Zuführvorrichtung zum Zuführen von Werks ückträgem in Längsrichtung eines Gurtförderers zu einer Bearbeitungsstation
Die Erfindung betrifft eine Zuführvorrichtung zum Zuführen von Werkstückträgern längs eines Gurtförderers zu einer Bearbeitungsstation.
Aus DE 201 10 837 U ist eine Zuführvorrichtung bekannt, die Werkstückträger in Form von Paletten im Zuge einer Montagelinie einer Bearbeitungsstation zuführt. Die Werkstückträger werden zunächst auf einem Gurtförderer transportiert und dann vor Erreichen der Bearbeitungsstation an einen Hilfsförderer übergeben. Dieser Hilfsförderer weist parallele Prismenschienen auf, die mit entsprechend geformten Rollen des Werkstückträgers zusammengreifen. Durch die Prismenschienen wird der Werkstückträger von dem Gurtförderer abgehoben und auf die Bearbeitungshöhe gebracht und während der Werkstückbearbeitung abgestützt. Der Antrieb der in den Prismenschienen geführten Werkstückträ-
gern erfolgt durch ein stiftförmiges Mitnahmeorgan, das in eine entsprechende Bohrung des Werkstückträgers eingeführt wird und von dem Hilfsförderer angetrieben wird. Hierbei sind die Funktionen des Abstützens und des Fortbewegens des Werkstückträgers getrennt. Die Werkstückträger benötigen Prismenrollen für das hochgenaue Zusammengreifen mit den Prismenschienen, um den Werkstückträger exakt auf die für die Werkstückbearbeitung erforderliche Höhe zu bringen.
Bei den üblichen Montagelinien werden die Werkstückträger auf einem Gurtförderer bis an die Bearbeitungsstation transportiert, dann von dem Gurtförderer abgehoben und schließlich erfolgt die Werkstückbearbeitung. Das Abheben von dem Gurtförderer und das Anheben in die Bearbeitungsposition erfordert einen zusätzlichen Taktschritt, der den Wechsel des Werkstückträgers verlangsamt .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zuführvorrichtung zum Zuführen von Werkstückträgern zu einer Bearbeitungsstation zu schaffen, die einen schnellen Wechsel des Werkstückträgers ermöglicht und mit Werkstückträgern von einfacher Bauart auskommt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Hiernach weist die Zuführvorrichtung einen Transporteur auf, der den Werkstückträger in einer Übernahmestation untergreift und von dem Gurtförderer abhebt und ihn in angehobenem Zustand in die Bearbeitungsstation transportiert und dort während der Werkstückbearbeitung abstützt. Der Transporteur bewirkt also das Anheben des Werkstückträgers bereits in der Übernahmestation. Beim anschließenden Wechsel des Werkstückträgers an der Bearbeitungsstation befindet sich der nachfolgende Werkstückträger bereits in der Be-
arbeitungshöhe, und in dieser Höhe wird er von dem Transporteur in die Bearbeitungsstation verbracht und dort auch während des Bearbeitungsvorganges abgestützt. Der Wechsel beschränkt sich also darauf, einen Werkstückträger aus der Bearbeitungsstation zu entfernen und gleichzeitig den nächsten Werkstückträger in die Bearbeitungsposition zu bringen. Ein Anheben ist dabei nicht erforderlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Transporteur den Werkstückträger sowohl zentriert als auch abstützt. Der Werkstückträger liegt dabei auf dem Transporteur auf. Da der Transporteur sich zusammen mit dem Werkstückträger bewegt und gleichzeitig auch die Stütz- und Tragfunktion -ausübt, wird der Werkstückträger nicht auf einer Gleitbahn bewegt. Er benötigt also keine Prismenrollen oder ähnliche Führungselemente .
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung, der selbständige Bedeutung hat, ist vorgesehen, dass der Transporteur zwei im Gegentakt zueinander bewegte Tragvorrichtungen aufweist, von denen jeweils diejenige, die sich im Hinlauf auf die Bearbeitungsstation ■ befindet, in angehobenem Zustand ist und diejenige, die sich im Rücklauf befindet, in abgesenktem Zustand ist. Die jeweils angehobene Tragvorrichtung bewirkt den Transport des Werkstückträgers in die Bearbeitungsstation während die abgesenkte Tragvorrichtung sich im Rücklauf befindet. Ein derartiger Gegentaktbetrieb zweier- Tragvorrichtungen ist auf einfache Weise realisierbar. Während des Anhebens der Tragvorrichtung an der Übernahmestation übernimmt die betreffende Tragvorrichtung den Werkstückträger von dem Gurtförderer, wobei der Werkstückträger auf die spätere Bearbeitungshöhe gebracht wird.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind an entgegengesetzten Seiten eines von der Übernahmestation zu der
Bearbeitungsstation führenden Rahmens Führungsschienen vorgesehen, von denen jede einen von zwei Wagen trägt. Jeder Wagen weist eine Hubvorrichtung für eine Tragvorrichtung auf. Die Wagen sind derart ausgebildet, dass sie sich kollisionsfrei aneinander, vorbei bewegen können. Die Wagen können mit separaten Antrieben ausgestattet sein, sind jedoch vorzugsweise von einem gemeinsamen Antrieb gegensinnig zueinander gesteuert.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Wagen von einem Schwenkbalken angetrieben, der an jedem Ende einen mit einer Querschiene des Wagens zusammengreifenden Mitnehmer aufweist. Der Schwenkbalken ist horizontal ausgerichtet und er rotiert um eine vertikale Achse. An seinen beiden Enden befinden sich Mitnehmer, die jeweils mit einer Querschiene des betreffenden Wagens zusammengreifen. Durch die Umsetzung der gleichmäßigen Rotation des Schwenkbalkens in 'Linearbewegungen wird erreicht, dass die Linearbewegungen der Wagen sinusförmig verlaufen. Sowohl an der Übernahmestation als auch an der Bearbeitungsstation ist die Laufgeschwindigkeit der Wagen zunächst jeweils Null. Sie steigt dann stetig an und sinkt danach wieder auf Null zurück. Dadurch werden abrupte Beschleunigungen der Werkstückträger und der darauf befindlichen Werkstücke vermieden.
Eine alternative Ausführungsform des Transporteurs sieht vor, dass dieser einen endlosen Riementrieb mit zwei gegenläufigen Riemenabschnitten aufweist. An jedem der Riemenabschnitte ist ein Wagen befestigt,' der eine vertikal bewegbare Tragvorrichtung trägt. Der Riementrieb ist reversierend angetrieben und vorzugsweise so, dass er bei jedem Hub einen etwa sinusförmig ansteigenden und abfallenden Geschwindigkeitsverlauf erzeugt. Auf diese Weise wird der Werkstückträger in der Übergabestation von dem Transporteur übernommen und zunehmend beschleunigt und
anschließend wieder verlangsamt, um dann sanft in die Bearbeitungsposition einzufahren. Ein Transporteur, welcher einen gesteuerten Riementrieb aufweist, bietet den Vorteil, das Hübe von wählbarer Größe ausgeführt werden ' können, wobei auch Zwischenposition'en angefahren werden können. Auch der zeitliche Verlauf des Bewegungsablaufs kann den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden. Zweckmäßigerweise ist der Riementrieb mit einem Positionsgeber verbunden, der die jeweilige Position innerhalb eines Hubes des- Riementriebes angibt, so dass entsprechend dieser Position die Geschwindigkeitssteuerung nach einem vorgegebenen Programm erfolgen kann.
Die Tragvorrichtungen sind vorzugsweise mit Positionierstiften versehen, die in entsprechende Positionierbohrungen der Werkstückträger passend eingreifen. Auf diese Weise ist eine passgenaue Orientierung der Werkstückträger möglich.
Bei einer speziellen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Zuführvorrichtung weist jede Tragvorrichtung eine Kupplungseinrichtung auf, die derart ausgebildet ist, dass sie an einem vorlaufenden Werkstückträger angreifen kann und diesen während des Transportes der Trägervorrichtung durch den Transporteur festhält. Ferner ist eine Auslösevorrichtung vorgesehen, die die Kupplungseinrichtung freigibt, wenn die Tragvorrichtung eine vorgegebene Position erreicht hat. Durch die Kupplungseinrichtung wird verhindert, dass ein Werkstückträger, der in die Bearbeitungsstation nachrückt und den bereits in der Bearbeitungsstation befindlichen ' Werkstückträger herausschiebt, diesen Werkstückträger in Undefinierter Weise auf den Gurtförderer katapultiert oder vorstößt. Vielmehr wird der aus der Bearbeitungsposition herauszuschiebende Werkstückträger von der nachfolgenden Tragvorrichtung nicht nur vorgeschoben, sondern zugleich festgehalten. Dieses Festhalten endet, wenn die Trag-
Vorrichtung die Bearbeitungsposition erreicht hat oder nahezu erreicht hat. Damit ist eine definierte Weitergabe des Werkstückträgers von der Bearbeitungsposition auf den Gurtförderer gewährleistet .
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausfüh- rungsbeispiels der Zuführvorrichtung, teilweise geschnitten entlang der Linie I-I von Figur 2,
Fig. 2 eine Draufsicht der Zuführvorrichtung nach Fig. 1, wobei die Werkstückträger strichpunktiert dargestellt sind,
Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III von Figur 2'
Fig. 4 ein Ablaufdiagramm der Zuführung aufeinanderfolgender Werkstückträger von einer Übernahmestation zu einer Bearbeitungsstation, und
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der Zuführvorrichtung, teilweise geschnitten entlang der Linie V-V von Fig. 6, und
Fig. 6 eine schematische Draufsicht der Zuführvorrichtung nach Fig. 5.
In den Figuren 1 und 2 ist ein Abschnitt einer Montagelinie dargestellt, wobei Werkstückträger WT auf einem Gurtförderer 10 zu einer Übernahmestation US transportiert werden, die einer Bearbeitungsstation BS unmittelbar vorgeordnet ist. Die Werkstückträger WT sind rechteckige oder quadratische Paletten, auf denen (nicht dargestellte) Werkstücke montiert werden, die an der Bearbeitungsstation BS einer automatischen Bearbeitung unterzogen werden. Die Werkstückträger müssen daher an der Bearbeitungsstation mit hoher Genauigkeit positioniert werden, damit die automatisch angreifenden Werkzeuge an den richtigen Stellen des Werkstücks angreifen.
Gemäß Figur 2 weist der Gurtförderer 10 zwei parallele Fördergurte 10a, 10b auf, auf denen die Werkstückträger WT aufliegen. Ein solcher Gurtförderer ist ein Reibungsförderer, der ständig weiterläuft, auch wenn einzelne Werkstückträger vorübergehend angehalten werden. An der Übernahmestation US und der Bearbeitungsstation BS laufen die Fördergurte 10a, 10b durch, auch wenn der Werkstückträger WT gemäß Figur 3 von diesen Fördergurten abgehoben ist und nicht mitgenommen wird. Die Fördergurte 10a und 10b laufen auf Tragprofilen 11 (Figur 3) , die entlang der Förderstrecke verlaufen und tragende Balken bilden, an denen die anderen Teile der Vorrichtung montiert sind.
Ein Transporteur 12 (Fig. 1) transportiert die Werkstückträger WT von der Übernahmestation US zu der Bearbeitungsstation BS . Der Transporteur 12 weist zwei Tragvorrichtungen 13 und 14 auf. Jede Tragvorrichtung enthält zwei horizontale Balken 15, 16, die auf einer Platte 17 liegend montiert sind und über die Enden der Platte 17 überstehen. Jeder Balken trägt einen aufragenden Positionierstift 18, 19. Die beiden Positionierstifte 18 und 19 sind in Bezug auf die Werkstückträger WT diagonal ange-
ordnet. Sie greifen in entsprechende Positionierbohrungen 20, 21 der Werkstückträger ein.
Die Tragvorrichtung 13 ist auf einem Wagen 22 angebracht, der vertikale Führungsschienen 23 aufweist, an denen die Tragvorrichtung 13 mit Führungsschuhen 23a vertikal beweglich geführt ist. Der Wagen 22 weist eine horizontale Querschiene 24 und eine davon aufragende vertikale Platte 25 auf. Er ist mit einer Hubvorrichtung 26 in Form eines Pneumatikzylinders versehen, die an der Tragvorrichtung 13 angreift und diese zwischen einer angehobenen Stellung und einer abgesenkten Stellung verstellen kann. Die Hubvorrichtung 26 greift an einer vertikalen Platte 27 der Tragvorrichtung 13 an. Von der Platte 27 steht die horizontale Platte 17 auslegerartig ab (Fig. 3) .
Die Tragvorrichtung 14 ist in gleicher Weise ausgebildet wie die Tragvorrichtung 13, jedoch spiegelbildlich. Sie ist an einem mit Führungsschuhen 33a versehenen Wagen 32 an vertikalen Führungsschienen 33 verschiebbar angebracht. Der Wagen 32 weist eine untere horizontale Querschiene 34 und eine davon aufragende Platte 35 auf. Der Wagen 32 trägt eine Hubvorrichtung 36, die an einer vertikalen Platte 37 der Tragvorrichtung 14 angreift. Von der Platte 37 steht die Platte 17 der Tragvorrichtung 14 gemäß Figur 3 nach links, ab. Dagegen steht die horizontale Platte 17 der Tragvorrichtung 13 nach rechts ab. Wie Figur 3 zeigt, sind die Wagen 22 und 32 so ausgebildet, dass sie sich mit den darauf angebrachten Tragvorrichtungen 12 und 13 in Längsrichtung des Förderers bewegen können ohne sich gegenseitig zu behindern.
An den Profilen 11, die sich in Längsrichtung des Gurtförderers erstrecken, sind Seitenplatten 40 befestigt, die durch eine Bodenplatte 41 verbunden sind. Die Seitenplatten 40 bilden
einen von der Übernahmestation US zu der Bearbeitungsstation BS führenden tragenden Rahmen 39. An den Seitenplatten 40 erstrecken sich längslaufende Führungsschienen 42, 43. An der Führungsschiene 42 ist der Wagen.22 mit Führungsschuhen 44 geführt. An der gegenüberliegenden Führungsschiene 43 ist der Wagen 32 mit Führungsschuhen 45 geführt. Der Wagen 22 kann als linker Wagen und der Wagen 32 als rechter Wagen bezeichnet werden. Wie Figur 3 zeigt, befinden sich die tragenden Teile der Tragvorrichtung 13 beider Wagen jeweils zentrisch in der Mitte und übereinander.
Die beiden Wagen 22 und 32 werden von einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung 46 angetrieben. Diese weist einen Elektromotor 47 auf, der unter dem Rahmen 39 befestigt ist und an dessen Ausgangswelle ein Schwenkbalken 48 befestigt ist. Der Schwenkbalken 48 steht nach entgegengesetzten Seiten von der Ausgangswelle der Antriebsvorrichtung 46 ab und er trägt an seinen Enden Mitnehmer 49, 50 in Form von Rollen mit vertikaler Drehachse. Der Mitnehmer 49 greift in das U-Profil der Querschiene 24 ein. Der Mitnehmer 50 greift in das U-Profil der Querschiene 34 ein. Beide Querschienen befinden sich auf unterschiedlichen Höhen, ebenso wie die entsprechenden Mitnehmer 49, 50. Beieiner Drehung des ■ Schwenkbalkens 48 bewegen sich die Mitnehmer 49, 50 in den jeweiligen Querschienen 24, 34. Dabei werden die Wagen 22, 32 in Längsrichtung des Förderers angetrieben.
Wie Figur 2 zeigt, befindet sich der Antrieb 46 unter der Übernahmestation US. Er transportiert den betreffenden Wagen von der Übernahmestation US in die Bearbeitungsstation BS. Dabei ist die Bewegung in Förderrichtung, die durch den Pfeil 55 bezeichnet ist, sinusförmig.
Die Hubvorrichtungen 26 und 36 sind synchron mit dem Antrieb 46 gesteuert in der Weise, dass sie bei bestimmten Drehpositionen des Schwenkbalkens 48 betätigt werden. Die Art der Steuerung wird nachfolgend anhand von Figur 4 erläutert.
In Figur 4 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit der Gurtförderer 10 fortgelassen. Dargestellt sind die Bearbeitungsstation BS und die ihr unmittelbar vorgelagerte Übernahmestation US, an der der Transporteur 12 einen Werkstückträger WT aufnimmt und von dem Gurtförderer abhebt, und die Bearbeitungsstation BS, an der die Bearbeitung des auf dem Werkstückträger WT befestigten (nicht dargestellten) Werkstücks erfolgt. Zur Verdeutlichung der Ablauffolge ist jeweils der selbe Werkstückträger, der in den verschiedenen Phasen dargestellt ist, mit A bezeichnet, der nächstfolgende 'Werkstückträger ist mit B bezeichnet und die dann folgenden Werkstückträger sind mit C und D bezeichnet. In der linken Spalte von Figur 4 sind die fünf Taktschritte eines Zyklus dargestellt. Im 1. Schritt befindet sich der Werkstückträger A in der Bearbeitungsstation BS . Dabei wird er von der Tragvorrichtung 14 gestützt und in Position gehalten. Die andere Tragvorrichtung 13 befindet sich im abgesenkten Zustand in der Übernahmestation US, in die der Werkstückträger B gerade von dem Gurtförderer transportiert wurde. Der Werkstückträger B läuft dabei gegen einen Anschlag 56 am rückwärtigen Ende der vorderen Tragvorrichtung 14. Dieser Anschlag 56 steht über den von dieser Tragvorrichtung- getragenen Werkstückträger hinaus, so dass' der nachlaufende Werkstückträger B in geringem Abstand von dem vorlaufenden Werkstückträger A angehalten wird.
Der weitere Werkstückträger C wird von einer gesteuerten Stoppvorrichtung 57, die im Zuge des Gurtförderers 10 im Abstand von der Übernahmestation US angeordnet ist, zurückgehalten.
Im 2. Schritt wird die Tragvorrichtung 13 angehoben, so dass sie den Werkstückträger B von dem Gurtförderer 10 abhebt. Dabei dringen die Positionierstifte 18 und 19 in die entsprechenden Positionierbohrungen des Werkstückträgers B ein. Der Werkstückträger C, der von der Stoppvorrichtung 57 freigegeben wurde, läuft nunmehr auf dem Gurtförderer in Richtung auf den Werkstückträger B.
Im 3. Schritt wird die Tragvorrichtung 14 an der Bearbeitungsstation BS abgesenkt. Dabei gibt sie den Werkstückträger A frei, der wieder auf den Gurtförderer 10 abgesetzt wird. Gleichzeitig läuft der Werkstückträger C gegen den Anschlag 56 der rückwärtigen Tragvorrichtung 13.
Im 4. Schritt wird der Antrieb 46 betätigt, um die Tragvorrichtungen 13, 14 auf den unterschiedlichen Niveaus gegenläufig zu bewegen. Dabei bewegt sich die Tragvorrichtung 13 mit dem Werkstückträger B in Transportrichtung und die Tragvorrichtung 14 bewegt sich darunter in Gegenrichtung. Der Werkstückträger C folgt auf dem Gurtförderer mit geringerer Geschwindigkeit dem Werkstückträger B nach. Ein weiterer Werkstückträger D läuft an der Stoppvorrichtung 57 auf.
Im 5. Schritt hat die Tragvorrichtung 14 die Übernahmestation US erreicht und die Tragvorrichtung 13 hat die Bearbeitungsstation BS erreicht. Dieser Zustand entspricht dem 1. Schritt, wobei die Funktionen der beiden Tragvorrichtungen 13, 14 vertauscht sind. Nach Beendigung der Werkstückbearbeitung schließt sich dann der nächste Zyklus an.
Das Ausführungsbeispiel der Fign. 5 und 6 ist weitgehend gleich dem ersten Ausführungsbeispiel, so dass die nachfolgende Beschreibung sich auf die Unterschiede beschränkt.
Bei 'dem zweiten Ausführungsbeispiel weist der Transporteur 12, der die Wagen 22 und.32 und hin- und hergehend antreibt, einen endlosen Riementrieb 60 auf, der zwei gegenläufige parallele Riemenabschnitte 60a, 60b hat. An dem Riemenabschnitt 60a ist der Wagen 22 fest angebracht und an dem Riemenabschnitt 60b ist der Wagen 23 fest angebracht. Der Riementrieb 60 weist einen Antriebsmotor 61 auf, der über eine Riemenscheibe 62 den Riemen 63 antreibt. Der- Antriebsmotor 61 ist reversibel und er ist nach einer Sinusfunktion gesteuert, in der Weise, dass beim Anlaufen seine Geschwindigkeit zunächst mit geringem Gradienten und danach stärker ansteigt. Nach Erreichen der Maximalgeschwindigkeit fällt die Geschwindigkeit entsprechend einer Sinuskurve bis zum . Stillstand ab. Die Maximalgeschwindigkeit wird erreicht, wenn sich die Wagen 22,32 genau in der Mitte zwischen der Übergabestation US. 'und der Bearbeitungsstation BS befinden. Durch den reversierenden Antrieb werden die beiden Wagen synchron und gegenläufig zueinander angetrieben.
Der Transporteur 12 mit dem Riementrieb 60 hat den Vorteil, dass die Länge der Transportstrecke beliebig variiert werden kann. Die Wagen müssen auch nicht notwendigerweise jeweils bis zum Endpunkt der jeweiligen Transportstrecke fahren, sondern sie können auch in Zwischenpositionen angehalten werden. Die Steuerung des Antriebsmotors 61 ist eine Programmsteuerung, die entsprechend den jeweiligen Verhältnissen und Anforderungen verändert werden kann. Ein (nicht dargestellter) Positionssensor gibt die Position der Wagen 22,32 bzw. die jeweilige Laufposition des Riemens 63 an die Motorsteuerung und diese er-
zeugt die entsprechenden wegabhängigen Geschwindigkeitssignale für den Antriebsmotor 61.-
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel ist jede der beiden Tragvorrichtungen 13,14 mit einer Kupplungseinrichtung 65 versehen. Die Kupplungseinrichtung 65 weist einen Kipphebel 66 auf, der auslegerartig von der Tragvorrichtung nach vorne absteht und mit einer aufragenden Nase 66a versehen ist. Der Kipphebel 66 ist um eine horizontale Achse 67, die unterhalb der Platte 17 montie'rt ist, schwenkbar. Eine federnde Rückstellvorrichtung 68 drückt den Kipphebel 66 in seine Verriegelungsposition, in der er horizontal von der Tragvorrichtung nach vorne vorsteht. Dabei überragt er den auf der Tragvorrichtung befindlichen Werkstückträger WT und er untergreift den vorlaufenden Werkstückträger, wobei die Nase 66a in eine Ausnehmung 69 im Boden des Werkstückträgers eingreift.
Jede Tragvorrichtung ist ferner mit einer Stoßleiste 70 versehen, die sich auf gleicher Höhe befindet wie die Nase 66a bei angehobenem Kipphebel 66. Diese Stoßleiste greift an der Hinterkante des vorlaufenden Werkstückträgers' an. Der vorlaufende Werkstückträger ist somit zwischen der Stoßleiste 70 und der Nase 66a gefangen,' so dass er keine Vor- oder Rückwärtsbewegung ausführen kann.
Zum Freigeben des vorlaufenden Werkstückträgers beim Wiederaufsetzen des Werkstückträgers auf den Gurtförderer 10 ist an einer Traverse 72 des Gurtförderers eine Auslösevorrichtung 73 angebracht. Diese weist einen einstellbaren Anschlagstift 74 auf, der entgegen der Transportrichtung absteht und gegen den ein mit dem Kipphebel 66 verbundener Querzapfen 75 stößt, wenn die betreffende Tragvorrichtung 13,14 die Bearbeitungsstation BS erreicht. Dadurch wird der Kipphebel 66 heruntergeschwenkt,
wie dies in der rechten Hälfte von Fig. 5 dargestellt ist. Der vorlaufende Werkstückträger WT wird von der Tragvorrichtüng 14 entkuppelt, so dass er von dem Gurtförderer 10, auf dem er aufliegt, weitertransportiert werden kann.
Im folgenden wird die Funktion des Transporteurs 12 bei dem zweiten Ausführungsbeispiel beschrieben.
In Fig. 5 ist der Zustand dargestellt, dass die Tragvorrichtung 13 in der Übergabestation US im abgesenkten Zustand ist. Über ihr befindet sich ein Werkstückträger WT, der noch von dem Gurtförderer 10 getragen wird und von einem gesteuerten Stopper 78 angehalten wird. Der vorlaufende Werkstückträger befindet sich in der Bearbeitungsstation BS . Er wird von der Tragvorrichtung 14 abgestützt und von dem Gurtförderer 10 abgehoben. Das Maß des Abhebens ist- hier verhältnismäßig klein und in Fig. 5 mit dem Buchstaben a gekennzeichnet.
Während sich der vorlaufende Werkstückträger in der Bearbeitungsstation BS befindet, stößt der nachlaufend Werkstückträger gegen den Stopper 78. Danach wird die Hubvorrichtung 26 (Fig. 3) betätigt, um die Tragvorrichtung 13 anzuheben, so dass diese den Werkstückträger aufnimmt und von dem Gurtförderer 10 abhebt. Gleichzeitig greift die Kupplungseinrichtung 65 an dem vorlaufenden Werkstückträger WT an, der sich noch im angehobenen Zustand in der Bearbeitungsposition befindet.
Nach Beendigung der Werkstückbearbeitung wird die Tragvorrichtung 14 abgesenkt, so dass sie den Werkstückträger freigibt. Der Werkstückträger wird aber noch von der nachlaufenden Tragvorrichtung 13 festgehalten. Wenn die Tragvorrichtung 14 im abgesenkten Zustand ist, wird der Transporteur 12 in Funktion gesetzt, um die Tragvorrichtung 13 vorzubewegen und die Tragvor-
richtung 14 rückwärts zu bewegen. Bei dieser Vorwärtsbewegung würde der vorlaufende Werkstückträger WT von dem nachfolgenden Werkstückträger vorgeschoben werden, da dessen Geschwindigkeit größer ist als die des Gurtförderers 10. Der vorlaufende Werkstückträger würde gewissermaßen einen Stoß erhalten und dann eine nicht vorhersehbare Position auf dem Gurtförderer einnehmen. Um dies zu verhindern, hält die Kupplungseinrichtung 65 den vorlaufenden Werkstückträger so lange fest, bis die nachlaufende Tragvorrichtung 13 die Bearbeitungsstation erreicht hat und nahezu zum Stillstand gekommen ist. Erst dann gibt die Auslösevorrichtung 73 die Kupplungseinrichtung 65 frei, so dass der Werkstückträger von dem Gurtförderer 10 mitgenommen werden kann.