Aggregat zum Fördern von Kraftstoff
Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem Aggregat zum Fördern von Kraftstoff nach der Gattung des Anspruchs 1.
Ein solches Aggregat ist durch die DE 44 35 466 AI bekannt. Dieses Aggregat weist einen Antriebsmotor und einen Pumpenteil auf, das wenigstens ein in einer Pumpenkammer umlaufendes Förderglied aufweist. Der Antriebsmotor und der Pumpenteil sind nebeneinander in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet. Die Pumpenkammer ist in Richtung der Drehachse des Förderglieds zum Antriebsmotor hin und zur Außenseite des Gehäuses durch jeweils eine Wand begrenzt. Beide die Pumpenkammer begrenzende Wände sind in das Gehäuseteil als separate Teile eingesetzt, wobei die zum Antriebsmotor hin angeordnete Wand in das Gehäuse eingepresst ist und in Richtung der Drehachse des Förderglieds an einem Anschlag abstützt. Die andere Wand bildet ein Deckelteil, das an der eingepressten Wand zur Anlage kommt und diese gegen den
Anschlag hält . Die als Deckelteil ausgebildete Wand ist in das Gehäuse eingepresst und mittels einer Bördelverbindung am Gehäuse gesichert. Nachteilig bei diesem bekannten Aggregat ist, daß dieses wegen der als separate Teile ausgebildeten Wände einen großen Fertigungs- und
Montageaufwand erfordert . Außerdem ergeben sich beim Einpressen bzw. Verbördeln der Wände Deformationen des
Gehäuses und es besteht die Gefahr, daß sich die Wände lockern, so daß Undichtigkeiten entstehen können.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Aggregat mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß dessen Fertigung und Montage vereinfacht ist . Außerdem ist die Gefahr von Deformationen und Undichtigkeiten des Gehäuses verringert .
In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Aggregats angegeben. Durch die Ausbildung gemäß Anspruch 2 ist die Pumpenkammer zur Außenseite des Gehäuses hin völlig dicht . Durch die Ausbildung gemäß Anspruch 3 ist die Pumpenkammer zum Antriebsmotor völlig dicht .
Zeichnung
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert . Es zeigen Figur 1 ein Aggregat zum Fördern von Kraftstoff gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel in einem Längsschnitt, Figur 2 das Aggregat in einem
Querschnitt entlang Linie II-II in Figur 1 und Figur 3 das Aggregat gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel in einem Längsschnitt .
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In den Figuren 1 bis 3 ist ein Aggregat zum Fördern von Kraftstoff dargestellt, durch das Kraftstoff aus einem Vorratstank zu einer Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs gefördert wird. Das Aggregat weist ein Gehäuse 10 auf, das
zumindest annähernd hohlzylinderförmig ausgebildet ist. Im Gehäuse 10 ist ein elektrischer Antriebsmotor 12 angeordnet, der einen Anker 14 aufweist, mit einer Welle 16. Das Gehäuse 10 ist an einer Stirnseite mittels eines Anschlußdeckels 18 verschlossen, an dem elektrische Anschlüsse 20 für den Antriebsmotor 12 sowie ein Auslaßstutzen 22 für den vom Aggregat geförderten Kraftstoff angeordnet sind.
Neben dem Antriebsmotor 12 ist im Gehäuse 10 ein Pumpenteil 24 angeordnet, der sich bis zu der dem Anschlußdeckel 18 gegenüberliegenden Stirnseite des Gehäuses 10 erstreckt. Der Pumpenteil 24 weist ein Förderglied 26 auf, das durch die Welle 16 des Antriebsmotors 12 um eine Drehachse 28 rotierend angetrieben wird. Das Förderglied 26 ist in einer Pumpenkammer 30 des Pumpenteils 18 angeordnet, die in Richtung der Drehachse 28 des Förderglieds 26 zum Antriebsmotor 12 hin durch eine Wand 32 und zur Außenseite des Gehäuses 10 hin durch eine Wand 34 begrenzt ist. Die Wand 32 bildet eine Trennwand zum Antriebsmotor 12 hin und die Wand 34 bildet ein das Gehäuse 10 verschließendes
Deckelteil. Die Wände 32,34 sind etwa radial zur Drehachse 28 des Fδrderglieds 26 angeordnet. Die Wand 32 weist eine Öffnung 36 zum Durchtritt der Welle 16 des Antriebsmotors 12 in die Pumpenkammer 30 auf. Die Welle 16 kann über ein Lager 17 in der Öffnung 36 gelagert sein. In radialer Richtung bezüglich der Drehachse 28 wird die Pumpenkammer 30 durch das Gehäuse 10 begrenzt.
In den Figuren 1 und 2 ist das Aggregat gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Wand 34 ist dabei einstückig mit dem Gehäuse 10 ausgebildet. Die Wand 34 bildet ein Deckelteil oder einen Boden des Gehäuses 10, dessen hohlzylinderförmiger Bereich in Richtung der Drehachse 28 vom Mantel der Wand 34 aus verläuft. Das Gehäuse 10 mit der einstückigen Wand 34 kann aus Kunststoff
oder Metall bestehen und durch Spritzgießen hergestellt werden. Alternativ kann das Gehäuse 10 mit der einstückigen Wand 34 auch durch Fließpressen hergestellt werden und aus Kunststoff oder Metall bestehen. Die Wand 32 ist als separates Bauteil in das Gehäuse 10 von der Seite des
Antriebsmotors 12 her eingesetzt und beispielsweise in das Gehäuse 10 eingepresst. Der Innendurchmesser des Gehäuses 10 kann gestuft ausgebildet sein, um eine definierte radiale Anlageschulter 38 für die Wand 32 in Richtung der Drehachse 28 zu erhalten, an der die Wand 32 zur Anlage kommt. Die Wand 34 weist wenigstens eine Einlaßöffnung 40 auf, durch die beim Betrieb des Aggregats Kraftstoff in die Pumpenkammer 30 angesaugt wird. Die Wand 32 weist wenigstens eine Auslaßöffnung 42 auf, durch die beim Betrieb des Aggregats der geförderte Kraftstoff austritt, das Gehäuse 10 durchströmt und durch den Auslaßstutzen 22 am Anschlußdeckel 18 austritt. Die Einlaßöffnung 40 und die Auslaßöffnung 42 sind in Drehrichtung des Förderglieds 26 zueinander versetzt angeordnet. Das Förderglied 26 ist in der zwischen den Wänden 32,34 begrenzten Pumpenkammer 30 angeordnet und wird durch den Antriebsmotor 12 rotierend angetrieben, so daß dieses Kraftstoff durch die Einlaßöffnung 40 ansaugt und durch die Auslaßöffnung 42 Kraftstoff unter erhöhtem Druck fördert. Durch die mit dem Gehäuse 10 einstückige Ausbildung der Wand 34 ist die Pumpenkammer 30 zur Außenseite des
Gehäuses 10 völlig dicht, da hier keine Verbindungsstellen vorhanden sind, die abgedichtet werden müssten. Außerdem entfallen eine separate Herstellung und Montage der Wand 34.
Der Pumpenteil 24 kann beispielsweise als Strömungspumpe ausgebildet sein, wobei das Förderglied ein Laufrad ist, das mit einer Vielzahl von über seinen Umfang verteilten Schaufeln 44 versehen ist. In der dem Förderglied 26 zugewandten Stirnseite wenigstens einer Wand 32,34 oder in den Stirnseiten beider Wände 32,34 ist wenigstens ein den
Schaufeln des Förderglieds 26 gegenüberliegender teilringförmiger Förderkanal 46,48 ausgebildet. Beim Betrieb des Aggregats wird durch das Förderglied 26 mit dessen Schaufeln 44 in den Förderkanälen 46,48 Kraftstoff gefördert und dabei der Druck des Kraftstoffs von der Einlaßöffnung 40 zur Auslaßöffnung 42 erhöht. Der Pumpenteil 24 kann auch anders ausgebildet sein, beispielsweise als Innenzahnradpumpe oder als Rollenzellenpumpe.
In Figur 3 ist das Aggregat gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem der grundsätzliche Aufbau gleich wie beim ersten Ausführungsbeispiel ist. Abweichend zum ersten Ausführungsbeispiel ist jedoch die Wand 132 einstückig mit dem Gehäuse 110 ausgebildet und die Wand 134 ist als separates Bauteil ausgebildet. Die Wand 132 bildet dabei eine Trennwand zwischen dem Antriebsmotor 12 und der Pumpenkammer 30. Das Gehäuse 110 weist sich beidseitig an die Wand 132 anschließende, sich in Richtung der Drehachse 28 erstreckende hohlzylinderförmige Abschnitte auf. In den dem Antriebsmotor 12 abgewandten hohlzylinderformigen Abschnitt des Gehäuses 110 ist die ein Deckelteil bildende Wand 134 eingesetzt, vorzugsweise eingepresst. Das Gehäuse 110 kann in seinem Innendurchmesser gestuft ausgebildet sein, so daß eine radiale Anlageschulter 50 für die Wand 134 gebildet ist, an der diese in Richtung der Drehachse 28 zur Anlage kommt. Die Wand 134 kann beispielsweise mittels einer Bördelung am Gehäuse 110 festgelegt sein. Die Wand 134 weist die Einlaßöffnung 40 und die Wand 132 weist die Auslaßöffnung 42 sowie die Öffnung 36 für den Durchtritt der Welle 16 auf. Das Gehäuseteil 110 mit der einstückigen Wand 132 kann wie beim ersten Ausführungsbeispiel aus Kunststoff oder Metall bestehen und beispielsweise durch Spritzgießen oder Fließpressen hergestellt werden. Durch die mit dem Gehäuse 110 einstückige Ausbildung der Wand 132 entfällt deren separate
Herstellung und Montage und es wird eine sichere Abdichtung der Pumpenkammer 30 zum Antriebsmotor 12 hin erreicht, da keine Verbindungsstellen vorhanden sind, die abgedichtet werden müssten.