Skischuh oder Sportschuh
Die Erfindung bezieht sich auf einen Skischuh oder Sportschu mit einer mehrteiligen, hinsichtlich ihrer Länge und/ode Breite verstellbaren Sohle; die zumindest zwei Längsabschnitt aufweist, wobei zumindest einige der Sohlenabschnitte mi Schalenteilen fest verbunden sind und die Sohlenabschnitte mi Hilfe von Feststellmitteln in ihren Relativlagen fixierba sind.
Ein Skischuh dieser Art ist aus der FR-A-2 358 117 bekannt ge worden und besteht nach diesem Stand der Technik aus eine vorderen und einem hinteren Sohlenabschnitt. Diese Abschnitt sind in Längsrichtung gegeneinander verschieb- und ver stellbar. Hiezu sind Stift-Schlitz-Verbindungen oder ander Führungen vorgesehen, sowie ein Schraubmechanismus i Fersenabschnitt, bei dessen Betätigung der vordere Sohlenab schnitt zu dem hinteren Abschnitt gezogen bzw. weggeschobe wird. Der vordere Sohlenabschnitt ist mit dem Kappenteil de Schuhschale verbunden und der hintere Sohlenabschnitt mit de Rest der Schale, wobei die beiden Schalenteile einander wei überlappen.
Dieser bekannte Schuh ist demnach hinsichtlich seiner Läng verstellbar, doch ist keine Breitenverstellung vorgesehen. Di hier angestrebte Abdichtung der Schale gegen Wasser läßt sic überdies in der Praxis kaum erreichen.
Eine Möglichkeit auch zur Breitenverstllung eines Skischuh ist in der EP-A2-356 398 des Anmelders geoffenbart. Hier wir jedoch eine sehr starre, z.B. aus Metall bestehende Schal vorausgesetzt, die in vier gegeneinander verstellbare Teil geteilt ist. Zwischen diesen Schalenteilen wirken verschiede Verstellmittel. Diese größenverstellbare Schale ist auf ei Sohle aufgesetzt, die zweiteilig ausgebildet sein kann. I diesem Fall ist ein vorderer Sohlenabschnitt über zw Längsstangen verschiebbar mit einem hinteren Sohlenabschni
verbunden. Mittels querliegender Feststellschrauben sind die Längsstangen und damit die eingestellte Sohlenlänge fixierbar.
Dieser bekannte Skischuh geht bewußt von einer wasserdichten Schale ab, da eine verläßliche Abdichtung einer mehrteiligen Schale kaum möglich ist, und verwendet einen wasserdichten Innenschuh. Da die Verstellung der Schuhgröße von der Schale ausgeht, wird deren Aufbau sowohl hinsichtlich der Anforde¬ rungen an das Material als auch hinsichtlich der Einbindung der Verstell- und Feststellmittel aufwendig und teuer.
Ein weiterer Schuh, bei dem auch die Breite verstellt werden kann, ist aus der US-A-4 083 128 bekanntgeworden und ist in gewisser Weise dem eingangs genannten Schuh (FR-A-23 58 117) ähnlich. Die Sohle weist im Zehenbereich zwei in Längsrichtung getrennte, am Rand mit Schalenteilen verbundene Sohlenplatten auf, die auf der eigentlichen Sohle mit Hilfe schräger Schlitze und mit Stiften geführt sind. Die Platten können mittels einer Schraubenspindel verstellt werden, wobei die schrägen Schlitze bewirken, daß eine Vergrößerung der Schuhbreite zwangsläufig auch zu einer Längenvergrößerung führt.
Die bekannte Konstruktion, die somit eine gegenüber dem hin¬ teren Teil der Schale verschiebbare und in Längsrichtung zweigeteilte Kappe verwendet, leidet unter dem Nachteil, daß die Größenverstellung einerseits nur im vorderen Schuhbereich und andererseits nicht unabhängig der Länge und Breite nach erfolgen kann. Die gesamte Sohlenkonstruktion ändert sich in ihren Außenabmessungen bei der genannten Verstellung nicht, weshalb sie nicht mit den gegenwärtig geltenden Normstandards für Skischuhe in Einklang zu bringen ist. Außerdem ist die Konstruktion voluminös und teuer in der Herstellung. Eine verläßliche Abdichtung gegen Wasser wird trotz der aufwendigen Schalenkonstruktion auch hier kaum möglich sein.
Es sei noch erwähnt, daß aus der US-A-4 178 925 eine Sandale für postoperative Zwecke bekannt geworden ist, die einen
vorderen Sohlenabschnitt besitzt, welcher mit Hilfe von Längsstäben bezüglich eines hinteren Sohlenabschnittes ver¬ schiebbar ist. Zwischen die Sohlenabschnitte dieser Holzkonstruktion können Distanzstücke aus Holz eingelegt werden, sodaß eine Änderung der Sohlenlänge möglich ist. Ein Haltestreifen und Holzschrauben fixieren die Anordnung, die aus verschiedenen Gründen, u.a. auch wegen ihrer mangelnden Festigkeit nicht bei einem Skischuh anwendbar ist.
Eine Aufgabe der Erfindung liegt in der Schaffung eines Ski¬ schuhs, der mit geringem Material- und Zeitaufwand an unterschiedliche Fußgrößen angepaßt werden kann, um hiedurch die Lagerhaltung beispielsweise in Sportgeschäften wesentlich zu reduzieren und die Gesamtherstellungkosten für eine be¬ stimmte Modellreihe zu verringern. Insbesondere soll die Herstellung mit einer geringeren Anzahl von Formen möglich sein als bisher. Zur Zeit benötigt man nämlich zur Herstellung einer Modellreihe für jede Größe der üblicherweise aus Kunststoff gefertigten Schuhe eine eigene Form.
Die Aufgabe wird mit einem Skischuh der eingangs genannten Art gelöst, bei welchem erfindungsgemäß die Feststellmittel zumindest ein Zugmittel aufweisen, das zumindest in Längsrich¬ tung der Sohle im wesentlichen symmetrisch wirkt und zum Aneinanderpressen von zumindest zwei Sohlenabschnitten einge¬ richtet ist.
Die Erfindung bietet somit den Vorteil, daß zumindest inner¬ halb eines gewissen Größenbereichs, z.B. innerhalb der Größen 6 1/2 bis 9, ein Schuh rasch und einfach an die tatsächlich gewünschte Größe angepaßt werden kann. Dies bedeutet, daß man, soll etwa der Größenbereich 3 1/2 bis 12 abgedeckt werden, le¬ diglich drei verschiedene Modelle auf Lager halten muß, von welchen jedes beispielsweise die Größen 3 1/2 bis 6 1/2, 6 1/2 bis 9 und 9 bis 12 abdeckt. Eine entsprechende Reduktion an Formen ergibt sich im Herstellungswerk.
Es sei hier angemerkt, daß der Begriff Skischuh stellver¬ tretend für verwandte Sportschuhe zu verstehen ist, insbeson¬ dere für. sogenannte Snowboardschuhe, aber auch für andere Schalenschuhkonstruktionen, beispielsweise Schlittschuhe und Bergschuhe.
Die Erfindung samt weiterer Vorteile ist im folgenden anhand beispielsweiser Ausführungsformen näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht sind. In dieser zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht eines Skischuhs nach der Erfindung, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Sohle eines erfindungsgemäßen Schuhs in einer ersten Ausführungsform, Fig. 3 einen Schnitt durch diese Sohle in Richtung der Sohlenlängsachse, Fig. 4 verschiedene austauschbare Sohlenabschnitte, Fig. 5 eine Ansicht in Rich¬ tung der Sohlenlängsachse auf die Stirnfläche eines breiten¬ verstellbaren Abschnittes, Fig. 6 eine ebensolche Ansicht auf die Stirnfläche eines nicht breitenverstellbaren, auswechsel¬ baren Abschnittes, Fig. 7 bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung eine Seitenansicht der Sohle, Fig. 8 eine Drauf¬ sicht auf die Sohle nach Fig. 7, Fig. 9 eine Ansicht in Rich¬ tung der Längsachse eines breitenverstellbaren Abschnittes aus Fig. 7 und 8, Fig. 10 einen Schnitt längs der Linie X-X in Fig. 8, Fig. 11 eine Ansicht in Richtung der Längsachse eines Distanzplättchens, Fig. 12 und 13 in teilweisen Darstellungen wie Fig. 7 und Fig. 8 eine weitere Ausführungsform der Erfin¬ dung, Fig. 14 in schaubildlicher Darstellung eine Hälfte eines breitenverstellbaren Abschnittes einer weiteren Ausführungs- form, Fig. 15 eine Draufsicht auf die Sohle eines Skischuhs in einer weiteren Ausführungsform, Fig. 16 eine Seitenansicht einer Sohle bei einer anderen Ausführungsform, Fig. 17 eine Draufsicht auf diese Sohle, Fig. 18 eine Ansicht in Richtung der Längsachse eines breitenverstellbaren Abschnittes dieser Ausführungsform, Fig. 19 bei einer anderen Ausführungsform eine Seitenansicht der Sohle, Fig. 20 eine Draufsicht auf diese Sohle, Fig. 21 eine Ansicht in Richtung der Längsachse eines breitenverstellbaren Abschnittes dieser Ausführungsform, Fig. 22 bei einer weiteren Ausführungsform die Seitenansicht einer Sohle, Fig. 23 eine Draufsicht auf diese Sohle, Fig. 24
eine Ansicht eines breitenverstellbaren Abschnittes dieser Ausführungsform in Richtung der Längsachse gesehen, Fig. 25 bei einer weiteren Ausführungsform eine Seitenansicht der Sohle, Fig. 26 eine Draufsicht auf diese Sohle, Fig. 27 eine Ansicht eines breitenverstellbaren Abschnittes dieser Ausfüh¬ rungsform in Richtung der Längsachse gesehen, Fig. 28 wiederum bei einer weiteren Ausführungsform eine Seitenansicht der Soh¬ le, Fig. 29 eine Draufsicht auf diese Sohle, Fig. 30 eine An¬ sicht eines Abschnittes der Sohle dieser Ausführungsform in Richtung der Längsachse gesehen und die Fig. 31 bis 33 weitere Modifikationen der Erfindung jeweils in einer Seitenansicht eines Skischuhs.
Fig. 1 zeigt einen sogenannten Zungendeckelschuh, der aus einer Sohle 1, einer Schale 2 und einem wasserdichten Innenschuh 3 besteht. Die Sohle 1 besteht aus einem festen Fersenabschnitt 4, einem breitenverstellbaren Fernsenabschnitt 5, einem Mittelabschnitt 6, einem breitenverstellbaren Ballenabschnitt 7 und einem festen Vorderabschnitt 8.
Der Fersenabschnitt 4 der Sohle ist mit einem Fersenschalen- teil 9 verbunden, der breitenverstellbare Fersenabschnitt 5 beidseitig mit Schalenteilen 10, der Mittelabschnitt 6 trägt hier keine Schalenteile, der Ballenabschnitt 7 ist beidseitig mit Schalenteilen 11 verbunden und der Vorderabschnitt 8 ist mit einem Kappenteil 12 verbunden, der, getrennt durch beidseitige Einschnitte 13 in einen Zungenfortsatz 14 über¬ geht. Die Einschnitte 13 gewähren dem Zungenfortsatz 14 eine besondere Flexibilität, die in Hinblick auf die GrÖßenver- stellbarkeit des Schuhs zweckmäßig ist, insbesondere um verschiedenen Risthöhen gerecht zu werden. Der Schuh weist ferner, angelenkt an die Schalenteile 10 einen Schaftteil 15 auf und weiters eine Zunge 16. Übliche Verschlußmittel 17, wie Schnallen, halten die Schalenteile 10, 11, 14, den Schaftteil 15 und die Zunge 16 zusammen bzw. wirken über den Innenschuh 3 auf den Fuß. Zwischen dem Schaftteil 15 und dem Fersen- schalenteil 9 ist ein Dämpfungskörper 18 vorgesehen, der jedoch nicht Gegenstand der Erfindung ist. Eine gewisse Über-
lappung der einzelnen Schalenteile, die auch aus Fig. 1 ersichtlich ist und weiter unten nochmals behandelt wird, ist zweckmäßig, um den Fuß bzw. den Innenschuh gegen Verletzungen bzw. Beschädigungen zu schützen. Selbstverständlich können auch andere Skischuhe, wie z.B. Heckeinstiegsschuhe, oder andere Sportschuhe Gegenstand der Erfindung sein.
Die nähere Konstruktion einer ersten Ausführungsform der Er¬ findung geht aus den Fig. 2 bis 6 hervor. Die Sohle 1 besteht, wie in Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert, hier aus insgesamt fünf Abschnitten, die von einer Zugstange 19, die in der Längsachse a der Sohle 1 liegt, durchsetzt werden. Im Fersen¬ abschnitt 4 ist die Zugstange 19 mit einem Kopf 20 gehalten, wogegen sie im Bereich des Vorderabschnittes 8 ein Innen¬ gewinde 21 aufweist, in welches ein Schraubbolzen 22 ein¬ schraubbar ist, der mit seinem Bolzenkopf 23 im Vorderab¬ schnitt 8 drehbar, jedoch gegen Zug gesichert gehalten ist.
Die einzelnen Abschnitte 4 bis 8, die noch näher beschrieben werden, weisen an ihren aneinanderstoßenden Stirnflächen formschlüssig ineinandergreifende Profilierungen hier in V- Form auf. Es ist ersichtlich, daß durch entsprechendes Ein¬ schrauben des Schraubbolzens 22 mit Hilfe eines geeigneten Werkzeuges die Sohlenabschnitte fest gegeneinander gezogen werden können, sodaß sie eine starre Sohle bilden.
Zur Längenänderung des Schuhs kann bei dieser Ausführungsform der Mittelabschnitt 6 gegen einen von anderen Abschnitten 6a, b, c, d (Fig. 4) ausgetauscht werden. Auch kann ein Zu¬ satzabschnitt 6z in den Sohlenaufbau eingefügt werden, etwa um die Sohle um eine halbe Größe zu verlängern. Bei dem gezeigten Beispiel sind die Mittelabschnitte an ihren vorderen und hinteren Stirnflächen mit einspringenden, rillenartigen Profi¬ lierungen versehen, die dreiecksförmigen Querschnitt aufwei¬ sen. Der Zusatzabschnitt 6z besitzt hingegen eine positive Profilierung an der hinteren und eine negative an der vorderen Stirnfläche. Es versteht sich, daß es im Prinzip gleichgültig ist, wie die Profilierungen im Detail aussehen, es wird jedoch
ein guter Formschluß zwischen aneinanderstoßenden Sohlenab¬ schnitten bevorzugt. Die Abschnitte 6, 6a bis d, 6z können, wie Fig. 3 zeigt, eine Bohrung besitzen, mit deren Hilfe sie beim Zusammenbau der Sohle 1 auf die Zugstange 19 aufgesteckt werden. Es kann aber auch eine Längsrille 24 in der Mitte dieser Abschnitte vorgesehen sein, wie die Fig. 4 und Fig. 6 zeigt, sodaß man die Abschnitte 6 von unten auf die Zugstange 19 aufstecken kann.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bis 6 besitzt zwei breitenverstellbare Sohlenabschnitte, nämlich den Fersenab¬ schnitt 5 und den Ballenabschnitt 7. Gemäß Fig. 1 sind beide diese Abschnitte beidseitig mit Schalenteilen 10 bzw. 11 ver¬ sehen, was zur Vereinfachung in Fig. 2 jedoch nicht darge¬ stellt ist. An Hand des Ballenabschnittes 7, der in einer Vorderansicht in Fig. 5 dargestellt ist, erkennt man, daß der Abschnitt aus einem linken und einem rechten Halbteil 71, 7r besteht, wobei jeder Halbteil 71, 7r einstückig mit einem Schalenteil 11 ausgebildet ist. In Fig. 5 sind die Halbteile 71, 7r aneinanderstoßend, somit in der schmälsten Lage des Ab¬ schnittes 7 gezeigt. Zur Breitenverstellung können die Teile 71, 7r - nach einem Lockern des Schraubbolzens 22 - nach außen, in Richtung der Pfeile in Fig. 5 bewegt werden, um eine breitere Schuhform zu erreichen. Nach erneutem Anspannen des Sohlenaufbaus mittels der Zugstange 19 und des Schraubbolzens 22 bleiben die Halbteile 71, 7r in ihrer neuen Lage fixiert. Die Halbteile 71, 7r stehen ebenso wie alle übrigen Abschnitte der Sohle 1 mit den angrenzenden Abschnitten über die erwähnten Profilierungen in formschlüssiger Verbindung.
In gleicher Weise wie der Ballenabschnitt 7 ist auch der Fer¬ senabschnitt 5 samt den dazugehörigen Schalenabschnitten 10 in verstellbare Halbteile 51, 5r geteilt und breitenverstellbar.
Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 7 bis 11 besteht die Sohle 1 des Skischuhs aus fünf Abschnitten, die von hinten nach vorne mit 104, 105, 106, 107 und 108 bezeichnet sind, wo¬ bei die Abschnitte 104, 105 und 108 im Prinzip gleichgestaltet
sind wie die Abschnitte 4, 5 und 8 der ersten Ausführungsform. Andere Möglichkeiten zur Längen- bzw. Breitenverstellung sind jedoch am Beispiel des Mittelabschnittes 106 bzw. des Vorderabschnittes 108 gezeigt.
Der Mittelabschnitt 106 besteht aus zwei Teilen 106a, 106b, die in Längsrichtung gegeneinander verschiebbar sind, wobei die Schenkel des U-förmigen Abschnittsteiles 106b den Abschnittsteil 106a außen umfassen. Schmale Seitenstege 25 des Teils 106a greifen in entsprechend ausgebildete Nuten 26 an den Innenseiten der Schenkel des Teiles 106b. Zwischen der vorderen Stirnfläche des Teils 106a und dem Teil 106b können ein oder mehrere Distanzplättchen 27 eingefügt werden, wie aus Fig. 8 hervorgeht, sodaß die mittels eines Zugrohres 28, vergleichbar mit der Zugstange 19 der vorgehenden Ausführungs- form, zusammengezogenen Teile 106a, 106b in einem wählbaren, definierten Abstand voneinander gehalten werden. Es versteht sich, daß auf diese Weise die Sohlenlänge der gewünschten Schuhgröße entsprechend einstellbar ist, wobei auch verschieden dicke Distanzplättchen 27 verwendbar sind.
Wie aus Fig. 11 hervorgeht, können die Distanzplättchen eine oben verengte Vertiefung 29 besitzen, sodaß sie von unten, das Zugrohr 28 umschnappend, eingesetzt werden können. Alternativ oder zusätzlich können an einem Distanzplättchen 27 kleine seitliche Stege oder Nasen 30 ausgebildet sein, die beim Ein¬ setzen des Plättchens 27 in die Nuten 26 des Teils 106b einrasten. Diese Art von Schnappverbindungen setzt natürlich eine gewisse Elastizität der verwendeten Werkstoffe voraus, die jedoch bei den üblicherweise für den Sohlenaufbau gebrauchten Kunststoffen gegeben ist.
Wie bereits erwähnt, kann der Fersenabschnitt 105 in gleicher Weise breitenverstellbar sein, wie die Abschnitte 5 und 7 nach Fig. 2 und 3. Eine Ansicht dieses Fersenabschnittes 105 in Richtung der Längsachse zeigt Fig. 9 in der Stellung, in welcher der linke und rechte Halbteil 105r, 1051 aneinander¬ stoßen.
Der breitenverstellbare Ballenabschnitt 107 besteht gleich¬ falls aus zwei Halbteilen 1071, 107r, die gegeneinander in Querrichtung, verschiebbar sind. An den beiden Teilen sind jedoch Verzahnungen 31 ausgebildet, die mit einem Zahnrad 32 so zusammenwirken, daß die Querverschiebung der Halbteile 1071, 107r zwangsläufig gemeinsam und gegenläufig erfolgt. Das Zahnrad 32 ist in eine zwischen den Teilen 1071, r vorge¬ sehenen, in Fig. 7 angedeuteten flachzylindrischen Ausnehmung 33 eingelegt und kann auch um eine durch das Zugrohr 28 gesteckte Achse drehbar sein. Eine genauere Darstellung einer zahnradgekoppelten Querverstellung wird weiter unten gezeigt.
In Fig. 7 ist angedeutet, daß das Zugrohr 28 im Fersenabschnitt 104 mittels einer Querniete 34 gegen Zug und Verdrehen gesichert sein kann, wobei ein Schraubbolzen 22 wie nach Fig. 3 am Vorderabschnitt 108 in ein Innengewinde des Rohres 28 eingreift. Andererseits kann, und dies ist in Fig. 8, links angedeutet, das Zugrohr 28 auch am Fersenende mittels eines Schraubbolzens 35 gehalten und anspannbar sein.
Zum Verstellen der Schuhgröße wird das Zugrohr 28 mittels des Schraubbolzens 22 oder beider Schraubbolzen 35, 22, entspannt oder geöffnet. Nach Verstellung der Breite der Abschnitte 105 und/oder 107 sowie der Länge des Abschnittes 106 mittels der Plättchen 27 wird das Zugrohr wieder angespannt und die Sohle 1 erhält die notwendige Festigkeit, wobei die einzelnen ver¬ stellbaren Abschnittsteile unverrückbar an ihrem Platz ge¬ halten werden.
Den Fig. 12 und 13 ist eine genauere Ausbildung der beiden Teile 1071, 107r eines breitenverstellbaren Abschnitts 107 mit Zahnradkopplung zu entnehmen, wobei in Fig. 13 auch die in Fig. 7 und 8 weggelassenen Schalenteile 11 zu sehen sind. Die Teile 1071, r besitzen Ausnehmungen 36, die zusammen eine Kam¬ mer 37 bilden, welche das Zahnrad 32 sowie Zahnstangen 38 aufnehmen. Die Zahnstangen sind mit der Verzahnung 31 ausgebildet. Das Zahnrad 32 ist auf einer Achse 39 drehbar
gelagert, die durch das Zugrohr 28 bzw. eine Zugstange verläuft. An den Stirnflächen der Teile 1071, 107r sind im Querschnitt dreieckförmige Profilierungen 40 zu erkennen, die mit den in der Sohle davor und dahinter liegenden Abschnitten zusammenwirken. Die Zahnstangen 38 können - ebenso wie das Zahnrad 32 - aus Metall bestehen und an den Teilen 1071, r durch Nieten befestigt sein.
Es ist jedoch auch eine einstückige Ausbildung der Zahnstangen 38 mit den Teilen 107r, 1 möglich, was in Fig. 14 gezeigt ist. Man erkennt einen Halbteil 107r des längenverstellbaren Ab¬ schnitts 107 mit einer daran ausgebildeten Zahnstange 38, einer Ausnehmung 36 zur Aufnahme der hier nicht ersichtlichen Zahnstange des anderen Halbteils, eine halbzylindrische Ausnehmung 41 für das Zahnrad sowie eine halbzylindrische Rille 42, die zusammen mit einer ebensolchen Rille des anderen Halbteils bei ganz aneinanderliegenden Halbteilen 1071, r das Zugrohr 28 oder eine Zugstange aufnimmt. Der hier gezeigte Halbteil 107r besitzt an seinen vorderen und hinteren Stirnflächen negative, im Querschnitt dreiecksförmige Profilierungen 43, die mit entsprechenden positiven Profilierungen der vorne und hinten anstoßenden Abschnitte 108 bzw. 106 zusammenwirken.
An Hand der Fig. 15 ist eine andere Möglichkeit der Längenverstellung eines Mittelabschnitts 206 gezeigt. Dieser Abschnitt 206 entspricht in seiner Grundform dem Abschnitt 106 nach Fig. 8 und besteht gleichfalls aus zwei gegeneinander verschiebbaren Teilen 206a, 206b. Um eine bestimmte Länge des Abschnittes 206 festlegen zu können sind in den Schenkeln des Teiles 206b mehrere, je miteinander fluchtende Querbohrungen
44 ausgebildet und in dem Teil 206a ist eine durchgehende Querbohrung 45 vorgesehen, sodaß ein Steckbolzen 46 durch ein gewünschtes fluchtendes Paar von Bohrungen 44 und die Bohrung
45 gesteckt und mittels einer Mutter 47 gesichert werden kann. Zusätzlich können die einander zugekehrten Innenflächen der Schenkel des Teils 206b und die mit diesen Flächen zusammenwirkenden Flächen des Teiles 206a eine feine
Verzahnung 48 besitzen, um den Formschluß zwischen den Teilen 206a, 206b zu verbessern bzw. einen zusätzlichen Rei¬ bungsschluß zu erreichen. Eine derartige Verzahnung 48 kann auch bei anderen Ausführungsformen, etwa jenen nach Fig. 8, 17 oder 20 vorgesehen werden. Die Länge des Teiles 206 kann somit durch Umstecken des Bolzens 46 erfolgen, ohne daß Distanzplättchen wie nach Fig. 8 erforderlich wären. Auch hier werden alle Abschnitte 204 bis 208 mittels eines zentralen Zugrohres 28 zu einer festen Sohle 1 zusammengezogen.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 16 bis 18 besteht die Sohle 1 gleichfalls aus fünf Abschnitten 304 bis 308.
Der längenverstellbare Mittelabschnitt 306 ist seiner Form nach mit den Abschnitten 106 und 206 der Fig. 8 und 15 vergleichbar, die gegenseitige Festlegung der gegeneinander verschiebbaren Teile 306a, 306b erfolgt hier jedoch mit Hilfe von senkrechten Querbolzen 49, die durch entsprechende Bohrun¬ gen 50 der beiden Teile 306a, b steck- und fixierbar sind.
Die breitenverstellbaren Abschnitte 305 und 307 sind bei dieser Ausführungsform dreiteilig ausgeführt, was an Hand des Abschnittes 305 unter Bezugnahme auch auf Fig. 18 näher er¬ läutert ist. Der Abschnitt 305 besteht aus einem Basisteil 305b in dem die linken und rechten, mit Schalenteilen 10 versehenen Teile 3051, 305r beispielsweise mittels einer Schwalbenschwanzführung in einem Querschacht 51 querver¬ schiebbar geführt sind, wobei die Ausgestaltung der Abschnitte so gewählt ist, daß die mit Profilierungen versehenen Ab¬ schnittsteile 3051, 305r bzw. die entsprechenden Teile des Ab¬ schnitts 307 wiederum formschlüssige Berührung mit den Stirn¬ flächen benachbarter Abschnitte haben, um beim Anspannen sämtlicher Abschnitte die angestrebte Fixierung sämtlicher Sohlenteile zu erreichen. Wie aus Fig. 15 ersichtlich, sind die querverschiebbaren Teile der Abschnitte 305 und 307 nach oben und unten hin jedoch durch die entsprechenden Basisteile 305b, 307b abgedeckt.
Als Zugmittel wurde bei dieser Ausführungsform ein Stahlband 52.gewählt. Dieses Stahlband 52 ist in einem Längsschacht 53 geführt, der sich durch die Abschnitte 305, 306 und 307 vollständig und durch die Abschnitte 304 und 308 teilweise erstreckt. Das Stahlband 52 besitzt mehrere Löcher 54 und kann mittels eines Bolzens 55, der durch eines dieser Löcher 54 und eine Bohrung 56 im Vorderabschnitt 308 gesteckt wird, mit diesem Abschnitt 308 in verschiedenen Längslagen verbunden werden. An seiner Hinterseite ist das Stahlband 52 in eine Ge¬ windehülse 57 eingehängt, in welche eine Spannschraube 58 einschraubbar ist, die mit ihrem Kopf 59 in dem Fer¬ senabschnitt 304 verdrehbar, jedoch gegen Zug abgestützt ist.
Beim Zusammenbau der Sohle 1 wird zunächst die gewünschte Länge des Abschnittes 306 festgelegt, es werden die Breiteneinstellungen der Abschnitte 305 und 307 vorgenommen und daraufhin wird das Stahlband 52 mittels des Bolzens 55 in einer solchen Lage an dem Abschnitt 308 eingehängt, daß durch Einschrauben der Spannschraube 58 in die Gewindehülse 57, die über einen Stift 60 in das Hinterende des Bandes 52 eingehängt ist, letzteres so angespannt werden kann, daß sämtliche Teile der Sohle 1 form- und reibungsschlüssig zu einer festen Ge¬ samtheit zusammengespannt bleiben. Es ist zu bemerken, daß die Verwendung eines Stahlbandes 52 als Zugmittel eine sehr flache Bauweise der Sohle 1 ermöglicht.
Bei der Ausführung nach den Fig. 19 bis 21 besteht die Sohle 1 aus vier Abschnitten 404, 405, 406 und 408, wobei der längen¬ verstellbare Mittelabschnitt 406 prinzipiell dem Abschnitt 206 in Fig. 15 gleicht, jedoch werden Distanzplättchen 27 wie nach Fig. 8 verwendet.
Das Zugmittel besteht hier aus einem vorderen Bolzen 61, der mittels eines Querstiftes 62 zugfest in dem Vorderabschnitt 408 verankert ist. Im Bereich des Mittelabschnittes 406 ist der Bolzen über entsprechende Bohrungen und einen Querstift 63 mit einem Zugrohr 64 verbunden, das an seinem hinteren Ende
ein Innengewinde besitzt, in welches eine Spannschraube 65 ■ einschraubbar ist.
Die Breitenverstellung des Abschnittes 405 erfolgt ähnlich wie z.B. nach Fig. 7 und 8 bei dem Abschnitt 105.
Es ist zu beachten, daß bei der Ausführung nach Fig. 19 bis 21 kein Abschnitt vorhanden ist, der den Abschnitten 7, 107, 207, 307 der vorgehend beschriebenen Ausführungsformen entspricht. Vielmehr besitzt der Vorderabschnitt 408 zwei breitenverstell¬ bare Abschnittsteile 4081, 408r, die mit Hilfe zweier Gewinde¬ spindeln 661, 66r in Querrichtung verschiebbar sind. Die erweiterten inneren Enden dieser Gewindespindeln sind drehbar an einem U-förmigen Haltebügel 67. Die Gewindespindeln 661, r greifen mit ihren Gewinden in entsprechende Innengewinde der Abschnittsteile 4081, r ein, sodaß ein Verdrehen der Spindeln 661, r mittels z.B. eines in Schlitze 68 an den äußeren Spin¬ delenden eingreifenden Schraubenziehers die Abschnittsteile 4081, r entsprechend der gewünschten Größenverstellung nach innen oder außen verschiebt. Zur Fixierung der Lage des U- förmigen Bügels 67 wird eine Klemmschraube 69 verwendet, die von der Sohlenunterseite in ein Gewinde des Bügels 67 eingreift, dieses durchsetzt und an dem Bolzen 61 angreift. Die Klemmschraube 69 ist in einem Längsschlitz 70 des Abschnittes 408 geführt, sodaß auf diese Weise der U-förmige Bügel 67 samt den Gewindespindeln 661, r und den Ab¬ schnittsteilen 4081, r auch in Längsrichtung verstellbar ist.
Bei dieser Ausführungsform wird somit beim Anspannen des zen¬ tralen Zugrohres 64 lediglich der hintere breitenverstellbare Abschnitt 405 in seiner gewünschten Lage fixiert, wogegen die Abschnittsteile 4081, r des breitenverstellbaren Abschnitts 408, in dem sozusagen der Ballenabschnitt und der Vorderab¬ schnitt vereinigt sind, von diesem Anspannen unberührt bleiben.
Die in den Fig. 22 bis 24 dargestellte Ausführungsform der Er¬ findung zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß die
Abschnitte der Sohle 1, im Beispiel fünf Abschnitte 504 bis 5.08 mittels eines flexiblen Zugmittels, nämlich eines im wesentlichen am Außenrand der Sohle 1 umlaufenden Stahlseils 71, das den größten Teil seiner Länge in einer Umfangsrille 72 der Sohle 1 verläuft. Das Seil 71 kann mittels einer seitlich am Mittelabschnitt 406 befestigten Schnalle 73 gespannt werden. Weiters ist zwischen Schnalle 73 und Seil 71, oder an anderer Stelle in das Seil 73 eingegliedert, ein längenein¬ stellbarer Bauteil, hier eine Mutter-Gewinde-Anordnung 74 oder Verstellspindel vorgesehen.
Die einzelnen Sohlenabschnitte sind zumindest teilweis von einem zentralen Rohr 75 durchsetzt, welches der Sohlenanord¬ nung eine gewisse Grundfestigkeit verleiht, im vorliegenden Fall jedoch nicht als Zugmittel dient. Anstelle des Rohres 75 kann auch eine volle Stange Verwendung finden.
Die formschlüssige Verbindung aneinanderstoßender Sohlenab¬ schnitte weist hier eine zahnartige Profilierung 76 auf, wie aus Fig. 22 klar hervorgeht.
Die Abschnitte 505 und 507 sind breitenverstellbar. Am Bei¬ spiel des Abschnittes 507 erkennt man eine unterhalb des Roh¬ res 75 querverlaufende Gewindespindel 77, die in einem U-för- migen, das Rohr 75 umfassenden Bügel 78 drehbar gelagert und mit linken und rechten gegenläufigen Gewindeabschnitten verse¬ hen ist. Auf diesen Gewindeabschnitten sitzen Muttern 79 1, r, die in entsprechenden Ausschnitten von Abschnittsteilen 5071, 507r sitzen. Es ist ersichtlich, daß ein Verdrehen der Gewindespindel 77 mittels eines geeigneten Werkzeuges bewirkt, daß die Abschnittsteile 5071, 507r gleichzeitig nach außen oder innen wandern. Um diese Bewegung durch das umlaufende Seil 71 nicht zu behindern, sind am Umfang der Abschnittsteile 5071, 507r vertiefte Nuten 80 ausgebildet. Solche Nuten 80 sind auch am Abschnitt 505 zu finden.
Der Mittelabschnitt 506 ist bei dieser Ausführungsform gege längere oder kürzere Abschnitte austauschbar, wie im Zusammen hang mit Fig. 3 und 4 ausführlich erläutert wurde.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 25 bis 27 besteht de mittlere, nicht breitenverstellbare Abschnitt 606 aus zwe Teilen 6061, r, die besondere in entsprechende Vertiefunge des jeweils anderen Teils eingreifende Zungen 81 aufweisen, u eine besserte Verbindung zu bewirken. Auch hier liegt ein sägezahnartige formschlüssige Profilierung 82 zwischen anein¬ anderstoßenden Flächen benachbarter Abschnitte vor.
Es ist eine Variante der Gewindeverstellung der beide breitenverstellbaren Abschnitte 605, 607 gezeigt, bei welche die Gewindespindel 83 in Gewindebohrungen der Abschnitte 605, 607 selbst eingreifen kann. Überdies ist die Gewindespindel 83 an einem U-förmigen Haltebügel 84 gelagert, das von oben, ei zentrales Rohr 85 umfassend, eingesetzt ist. Die breiten¬ verstellbaren Abschnitte 605, 607 sind hier zweiteili ausgebildet und es ist zu beachten, daß die Haltebügel 84 innerhalb von Ausnehmungen 86 angeordnet sind, die eine Längenverschiebung der Abschnitte 605, 607 ermöglichen. Ebenso wie im vorangehenden Beispiel, nämlich jenem nach Fig. 22 bis 24, erfolgt die Längenverstellung der Sohle 1 hier dadurch, daß der Mittelabschnitt 606 gegen einen längeren oder kürzere Mittelabschnitt oder durch Einschiebung von Zusatzabschnitten, wie Abschnitt 6z nach Fig. 4, vorgenommen wird.
Die Ausführung nach den Fig. 28 bis 30 besteht aus fünf Ab schnitten 704 bis 708, von welchen zwei Abschnitte 705 und 70 durch bloßes Ineinanderschieben oder Auseinanderziehen ihre Halbteile 7051, r, 7071, r in ihrer Breite verstellbar sind, d.h. ohne besondere Verstell- oder Kopplungsmittel, wi Zahnräder, Spindeln od.dgl.
Der mittlere, nicht breitenverstellbare Abschnitt 706 is zweiteilig ausgebildet, wobei die beiden Teile 7061, r durc Querstifte 87 zusätzlich zusammengesteckt und gesichert werde
können. Es ist hier ein zentrales Zugseil 88 vorgesehen, das mittels einer flaschenzugartigen Anordnung gespannt werden kann. Hiezu ist an dem hinteren Seilende eine Rolle 89 befes¬ tigt, um die ein Hilfsseil 90 läuft, das mit einem Ende im Fersenabschnitt 704 verankert und mit seinem anderen Ende mit¬ tels einer Spannschraube 91 angezogen werden kann.
Das Seil 88 läuft vorne in einer Schlaufe 92 aus, die mittels eines Bolzens 93 in einem von mehreren, im Vorderabschnitt 708 vorgesehenen Bohrungen 94 einhängbar ist.
Um eine weitere Versteifung der Sohle 1 zu erzielen, Sind hier zwei Längsstangen 95 vorgesehen, die in Bohrungen der beiden Hälften 7061, r des nicht breitenverstellbaren mittleren Ab¬ schnittes 706 geführt sind und in den daran vorne und hinten anschließenden Hälften der breitenverstellbaren Teile 705, 707 in schlitzartigen Schächten 96 geführt sind. An diesem Beispiel sieht man, daß die formschlüssige Profilierung zwischen angrenzenden Abschnitten beispielsweise auch eine Halbkreisform beinhalten kann.
Fig. 31 zeigt die Möglichkeit, den gesamten Fersen- bzw. Vorderabschnitt 4 bzw. 8 auszutauschen, sodaß beispielsweise die für einen Snowboard-Schuh typische abgerundete Form im Fersen- bzw. Spitzenbereich erreichbar ist. Dies ergibt eine Verbesserung des erfindungsgemäßen Effektes auch dahingehend, daß nicht nur eine Größenvariation auf einfache Weise möglich ist, sondern sogar ein Übergang zu einem anderen Schuhtyp bei minmalem Formenaufwand.
Fig. 32 zeigt, daß auch ein Mittelabschnitt 6 breiten¬ verstellbar sein kann, etwa mittels einer Spindel 97. Dieser mittlere Abschnitt 6 trägt zum Schutz des Fußes bzw. Innen¬ schuhs hochgezogene Schalenteile 6* und kann auch gegen ent¬ sprechend längere oder kürzere Teile ausgetauscht werden.
Der in Fig. 33 dargestellte Skischuh weist als Besonderheit folgendes auf. An dem vordersten Abschnitt 8 ist nicht nur ein
Kappenteil 12 mit einem bereits weiter oben beschriebenen flexiblen Zungenfortsatz 14 befestigt, sondern auch ein länglicher, sich längs der Sohle 1 nach hinten erstreckender Schutzstreifen 98, der an dem Fersen-Schalenabschnitt 10 mittels einer zusätzlichen Verstell- und Fixierschraube 99 be¬ festigt wird. Es ist hiezu eine Stift-Schlitz-Verbindung vorgesehen, im vorliegenden Fall ist der Schlitz 100 im Fersen-Schalenabschnitt 10 ausgebildet. Dieser Schutzstreifen 98 schützt den Fuß vor allem gegen seitliches Auffahren an Steine oder andere Hinternisse und empfiehlt sich im Zusammenhang mit der Erfindung da hier keine geschlossene feste Schale vorliegt.
Es ist im übrigen nochmals zu bemerken, daß die Erfindung in gleicher Weise, beispielsweise bei einem sogenannten Heckeinstiegsschuh angewendet werden kann. In diesem Fall ist es etwa möglich, die breitenverstellbaren Teile des Fersen¬ abschnittes mit einem geschlossenen, d.h. um den Rist herum¬ gehenden Schalenteil zu versehen, der natürlich elastisch genug sein muß, um die Breitenverstellung, d.h. Querver¬ schiebung der Abschnittsteile mitzumachen.