Vorrichtung zum Beladen von mit Revolvertrommeln ausgerüsteten Waffen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beladen von mit Revolvertrommeln ausgerüsteten Waffen, bestehend aus einem Gehäuse, in dem konzentrisch mehrere Führungsbohrungen angeordnet sind, in denen federbelastete Schubelemente für die Patrone geführt sind und daß in die Führungsbohrungen federbelastete Sperrglieder hineinragen, die durch eine zentrische Entriegelungsvorrichtung entriegelbar sind.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der amerikanischen Patentschrift 1 228 505 bekannt. Bei dieser Vorrichtung sind an der zentrisch zum Gehäuse liegenden Entriegelungs¬ vorrichtung federbelastete Zungen angeordnet, die endseitig hakenförmig ausgebildet sind, damit dieser Haken eine Nutrille in der Patrone erfassen kann. Wird bei Druck auf die Entriegelungsvorrichtung die federbelastete Zunge nach innen gedrückt, dann wird die Patrone freigegeben.
Bei dieser Vorrichtung können aber nur Patronen verwendet werden, die eine entsprechende Ausbildung erfahren haben, sie müssen nämlich im unteren Bereich mit einer Nutrille versehen sein, damit die federnde Zunge die Patrone erfassen kann. Für Patronen, die einen überstehenden Patronenboden aufweisen, ist diese Vorrichtung nicht geeignet. Der überstehende Boden würde dazu führen, daß die Patrone schräg in der Führungsbohrung liegt, was zur Folge hat, daß eine sichere Beladung des Revolvers nicht gewährleistet ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Beladen von mit Revolvertrommeln ausgerüsteten Waffen zu schaffen, mit der es möglich ist, Revolvertrommeln mit Patronen zu beladen, die einen über¬ stehenden Patronenboden aufweisen.
Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zentrisch zum Gehäuse ein mit dem Gehäuse festverbundener Führungs- und Stützkörper mit zentrischer Bohrung für den Entriegelungsstift vorgesehen ist, an dem sich auf einer Druckhülse gelagerte Sperrhebel mit ihrem mittleren Bereich und ihrem einen Ende abstützen, wobei die Sperrhebel an gegenüberliegenden Seiten Rasten zum Erfassen einerseits der Patrone und andererseits des Entriegelungsstiftes aufweisen.
Dabei sind die Rasten beiderseits der Stützstelle des Sperrhebels am Führungs- und Stützkörper angeordnet, damit die Sperrhebel eine Kippbewegung zum Zwecke der Entriegelung der Patrone bzw. beim Bestücken mit der Patrone ausführen können.
Weiterhin sind die Sperrhebel umfangsverteilt am Führungs¬ und Stützkörper angeordnet.
Nach einer speziellen Ausführungsform ist der Führungs- und Stützkörper ein Käfig, der aus an einer Platte umfangsverteilt angeordneten Nuten für die Aufnahme der Sperrhebel besteht, wobei die Platte randseitig eine schräge Anlagefläche für die Sperrhebelenden und mittig eine Bohrung für den Entriegelungsstift aufweist.
Dadurch ist erreicht, daß die sich in den Nuten abstützenden Sperrhebel bei der Rückstellbewegung des Entriegelungsstiftes an der schrägen Anlagefläche entlanggeführt werden, bis der Sperrhebel die für das Bestücken mit der Patrone erforderliche Lage eingenommen hat. Diese schräge Anlagefläche dient demzufolge der Steuerung der Sperrhebelbewegung beim Bestücken und auch beim Entladen der Vorrichtung mit Patronen.
Weiterhin sind die Sperrhebelenden entsprechend der schrägen Anlagefläche des Käfigs abgeflacht, damit eine sichere Anlage der Sperrhebel an der Anlagefläche erreicht ist.
Weiterhin besitzt der Sperrhebel gegenüber der schrägen Anlagefläche eine schräge Führungsfläche, die dazu dient, das Einführen der Patrone zu erleichtern.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die die Patrone erfassende Fläche des Sperrhebels der Zylinderform der Patrone angepaßt.
Um eine ereichterte Beweglichkeit der Sperrhebels in radialer Richtung zu ermöglichen, liegt das untere Ende des Sperrhebels unter einem Winkel zur Auflagefläche der Druckhülse.
Weiterhin ist das Schubelement als Vorschubhülse ausgebildet, welche am Umfang eine Raste aufweist, die mit der einen Raste des Sperrhebels zusammenwirkt.
In der Zeichnung eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Fig. la zeigt einen Schnitt durch die Vorrichtung, die in der Lage gezeigt ist, in der keine Patrone enthalten ist;
Fig. lb zeigt einen Schnitt gemäß der Linie Ib-Ib in Fig. la;
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung mit der eingeführten Patrone ;
Fig. 3 zeigt die Vorrichtung im Zusammenhang mit dem Beladen der Trommel des Trommelrevolvers;
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform mit mehreren Patronen in axialer Richtung.
Fig. 5 zeigt den Führungs- und Stützkörper in perspektivischer Darstellung.
Wie Fig. la zeigt besteht die Vorrichtung aus einem Gehäuse 1, in welchem mehrere Führungsbohrungen 2 konzentrisch angeordnet sind. Innerhalb dieser Führungsbohrung 2 ist eine Vorschubhülse 3 geführt, die unter der Wirkung einer Druckfeder 4 steht. Am unteren Ende der Vorschubhülse 3 besitzt die Vorschubhülεe eine Raste 3a (Fig. 2).
Zentrisch zu den Führungsbohrungen 2 ist der insgesamt mit 6 bezeichnete Führungs- und Stützkörper angeordnet, der mit dem Gehäuse 1 fest verbunden ist.
Dieser Führungs- und Stützkörper ist im wesentlichen ein Käfig in Mehreckform, der aus an einer Platte 6a umfangsverteilt angeordneten Nuten 6b für die Aufnahme der Sperrhebel besteht, wobei die Platte 6a randseitig eine schräge Anlagefläche 6c für die Sperrhebelenden aufweist. Die Nuten 6b erstrecken sich senkrecht zur Platte 6a (Fig. la; Fig. 5) .
Darüber hinaus besitzt der Führungs- und Stützkörper eine zentrische Bohrung 7a, in der der Entriegelungsstift 7 geführt ist.
In axialer Richtung und zentrisch im Führungs- und Stützkörper ist in dem Gehäuse in der zentrischen Gehäusehülse 8b eine Druckhülse 8 geführt, die unter der Wirkung der Feder 9 steht (Fig. 2).
An dieser Druckhülse 8 stützen sich an der Anlagefläche 8a die Sperrhebel 5 mit ihrem einen Ende ab. Darüber hinaus sind die Sperrhebel in ihren mittleren Bereich in der Nut, nämlich an der Stützstelle 12, und mit ihrem oberen Ende an der Anlagefläche 6c abgestützt (Fig. la).
Beiderseits dieser Stützstelle 12 befinden sich am äußeren Umfang des Sperrhebels eine Raste 5a und am inneren Umfang eine Raste 5b. Die Raste 5b wird von dem Entriegelungsstift 7 mit seiner Verbreiterung 7b erfaßt. Dieser Entriegelungsstift 7 stützt sich dabei mit der Verbreiterung zugleich an dem unteren Ende 7c des Käfigs 6 ab.
Wie Fig. 2 zeigt, wird die Patrone 10 mit ihrem Patronen¬ boden 6 durch die Raste 5a des Sperrhebels 5 gehalten.
Beim Beladen des Trommelrevolvers 13 macht der Entriegelungs¬ stift 7 eine axiale Bewegung, was zur Folge hat, daß der Sperrhebel 5 um seine Stützstelle 12 eine Kippbewegung ausführt, wobei der Sperrhebel 5 zugleich eine geringfügige axiale Bewegung in der Nut 6b ausführt. Dabei läuft die abgeflachte Fläche 5c des Sperrhebels an der schrägen Anlagefläche 6c des Stütz- und Führungskörpers entlang und
wird durch diese schräge Anlagefläche gesteuert (vgl. Fig. 3)
Beim Beladen der Vorrichtung mit Patronen (Fig. la) gelangt der Patronenboden 11 zunächst auf die Vorschubhülse 3 und dann an die schräge Führungsfläche 14 des Sperrhebels 5, was zur Folge hat, daß der Sperrhebel 5 eine entsprechende Kipp¬ bewegung ausführt, bis der Patronenboden 11 die Raste 5a erreicht hat (vgl. Fig. 2). Durch die Raste 5a wird die Patrone in der Führungsbohrung 2 festgehalten.
Damit eine sichere Führung dieser Patrone gewährleistet ist, ist die Fläche 5d des Sperrhebels der Zylinderform der Patrone angepaßt.
Damit die Kippbewegung des Sperrhebels 5 erleichtert ist, liegt die untere Auflagefläche 5e des Sperrhebels unter einem Winkel zur Auflagefläche 8a der Druckhülse 8 (Fig. 3).
Damit die Vorschubhülse 3 nicht aus der Führungsbohrung herausgelangen kann, besitzt die Vorschubhülse 3 eine Raste 3a, die mit der Raste 5a des Sperrhebels zusammenwirkt (vgl. Fig. la) .
Bei der gezeigten Vorrichtung sind mehrere Sperrhebel 5 umfangsverteilt am Führungs- und Stützkörper 6 angeordnet, wobei jeweils ein Sperrhebel zur Halterung der Patrone vorgesehen ist.
Die Vorschubhülse 3 besitzt an ihrem unteren Ende im Anschluß an die Raste 3a eine Führungsfläche 3b, die an der Innenseite der Führungsbohrung 2 anliegt (Fig. 2).
Die Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform. Diese unterscheidet sich von der Vorrichtung gemäß Fig. la und dadurch, daß die Führungsbohrung 2 entsprechend lang ausgebildet ist, so daß mehrere Patronen hintereinander untergebracht werden.
Fig. 5 zeigt den Führungs- und Stützkörper 6. Er besteht aus einer Platte 6, an die sich die Nuten 6b anschließen, wobei am oberen Ende der Nut 6b die schräge Anlagefläche 6c angeordnet ist. Zentrisch im Führungs- und Stützkörper ist die Führungsbohrung 7a für den Entriegelungsstift 7 angebracht.