkverbin-
dung als gestrichelte Linie dargestellt). Diese Wirkverbindung dient der Übermittlung von Steuersignalen der Lichtquelle 1 an die Auswerte-Einheit 4. Bei einer Messung dienen die Steuersignale der Vereinfachung der Auswertung der photoakustischen Signale, indem die von der Lichtquelle 1 emittier- te Wellenlänge zu der Interpretation und Auswertung der photoakustischen Signale SM.S .Ref in der Auswerte-Einheit 4 in Beziehung gesetzt wird. Beispielsweise kann jeweils zu Beginn und am Ende des Wellenlängen- Durchstimmens für ein Spektrum ein Steuersignal übermittelt werden, so dass für die Auswertung klar ist, welche der von der Detektionszelle 3 an die Auswerte-Einheit 4 übermittelten photoakustischen Signale zu einem Spektrum gehören. Vorzugsweise werden aber Steuersignale benutzt, die direkt von dem zur Wahl der Lichtwellenlänge eingesetzten Steuerparameter (typischerweise Temperatur oder Injektionsstrom) abhängig sind. Auf diese Weise kann, gegebenenfalls nach einer Wellenlängen-Kalibrierung, zu jedem Zeit- punkt der Messung ein photoakustisches Signal der zugehörigen Lichtwellenlänge zugeordnet werden.
Fig. 2 zeigt eine weitere einfache Ausführungsform des erfindungsgemässen Absorptionsspektrometers, welche besonders kostengünstig realisierbar ist und mit photoakustischer Detektion arbeitet. Dieses Absorptionsspektrometer entspricht weitgehend dem aus Fig. 1. Allerdings ist hier die Referenzzelle 6 identisch mit der Detektionszelle 3. Das heisst, dass das Absorptionsspektrometer nur eine einzige photoakustische Zelle beinhaltet. Diese enthält sowohl das zu untersuchende Probe-Volumen 2 mit Molekülen der Molekül-Spezies M in einer zu bestimmenden Konzentration CM als auch Mo- leküle der Referenz-Molekül-Spezies R in einer vorgebbaren Konzentration C .Ref. Ist die Wellenlänge des Lichtes der Lichtquelle 1 auf eine charakteristische Wellenlänge λM oder λR abgestimmt, so wird Licht von den jeweili¬ gen Molekülen M beziehungsweise R absorbiert, und entsprechende photo-
akustische Signale SM, SR. ef werden erzeugt und an die Auswerte-Einheit 4 geleitet.
Wellenlängen- und/oder Intensitäts-Kalibrierungen können wie oben be- 5 schrieben durchgeführt werden. Insbesondere ist eine einfache und genaue Kompensation von sämtlichen Lichtintensitätsverlusten oder -Schwankungen, die vor der Detektionszelle 3 (=Referenzzelle 6) auftreten, möglich.
Eine optionale Wirkverbindung zwischen der Lichtquelle 1 und der Auswerte- w Einheit 4 ist hier nicht vorgesehen, kann aber vorteilhaft vorgesehen werden.
Fig. 3 zeigt schematisch eine weitere vorteilhafte Ausführungsform eines er- findungsgemässen Absorptionsspektrometers. Dieses Absorptionsspektrometer entspricht weitgehend dem aus Fig. 1. Allerdings sind hier die photo- 75 akustische Referenzzelle 6 und die Detektionszelle 3 zwischen zwei sphärischen Hohlspiegeln 7,7' angeordnet. Mittels eines Spiegels wird das Licht der Lichtquelle 1 in den Lichtweg zwischen den Hohlspiegeln 7,7' eingekoppelt.
20 Aufgrund der Hohlspiegel 7,7' wird das Licht der Lichtquelle 1 mehrfach derart reflektiert, dass die Detektionszelle 3 mitsamt dem Probe-Volumen 2 und die Referenzzelle 6 mehrfach von dem Licht durchlaufen werden. Dadurch kann eine hohe Nachweisempfindlichkeit und eine verbesserte Mess¬ genauigkeit erzielt werden. Denn durch das mehrfache Durchlaufen der pho-
25 toakustischen Zellen 3,6 werden grössere photoakustische Signale S .S .Ref k erzeugt. Eine vergrösserte Absorptionslänge L und somit eine stärkere Ab¬ sorption im Probe-Volumen 2 wird erzielt.
Die optionale Wirkverbindung zwischen der Lichtquelle 1 und der Auswerte- so Einheit 4 ist hier nicht vorgesehen, kann aber vorgesehen werden.
Fig. 4 zeigt schematisch ein weiteres vorteilhaftes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. In diesem Absorptionsspektrometer zur Spurengas-Analyse wird photoakustisch detektiert, wobei allerdings das Probe- 5 Volumen 2 getrennt angeordnet ist von der photoakustischen Detektionszelle 3. Wie in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ist auch hier die Referenzzelle 6 identisch mit der Detektionszelle 3.
Als Lichtquelle 1 dient beispielsweise ein QC-DFB Laser, dessen Lichtintensi- w tat durch Variation des Injektionsstromes des QC-DFB Lasers moduliert wird, so dass gepulstes Licht emittiert wird. Das Licht gelangt entlang des Lichtweges l a zunächst in eine Vielfachreflexionszelle 5, die das Probe- Volumen 2 enthält.
15 Die Vielfachreflexionszelle 5 ist vorteilhaft eine White- oder eine Herriott- Zelle. Die Absorptionslänge L in dem Probe-Volumen kann mittels der Vielfachreflexionszelle 5 gewählt werden, und es können grosse Absorptionslängen L eingestellt werden. Dadurch kann das Absorptionsspektrometer an ein Messproblem angepasst werden, und die Nachweisempfindlichkeit kann
20 erhöht werden. Wie in Fig. 4 dargestellt, kann die Vielfachreflexionszelle 5 für Messungen im Gasdurchfluss geeignet sein. Dazu weist die Vielfachreflexionszelle 5 in Fig. 4 einen Gas-Einlass 51 und einen Gas-Auslass 52 auf. Zusätzlich kann noch ein Druckmesser 53 zur Druckmessung in der Vielfachreflexionszelle 5 vorgesehen sein, wodurch Druckschwankungen im Pro-
25 be-Volumen 2 bestimmt werden können. Es ist vorteilhaft möglich, die k
Druckschwankungen im Probe-Volumen 2 zur Intensitäts- und/oder Linien¬ breiten-Korrektur der Signale SM an die Auswerte-Einheit 4 zu übermitteln (nicht dargestellt).
ln dem Probe-Volumen liegen Moleküle einer Molekül-Spezies M in der zu bestimmenden Konzentration C in einem Trägergas vor. Wenn die Lichtwellenlänge auf eine Wellenlänge XM eines charakteristischen Absorptionspeaks der Molekül-Spezies M abgestimmt ist, wird von den Molekülen der Molekül- 5 Spezies M Licht absorbiert.
Nach Verlassen der Vielfachreflexionszelle 5 und des Probe-Volumens 2 dringt das Licht in eine photoakustische Detektionszelle 3, die gleichzeitig auch als Referenzzelle 6 dient. Sie enthält also Moleküle der Molekül- w Spezies M in einer vorgebbaren, vorteilhafterweise bekannten Konzentration CM.O sowie Moleküle der Referenz-Molekül-Spezies R in einer vorgebbaren, vorteilhafterweise bekannten Konzentration C . ef. Ist die Lichtwellenlänge auf eine Wellenlänge XM eines charakteristischen Absorptionspeaks der Molekül-Spezies M abgestimmt, so werden photoakustische Signale SM er-
75 zeugt und an die Auswerte-Einheit 4 weitergeleitet, die von der Konzentration CM und der Konzentration CM.O abhängig sind. Ist die Lichtwellenlänge auf eine Wellenlänge XR eines charakteristischen Absorptionspeaks der Referenz-Molekül-Spezies R abgestimmt, so werden photoakustische Signale S .Ref erzeugt und an die Auswerte-Einheit 4 weitergeleitet, die von der
20 Konzentration C . ef abhängig sind.
Die photoakustischen Signale SM hängen nicht nur von CM.O ab, sondern auch von CM. Denn das Probe-Volumen 2 dient als CM-abhängiger Lichtabsorber für Licht der Lichtquelle 1 , insbesondere für von der Lichtquelle 1 emittiertes
25 Licht der für die Molekül-Spezies M charakteristischen Wellenlänge XM. Wenn k die Konzentration CM von Molekülen der Molekül-Spezies M im Probe- Volumen null ist (CM=0), sind die Signale SM bei der Absorptionswellenlänge XM maximal. Denn das Licht der Lichtquelle 1 gelangt mit einer maxima¬ len Lichtintensität in die Detektionszelle 3 und erzeugt dort ein maximales 30 photoakustisches Signal. Je grosser die Konzentration CM im Probe-Volumen
ist, desto weniger Licht der charakteristischen Absorptionswellenlänge XM gelangt in die Detektionszelle 3, so dass die entsprechenden photoakustischen Signale SM kleiner werden. Ist das Produkt von Absorptionskoeffizient a und Absorptionslänge L (im Probe-Volumen) viel kleiner als eins (od_<<1 ), so ist die Abnahme der photoakustischen Signale SM zur Konzentration CM proportional, da SM proportional zu 1 -CM ist.
Mittels der vorggebbaren Konzentration CM.O und/oder der vorgebbaren Absorptionslänge L ist es möglich, einen gewünschten Messbereich von Kon- zentrationen CM ZU wählen. Dadurch kann die Messgenauigkeit optimal an eine Messaufgabe angepasst werden, und der für die photoakustische Messung zur Verfügung stehende dynamische Bereich, typischerweise etwa drei Grössenordnungen, kann optimal genutzt werden. Insbesondere ist es ist möglich, die Nachweisempfindlichkeit des Absorptionsspektrometers durch die Wahl von CM.O und/oder L zu optimieren.
Die Signale SR.Ref können in der weiter oben beschriebenen Weise zur Wellenlängen- und/oder Intensitäts-Kalibrierung verwendet werden. Lichtintensitätsverluste, die durch Intensitätsschwankungen der Lichtquelle 1 oder durch Verluste in der Vielfachreflexionszelle 5, zum Beispiel durch Absorbate auf den Spiegelflächen der Vielfachreflexionszelle 5, verursacht werden, können zur Korrektur der Signale SM verwendet werden.
Fig. 5 zeigt schematisch ein weiteres vorteilhaftes erfindungsgemässes Ab- sorptionsspektrometer mit photoakustischer Detektion. Es ist dem Absorptionsspektrometer aus Fig. 4 sehr ähnlich und wird daher ausgehend von diesem beschrieben. Anders als in Fig. 4 dient in dem Absorptionsspektrometer in Fig. 5 die Detektionszelle 3 nicht als Referenzzelle 6. Es ist eine separate Referenzzelle 6 vorgesehen. Die Detektionszelle 3 und die Referenzzelle 6 sind voneinander verschiedene photoakustische Zellen. Dies ist besonders
vorteilhaft, wenn die Referenz-Molekül-Spezies R nicht mit den in der Detektionszelle 3 vorhandenen Molekülen kompatibel ist, beispielsweise weil R-Moleküle mit M-Moleülen chemisch miteinander reagieren können.
Die Referenzzelle 6 ist auf dem Lichtweg l a vorteilhaft zwischen der Lichtquelle 1 und dem Probe-Volumen 2 angeordnet. Die Referenzzelle 6 kann auch auf dem Lichtweg l a zwischen dem Probe-Volumen 2 und der Detektionszelle 3 angeordnet sein. Vorteilhaft sind die Detektionszelle 3 und die Referenzzelle 6 gleichartig ausgebildet. Das heisst insbesondere, dass die beiden photoakustischen Zellen dieselben Resonanzfrequenzen aufweisen oder besser noch im wesentlichen dieselben photoakustischen Eigenschaften aufweisen und insbesondere im wesentlichen dieselben akustischen, optischen und geometrischen Eigenschaften und eine gleichartige Mikrophon- Anordnung aufweisen und vorteilhaft auch aus den gleichen Materialien ge- fertigt sind. Dadurch sind photoakustische Signale der zwei Zellen 3,6 einfacher und direkter vergleichbar, so dass Kalibrierungen einfacher und genauer möglich sind.
Das gepulste Licht der Lichtquelle 1 durchläuft in Fig. 5 zunächst die photo- akustische Referenzzelle 6, welche Moleküle einer Referenz-Molekül- Spezies R in einer vorgebbaren Konzentration CR.Ref enthält. Wenn das Licht der Lichtquelle 1 auf eine für die Referenz-Molekül-Spezies R charakteristische Wellenlänge XR abgestimmt ist, werden photoakustische Signale SR. ef erzeugt und zur Auswertung an die Auswerte-Einheit 4 übermittelt. Danach durchläuft das Licht die Vielfachreflexionszelle 5, die das Probe-Volumen 2 beinhaltet, welches Moleküle der Molekül-Spezies M in der zu bestimmenden Konzentration C enthält. Das Probe-Volumen dient als CM-abhängiger Absorber für Licht der für die nachzuweisende Molekül-Spezies M charakteristischen Wellenlänge XM. Dann durchläuft das Licht die photoakustische Detektionszelle 3. Diese enthält Moleküle der Molekül-Spezies M in einer
vorgebbaren Konzentration CM.O. Ist die Wellenlänge der Lichtquelle 1 auf XM abgestimmt, so werden photoakustische Signale SM erzeugt. Bei einer verschwindenden Konzentration CM sind die Signale SM maximal. Je grosser CM, desto kleiner die Signale SM, da SM proportional zu 1 -CM ist.
5
Die Signale S .Ref können in der Auswerte-Einheit 4 zur Wellenlängen- Kalibrierung und/oder zur Intensitäts-Kalibrierung eingesetzt werden, wie weiter oben beschrieben. Insbesondere ist es in dem Aufbau von Fig. 5 möglich, die von der Lichtquelle emittierte Lichtleistung zu überwachen und ent- w sprechende Korrekturen vorzunehmen, so dass eine sich verändernde Lichtleistung der Lichtquelle 1 nicht zu verfälschten Werten für CM führt.
In Fig. 6 ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Der Aufbau des Absorptionsspektrome-
75 ters entspricht weitgehend dem im Zusammenhang mit Fig. 5 beschriebenen Aufbau. In Fig. 6 enthält die Detektionszelle 3 aber zusätzlich zu den Molekülen der Molekül-Spezies M noch Moleküle derselben Referenz-Molekül- Spezies R wie die Referenzzelle 6. In der Detektionszelle 3 liegen die Moleküle der Referenz-Molekül-Spezies R in einer vorgebbaren Konzentrati-
20 on C .De vor. Vorteilhaft ist diese Konzentration CR.Det gleich gross gewählt wie die Konzentration CR, ef der Moleküle der Referenz-Molekül-Spezies R in der Referenzzelle 6. Dadurch sind photoakustische Signale der zwei Zellen 3,6 einfacher und direkter vergleichbar, so dass Intensitäts- Kalibrierungen einfacher und genauer möglich sind. Vorteilhaft ist es eben-
25 falls, wenn die Detektionszelle 3 und die Referenzzelle 6 gleichartig ausge- bildet sind.
Ausser den Signalen SM, welche von den Molekülen der Molekül-Spezies M in der Detektionszelle 3 stammen und von der Konzentration CM abhängen,
30 werden der Auswerte-Einheit 4 noch photoakustische Signale S .Ref und SR.Det
übermittelt. Die Signale SR.Ref stammen von den in der Referenzzelle 6 enthaltenen Molekülen der Referenz-Molekül-Spezies R und können zur Überwachung der von der Lichtquelle 1 emittierten Lichtleistung eingesetzt werden. Die Signale SR.Det stammen von den in der Detektionszelle 3 enthaltenen 5 Molekülen der Referenz-Molekül-Spezies R. Durch Vergleich der Signale S .Ref und S .Det können die zwischen der Referenzzelle 6 und der Detektionszelle 3, also die im Probe-Volumen 2 auftretenden Lichtintensitätsverluste in der Auswerte-Einheit 4 bestimmt werden. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn beispielsweise auf zwischen der Referenzzelle 6 und der Detektions- w zelle 3 angeordneten optischen Elementen, wie den Spiegeln der Vielfachreflexionszelle 5, Verschmutzungen auftreten. Oder wenn beispielsweise in dem zu untersuchenden Gas enthaltene Russteilchen zu Lichtstreuung und einem entsprechenden Lichtintensitätsverlust führen. Für eine genaue Kompensation der Lichtverluste muss vorausgesetzt werden, dass die Lichtver-
75 luste keine starke Wellenlängenabhängigkeit im Bereich der charakteristischen Absorptionswellenlängen XM und XR aufweisen. Vorteilhaft kann die Auswerte-Einheit 4 eine Selbstdiagnose-Einheit umfassen, die aufgrund der aus den Signalen S . ef gewonnenen Informationen über die Intensitäts- Stabilität der Lichtquelle 1 und aufgrund der Signale SR.Ref und S^Det ent-
20 scheidet, wann die Lichtquelle 1 zu überprüfen oder zu ersetzen ist und wann die Vielfachreflexionszelle 5 zu überprüfen oder zu reinigen ist. Bei entsprechenden Betriebsbedingungen (Überschreiten von vorgebbaren Fehlertoleranzen) kann die Auswerte-Einheit 4 Warnsignale abgeben. Aufgrund eines zeitlichen Verlaufs der gemessenen Signale können Vorhersagen über
25 notwendig werdende Wartungsarbeiten getroffen werden, wobei die Fehler- k quelle für eine anstehende Wartung oder Reparatur (Lichtquelle 1 oder Pro¬ be-Volumen 2) angegeben werden kann. Es können Informationen über die Intensität des von der Lichtquelle 1 emittierten Lichtes und zusätzlich noch Informationen über den Verschmutzungszustand des Probe-Volumens 2 ge- 30 wonnen werden.
Zur Kalibrierung der Wellenlänge können die Signale SR.Ref und/oder Signale S .Det verwendet werden. Zwischen der Lichtquelle 1 und der Auswerte- Einheit 4 besteht eine optionale Wirkverbindung zur Übertragung von Steu- 5 ersignalen der Lichtquelle 1 an die Auswerte-Einheit 4. Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben dienen diese Steuersignale bei der Messung der Vereinfachung der Auswertung der photoakustischen Signale, indem die Wellenlängen-Wahl der Lichtquelle 1 zu der Interpretation und Auswertung der photoakustischen Signale in der Auswerte-Einheit 4 in Bezie- w hüng gesetzt wird. Mittels der Übertragung derartiger Steuersignale ist während einer Messung jederzeit eine eindeutige Zuordnung eines photoakustischen Signals zu der entsprechenden Lichtwellenlänge möglich. Falls sich im Laufe der Zeit oder durch Störeinflüsse der Zusammenhang zwischen dem Steuersignal und der emittierten Lichtwellenlänge ändert, kann eine solche
15 Veränderung mittels der Signale SR. ef und/oder SR.Det von der Auswerte- Einheit 4 erkannt werden. Mittels der Wellenlängen-Kalibrierung kann dann von der Auswerte-Einheit 4 ein neuer, korrigierter Zusammenhang zwischen Steuersignal und der emittierten Lichtwellenlänge bestimmt werden. Auf diese Weise wird eine hohe Genauigkeit und Betriebssicherheit des Absorpti-
20 onsspektrometers erreicht. Der neue, korrigierte Zusammenhang zwischen Steuersignal und der emittierten Lichtwellenlänge kann über die genannte Wirkverbindung von der Auswerte-Einheit 4 an die Lichtquelle 1 übertragen werden, so dass stets in dem gewünschten Wellenlängenbereich gemessen werden kann. Über die genannte Wirkverbindung können auch Ergebnisse
25 der Intensitäts-Kalibrierung von der Auswerte-Einheit 4 an die Lichtquelle 1 k übertragen werden. In dem Falle kann eine derartige Steuerung der Licht¬ quelle 1 erzielt werden, dass Wellenlängen- und/oder zeitabhängig keine oder nur noch geringe Intensitätsschwankungen auftreten.
Fig. 7 zeigt schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Das Absorptionsspektrometer entspricht weitgehend dem in Fig. 5 dargestellten. Aber als Detektions-Einheit 3 dient hier ein photoelektrischer Detektor 3, insbesondere eine Photodiode 3. Das in der Vielfachre-
5 flexionszelle 5 angeordnete Probe-Volumen 2 dient als ein CM-abhängiger Lichtabsorber, der bei charakteristischen Wellenlängen XM der M-Moleküle eine Verringerung der Lichtintensität erzeugt, die dann mittels der Photodiode 3 detektierbar ist. Die entsprechenden photoelektrischen Signale SM werden an die Auswerte-Einheit 4 übermittelt und können dort mittels der Sig- w nale SR. ef in einer oben genannten Weise korrigiert werden. Schwankungen der Lichtintensität der Lichtquelle 1 können dadurch einfach kompensiert werden. Und die Signale SR.Ref können als Wellenlängen-Standard eingesetzt werden.
75 Wenn es, wie in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 7, für die Detektions- Einheit 3 nicht nötig ist, gepulstes Licht für die Messung zu verwenden, son¬ dern im cw-Betrieb zu arbeiten, so kann natürlich während der Messungen mit kontinuierlichem Licht gearbeitet werden und das gepulste Licht nur ge¬ legentlich für Kalibrierungen genutzt werden.
20
Typische Parameter und Grössenordnungen für Spurengas-Detektion im Infrarot-Bereich werden im folgenden beispielhaft für die NH3-Detektion angegeben. Der Aufbau des Absorptionsspektrometers entspricht dem in Fig. 6 dargestellten. Die Wellenzahl k ist über die Gleichung k = 2π/λ mit der Wel-
25 lenlänge X verknüpft und wird typischerweise in cm-1 angegeben. k
- Lichtquelle: ein Quantenkaskadenlaser mit Durchstimmbereich von 1045 cm-1 - 1048 cm-1
- Verstimmung des Quantenkaskadenlasers durch Variation des Quanten- kaskadenlasers zwischen -1 5°C und 25°C
30 - Linienbreite des vom Quantenkaskadenlaser emittierten Lichts: 0.05 cm-1.
- gemessener charakteristischer Absorptionspeak von NH3 bei der Wellenzahl 1046.4 cm-1
- gemessene Breite des gemessenen charakteristischen Absorptionspeaks von NH3: 0.25 cm-1 (HWHM) bei 1 bar Totaldruck im Probe-Volumen - Absorptionslänge L=2.4 m
- CM.O = 100 ppm (Vol.) NH3 in synthetischer Luft
- Messbereich für CM: 0.1 ppm - 100 ppm
- Referenz-Molekül-Spezies: OCS mit CR.Ref = 1 l OOppm.
Die weiter oben und im folgenden aufgeführten alternativen oder zusätzlichen Merkmale sind optional und untereinander sowie mit den in der Beschreibung dargestellten Ausführungsbeispielen beliebig kombinierbar.
Als Lichtquelle 1 kann ein vorteilhaft Quantenkaskadenlaser, insbesondere ein QC-DFB-Laser gewählt werden. Quantenkaskadenlaser sind preiswert und ermöglichen eine hohe spektrale Auflösung und somit eine grosse Messgenauigkeit, da sie Licht einer geringen spektralen Breite emittieren. Die Abstimmung der Wellenlänge des emittierten Lichtes kann in diesem Fall vorteilhaft durch eine Temperatur-Modulation des Lasers und/oder durch eine Modulation des Injektionsstromes der Lasers erreicht werden. Um die Emission gepulsten Lichtes zu erreichen, kann der Injektionsstrom des Laser in geeigneter Weise moduliert werden. Es ist auch möglich, den Laser im cw- Modus zu betreiben und einen zusätzlichen, vorzugsweise mechanischen Unterbrecher (chopper) zu benutzen, um gepulstes Licht zu erhalten.
Statt eines Quantenkaskadenlasers kann auch ein anderer Lichterzeuger ein¬ gesetzt werden. Beispielsweise eine durchstimmbare Laserdiode, ein Farb¬ stoff-Laser, ein Faserlaser oder ein CO- oder ein Cθ2-Laser, Der Lichterzeu¬ ger sollte spektral schmalbandiges Licht emittieren, so dass ein für eine nachzuweisende Molekül-Spezies charakteristischer Absorptionspeak auf-
lösbar ist. Dies kann gegebenenfalls mit einem zusätzlichen Farbfilter erzielt werden.
Die Lichtquelle 1 kann einen einzigen oder auch mehrere Lichterzeuger um- 5 fassen, beispielsweise mehrere QC-DFB-Laser. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn mehrere Absorptionspeaks gemessen werden sollen und der von einem einzelnen Lichterzeuger abdeckbare Wellenlängenbereich nicht alle zu messenden Absorptionspeaks umfasst.
w Die Wellenlänge des Lichts der Lichtquelle 1 liegt vorzugsweise im Infrarot- Bereich, da dort typischerweise sehr charakteristische Absoptionspeaks von zu messenden Molekül-Spezies M vorliegen. Es kann aber Licht anderer Wellenlängenbereiche verwendet werden, wie. beispielsweise sichtbares Licht oder ultraviolettes Licht.
75
Die Durchstimmbarkeit der Lichtquelle 1 bedeutet hier nicht notwendigerweise, dass die Lichtquelle 1 einen kontinuierlich verstimmbaren Lichterzeu¬ ger umfasst. Es ist auch möglich, eine Lichtquelle 1 einzusetzen, die Licht mehrerer diskreter Wellenlängen emittiert. Beispielsweise kann eine Licht-
20 quelle 1 zwei (Halbleiter-)Laser umfassen, von denen ein erster Licht einer für die Molekül-Spezies M charakteristischen Wellenlänge XM emittieren kann und ein zweiter Licht einer für die Referenz-Molekül-Spezies R charakteristischen Wellenlänge XR. Mittels des zweiten Lasers kann dann eine Kalibrierung vorgenommen werden. Es kann auch noch ein dritter Laser eingesetzt
25 werden, welcher Licht einer anderen Wellenlänge, bei welcher kein charakte- k ristischer Absorptionspeak einer entlang des Lichtweges l a angeordneten Molekül-Spezies vorliegt, emittieren kann. Mittels dieses dritten Halbleiterla¬ sers kann dann ein Untergrund-Signal bestimmt werden, welches zur Kor¬ rektur der bei den Wellenlängen der ersten beiden Laser gemessenen Signa- 30 len verwendet werden kann. Auf diese Weise werden wenige einzelne Mess-
punkte bei verschiedenen Wellenlängen aufgenommen, während mittels eines kontinuierlich verstimmbaren Lichterzeugers in einfacher Weise quasikontinuierliche Absorptionsspektren messbar sind.
Die optische Kopplung der Lichtquelle 1 an den nächsten Bestandteil des Absorptionsspektrometers entlang des Lichtweges l a kann beispielsweise über eine Luftstrecke oder über eine Glasfaser realisiert werden. Im Infrarot- Bereich sind Infrarot-transmittierende Glasfasern oder „hollow tube" Infrarot-Fasern besonders vorteilhaft.
10
Der Begriff Molekül-Spezies schliesst jedwede Art von Partikeln mit charakteristischen Absorptionseigenschaften und insbesondere auch Atom-Spezies ein. Der thermodynamische Zustand der Molekül-Spezies ist vorzugsweise gasförmig, kann aber auch flüssig oder fest sein.
15
Statt einer einzigen Molekül-Spezies M können auch mehrere Molekül- Spezies M,N,.., untersucht werden. Diese können in demselben Probe- Volumen 2 vorliegen oder auch in mehreren, entlang des Lichtweges l a vorteilhaft zwischen der Lichtquelle 1 und der Detektions-Einheit 3 angeordnete» ten Probe-Volumina enthalten sein, welche jeweils Moleküle einer oder mehrerer nachzuweisender Molekül-Spezies M,N,... enthalten können. Licht der Lichtquelle 1 muss in diesem Fall natürlich auch von den anderen zu unter¬ suchenden Molekül-Spezies absorbierbar sein. Es können dann einzelne Messpunkte oder ein einzelnes quasi-kontinuierliches Absorptionsspektrum 25 oder mehrere quasi-kontinuierliche Absorptionsspektren gemessen werden.
Es ist auch möglich, eine Lichtquelle 1 zum gleichzeitigen (parallelen) Betrei¬ ben mehrerer Absorptionsspektrometer einzusetzen, beispielsweise mittels Strahlteilern. Auf diese Weise kann mindestens eine Molekül-Spezies M in
mehreren Probe-Volumina gleichzeitig gemessen werden. Gegebenenfalls kann eine gemeinsame Auswerte-Einheit 4 benutzt werden.
Es ist auch möglich, eine Lichtquelle 1 zum sequentiellen Betreiben mehrerer 5 Absorptionsspektrometer einzusetzen, beispielsweise mittels beweglichen Spiegeln. Auf diese Weise können beispielsweise verschiedene Molekül- Spezies in verschiedenen Probe-Volumina gemessen werden. Vorteilhaft kann eine gemeinsame Auswerte-Einheit 4 benutzt werden.
w Wenn, wie in den Ausführungsbeispielen von Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 das Probe-Volumen 2 und die Detektionszelle 3 getrennt voneinander angeordnet sind, können diese beiden weitgehend unabhängig voneinander gewählt und optimiert werden. Das Probe-Volumen 2 kann in einem Behälter fast beliebiger Form enthalten und mit einer zu untersuchenden Probe gefüllt (Pro-
15 benentnahme) oder von einer zu untersuchenden Probe durchflössen sein (Durchflussmessung). Es können aber auch nicht-abgeschlossene Proben- Volumina 2 untersucht werden (open-path measurement). Beispielsweise kann der Lichtweg l a durch einen sich frei ausbreitenden zu untersuchenden Gasstrom geführt sein. Die Detektionszelle 3 kann weitgehend unabhängig
20 von den Eigenschaften der zu untersuchenden Probe gewählt weden. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn in der zu untersuchenden Probe chemisch reak¬ tive Substanzen vorliegen oder wenn ein zu untersuchendes Gasgemisch Feuchtigkeit oder sonstige leicht adsorbierende Substanzen enthält, die zu Lichtintensitätsverlusten oder sonstigen Verfälschungen von Mess-Signalen
25 führen können. Die getrennte Anordnung von Probe-Volumen 2 und Detek- k tionszelle 3 erhöht die Nachweisempfindlichkeit bei Durchflussmessungen, da keine störenden Strömungsgeräusche in der Detektionszelle 3 auftreten. Die Messung ist bei der getrennten Anordnung wesentlich unempfindlicher gegenüber Temperaturschwankungen der zu untersuchenden Probe.
30
Werden mittels des erfindungsgemässen Verfahrens Gase untersucht, so entspricht die Konzentration CM einem Partialdruck, der typischerweise in einem Volumenanteil angegeben wird. Vorteilhaft sind dann in allen photoakustischen Zellen 3,6 und Probe-Volumina Gase enthalten. Es können aber auch Flüssigkeiten und Festkörper oder Adsorbate mittels eines erfindungsgemässen Absorptionsspektrometers untersucht werden. Der photoakustische Effekt in Flüssigkeiten ist bekannt, so dass sich die oben beschriebenen Ausführungsformen einfach auf die Verwendung von Flüssigkeiten in der Referenzzelle 6 und gegebenenfalls in der Detektionszelle 3 zur Untersuchung von Flüssigkeiten in dem Probenvolumen 2 übertragen lassen. Dabei ist es auch denkbar, dass bei der Untersuchung einer Flüssigkeit in dem Probenvolumen 2 in der Referenzzelle 6 (und gegebenenfalls einer Detektionszelle 3) gasförmige Molekül-Spezies R,M vorliegen. Bei der Untersuchung von Festkörpern oder Adsorbaten entspricht die Konzentration CM im wesentlichen einer (Oberflächen-) Belegung, In diesem Falle findet entlang des Lichtweges l a vorteilhaft Reflexion an der Oberfläche eines zu untersuchenden Festkörpers statt, Moleküle der zu analysierenden Molekül-Spezies an seiner Oberfläche aufweist.
Die Detektions-Einheit 3 kann, wie in den Fig. 1 , 2, 3, 4, 5 und 6, vorteilhaft ein auf dem photoakustischen Effekt oder, wie in Fig. 7, ebenfalls vorteilhaft ein auf dem photoelektrischen Effekt basierender Lichtdetektor (Photomul- tiplier) sein. Es kann aber auch irgend ein anderer lichtempfindlicher Detektor sein, beispielsweise ein photochemischer oder ein photothermischer (beispielsweise ein Thermopile oder ein pyroelektrischer Detektor).
Im Falle photoakustischer Detektion sind der dynamische Messbereich und auch die Nachweisempfindlichkeit wählbar über die in der Detektionszelle 3 vorliegende Konzentration CM.O der Molekül-Spezies M und über die Absorp- tionslänge L im Probe-Volumen 2. Der dynamische Messbereich gibt die
Grösse des Konzentrationsbereichs zwischen der minimalen und der maximalen messbaren Konzentration CM an. Die Nachweisempfindlichkeit ist umso grosser, je kleiner die Nachweisgrenze ist, wobei die Nachweisgrenze die minimale messbare Konzentration CM angibt. Vorteilhaft wird CM.O einerseits 5 so gross gewählt, dass ein grosser Signal-Rausch-Abstand der Mikrophon- Anordnung 31 für die an die Auswerte-Einheit 4 übertragenen photoakustischen Signale erreicht wird und andererseits so klein gewählt, dass der Zusammenhang zwischen CM und SM möglichst linear ist.
w Vorteilhaft sind die Resonanzfrequenz der Referenzzelle 6 (und gegebenenfalls der Detektionszelle 3) und die Unterbrecherfrequenz der Lichtquelle 1 gleich gross gewählt. Dadurch wird eine verbesserte Nachweisempfindlichkeit erzielt.
75 Eine mögliche Referenz-Molekül-Spezies R ist Carbonylsulfid (OCS, Summenformel: COS). OCS hat den Vorteil, im Infrarot-Bereich eine Vielzahl sehr schmaler Absorptionspeaks aufzuweisen. Die Referenz-Molekül-Spezies R wird vorteilhaft abhängig von den in der zu untersuchenden Probe vorliegenden Molekül-Spezies ausgewählt. Wenn die Referenzzelle 6 mit der De-
20 tektionszelle 3 identisch ist, wie zum Beispiel in Fig. 2 und Fig. 4, wird vorteilhaft den in der Detektionszelle 3 vorliegenden Molekülen eine definierte Menge der R-Moleküle beigefügt. Dies kann auch bei Durchflussmessungen gemacht werden.
25 Die Signale S .Ref können, wenn die für die Referenz-Molekül-Spezies R cha- k rakteristische Wellenlänge XR bekannt ist, für eine absolute Wellenlängen- Kalibrierung eingesetzt werden. Ist die charakteristische Wellenlänge XR nicht absolut bekannt, so können die Signale SR.Ref für eine relative Wellenlängen- Kalibrierung eingesetzt werden. Eine besonders hohe Genauigkeit der Wel- 30 lenlängen-Kalibrierung kann realisiert werden, wenn mindestens zwei cha-
rakteristische Wellenlängen der Referenz-Molekül-Spezies R gemessen werden. Es können auch mehrere verschiedene Referenz-Molekül-Spezies eingesetzt und entsprechende charakteristische Absorptionspeaks dieser Referenz-Molekül-Spezies gemessen werden, insbesondere wenn mehrere Ab- sorptionspeaks einer oder mehrerer zu untersuchender Molekül-Spezies gemessen werden sollen.
Besonders vorteilhaft an den aufgezeigten Möglichkeiten zur Wellenlängen- und auch zur Intensitäts-Kalibrierung ist, dass diese Kalibrierungen während des Betriebes des Absorptionsspektrometers durchgeführt werden können. Somit kann ein selbstkalibrierendes Absorptionsspektrometer realisiert werden. Dies hat die Vorteile, dass ein kostengünstiger Betrieb des Absorptionsspektrometers ermöglicht wird, dass eine geringe Wartungsanfälligkeit erzielt wird, und dass lange ununterbrochene Messintervalle mit grosser Langzeitstabilität realisierbar sind. Weiterhin ist an dem beschriebenen Einsatz einer Referenzzelle 6 zu Kalibrierungszwecken sehr vorteilhaft, dass es dadurch zu keinen oder nur zu geringen Lichtintensitätsverlusten bei gemessenen charakteristischen Absorptionswellenlängen von zu untersuchenden Molekül-Spezies kommt.
Zur Bestimmung von CM aus den auf Basis einer Intensitäts-Kalibrierung kor^ rigierten Signalen SM können beispielsweise theoretische Berechnungen oder Eichmessungen mit Gasen mit bekannten Zusammensetzungen gemacht werden.
Die genannten Merkmale können gemeinsam oder auch einzeln oder in be¬ liebiger Kombination vorteilhaft sein.
Ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer kann zur genauen Mes- sung einer Konzentration CM eingesetzt werden. Es kann aber auch einfach
das Unter- oder Überschreiten einer Grenz-Konzentration detektiert werden, so dass das Absorptionsspektrometer als ein gegebenenfalls alarmgebendes Sicherheits- oder Überwachungsgerät fungiert. Werden in einer zeitlichen Abfolge mehrere Messungen gemacht, kann die zeitliche Entwicklung von CM gemessen werden.
Ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer ist sehr einfach an ein spezifisches Messproblem anpassbar. Es ist sehr gut geeignet zur Messung der Konzentration CM einer bestimmten Molekül-Spezies M in Gegenwart von anderen Gasen. Besonders vorteilhaft einsetzbar ist ein erfindungsgemässes Absorptionsspektrometer und das entsprechende Verfahren bei der Steuerung von chemischen oder auch physikalischen Prozessen und bei der Überwachung der Einhaltung von maximalen Arbeitsplatz-Konzentrationen oder bei der Messung und Überwachung umweltrelevanter Gase, wie zum Beispiel bei Immisions- und Emmissionsmessungen in Industrieanlagen, Strassenver- kehr oder in Agrarbetrieben.
Bezugszeichenliste
1 Lichtquelle 1 a Lichtweg
2 Probe-Volumen
3 Detektions-Einheit; photoakustische Detektionszelle 31 Mikrophon-Anordnung der Detektionszelle
4 Auswerte-Einheit 5 Vielfachreflexionszelle
51 Gas-Einlass
52 Gas-Auslass
53 Druckmesser
6 photoakustische Referenzzelle 61 Mikrophon-Anordnung der Referenzzelle
7,7' Hohlspiegel
CM ZU bestimmende Konzentration der Molekül-Spezies M im Probe-
Volumen CM.O vorgebbare Konzentration der Molekül-Spezies N in der Detektionszelle C ZU bestimmende Konzentration der Molekül-Spezies N
CN.O vorgegebene Konzentration der Molekül-Spezies N in der Detektionszelle C .Det Konzentration der Referenz-Molekül-Spezies R in der photoakusti¬ schen Detektionszelle (wenn die Detektionszelle nicht mit der Re¬ ferenzzelle identisch ist) CR.Ref Konzentration der Referenz-Molekül-Spezies R in der Referenzzel¬ le L Absorptionslänge (im Probe-Volumen)
M zu detektierende Molekül-Spezies
N weitere zu detektierende Molekül-Spezies
R Referenz-Molekül-Spezies
SM Signale der Detektions-Einheit, abhängig von CM," photoakustische Signale der Detektionszelle; photoelektrische Signale der Photodiode
SN Signale der Detektions-Einheit, abhängig von CM; photoakustische
Signale der Detektionszelle; photoelektrische Signale der Photodiode SR.Det photoakustische Signale der Detektionszelle, abhängig von CR.Det
SR.Ref photoakustische Signale der Referenzzelle, abhängig von CR.Ref
XM Absorptionswellenlänge, charakteristisch für die Molekül-
Spezies M XR Absorptionswellenlänge, charakteristisch für die Referenz-
Molekül-Spezies R