Beschreibung
Gerät mit einer Kontaktierungseinrichtung für ein formkodiertes Flachkabel
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät mit einer Kontaktierungseinrichtung mit folgenden Merkmalen:
- die Kontaktierungseinrichtung umfaßt ein Aufnahmeteil mit einem einseitig offenen Kabelkanal,
- der Kabelkanal weist einen Boden der Breite b und zwei sich diesem anschließende Seitenwände auf,
- eine erste der beiden Seitenwände weist eine Kontur mit einer Stufe auf, durch die sich der Kabelkanal zum Boden hin verschmälert,
- in den Kabelkanal ist ein formkodiertes Flachkabel mit einer Kodiernase einlegbar, das in seiner Breitenausdehnung eine der Breite b entsprechende Außenfläche und eine sich dieser anschließende Seitenfläche aufweist, die in ihrer Kontur der Kontur mit der Stufe der Seitenwand entspricht,
- dem Kabelkanal sind gegenüberliegend zwei Kontaktierungs- elemente angeordnet,
Ein gattungsgemäßes Gerät ist aus der EP 0 821 434 AI be- kannt, die ein Modul zum Anschluß von Aktoren und/oder Sensoren offenbart. Das Modul ist hier aus einer Montageplatte und einem Gehäuseoberteil zusammengesetzt. Das Gehäuseoberteil ist unter gleichzeitiger Durchdringungskontaktierung von Kontaktstiften eines Flachkabels auf die Montageplatte auf- schwenkbar. Die Montageplatte ist mit einem einseitig offenen Kabelkanal versehen, in den ein formkodiertes Flachkabel mit einer Kodiernase formschlüssig einlegbar ist. Der Kabelkanal weist einen der Breite des Flachkabels entsprechenden Boden und eine sich daran anschließende Seitenwand auf, die mit ei- ner der Kodiernase des Flachkabels entsprechend stufigen Kontur versehen ist.
Derartige Geräte finden beim Einsatz des in der DE 295 01 970 Ul beschriebenen Aktuator-Sensor-Interface-Bussyste s Anwendung. Dieses Bussystem läßt eine maximale Leitungslänge von 100 m für das zweiadrige profilierte Flachkabel zu. Aufgrund der festgelegten Kontur des Kabelkanals mit Kodiernase ist es nur in der entsprechenden Lage einlegbar. Demgemäß können bei der Verlegung des Flachkabels in vormontierte Geräte Schleifenbildungen erforderlich sein. Eine alternative Lösung wäre eine umständliche Demontage einiger Geräte. Aufgrund des genannten Problems kann es außerdem vorkommen, daß vorkonfektionierte Leitungen entsprechend den Geräteabständen nicht verwendet werden können. Außerdem muß bei Verwendung von zwei parallel geführten Flachkabeln darauf geachtet werden, daß die Lage ihrer Kodiernasen gleich ist.
Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Gerät der obengenannten Art mit einem Kabelkanal zu schaffen, in den ein formkodiertes Flachkabel unabhängig von der Lage seiner Kodiernase einlegbar ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die zweite Seitenwand mit einer zur ersten Seitenwand spiegelsymmetrischen, stufigen Kontur ausgeführt ist.
Eine weitere Lösung der Aufgabe ist durch ein Gerät mit den Merkmalen nach Anspruch 2 gegeben. Dieses Gerät weist eine Kontaktierungseinrichtung mit folgenden Merkmalen auf:
- Die Kontaktierungseinrichtung umfaßt ein Aufnahmeteil mit einem einseitig offenen Kanal, mit einem Boden und mit zwei konturierten Seitenwänden,
- durch Einlage eines Schiebers in den Kanal ergibt sich je nach seiner Anlage unter zumindest teilweisem Formschluß an die eine oder andere der beiden Seitenwände jeweils ein Kabelkanal,
- die Konturen der beiden derart gebildeten Kabelkanäle stimmen bis auf eine Drehung um 180° um eine gedachte, senkrecht auf dem Boden stehende Achse überein,
- der Schieber weist in beiden Positionen zum Innenraum des jeweiligen Kabelkanals eine Kontur mit einer Stufe auf, durch die sich der Kabelkanal zum Boden hin verschmälert,
- in diesen jeweils derart gebildeten Kabelkanal ist ein formkodiertes Flachkabel mit einer Kodiernase, das eine
Seitenfläche mit einer Kontur aufweist, die der Kontur mit der Stufe des Schiebers entspricht, derart einlegbar, daß das Flachkabel mit einer seiner Außenflächen formschlüssig am Boden und mit der einen seiner Seitenflächen am Schieber und mit der anderen Seitenfläche zumindest teilweise an der diesem gegenüberliegenden Seitenwand des Kanals anliegt,
- dem Kanal liegen drei über die Kanalbreite verteilte Kontaktelemente gegenüber, von denen das mittlere Kontaktele- ment in Verbindung mit einem der äußeren Kontaktelemente zur Kontaktierung des in den Kabelkanal einlegbaren zweiadrigen Flachkabels mit entsprechender Kontur dient.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteran- Sprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
FIG 1 einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Geräts mit Kabelkanälen zur Aufnahme eines Flachkabels im nicht kontaktierten Zustand, FIG 2, 3 eine Querschnittsansicht des Geräts gemäß FIG 1 mit in' die Kabelkanäle eingelegten Flachkabeln in unterschiedlicher Lage im kontaktierten Zustand,
FIG 4 eine perspektivische Ansicht des Geräts gemäß FIG 1, umfassend eine Bodenplatte und ein auf- schwenkbares Oberteil .
In FIG 1 ist ein aus einer Bodenplatte 1 und einem aufschwenkbaren Oberteil 2 zusammengesetztes elektrisches Gerät im unaufgeschwenkten Zustand dargestellt. Die Bodenplatte 1 enthält zwei zum Oberteil 2 hin einseitig offene parallel laufende Kabelkanäle 3 und 4 unterschiedlicher Ausführung. Beiden Kabelkanälen 3, 4 sind gegenüberliegend im Oberteil 2 Kontaktspieße 5 bzw. 6 angeordnet, die hier in Verbindung mit den Kabelkanälen 3 bzw. 4 wesentliche Komponenten einer Kontaktierungseinrichtung für ein formkodiertes, zweiadriges Flachkabel 7 sind.
In den FIG 2 und 3 ist das elektrische Gerät mit auf die Bodenplatte 1 aufgeschwenktem Oberteil 2 und mit einem in den Kabelkanal 3 bzw. 4 in unterschiedlicher Lage eingelegten Flachkabel 7 dargestellt, das durch die Kontaktierungsspitzen 5 bzw. 6 kontaktiert ist.
Der Kabelkanal 3 ist symmetrisch ausgeführt. Er weist einen ebenen Boden 8 und zueinander spiegelsymmetrische Seitenwände 9 auf. Die Seitenwände 9 sind jeweils mit einer Stufe 10 der- art versehen, daß sich durch sie der Kabelkanal 3 zum Boden 8 hin verschmälert. Gemäß FIG 2 und 3 ist in den Kabelkanal 3 ein zweiadriges Flachkabel 7 mit einer Kodiernase 11 eingelegt, wobei jede der beiden Kontaktspitzen 5 in unterschiedlicher Einbaulage des Flachkabels 7 gemäß FIG 2 und 3 eine der beiden Leitungsadern kontaktiert. Die durch die Kodiernase 11 gebildete Seitenfläche weist eine Kontur auf, die der Kontur mit der Stufe 10 der Seitenwände 9 des Kabelkanals 3 entspricht. Das Flachkabel 7 liegt mit einer seiner Außenflächen am Boden 8 und mit der stufigen Seitenfläche an der Sei- tenwand 9 formschlüssig an. Aufgrund der symmetrischen Ausbildung des Kabelkanals 3 ist das Flachkabel 7 nach Drehung um 180° in den Kabelkanal 3 einlegbar, so daß ebenfalls eine
formschlüssige Anlage der Seitenfläche mit Kodiernase 11 an der gegenüberliegenden Seitenwand 9 stattfindet. Dabei findet ein Wechsel der Polarität statt, d.h. die Leitungsadern sind nurmehr mit der jeweils anderen Kontaktspitze 5 kontaktier- bar. Um einen vom Polaritätswechsel unabhängigen Betrieb zu gewährleisten, ist der mit den Kontaktspitzen 5 verbundenen, hier nicht dargestellten Elektronik ein Gleichrichter vorgeschaltet.
Eine alternative Lösung zur Aufnahme des Flachkabels 7 stellt der Kabelkanal 4 gemäß FIG 1, 2 und 3 dar. Dieser ist gemäß FIG 1 durch einen symmetrisch ausgeführten Kanal 12 mit einem eingelegten Schieber 13 gebildet. Der Kanal 12 weist einen Boden 14 und zueinander spiegelsymmetrische, konturierte Sei- tenwände 15 auf. Der Schieber 13 ist unter Anlage mit zumindest teilweisem Formschluß an die eine oder andere der beiden Seitenwände 15 in den Kanal 12 einlegbar. Die Konturen der beiden derart gebildeten Kabelkanäle 4 stimmen bis auf eine Drehung um 180° um eine gedachte, senkrecht auf dem Boden 14 stehende Achse überein. Der Schieber 13 weist in beiden Positionen zum Innenraum des jeweiligen Kabelkanals 4 eine Kontur mit einer Stufe 16 auf, durch die sich der Kabelkanal 4 zum Boden 14 hin verschmälert. In diesen jeweils derart gebildeten Kabelkanal 4 ist das formkodierte Flachkabel 7 mit der Kodiernase 11, das eine Seitenfläche mit einer Kontur aufweist, die der Kontur mit der Stufe 16 des Schiebers 13 entspricht, derart einlegbar, daß das Flachkabel 7 mit einer seiner Außenflächen formschlüssig am Boden 14 und mit seinen Seitenflächen am Schieber 13 und zumindest teilweise an der diesem gegenüberliegenden Seitenwand 15 des Kanals 12 anliegt. Dem Kanal 12 liegen drei über die Kanalbreite verteilte Kontaktspitzen 6 als Kontaktelemente gegenüber, von denen die mittlere Kontaktspitze 6 in Verbindung mit einer der äußeren Kontaktspitzen 6 zur Kontaktierung des in den Kabel- kanal 4 eingelegten Flachkabels 7 mit entsprechender Kontur dient. Bei dieser Lösung ist in beiden Einbaulagen des Flachkabels 7 die mittlere Kontaktspitze 6 mit derselben Leitungs-
ader kontaktierbar. Zur Kontaktierung der anderen Leitungsader steht abhängig von der Einbaulage die eine oder andere äußere Kontaktspitze 6 zur Verfügung. Demzufolge kann der Betrieb ohne Polaritätswechsel erfolgen, so daß sich der Einsatz eines Gleichrichters erübrigt .
Der Schieber 13 kann symmetrisch mit einer stufigen Kontur zweier Seitenflächen ausgeführt sein.
Die Bodenplatte 1 kann mindestens einen weiteren identisch ausgeführten Kabelkanal 3 oder 4 aufweisen.
FIG 4 zeigt die Bodenplatte 1 und das Oberteil 2 als separate Bauteile. Die Bodenplatte 1 ist mit den parallel verlaufenden Kabelkanälen 3,4 gemäß FIG 1, 2 und 3 versehen, in die jeweils das oben beschriebene zweiadrige Flachkabel 7 eingelegt ist. Zur Kontaktierung des Flachkabels 7 in Durchdringungs- technik ist das Oberteil 2 in angepaßter Lage mit Kontaktspitzen 5 bzw. 6 ausgeführt. In Verbindung mit dem Kabelkanal 3 sind zwei Reihen mit jeweils zwei in Längsrichtung des Kabelkanals 3 angeordneten Kontaktspitzen 5 vorgesehen. Für die Kontaktierungseinrichtung mit dem Kabelkanal 4 stehen drei Reihen mit jeweils zwei in Längsrichtung des Flachkabels 7 gelegenen Kontaktspitzen 5 zur Verfügung .