ANTENNE MIT EINEM FERRITKERN FÜR EIN AUTOTÜR-SCHLIESSYSTEM
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antenne, insbesondere eine mechanisch verstärkte Antenne, zum Beispiel eine Antenne, die für ein Autotür-Schliesssystem verwendet werden kann.
Bei solchen Autotür-Schliesssystemen wird mittels einer im Fahrzeugtür-Handgriff integrierten elektronischen Steuerschaltung ein Fahr- zeugtür-Schliesssystem entsichert, das heisst von einem Zustand der eine Öffnung der Tür oder Klappe verhindert in einen Zustand der eine Öffnung der Tür oder Klappe ermöglicht überführt.
Bei Schliesssystemen der oben genannten Art ist schon bekannt, einer Person Zutritt zu einem Fahrzeug über eine Datenabfrage eines kontaktlosen tragbaren Datenträgers (zum Beispiel in einer Chipkarte oder in einem Schlüsselhänger) zu ermöglichen. Die Datenabfrage wird durch ein mechanisches Schaltelement ausgelöst, oder durch einen Annäherungs- sensor, der die Weiterleitung einer Datenabfrage an den externen tragbaren Datenträger auslöst, wenn sich eine Person dem Handgriff nähert. Der Datenträger (zum Beispiel ein Transponder) wird durch die empfangene Datenabfrage "geweckt" und beantwortet sie, indem er eine Identifizierungsmeldung an das Schliesssystem sendet. Erst im Falle einer gültigen Identifizierung löst die Steuerschaltung die Entsicherung der Tür aus.
Um mit dem externen kontaktlosen Datenträger zu kommunizieren, umfassen bekannte elektronische Steuerschaltungen für Fahrzeug- tür-Schliesssysteme oft einen Sender oder einen Sender-Empfänger mit einer Antenne, die beispielsweise aus einer Induktionsspule besteht. Die Induktionsspule erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das vom externen Datenträger empfangen wird. Die gewünschte Reichweite beträgt typischerweise etwa anderthalb Meter. Um diese Reichweite bei der gewünschten Frequenz zu erreichen, muss eine Induktionsspule mit einer grossen Induktivität vorgesehen werden. Eine solche Induktivität kann nur erreicht werden, wenn die Induktionsspule einen grossen Ferritkern umfasst.
Damit diese Reichweite erreicht werden kann, muss die Induktionsspule ausserhalb der Autokarosserie montiert werden, damit das elektromagnetische Feld nicht gedämpft wird. Die optimale Position für die Montage der Induktionsspule befindet sich innerhalb des Autotürhand- griffs, sehr nah vom Datenträger einer sich nähernden Person und von den übrigen elektronischen und mechanischen Teilen des Autotürschliess- systems.
Aus aerodynamischen- und Designgründen werden aber viele Autotürhandgriffe sehr dünn ausgestaltet, so dass die verfügbare Dicke für die Induktionsspule begrenzt ist. Der Ferritkern muss in diesem Fall sehr dünn und lang sein. Dünne Ferritkerne können aber zerbrechen, wenn der Autotürhandgriff unsanft behandelt wird und wenn das Gehäuse um die Steuerschaltung deformiert wird. Dieses Risiko muss unbedingt reduziert werden, weil der Autofahrer sonst nicht mehr in sein Auto gelangen könnte.
Es ist daher ein Ziel der Erfindung, eine Antenne vorzusehen, in welcher das Risiko, dass der Ferritkern zerbricht, erheblich reduziert werden kann.
Ein anderes Ziel ist es, eine Antenne vorzusehen, in welcher der Ferritkern im Falle eines Bruchs nicht auseinander fällt.
Ein anderes Ziel ist es, eine Antenne vorzusehen, die auch für andere Zwecke als Autotür-Schliesssysteme verwendet werden kann.
Erfindungsgemäss werden diese Ziele durch eine elektronische Steuerschaltung gemäss Anspruch 1 erzielt, wobei in den abhängigen Ansprüchen bevorzugte Ausführungsbeispiele angegeben sind.
Insbesondere werden diese Ziele durch eine elektronische Schaltung erreicht, mit einem Träger (zum Beispiel eine Leiterplatte oder ein Gehäuse) und einer auf dem benannten Träger befestigten Antenne mit einem Ferritkern und einer Vielzahl von Windungen. Um den Ferritkern
herum wird ein Rahmen vorgesehen, wobei die Windungen um den benannten Rahmen gewickelt sind. Erfindungsgemäss wird die Antenne derart auf dem Träger befestigt, dass sich der benannte Ferritkern entlang seinen longitudinalen Achse bewegen kann.
Diese Ziele werden auch durch eine Antenne mit einem Ferritkern und einer Vielzahl von Windungen erreicht, wobei um den benannten Ferritkern herum ein Rahmen vorgesehen ist, wobei die benannten Windungen um den benannten Rahmen gewickelt sind, und wobei der Rahmen nur zwei sich gegenüberliegende lange Seiten des Ferritkernes abdeckt.
Dies hat den Vorteil, dass der Ferritkern durch den Rahmen verstärkt wird, ohne dass dabei gleichzeitig die Dicke und die Höhe des Ferritkernes erhöht werden. Diese beiden kleinen Dimensionen des Ferritkernes sind für viele Anwendungen, insbesondere in Autotürhandgriffen, wesentlich kritischer als die Länge.
Diese Ziele werden noch durch eine Antenne mit einem Ferritkern und einer Vielzahl von Windungen erreicht, bei welcher ein Metallrahmen um den Ferritkern vorgesehen ist, wobei die Windungen um den Rahmen gewickelt sind. Der Rahmen kann beispielsweise aus Metallblech- folien bestehen.
Dies hat den Vorteil, dass der Ferritkern durch den Rahmen vor
Stössen geschützt wird. Zudem wird eine eventuelle punktuelle Belastung durch den Rahmen verteilt, so dass ein Absplittern oder Ausbrechen von Ecken vermieden wird.
Im Fall eines Bruchs, verhindert der Rahmen auch ein Ausein- anderfallen des Ferrits. Die Ferritteile bleiben lückenlos, so dass ein Luftspalt und damit ein Absinken der Induktivität vermieden wird.
In einer Variante werden Luftspalte, die dennoch entstehen könnten, magnetisch durch den Metallrahmen überbrückt.
Der Rahmen kann ausserdem die elektromagnetische Abstrah- lung und Empfindlichkeit des Ferritkernes reduzieren.
Im Folgenden werden anhand der beigefügten Zeichnungen bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der Antenne mit einem Rahmen aus Kunststoff und einem Träger (in diesem Fall ein Kunststoffgehäuse) die in einen Autotürhandgriff eingebaut werden kann.
Fig. 2 ein Detail des einen Endes der Antenne der Figur 1.
Fig. 3 ein Detail des anderen Endes der Antenne der Figur 1.
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der Antenne der Figur 1 mit einem Rahmen aus Kunststoff, ohne Träger.
Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 8 ein Detail des ersten Endes der An- tenne der Figur 1, ohne Träger.
Fig. 7 ein Detail des anderen Endes der Antenne der Figur 1, ohne Träger.
Fig. 9 eine perspektivische Teildarstellung der Antenne der Figur 1 mit einem Rahmen aus Kunststoff, einem Träger (in diesem Fall ein Kunststoffgehäuse) und einer Leiterplatte.
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung der Antenne der Figur 1 auf einer Leiterplatte
Fig. 11 ein Detail der Fig. 10
Fig. 12 ein Querschnitt der Antenne der Figur 1 im Rahmen und im Gehäuse.
Fig. 13 eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels der Antenne mit einem Rahmen, der aus zwei Metallblech- folien besteht.
Die Figuren 1 bis 12 zeigen eine erste Ausführungsform einer Antenne gemäss der Erfindung, die insbesondere für ein Fahrzeugtür-Schliess- system in einem Autotür-Ziehhandgriff geeignet ist. Die Steuerschaltung 1 des Schliesssystems ist insbesondere auf den Figuren 10 und 11 ersichtlich. Sie umfasst eine Leiterplatte 2, auf welcher alle Bauteile der Steuerschaltung 1 montiert sind. Die Leiterplatte 2 hat vorzugsweise eine Dicke von 0.3mm oder weniger, vorzugsweise sogar von 0.2mm oder weniger, und ist somit flexibel und kaum bruchanfällig. Sie wird in einem synthetischen isolierenden Gehäuse 13 untergebracht, welches longitudinal den grössten Teil eines Hohlraums in einem Autotür-Handgriff ausfüllt.
Die Steuerschaltung umfasst einen nicht dargestellten Berührungssensor, der ein Signal auslöst, sobald der Benutzer einen Finger auf die äussere Seite der Handhabe legt. Ein Annäherungssensor 5 löst ein anderes Signal aus, wenn sich eine Hand oder ein anderes geerdetes Objekt nähert. Diese Signale werden von der Steuerschaltung interpretiert, um eine Datenabfrage an einen nicht dargestellten externen kontaktlosen Datenträger weiterzuleiten.
Der Datenträger besteht vorzugsweise aus einem Transponder (der beispielsweise in eine Chipkarte oder in einen Schlüsselhänger inte- griert werden kann) und wird durch diese Datenabfrage "geweckt" . Wenn die Datenabfrage an ihn gerichtet ist, reagiert er mit einer Antwort, die eine Identifizierung des Datenträgers beinhaltet oder die mit einer solchen Identifizierung signiert wird. Die Antwort wird vom elektronischen Schliesssystem im Fahrzeug empfangen, um die Entsicherung des Autotür-Schliess- Systems auszulösen, wenn sie die erwartete Identifizierung enthält bzw. wenn sie mit dieser erwarteten Identifizierung signiert wurde.
Die Steuerschaltung 1 umfasst einen kontaktlosen Sender-Empfänger, um Daten mit dem externen kontaktlosen Datenträger auszutauschen. In der dargestellten Variante umfasst der kontaktlose Sender- Empfänger eine Antenne mit einer Induktionsspule 3.
Die Induktionsspule besteht beispielsweise aus einer Wicklung eines elektrisch isolierten Drahtes 32 auf einem plattenförmigen ferro- magnetischen Ferritkern 31. Damit die benötigte Induktivität erreicht wird, ist die Länge des Ferritkernes 31 grösser als 40 mm. Seine Dicke ist vorzugsweise kleiner als 4 mm, damit eine Montage in einem Autotürhandgriff möglich ist. In einer bevorzugten Variante ist das Profil des Ferritkernes 31 x-förmig. Der Fachmann wird verstehen, dass anstatt eines Ferritkerns auch ein anderer weich-magnetischer Kern (zum Beispiel aus einem amorphen Material oder ein laminierter Kern) verwendet werden könnte. Demzufolge wird "Ferritkern" in dieser Beschreibung und in den Ansprüchen als allge- meiner Begriff für alle weich-magnetischen Induktionsspulenkerne verwendet.
Erfindungsgemäss umfasst die Induktionsspule 3 einen Rahmen 30 um den Ferritkern 31 herum, wobei die Windungen um den Rahmen gewickelt sind. Da die Wicklung nicht direkt um den Ferritkern 31 gemacht wird, wird auch die mechanische Beanspruchung des Ferritkerns durch die Wicklung reduziert und die Isolation zwischen Wicklungsdraht und Ferritkern wird erhöht. In diesem dargestellten ersten Beispiel besteht der Rahmen aus einem einzigen Kunststoffteil, das sich beispielsweise spritzen lässt, und das sich über die gesamte Länge der kleinen Seite des Ferritkerns erstreckt. Die innere Breite des Rahmens 30 entspricht die Breite des Ferritkerns mit einer kleinen Toleranz, so dass kein laterales Spiel zwischen Ferritkern 31 und Rahmen 30 übrig bleibt und damit der Ferritkern lateral genau positioniert wird. Ein Kunststoff teil kann wesentlich genauer gefertigt werden als der Ferritkern, so dass bessere Positionstoleranzen erreicht werden. Der Kunststoffrahmen wird vorzugsweise aus einem einzigen Teil hergestellt, so dass er stabil ist und dass keine Spieltoleranzen durch die Verbindung zwischen mehreren Teilen bestehen.
In Richtung der Höhe und der Länge des Ferritkerns besteht ein kleines Spiel 303 (Fig. 6 und 8), so dass sich der Ferritkern 31 bei Biegebeanspruchungen und/oder Wärmeausdehnungen innerhalb des Rahmens 30 longitudinal leicht bewegen kann. Vorzugsweise kann der Ferritkern 31 entlang seiner longitudinalen Achse um mindestens einen Millimeter verschoben werden. Das Spiel zwischen Ferritkern und Gehäuse erlaubt ausser- dem eine einfachere Montage des Ferritkernes.
Damit sich der Ferritkern 31 innerhalb des Rahmens 30 longitudinal bewegen kann, ist die Antenne vorzugsweise nicht eingegossen. Dadurch werden auch die Kräfte reduziert, die durch die Vergussmasse verursacht werden. Ausserdem werden die Streukapazitäten durch die Luftisolation reduziert und stabilisiert (im Vergleich zu einer Lösung mit Polyamidevermoulding oder Verguss).
Ein Ende des Rahmens 30 wird durch zwei Pfosten 130 fixiert, die in Löcher 300 eingreifen. Dadurch wird er genau im Gehäuse 13 (Fig. 1 bis 3) positioniert und die Montage ist nur in der richtigen Richtung möglich. Am anderen Ende ist der Rahmen frei beweglich, was Spannungen bei Biege und Wärmeausdehnungen weiter vermindert. Der Rahmen 30 wird somit in einer eindeutigen unverwechselbar definierten Montageposition im Gehäuse befestigt.
Die Windungen 32 werden um den Rahmen 30 gewickelt. Die Wickeldrahtenden 320 werden dabei in Nuten 301 des Rahmens 30 eingehängt und fixiert und zum weiteren Anschluss genau und reproduzierbar positioniert, so dass sie automatisch angelötet oder mit Ultraschall ange- lötet werden können. Die Nuten 301 und eine Drahtführung 302 definieren den Wickelsinn , so dass die Drähte bei falschem Wickelsinn nicht fixiert werden können. Die Drähte verlassen den Kunststoffrahmen auf Leiterplattenhöhe, um leichter angelötet oder geschweisst werden zu können. Die Drahtführung erlaubt auch eine präzise Führung der Drahtenden 320, so dass der Streufaktor der Antenne reduziert und stabilisiert wird. Ausserdem wird die Gefahr von Kurzschlüssen zwischen den Wicklungen und den Ferritkanten beseitigt. Auch die Drahtlänge kann bei abweichenden Ferrit-
grossen konstant gehalten werden, was zu einem stabilen Induktivitätswert führt. Bei Kältebeanspruchung wird die Drahtdehnung durch die Elastizität des Kunststoffrahmens 30 vermindert.
Das Gehäuse 13 weist longitudinale Wände 131 auf, die die Seiten des Rahmens 30 ohne Löcher seitlich positioniert sind, ohne dessen longitudinale Position einzuschränken. Die Wände 131 trennen ausserdem die Antenne 3 von Annäherungselektroden 5 (Fig. 11). Eine Querwand 132 trennt ausserdem die Antenne 3 vom Anschlussraum, so dass der Anschlussraum mittels Verguss, Leim oder Overmoulding abgedichtet werden kann.
Eine auf der Figur 12 dargestellte V-Nut 310 auf beiden Längsflanken des Ferritkernes 31 klinken im Rahmen 30 ein. Nach der Bewicklung sind der Ferritkern 31 und der Rahmen 30 somit spielfrei miteinander verbunden. Eine Längsbewegung ist aber noch ohne grosse Kräfte durch Gleiten möglich. Der Rahmen und die V-Nut verhindern ausserdem ein Auseinanderfallen des Ferritkernes im Falle eines Bruchs, so dass eine Funktion mit reduzierten Eigenschaften ermöglicht wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Antenne 3 auf einer Leiterplatte 2 im Gehäuse 13 montiert, wobei ein Abstand zwischen dem Gehäuse 13 und der Leiterplatte 2 durch die Antenne definiert ist, wie man es insbesondere auf der Figur 9 sehen kann. Die Leiterplatte wird durch die Pfosten 130 des Gehäuses 13 positioniert und durch Kragen 3000 um die Löcher 300 durch den Rahmen 3 befestigt. Die Kragen 3000 können unterschiedliche Formen haben, um ein Einsetzen der Leiterplatte 2 auf der falschen Seite zu verhindern. Die erwähnte Steuerschaltung 1 wird auch auf der Leiterplatte 2 montiert.
Der schützende Rahmen 13 und die Möglichkeit, dass sich der Ferritkern 3 innerhalb des Rahmens und der Rahmen innerhalb des Gehäuses longitudinal bewegen hat den Vorteil, dass ein Bruch des Ferritkerns sehr unwahrscheinlich ist, so dass grosse, plötzliche Abweichungen der Induktivität der Antenne verhindert werden. Anzumerken ist auch, dass
sich der Ferritkern 31 longitudinal zu den beiden Trägern 13 und 2 bewegen kann.
Bei der Montage wird vorzugsweise zuerst die Antenne 3 auf der Leiterplatte 2 montiert und verlötet und dann im Gehäuse befestigt. Es ist aber auch möglich, zuerst die Antenne 3 ins Gehäuse 13 zu montieren und anschliessend die Leiterplatte 2 darauf anzubringen. Dies hat aber den Nachteil, dass die Anschlussdrähte zum Anschliessen an die Leiterplatte durch Schlitze nach aussen geführt werden und dann verlötet werden müssen.
Eine zweite Ausführungsform einer Antenne gemäss der
Erfindung ist auf der Figur 13 dargestellt. In dieser Variante besteht der Rahmen um den Ferritkern 31 aus zwei Folien 30A und 30B (zum Beispiel Metallblechfolien, die auf dem Ferritkern geklebt, geleimt, geschweisst, gelötet, laminiert, aufgewalzt, aufgegossen oder aufgedampft sind). Die Folien 30A, 30B sind aus einem Material mit guten hochfrequenten Eigenschaften sowie möglichst hoher Festigkeit und Elastizität gefertigt. Die Dicke beträgt beispielsweise ca. 0.025mm. Dickere Folien geben höhere Festigkeiten, aber niedrigere Spulengüten, während dünnere Folien höhere Spulengüten und niedrigere Festigkeit ergeben. Als Variante bestehen die Folien aus mehreren laminierten Schichten von beispielsweise je 0.025mm Dicke; damit kann die Festigkeit gesteigert werden, ohne die Spulengüte zu reduzieren. Es eignen sich als Folien beispielsweise ein Trafoblech von 0.05mm, ein hoch siliziumhaltiges Spezialkernblech (NK Super HF-Core) und eine oder mehrere Finemet (geschützte Marke) oder amorphe Kernfolien. In einer nicht dargestellten Ausführungsform wird nur eine Seite des Ferritkernes mit einer Folie bedeckt.
In einer weiteren Ausführungsform wird ein anderes Material für die auf dem Ferritkern auflaminierten Folien 30A, 30B angewendet, zum Beispiel Nichteisenmetall von ca. 0.05mm Dicke oder ein hochfestes Kunststoffmaterial, zum Beispiel Glasfaserarmiertes Epoxi wie es für Leiterplatten angewendet wird.
Der so gerahmte Ferritkern kann vor dem Bewickeln mit einer Oberflächenisolation versehen werden. Dies kann durch Lackieren, Pulverbeschichten, Tauchen, umwickeln mit Isolierfolien, Isolierband, umspritzen mit Hartkunststoff oder Weichkunststoff in Spulenkörperform geschehen. Im weiteren können auch U-Profile oder Rahmen als Wickeldraht-Schutz und Führung verwendet werden.
Die Folien 30A, 30B verstärken den Ferritkern 31 mechanisch gegen Bruch und verhindern im Falle eines Bruches, dass ein nennenswerter Luftspalt entsteht. Würde ein Luftspalt dennoch entstehen, wird er mag- netisch überbrückt und die Induktivität sinkt nur unwesentlich ab. Zudem wird eine eventuelle punktuelle Belastung verteilt, so dass ein Absplittern oder Ausbrechen von Ecken vermieden wird.
Die Blechfolien 30A, 30B werden vorzugsweise niederohmig an Erde gelegt, so dass die elektromagnetische Abstrahlung und Ernpfindlich- keit stark reduziert werden. Eine Versilberung der Bleche könnte ausserdem die Schirmwirkung noch weiter verbessern.
Diese zweite Ausführungsform kann sowohl für Autotürhandgriffe, als auch für andere Antennenanwendungen, (einschliesslich Funkempfänger, Sender, Peiler, Navigationsgeräte, Metallsuchgeräte, usw.) verwendet werden.
In beiden Ausführungsformen bedeckt der Rahmen 30 vorzugsweise nur zwei oder maximal vier gegenüberliegende Seiten des Ferritkernes, so dass nur eine, beziehungsweise zwei, Dimensionen des Ferritkernes durch die Umrahmung ve rg rosse rt wird. Insbesondere wird in beiden Varianten nur eine der kritischen kleinen Dimensionen des Ferritkernes (das heisst nur die Höhe oder nur die Dicke) geändert.
In einer weiteren Ausführungsform ist der Kern 31 der Antenne 3 und somit die ganze Antenne 3 flexibel. Der flexible Kern 31 besteht zum Beispiel aus mehreren dünnen flexiblen Schichten eines magnetischen Ma- terials, die mit flexiblen Befestigungsmitteln zusammengehalten werden. In
einer weiteren Ausführungsform wird der magnetische Kern aus einem amorphen magnetischen Material gebildet (das heisst aus einer flexiblen Gussmasse, in welche kleine Partikel eines Materials mit hoher Permeabilität wie zum Beispiel Ferritpartikel eingegossen sind). In einer noch weiteren Ausführungsform ist der magnetische Kern mehrteilig. Er besteht zum Beispiel aus mehreren kleineren Teilen aus einer möglicherweise harten magnetischen Materie wie zum Beispiel aus Ferrit, die vorzugsweise mit einer magnetischen flexiblen Materie verbunden werden.