Vorrichtung zur Abkühlung von Strangpressprofilen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abkühlung von Strangpre߬ profilen mit oberhalb und unterhalb einer Auslaufbahn für die Strang¬ preßprofile angeordneten Düsen.
Strangpreßprofile müssen nach dem Verlassen der Preßmatrize abgekühlt werden. Dies gilt insbesondere für Strangpreßprofile aus Leichtmetall- Legierungen. Die erforderlichen Temperatur-/Zeit-Gradienten liegen da¬ bei zwischen 3 und 5 °K/s für AlMgSi-Legierungen und bis zu 50° K/s für hochfeste Legierungen, z.B. Luftfahrtwerkstoffe.
Die erforderlichen, hohen Abkühlgeschwindigkeiten können αurch Ziehen der Stränge durph eine stehende Wasserwelle oder aber durch Abkühlen der Strangpreßprofile in sogenannten "Wasserkästen" erreicht werden, deren Wände mit Spritzdüsen versehen sind. Dadurch werden zwar im Hin¬ blick auf die metallurgischen Anforderungen die notwendigen Abkühlge- schwind'αkeiteπ erreicht; durch die sehr rasche und überdies nicht über den Um g gleichmäßige Abkühlung verformen sich jedoch die Strangpre߬ profile, so daß häufig ein hoher Nachrichtauf arrd erforderlich ist. Außerdem ist bei den derzeit verfügbaren Wasserkühleinrichtungen eine gezielte Beeinflussung der Kühlwirkung kaum möglich. Und schließlich ist die Verwendung von Kühlwaser nicht zuletzt wegen der damit verbun¬ denen Kühlwasseraufbereitung stets wirtschaftlich sehr viel aufwendiger als die prinzipiell ebenfalls mögliche einfache Kühlung mit Umgebungs¬ luft, so daß angestrebt wird, möglichst viele Strangpreßprofile z.B. auch Leichtmetall-Strangpreßprofile mit geringerer Wandstärke, aus¬ schließlich mit Luft abzukühlen.
Die herkömmlichen Luftkühleinrichtungen können jedoch nicht die aus metallurgischen Gründen erforderlichen hohen Abkühlgeschwindigkeitεn erreichen, sondern sie eignen sich lediglich dazu, die Strangpreßpro¬ file auf eine Temperatur abzukühlen, die die für den weiteren Produk¬ tionsablauf erforderliche Handhabung gestattet, nämlich Schneiden, Richten, Verpacken usw.
Aus diesen Gründen hat man bei der Produktion von Strangpreßprofilen lediglich die Wahl zwischen zwei nicht optimalen Alternativen,
nämlich eine metallurgisch ausreichende Kühlung mit Wasser, die jedoch zu einem starken Verzug der Strangpreßprofile in Verbindung mit hohem Nachricht- und Kühlwasseraufwand führt, oder aber die einfache Kühlung mit Umgebungsluft, die jedoch nur relativ geringe Abkühlgeschwindig¬ keiten liefert und damit die metallurgischen Anforderungen nicht er¬ füllt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Abkühlung von Strangpreßprofilen der angegebenen Gattung zu schaffen, bei der die oben erwähnten Nachteile nicht auftreten.
Insbesondere soll eine Vorrichtung vorgeschlagen werden, die einerseits die aus metallurgischen Gründen erforderlichen hohen Abkühlgeschwindig- keiten erreicht und andererseits einen Verzug der Strangpreßprofile während des AbkühlVorgangs zuverlässig vermeidet. Dabei soll die Kühl¬ wirkung einstellbar und damit an die jeweiligen Anforderungen der ab¬ zukühlenden Strangpreßprofile anpaßbar sein.
Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch-1 angegebenen Merkmale erreicht.
Zweckmäßige Ausgestaltungen werden durch die Merkmale der Unteransprü¬ che definiert.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen zunächst auf der Ver¬ wendung von in praktisch unbegrenzten Mengen zur Verfügung stehender Umgebungsluft als Kühlmedium, so daß die mit der Aufbereitung von Kühl¬ wasser vorhandenen Probleme entfallen. Durch eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung der Düsen wird dabei gewährleistet, daß trotz des Kühl¬ mediums "Umgebungsluft", das im Vergleich mit Kühlwasser ein geringeres Wärmeabführvermögen hat, die aus metallurgischen Gründen erforderlichen Abkühlgeschwindigkeiten erreicht werden. Dabei kann die Abkühlgeschwin¬ digkeit lokal exakt eingestellt und dadurch an unterschiedliche Strang¬ preßprofile angepaßt werden. Und schließlich ist für Spezialfälle auch noch eine Kombination mit einer Wasserkühlung möglich.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläu¬ tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Abkühlung von Strangpreßprofilen,
Fig. 2 eine im Vergleich mit der Darstellung nach Fig. 1 um 90° ge¬ drehte Ansicht dieser Vorrichtung,
Fig. 3 eine perspektivische schematisierte Darstellung des Rollengangs mit einem Strangpreßprofil und mit dem oberen und dem unteren Schlitzdüseήsyste ,
Fig. 4 eine stark vereinfachte Ansicht des über Rollen geführten Strangpreßprofils, dessen Beaufschlagung mit Kühlluft durch Andeutung der Strömungsrichtung dargestellt ist,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung von vier Düsen des unteren Düsensystems, aus der die Unterteilung in Abschnitte über die Düsenbreite hervorgeht,
Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines in das Düsensystem inte¬ grierten Schiebers zur Veränderung des Wärmeübergangs,
Fig. 7 eine Darstellung einer Luftdüse, in die ein Düsenstock mit Was¬ serspritzdüsen integriert ist,
Fig. 8 eine im Vergleich mit Fig. 7 um 90° gedrehte Ansicht der Luft¬ düse nach Fig. 7,
Fig. 9 eine Figur 8 entsprechende Ansicht mit der Unterteilung des
Düsenstocks in drei Abschnitte, die mit unterschiedlichem Was¬ serdruck versorgt werden können, und
Fig. 10 eine stark vereinfachte Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung zur Abkühlung von Strangpreßprofilen, bei de das obere Düsenfeld in zwei Bereiche unterteilt ist, die um seitlich angebrachte Achsen nach oben geschwenkt werden können.
Die aus den Figuren ersichtliche, allgemein durch das Bezugszeichen 10 angedeutete Vorrichtung zur Abkühlung von Strangpreßprofilen weist ein Transporteinrichtung für die Strangpreßprofile 1, nämlich einen Rollen¬ gang 3, auf, um die Strangpreßprofile 1 in Richtung des Pfeils 2 durch die Vorrichtung 10 zu fördern.
Zwischen den Rollen des Rollengangs 3 sind untere Düsen 5 angebracht, die das Strangpreßprofil 1 von unten her beblasen. Bei den dargestell¬ ten Ausführungsformen sind die unteren Düsen 5 stationär ausgebildet, können jedoch bei Bedarf auch vertikal beweglich angebracht sein.
Über dem Rollengang 3 sind obere Düsen 4 angebracht, und zwar in einem solchen Abstand über dem Rollengang 3, daß auch die höchsten Profile die lichte Höhe zwischen Rollengang 3 und Düsen"4 passieren können. Wie man insbesondere aus den Figuren 3 und 4 erkennt, sind die oberen Düsen 4 gegenüber den unteren Düsen 5 um eine halbe Teilung des Rollengangs 3 versetzt, so daß sich die mittels der Düsen 3 und 4 auf das Strangpre߬ profil 1 aufgeblasene Luftströmung nicht gegenseitig stört, sondern weitgehend störungsfrei nach oben und nach unten abströmen kann, wie es in Fig. 4 durch Andeutung der Strömungsrichtung sichbar gemacht ist. Dabei liegt jeweils einer oberen Düse 4 eine Rolle des Rollengangs 3 gegenüber, während jede untere Düse in den Zwischenraum zwischen zwei oberen Düsen bläst.
Auf der linken Seite von Fig. 4 ist an drei Beispielen die tangentiale Überströmung der ProfilSeiten angedeutet, während auf der rechten Seite von Fig.4 die Prallströmung dargestellt ist, die auf das Strangpre߬ profil 1 trifft und dadurch umgelenkt wird.
Man kann erkennen, daß sich die Blasluft von den oberen Düsen 4 um die Rollen des Rollengangs 3 schmiegt und dann nach unten abströmt, während die Blasluft von den unteren Düsen 5 ungestört nach oben in den Zwi-
schenrau zwischen den oberen Düsen 4 abströmt.
Beim Auftreffen auf das Strangpreßprofil ergibt sich eine Umlenkung der Strömungsrichtung um 180°, die durch die Pfeile angedeutet ist.
Um das Strangpreßprofil 1 ägend des Preßvorgangs beobachten zu können bzw. eine mögliche Verformunc zuzulassen, ist der Abstand der oberen Düsen 4 von dem Rollengang 3 bzw. von den Strangpreßprofilen 1 größer als der Abstand der unteren Düsen 5 von dem Strangpreßprofil 1; um die mit einem solchen größeren Abstand verbundene geringere Kühlwirkung auszugleichen, werden die Düsenschlitze der oberen Düsen 4 breiter ge¬ halten als die Düsenschlitze der unteren Düsen 5, so daß trotz des grö¬ ßeren Abstandes iderOberen Düsen 4 von den Strangpreßprofilen 1 noch der Kernstrahl der Strahlen der oberen Düsen 4 voll auf das Strangpre߬ profil 1 auftrifft; dadurch kann bei gleichem Düsendruck für die oberen und unt ren Düsen 4, 5 die Ankunftsgeschwindigkeit der Strömung an der Oberfläche der Strangpreßprofile 1 für die oberen und unteren Düsen 4, 5 etwa gleich gehalten werden, was zur Erzielung des etwa gleichen Wär¬ meübergangs mit den oberen und unteren Düsen 4,-5 von Bedeutung ist.
Wie man aus Fig. 3 erkennt, sind die Schlitzdüsen der oDeren und unte¬ ren Düseπrippen 4, 5 quer zur Preß- und Transportrichtung der Strang¬ preßprofile 1 angeordnet, die durch den Pfeil 2 angedeutet ist. Dadurch wird erreicht, daß stets der ganze Umfang des Strangpreßprofils 1 gleichmäßig beblasen wird und die Strömung aus dem Bereich 6, wo sie auf die Oberfläche des Strangpreßprofils 1 auftrifft (siehe Fig. 4), stets in Richtung der Erzeugenden des StrangpreßprofiIs 1 abströmt. Dabei liegt der Bereich 6 in Achsrichtung für die oberen Düsen 4 unter¬ halb und für die unteren Dü$->n 5 oberhalb der Düsenöffnungen auf der Profiloberfläche.
Durch die sich jeweils zwischen zwei benachbarten Schlitzdüsen der Dü¬ senrippen 4, 5 bildende Stauzone 7 (siehe Fig. 4) wird also das Strang¬ preßprofil 1 hindurchbewegt. Wenn die Zeitspanne, die das Strangprße- profil 1 zum Durchlaufen der halben Teilung der Düsen 4, 5 benötigt,
hinreichend klein ist, was bei einer Düsenteilung in der Größenordnung von etwa 100 mm bis 200 mm und den üblichen Preßgeschwindigkeiten im¬ mer der Fall ist, wirkt sich die Verringerung des Wärmeübergangs in der Stauzone 7 nicht aus, d.h., das Profil wird gleichmäßig und kontinuier¬ lich abgekühlt, wie es aus metallurgischen Gründen zwingend erforder¬ lich ist.
Würden die Schlitzdüsen durch Runddüsen ersetzt, die zwar bei gleichem Aufwand an Ventilatorantriebsleistung einen höheren Wärmeübergang lie¬ fern, so könnte sich zwischen zwei benachbarten Runddüsen eine Stauzone ausbilden, die dazu führt, daß immer im Bereich einer Erzeugenden der Profilkontur ein niedrigerer Wärmeübergang stattfindet als im benach¬ barten Bereich in der Profiloberfläche. Dadurch wäre in diesem benach¬ teiligten Bereich die Abkühlung schwächer, und die metallurgischen Ei¬ genschaften wären in diesem Bereich ungünstig.
Bei der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten AbkühlVorrichtung 10 ist das obere Düsenfeld in zwei gleich große Teilfelder unterteilt, die je¬ weils von einem oberhalb des Düsenfeldes angeordneten und nach unten ausblasenden, doppelflutigen Radialventilator 12 versorgt werden. Die beiden oberen Düsenkästen der beiden Teilfelder können getrennt oder gemeinsam in vertikaler Richtung in Richtung der Doppelpfeile 9 ver¬ tikal verstellt werden. Zu diesem Zweck sind die Düsenkästen mit den Radialventilatoren 12 über Faltenbälge 11 verbunden, die die erforder¬ liche Abstandsveränderung zwischen Düsenkasten und Radi lVentilator 12 ermöglichen. Die gemeinsame vertikale Verstellvorrichtung zur Anpassung an Strangpreßprofile unterschiedlicher Höhe ist durch vier Hubspindeln 25a angedeutet, die sich einerseits am Rahmen 26 der Vorrichtung 10 abstützen und andererseits mit einem vertikal beweglichen Gestell 27a verbunden sind, das seinerseits die Faltenbälge 11 bzw. die Düsenkästen trägt. Durch vertikale Verstellung der Hubspindeln 25a können also die Faltenbälge 11 und die Düsenkästen ebenfalls vertikal in Bezug auf den Rollengang 3 verstellt werden.
Zusätzlich zu den Hubspindeln 25a können auch Pneumatikzylinder 25b
vorgesehen sein, die zur Auslösung der Schneilanhebung für beide Düsenkästen separate, der gemeinsamen Anhebung überlagerte Bewegung erzeugen und durch Schaltmittel, wie Kontaktschalter oder Licht¬ schranken, betätigt werden.
Bei der dargestellten Ausführungsform werden die beiden Faltenbälge 11 und damit die zugehörigen Teilfelder gemeinsam mittels des Gestells 27 verstellt.
Zur Schneilanhebung betätigen die am Gestell 27 a befestigten Pneuma¬ tikzylinder 25b die Wagen 27b, mit deren Hilfe z.B. über Ketten oder Seile die Düsenkästen bewegt werden.
Die gesamte Vorrichtung 10 befindet sich in dem Rahmengestell 26, das mittels Rädern 50 und eines üblichen Fahrantriebes quer zur Preßrich¬ tung in die Preßlinie ein- und ausgefahren werden kann (siehe Fig. 2). Auf diese Weise ist ein einfacher Austausch der Abkühlvorrichtung 10 gegen eine andere Ausführungsform möglich, wenn dies aus produktions¬ technischen Gründen erforderlich wird.
Wie man aus Fig. 2 erkennt, werden die unteren Düsen 5 durch einen Ra¬ dialventilator 8 gespeist, der sich seitlich neben den unteren Düsen¬ rippen 5 bz*. dem Rollengang 3 außerhalb des Rahmengestellts 26 befin¬ det. Hierbei ist im Prinzip keine Unterteilung in mehrere Teilfelder erforderlich; gegebenenfalls kann dies jedoch ncch zusätzlich vorgese¬ hen werden.
In Fig. 5 ist am Beispiel eines Ausschnitts eines Düsenfeldes darge¬ stellt, wie der Wärmeübergang dieses Düsenfeldes quer zur Bewegungs¬ richtung 2 des Strangpreßprofils 1 und damit über die Profilbreite verändert werden kann. Dabei ist das Düsenfeld in fünf Teilabschnitte über die Breite gleichmäßig unterteilt. Die K. luftzufuhr z. jedem Teilabschnitt kann mittels in Längsrichtung, aiso parallel zum Bewe¬ gungspfeil 2, verschiebbaren Düsenschiebern 28 verstellt werden, die in die Düsenkästen 29 der dargestellten unteren Düsenrippen 5 integriert sind.
Fig. 6 zeigt einen solchen Düsenschieber 28, bei dem je nach dem Be¬ reich, der vor den Düseneiπlauf geschoben wird, der Wärmeübergang von 100 % bis 25 % in Stufen verstellt werden kann. Diese mittels Fernbe¬ tätigung verstellbaren Schieber 28, deren Positionierung zudem noch über einen Rechner steuerbar ist, ermöglichen die Anpassung der Kühl¬ wirkung je nach den Erfordernissen des Strangpreßprofils 1. Auf diese Weise können beispielsweise Bereiche des Strangpreßprofils 1 mit Mate¬ rialanhäufungen stärker gekühlt werden als Bereiche des Strangprofils 1 mit geringerer Wandstärke. Dadurch wird gewährleistet, daß das Strang¬ preßprofil 1 beim Abkühlen gerade bleibt und ein Verbiegen des Profils bei der Abkühlung vermieden wird, das einen hohen Nachrichtaufwand er¬ fordern und zudem zu beträchtlichem Ausschuß führen würde.
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Wie man in Fig. 6 erkennt, sind in dem Düsenschieber 28 Öffnungen un¬ terschiedlicher Fläche vorgesehen, nämlich eine große, sich nahezu über die gesamte Breite des Düsenschiebers 28 erstreckende Öffnung, die ei¬ nen maximalen Kühlluft-Durchtritt und damit einen Wärmeübergang von 100 % ermöglicht, sowie drei weitere Folgen von Öffnungen mit jeweils kleinerem Durchmesser, die die angedeuteten Wärmeübergänge von 75 %, 50 % bzw. 25 %, jeweils bezogen auf den maximalen Wärmeübergang von 100 %, ermöglichen.
In Fig. 7 ist schematisch eine Schlitzdüse 30 dargestellt, in die ein Düsenstock 31 mit Wasserdüsen 32 eingebaut ist. Auf diese Weise läßt sich die Abkühlvorrichtung nach den Fig. 1 bis 4 auch mit einer Zwei¬ phasen-Kühlung versehen, nämlich einer Luft/Wasser-Gemisch-Kühlung.
Um den Nachteil der im wesentlichen als Lochdüsen ausgeführten Wasser¬ düsen 32 im Hinblick auf die Gleichmäßigkeit der Beaufschlagung der Profiloberfläche auszugleichen, können die Wasserdüsenstöcke 31 in den Luftdüsen 30 hin- und herbewegt werden, wie in Fig. 8 durch den Doppel¬ pfeil angedeutet ist. Zu diesem Zweck sind die Wasserdüsenstöcke 30 an einem Rohr 31 befestigt, das einerseits von Wasser mit dem Wasserdruck p durchströmt und andererseits von einem Elektromotor mit Nockenwelle 34 in Richtung des Doppelpfeils 33 hin- und herbewegt wird. Die Ampli¬ tude der Hin- und Herbewegung entspricht etwa einem Vielfachen der hal-
ben Teilung der Wasserdüsen in Richtung quer zur Preß- und Auslauf- Richtung 2 des Profils 1.
Um die Kühlwirkung in ähnlicher Weise wie bei der reinen Luftkühlung über die Profilbreite verändern zu können, ist bei der Ausführungsform nach Fig. 9 der durch ein Rohr gebildete Wasserdüsenstock 31 in mehrere Bereiche 31a, 31b und 31c unterteilt, die mit unterschiedlichen Wasser¬ drücken p,, p2 und p, beaufschlagt werden. Dadurch verändert sich die Wasserbeaufschlagungsdichte unter den Düsen 32 in den jeweiligen Bereichen.
D; der Einfluß der Luftkühlung gegenüber der Wasserkühlung bei einer solchen Zweiphasenkühlung relativ klein ist, also bei einer solchen Zweiphasenkühlung der Wärmeübergangskoeffizient im wesentlichen nur von der Wasserbeaufschlagungsdichte abhängt, kann in diesem Fall auf eine Verän...rung der Luftkühlwirkung über der Profilbreite verzichtet wer¬ den. Es ist aber auch möglich, beide Methoden miteinander zu kombinie¬ ren.
Fig. 10 zeigt schließlich noch eine stark schematisierte Ansicht einer Abkühlvorrichtung 10 in Preßrichtung gesehen, bei der das Strangpre߬ profil 1 von dem unteren Düsenfeld 5 und von zwei oberen Düsenfeldern 4r und 41 beblasen wird, nämlich einem rechten Teilfeld 4r und einem linken Teilfeld 41. Diese Teilfelder können um zugehörige Achsen 20r und 201 geschwenkt werden, wie durch die zugehörigen Drehpfeile 21r und 211 angegeben wird.
Dadurch läßt sich auf besonders einfache und damit günstige Weise die Kühlwirkung auch winkelförmigen Profilquerschnitten, wie am Beispiel der Fig. 10 gezeigt, anpassen.
Ferner steht nun zwischen den beiden oberen Düsenteilfeidern 4r, 41 Freiraum für den Zugriff eines Pullers zur Verfügung, der in Fig. 10 durch ein Doppel-T-Profil 25 angedeutet ist, auf dem ein solcher Pul¬ ler geführt wird.
Zur Anpassung können die Achsen 201 und 20r um die Düsenfelder 41, 4r geschwenkt und auch in der Höhe verstellt werden. Die Luftversorgung zu den Düsenkästen der beiden Teilfelder 41, 4r erfolgt mittels flexib¬ ler Anschlüsse bzw. Leitungen.