Verfahren für die Bearbeitung von Blattgut
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die Bearbeitung von Blattgut, insbesondere von Wertpapieren wie Banknoten, Schecks usw., bei dem verschiedene Gruppen von Blattgut nacheinander bearbeitet werden.
Bei bekannten Verfahren für die Bearbeitung von Blattgut werden Banknotenbearbeitungsmaschinen dafür verwendet, verschiedene Gruppe von Blattgut nacheinander zu bearbeiten. Die verschiedenen Gruppen von Blattgut werden dabei von verschieden Gruppen von Banknoten gebildet, die wiederum verschiedenen Einzahlungen oder Einlieferungen entsprechen, wie sie sich beispielsweise bei der Abrechnung verschiedener Kunden einer Bank ergeben. Die verschiedenen Gruppen von Banknoten können aber auch von einem einzigen Kunden der Bank stammen, beispielsweise von einem Kaufhaus. Die verschiedenen Gruppen von Banknoten sind dann beispielsweise die Tageseinnahmen verschiedener Kassen. Bei der Bearbeitung wer- den die Banknoten in der Regel auf Echtheit überprüft, der Wert der Banknoten wird bestimmt, wobei jede Gruppe von Banknoten eine Abrechnungseinheit bildet, für die der Gesamtwert der Banknoten ermittelt wird. Die einzelnen Banknoten werden außerdem sortiert und abgelegt, wozu als Kriterium beispielsweise der Wert der Banknoten herangezogen wird. Für die Be- arbeitung der Gruppen von Banknoten bzw. der Abrechnungseinheiten sind zwei Verfahren bekannt geworden.
Beim ersten bekannten Verfahren wird für jede Gruppe von Banknoten von einem Bediener eine Abrechnungseinheit eröffnet, der die jeweilige Gruppe von Banknoten bei der Bearbeitung mit der Banknotenbearbeitungsmaschine zugeordnet wird. Danach werden die Banknoten von dem Bediener in die Banknotenbearbeitungsmaschine eingelegt und die Bearbeitung erfolgt. Banknoten die bei der Bearbeitung nicht korrekt erkannt werden konnten, beispielsweise weil sie als gefälscht oder fälschungsverdächtig erkannt wur-
den oder weil es zu einer Störung bei der Bearbeitung in der Banknotenbearbeitungsmaschine kam, werden in einer besonderen Ausgabeeinheit abgestapelt. Diese Banknoten müssen erneut bearbeitet werden, entweder durch einen nochmaligen Bearbeitungsvorgang in der Banknotenbearbeitungsma- schine oder durch den Bediener. Danach wird die Abrechnungseinheit durch den Bediener abgeschlossen und die Bearbeitung einer weiteren Abrechnungseinheit kann - wie oben beschrieben - erfolgen.
Als nachteilig stellt sich bei dem bekannten Verfahren heraus, daß der Be- diener für jede der Abrechnungseinheiten eine Vielzahl von Bedienschritten an der Banknotenbearbeitungsmaschine vornehmen muß. Dazu sind viele Eingaben mittels einer Eingabeeinheit erforderlich, beispielsweise einer Tastatur. Insgesamt ist ergibt sich somit ein großer Zeitbedarf für die Abrechnung der verschiedenen Gruppen von Banknoten. Zudem ergibt sich eine hohe Fehleranfälligkeit bei der Bedienung der Banknotenbearbeitungsma- schine, da die vorgegebenen Bedienschritte genau eingehalten werden müssen und sich wegen der monotonen, sich immer wiederholenden Reihenfolge der Bedienschritte für die Bearbeitung jeder Abrechnungseinheit Konzentrationsmängel und Ermüdungserscheinungen bei dem Bediener einstellen.
Beim zweiten bekannten Verfahren werden die verschiedenen Gruppen von Banknoten vor der Bearbeitung mit der Banknotenbearbeitungsmaschine mittels Trennkarten unterteilt. Jeder Trennkarte wird dabei durch den Bediener eine Abrechnungseinheit in der Banknotenbearbeitungsmaschine zu- gewiesen. Anschließend wird ein Stapel, der aus mehreren Gruppen von Banknoten besteht, die durch Trennkarten getrennt sind, automatisch und kontinuierlich von der Banknotenbearbeitungsmaschine bearbeitet. Die Bearbeitung der Banknoten erfolgt dabei analog wie oben für das erste Verfahren beschrieben. Zusätzlich werden von der Banknotenbearbeitungsmaschi-
ne die Trennkarten bei der Bearbeitung beachtet. Einerseits erkennt die Banknotenbearbeitungsmaschine das Ende bzw. den Anfang einer Abrechnungseinheit, andererseits kann sie durch die vom Bediener vorgenommene Zuweisung der Trennkarten zu bestimmten Abrechnungseinheiten die für die zugehörige Gruppe von Banknoten ermittelten Daten der Abrechnungseinheit gutschreiben.
Das zweite bekannte Verfahren weist zwar hinsichtlich des Zeitbedarfs für die Abrechnung der verschiedenen Gruppen von Banknoten Vorteile gegen- über dem ersten bekannten Verfahren auf, jedoch tritt einerseits das Problem auf, daß die Trennung der verschiedenen Gruppen von Banknoten durch den Bediener mittels Trennkarten fehleranfällig ist. Andererseits ist es bei einer Störung in der Banknotenbearbeitungsmaschine, bei der es z. B. zu einem Stau oder zum Überlappen der Banknoten kommt, nahezu unmöglich, alle Banknoten einer Gruppe von Banknoten der korrekten Abrechnungseinheit bzw. der entsprechend zugewiesenen Trennkarte zuzuordnen. Dadurch ist es nicht mehr möglich, die verschiedenen Gruppen von Banknoten korrekt abzurechnen und dem jeweiligen Einlieferer zuzuordnen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren für die Bearbeitung von Blattgut anzugeben, insbesondere von Wertpapieren wie Banknoten, Schecks usw., bei dem verschiedene Gruppen von Blattgut nacheinander bearbeitet werden, welches eine einfache und weniger fehleranfällige Bedienung erlaubt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Bei einem Verfahren für die Bearbeitung von Blattgut, insbesondere von Wertpapieren wie Banknoten, Schecks usw., bei dem verschiedene Gruppen von Blattgut nacheinander bearbeitet werden, geht die Erfindung von der Überlegung aus, weitgehend auf Eingaben durch einen Bediener zu verzich- ten und statt dessen den Fortgang der Bearbeitung dadurch zu analysieren, daß das Vorhandensein von Blattgut in einer Eingabe überwacht wird, und daß abhängig davon eine Abrechnungseinheit für die jeweilige Gruppe von Blattgut geschlossen bzw. eröffnet wird.
Der Vorteil der Erfindung ist insbesondere darin zu sehen, daß durch die Ersparnis von Eingaben durch einen Bediener eine beschleunigte Bearbeitung von verschiedenen Gruppen von Blattgut ermöglicht wird, wodurch sich ein höherer Durchsatz ergibt, der dadurch noch verbessert wird, daß eine Identifikation für eine Gruppe von Blattgut erfaßt werden kann, wäh- rend eine andere Gruppe von Blattgut bearbeitet wird. Zudem ist die Bearbeitung hinsichtlich Fehlern, wie sie bei der Bedienung sonst auftreten, weniger anfällig, da Eingaben durch den Bediener nicht mehr erforderlich sind. Durch die Bearbeitung jeweils einer Gruppe von Blattgut bzw. Abrechnungseinheit können zudem keine Probleme bei der Zuordnung von Blatt- gut zu verschiedenen Gruppen von Blattgut entstehen, falls es zu Fehlern innerhalb einer verwendeten Bearbeitungsmaschine kommt, wie z. B einem Stau oder Überlappen von Blattgut.
Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängi- gen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Besclireibung eines Ausführungsbeispiels anhand von Figuren.
Zur Erleichterung des Verständnisses werden nachfolgend nur die Bestandteile beschrieben, die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung von Bedeutung sind.
Es zeigt:
Figur 1 ein prinzipiellen Aufbau einer Bearbeitungsmaschine für die Bearbeitung verschiedener Gruppen von Blattgut, und
Figur 2 ein Ausführungsbeispiel eines Ablaufdiagramms für die Bearbeitung verschiedener Gruppen von Blattgut.
In Figur 1 ist ein prinzipieller Aufbau einer Bearbeitungsmaschine 1 für die Bearbeitung verschiedener Gruppen von Blattgut dargestellt. Nachfolgend wird die Bearbeitungsmaschine 1 sowie der Ablauf der Bearbeitung beispielhaft anhand der Bearbeitung von verschiedenen Gruppen von Banknoten beschrieben.
Die Banknotenbearbeitungsmaschine 1 weist eine Eingabe 3 für die Eingabe von zu bearbeitenden Banknoten 2, eine Vereinzelungseinheit 4, um einzelne Stücke der Banknoten 2 an ein Transportsystem 5 zu übergeben. Das Transportsystem 5 transportiert die vereinzelten Banknoten durch eine Sensoreinheit 6, welche die vereinzelten Banknoten zusammen mit einer Steuereinrichtung 20 überprüft. Abhängig von der Überprüfung werden die vereinzelten Banknoten vom Transportsystem 5 in Ausgabeeinheiten 8, 9, 11, 13, 15, 17 transportiert, wobei Weichen 7, 10, 12, 14, abhängig vom Ergebnis der Überprüfung, von der Steuereinrichtung 20 betätigt werden, um das Blattgut der jeweiligen Ausgabeeinheit zuzuführen.
Die Ausgabeeinheiten können, wie für die Ausgabeeinheit 8, 9 dargestellt, als sogenannte Spriralfachstapler ausgebildet sein, die eine rotierende Einheit 8 mit spriralförmigen Fächern aufweisen, in welche die vereinzelten Banknoten vom Transportsystem 5 eingelegt werden, um sie in der Ausgabe 9 zu stapeln.
Die Steuereinheit 20 ist über Steuerleitungen 21 mit den Bestandteilen der Banknotenbearbeitungsmaschine 1 verbunden und wertet von den Bestandteilen stammende Daten aus, um die Bestandteile zu steuern. Neben den be- reits erwähnten Daten der Sensoreinheit 6 betreffen weitere Daten beispielsweise die Eingabe 3 und die Ausgabeeinheit 8, 9, die z. B. Lichtschranken aufweisen, um feststellen zu können, ob sich Banknoten in den in der Eingabe 3 bzw. in der Ausgabe 9 befinden. An die Steuereinrichtung 20 angeschlossen ist außerdem eine Ein-/ Ausgabeeinheit 22, beispielsweise eine Ta- Statur und/ oder ein Drucker und/ oder eine Anzeige und/ oder ein Touch- Screen. Zusätzlich ist eine Leseeinheit 23, z. B. ein Bar-Code-Leser, an die Steuereinrichtung 20 angeschlossen, um Informationen erfassen zu können.
Bei der Bearbeitung von Blattgut 2 werden, wie eingangs beschrieben, die einzelnen Banknoten überprüft und in Abhängigkeit vom Überprüfungsergebnis, beispielsweise abhängig vom Wert bzw. der Stückelung, in eine der Ausgabeeinheiten 11, 13, 15, 17 transportiert. Die Ausgabe 9 wird als Rück- weisungsfach RF verwendet, in das Banknoten transportiert werden, die nicht korrekt überprüft werden konnten, z. B. weil sie gefälscht, fälschungs- verdächtig oder aufgrund einer Störung in der Banknotenbearbeitungsmaschine 1, beispielsweise einer fehlerhaften Vereinzelung von mehr als einer einzigen Banknote durch die Vereinzelungseinheit 4, nicht richtig bearbeitet werden konnten.
Die Bearbeitung verschiedener Gruppen von Blattgut wird nachfolgend anhand des in Figur 2 dargestellten Ablaufdiagramms exemplarisch für die Bearbeitung von verschiedenen Gruppen von Banknoten mittels der in Figur 1 dargestellten Banknotenbearbeitungsmaschine 1 beschreiben.
Im ersten Bearbeitungsschritt 100 wird die Bearbeitung für verschiedener Gruppen von Banknoten, für die jeweils eine Abrechnungseinheit AE gebildet werden soll, gestartet. Dies kann beispielsweise mittels der Ein- / Ausgabeeinheit 22, durch Auswahl aus einer Menüsteuerung, erfolgen. Bei der Auswahl und vor Bearbeitung der ersten Gruppe von Banknoten sind keine Banknoten in der Eingabe 3, keine Abrechnungseinheit AE ist offen, d. h. noch nicht endgültig abgerechnet, und das Transportsystem 5 steht.
In einem zweiten Bearbeitungsschritt 101 wird eine Identifizierungsnummer AE-Nr, die beispielsweise einem Einlieferer zugeordnet ist bzw. später zugeordnet wird, für die zu bildende Abrechnungseinheit eingelesen. Dies kann beispielsweise mit dem Bar-Code-Leser 23 erfolgen, mit dem ein Bar- Code von beispielsweise einer Trennkarte gelesen wird. Eine Trennkarte eignet sich besonders, da sie in der weiteren Bearbeitung verwendet werden kann. Es ist aber auch möglich eine entsprechende Identifizierungsnummer AE-Nr mittels der Ein-/ Ausgabeeinheit 22 einzugeben. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich noch immer keine Banknoten in der Eingabe 3, von der Steuereinheit 20 wird die erste Abrechnungseinheit AE1 eröffnet, das Transportsystem 5 steht.
In einem dritten Bearbeitungsschritt 102 wird, z. B. durch Auswertung der Signale der Lichtschranke, überprüft ob Banknoten in der Eingabe 3 liegen. Dies kann jedoch bei der Bearbeitung der ersten Abrechnungseinheit AE1
unterbleiben. Danach wird das Transportsystem 5 automatisch oder durch Betätigen einer Starttaste durch den Bediener gestartet.
In einem vierten Bearbeitungsschritt 104 wird die Trennkarte in das Rück- Weisungsfach RF (8, 9) überführt. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß der Bediener die Trennkarte in das Rückweisungsfach 9 einlegt. Es ist aber auch möglich, die Trennkarte in die Eingabe 3 einzulegen, um diese von der Vereinzelereinheit 4 erfassen und vom Transportsystem 5, unter Steuerung der Steuereinheit 20 und Betätigung der Weiche 7, in das Rückwei- sungsfach 9 zu überführen.
In einem fünften Bearbeitungsschritt 105 wird die erste Gruppe von Banknoten, welche die erste Abrechnungseinheit AEl bilden in die Eingabe 3 eingelegt. Anstatt, wie oben beschrieben, die Trennkarte einzeln in die Eingabe 3 einzulegen, kann diese auch zusammen mit der zugehörigen Gruppe von Banknoten eingelegt werden. Anschließend wird die Bearbeitung der Banknoten gestartet, die Banknoten werden überprüft und abgerechnet wie oben im Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben. Das Ergebnis der Abrechnung, insbesondere Anzahl und Stückelung der Banknoten sowie der Gesamtwert, werden von der Steuereinheit 20 der ersten Abrechnungseinheit AEl zugeordnet.
In einem sechsten Bearbeitungsschritt 106 wird überprüft, ob Banknoten bei der Überprüfung nicht erkannt werden konnten und deshalb in das Rück- Weisungsfach 9 transportiert wurden, z. B. durch den Bediener oder durch Auswerten der Lichtschranke durch die Steuereinheit 20. Sollten derartige Banknoten vorhanden sein, können diese nochmals von der Banknotenbearbeitungsmaschine 1 bearbeitet werden, indem sie vom Bediener aus dem Rückweisungsfach 9 entnommen werden und nochmals in die Eingabe 3
eingelegt werden. Die Überprüfung und Zuordnung zur Abrechnungseinheit AEl erfolgt analog wie oben beschrieben. Sollten nach der nochmaligen Überprüfung noch immer Banknoten im Rückweisungsfach 9 vorliegen, sind weitere Wiederholungen möglich. Abschließend wird die Trennkarte sowie Banknoten - falls noch vorhanden - aus dem Rückweisungsfach 9 entnommen um diese zu einem späteren Zeitpunkt nochmals überprüfen zu können und die Zuordnung der eventuell noch vorhandenen Banknoten mittels der Trennkarte zu der Abrechnungseinheit AEl zu ermöglichen. Die Banknoten können aber auch zusammen mit der zugehörigen Trennkarte im Rückwei- sungsfach 9 verbleiben, da die Banknoten verschiedener Gruppen von Banknoten, d. h. verschiedener Abrechnungseinheiten, durch die Trennkarten getrennt werden.
In einem siebten Bearbeitungsschritt 107 wird überprüft, ob eine weitere Ab- rechnungseinheit AE2 bearbeitet werden sollen. Dazu kann der Bediener beispielsweise über die Anzeige 22 von der Steuereinrichtung aufgefordert werden, eine weitere Identifikationsnummer für die weitere Abrechnungseinheit AE2 einzugeben bzw. einzulesen.
Wird keine weitere Bearbeitung gewünscht, wird die Bearbeitung durch den Bediener, beispielsweise durch Betätigen einer Stopptaste, beendet. Wird die Bearbeitung beendet, wird die Abrechnungseinheit AEl von der Steuereinrichtung 20 geschlossen. Die Abrechnungsdaten der Abrecl nungseinheit AEl stehen somit für eine spätere Auswertung zur Verfügung. Die Abrech- nungsdaten der Abrechnungseinheit AEl können mittels Datenträgern, wie Disketten, oder einer Netzverbindung anderen Bearbeitungsstationen oder mittels eines Ausdrucks zur Verfügung gestellt werden. Die Banknotenbearbeitungsmaschine 1 bzw. das Transportsystem 5 können von der Steuereinrichtung 20 ausgeschaltet bzw. gestoppt werden.
Soll die weitere Abrechnungseinheit AE2 bearbeitet werden, wird die oben beschriebene Bearbeitung wieder beim zweiten Bearbeitungsschritt 101 aufgenommen. Zuerst wird die Identifikationsnummer der Abrechnungseinheit AE2 von einer Trennkarte eingelesen. Im anschließenden dritten Bearbei- tungsschritt 102 wird überprüft, ob noch Banknoten in der Eingabe 3 vorhanden sind. Falls noch Banknoten vorhanden sind, müssen diese von der vorherigen Abrechnungseinheit AEl stammen. Die Bearbeitung der neuen Abrechnungseinheit AE2 kann somit nicht aufgenommen werden 103, bis diese Banknoten bearbeitet sind. Ist die Eingabe 3 leer, ist die Bearbeitung der vorherigen Abrechnungseinheit AEl vollständig und die Abrechnungseinheit AEl wird von der Steuereinheit 20 geschlossen. Damit kann die neue Abrechnungseinheit AE2 von der Steuereinheit 20 eröffnet werden und die weitere Bearbeitung analog zur obigen Beschreibung vorgenommen werden. Im Unterschied zu der oben beschriebenen Bearbeitung der ersten Abrech- nungseinheit AEl ist das Transportsystem 5 bei der nachfolgenden Abrechnungseinheit AE2 bereits eingeschaltet.
Wesentlich ist somit, daß eine neue Abrechnungseinheit immer nur für den Fall eröffnet wird, daß eine gültige Identifikationsnummer eingegeben wur- de, und daß die Eingabe 3 leer ist. Dadurch können Vermischungen verschiedener Gruppen von Banknoten vermieden werden und die Eröffnung neuer Abrechnungseinheiten ist ohne zusätzliche, zeitraubende und fehleranfällige Eingaben des Bedieners möglich.
Weiterhin kann zur Überprüfung der Gültigkeit der Identifikationsnummern überprüft werden, ob die Identifikationsnummern eine vorgegebene Länge aufweisen, und/ oder ob sich eine neue Identifikationsnummer von der vorherigen bzw. von allen vorherigen Identifikatiosnummern unterscheidet.
Die Bearbeitung kann weiter verbessert werden, wenn die Vereinzelereinheit 4 nur dann gestartet wird, falls bei einer geöffneten, d. h. noch nicht abgeschlossenen Abrechnungseinheit keine neue Identifikationsnummer für eine neue Abrechnungseinheit eingegeben wurde, und falls Banknoten in der Eingabe 3 liegen.
Die Identifikationsnummer der Trennkarte kann, statt wie oben beschrieben mit dem Bar-Code-Leser 23, auch mit der Sensoreinheit 6 erfaßt werden, wenn die Trennkarte zusammen mit den Banknoten in die Eingabe 3 einge- legt wird. Falls im Rückweisungsfach 9 ein weiterer, nicht dargestellter Sensor, z. B. ein Bar-Code-Leser, vorgesehen wird, kann die Identifikationsnummer der Trennkarte auch im Rückweisungsfach 9 erfaßt werden, wenn die Trennkarte, wie oben beschrieben, entweder vom Benutzer oder durch das Transportsystem 5 in das Rückweisungsfach 9 transportiert worden ist.
Bei einer Variante der Bearbeitung ist es vorgesehen, daß die Trennkarte - im beschriebenen Beispiel - oben auf die Gruppe von Banknoten aufgelegt wird, bevor diese in die Eingabe 3 eingelegt werden. Dadurch wird die Trennkarte zuletzt vereinzelt und als letztes - falls es zu Rückweisungen von Banknoten kam - im Rückweisungsfach 9 abgelegt. Selbstverständlich kann die Trennkarte auch nach Beendigung der Bearbeitung durch den Bediener in das Rückweisungsfach 9 eingelegt werden. Die Identifikationsnummer der Trennkarte kann dabei - wie oben beschrieben - mittels des Bar-Code- Lesers 23, der Ein-/ Ausgabeeinheit 22, der Sensoreinheit 6 oder mittels eines zusätzlichen Sensors im Rückweisungsfach 9 erfaßt werden. Wird der zusätzliche Sensor des Rückweisungsfachs 9 verwendet, wenn die Trennkarte zu letzt bearbeitet wird, wird die Identifikationsnummer der Trennkarte der Abrechnungseinheit erst am Ende der Bearbeitung zugewiesen. Die beschriebene Reihenfolge, bei der die Bearbeitung der Trennkarte zuletzt er-
folgt, hat den Vorteil, daß die im Rückweisungsfach 9 abgelegten Trennkarten bzw. die zugehörigen Banknoten durch den Bediener mit einem Blick überprüft werden können, wodurch der ordnungsgemäße Abschluß der Bearbeitung einer Gruppe von Banknoten bzw. einer Abrechnungseinheit fest- gestellt werden kann. Diese Überprüfung kann auch automatisch durch den weiteren Sensor erfolgen.
Zur Erleichterung der späteren Nachbearbeitung der im Rückweisungsfach 9 abgelegten Banknoten kann es vorgesehen sein, daß die Trennkarten von Gruppen von Banknoten bzw. Abrechnungseinheiten, bei denen keine
Banknoten zurückgewiesen wurden, aus dem Rückweisungsfach 9 entfernt bzw. nicht in dieses abgelegt werden. Dazu kann eine nicht dargestellte Zwischenablage im Rückweisungsfach 9 vorgesehen werden, z. B. in der Form eines Zwischenbodens, auf den die Banknoten bzw. die Trennkarten wäh- rend der Bearbeitung einer Abrechnungseinheit abgelegt werden. Wurde nach Beendigung der Abrechnungseinheit nur die Trennkarte auf dem Zwischenboden abgelegt, wird diese automatisch entfernt bzw. der Bediener wird von der Steuereinheit 20 über die Ein-/ Ausgabeeinheit 22 dazu aufgefordert. Wurden Banknoten zurückgewiesen, wird der Zwischenboden aus dem Rückweisungsfach 9 herausgezogen, so daß die Banknoten und die zugehörige Trennkarte im Rückweisungsfach 9 abgelegt werden. Danach wird der Zwischenboden für die Bearbeitung der nächsten Abrechnungseinheit wieder in das Rückweisungsfach 9 eingeführt.
Weiterhin kann es vorgesehen sein, daß mehrere Abrechnungseinheiten zu einer übergeordneten Abrechnungseinheit zusammengefaßt werden. Beispielsweise können die Abrechnungseinheiten, welche den Tageseinnahmen aller Kassen eines Kaufhauses entsprechen, zu einer übergeordneten Abrechnungseinheit zusammengefaßt werden, die das
Kaufhaus repräsentiert. Eine andere übergeordnete Abrechnungseinheit kann z. B. für alle auf einer Banknotenbearbeitungsmaschine 1 bearbeiteten Abrechnungseinheiten gebildet werden. Eine weitere übergeordnete Abrechnungseinheit kann für all die Abrecnnungseinheiten gebildet werden, die von einem Bediener bearbeitet wurden, z. B. innerhalb einer Bearbeitungsschicht.