BENZOXAZIN- UND BENZOTfflAZIN-DERIVATE UND DEREN VERWENDUNG IN ARZNEIMITTELN
Die Erfindung betrifft Benzoxazin- und Benzothiazin-Derivate, das Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung in Arzneimitteln.
In menschlichen Zellen existieren mindestens 3 Formen von Stickstoffmonoxid- Synthasen, die Arginin in Stickstoffmonoxid (NO) und Citrullin überführen. Es wurden zwei konstitutive NO-Synthasen (NOS) identifiziert, die als Calzium / Calmodulin abhängige Enzyme im Gehirn (ncNOS oder NOS 1 ) bzw. im Endothel (ecNOS oder NOS 3) vorhanden sind. Eine weitere Isoform ist die induzierbare NOS (iNOS oder NOS 2), die ein praktisch Ca++ unabhängiges Enzym ist und nach Aktivierung unterschiedlicher Zellen durch Endotoxin oder andere Stoffe induziert wird.
NOS-lnhibitoren und insbesondere selektive Inhibitoren der NOS 1 , NOS 2 oder NOS 3 sind daher zur Therapie unterschiedlicher Erkrankungen geeignet, die durch pathologische Konzentrationen von NO in Zellen hervorgerufen oder verschlimmert werden. Eine Reihe von Reviews informiert über Wirkung und Inhibitoren von NO-Synthasen. Genannt seien beispielsweise: Drugs 1998, λ , 321 oder Current Pharmac. Design 1997, 3, 447.
Als NOS-lnhibitoren sind unterschiedliche Verbindungen bekannt. Beispielsweise werden Argininderivate, Aminopyridine, cydische Amidinderivate, Phenylimidazole und andere beschrieben. Aus WO 98/50372 ist bekannt, daß 3-Amino-2H-1 ,4-benzoxazine oder -benzothiazine potent und selektiv Stickstoffmonoxid Synthasen hemmen.
Es wurde nun gefunden, daß die erfindungsgemäß substituierten Heterocyclen gegenüber bekannten Verbindungen Vorteile besitzen und besser als Arzneimittel eingesetzt werden können.
Die Erfindung betrifft die Verbindungen der Formel I, deren tautomere und isomere Formen und Salze
worin
X O, SO m
R1 -(CHR9)π-NR7-A-NR8-B, -(CHR9)n-NR7-(CH2)p-C=R-(CH2)q-NR8-D oder -(CHR9)n-NR7-B,
R Wasserstoff oder
R
1 und R
2 gemeinsam mit zwei benachbarten Kohlenstoffatomen einen 5-, 6-, 7- oder δgliedrigen Ring bilden, der monocyclisch oder bicyclisch, gesättigt oder ungesättigt ist und bei dem 1 oder 2 CH
2-Gruppen durch Sauerstoff oder Carbonyl ersetzt sein können und der mit -(CHR
9)
r-NR
7-A-NR
8-B, -(CHR
9)
r-NR
7-(CH
2)
p-C=R-(CH
2)
q-NR
8-D oder -(CHR
9)
r-NR
7-B substituiert ist und mit
substituiert sein kann,
R3 Wasserstoff, Halogen, NO2, Cyano, CF3, -OCF3, -S-R9, -O-R9, C3-7-Cycloalkyl, -NR9-C(=NR10)-R11, -NH-CS-NR12R13, NH-CO-NR12R13, -SO2NR12R13,
-CO-NR 2R13, -CO-R14, NR15R16, C6-10Aryl, das gegebenenfalls mit Halogen, Cyano, C^-Alkyl, -S-R9 oder -O-R9 substituiert ist,
5- oder βgliedriges Heteroaryl mit 1 - 4 Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatomen
Cι_6-Alkyl, das gegebenenfalls mit Halogen, -OR9, -SR9, -NR12R13, =NR12, =NOC-|_6-Alkyl, =N-NHAryl, Phenyl, C3_7-Cycloalkyl oder 5- oder 6gliedrigem Heteroaryl substituiert ist,
C2-6-A|kerιyl, das gegebenenfalls mit Halogen, CONH2, C≡N oder Phenyl substituiert ist,
C2-6-Alkinyl, das gegebenenfalls mit Halogen, CONH2, C≡N oder Phenyl substituiert ist,
R4 Wasserstoff oder Acyl,
R5 und R6 unabhängig voneinander Wasserstoff, C3.7-Cycloalkyl, Phenyl, C1-6-Alkyl, C2-6-Alkenyl- oder C2-6-Alkynylreste, die jeweils substituiert sein können mit Halogen, OH, 0-d.e-Alkyl, SH, S-C1-6-Alkyl, NR15R16, 5- oder 6-gliedriges Hereroaryl mit 1 - 3 N-, O- oder S-Atomen, Phenyl oder C3-7-Cycloalkyl,
R7 Wasserstoff, d-6-Alkyl, das mit Phenyl substituiert sein kann, COOCι-6-Alkyl oder COCι.6-Alkyl,
R8 Wasserstoff,
A geradkettiges oder verzweigtes -Cι-6-Alkylen, geradkettiges oder verzweigtes -C2-6-Alkenylen oder -(CH2)p-Q-(CH2)q-,
B -C=R-( CH2)P-U, -C=R-NR15R16, -SOR 2, -SO2R12, -C=O-O-Aryl oder -C=O-O-Benzyl,
D Wasserstoff oder -(CH2)P-U,
R Sauerstoff oder Schwefel,
Q C3-7-Cycloalkyl, Indanyl, 5-, 6- oder 7gliedriges gesättigtes Heterocycloalkyl mit 1 - 2 N-, O- oder S-Atomen, Cβ-io-Aryl oder 5- oder βgliedriges Heteroaryl mit 1 - 3 N-, O- oder S-Atomen, das mit Benzol anelliert sein kann,
U Wasserstoff, gegebenenfalls mit Halogen substituiertes Cι-6-Alkyl, C3-7-Cycloalkyl, Indanyl, C7-1o-Bicycloalkyl, Cβ-io-Aryl oder 5- oder θgiiedriges Heteroaryl mit 1 - 3 N-, O- oder S-Atomen, das mit Benzol anelliert sein kann, wobei der Aryl- und Heteroarylrest substituiert sein kann mit Halogen, C^-Alkyl, C1- -Alkoxy, CF3, NO2, NH2, N(C^-Alkyl)2, Cyano, CONH2, -O-CH2-O-, -O-(CH2)2-O-, SO2NH2, OH, Phenoxy oder COOC^-Alkyl,
oder
R
8 und B gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen 5 - 7gliedrigen gesättigten Heterocyclus bilden, der eine Carbonyl- oder Thiocarbonylgruppe enthält und gegebenenfalls ein weiteres Sauerstoff-, Stickstoff- oder Schwefelatom enthalten kann und mit
oder einem gegebenenfalls mit Halogen substituierten Phenyl-, Benzyl- oder Benzoylrest substituiert sein kann oder
R7 und A gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen 5 - 7gliedrigen gesättigten Heterocyclus bildet, der ein weiteres Sauerstoff-, Stickstoff- oder Schwefelatom enthalten kann oder einen ungesättigten δgliedrigen Heterocyclus bildet, der 1 - 3 N-Atome enthalten kann,
m 0, 1 oder 2,
n und r 0, 1 bis 6,
p und q 0 bis 6 ,
9 10
R und R Wasserstoff oder Cι_g-Alkyl,
R11 C-μe-Alkyl, -NH2, -NH-CH3, -NH-CN, gegebenenfalls mit Halogen, Cι_4-Alkyl oder CF3 substituiertes Cg-io- ryl oder gegebenenfalls mit Halogen, C-j_4-Alkyl oder CF3 substituiertes 5- oder θgliedriges Heteroaryl mit 1 bis 4 Stickstoff-, Schwefel- oder Sauerstoffatomen,
12 13 R und R Wasserstoff, C-|_6-Alkyl, gegebenenfalls mit Halogen oder C-|_4-Alkyl substituiertes Phenyl, gegebenenfalls mit Halogen oder C-j^-Alkyl substituiertes Benzyl oder C3_7-Cycloalkyl,
1
R Wasserstoff, Hydroxy, Cι-6-Alkoxy, Phenyl, gegebenenfalls mit CÜ2H, CO2C1.6- Alkyl, Hydroxy, C-|_4-Alkoxy, Halogen, NR15R16, CONR12R1 3 oder Phenyl substituiertes Cι_ß-Alkyl oder gegebenenfalls mit Phenyl, Cyano, CONR^RI S 0<jer Cθ2C-|_4-Alkyl substituiertes C2-6-Alkenyl,
R
15 und R
16 Wasserstoff, Cι.
6-Alkyl, gegebenenfalls mit Halogen oder
substituiertes Phenyl oder gegebenenfalls mit Halogen oder d- -Alkyl substituiertes
Benzyl oder
R15, R16 gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen gesättigten 5-, 6- oder 7gliedrigen Ring bilden, der ein weiteres Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelatom enthalten und substituiert sein kann mit C-]_4-Alkyl- oder einem gegebenenfalls mit Halogen substituierten Phenyl-, Benzyl- oder Beπzoylrest
bedeuten.
Die Verbindungen der Formel I können als Tautomere, Stereoisomere oder geometrische Isomere vorliegen. Die Erfindung umfaßt auch alle möglichen Isomeren wie E- und Z-Isomere, S- und R-Enantiomere, Diastereomere, Razemate und Gemische derselben einschließlich der tautomeren Verbindungen der Formel la und Ib
la Ib
Die physiologisch verträglichen Salze können mit anorganischen und organischen Säuren gebildet werden wie beispielsweise Oxalsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Fumarsäure, Essigsäure, Maleinsäure, Weinsäure, Phosphorsäure, HCI, HBr, Schwefelsäure, p-Toluolsulfonsäure, Methansulfonsäure u.a.
Zur Salzbildung von Säuregruppen sind auch die anorganischen oder organischen Basen geeignet, die zur Bildung physiologisch verträglicher Salze bekannt sind wie beispielsweise Alkalihydroxide, wie Natrium- und Kaliumhydroxid, Erdalkalihydroxide wie Calciumhydroxid, Ammoniak, Amine wie Ethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, N-Methylglucamin, Tris-(hydroxymethyl)-methylamin usw.
Alkyl bedeutet jeweils eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe wie z.B. Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, n-Butyl, sek. Butyl, tert. Butyl, n-Pentyl, sek. Pentyl, tert. Pentyl, Neopentyl, n-Hexyl., sek. Hexyl, Heptyl, Octyl.
Ist der Alkylrest U mit Halogen substituiert, so kann er ein- bis mehrfach halogeniert sein, insbesondere perhalogeniert wie CF3, C2F5, CH2F, 2-Fluorethyl.
Alkenyl- und Alkynyl-Substituenten sind jeweils geradkettig oder verzweigt. Beispielsweise seien die folgenden Reste genannt: Vinyl, 2-Propenyl, 1-Propenyl, 2-Butenyl, 1-Butenyl, 3-Butenyl, 2-Methyl-2-propenyl, Ethinyl, 1-Propinyl, 2-Propinyl, 1-Butinyl, 2-Butinyl, 2-Pentenyl, 4-Hexenyl.
Unter Cycloalkyl ist jeweils Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl zu verstehen. Als Bicyclus seien beispielsweise Bicycloheptan und Bicyclooctan genannt.
Halogen bedeutet jeweils Fluor, Chlor, Brom oder Jod.
Unter Aryl ist jeweils Naphthyl oder Phenyl zu verstehen, das ein- bis dreifach gleich oder verschieden substituiert sein kann.
Als Heteroarylreste, die über das Heteroatom oder ein Kohlenstoffatom gebunden sein können, seien beispielsweise die folgenden 5- und 6-Ringheteroaromaten genannt:
Imidazol, Indol, Isooxazol, Isothiazol, Furan, Oxadiazol, Oxazol, Pyrazin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyridin, Pyrazol, Pyrrol, Tetrazol, Thiazol, Triazol, Thiophen, Thiadiazol, Benzimidazol, Benzofuran, Benzoxazol, Isochinolin, Chinolin. Als Heteroarylrest ist auch 2-C1.6-Alkyl-3-amino-2H-1 ,4-benzoxazin und 2-d-6-Alkyl-3-keto-2H-1 ,4- benzoxazin geeignet.
Im Falle einer Substitution des Heteroarylrestes kann dieser ein- bis dreifch gleich oder verschieden substituiert sein.
Als bevorzugte Ausführungsform für R in der Bedeutung Heteroaryl ist Thienyl zu betrachten.
Als gesättigte Heterocyclen sind jeweils beispielsweise Piperidin, Pyrrolidin, Morpholin, Thiomorpholin, Hexahydroazepin und Piperazin zu verstehen. Der Heterocyclus kann 1 - 3fach gleich oder verschieden substituiert sein mit C-|_4-Alkyl oder einem gegebenenfalls mit Halogen substituierten Phenyl-, Benzyl- oder Benzoylrest. Beispielsweise seien genannt: N-Methyl-piperazin, 2,6-Dimethylmorpholin, Pyrrolidin, Phenylpiperazin oder 4-(4-Fluorbenzoyl)-piperidin.
Bildet -NR7A- gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen ungesättigten Heterocyclus, so seien beispielsweise Imidazol, Pyrrol, Pyrazol und Triazol genannt.
5 6
Für die Substituenten R und R in Position 2 des Oxazins oder Thiazins ist einfache Substitution bevorzugt, wobei der Substituent R5 insbesondere C1-6-Alkyl bedeutet und R6 Wasserstoff ist.
Der Substituent Q kann an beliebiger Stelle über ein C-Atom oder gegebenenfalls über ein N-Atom verknüpft sein.
1 2
Bilden R und R gemeinsam mit zwei benachbarten Kohlenstoffatomen einen Ring, so kann dieser in Position 5, 6 oder 7, 8 oder insbesondere 6, 7 des Benzoxazins bzw. Benzothiazins stehen und hat die Formel
E einen gesättigten oder ungesättigten C3_8-Alkylenrest bedeutet, der 1 - 2fach mit (CHR9)r-NR7-A-NR8-B, -(CHR9)r-NR7-(CH2)p-C=R-(CH2)q-NR8-D oder -(CHR9)r-NR7-B substituiert ist und gegebenenfalls 1 - 2fach mit C-|_4-Alkyl substituiert ist und bei dem 1 oder 2 CH2-Gruppen durch Sauerstoff, Carbonyl oder dessen Derivat ersetzt sein können und wobei der Alkylenrest einen ankondensierten Benzolrest enthalten kann wie beispielsweise Indan oder als Bicyclus vorliegen kann wie beispielsweise Bicycloheptan. Der Substituent r steht insbesondere für null.
Als Strukturen von E seien beispielsweise genannt:
Als Carbonylderivate sind beispielsweise =NOH, =N-OC-|_6-Alkyl, =NH-NH2, =N-NH- Phenyl geeignet.
Vorzugsweise sind zwei benachbarte Kohlenstoffatome des Aromaten mit C3-6-Alkylen insbesondere Cs^-Alkylen zu einem 5-8-gliedrigem Ring E verknüpft insbesondere zu einem 5-6-gliedrigem Ring.
4
Der Acylrest R leitet sich von geradkettigen oder verzweigten aliphatischen C1-6- Carbonsäuren ab wie beispielsweise Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Trimethylessigsäure oder Capronsäure oder von bekannten Benzolsulfonsäuren, die mit Halogen oder C-|_4-Alkyl substituiert sein können, sowie C-|_4-Alkansulfonsäuren wie beispielsweise Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure.
Der Substituent n steht vorzugsweise für 1 - 6 insbesondere für 1.
Bevorzugte Ausführungsformen für X sind S und insbesondere O.
Bevorzugte Ausführungsformen von R3, R4, R7 und R9 sind jeweils Wasserstoff.
Der Substituente R1 steht vorzugsweise in 6-Position.
Der Ring E ist vorzugsweise einfach substituiert, wobei der Substituent in 6-Position steht.
Eine bevorzugte Ausführungsform von A ist geradkettig oder verzweigtes
Bilden R8 und B gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen gesättigten Heterocyclus so ist inbesondere Pyrrolidin-2-thion gemeint.
Bevorzugte Ausführungsformen für B sind -C=R-(CH2)P-U, -C=R-N R 5R16 und - SO2R12, worin R12 insbesondere C1-6-Alkyl, R15 und R16 insbesondere Wasserstoff, C1-6- Alkyl oder Phenyl bedeuten, und -(CH2)P-U insbesondere Wasserstoff, gegebenenfalls mit Halogen substituiertes d-6-Alkyl oder gegebenenfalls mit Halogen, C1-4-Alkyl, C1-4- Alkoxy oder CF3 substituiertes Phenyl bedeuten.
Bevorzugte Ausführungsformen für D sind Wasserstoff und -(CH
2)
P-U in der Bedeutung eines gegebenenfalls mit Halogen, Cι-
4-Alkoxy, CF
3 oder
substituierten Benzylrestes.
Vorzugsweise bedeuten p und q nicht gleichzeitig 0 sondern entweder p oder q einen Alkylenrest mit 1-6 Kohienstoffatomen.
Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung von Erkrankungen, die durch die Wirkung von Stickstoffmonoxid in pathologischen Konzentrationen hervorgerufen werden. Dazu zählen neurodegenerative Erkrankungen, inflammatorische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Beispielsweise seien genannt:
Cerebrale Ischaemie, Hypoxie und andere neurodegenerative Erkrankungen, die mit Entzündungen in Verbindung gebracht werden wie Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose und vergleichbare skierotische Erkrankungen, Morbus Parkinson, Huntington's Disease, Korksakoffs Disease, Epilepsie, Erbrechen, Schlafstörungen, Schizophrenie, Depression, Stress, Schmerz, Migräne, Hypoglykämie, Demenz wie z.B. Alzheimersche Krankheit, HIV-Demenz und Presenile Demenz.
Ferner eignen sie sich zur Behandlung von Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und zur Behandlung autoimmuner und/oder inflammatorischer Erkrankungen wie Hypotension, ARDS (adult respiratory distress syndrome), Sepsis oder Septischer
Schock, Rheumatoider Arthritis, Osteoarthritis, von insuiinabhängiger Diabetes Mellitus (IDDM), entzündlicher Erkrankung des Beckens/Darms (bowel disease), von Meningitis, Glomerulonephritis, akute und chronische Lebererkrankungen, Erkrankungen durch Abstoßung (beispielsweise allogene Herz-,Nieren- oder Lebertransplantationen) oder entzündlichen Hautkrankheiten wie Psoriasis und andere.
Auf Grund ihres Wirkprofils eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen sehr gut zur Inhibition der neuronalen NOS.
Zur Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen als Arzneimittel werden diese in die Form eines pharmazeutischen Präparats gebracht, das neben dem Wirkstoff für die enterale oder parenterale Applikation geeignete Träger-, Hilfs- und/oder Zusatzstoffe enthält. Die Applikation kann oral oder sublingual als Feststoff in Form von Kapseln oder Tabletten oder als Flüssigkeit in Form von Lösungen, Suspensionen, Elixieren, Aerosolen oder Emulsionen oder rektal in Form von Suppositorien oder in Form von gegebenenfalls auch subcutan intramuskulär oder intravenös anwendbaren Injektionslösungen oder topisch oder intrathekal erfolgen. Als Hilfsstoffe für die gewünschte Arzneimittelformulierung sind die dem Fachmann bekannten inerten organischen und anorganischen Trägermaterialien geeignet wie z.B. Wasser, Gelantine, Gummmi arabicum, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Polyalkylenglykole usw. Gegebenenfalls können darüber hinaus
Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel, Emulgatoren oder Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer enthalten sein.
Für die parenterale Anwendung sind insbesondere Injektionslösungen oder Suspensionen, insbesondere wäßrige Lösungen der aktiven Verbindungen in polyhydroxyethoxyliertem Rizinusöl, geeignet.
Als Trägersysteme können auch grenzflächenaktive Hilfsstoffe wie Salze der Gallensäuren oder tierische oder pflanzliche Phospholipide, aber auch Mischungen davon sowie Liposome oder deren Bestandteile verwendet werden.
Für die orale Anwendung sind insbesondere Tabletten, Dragees oder Kapseln mit Talkum und/oder Kohlenwasserstoffträger oder -binder, wie zum Beispiel Lactose, Mais- oder Kartoffelstärke, geeignet. Die Anwendung kann auch in flüssiger Form erfolgen, wie zum Beispiel als Saft, dem gegebenenfalls ein Süßstoff beigefügt ist.
Die Dosierung der Wirkstoffe kann je nach Verabfolgungsweg, Alter und Gewicht des Patienten, Art und Schwere der zu behandelnden Erkrankung und ähnlichen Faktoren variieren. Die tägliche Dosis beträgt 1 - 2000 mg, vorzugsweise 20 - 500 mg, wobei die Dosis als einmal zu verabreichende Einzeldosis oder unterteilt in zwei oder mehreren Tagesdosen gegeben werden kann.
Die NOS-inhibitorische Wirksamkeit der Verbindungen der Formel I und deren physiologisch verträglicher Salze kann nach den Methoden von Bredt und Snyder in Proc. Natl. Acad. Sei. USA (1989) 86, 9030-9033 bestimmt werden.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen erfolgt dadurch, daß man eine Verbindung der Formel II oder deren Salz
lla oder
Mb
worin
R1 , R2, R3, R5, R6 und X die obige Bedeutung haben, Z Sauerstoff oder Schwefel ist und R C-|_5-Alkyl bedeutet, mit Ammoniak oder primären Aminen umsetzt, wobei vorhandene Aminogruppen gegebenenfalls intermediär geschützt sind, und gewünschtenfalls anschließend acyliert, die Isomeren trennt oder die Salze bildet.
Die Umsetzung mit Ammoniak gelingt unter Druck in Autoklaven bei Ammoniaküberschuß bei tiefen Temperaturen (-78 °C) oder durch Rühren in mit Ammoniak gesättigten Methanol bei Raumtemperatur. Bevorzugt werden Thiolactame umgesetzt. Wird mit Aminen umgesetzt, so stellt man aus dem Lactam oder Thiolactam zunächst den iminether oder Iminothioether als Zwischenverbindung dar (z.B. mit Methyliodid oder Methylsulfat) und setzt diesen mit oder ohne Isolierung der Zwischenverbindung mit den entsprechenden Aminen oder deren Salzen um.
Als Aminoschutzgruppen sind beispielsweise Carbamate wie tert. Butoxy-carbonyl, Benzyloxycarbonyi oder Acetyl geeignet.
An den Vorstufen werden gewünschtenfalls Sulfide oxidiert, Ester verseift, Säuren verestert, Hydroxygruppen verethert oder acyliert, Amine acyliert, alkyliert, diazotiert, halogeniert, NO2 eingeführt oder reduziert, mit Isocyanaten oder Isothiocyanaten umgesetzt, die Isomeren getrennt oder die Salze gebildet.
Die Verseifung einer Estergruppe kann basisch oder sauer erfolgen, indem man bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur bis zur Siedetemperatur des Reaktionsgemisches in Gegenwart von Alkalihydroxiden in Ethanol oder anderen Alkoholen oder mittels Säuren wie z.B. Salzsäure hydrolysiert und ggf. Salze der Aminobenzoxazine oder -thiazine weiterverarbeitet.
Die Veresterung der Carbonsäure geschieht in an sich bekannter Weise mit
Diazomethan oder dem entsprechenden Alkohol in Säure oder in Gegenwart eines aktivierten Säurederivats. Als aktivierte Säurederivate kommen zum Beispiel Säurechlorid, -imidazolid oder -anhydrid in Frage.
Die Reduktion einer Estergruppe zum Alkohol erfolgt in an sich bekannter Weise mit DiBAH in geeignetem Lösungsmittel bei tiefen Temperaturen. Die reduktive Aminierung eines Ketons oder eines Benzaldehyds mit Amin unter Zugabe eines Borhydrides gibt benzylische Amine. Mit passend gewählten Diaminen erhält man nach Zugabe von gleichen oder verschiedenen Aldehyden bzw. Ketonen symmetrische oder unsymmetrische Aminoverbindungen.
Zusätzlich kann durch elektrophile aromatische Substitution eine Nitrogruppe oder Halogen, insbesondere Brom, eingeführt werden. Dabei entstehende Gemische können in üblicher Weise, auch mittels HPLC, getrennt werden. Wenn ein Nitril vorliegt, kann dieses nach bekannten Verfahren verseift werden oder in das entsprechende Amin, Tetrazol oder Amidoxim überführt werden oder es wird durch Angriff von substituierten Anilinen oder Aminen zu einem substituierten Amidin.
Die Friedel-Crafts Acylierung wird bei Lactamen vom Typ lla erfolgreich angewandt, und anschließend kann selektiv das Lactam in das Thiolactam überführt oder das Acylierungsprodukt reduktiv aminiert werden.
Die Reduktion der Nitrogruppe oder ggf. der Cyanogruppe zur Aminogruppe erfolgt katalytisch in polaren Lösungsmitteln bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur unter Wasserstoffdruck. Als Katalysatoren sind Metalle wie Raney-Nickel oder Edelmetallkatalysatoren wie Palladium oder Platin gegebenenfalls in Gegenwart von Bariumsulfat oder auf Trägern geeignet. Statt Wasserstoff kann auch Ammonium- formiat oder Ameisensäure in bekannter Weise benutzt werden. Reduktionsmittel wie Zinn-ll-chlorid können ebenso verwendet werden wie komplexe Metallhydride eventuell in Gegenwart von Schwermetallsalzen. Es kann vorteilhaft sein, vor der Reduktion die Estergruppe wie in Formel V einzuführen. Für Nitrogruppen bewährt hat sich die Reduktion mit Zink oder Eisen in Essigsäure.
Wird eine einfache oder mehrfache Alkylierung einer Aminogruppe oder einer CH- aciden Kohlenstoffposition gewünscht, so kann nach üblichen Methoden beispielsweise mit Alkylhalogeniden alkyliert werden.Gegebenenfalls ist Schutz der Lactamgruppe als Anion durch ein 2. Equivalent Base oder durch eine passende Schutzgruppe erforderlich.
Die Acylierung der Aminogruppe erfolgt in üblicher Weise beispielsweise mit einem Säurehalogenid oder Säureanhydrid gegebenenfalls in Gegenwart einer Base.
Die Einführung der Halogene Chlor, Brom oder Jod über die Aminogruppe kann beispielsweise auch nach Sandmeyer erfolgen, indem man die mit Nitriten intermediär gebildete Diazoniumsalze mit Cu(l)chlorid oder Cu(l)bromid in Gegenwart der entsprechenden Säure wie Salzsäure oder Bromwasserstoffsäure umsetzt oder mit Kaiiumjodid umsetzt.
Benzylalkohole lassen sich wie üblich mit Methansulfonyichlorid in die entsprechenden Benzylhalogenide überführen.
Die Einführung einer Nθ2-Gruppe gelingt durch eine Reihe von bekannten Nitrierungs- methoden. Beispielsweise kann mit Nitraten oder mit Nitroniumtetrafluoroborat in inerten Lösungsmitteln wie halogenierten Kohlenwasserstoffen oder in Sulfolan oder Eisessig nitriert werden. Möglich ist auch die Einführung z.B. durch Nitriersäure in Wasser oder konz. Schwefelsäure als Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen -10 °C und 30 °C.
Die Isomerengemische können nach üblichen Methoden wie beispielsweise Kristallisation, Chromatographie oder Salzbildung in die Enantiomeren bzw. E/Z-Isomeren aufgetrennt werden. Die Enantiomeren bzw. enantiomerenreine Diastereomeren können auch durch Chromatographie an chiralen Phasen sowie durch stereoselektive Synthese erhalten werden.
Die Herstellung der Salze erfolgt in üblicher Weise, indem man eine Lösung der Verbindung der Formel I - gegebenenfalls auch mit geschützten Aminogruppen - mit der äquivalenten Menge oder einem Überschuß einer Säure, die gegebenenfalls in Lösung ist, versetzt und den Niederschlag abtrennt oder in üblicher Weise die Lösung aufarbeitet.
Nucleophile Substitution von Benzylhalogeniden mit sekundären Aminen liefert die korrespondierenden Benzylamine.
Thiolactame der Formel lla (Z = S) erhält man beispielsweise aus Lactamen mit Phosphorpentasulfid (P4S10) oder Lawessons Reagenz (2,4-Bis(4-methoxphenyl)- 1 ,3,2,4-dithiaphosphetan-2,4-disulfid) in geeigneten Lösungsmitteln und Verbindungen der Formell llb können beispielsweise durch Umsetzung mit Meerwein-Reagenz (Trimethyloxoniumtetrafluoroborat) erhalten werden.
Soweit die Herstellung der Ausgangsverbindungen nicht beschrieben wird, sind diese bekannt und käuflich oder analog zu bekannten Verbindungen oder nach hier beschriebenen Verfahren herstellbar.
Die Herstellung der Verbindungen der Forml lla kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß man eine Verbindung der Formel III
worin R^ bis R3 die obige Bedeutung haben mit einer Verbindung der Formel IV
worin R^ und R^ die obige Bedeutung haben und Y eine reaktive Carboxylgruppe ist wie Säurehalogenid, Nitril, Carbonsäureester umsetzt und gegebenenfalls reduktiv cyclisiert oder dadurch, daß man eine Verbindung der Formel V
reduktiv cyclisiert.
Aromatische Thiole vom Typ III erhält man unter anderem wie in Chem. Pharm. Bull. 1991 , 39, 2888 und der dort genannten Literatur beschrieben durch Umlagerung der entsprechenden Dimethylaminothiocarbamate.
Die Einführung der Substituenten R1 bis R3 kann auf der Stufe der Verbindungen der Formel III oder II erfolgen.
Zur Herstellung von Verbindungen der Formel II kann der Aldehyd oder das Keton des ensprechenden 1 ,4-Benzoxazin-3-ons bzw. 1 ,4-Benzothiazin-3(4H)-ons reduktiv aminiert werden. Dies gelingt auch zweifach mit passend gewählten Diaminen. Diamine lassen sich auch umsetzen mit dem Aldehyd des 1 ,4-Benzoxazin-3-ons sowie gleichzeitig mit passend gewählten anderen Aldehyden. Wird die Einführung eines Heteroarylrestes Q gewünscht, so kann das entsprechende Haiogenderivat nucleophil mit Amin substituiert werden. Ist eine primäre oder sekundäre Aminogruppe vorhanden, so kann es vorteilhaft sein, diese intermediär zu schützen, beispielsweise durch Einführung einer tert.-Butoxycarbonylgruppe, die nach der Amidin-Bildung in üblicher Weise abgespalten wird.
Monoacylierte Diamine erhält man, wie in der Literatur (Synthesis 11 ; 1988; 917 l8 ) beschrieben, auch durch Umsetzung von Benzamiden mit Diamin unter Freisetzung von Ammoniak.
Neue Verbindungen wurden durch eine oder mehrere der folgenden Methoden charakterisiert: Schmelzpunkt, Massenspektroskopie, NMR. NMR Spektren wurden mit einem Bruker 300 MHz Gerät gemessen, die (deuterierten) Lösemittel sind wie folgt abgekürzt: CDCI3 (Chloroform), DMSO (Dimethylsulfoxid). Verschiebungen sind in delta und ppm angegeben. Es bedeuten: m (Multiplett, mehrere Signale), s (Singulett), d (Dublett), dd (Doppeldublett usw.), tr (Triplett), q (Quartett), H (Wasserstoffprotonen), J (Kopplungskonstante). Ferner bedeuten: THF (Tetrahydrofuran), DMF (N,N-Dimethyl- formamid), MeOH (Methanol), EE (Ethylacetat) ml (Milliliter), RT (Raumtemperatur). Alle Lösemittel sind p.A.Qualität, wenn nicht anders vermerkt. Alle Reaktionen werden unter Schutzgas ausgeführt, es sei denn, es handelt sich um wässrige Lösungen.
Nachfolgend wird die Darstellung einiger Vorstufen, Zwischenprodukte und Produkte exemplarisch beschrieben.
Ausgangsverbindungen
A
mono-N-Trifluoracetyl-1 ,4-butandiamin
Trifluoracetamid und 1 ,4-Butandiamin werden wie in der Literatur (Synthesis 11 ; 1988;
917-918 ) beschrieben umgesetzt.
Auf die gleiche Weise werden unter anderen hergestellt:
mono-N-p-Chlorbenzoyl-1 ,4-butandiamin mono-N-Benzoyl-1 ,4-butandiamin mono-N-Trifluoracetyl-1 ,5-pentandiamin mono-N-p-Chlorbenzoyl-1 ,5-pentandiamin mono-N-Methansulfonyl-1 ,5-pentandiamin
Die Synthese von 6-Formyl-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on wird in DE-198 26 232.9 beschrieben, ebenso die von 6-Formyl-2-ethyl-2H-1 ,4-benzoxazin- 3(4H)-on und 6-Formyl-2-propyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on.
6-(fN-(4-Chlorbenzvπ-pentancarbonsäureamid-6-yll-aminomethyl>-2-methyl-2H-1.4- benzoxazin-3(4H)-on
In 4 ml Methanol werden 100 mg epsilon-Amino-pentancarbonsäure-para-chlor- benzylamid Hydrochiorid (ε-Aminocaproyl-para-chlorbenzylamid Hydrochlorid,
Kaufware ) mit 0,07 ml Triethylamin versetzt. Dazu gibt man 61 mg 6-Formyl-2-methyl- 2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on. Man rührt 60 Minuten bei RT und gibt dann 16 mg Kaliumborhydrid hinzu. Nach 2 Stunden bei RT wird auf Wasser gegossen, dreimal extrahiert mit Ethylacetat und die organische Phase mit Sole gewaschen. Man trocknet mit Magnesiumsulfat und engt ein, 129 mg Rohprodukt.
Auf die gleiche Weise werden aus monoacylierten Diaminen hergestellt: 6-(rN-(Trifluoracetvπ-aminobut-4-vn-aminomethyl)-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)- on 6-ffN-(4-Chlorbenzoyl)-aminobut-4-vn-aminomethyl -2-methyl-2H-1.4-benzoxazin- 3(4H)-on 6-(fN-Benzoyl-aminobut-4-yl 1-aminomethyl)-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on
6-(fN-(Trifluoracetvπ-aminopent-5-yl1-aminomethyl>-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)- on
6-frN-(^-Chlorbenzovπ-aminopent-5-vn-aminomethyl>-2-methyl-2H-1.4-benzoxazin- 3(4H)-on
Aus 3-(N-Pyrrolidin-2-on)-propylamin 6-(rN-(Pyrrolidin-2-onl-prop-3-yll-aminomethyl -2-methyl-2H-1.4-benzoxazin-3(4H)-on
Aus 6-Keto-6,7,8,9-tetrahydro-2-methyl-2H-naphth[2,3-b]-1 ,4-oxazin-3(4H)-on
6-(rN-(Trifluoracetvπ-aminobut-4-vπ-amino)-6.7,8.9-tetrahvdro-2-methyl-2H-naphthf2.3- bl-1.4-oxazin-3(4H)-on
6-(rN-Methansulfonylamino-pent-5-vn-aminomethyl)-2-methyl-2H-1.4-benzoxazin-3(4H)- on
B
N-(r2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on1-6-yl -methyl-amino-n-butyl-N'- phenylhamstoff
Zu 80 mg 6-(omega-Amino-n-butyl-aminomethyl)-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on
Dihydrochlorid in 3 ml THF und 2 ml DMF werden 0,07 ml Triethylamin hinzugefügt, danach gibt man 27 Mikroliter Phenylisocyanat hinzu und rührt 24 h bei RT. Es wird auf wenig Wasser gegossen, extrahiert mit Ethylacetat und die organische Phase mit
Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt. Rohprodukt 95 mg.
Das Produkt enthält auch N r2-methyl-2H-1.4-benzoxazin-3(4H)-onl-6-yl -methyl-
(phenylaminocarbonyl)-amino-n-butyl-N'-phenylharnstoff.
6-frN-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäureamid-6-vπ-(tert.-butyloxycarbonyl)- aminomethyl)-2-methyl-2H-1.4-benzoxazin-3(4H)-on 129 mg 6-{[N-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäureamid-6-yl]-aminomethyl}-2-methyl-2H- 1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on in 8 ml Dichlormethan unter Zugabe von 0,127 ml Triethylamin und 163 mg Di-tert.-butyldicarbonat rühren. Nach 12 Stunden bei RT wird verdünnt mit Dichlormethan, gewaschen mit Natriumhydrogencarbonat und danach mit
Sole. Man trocknet die org. Phase und engt ein. Nach Säulenchromatographie mit Hexan und Ethylacetat resultieren 98 mg Produkt.
Auf die gleiche Weise werden hergestellt: 6-(fN-(Trifluoracetvπ-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2-methyl-2H-
1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on
6-ffN-(4-Chlorbenzovπ-aminobut-4-yll-(tert.-butyloxycarbonvπ-aminomethyl}-2-methyl-
2H-1.4-benzoxazin-3(4HVon
6-(rN-Benzoyl-aminobut-4-yl l-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2-methyl-2H-1.4- benzoxazin-3(4H)-on
6-(rN-π"rifluoracetyl)-aminopent-5-vπ-ftert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyll-2-methyl- 2H-1.4-benzoxazin-3(4HVon
6-frN-(4-Chlorbenzovπ-aminopent-5-vn-(tert.-butyloxycarbonvπ-aminomethyl>-2-methyl- 2H-1.4-benzoxazin-3(4H)-on
N-{r2-methyl-2H-1.4-benzoxazin-3(4H)-onl-6-yl)-methyl-(tert.-butyloxycarbonyl)-amino- n-butyl-N'-phenvIharnstoff
6-{rN-(Pyrrolidin-2-on)-prop-3-vπ-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2-methyl-2H- 1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on
6-(rN-(Trifluoracetvπ-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-amino)-6,7.8.9-tetrahvdro-
2-methyl-2H-naphthr2.3-bl-1.4-oxazin-3(4H)-on
6-frN-Methansulfonylamino-pent-5-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2-methyl-
2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on
6-(fN-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäure-amid-6-vπ-(tert.-butyloxycarbonvπ- aminomethyl}-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion
Zu 95 mg 6-{[N-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäureamid-6-yl]-(tert.-butyloxycarbonyl)- aminomethyl}-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-on in 3 ml Dimethoxyethan gibt man bei RT 72 mg Lawessons Reagenz und rührt 8 Stunden nach. Nach einengen und Säulenchromatographie mit Hexan / Ethylacetat 2:1 resultieren 38 mg Produkt sowie 53 mg 6-(rN-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäurethioamid-6-yl1-(tert.-butyloxycarbonyl)- aminomethyl -2-methyl-2H-1.4-benzoxazin-3(4H)-thion.
Auf die gleiche Weise werden hergestellt:
6-([N-(Trifluorthioacetyl)-aminobut-4-yl1-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2-methyl- 2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion und
6-(fN-(Trifluoracetyl)-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonvπ-aminomethyl -2-methyl-2H- 1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion
6-(fN-(4-Chlorbenzoyl)-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl -2-methyl- 2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion und
6-frN-(4-Chlorthiobenzoyl)-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2- methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion
6-(rN-Thiobenzoyl-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl -2-methyl-2H- 1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion
6-frN-(Trifluorthioacetyl)-aminopent-5-yll-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyll-2- methyl-2H-1.4-benzoxazin-3(4H)-thion 6-ffN-(Thio-4-chlorbenzoyl)-aminopent-5-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2- methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion
N-(r2-Methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H -thionl-6-ylVmethyl-(tert.-butyloxycarbonvn- amino-n-butyl-N'-phenvIharnstoff
6-(rN-(Pyrrolidin-2-thion)-prop-3-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl>-2-methyl-2H- 1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion
6-ffN-(Trifluorthioacetvπ-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-amino>-6.7,8.9- tetrahvdro-2-methyl-2H-naphthr2.3-bl-1.4-oxazin-3(4H)-thion und
6-(rN-(Trifluoracetyl)-aminobut-4-yll-(tert.-butyloxycarbonyl)-amino)-6,7.8,9-tetrahvdro- 2-methyl-2 H-naohth \2.3-bl- 1 ,4-oxazin-3(4H Vthion
-{rN-Methansulfonylamino-pent-5-yll-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-2-methyl- H-1.4-benzoxazin-3(4H)-thion
Beispiel 1
6-frN-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäurethioamid-6-vn-(tert.-butyloxycarbonvπ- aminomethyl)-3-amino-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin Man rührt 50 mg 6-{[N-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäurethioamid-6-yl]-(tert.- butyloxycarbonyl)-aminomethyl}-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-3(4H)-thion in 50 ml ges. Ammoniaklösung in Methanol (kommerziell erhältlich). Nach 1 Tag bei Raumtemperatur erhält man das Rohprodukt nach Einengen. Säulenchromatografie mit Essigester reinigt das Produkt. Es resultieren 92 % Ausbeute. MS (ei): 544 (7%), 545 (3%), 546 (4%) m/z.
Auf die gleiche Weise werden hergestellt:
6-frN-(Trifluoracetyl)-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl}-3-amino-2- methyl-2H-1 ,4-benzoxazin 6-frN-(Trifluorthioacetyl)-aminobut-4-yll-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl)-3-amino- 2-methyl-2H-1.4-benzoxazin
6-frN-(4-Chlorbenzovπ-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyll-3-amino-2- methyl-2H-1.4-benzoxazin 6-irN-(4-Chlorthiobenzovπ-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl -3- amino-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin
6-frN-Benzoyl-aminobut-4-yl 1-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl>-3-amino-2-methyl-
2H-1 ,4-benzoxazin
6-(rN-(Trifluoracetvπ-aminopent-5-vn-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethylV3-amino-2- methyl-2H-1 ,4-benzoxazin
6-(fN-(4-Chlorbenzoyl)-aminopent-5-vπ-(tert.-butyloxycarbonvπ-aminomethyl)-3-amino-
2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin
N-r(3-Amino-2-methyl-2H-1.4-benzoxazin-6-vπ-methyl-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminol-n- butvI-N'-phenvIhamstoff 6-(rN-(Pyrrolidin-2-thion)-prop-3-yll-(tert.-butyloxycarbonyl)-aminomethyl>-3-amino-2- methyl-2H-1.4-benzoxazin
MS (ei): 432 (27%), 433 (6%) m/z
6-{rN-(Trifluoracetvπ-aminobut-4-vn-(tert.-butyloxycarbonvπ-amino>-6,7,8,9-tetrahvdro-
3-amino-2-methyl-2H-naphth[2,3-b1-1 ,4-oxazin 6-{fN-Methansulfonylamino-pent-5-vπ-(tert.-butvioxycarbonyl)-aminomethyl>-3-amino-2- methyl-2H-1 ,4-benzoxazin
MS (ei): 454 (6%), 455 (2%) m/z
Beispiel 2
6-(fN-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäurethioamid-6-yll-aminomethyl>-3-amino-2- methyl-2H-1 ,4-benzoxazin Dihvdrochlorid
45 mg 6-{[N-(4-Chlorbenzyl)-pentancarbonsäurethioamid-6-yl]-(tert.-butyloxycarbonyl)- aminomethyl}-3-amino-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin werden in 1 ml THF mit 1 ml 4 n Salzsäure (Lösung in Dioxan) gerührt. Nach 12 Stunden wird zur Trockene eingeengt. Man erhält 32 mg Produkt (76 % Ausbeute). [1 H]-NMR (MeOH): 7,28 1 H, 7,22 4H, 7,21 1 H, 7,05 d 1 H, 5,16 q 1 H, 4,7 2H, 4,1 s breit 2H, 2,93 m 2H, 2,58 tr 2H, 1 ,7 m 4H, 1 ,48 d 3H, 1 ,33 m 2H.
Auf die gleiche Weise werden herge^ *'!f
6-frN-(Trifluoracetvπ-aminobut-4-vn-aminomethyl>-3-amino-2-methyl-2H-1.4-benzoxazin
Dihvdrochlorid
[1H]-NMR (DMSO):9,5, 9,2 je s breit 1H, 7,42 d 1 H J=1 Hz, 7,33 dd 1 H, 7,11 d J=8Hz
1 H, 5,32 q 1 H, 4,09 s breit 2H, 3,2-, 2,9-, 1 ,65-, 1 ,55- jeweils m 2H, 1 ,49 d 3H.
6-(fN-(Trifluorthioacetvπ-aminobut-4-vn-aminomethyl)-3-amino-2-methyl-2H-1 ,4- benzoxazin Dihvdrochlorid
6-(rN-(4-Chlorbenzoyl)-aminobut-4-vn-aminomethyl)-3-amino-2-methyl-2H-1.4- benzoxazin Dihvdrochlorid
[1 HJ-NMR (DMSO):9,5, 9,3, 8,6 je s breit 1H, 7,9 d 2H, 7,53 d 2H, 7,45 d 1 H J=1 Hz,
7,32 dd 1 H, 7,11 d 1 H, 5,35 q 1 H, 4,1 s breit 2H, 3,3-, 2,9-, 1 ,7-, 1 ,6- jeweils m 2H, 1 ,49 d 3H. MS (ei): 400, 401 m/z (als freie Base sichtbar).
6-{fN-(4-ChlorthiobenzoylVaminobut-4-yl1-aminomethyl>- 3-amino-2-methyl-2H-1.4- benzoxazin Dihvdrochlorid
6-(rN-Benzoyl-aminobut-4-vπ-aminomethylV3-amino-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin
Dihvdrochlorid 6-(fN-(Trifluoracetvπ-aminopent-5-vn-aminomethyl -3-amino-2-methyl-2H-1.4- benzoxazin Dihvdrochlorid
6-{fN-(4-Chlorbenzoyl)-aminopent-5-vn-aminomethyl)-3-amino-2-methyl-2H-1 ,4- benzoxazin Dihvdrochlorid
N-(r3-Amino-2-methyl-2H-1 ,4-benzoxazin-6-yl1-methylamino)-n-butyl-N'-phenylharnstoff Dihvdrochlorid
6-{rN-(Pyrrolidin-2-thion)-prop-3-vn-aminomethyl)-3-amino-2-methyl-2H-1.4-benzoxazin
Dihvdrochlorid
[1H]-NMR (DMSO):9,7, 9,5, 9,3 je breit 1H, 7,45 d 1H, 7,33 dd 1H, 7,13 d 1H, 5,35 q
1H, 4,11 s breit 2H, 3,7 m 4H, 3,4 m 2H, 2,9 m 2H, 2,0 m 4H, 1,51 d 3H.
6-frN-(Trifluoracetvh-aminobut-4-vπ-amino)-6.7.8.9-tetrahvdro-3-amino-2-methyl-2H- naphth.r2.3-b1-1.4-oxazin Dihvdrochlorid [1H]-NMR(MeOH): 7,29 s 1H, 6,85 s 1H, 5,13 q 1H, 4,4 m 1H in 6-Position, 3,22 m
2H, 3,08 tr 2H, 2,8 m 2H, 2,7 m 2H, 2,15 m 1H, 2,0 m 1H, 1,75 m 2H, 1,6 m 2H, 1,45 m
2H, 1 ,47 d 3H. MS (ei): 397 (11%), 398 (4%) m/z (Fragment freie Base).
6-([N-Methansulfonylamino-pent-5-yl]-aminomethyl-3-amino-2-methyl-2H-1.4- benzoxazin Dihvdrochlorid [1H]-NMR(MeQH): 7,31 d 1H J=1Hz, 7,23 dd 1H, 7,05 d 1H, 5,18 q 1H, 4,10 s breit
2H, 3,5 m 2H, 2,99 m 4H, 2,82 s 3H Methyl, 1 ,8 bis 1 ,4 m 4H, 1 ,48 d 3H.
MS (ei): 353 (2%), 354 (2%) m/z (Fragment freie Base).