Verfahren und Anlage zur Herstellung und Verpackung von Dokumenten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung und Verpackung von Dokumenten gemäss Patentanspruch 1 und eine Anlage zur Durchführung dieses Verfahrens gemäss Patentanspruch 10.
Bekannte Hochleistungsdruckwerke und Verpackungsmaschinen sind in Fig. 1 schematisch zusammengestellt.
Ein Hochleistungsdruckwerk 1 , das Rollenmaterial 2 verarbeitet, liefert bedrucktes Rollenmaterial 2' oder, wenn entsprechend in einem weiteren Arbeitsgang zugeschnitten, das Stapelmaterial 2", bzw. einen Einzelblattstapel.
Im weiteren ist ein Hochleistungsdruckwerk 1 ' bekannt, das Stapelmaterial 3 verarbeitet und bedrucktes Stapelmaterial 3' liefert. Fehlexemplare werden im allgemeinen erkannt und in einer separaten Kasette 4 ausgesondert. Diese Exemplare werden später noch einmal gedruckt. Das bedruckte Rollenmaterial 2', das bedruckte Stapelmaterial 2" und das bedruckte Stapelmaterial 3', im weiteren kurz mit Druckgut bezeichnet, ist in der Regel codiert zu Identifikationszwecken. Dies erfolgt vielfach durch aufgedruckte Strichcodes (Barcode), sog. EAN-Codes, die mittels der aufgebrachten Signatur die einwandfreie Identifikation des Schriftstückes ermöglichen. Dieses codierte Druckgut steht für den Verpackungsschritt zur Verfügung. In Verpackungsmaschinen 5, bzw. 5' wird nun das codierte Druckgut, entweder als bedrucktes Rollenmaterial 2' oder als bedrucktes Stapelmaterial 3' zugeführt. Dies erfolgt i.a. Offline, d.h. es folgt ein neuer Arbeitsgang, der unter Umständen auch geografisch an einem anderen Ort stattfinden kann. Das bedruckte Rollenmaterial 2' wird zum Einzelblatt 6 vorgängig zugeschnitten, der Verpackungsmaschine 5 zugeführt, die aus einem Stapel 7 die Briefumschläge, beispielsweise C4 oder C5 beibringt und am Auswurf 8 einen verschlossenen Briefumschlag 9 liefert. Das bedruckte Stapelmaterial 3' wird in ähnlicher Weise der Verpackungsmaschine 5'
zugeführt, die aus einem Stapel 7' die Briefumschläge beibringt und am Auswurf 8' verschlossene Briefumschläge 9' liefert. Verpackungsfehler werden erkannt und führen, wenn sie auch das Dokument betreffen, zu einer mühsamen Nacharbeit. Nachteilig bei diesem Verpackungsvorgang ist das Lesen des codierten Druckgutes, ohne welches keine sichere Verarbeitung gewährleistet werden kann, insbesondere dann nicht, wenn hohe Sicherheitsanforderungen vorliegen, wie dies etwa im Bank- und Versicherungswesen der Fall ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, unter Vermeidung der erwähnten
Nachteile ein Verfahren zur Herstellung und Verarbeitung von Dokumenten in digitaler
Form anzugeben, bzw. bereitzustellen, deren Druck und Verpackung in einem Schritt, bzw. Arbeitsgang oder Prozess On-Iine erfolgt.
Eine weitere Aufgabe ist es, eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens zu beschreiben.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren gemäss Patentanspruch 1 und einer Anlage gemäss Patentanspruch 10.
Das Verfahren ur.d die dazu gehörige Anlage werden im Folgenden beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 Schematische Zusammenstellung bekannter Verfahrensweisen für
Drucker und Verpackungsmaschinen
Fig. 2 Schematische Darstellung einer Anlage zur Herstellung und On-Line-
Verarbeitung und -Verpackung von Dokumenten
Fig. 3 Schematischer Aufbau einer Sammler/Puffer-Einheit
In der vorliegenden Erfindung werden folgende Begriffe definiert:
Ein Dokument ist eine beliebige Anzahl von einseitig oder beidseitig bedruckten und
fertig S3"1ιert n Einzelbauern zu welchem ein Jobtickei gehört
Ein Jobticket ist eine elektronische Etikette, die jedem Dokument zugeordnet ist Es enthalt αie Angaben über die Identifikation, uber die Seitenanzahl, den Anfang und den Schluss des Dokumentes und Angaben uoer die zum Dokument gehörenden Beilagen
Ein Mail Piece umfasst die elektronischen Informationen für die Herstellung, Verarbeitung und Verpackung von Dokumenten mit den dazugehörigen Beilagen in einem verschlossenen Couvert
Ein Job ist das mittels eines Mail Piece erzeugte Proαukt, bestehend aus einem Dokument mit den dazugehörigen Beilagen in einem verschlossenen Couvert
Ein Druckauftrag ist eine Anzahl von einem oder mehreren zu bearbeitenden Jobs eines Kunden und wird auf einem Kundenrechner oder einem Server als Mail Piece erzeugt
Ein erledigter Druckauftrag im engeren Sinn ist eine Anzahl von einem oder mehreren teilbearbeiteten Jobs eines Kunden nach Verlassen der Digitaldrucksysteme und liegt in Form von Dokumenten vor, die der Sammler/Puffer-Einheit zugeführt weiden
Ein erledigter Druckauftrag im weiteren Sinn ist eine Anzahl von einem oder mehreren Jobs eines Kunden nach Verlassen der
und liegt in Form von adressierten, verschlossenen Couverts vor
Fig 2 zeigt in schematicher Darstellung eine Anlage zur Herstellung und On-Lme- Verarbeitung und -Verpackung von Dokumenten
Zwei Digitaldrucksysteme 20 und 20' sind mit einem Server 30 verbunden, der seinerseits mit einem Kundenrechner in Verbindung stehen kann Ausgangseitig sind die Digitaldrucksysteme 20 und 20' mit je einer Sammler/Puffer-Einheit 200 und 200' verbunden, die mit einer Verpackungsmaschine 100 in Verbindung stehen
Durch die Installation von zwei oder mehreren parallel arbeitenden Digitaldrucksystemen wird die Leistung der Verpackungsmaschine effizient genutzt. Gleichzeitig ergibt sich dadurch druckerseitig eine willkommene Redundanz, was zur Erfüllung allfälliger Sicherheitskriterien wesentlich, bzw. unerlässlich sein kann.
Die Dokumente 101 und 101 ' gelangen, nachdem sie die Sammler/Puffer-Einheit 200 und 200' verlassen haben, auf einen Transportmechanismus der Verpackungsmaschine und werden in Pfeilrichtung gefördert, wo sie einen ersten Fehlerauswurf 1 10 passieren. An dieser Stelle werden unvollständig gedruckte und/oder fehlerhafte Dokumente ausgeschieden.
Anschliessend weist die Verpackungsmaschine 100 ein C4-Verpackungsmodul 140 auf, umfassend eine Falt- und Feeder-Einheit 145, über die eine oder mehrere Beilagen den Dokumenten selektiv beigefügt werden können, ein C4-Turm 142, der die C4-verpackten Dokumente stapelt und ein zweiter Fehlerauswurf 144, ein sog. C4- Auswurf, der unvollständig und/oder fehlerhaft verpackte Dokumente aussondert. Angekoppelt an das C4-Verpackungsmodul 140 folgt ein weiteres C5-Verpackungs- modul 150, umfassend eine Falt- und Feeder-Einheit 155, über die eine oder mehrere Beilagen den Dokumenten selektiv beigefügt werden können, ein C5-Turm 152, der die C5-verpackten Dokumente stapelt und ein dritter Fehlerauswurf 154, ein sog. C5- Auswurf, der unvollständig und/oder fehlerhaft verpackte Dokumente aussondert. Unter dem selektiven Beifügen von Beilagen ist die Möglichkeit zu verstehen, jedem Dokument gemäss dem Jobticket die vorgegebene, bzw. vorgeschriebene Anzahl von Beilagen beizufügen, was durch die Prozessteuerung der Anlage basierend auf dem elektronischen Mail Piece erfolgt.
Zur Steuerung der Anlage sind Mittel zur Prozesssteuerung 300 vorgesehen, die einen Server 30, einen Prozessrechner 60 mit Speichereinheit 62 und einen Kontrolldrucker 65 umfassen. Der Prozessrechner 60 ist über erste Leitungen 21 , 21 ' mit den Digitaldrucksystemen 20, 20' verbunden, über zweite Leitungen 51 , 51 ' mit den Sammler/ Puffer-Einheiten 200, 200', über dritte Leitungen 141 , 151 mit den Verpackungsmodulen 140, 150 und über eine vierte Leitung 31 mit dem Server 30. Der Server 30 ist über fünfte Leitungen 22, 22' mit den Digitaldrucksysteme 20, 20' verbunden und
über eine sechste Leitung 71 mit Mitteln zur Archivierung 400, wie etwa mit einem CD- R Schreibsystem 70 oder einem DVD-Schreibsystem verbunden Selbstverständlich kann als Mittel zur Archivierung jedes andere Speichermedium in Frage kommen Hiermit ergibt sich folgender wesentlicher Vorteil Gleichzeitig mit dem Druck auf den Digitaldrucksystemen 20, 20' wird das erzeugte elektronische Druckbild in elektronischer Form auf einen Daten-, bzw Archivtrager geschneben Dies ermöglicht mit einer entsprechenden Software auf dem Archivtrager mittels Suchfunktionen gezielt nach Informationen auf dem Druckbild des einzelnen Mail Piece und in den Dokumenten zu suchen
Die beispielsweise von einem Kundenrechner stammenden, erzeugten Druckdateien werden direkt in den Druckprozess und die Verpackungssteuerung übernommen, d h dem Mittel der Prozesssteuerung 300 zugeführt Über den Server 30 werden die Digitaldrucksysteme 20, 20 online über die Sammler/Puffer-Einheit 200, 200' mit der digital gesteuerten Verpackungsmaschine 100 koordiniert, bzw gesteuert, was mittels dem Prozessrechner 60 erfolgt
Digitaldrucksysteme und Verpackungsmaschinen verfugen in der Regel über eine eigene Betriebs-Software, die für den jeweiligen Off-üne-Betπeb bereitgestellt wurde Erfindungsgemass wird nun eine übergeordnete Software, eine sogenannte Master- Software, bereitgestellt und auf dem Prozessrechner 60 installiert Diese koordiniert den gesamten Prozessablauf und gewährleistet den einwandfreien On-Line-Betπeb der Verbundanlage von Digitaldrucksystemen und Verpackungsmaschinen
Drucksysteme und Verpackungsmaschine bilden so als Ganzes eine automatisierte Produktionsemheit zur Herstellung von personalisierten und individuellen Dokumenten mit einem kontrollierten Workflow Dadurch kann die Einhaltung höchster Vertraulichkeit wahrend des gesamten Prozesses, von der automatischen Dokumentenherstellung in digitaler Form bis zum verpackten Couvert, bzw verschlossenen Bnefumschlag, mit mehreren selektionierbaren Beilagen gewährleistet werden Wesentliche Merkmale sind dabei der gleichzeitig auf dem Drucker 65 erstellte Report 66 sowie der gleichzeitige elektronische Back-Up auf den Mitteln zur Archivierung 400, wie beispielweise auf dem CD-R Schreibsystem 70 oder einem DVD-Schreibsystem Die Sammler/Puffer-Einheit 200 bildet die mechanische und elektronische Schnittstelle
zwischen den Digitaldrucksystemen 20, 20' und der Verpackungsmaschine 100. Je nach Ausführungsart kann die Sammler/Puffer-Einheit 200 auch in die Verpackungsmaschine 100 integriert vorliegen, wie später beschrieben wird.
Fig.3 zeigt den schematischen Aufbau einer Sammler/Puffer-Einheit, die sich zwischen dem Digitaldrucksysteme 20 und der Verpackungsmaschine 100 befindet. Die Sammler /Puffer-Einheit 200 besteht aus einer Sammler-Einheit 220, einer Lese-Einheit 240, einer Wäge-Einheit 260 und einer Puffer-Einheit 280, wobei diese vier Einheiten in beliebiger Reihenfolge von den Dokumenten durchlaufen werden.
Die Sammler-Einheit 220 besteht im wesentlichen aus einem beispielsweise horizontal angeordneten ersten Transportmechanismus 52, auf dem die vom Digitaldrucksystem 20 angeführten Einzelblätter geordnet gestapelt, bzw. gesammelt werden, bis das Dokument 90 vollständig ist. Sie wird vom Prozessrechner aus gesteuert. Sobald das Dokument vollständig vorliegt, wird derTransportmechanismus aktiviert und fördert das Dokument in die der Sammler-Einheit 220 angrenzende Lese-Einheit 240.
Die Lese-Einheit 240 besteht im wesentlichen aus mindestens einer Videokamera und/oder mindestens einem Lesekopf 53, und einem beispielsweise horizontal angeordneten zweiten Transportmechanismus 56, mit dem das Dokument 90 in die Lesestation gefördert wird. In der Lesestation wird das Dokument ein- oder beidseitig gelesen und identifiziert und mit dem elektronischen Mail Piece verglichen und verifiziert. Sämtliche gängigen Codierungen wie Barcode, 2D, OCR, OMR, BCR und dgl. werden in der Lesestation verarbeitet. Die Lese-Einheit 240 wird vom Prozessrechner aus gesteuert. Sobald die Verifikation erfolgreich abgeschlossen ist, wird der Transportmechanismus 56 aktiviert und das Dokument in die angrenzende Wäge-Einheit 260 gefördert
Die Wäge-Einheit 260 besteht im wesentlichen aus einer Wägeplattform 57 und einem beispielsweise horizontal angeordneten dritten Transportmechanismus 58, mit dem das Dokument 90 auf die Wägeplattform gefördert wird. Auf dieser wird das Gewicht des Dokumentes 90 ermittelt und mit dem vom Prozessrechner für das Dokument/Mail Piece vorgegebenen Gewicht verglichen. Die Wäge-Einheit 260 wird vom Prozess-
rechner aus gesteuert. Sobald die Verifikation des Gewichtes erfolgreich abgeschlossen ist und das ermittelte Gewicht des Dokumentes 90 allenfalls einer Frankaturmaschine zugeführt wurde, wird der Transportmechanismus 58 aktiviert und das Dokument in die angrenzende Puffer-Einheit 280 gefördert.
Die Puffer-Einheit 280 dient dazu, allfällige Verzögerungen der Verpackungsmaschine 100 aufzufangen. Die Puffer-Einheit 280 wird vom Prozessrechner aus gesteuert. Sobald die Verpackungsmaschine 100 bereit ist, wird ein vierter Transportmechanismus 59 aktiviert und das Dokument in die angrenzende Verpackungsmaschine 100 gefördert.
Bei einer allfälligen Störung in der Sammler/Puffer-Einheit 200, sowie in den Digitaldrucksystemen 20, 20', bzw. bei einem Fehldruck oder einem unvollständigen Dokument, wird das Dokument auf der Verpackungsmaschine 100 beim ersten Fehlerauswurf 110 ausgeschieden, bzw. ausgesondert. Gleichzeitig wird eine sogenannte Reprint-Funktion auf dem Prozessrechner ausgelöst. Dieser Vorgang wird explizit auf dem Report 66 festgehalten. Die ausgesonderten, unvollständigen oder fehlerhaften Dokument werden zu Händen des Kunden und allfälliger Kontrolle separat aufbewahrt und nach Freigabe durch den Kunden gemäss den Sicherheitsanforderungen vernichtet. Die dabei erzeugte, elektronische Archivkopie wird nicht gespeichert. Das für die Archivierung vorgesehene, elektronische Druckbild wird im Störungsfall und/oder bei unvollständiger Produktion, welche zu einem Reprint führen, gelöscht. Dieser Vorgang wird ebenfalls auf dem Report festgehalten.
Durch die Verwendung entsprechender Standardsoftware für die Datenerstellung und den Workflow und unter Einsatz von modularen Bau- und Kontroligruppen im Server-, Druck- und Verpackungsprozess wird eine höchstmögliche Betriebssicherheit erreicht.
Durch die Verbindung von zwei unterschiedlichen Verpackungsmaschinen, z.B. für die Formate C4 und C5, wird die Selektion nach der Portoklasse an den Schluss der Prozesskette verlagert. Eine Vorselektion in den Dokumenten bei deren Aufbereitung entfällt somit. Das erfindungsgemässe Verfahren gewährt ein Optimum an Produktivität und Sicher-
heit Es wird auf eine mehrfache Datenberechnung und Sortierung nach Gewicht und Grosse des Mail Piece verzichtet, womit sich eine ganz erhebliche Reduktion der Rechenzeit ergibt Durch den Parallelbetrieb zweier Digitaldrucksysteme bleibt bei einem Systemausfall einer Druckkomponente mindestens eine 50%-ιge Produktionskapazität erhalten, was für die Verarbeitung von zeitkritischen Dokumenten sehr vorteilhaft ist Die C4-Anlage kann mit wenigen Handgriffen auf αie C5-Verarbeιtung umgestellt werden Beim Ausfall der C4-Anlage ist eine Aussteuerung der Dokumente vor der C5-Anlage möglich
Durch das nachfolgende Beispiel wird die vorliegende Erfindung detailliert erläutert, ohne den Anspruch zu erheben, das erfindungsgemässe technische Potential voll beschneben zu haben
Als Ausfuhrungsbeispiel wird eine Anlage für die Abwicklung eines Bank-Druckauftrag beschrieben, deren Aufbau im wesentlichen demjenigen entspricht, der in Fig 2 beschrieben wurde
In paralleler Anoidnung sind 2 Digitaldrucksysteme (Fa Oce, Deutschland) angeordnet, die beide über die Betriebssoftware 'PRISMA' verfugen Die Ausgange der beiden Digitaldrucksysteme sind an eine Verpackungmaschine vom Typ Bell+Howell (Friedberg/D) mit einem kundenspezifischen Systemaufbau SA-6722, die über eine Betriebssoftware 'PRIME / AUI / ICS verfugt
Diese Verpackungmaschine 100 weist eine angeschlossene Sammler/Puffer-Einheit 200 auf, bei der die Sammler-Einheit 220, die Lese-Einheit 240, die Wage-Einheit 260 und die Puffer-Einheit 280 als Module vertikal angeordnet sind Die Sammler/Puffer- Einheit 200 ist druckerseitig derart ausgebildet, dass sie als Ubeπuhrungseinheit für die Dokumente dient und die Digitaldrucksysteme 20, 20' mit der Sammler/Puffer- Emheit 200 mechanisch fest verbindet Die entsprechenden elektrischen Verbindungen basieren auf dem DOMAIN-LAN, einem Netzwerk zwischen den Digitaldrucksystemen und der Verpackungsmaschine, sowie den Schnittstellen (Interfaces) DMl (Desktop Management Interface) und ODBC (Open DataBase Connectivity) Bei einer Endlos- Druckeriosung, bei welcher Endlos-Papierbahnen bedruckt und ausgegeben werden, ist eine Blattschneidevornchtung vorgesehen Auf einem Prozessrechner vom Typ SUN-Solans mit dem Betriebssystem UNIX wurde
eine Master- oder Betriebssoftware installiert, über die der gesamte Prozess gesteuert und koordiniert werden kann. Druck und Verpackung von Dokumenten und Beilagen erfolgen kontrolliert und On-Iine.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren werden überraschende Vorteile erzielt:
Wegfall von Aufsetzoperationen im Off-Line-Betrieb bei der Einzelblattverarbeitung und der damit verbundenen Fehlermöglichkeiten.
Wegfall von Aufsetz-/Einlesevorrichtungen vor der Verpackungsanlage.
Wegfall des Programmieraufwandes von zwei Verpackungsmaschinen (C4 / C5).
Wegfall der Datenvorsortierung nach den Formaten C4, bzw. C5 bei der Formatwahl zur Portooptimierung auf dem Server, bzw. auf dem Kundenrechner.
Elimination von Totzeiten im Prozess.
Redundanzschaffung durch Parallelschalteπ von Druckwerken.
Nutzung der Effizienz der Verpackungsmaschine.
Lückenlose Dokumentenkontrolle in einem einzigen Arbeitsgang.
Im Fehlerfall ist das System mit einer Reprint-Funktion ausgerüstet, ohne einen Zugriff auf die Kundendaten zu erfordern.
Gleichzeitig zum Druck des Dokumentes wird mindestens ein identisches Archiv-File auf einem Archivträger, z.B. CD-ROM erzeugt.
Ausschluss von jeglicher Einsichtnahmemöglichkeiten in Kundendaten während des gesamten Prozesses, beginnend bei der Datenaufbereitung für den Druck- und
Verpackungsprozess bis zum verschlossenen Couvert.
Gewährleistung verschiedener Sicherheitsstandards.
Erfindungswesentlich ist damit die Herstellung und Verpackung von individuellen und vertraulichen Dokumenten direkt ab einem Server, bzw. Kundenrechner unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Aspekten. Damit sind Verfahren und Anlage speziell für die Abwicklung von Druckaufträgen im Bank- und Versicherungswesen geeignet, wo bekanntlich hohe Sicherheitsanforderungen existieren.