Tragstangenanordnung zum Aufhängen von Artikeln oder zur Halte- rung einer Ablage
Anwendungsgebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft eine Tragstangenanordnung zum Aufhängen von Artikeln oder zur Halterung einer Ablage. Bei den aufzuhängenden oder auf die Ablage aufzulegenden Artikeln kann es sich z.B. um zum Verkauf angebotene Waren, Arbeitsgegenstände in der Geschäfts- oder Privatsphäre, Ausstellungsstücke oder Dekorationselemente handeln. Die Tragstangenanordnung besteht aus einer von einer Tragstruktur getragenen, als fixierbares Gehäuse ausgebildeten Steckaufnahme und in diese einsteckbaren Trägerstange. Mit mehreren solcher Tragstangenanordnungen lässt sich z.B. eine Präsentationswand in einer Handelseinrichtung bestücken. Als Tragstruktur kommt z.B. eine Wand, ein Paneel oder ein Regalbauelement in Betracht. Die Steckaufnahme hat einen Aufsetz- flansch und ist in eine durchgehende Öffnung in der Tragstruktur von deren Rückseite einsetzbar. Auf ihrer Vorderseite besitzt die Steckaufnahme eine fensterartige Einstecköffnung, während im Inneren der Steckaufnahme oben und unten Hinterschneidungen vorgesehen sind. Die Trägerstange weist ein Stangenstück und eine Steckplatte auf, welche an einem Ende des Stan- genstücks fest angebracht ist. Die Steckplatte überragt die Einstecköffnung in einer Dimension und lässt sich erst bei verkanteter Positionierung in die Einstecköffnung, hinter die obere Hinterschneidung einstecken. Nach dem verkanteten Einstecken wird die Trägerstange mit der Steckplatte ausgerichtet und abwärts verschoben, so dass die Steckplatte nun auch hinter die untere Hinter- schneidung zu liegen kommt. Hierbei verschmälert sich zwar die an der oberen Hinterschneidung anschlagende Fläche der Steckplatte, jedoch sitzt nun die Ober- und die Unterkante der Steckplatte hinter der jeweiligen Hinterschneidung.
Stand der Technik
Eine Tragstangenkonstruktion ist beispielsweise aus der US 4 316 547 bekannt. An einer Rückwand verlaufen zwei vertikale und zueinander beabstandete Schienen mit einem Lochraster, wo in jede Schiene, in zwei höhengleiche
Löcher, je ein kurzes Schienenstück einsteckbar ist. Die beiden Schienenstücke ragen von der Rückwand senkrecht in den Raum hinein, und über die Schienenstücke ist eine Querstange gelegt. Direkt auf die Querstange lassen sich z.B. Kleiderbügel sowie weiter in den Raum ragende Trägerstangen hängen, die ihrerseits behangen sind. Diese Tragstangenkonstruktion ist zwar höhenverstellbar, ansonsten aber wenig variabel durch die nötigen Lochrasterschienen und zudem relativ aufwendig.
Einrichtungen zum Aufhängen von Waren mit horizontal angeordneten Pro- filschienen sind z.B. ferner aus der WO 91 14388 und der DE 38 03 829 A1 bekannt. In die Profilschienen sind Trägerstangen mit ihren angesetzten Endstücken seitlich einschiebbar oder durch Verkanten einklinkbar. Diese Konstruktion ist sehr materialaufwendig und beschränkt die Gestaltungsfreiheit enorm durch die auf die tragende Rückwand aufzusetzenden Profilschienen, die äus- serlich sichtbar sind. Die Profilschienen sind nicht dazu vorgesehen, einzelne Tragstangenanordnungen zu schaffen. Ferner wären zusätzliche seitliche Arretiermittel nötig, um das horizontale Verschieben der eingeklinkten Trägerstangen entlang der Profilschienen zu verhindern und somit ein geordnetes Erscheinungsbild der Verkaufsfläche auch bei lebhaft agierendem Publikum zu wahren.
In der US 5 109 992 wird eine Tragstangenanordnung offenbart, welche die Nachteile langer Profilschienen dadurch teilweise vermindert, indem kurze, als Steckaufnahmen zugeschnittene Schienenstücke auf einer Rückwand fixierbar sind, in welche man jeweils eine Trägerstange mit der zuvorderst angeordneten Steckplatte seitlich einschieben kann. Auch diese Anordnung würde seitliche Arretiermittel erfordern, um das unbeabsichtigte Herausgleiten der nur eingeschobenen Trägerstange zu verhindern. Ausserdem sind die Steckaufnahmen nur auf Rückwände aufsetzbar, daher als grobes Blechteil sichtbar und somit z.B. für ästhetische Ladengestaltungen wenig geeignet.
Aus der EP 0 519 349 B1 ist eine weitere Tragstangenanordnung, bestehend aus einer in ein Paneel einsetzbaren Steckaufnahme und einer Trägerstange, bekannt. Jede Steckaufnahme lässt sich mit einer einzelnen Trägerstange be-
stücken. Die Steckaufnahme ist in eine Aussparung im Paneel einsetzbar, wobei die Aussenkante der Steckaufnahme am Rand der Aussparung aufsetzt. Gehalten wird die Steckaufnahme durch eine obere in das Paneel hineinragende Nase sowie eine Verschraubung mit der hinter dem Paneel liegenden Rück- wand. Die Steckaufnahme besitzt einen Schlitz, der nach unten von einer Profilschulter und nach oben von einer nach innen gebogenen Prellkante begrenzt wird, wobei die Prellkante einen Spalt offen lässt. Die Trägerstange besteht aus einem Stangenstück und einer am hinteren Stangenende fest angesetzten Schlussplatte, welche oben eine doppelte Abkantung aufweist, an deren Hori- zontalabschnitt sich ein abwärts erstreckendes, planflächiges Plattensegment anschliesst. Im eingeklinkten Zustand stützt sich der Horizontalabschnitt der Abkantung auf der Profilschulter ab, während der aufragende Vertikalabschnitt der Abkantung durch den hinter der Prellkante liegenden Spalt hindurchragt und das Plattensegment auf der Frontseite der Steckaufnahme aufliegt. Soll die Trägerstange ausgeklinkt werden, muss man die Trägerstange schräg anstellen, um den Vertikalabschnitt der Schlussplatte aus dem Spalt herausziehen zu können; analog verläuft das Einklinken. Diese Tragstangenanordnung wird zwar den ästhetischen Anforderungen eher gerecht, erfordert kein Schienenmaterial und ermöglicht auf schnelle Weise, die Bestückung eines Feldes von Steck- aufnahmen zu verändern, aber es verbleiben noch eine Reihe von Nachteilen. Zunächst ist die Steckaufnahme nur in eine Aussparung im Paneel einsetzbar, nicht aber auf das Paneel aufsetzbar und nicht auf dessen Rückseite anzuordnen. Am schwerwiegendsten ist, dass die Trägerstangen sehr leicht durch vorderes Anheben ausklinkbar sind, was durch blosses Anstossen verur- sacht werden kann. Ferner sind sowohl die Steckaufnahmen durch die innere Kontur als auch die Schlussplatten durch die doppelte Abkantung relativ aufwendig in der Herstellung.
Schliesslich hat die EP 0 716 825 B1 eine Tragstangenanordnung mit einer gehäuseförmigen Steckaufnahme mit inneren Hinterschneidungen zum Gegenstand. Die fensterartige Einstecköffnung, welche der Aufnahme der Steckplatte einer Trägerstange dient, ist von einem Aufsetzflansch umgeben. Für die Montage der Steckaufnahme sind Varianten: a) Aufsetzen auf die Tragstruktur von
vom; oder b) Aufsetzen auf die Tragstruktur von hinten; oder c) Einsetzen in die Tragstruktur vorgesehen. Bei der Variante a) sitzt die Steckaufnahme mit ihrer rahmenförmig umlaufenden Abdeckung als quaderförmiges Gehäuse erhaben auf der Vorderseite der Tragstruktur auf. Diese Variante der Anordnung der Steckaufnahme kommt aus gestalterischen Gründen sicher nur für bestimmte Anwendungen in Betracht, da die Steckaufnahmen deutlich in Erscheinung treten, betont aufgesetzt wirken und die Ebenmässigkeit, z.B. einer vielfach bestückten Präsentationswand stören. Bei der Variante c) ist die Steckaufnahme in die Tragstruktur eingesetzt, wobei der rahmenförmige Aufsetzflansch auf der Vorderseite der Tragstruktur aufsetzt und somit ebenfalls relativ grossflächig dominierend erscheint. Die Variante b) verlangt erhöhten Arbeitsaufwand, da beim rückseitigen Aufsetzen der Steckaufnahme der Durchbruch durch die Tragstruktur sehr sauber geschnitten sein muss, weil dieser von vorn einsehbar ist. Überdies sind die Schnittkanten im Durchbruch sichtbar.
Aufgabe der Erfindung
Resümierend ist festzustellen, dass die bisher bekannten Tragstangenanordnungen die praktischen Anforderungen zunehmend besser erfüllen. Der Erfindung liegt aber die Aufgabe zugrunde, das optische Erscheinungsbild der Trag- Stangenanordnung des Typs der EP 0 716 825 B1 , im eingebauten Zustand, durch konstruktive Weiterentwicklung noch dezenter zu gestalten. Hierbei sollen die prinzipielle Funktionsweise dieser Tragstangenanordnung beibehalten werden. Die Steckaufnahme muss sich mit möglichst geringem Arbeitsaufwand bei der Montage in eine Tragstruktur, z.B. eine Rückwand, ein Paneel oder ein Regalbauelement, einsetzen und fixieren lassen.
Mit einem Handgriff soll sich eine Trägerstange in eine Steckaufnahme einstecken lassen, ebenso einfach soll das Umstecken auf eine andere Steckaufnahme möglich sein. Für komplexere Aufbauten soll eine Vielzahl von Steckauf- nahmen systematisch positioniert werden können; auch sollen sich auf mehreren Trägerstangen Ablagen, wie Tablare bzw. offene Kästen, installieren lassen. Die einzelne eingesteckte Trägerstange muss ohne zusätzliche Siche- rungsmassnahmen stabil in der Steckaufnahme arretiert sein, auch, wenn sich
die Trägerstange in den Raum ragend nach unten neigt. In einer Tragstruktur eingesetzte, aber nicht mit einer Trägerstange belegte Steckaufnahmen, dürfen den ästhetischen Eindruck nicht negativ beeinträchtigen.
Übersicht über die Erfindung
Die Tragstangenanordnung dient zum Aufhängen von Artikeln oder zur Halte- rung einer Ablage mit einer von einer Tragstruktur getragenen, daran fixierbaren Steckaufnahme und in diese einsteckbaren Trägerstange. Aus einem Stangenstück und einer am ersten Ende des Stangenstücks angebrachten Steck- platte besteht die Trägerstange. Die Steckaufnahme besitzt einen Aufsetzflansch, eine fensterartige Einstecköffnung und im Inneren der Steckaufnahme eine obere und eine untere Hinterschneidung. Die am Stangenstück befindliche Steckplatte überragt die Einstecköffnung in ihrer Höhe. Nur in verkanteter Positionierung lässt sich Steckplatte durch die Einstecköffnung durchstecken, um nach dem Einstecken der Steckplatte mit ihrer Oberkante hinter der oberen Hinterschneidung zu stehen. Nach dem Ausrichten und Abwärtsschieben der Steckplatte steht diese auch mit ihrer Unterkante hinter der unteren Hinterschneidung. Die Einstecköffnung ist in einem der Ebene des Aufsetzflansches vorgesetzten Hülsenstück vorgesehen. Im montierten Zustand kommt der Auf- setzflansch auf der Rückseite der Tragstruktur zu liegen, während das Hülsenstück in eine in der Tragstruktur vorbereitete Öffnung hineinragt. Für die Auskleidung des Hülsenstücks kann eine in die Einstecköffnung einsetzbare Abdeckung vorgesehen sein, die weiterhin das Einstecken und Entnehmen der Trägerstange mit ihrer Steckplatte erlaubt.
Nachfolgend werden spezielle Ausführungsformen der Tragstangenanordnung beschrieben:
Das Hülsenstück wird von die Einstecköffnung umgebenden Wandstegen gebildet und innerlich des Hülsenstücks ist eine plattenförmige Hülsenbasis, zur Ebene des Eintritts in die Einstecköffnung rückversetzt, angeordnet. Der Eintritt in die Einstecköffnung ist vorzugsweise viereckig. Die Wandstege schliessen in der Ebene des Eintritts in die Einstecköffnung als Vorderkante des Hülsenstücks ab, wobei die beidseits der Einstecköffnung vorhandenen Wandstege
sich zunächst geschlossen bis auf die Ebene der Hülsenbasis erstrecken. An den ober- und unterhalb der Einstecköffnung vorhandenen Wandstegen ist die obere und die untere Hinterschneidung vorgesehen. Die Hülsenbasis hat an ihrer Oberkante einen Durchbruch mit einem rückseitigen Freischnitt, an ihrer Unterkante eine zum Eintritt der Einstecköffnung weisende, erhabene Prellkante und oberhalb der Prellkante liegende Rastlöcher. Etwa mittig in der Hülsenbasis könnte ein Schraubenloch angeordnet sein.
In Relation zur Vorderkante ist die Hülsenbasis dem Aufsetzflansch vorgelagert. Die beidseits der Einstecköffnung vorhandenen Wandstege erstrecken sich über die Hülsenbasis und den Aufsetzflansch hinaus, wodurch rückseits am Aufsetzflansch zwei zueinander parallele Führungsrippen entstehen. Diese Führungsrippen dienen der Aufnahme einer durchgehenden Stütze zur Halte- rung der Tragstruktur. Die Führungsrippen erstrecken sich verlängernd auf dem Aufsetzflansch nach ober- und unterhalb des Hülsenstücks. Innenseitig an den Führungsrippen sind erhabene Nasen zum Einklemmen der Stütze vorgesehen. Das in der Hülsenbasis eventuell vorhandene Schraubenloch dient dem Ver- schrauben zwischen der Stütze und der Steckaufnahme. Der Aufsetzflansch hat Schraubenlöcher zum Aufschrauben der Steckaufnahme auf die Rückseite der Tragstruktur.
Die Abdeckung besitzt einen Boden, welcher die Hülsenbasis der Steckaufnahme überdeckt, und Seitenwände, welche die im Hülsenstück beidseits der Einstecköffnung vorhandenen Wandstege auskleiden. Ferner weist die Ab- deckung einen Rahmen auf, welcher die Vorderkante des Hülsenstücks überdeckt. Der Rahmen geht in die Seitenwände über und kleidet die ober- und unterhalb der Einstecköffnung vorhandenen Wandstege aus. Zwischen Boden und Rahmen, im Bereich der oberen und unteren Hinterschneidung, besitzt die Abdeckung Aussparungen zum Durchtritt von Ober- und Unterkante der Steck- platte der Trägerstange. Der Boden erstreckt sich bis an die Prellkante der Hülsenbasis. Vom Boden gehen Rastnasen ab, die zum Eingriff in den rückseitig der Hülsenbasis vorhandenen Freischnitt und die oberhalb der Prellkante liegenden Rastlöcher bestimmt sind.
Im montierten Zustand liegt die Vorderkante des Hülsenstücks der Steckaufnahme versenkt unterhalb der Frontseite der Tragstruktur und die in das Hülsenstück eingesetzte Abdeckung schliesst mit ihrem Rahmen bündig mit der Frontseite ab. Vorteilhaft wird die Steckaufnahme als Gussteil hergestellt, während die Abdeckung ein Kunststoffspritzteil beliebiger Farbe ist. Eine Rückwand, ein Paneel oder ein Regalbauelement bildet die Tragstruktur, auf welcher eine Vielzahl von Steckaufnahmen systematisch angeordnet sein kann. Die Stangenstücke der Trägerstangen sind entweder gerade oder geneigt ausge- richtet und dienen dem unmittelbaren Aufhängen von Artikeln oder zur Halte- rung einer Ablage, wie ein Tablar, eine offene oder geschlossene Box. Mehrere Trägerstangen können überbrückt sein.
Die erfindungsgemässe Tragstangenanordnung erlaubt mit wenigen Hand- griffen das Einstecken einer Trägerstange in die vorgesehene Steckaufnahme bzw. die Entnahme aus dieser. Die von der Rückseite der Tragstruktur eingesetzte Steckaufnahme, die von der Vorderseite mit einer rahmenartigen Abdeckung verkleidet wird, ermöglicht einen optisch sehr dezenten Einbau. Die Tragstangenanordnung ist als Beschlag für eine einzelne Aufhängung bis hin zum Aufbau einer komplexen Ladeneinrichtung geeignet, die sich individuell konzipieren und dann variabel nutzen lässt. Durch die konstruktive Gestaltung entfällt ein mühsames Justieren der einzelnen Steckaufnahmen innerhalb einer Vielzahl. Bei ordnungsgemässer Montage und Fertigung sind die eingesetzten Trägerstangen von sich aus exakt ausgerichtet und vermitteln daher ein solides Erscheinungsbild auf einer komplexen Präsentationswand.
Kurzbeschreibung der beigefügten Zeichnungen Es zeigen:
Figur 1A eine in eine Tragstruktur eingesetzte Steckaufnahme mit aufgesetzter Abdeckung und eingesteckter Trägerstange als Perspektivdarstellung;
Figur 1 B die Steckaufnahme und die Abdeckung beidseits an eine Öffnung in der Tragstruktur angenähert, als Explosivdarstellung gemäss Figur 1A;
Figur 2A die Steckaufnahme in der Frontansicht;
Figur 2B einen Schnitt durch die Steckaufnahme gemäss Figur 2A auf der
Linie A-A; Figur 2C eine Draufsicht auf Steckaufnahme gemäss Figur 2A;
Figur 3A die Frontseite der Steckaufnahme als Perspektivdarstellung von unten gesehen; Figur 3B die Darstellung gemäss Figur 3A von oben gesehen; Figur 3C die Rückseite der Steckaufnahme als Perspektivdarstellung von unten gesehen; Figur 3D die Darstellung gemäss Figur 3C von oben gesehen;
Figur 4A die Abdeckung in der Frontansicht;
Figur 4B einen Schnitt durch die Steckaufnahme gemäss Figur 4A auf der Linie B-B; Figur 4C eine Draufsicht auf die Abdeckung gemäss Figur 4A;
Figur 5A die Frontseite der Abdeckung als Perspektivdarstellung von unten gesehen; Figur 5B die Darstellung gemäss Figur 5A von oben gesehen; Figur 5C die Rückseite der Abdeckung als Perspektivdarstellung von unten gesehen; Figur 5D die Darstellung gemäss Figur 5C von oben gesehen;
Figur 6 die Anordnung gemäss Figur 1A ohne eingesteckte Trägerstange als Perspektivdarstellung;
Figur 7A die Anordnung gemäss Figur 1A auf die Rückseite der Tragstruktur betrachtet, mit der eingesetzten Steckaufnahme, der aufgesteckten Abdeckung und der eingesteckten Trägerstange; Figur 7B einen Schnitt durch die Tragstangenanordnung gemäss Figur 7A auf der Linie C-C;
Figur 7C eine Vergrösserung aus Figur 7B im Bereich der Steckaufnahme; und
Figur 8 die Rückseite der Tragstruktur mit der eingesetzten Steckaufnahme und einer Vertikalstütze zur Halterung der Tragstruktur als Perspektivdarstellung.
Ausführungsbeispiel
Mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen erfolgt nachstehend die detaillierte Beschreibung eines Ausführungsbeispiels zur erfindungsgemässen Tragstangenanordnung.
Für die gesamte weitere Beschreibung gilt folgende Festlegung. Sind in einer Figur zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugsziffern enthalten, aber im unmittelbar zugehörigen Beschreibungstext nicht erläutert, so wird auf deren Erwähnung in vorangehenden oder nachfolgenden Figurenbeschreibungen Bezug genommen. Im Interesse der Übersichtlichkeit wird auf die wiederholte Bezeichnung von Bauteilen in weiteren Figuren zumeist verzichtet, sofern zeichnerisch eindeutig erkennbar ist, dass es sich um "wiederkehrende" Bauteile han- delt.
Figuren 1A und 1 B
Die Tragstangenanordnung besteht zunächst aus einer Steckaufnahme 1 , die einen plattenförmigen Aufsetzflansch 10 und ein sich davon nach vorn er- streckendes Hülsenstück 11 aufweist. Der Aufsetzflansch 10 ragt allseits über die Grundfläche des Hülsenstücks 11 hinaus, welches vorn mit einer Vorderkante 114 abschliesst und mit seinen Wandstegen eine fensterartige Einstecköffnung 12 - hier quadratisch - umgibt. Im Aufsetzflansch 10 sind Schraubenlöcher 100 zum Befestigen auf der Rückseite 31 einer Tragstruktur 3 vorge- sehen, wobei das Hülsenstück 11 im montierten Zustand in eine Öffnung 32 der Tragstruktur 3 hineinragt. Hierbei sollte die Vorderkante 114 geringfügig unterhalb des der Ebene der Frontseite 30 der Tragstruktur 3 zu liegen kommen. Somit kann die als Option vorgesehene Abdeckung 4 in die Einstecköffnung 12 eingesetzt werden, kleidet hierbei den von aussen sichtbaren Innenraum des
Hülsenstücks 11 zum Grossteil aus, überdeckt die Vorderkante 114 rahmenför- mig und schliesst bündig mit der Frontseite 30 ab. Die eingesetzte Abdeckung 4 erlaubt aber weiterhin das Einstecken und Entnehmen der Trägerstange 2 mit ihrer Steckplatte 21. Die Tragstruktur 3 könnte z.B. eine Rückwand, ein Paneel oder ein Regalbauelement sein.
Zur Tragstangenanordnung gehört ferner eine Trägerstange 2, die aus einem Stangenstück 20 und einer an dessen erstem Ende 200 angebrachten Steckplatte 21 besteht. Das zweite Ende 201 des Stangenstücks 20 ragt in den Raum hinein. Bis zum zweiten Ende 201 kann man die Trägerstange 2 mit Artikeln behängen oder eine offene, halboffene bzw. geschlossen Ablage anbringen, z.B. ein Tablar, einen Korb oder eine Box. Zwei und mehr Trägerstangen 2 könnten von zumindest einer Querstange oder einer sich quer erstreckenden Ablage überbrückt sein. Entsprechend dem Abstand der Träger- Stangen 2 und ihrer Anzahl wären dann Steckaufnahmen 1 in die Tragstruktur 3 einzusetzen.
Figuren 2A bis 3D
Die Steckaufnahme 1 mit ihrem Aufsetzflansch 10 und dem die fensterartige Einstecköffnung 12 bildenden Hülsenstück 11 besitzt innerlich eine obere und eine untere Hinterschneidung 13,14. Die Einstecköffnung 12 liegt in dem der Ebene des Aufsetzflansches 10 vorgesetzten Hülsenstück 11 , dessen Vorderkante 114 die Eintrittsebene in die Einstecköffnung 12 bildet. Hülsenstück 11 wird von die Einstecköffnung 12 umgebenden Wandstegen 110,111 ;112,113 gebildet. Innerlich des Hülsenstücks 11 ist eine plattenförmige Hülsenbasis 115, zur Ebene des Eintritts in die Einstecköffnung 12 rückversetzt, angeordnet. Der Eintritt in die Einstecköffnung 12 ist vorzugsweise viereckig, insbesondere quadratisch; dieser könnte aber auch rundliche Konturen besitzen. Die Wandstege 110,111 ;112,113 schliessen in der Ebene des Eintritts in die Einstecköffnung 12 mit der Vorderkante 114 ab. Die beidseits der Einstecköffnung 12 vorhandenen Wandstege 110,111 erstrecken sich zunächst geschlossen bis auf die Ebene der Hülsenbasis 115. An den ober- und unterhalb der Einstecköffnung 12 vor-
handenen Wandstegen 112,113 sind die obere und die untere Hinterschneidung 13,14 vorgesehen.
Die Hülsenbasis 115 weist an ihrer Oberkante einen Durchbruch 1151 mit einem rückseitigen Freischnitt 1152 und an ihrer Unterkante eine zum Eintritt der Einstecköffnung 12 weisende, erhabene Prellkante 1153 auf. Oberhalb der Prellkante 1153 liegen Rastlöcher 1154. Vorzugsweise mittig in der Hülsenbasis 115 kann ein Schraubenloch 1150 angeordnet sein. Mit Bezug auf die Vorderkante 114 ist die Hülsenbasis 115 dem Aufsetzflansch 10 vorgelagert. Die beidseits der Einstecköffnung 12 vorhandenen Wandstege 110,111 erstrecken sich über die Hülsenbasis 115 und den Aufsetzflansch 10 hinaus, wodurch rückseits am Aufsetzflansch 10 zwei zueinander parallele Führungsrippen 15 entstehen. Die Führungsrippen 15 erstrecken sich verlängernd auf dem Aufsetzflansch 10 nach ober- und unterhalb des Hülsenstücks 11. Innenseitig an den Führungsrippen 15 sind erhabene Nasen 150 vorgesehen.
Figuren 4A bis 5D
Die Abdeckung 4 besteht zunächst aus einen Boden 40, welcher zum Überdecken der Hülsenbasis 115 der Steckaufnahme 1 konfiguriert ist. Die Seiten- wände 41 ,42 der Abdeckung 4 sind zum Auskleiden der im Hülsenstück 11 beidseits der Einstecköffnung 12 vorhandenen Wandstege 110,111 bestimmt. Die Frontseite der Abdeckung 4 wird von einem Rahmen 43 gebildet, welcher im eingesetzten Zustand die Vorderkante 114 des Hülsenstücks 11 überdeckt. Der Rahmen 43 geht in die Seitenwände 41,42 über und kleidet die ober- und unterhalb der Einstecköffnung 12 vorhandenen Wandstege 112,113 aus. Die Abdeckung 4 hat zwischen Boden 40 und Rahmen 43, im Bereich der oberen und unteren Hinterschneidung 13,14, Aussparungen 44,45 zum Durchtritt von Ober- und Unterkante 210,211 der Steckplatte 21 der Trägerstange 2. Der Boden 40 erstreckt sich bis an die Prellkante 1153 der Hülsenbasis 115. Vom Boden 40, vorzugsweise nahe der freien Ränder, gehen Rastnasen 46 mit einer vorderen Hakenkontur ab.
Figuren 6 bis 7C
Die am ersten Ende 200 des Stangenstücks 20 angeordnete Steckplatte 21 überragt die Einstecköffnung 12 in ihrer Höhe und ist nur bei verkanteter Positionierung durch die Einstecköffnung 12 durchsteckbar ist. Nach dem Ein- stecken der Steckplatte 21 steht deren Oberkante 210 hinter der oberen Hinterschneidung 13. Nach dem Ausrichten der Trägerstange 2, bis die Unterkante 211 der Steckplatte 21 mit ihrer Rückseite auf der Prellkante 1153 anschlägt, lässt sich die Trägerstange 2 abwärts schieben, so dass die Unterkante 211 hinter der unteren Hinterschneidung 14 zu stehen kommt. Durch Eigengewicht der Trägerstange 2 und zunehmend bei Belastung drücken die Oberkante 210 vorderseitig gegen die obere Hinterschneidung 13 und die Unterkante 211 rückseitig gegen die Prellkante 1153. Die vorstehende Prellkante 1153 bewirkt eine leichte Schrägstellung der Steckplatte 21 in der eingesteckten Position, wodurch ein an sich horizontal erstreckendes Stangenstück 20 eine geringfügige Aufwärtstendenz in den Raum hinein erhält. Dies ist optisch vorteilhaft und kompensiert eine stärkere Belastung der Trägerstange 2.
Die in die Einstecköffnung 12 eingesetzte Abdeckung 4 überdeckt mit ihrem Rahmen 43 die Vorderkante 114 und die Wandstege 110,111 ;112,113 der Steckaufnahme 1 bis zur Steckplatte 21. Diese Flächen wären ansonsten auch bei eingesteckter Trägerstange 2 sichtbar. Bei entfernter Trägerstange 2 werden von der Abdeckung 4 im wesentlichen zusätzlich deren Boden 40 sichtbar, welcher die Hülsenbasis 115 überdeckt. Die vom Boden 40 paarweise abgehenden Rastnasen 46 greifen in den rückseitig der Hülsenbasis 115 vorhan- denen Freischnitt 1152 und die oberhalb der Prellkante 1153 liegenden Rastlöcher 1154 ein. Somit ist die in die Steckaufnahme 1 eingedrückte Abdeckung 4 gesichert.
Figur 8 Die rückseits am Aufsetzflansch 10 vorhandenen zwei, zueinander parallelen Führungsrippen 15 dienen der Aufnahme einer durchgehenden Stütze 5 zur Halterung einer eventuell komplexeren Tragstruktur 3, z.B. bei einer Präsentationswand. Die Stütze 5 besitzt einen adäquaten Querschnitt, der sich zwi-
schen die Führungsrippen 15 einpasst. Die innenseitig an den Führungsrippen 15 erhabenen, angeschrägten Nasen 150 erleichtern das Einfügen der Stütze 5 und sind zum punktuellen Einklemmen der Stütze 5 vorgesehen. Das in der Hülsenbasis 115 als Option vorhandene Schraubenloch 1150 dient dem Ver- schrauben zwischen der Stütze 5 und der Steckaufnahme 1 , die ihrerseits durch die Schraubenlöcher 100 im Aufsetzflansch 10 auf der Rückseite 31 der Tragstruktur 3 befestigt ist.